8 Tipps für altersgerechte Kleidung – Teil 2

Mode und Lifestyle ab 40, 50 60 Jahren - ModeflüsterinSie wird in Fashion-Kreisen immer wieder heiß diskutiert: die Frage danach, welche modischen Ausschweifungen in welchem Alter noch angemessen sind. Gerade der Sommer sorgt für Kopfzerbrechen. Gehören Sie auch zu den Frauen, die mit ärmellosem Top oder kurzem Rock vor dem Spiegel stehen und sich unsicher sind: Kann ich das noch tragen? Dahinter lauert die Angst vieler reiferer Frauen über 40, 50 oder 60 Jahren, sich durch zu viele modische Anleihen in der Jugendabteilung lächerlich zu machen. Oder – im Gegenteil – sich im reiferen Alter in die Unsichtbarkeitsfalle zu manövrieren.

Damit Sie nicht ungewollt zum Modeopfer werden, habe ich mir Gedanken gemacht, welche Ratschläge ich Ihnen für altersgerechte Kleidung an die Hand geben kann. Dabei ist mir sehr wohl bewusst, dass jede Frau in diesem Bereich ihre eigenen Regeln festlegt – und immer einmal wieder überprüfen sollte. Im ersten Teil dieser Blogserie habe ich Ihnen vier Tipps präsentiert, wie Sie als reifere Frau zeitlose Basics und aktuelle Trends sinnvoll in Ihre Garderobe einbinden. Heute habe ich für Sie weitere vier Tipps zum Thema Farbe, Stilbrüche und nackte Haut parat. Ich hoffe, es sind die richtigen Überlegungen für Sie dabei!

Und: Am Ende des Beitrags können Sie noch anhören, was ich dem Hessischen Rundfunk zum Thema verraten habe!

Die Blogserie “Altersgerechte Kleidung” umfasst zwei Teile:

Ein paar Überlegungen zu altersgerechter Kleidung können nicht schaden.

Im ersten Teil dieser Blogserie habe ich Ihnen bereits dargelegt, dass ich eigentlich keine starren Regelwerke mag, die nach dem Motto operieren: “Das geht auf keinen Fall mehr.” Denn was eine Frau in welchem Alter noch tragen kann oder nicht, hängt maßgeblich von Stil, Figur und Lebensumständen ab. Und selbst wenn Sie sich für Ihr eigenes Leben Ihre Regeln parat gelegt haben, können Sie immer noch von Fall zu Fall entscheiden, ob sie diese einhalten oder lieber brechen möchten. Guter Stil lebt genau von eben dieser ganz persönlichen Freiheit.

Dennoch gibt es ein paar grundsätzliche Gedanken zu altersgerechter Kleidung, die nicht schaden können. Beispielsweise wie viele zeitlose Basics und welches Maß an Trends Ihr derzeitiges Mode-Alter gut verträgt (siehe Tipp 1 bis 4 dieser Serie im ersten Teil). Und dann gibt es noch diese vier weiteren Tipps, wie Sie etwas mehr jugendliche Frische in Ihren Look bringen, ohne Ihrer Teenager-Tochter – oder der Tochter Ihrer Freundin – die Show zu stehlen:

5. Greifen Sie zu Farben, die Ihnen stehen und sich modern kombinieren lassen!

Meine Blogger-Kollegin Cla zeigt hier ihre nackten Arme, verzichtet dafür auf Dekolleté und auch die Beine bleiben bis zu den Knöcheln bedeckt. Sehr modern: Der Stilbruch aus romantischer Spitzen-Bluse und sportlichen Slip-ons sowie die Tasche in Knallfarbe.

Meine Blogger-Kollegin Cla zeigt hier ihre nackten Arme, verzichtet dafür auf Dekolleté und auch die Beine bleiben bis zu den Knöcheln bedeckt. Sehr modern: Der Stilbruch aus romantischer Spitzen-Bluse und sportlichen Slip-ons sowie die Tasche in Knallfarbe.

Was für Silhouetten gilt, gilt auch für Farben. Die ästhetischen Vorlieben ändern sich. Ein grundsätzlicher Tipp: Je älter Sie werden, desto wichtiger wird es, dass Sie in Gesichtsnähe die für Sie optimalen Farben tragen. Dadurch vermeiden Sie Schatten im Gesicht, einen fahlen Teint und zaubern jugendliche Sofort-Frische ins Gesicht.

Darüber hinaus sind nicht nur Farben, sondern auch Farb-Kombinationen dem Trend unterworfen. Alte Regeln sind hier oft überholt. Was zusammenpasst, wird kontinuierlich modisch neu interpretiert. Bespiele dafür sind:

  • Marineblau und Schwarz dürfen zusammen getragen werden. Das lockert die Dunkelheit auf und schafft Vielschichtigkeit und Interesse im Look.
  • Beige und Grau sind Farben, die zusammen höchst elegant wirken – mit den richtigen Schnitten und qualitativ hochwertigen Kleidungsstücken.
  • Analoge Farbkonzepte sind schon lange kein No-Go mehr. Das bedeutet, dass Farben, die auf dem Farbenkreis nebeneinander liegen, auch zusammen getragen werden: Lila mit Blau, Lila mit Rot, Rot mit Orange, Orange mit Pink und so weiter.
  • Wenn eine Frau ihre Schuhe, Gürtel und Handtasche im gleichen Farbton trägt, galt sie ehemals als besonders geschmackvoll. Modern wirkt es heute, wenn ein Accessoire, ein Schuh oder eine Tasche in einer anderen- vielleicht sogar knalligen – Akzentfarbe oder mit einem Muster in den Look integriert wird.
  • Verschiedene Muster werden heute ebenfalls recht wild gemixt. Blümchen und Karo, Leo und Streifen und vieles Mehr liegt durchaus im Bereich des modisch Möglichen.

Sie sehen: Es gibt eine Vielzahl an Farb- und Musterkombinationen, die ehemals zu den stilistischen No-Gos gehörten, jetzt aber zeigen, dass man modisch auf der Höhe ist. Beobachten Sie solche Entwicklungen sehr genau! Das ist Ihre Chance, auch in fortgeschrittenem Alter modisch “Kante zu zeigen”!

6. Die Sache mit den Stilbrüchen: Lernen Sie sie!

Eine der wichtigsten Stilregeln der Jetzt-Zeit ist wohl die, dass Sie keinen einzigen Stil durchgehend tragen sollten. Die angesagte Mode ist voller Stilbrüche. Aber diese wollen mit Bedacht und gekonnt eingesetzt werden.

Mein Tipp: Wenn Sie die Kunst des Stilbruchs beherrschen, werden Sie bis ins hohe Alter frisch und jugendlich wirken.

Und welch Wunder: Auch hierbei helfen Ihnen Ihre klassischen Basics. Denn in einem Look, der fast ausschließlich aus diesen besteht, können Sie Ihren persönlichen Stilbruch ganz leicht einfügen. An der Stelle, die für Sie figürlich günstig ist.

  • Sie tragen einen klassischen Zweiteiler mit Blazer, Top und Hose? Dann addieren Sie doch einfach mal Edel-Sneakers und eine lässige Messenger-Bag dazu.
  • Sie mögen klassische Rollkragenpullover, Long-Cardigans und Slipper? Dann probieren Sie zur Abwechslung mal eine ausgewaschene, fetzige Jeans dazu.
  • Sie sind der Etuikleid-Typ? Dann experimentieren Sie mit einer Lederjacke im Biker-Stil oder wählen Sie Sandalen und eine Clutch mit Fransen-Details als Ergänzung.

Jede Frau hat ihre ganz eigene Art, Stilbrüche für sich anzuwenden. Finden Sie die Methode heraus, die bei Ihnen am besten funktioniert!

7. Achten Sie darauf, was Sie zeigen wollen und was eher nicht!

Hier zeigt Annette von "Lady of Style", dass ein sommerlicher Büro-Look mit wohl dosiertem Dekolleté und nackten Armen möglich ist, solange zum Ausgleich der Rock die Knie bedeckt. So wirkt auch nackte Haut seriös.

Hier zeigt Annette von “Lady of Style”, dass ein sommerlicher Büro-Look mit wohl dosiertem Dekolleté und nackten Armen möglich ist, solange zum Ausgleich der Rock die Knie bedeckt. So wirkt auch nackte Haut seriös.

Jetzt kommen wir zu den besonders heiklen Punkten, die in der Fashion-Szene immer wieder für Diskussionen sorgen: Wie viel Haut darf Frau zeigen, wenn sie die 40, 50 oder 60 überschritten hat? Ich würde diese Frage gerne ein bisschen verändern:

Welche Körperpartien soll ein Betrachter von Ihnen ganz genau sehen können?

Ich denke, diese Fragestellung hilft Ihnen viel mehr, Ihre ganz eigene stilistische Richtlinie festzulegen. Denn sie beinhaltet auch Themen, wie die richtige Unterwäsche, transparente Materialien oder zu enge Kleidung.

Dabei gibt es zwei Dimensionen zu betrachten: Kontur und Beschaffenheit.

Betrachten Sie Ihre Körperkonturen einmal ganz objektiv: Wo finden sich schöne, geschwungene Linien, wo eher hügelige Speckröllchen? Achten Sie dabei besonders auf die Stellen, die mit dem Alter ihre Kontur eher verlieren: Auf die Oberarme, die hinteren Achseln, die Form des Busens, die Ausprägung von Fettpölsterchen an Bauch, Taille, Hüfte und Oberschenkeln, die Kontur Ihrer Kniezone. Wenn Sie schöne Linien erkennen, dann sind dies Ihre Schokoladenzonen, an denen Sie auch in hohem Alter figurnahe Kleidung tragen können. Gibt es Areale mit Pölsterchen oder gesenkten Konturen, dann haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie können mit perfekter Unterwäsche arbeiten und die Pölsterchen und Konturen in Form bringen. Dabei sind alle Tricks erlaubt – vor allem auch Shapewear. Gute Unterwäsche und ein perfekt sitzender BH lassen Jahre Ihres sichtbaren Alters verschwinden!
  2. Sie können Stoffe und Schnitte verwenden, die die Pölsterchen elegant überspielen und sie etwas ausgleichen. Hier kommt die Qualität der Kleidung ins Spiel. Nichts macht Sie schneller alt, als unvorteilhafte Schnitte, schlechte Verarbeitung und Stoffe, die jedes Pölsterchen an Taille, Bauch und Co. abzeichnen! Vermeiden Sie das unbedingt! Das Gleiche gilt auch für transparente Stoffe: Glauben Sie bitte niemals, dass diese Ihre Pölsterchen verstecken! Im Gegenteil: Sie verlocken den Betrachter, genauer hinzusehen und auszumachen, was sich darunter versteckt!

Das führt uns zur Dimension “Beschaffenheit”. Eine Körperzone mit einer schönen Kontur können Sie figurnah mit Stoff bedecken und dadurch akzentuieren. Eine Körperzone mit schöner Hautbeschaffenheit können Sie zudem auch zeigen.

  • Sie haben ein tolles, für Ihr Alter schön fülliges Dekolleté? Dann spricht überhaupt nichts dagegen, dies auch bei passender Gelegenheit zu zeigen.
  • Ihre Oberarme haben schön glatte, gleichmäßige Haut? Dann sind ärmelfreie Kleider und Tops für Sie tragbar.
  • Sie haben immer noch eine recht ansehnliche Knieregion? Dann sind Rocklängen auch oberhalb des Knies für Sie gemacht.

Ist jedoch die Beschaffenheit der angesprochenen Zone nicht mehr so vorzeigbar, stehen Sie vor der Qual der Wahl: ignorieren und zeigen oder dezent bedecken und andere Vorzüge für sich sprechen lassen.

In diesem Fall haben Sie aber auch noch eine weitere Möglichkeit: Wenn die Konturen stimmen, aber leider die Beschaffenheit der Haut nicht mehr, dann können Sie in diesen Zonen wunderbar mit Transparenz arbeiten.

Zusammengefasst heißt das: Wenn die Kontur nicht mehr stimmt, bleiben Sie dort qualitativ hochwertig und kontur-unterstützend bedeckt. Wenn die Kontur stimmt, aber die Beschaffenheit der Haut nicht, greifen Sie zu Transparenz. Wenn Sie die Kontur und Beschaffenheit einer Zone positiv beurteilen, dann zeigen Sie, was Sie haben – auch nackte Tatsachen. Und dann ist es völlig egal, wie alt Sie sind.

8. Achten Sie auch bei nackter Haut auf die richtige Dosis!

Je mehr Haut Sie zeigen, desto weniger figurnah sollte der Schnitt der Kleidung sein: Meine Blogger-Kollegin Conny zeigt zwar an Armen und Beinen viel Haut, das weite A-Linien-Hängerchen und die straffen Konturen sorgen aber dafür, dass der Look auch mit über 40 Jahren für die Freizeit angemessen wirkt.

Je mehr Haut Sie zeigen, desto weniger figurnah sollte der Schnitt der Kleidung sein: Meine Blogger-Kollegin Conny zeigt zwar an Armen und Beinen viel Haut, das weite A-Linien-Hängerchen und die straffen Konturen sorgen aber dafür, dass der Look auch mit über 40 Jahren für die Freizeit angemessen wirkt.

Die gute Nachricht des letzten Tipps lautet: Dass die Haut ein bisschen weniger straff und gleichmäßig ist, bedeutet nicht, dass Sie völlig auf nackte Haut verzichten müssen. Haben Sie die Körperareale identifiziert, die Sie durchaus nackt zeigen wollen, dann stellt sich jedoch die Frage, wie viel davon Sie tatsächlich offen legen wollen. Dazu gibt es folgende Prinzipien, mit denen Sie nicht viel falsch machen können:

  • Zeigen Sie nackte Haut nur entweder am Ober- oder am Unterkörper.

Wenn Sie viel Dekolleté oder nackte Arme zeigen, bleiben die Beine bis zum Knie bedeckt. Und wenn der Rocksaum eine Handbreit oberhalb des Knies endet, dann bleiben Dekolleté und Oberarme bedeckt.

  • Auch beim Zeigen von nackter Haut kommt es auf die richtige Dosis an.

Zwischen einer knallengen Hotpants und einer weit geschnittenen Shorts mit Bundfalten, die bis eine Handbreit über dem Knie reicht, liegen im Zweifelsfall Welten – Welten des guten Geschmacks. Ein Dekolleté, das den Brustansatz zeigt, ist tief, aber von manchen Frauen auch im reiferen Alter und zum richtigen Anlass durchaus tragbar. Ein Dekolleté fast bis zum Bauchnabel überlassen Sie besser den jüngeren Artgenossinnen.

  • Vermeiden Sie die Kombination “nackte Haut plus enger Schnitt” um jeden Preis!

Entweder Ihr Outfit ist sehr figurnah geschnitten – dann braucht es keine nackte Haut, um feminin-sexy zu sein. Oder Ihr Outfit umschmeichelt die Figur locker, dann kann es auch etwas mehr Haut offen legen.

Letztendlich kommt es auch darauf an, in welcher Lebenssituation bzw. zu welchem Anlass Sie die Kleidung tragen. Im Urlaub, am Strand, im Garten und überhaupt bei Freizeitbeschäftigungen, die nicht unbedingt gesellschaftliche Relevanz haben, liegt die Latte für altersgerecht frei gelegte Körperzonen nicht ganz so hoch. Heben Sie sich Ihre etwas zu kurzen Shorts oder das etwas zu freizügige T-Shirt-Kleid also lieber für Ihre gemütlichen Garten- oder Terrassen-Tage auf.

Fazit: Je älter Sie werden, desto wichtiger ist es, dass Sie genau wissen, was Ihnen steht!

Alle oben erwähnten Gedankenanstöße führen letztendlich immer wieder zu einer Tatsache zurück: Je genauer Sie Ihren Stil, Ihren Farbtyp und Ihren Körper kennen, desto leichter wird es Ihnen fallen, sich in jedem Alter zeitgemäß und modern zu kleiden. Genau die Farben zu tragen, die Ihnen stehen, sich für die Schnitte und Stoffe zu entscheiden, die Ihrem Köper gut tun und sich nur solchen Trends zuzuwenden, die zu Ihrem persönlichen Stil passen, sind die halbe Miete, immer eine jugendliche Frische auszustrahlen.

Der Rest ist ein Gefühl für das richtige Maß der Dinge: Das richtige Maß an Trend-Teilen, an modernen Silhouetten, an ungewöhnlichen Farb- oder Muster-Mixen, an Stilbrüchen, an figurnaher, transparenter oder nackter Inszenierung Ihres Körpers. In dieser Hinsicht kann ich Ihnen nur raten: Hören Sie niemals auf, sich in diesen Bereichen zu informieren und immer einmal wieder zu experimentieren, was für Sie funktioniert! Dabei kann ich Ihnen leider nicht helfen. Das müssen Sie ganz für sich selbst herausfinden. Denn das modische Maß aller Dinge sind Sie.

Was macht jung, was eher alt? Ein Radio-Interview mit HR1.

Wenn Sie hören wollen, was ich dem Hessischen Rundfunk zum Thema verraten habe, dann können Sie sich hier das Interview mit Susanne Schwarzenberger vom HR1 anhören:

Teil 1:

Teil 2:


Ich bin wie immer gespannt auf Ihre Meinungen und Erfahrungen zum Thema!

 

Kategorie Stil-Tipps

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

41 Kommentare

  1. Liebe Stephanie, das Thema “altersgerecht ” ist ja eigentlich der Dreh- und Angelpunkt von uns Modebloggerinnen und enorm wichtig. Jedenfalls denke ich, dass dies wohl einer deiner bedeutendsten Texte ist! Je mehr wir darüber reden, desto besser!!! Also auch im Radio..:) Schönen Sonntag noch und LG Sabina

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabina,

      vielen lieben Dank für Deinen Zuspruch und Dein Wahnsinns-Kompliment! Ich finde auch, dass solche Diskussionen gut tun und den eigenen geistigen Horizont erweitern. Und vielleicht sogar zu mehr Toleranz und “Unartigkeit” führen. Auch das steht eigentlich jeder Frau gut 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Frau Soundso

    Ich will anderen Modebloggerinnen nicht unrecht tun, aber Stephanies Aussagen sind eigentlich nicht mehr zu toppen. Wie immer mit viel Kompetenz, viel Substanz und großer Herzenswärme geschrieben. So eine umfangreiche und sachliche Beratung findet man einfach nicht noch mal.

    • Modeflüsterin

      Liebe Kerstin,

      das sind ja unglaublich liebe Worte! Danke für das tolle Lob!!! Ich sende jetzt mal ganz viele Herzchen in den Äther… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Wer entscheidet eigentlich, was altersgerecht ist? Steht dieses Urteil nicht jedem Menschen selbst zu?

    • Ja – natürlich entscheidet das jede Frau für sich. Aber – Stephanies Beitrag ist eine Entscheidungs-HILFE.
      Danke an Stephanie dafür. Auch dafür, dass der Stilbruch noch einmal zum Thema gemacht wurde.

    • Modeflüsterin

      Liebe Lia,

      genau darum geht es 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Ingeborg Hansen

    Hallo Stephanie
    Vielen Dank auch für diesen 2. Teil über altersgerechte Kleidung. Wie schon eine Leserin zum 1. Teil schrieb, finde ich es etwas amüsant, daß das Altern schon mit 40 Jahren ein Problem sein kann. Ich bin fast 2 x 40 Jahre alt und kann manches nicht ganz verstehen. Der Unterschied zwischen einer 10 und 20 jährigen ist meines Erachtens genau so gross, wie der Unterschied zwischen 40 und 80 Jahren und darum kann ich leider nicht alles was du schreibst so hinnehmen. 40 ist ja heute wirklich das 28 von gestern.
    Ich wünsche mir Designer und Hersteller, die endlich mal kapieren, dass man bei Oberweite Größe 46 nicht unbedingt auch affenlange Arme hat, dass die Taille bei einer Körperlänge von 162-167 cm nicht auf den Hüften sitzt, usw.
    Ältere Frauen sind doch auch ein zahlkräftiges Publikum, dass gerne tiefer in die Tasche greift um ein gut sitzendes Teil zu kaufen. Das müßte sich doch genauso lohnen wie 4 billige Fummel für ganz junge Leute.
    Ich muss froh sein, weil ich selbst meine Kleidung ändern kann. Selbst nähen ist sowohl ein Fluch wie Gutes, weil man oft schon mit wenigen Änderungen alte Basics modernisieren kann, darum aber auch nichts wegwerfen kann.
    Nichts für Ungut, aber mit den Augen einer fast doppelt so alten Frau ist 40 nun wirklich kein Alter in dem man nicht jeden Modekram mitmachen kann……….sofern die Figur und die Lebensumstände es möglich machen.
    Viele Grüße
    Ingeborg

    • Modeflüsterin

      Liebe Ingeborg,

      genau darum geht es: “… solange die Figur und die Lebensumstände es möglich machen.” Das ist der Schlüsselsatz. Und wenn man sich zu den 8 Ratschlägen seine eigenen Gedanken macht und für sich entscheidet, dann könnte diese Entscheidung auch lauten: Ich mache einfach noch alles mit, was mir modisch Spaß macht. Ich kenne 40-jährige Frauen, die sich genauso anziehen können wir ihre 16-jährige Tochter und damit völlig authentisch wirken. Und solche, denen ich das eher nicht empfehlen würde. Es kommt immer auf den persönlichen Stil, die Figur und – wie Du sagst – den Anlass bzw. die Umstände an. Und schließlich kann Frau auch immer noch sagen: Das ist mir alles egal, ich mache einfach nur, was ich will. Und auch das ist in Ordnung.
      Wenn mich aber Leserinnen fragen, die unsicher sind, was geht und was vielleicht nicht mehr, dann wären das meine 8 Überlegungen, die ich empfehlen kann. Damit lässt sich der eigenen Wahrheit ganz gut auf den Grund gehen. Viele Frauen sehnen sich nach einer Richtschnur in Sachen altersgerechter Kleidung. Die Unsicherheit diesbezüglich ist sehr groß.

      Dass die Hersteller viel lieber die jungen Zielgruppen einkleiden, ist klar: Jugend wird als attraktiv gewertet, junge Menschen können eigentlich alles tragen – auch schlechte Qualität fällt nicht gleich auf. Junge Zielgruppen sind viel leichter zu beeinflussen und in eine Art Gruppenzwang zu versetzen. Und reifere Körper sind schnitt-technisch viel aufwändiger, vielfältiger und schwerer in Standardmaßen und Massenproduktion abzubilden. Diese Vielfalt und der qualitative Anspruch lässt die Gewinnzone schneller zusammenschrumpfen als die schlechte Stoffqualität beim ersten Waschen der billigen Massen-Produktionen… Wer in hochwertige Stoffe und aufwändige Schnittführung investiert, muss deutlich höhere Preise ansetzen und wird dennoch weniger Gewinn einfahren. Zudem schrumpft der Markt für dieses höhere Preissegment, das aber noch keine Couture ist. Solange die Masse die billigen, schnellen Modezyklus antreibt (auch diejenigen, die sich eigentlich die höheren Preise leisten könnten), wird sich daran absehbar nichts ändern – befürchte ich. Da greifen ganz einfache, betriebswirtschaftliche Grundsätze.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Liebe Modeflüsterin, danke für den superspannenden Beitrag. Für mich als >50-Frau mit etwas mehr auf BBP (Bauch/Beine/Po) also goldrichtig! Im Winter kann ich meine Rundungen unter einem Blazer kaschieren. Im Sommer habe ich mehr Mühe mich zu verhüllen und fühle mich “nur” in einem Kleid, Bluse/Hose oder Shirt/Bermuda recht ausgestellt… Für mich muss ein Kleid, ausser im Garten oder am Strand, die Knie knapp bedecken und auch ein Strumpf ist für mich ein Muss. Mit den Oberarmen bin ich jeweils etwas unsicher, da sie nicht mehr so straff sind. Der Hinweis entweder oben oder unten Haut zu zeigen finde ich prima. Nochmals herzlichen Dank und ich freue mich schon auf ihren nächsten Beitrag. Liebe Grüsse, baStei

    • Modeflüsterin

      Liebe baStei,

      das Problem kenne ich gut! Wenn ich keinen Blazer mehr tragen darf, wird es auch bei mir manchmal schwierig, da die Struktur fehlt. Dann greife ich zu schönen, luftigen Seidenblusen zu 7/8-Hosen oder zu Long-Blusen aus Leinen zu schmalen Hosen. Oder zu einem Kleid mit viel Struktur, wie einem Hemdblusenkleid. Das funktioniert ganz gut und ersetzt den Blazer. Vielleicht wäre das ja auch etwas für Dich.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Ein sehr informativer Post, wie schon Teil I. Vielen Dank dafür.

    Sich “altersgerecht” zu kleiden, finde ich ziemlich schwierig. Was heißt das schon? Die eine ist 40 und fühlt sich wie 60, die nächste vielleicht umgekehrt. Daher mag ich den Begriff “altersgerecht” eigenlich nicht. Den eignen Stil zu finden und sich dementsprechend zu kleiden, finde ich viel bedeutender. Und genau darin liegt das Problem. Frauen, die mit fortgeschrittenem Alter noch jedem Trend hinterherlaufen, haben sicher noch nicht ihren eigenen Stil gefunden und sehen dann vielleicht auch nicht “altersgerecht” aus.

    Solche Berichte sollte es eigentlich viel öfter zu lesen geben, das hilft bestimmt vielen, die unsicher sind.

    Ich finde, das ist ein schwieriges Thema.

    Lieben Gruß
    Sabine

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      ja, das ist es: schwierig. Denn immer, wenn die Dinge relativ oder sehr individuell werden und es eben keine einfachen Regeln gibt, wird es komplex. Über viele der hier angesprochenen Bereiche habe ich daher auch viel nachgedacht und tatsächlich fast zu jeder vermeintlichen “Regel”, die ich niederschreiben wollte, auch wieder sofort Ausnahmen im Kopf gehabt. Für mich sind es meist die Extreme, die am schlechtesten funktionieren. Also beispielsweise ein Micro-Minikleid bei einer Frau über 60. Andererseits bin ich ein Freigeist und ich wäre die Letzte, die sich darüber wirklich aufregen würde. Ich wäre überrascht und ungläubig und würde sicherlich doppelt oder dreifach hinsehen. Aber gleichzeitig gewähre ich jeder Frau absolute Narrenfreiheit, solange der Charakter stimmt… 😉
      Das Wort “altersgerecht” mag ich übrigens auch nicht besonders, da es für viele Menschen genau diese strengen Regeln impliziert, die ich eigentlich darin genau nicht sehe 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Liebe Stephanie, Dein Beitrag ist wirklich wieder sehr informativ und ich freue mich total, dass ich, neben den anderen wunderbaren Damen, ein Teil davon bin. Auch die bis jetzt lesbaren Kommentare sind wunderbar, insbesondere der von Ingeborg Hansen. Ich habe einige Freundinnen (ü60), die genau das bemängeln, was Ingeborg schreibt und ich verstehe die Hersteller auch nicht wirklich… Aber das ist das gleiche Thema, dass große Labels lieber mit jungen Hüpfern werben. Alles Psychologie… schließlich möchte man ein Lebensgefühl mit verkaufen und das soll doch bitte jung, straff und faltenfrei sein. Gekauft werden soll dann aber bitte von der reifen Frau mit dickem Geldbeutel (auch, wenn der Schnitt eher Zwanzigjährigen angepasst ist), weil der junge Hüpfer, sich das High End Label noch weniger leisten kann. Aber diese Rechnung scheint ja trotzdem aufzugehen… Hab nen schönen Sonntag, lieber Gruß – Conny

    • Modeflüsterin

      Liebe Conny,

      oh ja, bisher geht die Rechnung wirklich auf! Nur nicht für die Umwelt und die Arbeiter in den Produktionsbetrieben… Ich frage mich, wann die Modehersteller langsam umlenken. Denn die Generationen, die noch über ausreichende finanzielle Mittel verfügen und geburtenstark sind, werden immer älter. In der jungen Sharing- und Upcycling-Gesellschaft wird es etwas schwieriger werden, den schnellen Konsum beizubehalten. da bin ich schon gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird…
      Und an dieser Stelle übrigens auch vielen Dank an Dich, dass Du für das freizügigste Outfit in diesem Beitrag Pate gestanden hast! Als Ergänzung dazu ist vielleicht auch wichtig zu erwähnen, dass – neben dem voluminösen Schnitt Deines Kleidchens – die Wahl der Schuhe ganz entscheidend dafür ist, dass es nicht zu sexy wirkt. Ganz zu schweigen davon, dass Du Dir das mit Deinen wundervollen Beinen und straffen Armen allemal leisten kannst 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Wieder ein toller Beitrag. Und eben auch die Aussage, dass mit über 40 noch fast alles geht – wichtig ist eben das “gewusst wie”. Einfach mal vor den Spiegel stellen und überlegen: Verdeckt, was vielleicht zu verdecken ist? Kann ich zu dem stehen, was ich anhabe? Hat es soweit Stil (und Qualität)? Bin ich das, was ich da im Spiegel sehe?

    Und ich muss ehrlich sagen: ich freue mich immer, wenn auch reifere Frauen Freude am Ausprobieren zeigen. Letztens sah ich wieder mal eine grauharige Dame mit flotter Lederjacke und Boyfriendjeans – und es sah an ihr einfach klasse aus. Mal ganz abgesehen von der legendären Iris Apple, auch wenn die Dame natürlich schon eine ganz besondere und extreme Hausnummer ist. Aber an ihr sieht man einfach, dass Spaß und Lebendigkeit in Sachen Kleidung keine Altersfrage ist.

    Frau Hansen hat natürlich recht mit den oft schwierigen Kleidermaßen. Das Problem kenne ich auch, obwohl ich jünger bin. Jeder Mensch bringt seinen eigenen, besonderen Körper mit, die Hersteller können aber ja nicht alles in 1000 Varianten herstellen. Bei mir ist das Problem die “ungenormte” Körpergröße von 1,56 m. Da hilft halt zur Not nur ein guter Schneider…

    Viele liebe Grüße

    Hasi

    • Modeflüsterin

      Liebe Hasi,

      Du hast ja sooo Recht! Und immer wenn ich solche, wie von Dir beschriebene, reifere, todschicke Frauen sehe, hoffe ich, dass ich auch einmal dazu gehören werde. Ich habe mir fest vorgenommen, meine geliebte Biker-Jacke auch mit 70 noch zu tragen! Apropos: Meine Mutti, die ich hier kürzlich vorgestellt habe, hat sich jetzt einen Blouson mit metallischer Oberfläche gekauft – mega-trendy! Und der steht ihr ganz ausgezeichnet! Also besteht durchaus Hoffnung für mich… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. Silvia Graf

    Liebe Stephanie, ich bin 58 Jahre alt und trage Größe 36. Deinen Blog liebe ich, auch wenn er sich an Frauen mit größeren Größen richtet. Wenn man deinen Blog liest, lernt man immer noch etwas dazu. Mach weiter so! Noch eine Bitte: Es wäre schön, wenn man deine Seite vergrößern könnte. Ich kann trotz Lesebrille nur sehr schwer lesen. Liebe Grüße von Silvia

    • Modeflüsterin

      Liebe Silvia,

      ganz herzlichen Dank für dieses Kompliment! Obwohl ich hier eigentlich gar keine Größenangaben mache… Jede Frau – ob klein oder groß, kräftig oder zierlich – ist hier willkommen. Denn gerade darum geht es ja: Wir sind alle total unterschiedlich. Und dennoch möchten wir doch alle attraktiv aussehen und uns super-wohl fühlen in unserer Kleidung.
      Zum Thema größere Schrift: Du kannst diese in Deinem Browser ganz leicht größer einstellen. Ich habe es gleich ausprobiert und konnte den Blog sogar noch in 175%iger Vergrößerung auf dem Bildschirm meines Laptops problemlos lesen. Vielleicht lässt Du Dir mal zeigen, wie man das einstellt? Falls Du den Blog auf dem Smartphone liest, kann ich leider wenig für Dich tun. Denn das Layout, das ich nutze, ist in der mobilen Version so eingestellt. Und ich kann den Code leider nicht selbst ändern… Sorry!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Liebe Stephanie,
    ich empfinde Deine Tipps als ausgesprochen wertvoll und sehr fundiert. Es gibt ja leider keine Patentrezepte, sondern nur Anregungen, die uns helfen, an unserem Stil (weiter) zu arbeiten und vielleicht unseren Blick auf Dinge zu lenken, an die wir selbst gar nicht gedacht haben. Das beherrschst Du einfach perfekt, in Zeitschriften findet sich nichts Vergleichbares, ich kenne auch kein Buch, das Deinem Blog annähernd gleichwertig wäre.
    An dem Begriff “altersgerecht” stoße ich mich nicht. Das Alter gehört eben genau wie meine Größe, meine Haarfarbe, Proportionen und vieles andere, zu den Gegebenheiten, mit denen ich mich auseinandersetze, um mich typgerecht und vorteilhaft zu kleiden. Es mag sein, dass bei dem Thema “altersgerecht” anderswo auch der “erhobene Zeigefinger” zum Einsatz kommt, bei Dir, Stephanie, ist das aber nie der Fall und deshalb lese ich hier mit!
    Liebe Grüße von Eva

    • Modeflüsterin

      Liebe Eva,

      wow! Jetzt siehst Du mich glatt erröten! Tausend Dank für Deine Begeisterung für diesen Blog!
      Ich habe tatsächlich über die Nutzung des Wortes “altersgerecht” lange nachgedacht. Aber aus Ermangelung von Alternativen, die das Gleiche ausdrücken, habe ich es dann doch benutzt. Und Du siehst das ganz richtig: Als Stil-Gouvernante mit erhobenen Zeigefinger sehe ich mich so gar nicht 😉 Als wohlwollende Mentorin beim Nachdenken über die eigenen modischen Grenzen und über das, was einem selbst stilistisch gut tut, allerdings schon…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

    • Evas Kommentar kann ich einfach nur unterschreiben!
      Genau so ist es!
      Viele liebe Grüße
      Lisbeth

      • Modeflüsterin

        Liebe Lisbeth,

        ganz lieben Dank!!!!

        Herzliche Grüße von
        Stephanie alias die Modeflüsterin

  11. sabine s.

    Liebe Stephanie,
    ein sehr guter Beitrag!! Ich habe leider in den letzten Jahren zweierlei Erfahrungen gemacht: erstens habe ich möglichst immer die besten Schnitte und Stoffe gekauft. Es braucht ein wenig, bis man raus hat, welcher Hersteller die eigene Paßform gut im Sortiment hat, und jedes Jahr wieder in ähnlicher Form nur modisch neu interpretiert anbietet. Leider habe ich dann aber feststellen müssen, dass auch bei deutschen Premiumherstellern die Qualität jedes Jahr schlechter wurde, dafür aber die Preise höher ( dünne Stoffe, viel Polyester und Viskose aber kaum noch Wolle, schlechte Reissverschlüsse…). Zudem kommt bei mir noch eine starke Gewichtszunahme durch hormonelle Umstellung und damit passen all die schönen teuren, manchmal maßgefertigten Sachen nicht mehr, trotz Sport umd gesunder Ernährung. Also kaufe ich jetzt preiswerter und habe leider schlechte Qualität, aber sogar bei Armani sind manche Hosen aus Polyester, wie ich unlängst in der Stadt sah. Da war ich platt. Und wo findet man im Sommer gute Leinenwaren, die nicht beim ersten Waschen lappig aussehen? Ich habe einen Vorteil, ich bin genauso groß wie Du, 1,77 m und kann damit manches wegmogeln, genau das, was Du mit figurangemessener Kleidung meinst. Man muß sich genau kennen, um zu wissen, dass dicke Fesseln und ein großer Po besser nicht mit dreiviertel oder siebenachtel Hosen getragen werden sollten, und seien sie noch so modisch. Im übrigen, ein Hoch auf Shapewear, dann wackelt auch im Sommer nichts.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      ja, das ist nicht einfach, einen verlässlichen Anbieter für Mode zu finden… Leider gibt es auch im High Fashion Segment einen immer größeren Preisdruck und das führt nicht selten zu schlechterer Qualität. Mir ist es auch schon passiert, dass sich das T-Shirt eines namhaften, deutschen Premiumanbieters nach dem ersten Waschen total verzogen hat. Daraufhin habe ich es in den Laden zurückgebracht. Dort hat man sich entschuldigt und mir sofort angeboten, mir zum gleichen Preis ein anderes Teil auszusuchen. Und das fand ich dann wiederum ausgesprochen kulant – was mich dann doch immer wieder zu vornehmlich deutschen Qualitätsmarken greifen lässt.
      Und Shapewear kann gar nicht genug gelobt werden, wenn es um sommerliche Rettungsaktionen geht 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. Ingeborg Hansen

    Liebe Stephanie
    Heute musste ich ganz spontan an einen Rat von Dir denken. Ich habe ein altes Kostüm, das bestimmt fast 20 Jahre alt ist und selbstgeschneidert herausgekramt. Im Laufe der Jahre ist der Rock enger und kürzer gemacht. Sonst passt alles noch. Aber welches Top oder welche Bluse ziehe ich an? Das Kostüm hat einen leichten grün/grau Ton …. Aber was passt dazu? Helles grau? Schwarz? Plötzlich sah ich, das das dunkelblau/weiss gestreifte T-shirt das ich bei der Anprobe anhatte, genau richtig war! Du hast mir die Augen geöffnet, und mich von dem alten Ton in Ton “Zwangsgedanken” befreit. Ein gestreiftes Darunter und die passenden Dunkelblauen Sandalen von Peter Kaiser ( Jampala )ergeben ein perfektes Outfit zusammen mit der lässigen Beuteltasche.
    Ich glaube, daß ich mit meinen 75 Jahren noch viel zu oft auf “sichere” und damit langweilige Farben für mich selbst urückgreife. Ich bin da viel mutiger, wenn es darum geht Jemanden Anderen zu beraten.
    Also vielen Dank für den Anstoß!
    Liebe Grüße
    Ingeborg

    • Modeflüsterin

      Liebe Ingeborg,

      das finde ich toll, dass Du Dich farblich etwas getraut hast! Ich bin sicher, dass die Kombi damit sehr modern geworden ist. Und noch mehr freue ich mich, dass ich Dir dabei helfen konnte, ein vorhandenes Stück noch einmal mit völlig anderen Augen zu sehen 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  13. Liebe Stephanie,

    grundsätzlich kann ich das alles unterschreiben. Allerdings sollte man sich wirklich nicht den Spaß an Mode nehmen lassen und nicht mit zuviel Perfektionismus an die Sache herangehen. Was mich allerdings wirklich – auch an mir, 58 Jahre – inzwischen stört sind zu große Armausschnitte (s. Conny). Es sieht einfach “angezogener” aus, nur die – noch festen – Oberarme zu zeigen, als gleich die ganz Achsel dazu.

    Herzliche Grüße, Julia

    • Modeflüsterin

      Liebe Julia,

      da hast Du Recht: Zu viel Perfektionismus sollte nicht sein. Letztendlich sind das alles nur Grundüberlegungen und selbst wenn man seine eigenen Regeln aufgestellt hat, kann man diese ja immer noch brechen – ganz nach Lust und Laune.
      Bei frei gelegten Achseln kommt es darauf an, dass die Schultern und Oberarme wirklich schön geformt sind und selbstverständlich auch gepflegt. Das kann ich für Conny absolut bestätigen, die ja auch gerade erst 40 geworden ist und noch rundherum schön knackig ist (Ich hoffe, Conny verzeiht mir, dass ich das jetzt so ausplaudere… – aber es stimmt!). Zudem ist der Anlass ganz entscheidend: Im Büro ist davon abzuraten, im Sommerurlaub oder auch als elegantes Abend-Outfit (mit längerem Rock) finde ich es durchaus legitim, mehr Haut zu zeigen. Ansonsten finde ich einen amerikanischen Halsausschnitt, bei dem nur die Schultern, nicht aber zusätzlich auch noch das Dekolleté frei gelegt wird, meistens eleganter als Tops mit Spaghettiträgern, die vielerorts gerade im Sommer zu sehen sind. Diese stehen nur den wenigsten reiferen Frauen wirklich gut. Dann rate ich lieber gleich zu einem Bustier-Top, das alle Kurven schön einschließt und hebt 😉 Aber – wie gesagt – alles nur, wenn die Körperzone auch zu den Schokoladenseiten zählt.
      Ich selbst trage übrigens weder ärmelfrei, noch amerikanischen Ausschnitt, noch Spaghettiträger, noch Bustiers. Das habe ich innerhalb der letzten zehn Jahre einfach allmählich eingestellt… Wahrscheinlich hat mich mein Mode-Instinkt dazu überredet 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  14. Liebe Stphanie, Du hast ganz wundervoll beschrieben, worauf es ankommt, ja was einen selbst stören könnte an der Erscheinung. Und die Zuordnungshilfe, was wann geht. Das trifft mein ästhetisches Gefühl haargenau. Ich habe seit Januar beide Erfahrungen gemacht: eher unkontouriert bzw eher kontouriert, es ist unglaublich, wie unterschiedlich derselbe Körper und dieselbe Person wirken können. 10kg Unterschied, und schon ist ein schmaler Grat zur Lächerlichkeit entstanden. Das möchte ich vermeiden, einfach um mich wohl zu fühlen. Dein Post gibt mir jetzt Sicherheit, mich innerhalb des gesellschaftlichen Rahmens entspannt zu bewegen, auf Transparenz wäre ich nie gekommen. Da geht noch was.
    Und ich finde ein “veraltetes” Teil in moderner Kleidung sehr reizvoll, wenn alles andere stimmt. Das ist auch ein selbstbewusstes Statement und zeigt, wie weit frau sich der Norm anpasst. Als Ü50 kamen Deine Ideen genau zum richtigen Zeitpunkt. Und herzlichen Dank für die Wertschätzung aller Frauen, die immer wieder zwischen den Zeilen hervorblitz!. Ich wünsche Dir eine schöne Woche! Liebe Grüße Meike

    • Modeflüsterin

      Liebe Meike,

      das finde ich toll, dass ich mit meinen Überlegungen für mehr Sicherheit sorgen konnte! Denn genau das war auch das Ziel der Beiträge. Ich bekomme oft Zuschriften, aus denen ich genau die von Dir beschriebene Unsicherheit im Umgang mit jugendlichen Trends heraushöre. Nur ist es immer so schwer, mit konkreten Dos und Don’ts zu antworten, da diese ja so sehr von der individuellen Situation und Persönlichkeit abhängen. Das kann ja nur eine persönliche Stilberatung leisten. Umso erfreulicher ist es, wenn ich dann von Leserinnen wie Dir erfahre, dass auch ein paar Anreize, über bestimmte typische Zusammenhänge nachzudenken, den gewünschten Erfolg bringen. Wunderbar!
      Und was die Wertschätzung für meine Leserinnen und starke Frauen im allgemeinen angeht – dazu wird es am kommenden Sonntag ein Interview geben… Mehr verrate ich aber noch nicht 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  15. Schön, dass Farben heute auch mal ungewöhnlich kombiniert werden dürfen!
    Meine Oma sagte immer: “Grün und Blau geht dem Kasper seine Frau!”
    Früher war ich geneigt, dem inhaltlich zuzustimmen (bei gleichzeitiger Kritik an der fehlerhaften Grammatik), heute sehe ich das anders.
    Es gibt bestimmte Grün- und Blautöne, die nicht sehr gut miteinander harmonieren, aber auch dies ist immer Typ- und Stilfrage.

    Ich finde es allerdings auch heute noch erstrebenswert, Schuhe, Tasche und Gürtel ( vielleicht auch noch Handschuhe, Schal und Hut) in der gleichen Farbe zu kombinieren. Dies ist jedoch – wenn man sich nicht gerade auf Schwarz beschränkt – fast unmöglich, da kaum Elemente angeboten werden, die farblich aufeinander abgestimmt sind und stilistisch zusammen und zu mir passen. Es ist zum Mäusemelken!

    Wenn die Kontur stimmt, aber nicht die Hautbeschaffenheit, ist es dann nicht besser, enge, aber undurchsichtige Kleidung zu tragen? Bei Transparenz fallen doch Flecken u. s. w. noch mehr ins Auge? (Leidiges Thema: Meine Beine in dünnen Strumpfhosen …)

    Ein typischer Schwachpunkt ist ja auch der Schildkrötenhals. Der kommt besonders auf Photos richtig schön zur Geltung.
    ~.~’
    Glücklicherweise gibt es auch sommerliche Tücher und Schals!

    Zu Connys Sommerlook: Ich hätte gesagt, mit über 40 kann man nicht mit so ‘nem lässigen Minikleid rumlaufen. Aber Conny kann das. Da sieht man wieder, dass man nichts verallgemeinern sollte.

    Was Hasi schreibt, hat mich auch inspiriert. Ich mache es jetzt so: Wenn ich vorm Spiegel stehe und denke ‘Bin ich wirklich nicht zu alt oder zu fett dafür?’ oder ‘Könnte ich mich damit eventuell lächerlich machen?’, dann ziehe ich es lieber nicht an, denn das heißt ja schon, dass Zweifel bestehen, ob das gut aussieht. Und wenn man den ganzen Tag an sich zweifelt, dann sieht man wahrscheinlich auch nicht toll aus. Oder zumindest fühlt man sich unwohl.

    Das Radio-Interview war auch wieder sehr spannend. Schade, dass es nicht noch länger dauerte! Von den Analysebildern der Outfits der Moderatorin war ich etwas enttäuscht. Ich dachte, sie ist wirklich in ganzer Körpergröße mit Schuhen, Accessoiers u. s. w. zu sehen.
    Trotzdem – Deine Kommentare fand ich wieder sehr treffend. Vor allem faszinierte mich, wie Du sofort ihren Stiltyp einordnen konntest. Ich dachte bei dem dunkelblauen Look auch, dass es ihr irgendwie nicht so gut steht, konnte das aber überhaupt nicht begründen.

    Noch mal zum Thema “Einfluss des Konsumverhaltens auf die Produktpalette”:
    Natürlich treffen wir als Käufer letztlich die Entscheidung. Manchmal ist es jedoch einfach so, dass das optimale Teil nicht angeboten wird, sodass ein Kompromisskauf unumgänglich ist, wenn man dringend etwas braucht.
    Ich sage mir auch: Ich gebe gern 350,00 EUR für einen Rock aus, aber der muss dann auch hundertprozentig passen. Weil er das nicht tut (auch wenn die Verkäuferin das Gegenteil behauptet), kaufe ich dann einen billigeren, der auch nicht hundertprozentig passt. (Und das nach wochen- bis monate- bis jahrelanger vergeblicher Suche!)
    Viele kaufen auch geringwertige Kleidung, weil sie einfach nicht wissen, worauf sie beim Kauf achten müssen. (Die Modeflüsterin muss einfach noch bekannter werden.)
    🙂

    • Modeflüsterin

      Liebe Silva,

      beim Thema Transparenz kommt es natürlich auch darauf an, wie transparent die jeweilige Zone ist. Da gibt es vielfältige Möglichkeiten, auch fleckige, ungleichmäßige oder einfach faltige Haut schön und attraktiv zu überspielen. Ganz dünne Feinstrumpfhosen sind da natürlich eher schwierig. Aber ein Dekolleté und Ärmel aus schöner Spitze beispielsweise kann so Einiges recht sinnlich bedecken…
      Die Foto-Kommentare zum Interview wurden recht schnell zusammen gestrickt. Es waren nicht viele Fotos der Moderatorin in der benötigten stilistischen Bandbreite verfügbar. Da musste man das Beste aus dem Vorhandenen machen. Ich würde auch grundsätzlich eher davon abraten, nur auf der Basis von Fotos eine Stilberatung vornehmen zu lassen. Da gibt es einige Faktoren, die so nicht richtig beurteilt werden können. So war beispielsweise die Haarfarbe im vorliegenden Fall wirklich etwas, was mir Kopfzerbrechen bereitet hat. Denn diese war auf jedem Foto anders, teilweise auch unterschiedlich gefärbt oder getönt. Schwierig!
      Umso mehr freut es mich, dass Du das Interview doch interessant findest. Es ist für mich immer so schwer, sich kurz zu halten. Da ich zu jeder Frage eine halbe Stunde referieren könnte… Und nachträglich fällt mir dann immer ein, was man noch alles hätte zum Thema sagen können… 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  16. Hallo Stephanie,
    besonders muss ich dir zu folgendem Punkt zustimmen: “Sie haben ein tolles, für Ihr Alter schön fülliges Dekolleté? Dann spricht überhaupt nichts dagegen, dies auch bei passender Gelegenheit zu zeigen.” Ich führe eine kleine Boutique im Herzen von Berlin und mir fällt immer wieder auf dass die älteren Damen einfach überhaupt kein Selbstvertrauen mitbringen. Oftmals denken ältere Damen nur weil Sie über 50-60 Jahre alt sind dürften sie keine Haut mehr zeigen. So ein Quatsch oder ?:-)
    Liebe Grüße,
    Nori

    • Modeflüsterin

      Liebe Nora,

      ja, genau. Du sagst es. Niemand verbietet Frauen über 60, an den vorteilhaften Stellen zu zeigen, was sie haben 🙂 Ich erinnere mich nur allzu gut an ein tolles, üppiges Dekolleté, das vor ein paar Jahren für Furore sorgte: das der Bundeskanzlerin in einer Abendrobe. Es schien, als würde vielen Journalisten erst jetzt auffallen, dass unser Bundeskanzler eine Frau ist… 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

    • Modeflüsterin

      Liebe Silva,

      das war in diesem Fall ein Telefon-Interview. Aber ich kannte die Moderatorin von anderen Gelegenheiten, bei denen ich im Studio war. Solche Interviews sein immer recht kurzfristig, so dass man es organisiert, wie es gerade passt – live oder mit Aufzeichnung, im Studio oder am Telefon.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  17. Christine Koch

    Liebe Stephanie,

    ich habe Sie schonmal angeschrieben wegen eines Kleides, daß ich zur Hochzeit meiner Tochter tragen wollte. Ich habe mich dann entschieden und war zufrieden. Jetzt habe ich mir von Burda einen Schnitt schicken lassen, der mir sehr gut gefällt. Das Oberteil endet unter der Brust mit kleinen Fältchen, statt Abnäher. In der Naht vorne ist ein Schlitz, der mit einem Knopf geschlossen wird. Unter der Brust ist das Vorderteil in Bahnen geschnitten, die nach unten weit ausschwingen. Das Rückenteil ist schmal geschnitten und ein Reißverschluß ist vorhanden. Das Kleid hat Flügelärmel, die nicht zu kurz sind. Jetzt habe ich leider eine Speckrolle vorne, nicht zu stark, ich habe Gr. 44, habe etwas abgenommen.
    Meine Frage: Was denken Sie, ob ich diesen Schnitt tragen kann? Ich würde einen gemusterten Stoff nehmen, weil ich denke, daß dieser ablenkt. Übrigens: Ich bin jetzt 67 (leider) sehe aber etwas jünger aus.
    Ich bin auf Ihre Antwort gespannt.

    Ganz herzliche Grüße
    Christine Koch

    • Modeflüsterin

      Liebe Christine,

      das freut mich, dass Sie sich auf der Hochzeit Ihrer Tochter wohl gefühlt haben!

      Nur leider: So gerne ich Ihnen auch in dieser Angelegenheit helfen würde – das ist auf diesem Wege leider nicht möglich. Ich kann mir weder das Kleid so wirklich vorstellen, noch kann ich Ihren Körper sehen. Daher kann ich überhaupt nicht sagen, wie das Kleid wohl an Ihnen aussieht. Bei dieser Frage sind wir leider an den Grenzen eines Modeblogs angekommen. Sorry! Vielleicht können Sie eine Schneiderin, eine Freundin oder eine Stilberaterin fragen? Ich bin sicher, Sie werden vor Ort jemanden finden, der Ihnen hierzu raten kann. Viel Erfolg dabei!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

    • Modeflüsterin

      Liebe Christine,

      so gerne ich Ihnen helfen würde: Nur leider kommen hier meine Möglichkeiten an ihre Grenzen. Ich kann mir weder das Kleid wirklich vorstellen, noch wie sich dieses Kleid auf Ihrem Körper so macht… Könnte vielleicht eine Schneiderin weiterhelfen? Ich hoffe es!
      Weiterhin alles Gute für Sie!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  18. Christine Koch

    Liebe Stephanie,

    trotzdem herzlichen Dank für Ihre Mühe. Leider kann ich auch keine Zeichung schicken. Ich habe noch nicht gesehen, wo ich evtl. ein Bild an Sie schicken könnte. Sonst hätte mein Mann mal eine Zeichnung gemacht.
    Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Christine Koch

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