10 Mode-Tipps, wenn Sie einen kurzen Oberkörper und lange Beine haben

Lagen-Look für den kurzen Oberkörper: Die Kombination aus gerade geschnittener Long-Bluse über einer Hose im Biker-Stil mit vielen Quernähten und einer Long-Jacke verändert die vertikalen Proportionen komplett.

Lagen-Look für den kurzen Oberkörper: Die Kombination aus gerade geschnittener Long-Bluse über einer Hose im Biker-Stil mit vielen Quernähten und einer Long-Jacke verändert die vertikalen Proportionen komplett.

Gehören Sie zu den langbeinigen Frauen dieser Welt? Dann stehen die Chancen gut, dass Sie zu Ihren langen Beinen einen verhältnismäßig kurzen Oberkörper mitbekommen haben. Nun könnten die kurzbeinigeren Leserinnen denken: “Wo liegt das Problem?” Und natürlich haben Sie Recht: Lange Beine sind begehrt und bekommen im Mode-Orbit meist viel Bewunderung. Und dennoch gibt es auch eine Kehrseite, die vielen Frauen mit langen Beinen Kopfzerbrechen bereitet: Denn innerhalb eines kurzen Oberkörpers schieben sich die Brust-, Taillen- und Hüftlinie oft gefährlich nahe zusammen. Und wenn dann noch ein paar Pölsterchen an Bauch und Taille oder ein großer Busen und breite Schultern dazukommen, ist schnell Schluss mit lustig.

Erfreulicherweise gibt es ein paar Mode-Tricks, wie Sie Ihre Proportionen wieder ausgleichen können. Heute habe ich für Sie die 10 wichtigsten Mode-Tipps zusammengetragen, wie Sie einen kurzen Oberkörper mit kurzer Taille vorteilhaft kleiden.

So stellen Sie fest, ob Sie einen vergleichsweise kurzen oder vielleicht etwas gedrungen wirkenden Oberkörper haben:

Die Idealfigur nach DaVinci besteht aus 8 Kopflängen, mit denen die Position von Taille, Schritt und Knie festgelegt werden.

Die Idealfigur nach DaVinci besteht aus 8 Kopflängen, mit denen die Position von Taille, Schritt und Knie festgelegt werden.

Zuerst einmal sollten Sie prüfen, ob Sie in die Kategorie “lange Beine, kurzer Oberkörper” gehören. Nach den Prinzipien von DaVincis 8-Kopf-Figurine würde beim idealen Körper die Schrittlinie – das heißt, die horizontale Linie, die durch den Schritt verläuft – den Körper genau in der vertikalen Mitte teilen. Da aber die durchschnittliche, reale Frau meist etwas kürzere Beine hat und somit eher eine 7 1/2-Kopf-Frau entsteht, sollten wir ebenfalls realistisch sein. Tolle Beine haben Sie schon, wenn die Strecke vom Schritt zum Boden in etwa der Strecke vom Schritt bis zum Kinn beträgt. Selbst Models kommen nicht immer auf die ideale Beinlänge DaVincis. Aber auch besonders lange Beine alleine sprechen noch lange nicht dafür, dass irgendetwas aus der Proportion geraten ist. Im Gegenteil: Wenn Sie zu dieser Spezies gehören, dann lehnen Sie sich jetzt erst mal zurück und freuen sich eine Runde…

Danach überprüfen Sie noch, ob Ihre natürliche Taille etwas höher liegt als zwei Kopflängen unterhalb Ihres Kinns. Wenn beides zutrifft, lange Beine plus hohe Taille, und dann noch ein paar Pölsterchen in der Körpermitte dazukommen, dann sind die folgenden Tipps für Sie gemacht. Leider ist es so, wie immer: Nicht alle Tipps sind gleichermaßen für jeden Figurtyp empfehlenswert.

10 Fashion-Tipps für einen kurzen Oberkörper und das Grundprinzip dahinter:

Ein kurzer Oberkörper mit hoher Taille heißt nichts anderes, als dass Sie alles machen dürfen, was Ihre Taille optisch tiefer legt oder unauffällig macht und Ihren Oberkörper insgesamt verlängert. Dazu kommt alles, was Ihre Taillen-Hüft-Linie komplett ausblendet und was Ihre Beine kürzer erscheinen lässt. Und das funktioniert folgendermaßen:

1. Tragen Sie Hosen und Röcke, deren Bund in Hüfthöhe liegt und unauffällig ist!

Manchmal helfen schon ein paar Zentimeter und die Proportionen sind wieder wunderbar harmonisch. Hüftig geschnittene Hosen und Röcke machen genau das: Sie verschieben Ihre Taille etwas nach unten. Das funktioniert umso besser, je weniger Details am Bund von Hose oder Rock zu finden sind. Am besten, Sie greifen zu Hosen und Röcken mit unauffälligem, angeschnittenen Bund und Reißverschlüssen, die seitlich oder am Rücken platziert sind. Alle flach aufliegenden Hosen- und Rockfronten sind vorteilhaft.

2. Tragen Sie das Oberteil über dem Hosen- oder Rockbund!

Der lange Pullover über dem Rockbund überspielt eine hohe Taille, die Spitzenborte am Rocksaum zieht den Blick nach unten, auf tolle Beine und schafft zusammen mit Ankle-Straps mehrere horizontale Zonen am Bein.

Der lange Pullover über dem Rockbund überspielt eine hohe Taille, die Spitzenborte am Rocksaum zieht den Blick nach unten, auf tolle Beine und schafft zusammen mit Ankle-Straps mehrere horizontale Zonen am Bein.

Einen noch größeren Verlängerungseffekt erzielen Sie, wenn Sie Ihr Oberteil nicht in den Rock- oder Hosenbund einstecken. Dann liegt der Farbübergang zwischen Ober- und Unterteil irgendwo zwischen Hüftknochen und Hüftlinie – oder sogar noch darunter – und Ihr Oberkörper wird optisch gestreckt. In diesem Fall können Sie bei Oberteilen auch Muster oder auffällige Farben wählen, ohne den Blick auf eine für Sie ungünstige Zone zu lenken.

3. Betonen Sie die vertikale Linie des Oberkörpers!

Alle vertikalen Linien, die Sie am Oberkörper setzen können, sind gut für Sie. Dazu gehören vertikale Teilungsnähte, aber auch lange Knopfleisten an Jacken und lange Ketten oder Schals, die den Blick zudem in der Mitte des Torsos halten. Aus dem gleichen Grund sind monochrome Outfits, wie Hosenanzüge oder Kostüme, für Sie eine gute Wahl. Das bedeutet nicht, dass Sie nur eine Farbe tragen müssen, sondern dass die Farben ähnlich sind oder zumindest einen ähnlichen Helligkeitswert haben. Auch wenn Sie lange Jacken in der Mitte offen und darunter ein andersfarbiges, ebenso langes Top tragen, kreieren Sie eine solche lange Farbsäule. Wenn Sie starke Farbkontraste am Oberkörper bevorzugen, sind vertikale Colour-Blocking-Effekte für Sie ideal! Denken Sie dabei vor allem an äußere, dunkle Zonen und hellere, mittige Zonen, um die äußere Taillen-Hüft-Linie unauffälliger zu gestalten (siehe auch Punkt 9).

4. Wählen Sie längere Jacken, Cardigans und Pullover!

Ihre optimale Jacken-, Cardigan- oder Pullover-Länge ist mindestens hüftlang. Kurze Jacken benötigen Sie überhaupt nicht, auch nicht für einen Lagenlook (siehe Punkt 10). Bolero-Jäckchen oder Ähnliches sind Gift für Sie. Wenn Sie darüber hinaus noch einen längeren Oberkörper benötigen, dann könnte es – theoretisch – auch nach oben hin eine optische Verlängerungsmöglichkeit geben: beispielsweise Rollkragenpullover, hohe Kragen und halsnahe Ausschnitte. Allerdings steht dieser hochgeschlossene Look nur wenigen Frauen wirklich gut – und niemals Frauen mit großem Busen. Und noch ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre langen Ärmel wirklich lang sind – möglichst sogar etwas überlang. Dies verlagert den Körperschwerpunkt – und einen weiteren Blickpunkt – etwas von der Taille weg nach unten.

5. Vermeiden Sie breite Gürtel in der Taille und stylen Sie Gürtel so unauffällig wie möglich!

Dieser Tipp ist besonders für Frauen mit kurzer Taille und großem Busen äußerst wichtig: Tragen Sie niemals breite Gürtel direkt in Ihrer natürlichen Taille. Diese verkürzen den Abstand zwischen Taille und Busen nur zusätzlich und sind selbst bei Frauen mit X-Figur und kurzem Oberkörper keine gute Idee. Wenn Sie überhaupt einen Gürtel in der Taille tragen wollen, dann sollte dieser schmal und in der gleichen Farbe wie Ihr Top sein. Breitere Gürtel oder Gürtel mit auffälligen Schnallen sollten Sie grundsätzlich nur locker um die Hüfte geschlungen tragen.

6. Vermeiden Sie Kleider, Oberteile und Mäntel, die horizontale Linien setzen oder betonen!

Da horizontale Linien Ihren Oberkörper nur noch kürzer erscheinen lassen, sollten Sie sie vermeiden. Dazu gehören beispielsweise auch Kleider mit angesetzten Röcken – es sei denn, die Taille ist beim entsprechenden Kleiderschnitt tiefer gelegt. Die Empire-Linie gehört nicht zu den vorteilhaften Schnitten für Sie, dafür aber ein Etuikleid mit seinem angeschnittenen Rock und den langen vertikalen Nähten. Mäntel und Jacken mit (Taillen-)Gürtel würden die Lage Ihre Taille nur unnötig betonen. Verzichten Sie bei Blusen auf eine Schulterpasse, die den Oberkörper zusätzlich horizontal aufteilt und auf weit ausgestellte Schößchen-Tops, die wiederum Ihre natürliche Taille akzentuieren.

7. Unterteilen Sie Ihre Beine in unterschiedliche Farbzonen!

Alles, was Sie am Oberkörper vermeiden sollten, dürfen Sie an Ihren wunderbar langen Beinen auskosten. Dort sind alle Details, die horizontale Linien setzen und Ihre Beine damit in unterschiedliche vertikale Zonen unterteilen, willkommen. Greifen Sie beispielsweise zu Biker-Hosen mit Quer-Steppungen am Knie. Auch gehören Sie zu den wenigen Frauen, die Hosen mit Aufschlag tragen können. Wählen Sie Ihre Schuhe in einer anderen Farbe als Ihre Hose oder Strümpfe. Lassen Sie zwischen Stiefelende und Rocksaum ein Stückchen Ihrer andersfarbigen Strumpfhose hervorblitzen. Krempeln Sie Ihre Hose am Saum hoch oder tragen Sie eine Boyfriend-Jeans. Alles ist erlaubt!

8. Lenken Sie den Blick nach oben zum Gesicht oder nach unten zu Ihren Beinen!

Dieses Kleid macht alles dafür, um Ihren kurzen Oberkörper auszugleichen: Hochgeschlossener Kragen mit Akzent, eine lange vertikale Farbsäule in der Mitte des Körpers (außen dunkel), eine gerade Silhouette und eine tiefer gelegte Taille.

Dieses Kleid macht alles dafür, um Ihren kurzen Oberkörper auszugleichen: Hochgeschlossener Kragen mit Akzent, eine lange vertikale Farbsäule in der Mitte des Körpers (außen dunkel), eine gerade Silhouette und eine tiefer gelegte Taille.

Zusätzlich zur Verlängerung des Oberkörpers und der Verkürzung der Beine können Sie neue Blickpunkte setzen. Lassen Sie den Blick des Betrachters entweder von der Taille aufwärts oder zu Ihren Beinen abwärts gleiten. Das funktioniert, indem Sie entsprechende Blicklinien schaffen und auffällige Details dort platzieren. Schmale, steile Revers und V-Ausschnitte führen den Blick nach oben, zum Dekolleté. Auffällige Schmuckstücke dort, Tücher und Schals oder ein roter Lippenstift sorgen für verstärkte Anziehungskraft. Hosenbeine, die nach unten ausgestellt sind, oder sexy, schmale 7/8-Hosen bieten dem Blick ebenfalls einen interessanten Verlauf nach unten, wo er bei exzentrischen Schuhen sein Ziel findet. Das Gleiche provozieren interessante Details am Rocksaum oder gemusterte Strümpfe.

9. Verdecken Sie Ihre Taillen-Hüft-Linie mit gerade geschnittener Kleidung!

Das funktioniert immer, wenn Sie den Betrachter nicht genau wissen lassen möchten, wo Ihre Taille genau platziert ist: Greifen Sie zu etwas lockerer sitzenden und gerade geschnittenen Oberteilen, Jacken und Kleidern, die mindestens über die Hüfte reichen. Allerdings sollten Sie dieses langgezogene, gerade Volumen am Oberkörper dann auch mit schmalen Formen an den Beinen ausgleichen. Tragen Sie dazu Skinny-Hosen oder gerade und schmal geschnittene Hosen und maximal knielange, schmale Röcke. Dann gehören Long-Blazer im Oversize-Stil, lange Strickjacken und Pullover oder locker über dem Bund hängende Hemdblusen und Tunikas zu Ihren besten Freunden. Auch knieumspielende oder kürzere Kleider in gerader Shift-Form können vorteilhaft wirken.

10. Proportionieren Sie Ihre Taillen-Hüft-Schritt-Linie mit dem Lagen-Look völlig neu!

Ähnlich wie bei Frauen mit kurzen Beinen und langem Oberkörper kann der Lagen-Look natürlich auch so inszeniert werden, dass Frauen mit kurzem Oberkörper figürliche Vorteile davon haben. Nutzen Sie dazu eine erste, etwas volumigere und den Schritt bedeckende Schicht und platzieren Sie darauf die gewünschte äußere Silhouette – gerade geschnitten oder in der gewünschten Höhe tailliert. Anders als bei Frauen mit langem Oberkörper sollte die äußere Schicht bei Frauen mit kurzem Oberkörper eher länger sein, damit Sie die vertikale Linie des Oberkörpers stärken.

Für den optimalen Lagen-Look bei kurzem Oberkörper gilt also:

  • “Lang über ein bisschen länger” (Beispiel: Hüftlanger Blazer über Long-Shirt oder Minikleid),
  • “lang über genauso lang” (Beispiel: Boyfriend-Blazer über Long-Shirt),
  • “noch länger über lang” (Beispiel: Kurz-Mantel oder Gehrock über Long-Shirt) oder auch
  • “noch länger über noch länger” (Beispiel: Mantel über Kleid).

Wichtig dabei ist, dass die erste horizontale Linie des Lagen-Looks bzw. der erste Farbübergang erst frühestens in Hüfthöhe auftritt. Alles klar, oder?

Insgesamt ist es relativ leicht, die Figur mit langen Beinen und kurzem Oberkörper optisch auszugleichen. Das größte Hindernis dabei ist ein sehr großer Busen, der den Oberkörper zusätzlich verkürzt. Da aber viele der Tipps für einen großen Busen ebenfalls mit der optischen Verlängerung des Torsos zu tun haben, schließen sich viele der Tipps zumindest nicht gegenseitig aus. Eins zu null für Sie! Da hat es die Frau mit kurzem Oberkörper und kleinem Bäuchlein etwas schwerer…

Wie immer geht es um kleine Tricks mit großer Wirkung. Und wie immer gilt: Diese Tipps sind kein Muss und schon gar keine wissenschaftliche Disziplin. Wenn Sie also schlichtweg keine Lust auf die ein oder andere Empfehlung haben, lassen Sie es einfach sein. Dann gehen Sie eben als kurzleibige, aber langbeinige und glückliche Frau durchs Leben. Es gibt Schlimmeres 😉

Wenn Sie allerdings jemanden kennen, der für diese Tipps dankbar wäre: Ihre Weiterempfehlung freut mich immer!

34 Kommentare

  1. Liebe Modeflüsterin,

    heute ist mein Glückstag – so viele tolle Tipps, die geradezu maßgeschneidert sind für meinen Figurtyp! 😉 Besonders beim Thema Lagenlook mit längeren Jacken habe ich mir in letzter Zeit häufiger den Kopf zerbrochen, wie ich das richtig hinkriege. Gut gefällt mir auch Dein Vorschlag mit dem monochromen Look.

    Tatsächlich besitze ich trotz von Dir oben geschilderten figur-Typs ein sehr schickes Sommerkleid im Empire-Stil in Dunkelbraun mit Rosé und Dunkelgrün, das ich immer dann bei besseren Anlässen getragen habe, wenn ich mal einen kleinen Bauch kaschieren musste. Wenn ich einen leichte Strickjacke in der gleichen Länge darüber trage, wirkt das Ganze aber zu sackartig. Habe ich eine andere Möglichkeit, es mit dem Lagenlook noch irgendwie für mich passend, also auch figurbetont, für mich in Form zu bringen? Vielleicht lange, dunkelbraune Leggings und darüber eine auf Taille geschnittene Jacke?

    Übrigens habe ich mir in Zeiten, in den längere Oberteile schwer zu kriegen sind (gerade nicht der Fall, aber vor einigen Jahren war es hart), angewöhnt, unter kürzeren Pullovern längere Tops aus meinem Bestand im gleichen Farbton wie dem Pullover zu tragen, um den Oberkörper optisch zu verlängern. Wenn hingegen die Ärmel etwas zu kurz geraten sind, versuche ich mir immer zu helfen, indem ich sie noch etwas höher schiebe und ein auffälliges Armband am Handgelenk trage – ich habe den Eindruck, das mildert etwas ab, vielleicht täusche ich mich da aber auch.

    Ganz liebe Grüße von Anna

    • Modeflüsterin

      Liebe Anna,

      das freut mich sehr, dass es heute für Dich so passende Tipps gibt!
      Zu Deinen Fragen: Über dem Empire-Kleid einen taillierten Blazer zu tragen, ist eine sehr gute Idee – das hätte ich Dir jetzt auch geraten. Eine weitere Alternative wäre, einen Gürtel hüftig sitzend und locker darüber zu tragen. Aber das hängt sehr vom Stil des Kleides ab und sorgt dafür, dass zwischen Gürtel und Empire-Linie noch mehr Volumen entsteht, was für Dich mit Bäuchlein wahrscheinlich nicht ganz so gut ist… Aber einen Versuch wäre es wert.

      Mit Deinem monochromen Lagenlook hast Du eine tolle Lösung für kürzere Pullover gefunden – großartig! Du hast ein gutes Modegefühl, denn auch Dein Eindruck, dass ein auffälliger, breiterer Armreif am Handgelenk die hoch geschobenen Ärmel etwas ausgleicht, stimmt. Auch durch diese Maßnahme erhält das Handgelenk mehr optisches Gewicht und zieht so den Schwerpunkt etwas nach unten. Wenn Du so weiter machst, werde ich hier bald überflüssig 😉

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Also, überflüssig wirst Du wohl kaum! Es ist schön, dass man hier von Dir so viel lernen kann.

    Liebe Grüße von Anna

    P.S. Bin jetzt schon ganz gespannt auf Clas Kommentar zu Deinem heutigen Thema – das wird ihr bestimmt auch sehr gefallen. 🙂

    • Modeflüsterin

      Also beim Schreiben an diesem Post habe ich zumindest öfter an Cla gedacht.. 😉 Mal sehen, ob sie heute hier vorbeischaut.
      Liebe Grüße von Stephanie

  3. Vielen, vielen Dank für die Tipps. Ich leide seid Jahren unter dem Problem: Lange Beine aber kurzer Oberkörper mit großen Busen. Ich war verzweifelt und total verunsichert was ich überhaupt tragen kann. Und so sind stets die falschen Klamotten in meinem Schrank gelandet, so dass ich immer das Gefühl hatte nicht wirklich richtig angezogen zu sein. Aber jetzt habe ich dank Ihres Beitrags einen Fahrplan. Nochmals vielen Dank!!

    Nicole

    • Modeflüsterin

      Liebe Nicole,

      das freut mich sehr! Genau deshalb schreibe ich diesen Blog 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. In meiner Liebe zu bunten Schuhen fühle ich mich jetzt bestätigt, aber ansonsten bin ich eher verwirrt – wie wende ich das jetzt auf meine A-Figur an? Da gibts sehr viele Dinge, die nicht vereinbar sind. Meine Taille verstecken sieht unförmig aus, alles was meinen Oberkörper breiter macht und somit meine Hüften ausgleicht, macht ihn auch kürzer.
    Mein größtes Frustthema sind sowieso Oberteile: die richtige Länge ist kaum auffindbar. Ich bin 156cm groß und die meisten Shirts enden exakt auf meiner breitesten Stelle… Der Bereich zwischen Hüftknochen und Mitte Oberschenkel ist genau das, was ich nicht betonen möchte und lange Strickjacken (Mitte Oberschenkel bis Knielänge) funktionieren irgendwie nicht an mir, entweder ich wirke kastig (ohne Taille) oder plump (tailliert -> Blick wird erst recht auf die Birne gerichtet).

    Trotzdem habe ich mir etwas mitnehmen können: Taillengürtel, Taillenröcke und Empirekleider sind tabu (wusste ich zwar irgendwie vorher schon, aber ein bisschen Nachdruck durch dieses Posting schadet keineswegs!) und werden lieber an anderen genossen. Die sicherste Oberteillänge ist genau in der Mitte zwischen Hüftknochen und Reiterhosen, das ist dann der Kompromiss – näher zu den Reiterhosen betont mir das diese schon zu stark und näher zum Hüftknochen wird der kurze Oberkörper betont. Vereinfacht zwar die Oberteilsuche nicht, aber ist bestimmt ein guter Kompromiss, was meinen Sie?

    Was ich noch hinzufügen möchte ist, wie wichtig ein guter BH ist, der den Busen schön anhebt. Dadurch wird der Bauch optisch verlängert (Jedenfalls bei mir ist vor allem der Bauch kurz, das Decolletée nicht so stark).

    Kommt vielleicht noch ein Posting zum A-Typ mit kurzem Oberkörper-Problem?

    • Modeflüsterin

      Liebe Tordis,

      Sie haben mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen, denn es gibt tatsächlich ein paar Tipps in diesem Beitrag, die speziell für den A-Typ und auch für den X- Typ nicht vorteilhaft sind. Dazu kommt, dass Sie als kleine Frau eigentlich immer starke Akzente an Gesicht und Dekolleté brauchen und längere Oberteile für Sie nicht optimal sind. Wie Sie richtig vermuteten, gilt es nun, die besten Kompromisse aus den Tipps für die A-Figur und für einen kurzen Oberkörper zu finden und dabei dann noch Ihre Größe zu berücksichtigen. Leider nicht einfach, aber auch nicht unlösbar. Sie sind ja auf einem guten Weg.
      Haben Sie sich schon einmal mit Kleidern und passenden Blazern in monochromen Outfits beschäftigt?
      Mit Einem haben Sie auf jeden Fall auch absolut Recht: Ein guter BH, der hebt, ist Gold wert!

      Ihnen noch einen schönen Abend und herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Danke, Stephanie, für diesen Beitrag!

    Das Thema trifft mein Problem direkt ins Schwarze. Bei mir kommt sogar ein großer Busen und ein kleines Bäuchlein dazu… Ätzend! Da mein eigentlicher Figurtyp zum X tendiert, habe ich lange Zeit versucht, eine betonte Taille in meinen Kleidungsstil zu integrieren – aber es wollte nie so recht passen. Mein Oberkörper sah immer sehr gedrungen aus…
    Meine Patentlösung: Hüftig geschnittene Hosen (Bootcut-Jeans und Marlene-Stoffhosen) und Röcke (niemals länger als knielang). Strickjacken, die einmal etwas unterhalb meiner eigentlichen Taille geknöpft werden und Spaghettiträgertops (zugegebenerweise keine perfekte Lösung – aber ich habe noch nichts gefunden, was besser “drunter” passt).
    Als Accessoires helfen dicke Schals zum Kaschieren des Ausschnittes und Lenken des Blicks Richtung Gesicht. Gürtel lenken den Blick zwischen Hüfte und Taille. So, dass nicht das breiteste Stück Hüfte betont wird und man über dem Gürtel sieht, das es noch schmaler wird. Hohe Schuhe lenken den Blick nach unten. Hängende Ohrringe lenken den Blick zum Gesicht, u.s.w.

    Ein Tipp von mir: Da hüfthohe Bleistiftröcke relativ schwer zu finden sind, kombiniere ich einen gerade geschnittenen Hüftrock mit einem breiten Gürtel, der die geschwungene Taille hervorholt. Wichtig dabei ist, dass der Gürtel über den Rockbund geht.

    Ausserdem möchte ich mich auch noch für die Empire-Kleider aussprechen – aber nur die Kleider! Die lenken den Blick auf die Brust. Kombiniert mit Boleros funktioniert das Outfit gerade weil, eine Taille nicht zu erkenne ist und die Beine endlos wirken 😉

    Na gut, natürlich könnte ich noch mehr loswerden, aber soweit habe ich das Problem für mich bis jetzt ausgetüftelt.

    • Modeflüsterin

      Liebe Marie,

      das sind sehr gute Anregungen, die bestimmt viele Leserinnen gerne ausprobieren werden! Herzlichen Dank, dass Sie ihre Erfahrungen hier teilen!
      Allerdings gehören Sie zu den wenigen X-Frauen, die Empire-Kleider tragen können. Das verwundert mich wirklich 😉 Das Gute an Empire-Kleidern ist natürlich, dass die Taille und Hüfte nicht mehr eindeutig ausgemacht werden kann und eine sehr lange vertikale Linie am Oberkörper entsteht. Aber als kurvige X-Frau machen Sie damit auch Ihre tollen weiblichen Rundungen unsichtbar (zumindest bis auf den Busen) und laufen Gefahr, viel üppiger auszusehen, als Sie es sind. Aber das müsste man sicherlich im Einzelfall sehen. Leider können die grundsätzlichen Tipps dieses Beitrags nicht alle Varianten es weiblichen Körpers erfassen. Aber Sie wissen ja ohnehin schon ziemlich gut, was Ihnen steht 🙂

      Ihnen einen schönen Abend und herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Hmmm. Ja. Ich sehe das im Prinzip wie Du, die ich schon seit 31 Jahren mit meiner aktuellen Länge herum laufe. Auch bei mir sind die Beine im Verhältnis länger als der Oberkörper. Aber, keine Rose ohne Dornen. Mit Gr.44 und einer eher kurvigen Figur gibt es da ja doch die eine oder andere Regel, die dem widerspricht.
    So trage ich gerne Gürtel, Oberteil in der Hose und wenn das Unterteil nicht grade schwarz ist, offen etwas in Hüftlänge drüber. Das kürzt die Beine und “teilt” die Hüfte.
    Im Sommer ist das natürlich nicht ganz so leicht, wie zu den Jahreszeiten, wo es gerne mehrlagig sein darf.
    LG Sunny

    • Modeflüsterin

      Liebe Sunny,

      ja, gerade die X- und die A-Figur können leider nicht alle Regeln dieses Beitrags anwenden und müssen nach Kompromissen suchen. Du scheinst für Dich ja schon passende Kombinationen gefunden zu haben. Manchmal hilft es ja schon, wenn man sich bestimmter optischer Wirkungen bewusst ist, um seine Outfits zu optimieren. Würde mich freuen, wenn es Dir trotzdem ein bisschen hilft 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Ach auf diesen Bericht von dir habe ich schon sehnsüchtig gewartet. Ich erkenne mich absolut wieder in diesem Figur-Typ. Deine Tipps und Erklärungen sind Gold wert.
    Ich kann wirklich keine breiten Gürtel anziehen, Boleros sind für mich unmöglich. Cardigans und Pullover mit V-Ausschnitt trage ich gerne. Mit Rollkragen-Pullover habe ich Glück, die kann ich gut tragen. Was mich oft ärgert, wenn ich mich “falsch” kleide, dass es ausschaut, als würde meine Brust zu tief hängen (wenn ich das mal hier erwähnen darf 😉 ), dabei ist nur mein Oberkörper zu kurz.
    Gut man kann nicht alles haben. Mit meinen Beinen bin ich echt zufrieden.
    Ich habe deinen Bericht abgespeichert und werde ihn als meine Styling-Bibel betrachten.
    Danke für den tollen Post.

    Lieben Gruß Cla
    http://glamupyourlifestyle.blogspot.de/

    • Modeflüsterin

      Liebe Cla,

      ich hatte gehofft, dass Du heute hier vorbeischaust, da ich beim Schreiben dieses Posts wirklich oft an Dich gedacht habe 🙂
      Jetzt freue ich mich umso mehr, dass es für Dich so viele nützliche Infos gibt.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Anders rum spielt die Musik – ich bin schon sehr gespannt, wenn Du über langen Oberkörper / kurze Beine schreibst. Oder hast Du schon und ich hab’s überlesen?
    Herzlich – S

  9. Liebe Modeflüsterin,

    wie sieht es denn bei dieser Figur mit nudefarbenen Schuhen aus? Sie sind ja nicht gerade auffällig und lenken den Blick nicht nach unten. Also ein definitives No-Go? Oder reicht es, wenn Rock oder Hose farblich auffällig sind?

    Liebe Grüße von Anna

    • Modeflüsterin

      Liebe Anna,

      nudefarbene Schuhe verlängern die Beine optisch. Aber das ist ja eigentlich nichts Schlimmes. Es geht ja darum, den Oberkörper etwas länger und die Taille etwas tiefer erscheinen zu lassen. Und bei sehr langen Beinen hat man dabei noch mehr Spielraum. Ein Blickpunkt in Hüftgehend oder darunter reicht völlig aus. Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Das tut es, danke! 🙂
    Ein Trick der mich auch noch eingefallen ist, um bei einem kurzen Oberkörper und langen Beinen den Blick nach unten zu lenken (hat jetzt nichts mehr mit dem Thema nudefarbene Schuhe zu tun): Stulpen! Die habe ich früher gern als Ergänzung zu flachen Schnürschuhen im Herbst/Winter/Frühling getragen, und es sah sehr schick und lässig zugleich aus. Das waren jetzt nicht die dicken, groben Aerobic-Stulpen, wie man sie aus den 80ern kennt, sondern es gibt auch sehr schöne dünnere und feinere, in allen möglichen Farben und Mustern.

    LG von Anna

    • Modeflüsterin

      Liebe Anna,

      wenn Du diesen Look gerne magst, dann dürften Dir jetzt auch die Outfits mit Slippern und Kniestrümpfen im College- oder Preppy-Look gut gefallen. Ist allerdings kein sehr “erwachsener” Look… aber eine Möglichkeit. Vielen Dank für Deinen Tipp!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  11. Hallo liebe Modeflüsterin,

    Erst mal vielen Dank für diese tollen Tipps. Leider bin ich nur 1,58m und meine Hüfte ist ziemlich hoch (1m), was es für mich häufig schwer macht, insbesondere schöne Blusen oder taillierte oberteilez zu finden, da meistens alles auf meiner Hüfte statt der taille sitzt.
    Dazu kommt, dass ich ein paar kilos (wirklich nicht viele, maximal 3-5) am Bauch zu viel habe.
    Vor allem die Bikini/Badeanzug Suche fällt mir daher schwer. Hast du vielleicht ein paar Tipps, was ich beim Schnitt beachten sollte?
    Würde mich super freuen und mir echt weiterhelfen.
    Vielen Dank schon einmal.
    Liebe Grüße Melli

    • Modeflüsterin

      Liebe Melli,

      wenn Du klein bist und ein kleines Bäuchlein hast, dann ist alles, was Dich vertikal streckt, perfekt. Das bedeutet: Schau mal nach gerade geschnittenen Sommerkleidern (beispielsweise Hemdblusenkleidern), die Du dann ganz nach belieben entweder einfach gerade hängend oder mit einem schmalen Gürtel an einer für Dich passenden Stelle trägst. Das ist im Sommer für Dich eine gute Möglichkeit, Deinen Körper zu strecken und dabei ein Bäuchlein zu verstecken.
      Zum Thema “Bikini und Badeanzug für jede Figur” gibt es hier auf dem Blog schon einen sehr ausführlichen Beitrag. Vielleicht hast Du diesen noch nicht entdeckt? Wichtig ist bei einem kurzen Oberkörper, dass das Bikinihöschen eher hüftig geschnitten ist – also eben keine längeren Bein macht, sondern den Torso etwas verlängert. Je nach Stiltyp könntest Du auch probieren, wie Du mit den aktuellen Retro-Badeanzügen zurecht kommst. Diese haben ebenfalls einen sehr tiefen Beinausschnitt und machen den Torso länger, wobei zusätzlich der Bauch bedeckt bleibt. Hoffentlich passt einer der Tipps für Dich!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. Hallo liebe Stephanie,

    Danke erst mal für den tollen Artikel und gut zu wissen dass es noch andere Leidensgenossinnen gibt. Im Bekannten- oder Freundeskreis kennt niemand das Problem zB eine gut sitzende Jacke zu finden denn alleine da gehts ja schon damit los dass die Taillenschnürung nicht passt.
    Hast du ein paar Tipps für mich für passendes Brautkleid? Mit großer Oberweite? (C-D bei 1,60 m). Was ich beachten muss bei einem einfachen schlichten, fließendem Kleid?

    • Modeflüsterin

      Liebe Valora,

      zu Deinem Anliegen gibt es schon ganz viele Tipps hier bei der Modeflüsterin: Hast Du beispielsweise schon den Beitrag über festliche Kleider für jeden Figurtyp gesehen? Darin findest Du die wichtigsten Kleidersilhouetten – je nachdem welcher Figurtyp Du bist. Auch den Beitrag “Tipps für einen großen Busen” solltest Du Dir mal zu Gemüte führen. Wichtig bei einem großen Busen und gleichzeitig eher kurzem Oberkörper ist tatsächlich die Verlängerung des Oberkörpers nach unten, also eine leicht tiefer gelegte Taille. Dabei sollte das Kleid aber unterhalb des Busens und bis zur Hüfte tailliert und figurnah geschnitten sein, damit Du diese schlanke Zone so gut wie möglich zeigen kannst. Auch solltest Du beim Design des Kleides möglichst viele vertikale Nähte im Oberkörper einbauen. Diese strecken und betonen die Länge des Oberkörpers. Also denke beispielsweise an ein corsage-artiges Oberteil, dass die Taille bis zur Hüfte umschließt und ganz viele vertikale Teilungsnähte (evtl. mit Stäbchen?) aufweist. Wenn dieses auch noch mittig einen spitz zulaufenden Saum hat, wird die Oberkörper-Mitte zusätzlich verlängert. In diese Richtung würde ich denken… Aber dies ist nur eine Idee, ohne Gewähr, da ich Dich ja nicht sehen kann… 😉

      Alles Gute für Dich und liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  13. Hallo
    Also, so bescheuert die Frage sich auch anhöhrt, aber wenn meine Hüften bei über 90cm liegen und ich 168 messe, gehöre ich dann in die Kategorie lang oder kurzbeining? xD Selber kann ich das irgendwie schlecht einschätzen

    • Modeflüsterin

      Liebe Jo,

      entscheidend ist nicht die Hüfthöhe, sondern die Schritthöhe – also vom höchsten Punkt innen an den Beinen gerade bis zum Boden gemessen. Wenn das in etwa die Hälfte Deiner Körpergröße wäre, dann hättest Du mega-lange Beine – die kaum ein Model hat. Wenn das die Hälfte der Länge bis ungefähr zur Nasenspitze ist, dann hast Du sehr, sehr lange Beine (in etwa Model-Länge). Wenn es die Hälfte bis zur Schulterhöhe ist, dann hast Du “normale” oder durchschnittlich lange Beine für eine Frau. Viel Spaß beim Messen!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  14. Liebe Stephanie,
    ich bin erst kürzlich auf diesen Blog gestoßen und absolut begeistert. Ein Riesen-Kompliment für die Arbeit und die ausführlichen Beschreibungen! Als neue Leserin arbeite ich mich nach und nach auch durch die alten Beiträge und bin echt überrascht. Jetzt weiß ich endlich, warum mir keine Taillenbetonung steht – weil das meinen eh schon sehr kurzen Oberkörper mit hoher Taille optisch noch mehr verkürzt. Interessanterweise beträgt meine Schrittlänge tatsächlich ziemlich genau die Hälfte meiner gesamten Körpergröße (obwohl du schreibst, dass das sehr selten ist). Da ich mit knapp 1,80 m eh schon groß genug bin, habe ich jetzt auch eine weitere gute Begründung, warum ich so gut wie nie Absätze trage (Ausnahme Abendkleid) ;-). Obwohl ich laut Definition eher eine X-Figur habe, nimmt mein Unterkörper (vermutlich wegen der Beinlänge und meiner recht muskulösen Beine?) doch optisch ein großes Gewicht ein. Insgesamt bin ich relativ schlank bzw. normal mit einem eher kleineren Busen und Konfektionsgröße 38/40. Haben Sie evtl. einen Tipp, sollte ich auch die Ratschläge für die A-Figur miteinbeziehen?

    • Modeflüsterin

      Liebe Judith,

      das freut mich sehr, dass Sie bei der Modeflüsterin so viele nützliche Tipps finden! Genaus deshalb habe ich den Blog ins Leben gerufen 🙂 Bei sehr individuellen Ratschlägen sind allerdings meine Möglichkeiten recht schnell am Ende. Denn wirklich seriös kann man da nur vor Ort in einer persönlichen Beratung wirklich gute Ratschläge geben.
      Aber grundsätzlich ist es so, dass Sie alle Tipps von anderen Figurtypen nutzen können, wenn diese eine proportionale Verschiebung betreffen, die Sie auch haben. Also beim A-Typ sind das dann alle Tipps, wie Sie kräftige Oberschenkel überspielen. Allerdings ohne dass Sie die breiten Hüften des A-Typs hätten oder deren meist kürzere Beine.
      Wenn ich Sie richtig verstehe, dann geht es bei Ihren Proportionen eher darum, etwas kleiner zu wirken. Da würde ich einfach mal einen Blick auf die Tipps für kleine Frauen werfen – und dann genau das Gegenteilige machen 😉
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und noch viele Aha-Erlebnisse hier, bei der Modeflüsterin!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  15. Eva Wagenfeld

    Hallo liebe Modeflüsterin,

    der Beitrag ist schon etwas älter (aber immer noch super :)), ich bin erst jetzt auf ihn gestoßen. Und nun, zugegebenermaßen, etwas verwirrt. Ich hätte meine Großmutter verkauft für die Gewissheit, dass ich (167 cm, X/A-Mischtyp) kurzbeinig bin. Genau nachgemessen hab ich aber erst heute – und hä? Meine Schritthöhe liegt bei 77 cm. Das ist zwar nicht die Hälfte der Körperhöhe, aber bis zum Kinn sind es von da nur 69 cm. Ich müsste also beinmäßig schon in der längeren Liga spielen, wenn ich die obige Definition richtig verstanden habe. Das würde zwar immerhin erklären, warum mir – worüber ich mich immer etwas gewundert habe – Marlenehosen kombiniert mit höheren Absätzen eigentlich ganz gut stehen. Aber wenn ich in Unterwäsche und ohne Absatzschuhe in den Spiegel gucke, sehe ich nach wie vor eine Frau mit eher kurzen Beinen. Meine Vermutung: Die – im Verhältnis zum ansonsten ziemlich schlanken Torso doch ausgeprägten – Reiterhosen verstellen den Blick auf die Beinlänge. Was aber immer noch nicht erklärt, warum ich z.B. bei Jeans mit Normlänge (31-32) und Alltagsschuhen mit 3-5 cm Absatz immer prima hinkomme. Finde den Fehler … hast du einen Tipp? Danke nochmal für die tolle Seite, love it. Eva W.

    • Modeflüsterin

      Liebe Eva,

      Deine Beobachtung liegt wahrscheinlich an drei Details (da ich Dich nicht sehen kann, ist das jetzt pure Theorie):
      Erstens ist es tatsächlich so, wie Du vermutet hast, dass breitere Körperzonen kürzer aussehen als schmale. Die gefühlt kürzere Beinlänge ist bei Dir also tatsächlich erklärbar.
      Zweitens habe ich die “reine Lehre” DaVincis ja bereits auf “Normalmaße” angeglichen. Das heißt, ich bin nicht von einer 8-Kopf-Frau, sondern von einer viel realistischeren 7,5-Kopf-Frau ausgegangen. Denn Tatsache ist, dass die meisten Frauen viel kürzere Beine haben, als das von DaVinci entdeckte/postulierte (?) Idealmaß. Wenn man sich die Beinlängen der meisten Models ansieht, dann entspricht die Beinlänge vom Boden bis zum Schritt in etwa der gleichen Länge wie vom Schritt bis zur Nasenspitze. Auch das ist natürlich weit überdurchschnittlich. Wenn das bei Dir schon bis zum Kinn in etwa die Hälfte ist, dann hast Du im Vergleich zu den meisten realen Frauen schon sehr lange bzw. überdurchschnittlich lange Beine. Ich vergleiche also nicht mit unrealistischen Idealmaßen, sondern mit realistischen Frauenmaßen.
      Der dritte Punkt betrifft die Jeansmaße. Da gibt es keine “Norm”, sondern nur Maße für die Breite und die Länge einer Jeans. Den meisten Frauen sind Hosen, die oben am Bund passen, grundsätzlich zu lang. Es sei denn, sie haben (nach realistischen Maßen) überdurchschnittlich lange Beine. Das Gute an Jeans ist, dass man die Bundweite und die Hosenbeinlänge separat wählen kann und somit die Chance höher ist, eine passende Jeans zu finden – wie das bei Dir der Fall ist.
      Also: Freu Dich darüber, dass Du zu den Frauen gehörst, die vergleichsweise längere Beine haben! Diese Proportionen auszugleichen (wenn Du das überhaupt willst), ist meist leichter, als kürzere Beine zu verlängern… 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Eva Wagenfeld

        Wow, liebe Stephanie,

        die Antwort kam ja in Lichtgeschwindigkeit! Ok, dann muss ich also mein Selbstbild ein bisschen weg von der Kurzbeinigkeit korrigieren. Gibt Schlimmeres…;)

        Danke nochmal für deinen tollen Blog!
        Herzliche Grüße, Eva

  16. Waldviertel

    Liebe Stephanie!
    Nachdem ich heute mal vieeeel Zeit habe, deinen Blog zu lesen, muss ich gleich nochmal schreiben.Deine Beitraeg sind eigentlich das Beste was es diesbezueglich gibt und so vielfaeltig. Auch der obige Beitrag ist toll wieder ganz toll und informativ und ich weiss jetzt auch warum ich als X Figur keine Guertel tragen kann, da ich einen kurzen Oberkoerper (Schrittlaenge 77 cm/Kinn Schritt 62 cm) habe. Wie gesagt ich bin 66 Jahre alt. Und das Oberteil in der Hose schaut nicht gut aus bei mir, aber Huefthosen passen mir auch nicht wirklich. Also ich trage schon seit Jahren, immer die Shirts und Blusen nicht im Rockbund. Nur muss ich bei der Laenge dann aufpassen dass sie nicht genau an der breitesten Stelle der Huefte enden. Nicht ganz so einfach.
    Ich schreibe ja heute schon den zweiten Beitrag und jetzt moechte ich noch ein Thema ansprechen, und zwar weil oben stand es ist ein gut sitzender Bh der den Busen anhebt so wichtig ist. Ja das waere es, aber ich habe zwar keinen sehr grossen, aber groesseren Busen mittlerweile (von frueher A bis zu jetzt C Koerbchen) und der Busen ist sehr schwer und auch wenn ich breite BH Traeger habe kann ich ihn nicht so anheben kann wie ich moechte und es gut aussieht. Da die Traeger total einschneiden und ich dann mit meinen Haenden und Schultern Probleme bekomme, da sie einschlafen und kribbeln. Das ist ein Erbe meiner Mutter die hatte solche Dauerrillen von den Traegern in denen ein Daumen hineingepasst hat. Vielleicht kennen auch andere Frauen, das Problem . Also ist ein Mittelweg gefragt oder gibt es was was die Traeger noch mehr aufpolstert und breiter macht, bis jetzt wurde ich nicht fuendig. Nochmals Danke fuer die Tollen Beitraege sie sind sehr hilfreich L. G. Eva aus Wien

    • Modeflüsterin

      Liebe Eva,

      vielen herzlichen Dank, dass Sie so wohlwollende Worte für die Modeflüsterin finden!

      Zum Thema BH hätte ich zwei Tipps für Sie: Zum einen gibt es auf der Plattform busenfrundinnen.de viele Tipps und Tricks für Frauen mit großem Busen – unter anderem, wo man die richtigen BHs findet. Und zum zweiten hatte ich hier schon einmal die BH-Queen zu Gast. Und diese weiß wirklich sehr, sehr viel über die richtige Passform von BHs. Vielleicht wäre das ja einmal eine Anlaufstelle für Sie.

      Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere Tipp für Sie zum Erfolg führen würde!

      Herzliche Grüße von

      Stephanie alias die Modeflüsterin

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