Fashion-Ratgeber: 10 Mantel-Typen für jede Figur und jeden Stil – Teil 1

Viele der aktuellen Trend-Mäntel bauen auf diesen fünf zeitlosen Mantel-Klassikern auf: Trenchcoat, Blazermantel, Wickelmantel, Redingote und Dufflecoat (von links nach rechts).

Viele der aktuellen Trend-Mäntel bauen auf diesen fünf zeitlosen Mantel-Klassikern auf: Trenchcoat, Blazermantel, Wickelmantel, Redingote und Dufflecoat (von links nach rechts).

Oder: Was Sie jetzt über Schnitte und Silhouetten von Wintermänteln wissen müssen

Da sind sie wieder, die ersten kalten, trüben Tage des herannahenden Winters. Gerade erst habe ich meine Wintermäntel aus ihrem Sommer-Ruhesitz im Keller geholt und eine kleine Bestandsaufnahme gemacht. Da ich auch bei Mänteln das Prinzip “weniger ist mehr” verfolge, besteht meine Basisgarderobe aus ein paar zeitlosen Mantel-Klassikern, die sich für meinen Figurtyp, meinen Stil und die Anlässe in meinem Leben bewährt haben: der Trenchcoat, der Blazermantel und der Daunen-Mantel. Allerdings fällt es mir in dieser Saison schwer, der Versuchung zu widerstehen, mir zusätzlich zu diesen klassischen Basics einen Trend-Mantel zuzulegen. Denn die neuen Silhouetten der aktuellen Mantel-Mode und die vielen, aufregenden Farben, Muster und Materialien sind verführerisch. Wenn Sie sich derzeit nach einem neuen Mantel umsehen, haben Sie es wirklich nicht leicht. Damit Sie sich etwas besser in der aktuellen Formen-Vielfalt zurechtfinden, habe ich Ihnen ein paar grundsätzliche Überlegungen zu Silhouetten und Schnitt-Details von Mänteln zusammengestellt.

Da diese Informationen so umfangreich sind, habe ich sie Ihnen auf zwei Beiträge verteilt. Los geht’s mit Teil 1 meines kleinen Mantel-Ratgebers:

Was Mantel-Silhouetten und Schnitt-Details für Ihre Figur tun können

Ob Oversize- und Egg-Shape-Mäntel, Mäntel im Bademantel-, Military- oder Herren-Stil – auch die neuen Mantelformen basieren auf einigen wenigen klassischen Mantel-Typen. Nur werden dabei einzelne Details so überzeichnet oder hervorgehoben, dass ein moderner Eindruck entsteht. Die zehn Mäntel, die ich Ihnen in diesem Ratgeber vorstelle und ihre typischen Details bilden die Grundlage für viele modische Mantelformen. Hier finden Sie die ersten fünf Mantel-Typen:

1. Trenchcoat

Der Trenchcoat wird in den unterschiedlichsten Variationen angeboten und ist ein zeitloses Basic für fast alle Anlässe und Figurtypen.

Der Trenchcoat wird in den unterschiedlichsten Variationen angeboten und ist ein zeitloses Basic für fast alle Anlässe und Figurtypen.

Der Trenchcoat ist ursprünglich eine Mantelform, die von den britischen Soldaten in den Schützengräben getragen wurde (englisch: trench; deutsch: Schützengraben). Er ist zum zeitlosen Klassiker geworden und heute ein Basic, das zu fast allen Anlässen tragbar ist – sogar zur Abendrobe. Er wurde ursprünglich aus wetterfestem Gabardine oder Popeline gefertigt, ist heute aber in vielen Materialen, auch Wollstoffen, Lack und Leder, erhältlich. Typisch für den Trenchcoat sind folgende Details: Der doppelreihige, geknöpfte Verschluss bildet etwas geöffnet ein sehr breites Revers, kann aber auch bis oben hin zugeknöpft werden, wobei die große Schulterpasse mit geknöpft wird. Der Gürtel besitzt Metall-Ösen und eine Metallschnalle, wird aber modisch geknotet. Eine rückwärtige Gehfalte mit Knopf gewährt Bewegungsfreiheit. Zusätzlich gibt es Riegel an Schultern und Ärmeln sowie große, schräge Klappentaschen an der Hüfte.

Trenchcoats eigenen sich für ganz viele unterschiedliche Figuren – je nachdem, welche Details bei den verschiedenen Modellen hinzugefügt oder weggelassen wurden. Schulterriegel und breites Revers betonen Schultern und Brustbereich. Der Gürtel akzentuiert eine schmale Taille oder gaukelt diese vor, wenn die Taille gerade ist. Schräge Eingrifftaschen machen die Hüftpartie schlanker. Das bedeutet: Y-Figurtypen suchen nach Modellen ohne Schulterriegel und mit möglichst schmalem Revers. Frauen mit X-Figur wählen ebenfalls schmalere Revers und vermeiden es, den Mantel ganz zu schließen. Und Frauen des A-Figurtyps, die einen besonders großen Po haben, achten darauf, den Gürtel nicht zu eng zu schnüren. Insgesamt fülligere Frauen wählen Trenchcoat-Stile, die entweder einreihig geknöpft sind oder eine sehr eng zusammenstehende zweireihige Knöpfung aufweisen. Und das war’s auch schon. Kein Wunder, dass sich der Trenchcoat als Fashion-Basic etabliert hat!


2. Blazermantel

Der Blazermantel ist ein eleganter, zeitloser Begleiter für Business, Abend-Events und Freizeit gleichermaßen.

Der Blazermantel ist ein eleganter, zeitloser Begleiter für Business, Abend-Events und Freizeit gleichermaßen.

Der Blazermantel ist so vielseitig, wie Blazer-Schnitte auch. Es gibt ihn ein- und zweireihig, mit kurzem, mittlerem und tiefem Revers, das zudem alle möglichen Breiten und Formen annehmen kann, und in leicht taillierter oder gerader Form. Zudem können die Taschen unterschiedlich angeordnet, mit Paspeln, Klappen oder anderen Details ausgerüstet sein. Mit einem schlichten Blazermantel sind Sie immer korrekt und elegant angezogen – im Business und auch abends. Sie wirken besonders edel in hochwertigen Qualitäten, wie Kaschmir oder Kamelhaar. In neutralen Farben, wie Schwarz, Dunkelblau oder Beige sind sie Begleiter für Jahr(zehnt)e.

Durch ihre schmale, körpernahe Form und die variablen Details stehen Blazermäntel ebenfalls sehr vielen Frauen. Vor allem kräftigere Frauen und Frauen mit großem Busen werden glücklich, wenn das Revers etwas tiefer gezogen ist, auf eine Brusttasche verzichtet und der Mantel einreihig gearbeitet wurde. Frauen mit breiter Hüfte, wie der X-Typ oder der A-Typ, achten zudem darauf, dass die Hüfttaschen nicht horizontal, sondern schräg oder vertikal angebracht sind und keine Klappen oder andere auffällige Details besitzen. Y-Figuren können nach Blazermänteln mit Raglanärmeln Ausschau halten. Ansonsten werden sie auch mit einer Schulterpartie glücklich, die unauffällig und passgerecht gearbeitet ist und einem sehr tiefen Revers. Grundsätzlich gilt: Mit einem gut sitzenden Blazermantel können Sie überhaupt nichts falsch machen – es sei denn Sie sind der romantisch-lässige Hippie-Typ. Dann sind diese Mäntel für Sie viel zu korrekt. Aber dann könnte der nächste Manteltyp für Sie passen.


3. Wickelmantel

Der Wickelmantel ist mit seiner unstrukturierten, weichen Silhouette ein sehr femininer Mantel.

Der Wickelmantel ist mit seiner unstrukturierten, weichen Silhouette ein sehr femininer Mantel.

Der Wickelmantel wird auch oft als Mantel im Bademantel-Stil bezeichnet. Stilgebend ist dabei, dass die beiden Vorderteile einfach locker übereinander gelegt und mit einem Bindegürtel geschlossen werden – eben wie bei einem Bademantel. Solche Mäntel gibt es mit großen Schalkragen ebenso wie mit Reverskragen. Sie haben meist eine großzügigere Weite, die durch den Gürtel eingehalten wird. Dadurch und durch ihre sonstige Schlichtheit erhalten sie eine sehr weiblich-weiche Optik.

Der Wickelmantel ist das feminine Pendant zum Trenchcoat und die weichere, unstrukturiertere und damit weniger strenge Variante des Blazermantels. Androgyne Frauen, wie der H-Figurtyp, werden damit weiblicher, kurvige Frauen akzentuieren ihre femininen Formen. Aber Vorsicht: Die gewickelten und vom Gürtel zusammengehaltenen, weiteren Stoffbahnen tragen in der Körpermitte etwas auf! Und Sie sollten aufpassen, dass die Schließung vorne so dicht ist, dass sie sich nicht ständig lockert und nicht zu viel kalte Luft eindringen kann.


4. Redingote

Der Redingote ist der ideale Begleiter für alle Frauen, die mehr Volumen am Unterkörper und eine kurvigere Silhouette benötigen.

Der Redingote ist der ideale Begleiter für alle Frauen, die mehr Volumen am Unterkörper und eine kurvigere Silhouette benötigen.

Der Redingote ist ein ehemaliger Reitmantel (Das ursprünglich englische “riding coat” wurde von den Franzosen falsch ausgesprochen und bürgerte sich als neue Bezeichnung für diesen Manteltyp ein). Folglich ist er oben wie ein Blazer geformt, während er nach unten hin weit schwingend ausläuft. Auch den Redingote gibt es in vielen Varianten, mit und ohne Taillennaht, mit und ohne Gürtel, mit größerer und kleinerer Saumweite, ein- oder zweireihig geknöpft, mit kurzem oder mittlerem Revers und vieles mehr.

Er eignet sich besonders für Frauen, die oben zierlich und am Unterkörper etwas kräftiger gebaut sind, wie beim A-Figurtyp. Dieser achtet darauf, dass auffällige Details (zweireihige Knöpfung, Schulterriegel oder ähnliches) ausschließlich am Oberkörper zu finden sind, während der Unterkörper schlicht gehalten ist. Aber auch Frauen mit einer geraden Taille wie beim H-Figurtyp, die mehr Schwung in ihre Silhouette bringen möchten, können zum Redingote greifen. Der klassische Schnitt ohne Taillennaht oder Gürtel, mit seinen langen, nach unten weiter auslaufenden, geschwungenen Wiener Nähten kann auch dazu dienen, eine stärkere Schulterpartie auszugleichen, wie dies beim Y-Figurtyp der Fall ist. Allerdings sollte die Frau mit Y-Figur sehr groß und der Mantel sehr lang sein, damit der weite Saum und die langen vertikalen Linien ihre Wirkung entfalten können. Für eine Frau mit O-Figur ist diese Silhouette leider gar nicht geeignet – es sei denn, Sie verlegen die Taillennaht nach oben, in den Unterbrustbereich und machen daraus einen Mantel in Empire-Linie….


5. Dufflecoat

Der Dufflecoat ist ein lässiger Freizeit-Mantel, der vor allem Frauen mit zierlichem Oberkörper steht.

Der Dufflecoat ist ein lässiger Freizeit-Mantel, der vor allem Frauen mit zierlichem Oberkörper steht.

Der Dufflecoat erhielt seinen Namen durch den typischen Wollstoff, der in einer Stadt namens Duffel in Belgien produziert wurde. Die prägenden Kennzeichen dieses Manteltyps sind eine Kapuze und Knebelverschlüsse, aber auch sein etwas kürzerer Saum, so dass er fast wie eine Jacke wirkt. Dieser Manteltyp kommt ebenfalls aus der Männermode – wahrscheinlich eine Mischung aus polnischen Einflüssen und der Mönchskutte – und eignet sich ausschließlich für legere Anlässe.

Für sportlich-lässige Frauen, die eher kleiner sind, einen zierlicheren Oberkörper haben und gerne verspielte Details am Oberkörper tragen, ist ein Dufflecoat eine gute Wahl. Die Kapuze gibt den Schultern viel Gewicht – schlecht für den Y-Typ. Insgesamt hat der Dufflecoat eher einen kindlich-jugendlichen Esprit – das wiederum ist Typ- und Geschmackssache. Beim Aufbau einer Basisgarderobe würde ich dieses Modell nicht als ersten oder einzigen Mantel empfehlen, da er zu wenig variabel einsetzbar ist.

Na, war Ihr Favorit schon dabei? Noch nicht? Dann dürfen Sie den nächsten Beitrag nicht verpassen. Dann geht es um die folgenden Manteltypen: Daunenmantel, Cape, Mantel in H-Linie, Mantel in A-Linie und Mantel in O-Linie (Egg Shape). Zudem erfahren Sie weitere Tipps zur richtigen Mantellänge, zum neuen Oversize-Trend und was Sie beim Aufbau Ihrer perfekten Mantel-Ausstattung noch so bedenken sollten.

Also, bleiben Sie dran!

Hinweis: Der zweite Teil des Mantel-Ratgebers wird voraussichtlich am 31. Oktober erscheinen. 

41 Kommentare

  1. Hi Stephanie

    wie schön, diese Woche gleich zwei so tolle Artikel lesen zu können.
    Über Mäntel habe ich mir bisher noch nie viele Gedanken gemacht – zu Schade, wie ich gerade gemerkt habe 😉 Bisher nenne ich “nur” einen Dufflecoat mein eigen, was für mich ideal ist, da ich 18 bin und eine Mischung aus A- und X-Figur habe. Der hält zwar sicher noch drei Jahre, aber ich kann mir ja jetzt schon Überlegen, was ich mir dann für einen hole.
    Auf jeden Fall bin ich schon sehr auf den zweiten Teil gespannt 🙂

    LG Anne
    PS Vielen Dank für den lieben Antwortkommentar 🙂

    • Modeflüsterin

      Liebe Anne,

      da ich jetzt weiß, dass Du erst 18 Jahre alt bis – darf ich Du sagen?
      Mit einem Dufflecoat liegst Du in Deinem Alter nie verkehrt – obwohl Du die jugendliche Ausstrahlung diese Klassikers ja noch nicht nötig hast 😉 Und da es sicherlich auch noch nicht so viele Business-Termine gibt, kannst Du damit noch ein paar Winter gut überstehen. Viel Spaß weiterhin damit!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Hallo liebe Modeflüsterin,

    vielen Dank für Ihre wertvollen Tipps! Bin als X-Typ stolze Besitzerin eines schwarzen Trench-Coats, der meine X-Kurven ideal unterstreicht und mich seriös wirken lässt 😉 Für die legere Variante zu Jeans trage ich ihn gerne offen mit einem schönen Schal, Tuch oder einer hübschen, auch manchmal etwas auffälligeren Kette.

    Meine neueste Errungenschaft ist ein weinroter Strickwickelmantel – und ja, er trägt gebunden in der Körpermitte auf, das sollten X-Typen wirklich beachten! Offen streckt er und wirkt wunderbar lässig und trotzdem feminin. Ideal um mit dem Hund einen schönen Herbstspaziergang zu unternehmen!

    Was mich interessieren würde ist Ihre Meinung zum Parka-Trend! Sie sind zwar parktisch und casual, aber als ich neulich ein dunkelblaues Model anprobierte war das ein Schock: ich bin doch nicht das Michelin-Männchen! Was gibt es hier also zu beachten?

    Liebe Grüße,
    Barbara

    ps: Ich lese ihren Newsletter mit Begeisterung und klicke mich immer wieder gerne durchs Archiv! 🙂

    • Modeflüsterin

      Liebe Barbara,

      herzlichen Dank für Ihr Feedback! Mit einem weinroten Strick-Wickelmantel sind Sie sicherlich bestens angezogen – auch wenn ich es wahrscheinlich mit einem offenen Mantel draußen nicht aushalten würde…. Und Ihren schwarzen Trenchcoat werden Sie noch viele, viele Jahre gerne tragen – herrlich! Ich habe auch einen und fühle mich darin immer gut angezogen 🙂

      Zu Ihrer Frage: Parka ist nicht gleich Parka. Heute gibt es so viele verschiedene Ausführungen, dass Ihre Frage leider so pauschal nicht zu beantworten ist. Aber: Wenn der besagte Parka große, aufgesetzte Taschen hat, trägt das auf. Ebenso lässt ein Tunnelzug die Taille kräftiger erscheinen, da die Stoffweite an dieser Stelle gerafft und aufgebauscht wird. Die Taillierung entsteht also nicht durch den Schnitt – dieser ist meist ganz gerade und weit -, sondern durch die Raffung. Das trägt auf. Und last but not least wird der klassische Parka auch noch am Saum gerafft, so dass am Unterkörper eine O-Form entsteht. Mit einer schlanken Linie hat das wenig zu tun… 😉
      Wenn Sie also einen Parka oder eine parka-ähnliche Jacke kaufen wollen, sollten Sie auf die Silhouette achten und solche auftragenden Details weglassen. Dann ist die Jacke allerdings kein klassischer Parka mehr. Dann ist es wahrscheinlich einfach eine Wetterjacke in einem wetterfesten Material und einem Schnitt, der Ihnen steht – als X-Frau ist es für Sie immer besser, zu körpernahen Schnitten zu greifen, die Ihren natürlichen Kurven folgen. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg beim Finden Ihrer perfekten Jacke!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Susanne

        Liebe Stephanie,

        den Beitrag habe ich (natürlich! 🙂 )schon bei Erscheinen gelesen, die Kommentare allerdings erst jetzt. Und wieder mal bekomme ich “so ganz nebenbei” eine Erleuchtung!

        Ich habe eine kurze sportliche schwarze Jacke, die ich mit einem Tunnelzug “auf Taille” gezogen und mich trotzdem immer irgendwie “pummelig” darin gefühlt habe. Und nun lese ich Ihren Hinweis bezüglich Parka und Tunnelzug und habe die Erklärung. 🙂

        Ich kann mich gar nicht oft genug bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie uns an Ihrem Wissen in so anschaulicher Weise teilhaben lassen.

        Ganz herzliche Grüße
        Susanne

        • Modeflüsterin

          Liebe Susanne,

          das freut mich sehr, dass Sie jetzt mehr Klarheit gewonnen haben! Wenn Sie sich in der Jacke nicht toll finden und nicht absolut wohl fühlen, sollte sie wohl nicht besonders lange in Ihrem Kleiderschrank bleiben…
          Allerdings habe ich auch eine Wetterjacke (die ein bisschen rockig ist, was mir sehr gefällt!), von der ich weiß, dass sie mich kräftiger erscheinen lässt (Brust- und Hüft-Klappentaschen, verstärkte Schultern etc.), die ich aber dennoch heiß und innig liebe. Für die Übergangszeit habe ich noch keine bessere Freizeit-Jacke für mich gefunden und daher darf sie bleiben. Ich finde, es muss nicht immer alles um jeden Preis figur-optimiert sein, solange man sich wohl fühlt.

          Liebe Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          • Susanne

            Liebe Stefanie,

            solche Wohlfühlteile, die nicht 100% figur-optimiert sind, habe ich natürlich auch im Schrank. Und ich finde, wie Sie, dass sie durchaus ihre Berechtigung haben. 🙂

            Aus dem selben Grund (im Hinblick auf die Farboptimierung) möchte ich mal eine olivfarbene Jacke oder Bluse (im Parka- oder Safaristil) probieren. Oliv ist für uns Winter ja wahrlich nicht toll, aber ein kräftigeres, nicht zu gelbstichiges Oliv gefällt mir einfach gut.
            Bei der Anprobe gibt es dann ja eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Entweder sieht es wirklich ganz schrecklich an mir aus, oder aber einigermaßen “tolerabel”. Ich bin gespannt. 🙂

          • Modeflüsterin

            Liebe Susanne,

            dann bin ich auch mal gespannt…. Je mehr das Grün in Richtung Tannengrün geht, desto besser wird es sein. Kombinieren können Sie es wahrscheinlich am besten mit Weiß oder Schwarz. Dunkelblau und einen Spritzer Zitronengelb könnte auch gehen. Viel Glück!

            Liebe Grüße von
            Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Hallo Stephanie,
    Schon wieder so ein toller, informativer Artikel, ich freue mich schon auf den 2. Teil.

    Von den hier vorgestellten trage ich nur die ersten beiden Arten, Trenchcoat und Blazermantel.

    Der Wickelmantel ist mir zu voluminös und erinnert mich in der Tat zu sehr an einen Bademantel, obwohl ich ihn an anderen mitunter schon chic finde.
    Der Redingote gefällt mir auch gut, ebenso der Dufflecoat: Ein wunderschöner Klassiker, ich habe gerade für meine jüngste Tochter einen in Dunkelblau gekauft, und auch Schülerinnen/Studentinnen, die den Preppy Style lieben, sind damit gut beraten.

    Ich bin schon gespannt auf die Wintermäntel!
    Liebe Grüße,
    Claire

    • Modeflüsterin

      Liebe Claire,

      ich glaube wirklich allmählich, dass sich der Inhalt unserer Kleiderschränke sehr ähnlich ist… 😉

      Mit dem Wickelmantel haben alle Frauen ein Problem, die in ihrer Kleidung mehr Struktur brauchen. Dafür ist für diese Frauen der Blazermantel etwas zu streng. Das ist eine Frage des Stil-Typs. Ich bin auch eher der Blazermantel- als der Wickelmantel-Typ und kann Sie daher gut verstehen. Und ein Dufflecoat sieht an jungen Frauen immer sehr putzig und adrett aus (mir gefällt das Wort “adrett” in diesem Zusammenhang übrigens sehr gut – es ist so schön altmodisch, beschreibt aber einen gepflegten, geordneten, etwas frechen Stil sehr treffend und ist vielleicht sogar mit “preppy” gleichzusetzen?).
      Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Wintermantel-Outfits bei Countess Claire, die es ja sicherlich demnächst geben wird 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Hallo und guten Abend!

    Wieder einmal sehr informativ dieser Artikel! Mir war z.B. der Unterschied zwischen Blazermantel und Redingote gar nicht bewusst!

    Ich besitze einen dunkelgrauen und einen beigen Sommer-Trenchcoat, einen dunkelblauen superlangen Daunenmantel, einen dunkelblauen schlichte Wollwalkmantel ganz ohne Revers mit nur einem Knopf und noch einen antrazith farbenen Wollmantel.

    Gibt es bei der Mantellänge etwas zu beachten? Länger als der Rock, gleich lang oder ist sogar kürzer erlaubt? Wenn ja, wie viel höchstens/ mindestens?
    Passen Chinos eigentlich zu Mänteln? Wie kann ich diese kombinieren?

    Bin schon gespannt auf Teil 2!

    Danke für die vielen Newsletter in letzter Zeit! Habe Sie bereits oft weiterempfohlen und schon des Öfteren über Ihre Themen diskutiert! Sehr ungewöhnlich heutzutage in diesem kurzlebigen Emailzeitalter, wie ich finde!

    Viele liebe Grüße,

    Lisbeth

    • Modeflüsterin

      Liebe Lisbeth,

      vielen, vielen herzlichen Dank für Ihr tolles Feedback und die Weiterempfehlung! Das freut mich sehr!

      Zu Ihrer Frage: Früher galt es als feste Regel, dass der Mantel immer den Rock- bzw. Kleidersaum bedecken sollte. Aber nachdem sich sogar die jungen europäischen Prinzessinnen nicht mehr stringent an diese Regel halten, müssen Sie es auch nicht mehr unbedingt tun. Der moderne Lagenlook macht wirklich alle Variationen möglich. Das macht die Entscheidung für Sie natürlich nicht leichter. Als Faustregel würde ich folgendes beachten: Wenn die Säume nicht gleich lang sind, sollte der Unterschied zwischen Saumlänge des Rocks und des Mantels mindestens eine Handbreite oder mehr betragen. Sie können heute einen Mantel sogar zum Minirock tragen oder einen Kurzmantel zum Maxirock – im Prinzip ist alles möglich. Nur diese knapp unter dem Mantel hervorblitzenden Säume sind nicht schön, denn sie sehen so aus, als hätte man bei der Zusammenstellung des Outfits nicht richtig aufgepasst…
      Und zu Ihrer zweiten Frage: Chino-Hosen sind Freizeithosen mit sportlich-maskuliner Ausstrahlung. Es passen folglich alle Mäntel und Jacken des gleichen Stils besonders gut dazu. Ganz einfach 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Liebe Modeflüsterin,
    danke, dass Sie für diesen Beitrag meine Anregung aufgegriffen haben! 🙂 Ich freue mich auf Teil 2…
    Viele Grüße
    Irma

    • Modeflüsterin

      Liebe Irma,

      das mache ich gerne! Für Themenvorschläge bin ich immer offen. Nur dauert es halt manchmal eine Weile, bis ich sie umsetzen kann. Und ich kann leider nicht immer alle Wünsche meiner Leserinnen umsetzen. Dann müsste ich Bloggen zu meiner Vollzeit-Beschäftigung erklären… Wenn mich jemand dafür bezahlen würde – ich würde es sofort tun 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Liebe Stephanie,

    bin gespannt auf Teil 2.
    Von den hier vorgestellten Mänteln passt keiner so recht für mich. Für den Trench bin ich zu klein (und wenn man alle Details weg lässt, ist es kein Trench mehr), Blazermäntel passen im Stil nicht (und sitzen nicht, aber das könnte ja eine Maßanfertigung lösen), dem Redingote (Danke, dass ich diesen Namen lernen durfte) stehen mein Busen und Bauch im weg. Den Dufflecoat mag ich sehr und habe einen mit sehr dezentem Riegeln, aber optisch optimal geht anders.
    Jetzt setzte ich alles auf die A-Form im nächsten Beitrag 😉 und trage ansonsten auch gerne Parkas, die mit etwas Tailenführung durchaus figurfreundlich sein können. Und alle meine Mäntel haben Kapuzen 🙂
    Herzliche Grüße sendet Dir
    Ines

    • Modeflüsterin

      Liebe Ines,

      auf den Mantel mit A-Linie kannst Du Dich tatsächlich freuen… Ich glaube auch, dass das Deine Lieblings-Silhouette werden könnte. Der Parka kommt in meiner Auflistung nicht vor – ich stufe ihn als Jacke ein (der durchaus in der entsprechenden Länge auch wie ein Mantel wirken könnte…). Oder siehst Du das anders?
      Ich liebe ebenfalls Kapuzen an Freizeitkleidung – auch wenn so manche sagen, das sei im fortgeschrittenen Alter albern. Finde ich gar nicht, wenn man ein lässiger, sportlicher Typ ist. Kapuzen haben zudem einen großen Vorteil: Sie geben den Schultern mehr Gewicht, so dass darunter alles andere etwas schlanker wirkt – dieser Effekt ist nicht zu verachten 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Liebe Stephanie,
        freut mich, dass Du auch Kapuzen magst. Ich finde, die können durchaus auch sportlich-edel wirken, z.B. an Kaschmirpullis oder eben den Winter-Tuchmänteln. Meinen von Gil Bret trage ich in diesem Winter dann in der 4. Saison – hat also für mich persönlich auch etwas zeitloses.

        Was Parkas angeht, stimme ich Dir zu. Es sind eigentlich keine Mäntel, sondern lange Jacken. Nur, weil ich klein bin, sind lange Jacken und Kurzmäntel bei mir oft ähnlich lang und deshalb haben Parkas für mich persönlich etwas mantelliges, auch wenn es Jacken sind.

        Was die Mantellängen zu Röcken angeht, stimme ich Dir auch zu. Entweder verschwindet der Rock oder guckt deutlich heraus. Alles andere sieht unschön aus. Wobei ich es am schönsten finde, wenn der Rock nicht zu sehen ist. Wenn man dann keine Stiefel trägt, wirken allerdings schlanke Waden an fülligen Frauen leicht etwas storchenbeinig, Na ja, wenigstens etwas, das dann schlank wirkt 😉

        Einen schönen Abend wünscht Dir Ines

  7. Hallo liebe Stephanie,
    ich liebe Mäntel 🙂 von denen, die Du hier genannt hast, habe ich den Trench. Bei meinen anderen Mänteln bin ich mir ehrlich gesagt, nicht sicher, zu welchem Typ sie gehören. In meinem aktuellen post trage ich auch einen Mantel – den ich hier aber nicht einzuordnen wüsste – vielleicht bringt Dein zweiter Teil Licht in mein Dunkel. Ich bin wirklich beeindruckt, wie umfangreich Dein Wissen ist, und danke Dir, dass Du es mit uns teilst. Einen schönen Abend wünsche ich Dir, herzlicher Gruß Conny … die sehr gespannt auf den zweiten Teil Deiner Mantelreihe wartet.

    • Modeflüsterin

      Hallo Conny,

      habe mir gerade Deinen Mantel angesehen. Ich denke es ist eine Mischung aus drei verschiedenen Mantel-Typen. Der Mantel hat Anleihen von militärischen Mänteln, wie dem Trenchcoat. Der hoch zu schließende zweireihige Knopf-Verschluss und die Ärmel-Riegel kommen aus diesem Bereich. Die äußere Silhouette entspricht am ehesten einem A-Linien-Mantel. Ein normaler A-Linien-Mantel hat jedoch keine Taillierung. Dieses Detail zusammen mit dem ausgestellten Saum könnte auch auf einen sehr kurzen Redingote hinweisen. Du siehst, die modernen Mäntel bedienen sich aus allen möglichen Bereichen 😉

      Das Allerwichtigste ist jedoch: Er steht Dir gut!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Liebe Stephanie
    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich freue mich schon auf Teil 2. Ich besitze zwei stark taillierte Mäntel und einen Trenchcoat. Alle enden über dem Knie. Meine Röcke enden (altersbedingt) alle unterhalb des Knies. Ich bin doch sehr verunsichert (oder festgefahren) und tendiere dazu, über den Röcken meinen alten, sehr langen Blazermantel zu tragen.
    Aber – ich bin lernfähig!
    Liebe Grüsse
    Maggie

    • Modeflüsterin

      Liebe Maggie,

      ich denke – Trend hin oder her – in erster Linie sollten Sie sich doch mit Ihrem Look wohl fühlen! Wenn Sie also eher der konservative, klassische Typ sind und gerne “korrekt” angezogen sind, dann sind Mäntel, die den Rock bedecken, nie verkehrt. Falls Sie gerne modische Experimente wagen, dann sollten Sie Ihre Saumlängen variieren, jeweils ein Foto in den Looks machen und dann entscheiden, was Ihnen am besten an sich selbst gefällt.

      Für Ihren Test können Sie die Säume von Röcken und Mantel auch vorübergehend mit Stecknadeln hochstecken und Röcke unter dem Mantel bis auf die Hüften herunterrutschen lassen, um verschiedene Längen und Proportionen auszuprobieren. Wünsche viel Spaß und neue Erkenntnisse dabei!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Liebe Stephanie
        Herzlichen Dank für Ihre Antwort! Den Test habe ich gleich gemacht – hier das Resultat:

        Versuch mit leicht tailliertem Trenchcot, Länge oberhalb Knie und stark taillierter Redingote, Länge oberhalb Knie

        Trenchcoat mit geradem Rock
        Guckt eine Handbreit hervor = OK. Mehr = englische Gouvernante aus einem alten Film…
        Redingote mit geradem Rock
        Guckt eine Handbrei hervor = OK. Mehr = no go
        Trenchcoat mit Bahnenrock A-Linie
        Guckt hervor = geht gar nicht
        Redingote mit Bahnenrock A-Linie
        Guckt eine Handbreit hervor = geht, fühle mich aber nicht wohl.

        Habe auch ausprobiert wie die Mäntel aussehen, ohne dass etwas hervorguckt, leider sehe ich aus wie “herausgewachsen”. Ich bin über 1.70 gross und trage Kleidergrösse 42.

        • Modeflüsterin

          Liebe Maggie,

          das ist ja interessant! Klingt, als ob Sie Ihre ideale Saumlänge bzw. Lagen-Look-Kombination gefunden haben. Wenn der Mantel über dem Knie endet, benötigen Sie ein schmales Kleidungsstück, das die Lücke zu Ihrer optimalen Saumlänge unterhalb des Knies füllt. Ein weiter Saum, der unter einem Mantelsaum hervorkommt, geht nicht. Jetzt wäre natürlich noch interessant, ob sich das ändert, wenn Sie unterschiedliche Schuh-Typen tragen…. Und wie ein Mantel in Ihrer optimalen, knie- und rock-bedeckenden Länge aussieht (ohne Lagenlook). Dann wissen Sie es ganz genau 🙂

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          • Liebe Stephanie
            Gesagt – getan:
            Mit drei Schuharten, alle flach (weil ich nie Absätze trage), probiert. Strümpfe in gedeckter Farbe. Mäntel oberhalb Knie, Rock immer je eine Handbreit hervorschauend:
            Ballerina, Trenchcoat: gut
            Ballerina, Redingote: gut
            Halbhoher Schnürstiefel elegant, Trenchcoat: gut
            Halbhoher Schnürstiefel elegant, Redingote: sehr gut
            Hoher Stiefel (Typ Reitstiefel), Trenchcoat: nicht optimal
            Hoher Stiefel (Typ Reitstiefel), Redingote: nicht optimal
            Diese “halbhohen” passen wohl so gut zu mir, weil ich von den Proportionen her “zu kurze” Oberschenkel und “zu lange” Unterschenkel habe.
            Jedenfalls steht nun auf meiner langfristigen Shoppingliste ein langer Daunenmantel der eleganten Art. So kann ich meine geliebten Röcke auch bei grosser Kälte tragen, ohne zu frieren und ohne viel zu überlegen :-).
            Herzliche Grüsse
            Maggie

          • Modeflüsterin

            Liebe Maggie,

            Sie sind meine Heldin! Mit welcher Akribie und Disziplin Sie zu den für Sie passenden Lösungen kommen, ist wirklich beeindruckend!

            Es grüßt Sie sehr herzlich
            Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. Liebe Stephanie!

    Danke für die ausführlichen Erläuterungen zu meinen Fragen! Sie haben mir wirklich weitergeholfen, vor allem, weil meine Mäntel gerade eben etwas kürzer als meine Röcke sind, ich die Röcke aber in Zukunft etwas länger tragen möchte (schmalste Stelle unterm Knie). Da komme ich mit einer Handbreite recht gut hin!

    Wahnsinn, ich habe mich schon gefragt, ob man als Blogger/in x Cent pro Seitenaufruf von irgendeinem Domainanbieter oder so (entschuldigt, ich kenne mich da so gar nicht aus) erhält. Wenn dem nämlich so wäre, wären Sie sicher schon Millionärin ;-)! Sollten Sie all Ihre Tipps mal in einem Buch raus bringen – kauf ich’s bestimmt!

    Im Speziellen die Leserinnenfragen samt Ihren Antworten sind alle auch sehr lesenswert!

    Bis bald,

    Lisbeth

    • Modeflüsterin

      Liebe Lisbeth,

      Danke! Sie sind ja ein Schatz! An der Millionärin arbeite ich noch… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Hi Stephanie,

    für mich zählt bei der Mantelwahl “hauptsache lang”, was mich nämlich schon seit Jahren nervt ist die Dominanz der so sogenannten “Kurzmäntel” (ich persönlich nenne übrigens alles, was nicht wenigstens in Knienähe endet “Jacke” – und nicht Mantel!) in den Geschäften. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich sehr hochgewachsen bin, in einem langen Mantel also nicht “untergehe”.

    Lg, Annemarie

    • Modeflüsterin

      Hallo Annemarie,

      als große Frau kann ich es gut verstehen, dass Du lange Mäntel bevorzugst – passt ja auch hervorragend! Ich bin auch recht groß und habe beides im Schrank, Midi-Länge und bis etwas oberhalb der Knie. Ich finde, die meisten Frauen haben zwei ideale Mantellängen, die gut zu ihren Proportionen passen. Bei kleineren Frauen sind es dann tatsächlich Kurzmäntel oder kürzere Jacken 😉
      Ich glaube, was nun genau ein Mantel und was eine Jacke ist, da sind sich die Designer selbst nicht immer ganz einig. Zumal es sowohl typische Mantel-Schnitte als Jacken und typische Jacken-Schnitte in Mantellänge gibt… Und was bei einer kleineren Frau der Kurzmantel ist, ist bei einer größeren Frau schon die Long-Jacke. Es bleibt spannend!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  11. Lady Petite

    Liebe Modeflüsterin,
    vielen Dank für den schönen und Informativen Blogbeitrag.
    Ich hätte da aber eine Frage. Bestimmte Details kennzeichnen einen Trenchcoat. Dazu gehören auch die schrägen Taschenklappen. Ich habe mich auch damit beschäftigt, insbesondere, weil ich einen Trenchcoat selbst nähen möchte.
    Ich habe überlegt, ob ich die Taschenklappen schräg (wie im Original) oder wie in meinem Schnittmuster, senkrecht, nähen soll. Als eine Kurzgröße (160cm) und X-Figur habe eher gedacht, dass die senkrecht angesetzten Taschenklappen mich stecken und die, wie im Original, schrägen die Hüften breiter machen.
    Bitte könnten Sie mir erläutern, wieso die Schrägen die Hüfte schmalen machen? Auf vielen Fotos wirkt es eher breiter (ähnlich A-Line). Vielen Dank, dann dann würde ich es doch in mein Mantel einarbeiten.
    Schönen Abend, Lady Petite.

    • Modeflüsterin

      Liebe Lady Petite,

      da habe ich mich wahrscheinlich nicht präzise genug ausgedrückt. Schräge Taschen machen schlanker als horizontale Tascheneingriffe, die man sehr häufig an Mänteln antrifft, wenn sie aufgesetzte Taschen haben. Ganz vertikal angebrachte Taschen – insbesondere ohne Klappen – sind noch figurfeundlicher als schräge Exemplare. Und als kleine Frau ist jede vertikale Linie für Sie ohnehin Gold Wert 😉 Also: Mit Ihrem Plan liegen Sie genau richtig!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. Hallo Stephanie,

    endlich habe ich die Zeit mir den Mantelratgeber genauer anzusehen und mir sind natürlich – wie auch sonst – einige Fragen durch den Kopf gegangen. Welche Blazertypen stehen wem – was sind die Effekte der verschiedenen Revers – aufsteigend, absteigend, breit, schmal, tief. Dann: wie sieht es mit den Effekten der Taschenapplikationen aus. Diese Dinge werden in dem Post angesprochen, aber vielleicht machst Du mit den Infos mal einen eigenen.

    Zu dem Redingote: Du schreibst, dass dieser für den A-Typ geeignet ist, aber nicht für O. Wie sieht es dann aus, wenn man ein gerundeter A-Typ ist – also A-Typ mit Bauch? Genauso mit der H-Linie – die ist wohl für einen gerundeten A-Typ nicht die erste Wahl, oder?

    Aber ich weiß, dass Du Dir für jeden Beitrag was tolles einfallen lässt und ich freue mich über jeden einzelnen Beitrag und sehne den nächsten schon herbei!

    LG
    Lee

    • Modeflüsterin

      Liebe Lee,

      erst einmal wieder herzlichen Dank für Deine Themen-Inspirationen! Ist notiert 😉
      Zum Thema Mantelform: Eine H-Linie würde den A-Typ zu kastig wirken lassen und seine Vorzüge verdecken. Auch wenn ein A-Typ etwas Bauch hat, sollte er auf eine leichte Taillierung nicht verzichten. Das schafft beispielsweise ein leicht taillierter Blazermantel, aber auch ein Redingote, wenn die Taille etwas höher gesetzt ist und auch ein Mantel mit ganz leichter A-Form, die aber erst ein Stückchen unterhalb der Brust anfängt. Da muss Frau nur ein bisschen mehr suchen, bis sie das Richtige findet…

      Jetzt aber erst einmal schöne Weihnachtstage und bis im Januar wieder!
      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  13. Liebe Stephanie,

    vielen Dank für Deine Antwort – ich bin mal meine Blazer durchgegangen – und ein gerade geschnittener macht mich noch breiter als ein leicht taillierter – Du hast mal wieder recht.

    Ich wünsche Dir auch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Ich liebe Deinen Blog weil Du nicht nur Outfits zeigst, sondern so viel erklärst – was ist gut und warum ist das gut! Nachdem mir die Posts bisher so gut geholfen haben – freue ich mich schon auf weitere!

    Danke, dass Du meine Themenvorschläge mit aufnimmst – nachdem ich den tollen Post mit den Ausschnitten gelesen hatte und jetzt diesen hier mit den Mantelformen – kamen mir nämlich sofort wieder die Kragenformen in den Sinn – denn da habe ich auch absolut keine Ahnung. Daher musste ich Dir auch gleich schreiben – sonst vergesse ich es nämlich.

    Ganz liebe Grüße und vielen Dank für Deine tolle Arbeit

    Lee

    • Modeflüsterin

      Liebe Lee,

      freut mich, dass ich Dir weiterhelfen konnte!
      Deine Themen-Vorschläge sind hier immer willkommen, auch wenn ich – wie ja bereits gesagt – nicht weiß, wie ich all die tollen Themen zeitlich umsetzen kann. Aber dazu ist ja hoffentlich im nächsten Jahr noch genug Zeit 🙂

      Einstweilen herzliche und schon unglaublich weihnachtlich gestimmte Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  14. Hallo Stephanie,

    ich hoffe Du machst noch JAHRE weiter mit Deinem tollen Blog! Dann hast Du genug Zeit die Themen umzusetzen. 😉

    LG
    Lee

    • Modeflüsterin

      Liebe Lee,

      das will ich doch hoffen ;-))

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  15. Hallo. Klasse Tipp. Meine Frage: Kann ich zu einem mindestens knielangen Mantel (Leder) einen Lederrock tragen? Oder passt auch ei kurzer Lackrock dazu? 2. FRAGE: Kann Frau dazu auch Ueberkniestiefel aus Leder dazu tragen? Danke. U.

    • Modeflüsterin

      Liebe Ute,

      also…. im Prinzip ist das alles eine Frage der Kombination, der Lederqualität und der richtigen Dosis – und natürlich des Stil-Typs. Da sowohl ein Ledermantel, als auch ein Lackrock und Overknee-Stiefel jeweils für sich alleine eine sehr starke Stil-Aussage haben, würde ich dazu plädieren, diese Teile für sich sprechen zu lassen und sie mit zurückhaltenderen Kleidungsstücken oder mit neutralen Basics zu kombinieren.
      Die einzige Kombination, die ich mir vorstellen könnte, wäre ein Lederrock mit Ledermantel – solange es kein Glattleder ist oder zumindest ein Teil davon aus Wildleder oder mit matter Oberfläche gearbeitet ist. Ein absolutes “No-Go” wäre für mich der Lackrock mit Overknee-Stiefeln – da kommen doch zu sehr Assoziationen des “Gewerbes” auf. Und eine Kombi aus knielangem Ledermantel und Overknee-Stiefeln wäre für mich zu nahe an “Lederstrumpf” 😉 Aber: Wenn ich beispielsweise an einen extremeren Hippie-Look denke, könnten Overknee-Stiefel zur Skinny-Jeans und dazu ein Lammfellmantel durchaus ansehnlich sein. Wichtig für mich wäre die Leder-Qualität. Wenn in einem Look sehr viel Leder verarbeitet wird, sieht es immer stilvoller aus, wenn das Leder von hoher Qualität ist.
      Das sind natürlich meine eigenen ästhetischen Vorlieben, wenn es darum geht, stilvoll, erwachsen und seriös auszusehen. Grundsätzlich ist in der Mode ja alles machbar, was gefällt – solange Sie sich wohl fühlen und die Reaktionen Ihrer Umwelt in Kauf nehmen…

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  16. Hallo, gerade richtig bin ich auf Ihre Seite gestoßen, denn ich habe mir einen langen Daunenmantel bestellt, ziemlich gerade geschnitten, nur ein klein wenig tailliert und bin mir wegen der Länge nicht ganz sicher.
    Ich bin 70 Jahre alt, 1,60m groß und wiege 58kg.
    Der Mantel endet ca 2 Hand breit unter dem Knie.
    Was meinen Sie, ist das iO? oder sollte ich einen kürzeren wählen?
    Viele Grüße
    Barbara

    • Modeflüsterin

      Liebe Barbara,

      also wenn Ich ehrlich sein soll: Für eher kleinere Frauen ist so viel Volumen und zusätzlich eine längere Saumlänge meist überwältigend. Aber: Wenn es darum gehen soll, Sie warm zu halten und wenn Sie den langen Mnatel mit Schuhen mit Absatz kombinieren (Ich sehe da schön schmale Stiefel mit schmalerem Blockabsatz vor meinem inneren Auge), können Sie das etwas ausgleichen. Mit flachen Schuhen wäre natürlich ein Daunenmantel in knie-umspielender Länge besser für eine kleinere Statur – zumindest eine sichere Option.
      Ich wünsche Ihnen, dass Sie die richtige Entscheidung treffen und bin sicher: Das klappt 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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