Outfit-Analyse: Das Dilemma des Y-Figurtyps mit kurzen Beinen

Dieses Outfit besitzt einige raffinierte Details, um die Proportionen der Y-Figur mit kurzen Beinen optisch auszugleichen.

Dieses Outfit besitzt einige raffinierte Details, um die Proportionen der Y-Figur mit kurzen Beinen optisch auszugleichen.

Geht Ihnen das auch so? Wenn ich mich mit bestimmten Themen beschäftige, sehe ich meine Umwelt plötzlich mit anderen Augen. Gerade habe ich über Frauen geschrieben, die einen langen Oberkörper und kurze Beine haben. Da fiel mir ein Foto auf, das eine bekannte Mode-Designerin in einem Outfit zeigt, das gleich aus mehreren Gründen bemerkenswert ist. Die Dame ist ein Y-Figurtyp und hat – anders als viele ihrer Artgenossinnen – etwas kürzere Beine. Die Herausforderung dabei: Viele Fashion-Tipps, die einen längeren Oberkörper optisch ausgleichen, sind für eine Frau mit Y-Figur und kurzen Beinen kaum umsetzbar. Denn viele dieser Tipps würden die breiten Schultern, den stärkeren Brustbereich und die gerade Taille dieses Figurtyps zusätzlich betonen. Da ich aber davon ausgehe, dass ein Mode-Profi genau weiß, was er bzw. sie tut, lohnt ein näherer Blick auf das gezeigte Outfit. Und tatsächlich: Meine Outfit-Analyse fördert so manche interessante Erkenntnis zutage.

Eine schmale, hüftig geschnittene 7/8-Hose macht die Beine kürzer, aber…

Die Designerin wählt eine schmale, hüftig geschnittene Hosenform und lenkt den Blick mit einem auffälligen Muster nach unten, weg von ihrem kräftigeren Oberkörper und hin zu ihren schlanken Beinen. Damit macht sie als Y-Figurtyp eigentlich alles richtig, wäre da nicht die Tatsache, dass dieser Look die kurzen Beine noch kürzer erscheinen lässt. Die Taille der Hose einfach nach oben zu verlegen, funktioniert beim Y-Typ leider nicht. Der Fashion-Profi weiß sich aber zu helfen: Sie trägt zur engen 7/8-Hose einfach Peep-Toe-Booties in einem Nude-Farbton, der genau zu ihrem Hautton passt. Während die Absätze der Stiefeletten das Bein verlängern, täuscht der bis zu den Zehenspitzen durchgehende Nude-Ton deutlich längere Beine vor. Apropos Zehenspitzen: Haben Sie bemerkt, wie die rot lackierten Fußnägel den Blick vom Hosensaum, über Knöchel und Rist hinweg, direkt nach unten und am Fuß ganz nach vorne ziehen? So erhöht sich die zurückgelegte vertikale Blick-Strecke und das Auge “denkt” sich das Bein noch länger. Raffiniert!

Tops, die über dem Hosenbund getragen werden, verlängern den Oberkörper zusätzlich, aber…

Ihr T-Shirt lässt die Designerin locker über den Hosenbund fallen. Ganz im Sinne des Y-Figurtyps verlängert sie so die vertikale Linie ihres Oberkörpers und gleicht die Breite von Schultern und Brust aus. Auch sorgt der lockere, gerade Fall des T-Shirts dafür, dass die Taillen-Hüft-Linie nicht mehr exakt zu bestimmen ist. Aber: In der vorderen Mitte wird das Shirt doch in die Hose eingesteckt und diese Stelle sogar mit einem schmalen Gürtel farblich betont. So wird an der äußeren Silhouette eine lange, kaschierende Linie geschaffen, während mittig ein paar Zentimeter Beinlänge hinzugewonnen werden. Dieser Trick funktioniert allerdings nur von vorne…

Weiße Oberteile lassen den Oberkörper noch kräftiger erscheinen, aber…

Eigentlich wird der Frau mit Y-Figur immer abgeraten, am Oberkörper helle oder kräftige Farben zu tragen und den Blick nach unten zu lenken. Eine Frau mit langem Oberkörper wiederum sollte die hellsten Farben ganz oben tragen, um den Blick nach oben zu ziehen. Das weiße T-Shirt in diesem Fall kann beides: Es ist einerseits die neutrale Kulisse für das auffällige Hosen-Muster im Porzellan-Stil, andererseits aber auch ein starker Gegenpart dazu. So entsteht eine Art Balance-Effekt zwischen Ober- und Unterkörper, der dem Outfit seine Ausgeglichenheit verleiht.

Ein weiter Rundhals-Ausschnitt macht die Schultern noch breiter, aber…

Der Y-Figurtyp sollte eigentlich schmale, tiefe Ausschnitte tragen, um den breiten Schultern eine lange vertikale Linie am Oberkörper hinzuzufügen. Die Ausschnitt-Linie des Shirts hingegen ist in etwa genauso breit wie tief. Der Vorteil dieser Ausschnitt-Form ist, dass dadurch im oberen Torso-Bereich eine zusätzliche, breite, farblich getrennte Zone integriert wird. Wenn Sie einmal genau hinsehen, dann liegen zwischen Schritt und Halsansatz der Frau nun insgesamt vier horizontale Farb-Zonen: Hose, Gürtel, Shirt und Dekolleté. In diesem Fall trägt also das Dekolleté dazu bei, die Länge des Torsos weiter zu unterteilen und damit optisch zu verkürzen.

Insgesamt bietet das Outfit ein sehr harmonisches Gesamtbild. Eine Verschiebung von Proportionen ist kaum mehr wahrzunehmen. Weder der breitere Schulter-Brust-Bereich, noch die relativ gerade Taillen-Hüft-Linie oder die kürzeren Beine fallen optisch ins Gewicht. Stattdessen sehe ich einen lässigen und doch trendbewussten, ästhetisch ansprechenden Look. Dieser sieht zwar auf den ersten Blick mühelos und einfach aus, er ist es aber nicht. Ich weiß natürlich nicht, ob die Designerin an all die oben erwähnten Details wirklich bewusst gedacht hat, als sie ihr Outfit zusammenstellte. Auf jeden Fall beweist sie mit ihrem Look, dass auch ein vermeintliches figürliches Dilemma mit dem nötigen modischen Know-how bestens gelöst werden kann. Und ich finde, das ist doch eine sehr beruhigende Tatsache, oder?

Was denken Sie über das gezeigte Outfit? Würden Sie etwas anders machen?

14 Kommentare

  1. Liebe Frau Grupe,
    eine interessante Analyse des Outfits. Ich finde ein gutes Beispiel dafür, dass man sich nicht sklavisch an bestimmte Regeln halten sollte, sondern experimentieren, ausprobieren und kreativ kombinieren kann. Die eine Y-Frau ist vielleicht eher zierlich und die andere etwas athletischer gebaut und jede hat ihre individuellen Vorzüge, die ins Licht gerückt werden können. Eine ähnliche prominente ” Figur” wie man selbst hat, kann eine tolle Inspiration sein. Ihr Artikel hat mir wieder sehr gefallen, Danke und Grüße aus Köln,
    Andrea Busch.

    • Modeflüsterin

      Liebe Frau Busch,

      das freut mich sehr, dass Sie den Beitrag interessant fanden! Ich versuche zwar immer, möglichst einfache und nachvollziehbare Mode-Tipps zu geben, aber leider lassen sich damit nicht alle Einzelfälle abdecken. Wenn ich dann auf besonders “intelligente” Lösungen treffe, bin ich fasziniert und muss diese sofort hier teilen… 😉
      Natürlich immer in der Hoffnung, dass dies auch für meine Leserinnen zu neuen, spannenden Erkenntnissen führt. Denn trotz aller Stilregeln ist es genau so wie Sie sagen: Jede Frau trägt eine einzigartige Schönheit in sich, die es modisch ganz individuell zu akzentuieren gilt.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Liebe Stephanie. Ich bin wieder mal sehr beeindruckt, wie gut du dich auskennst und alles bis ins kleinste Detail plausibel erklären kannst. Ich habe von so was keine Ahnung. Ich kann nur auf meinem Instinkt vertrauen. Sicher liege ich damit nicht immer richtig. Manchmal erkenne ich meine Styling-Fehler bei der Fotoauswertung für meinen Blog. Ich erfasse eher auf Bildern, ob ich was ungünstiges trage als im Spiegel.
    Ich hoffe ja darauf, dass ich hier irgendwann über meinen Typ was erfahren kann. Ich glaube du erwähntest mal ich sei ein X-Typ?! Auf alle Fälle habe ich zwar lange Beine aber mein Oberkörper ist zu kurz. Ich sage es mal direkt, so habe ich immer das Gefühl mein Busen hängt zu tief, obwohl ich versuche das Problem mit einem guten BH auszugleichen. 😉
    Einen lieben Gruß, Cla

    • Modeflüsterin

      Liebe Cla,

      auf Deinem wunderbaren Blog kann jeder sehen, dass Dein Mode-Instinkt grandios ausgeprägt ist und eigentlich keine weitere Theorie braucht 😉

      Wenn Du dennoch hier ein wenig nach passenden Tipps stöbern willst: Unter dem Tag X-Figur gibt es schon eine Menge zu lesen. Für Frauen mit kurzem Oberkörper und langen Beinen wird es irgendwann auch noch etwas hier geben. Ist bereits in meinem Themenplan vermerkt.

      Ich hoffe natürlich, dass Du in der Zwischenzeit auch noch Interessantes hier findest 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Liebe Frau Grupe, was haben Sie einen tollen Blog!
    Ich habe ihn erst vor ein paar Tagen entdeckt und bin absolut begeistert!
    Besonders dieser Beitrag ist eine kleine “Erleuchtung” für mich, da ich mich hier 1:1 wieder finde.
    Mit knapp 1,60 m gehöre ich zu genau diesem Y-Figurtyp. Interessanterweise trage ich gerne eine ähnliche Kombi, aber erst durch die hier gemachte Analyse weiß ich jetzt auch warum ich mich in diesem Outfit super fühle.
    Ich verschlinge die hier genannten Tipps und es kribbelt mir richtig in den Fingern nun endlich meinen Kleiderschrank zu optimieren. Bereits letztes Jahr habe ich mich von gut 30% “Altlasten” befreit und versuche seit dem meinen Stil zu optimieren.
    Nach dem Studium, und nun im ersten richtigen Job war es an der Zeit meine Garderobe zu überarbeiten. Ich kann nun endlich gezielt auch in hochwertigere Stücke investieren. Ich mag es gerne schlicht/klassisch und strebe ein kleines, aber gut abgestimmtes Kleidungs-Depot an.

    Eines interessiert mich besonders: ich laufe ungern in hohen Schuhen (auch wenn ich um ihre proportionsausgleichende Wirkung weiß), sehen Sie eine Möglichkeit auch in flachen Schuhen eine gute kleine Y-Figur abzugeben?

    Viele Grüße.

    • Modeflüsterin

      Liebe Janina,

      ganz herzlichen Dank für Ihr tolles Feedback!
      Nur noch ein Tipp für Ihre Business-Garderobe: Als kleine Y-Figur sollten Sie unbedingt auch das ein oder andere schlichte Tages-Kleid in Ihre Überlegungen mit aufnehmen! So schaffen Sie eine lange vertikale Linie vom Kopf bis zum Rocksaum. Darüber ein dunkleres Jäckchen oder Blazer und schon ist das Büro-Outfit komplett.
      zu Ihrer Frage: Natürlich können Sie flache Schuhe tragen, auch wenn diese sicherlich nicht so optimal sind wie höhere Exemplare… Achten Sie in diesem Fall darauf, dass die Schuhe möglichst weit ausgeschnitten sind, so dass fast schon die Zehen zu sehen sind. Ein Nude-Ton ist immer gut, sofern Sie keine sehr dunklen Haare haben (dann brauchen viele Frauen einen schwarzen “Abschluss” an den Füssen). Und Sie sollten dann auf keinen Fall zu weite Hosenbeine dazu tragen. Vielleicht finden Sie ja relativ flache Schuhe mit einem kleinen 3-cm-Blockabsatz oder einem kleinen Keilabsatz, in denen Sie noch gut laufen können. Selbst 3 bis 5 cm würden schon viel bringen… 😉
      Auf jeden Fall viel Erfolg bei der Zusammenstellung Ihrer neuen, hochwertigeren Basisgarderobe!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Melitta Matousek

    danke dir, liebe Modeflüsterin, für die Tipps für Y-Typen mit etwas kurzen Beinen. Die allgemeinen Y-Typ-Tipps versuche ich schon: oben dunkel, unten hell usw. Hab mir grade die Outfitanalyse der Designerin angesehen – ist cool. Könntest du noch mehr solcher auf die Website stellen? für Business, Freizeit, Festkleidung zB – wäre sehr hilfreich! vg, Melitta

    • Modeflüsterin

      Liebe Melitta,

      das freut mich, dass das Outfit-Beispiel für Sie so hilfreich ist! Sobald ich über geeignete, gut gelungene Kombinationen stolpere, werde ich an Sie und ihre Bitte denken 🙂
      Allerdings ist das nicht ganz so einfach: Denn leider haben viele der heutzutage abgebildeten Damen Idealmaße. Frauen ohne Modelmaße sind deutlich seltener und dann leider oft nicht besonders figurgünstig gekleidet. Daher verwende ich einen großen Teil der Vorbereitungszeit für meine Beiträge auch damit, geeignete Bild-Beispiele zu finden… Aber es ist doch immer mal wieder etwas Passendes dabei – es gibt also Hoffnung.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Liebe Modeflüsterin,
    heute habe ich deinen Blog entdeckt…. Super!!!
    Mit meinen fast Mitte 40 Jahren habe ich einen recht guten Style für mich gefunden.
    Ich erkenne viele deiner Tipps in meinem Kleiderschrank und an mir.
    Ich bin ein Y Typ! Mit langem Oberkörper und einer insgesamt ‘langen’ Körpergröße. 181 cm! ….:(

    Es ist völlig richtig…! Wir sind alle einzigartig und schön! Haltung zu bewahren ist das A und O!!!
    Danke!

    • Modeflüsterin

      Liebe Michaela,

      das freut mich sehr, dass Du die Tipps hier für Dich so gut nachvollziehen kannst!
      Und auch bei 181 cm Körpergröße gibt es doch bei starken Frauen gar keinen Grund für ein 🙁 – Smiley oder? Die Haltung ist – wie Du so schön sagst – tatsächlich viel wichtiger!

      Ich freue mich auf unseren weiteren Austausch und sende Dir
      herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Hallo,

    ich bin froh diesen Blog gefunden zu haben, das oben gezeigte Bild ist quasi mein Standardoutfit… Aber ich weiß nicht was ich im Winter anziehen soll außer das oben gezeigte mit einer Weste, überfragt bin ich bei Pullis und Strickpullis, V-Ausschnitt passt mir zudem auch nicht da ich eine viereckige Gesichtsform habe und das nicht schön aussieht, auch habe ich das Gefühl dreiviertel Ärmel gehen besser als lange…Vielleicht kann hier Licht in mein Winter dunkel gebracht werden, welche Form sollen Pullis haben Lang gerade, geht auch kürzer ein bisschen tailliert? Danke

    • Modeflüsterin

      Liebe Claudia,

      das freut mich, dass Sie hierher gefunden haben!
      Leider ist es sehr schwer bis unmöglich, aus der Ferne wirklich passende, individuelle Stil-Tipps zu geben. Es gibt natürlich einige Dinge, die Sie ausprobieren könnten – allerdings ohne Erfolgsgarantie, denn jetzt bewege ich mich auf glattem Eis – und zwar blind!
      Wenn Ihnen V-Ausschnitte definit nicht stehen, bleiben nicht mehr viel Alternativen übrig, denn das Pullover-Angebot weist meist nur noch Rundhals- oder Rollkragenpullover auf. Sie könnten natürlich auch nach einem Pullover suchen, der einen gerundeten V-Ausschnitt, einen Wasserfall-Ausschnitt oder einen größeren, tiefen runden Ausschnitt hat. Aber diese Varianten sind selten. Wenn Sie sich für einen Rollkragenpullover entscheiden, sollte der Rollkragen möglichst halsnah sein und nicht breiter oder fülliger.
      Sie könnten versuchen, die aktuellen Oversize-Pullover zu tragen, in dünnerem Strick, und mit dem Saum das Gleiche zu machen wie mit dem Shirt auf der Illustration dieses Beitrags: halb einstecken. Achten Sie darauf, dass die Schultern rund gearbeitet sind (sind sie derzeit meistens) und greifen Sie zu einer mittleren oder dunkleren Farbe (diese sollte zwar immer der dunkelste Ton im gesamten Outfit, muss aber nicht immer Schwarz oder Dunkelblau sein).
      Eine weitere Alternative wären sehr, sehr lange Oversize-Pullover, die den Schritt verdecken und somit den Betrachter nicht mehr zeigen, wie lang Ihre Beine wirklich sind. Dazu könnten Sie dann entweder eine (Leder-)Leggings oder eine schmale Jeans oder eine schmale gemusterte bzw. farblich abgesetzte Hose und Booties tragen. Oder Sie können den Long-Pullover gleich als Mini-Strickkleid inszenieren… Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten für Sie!
      Wenn Sie unbedingt einen kürzeren Pullover tragen wollen, rate ich Ihnen zu einem Lagen-Look, bei dem eine Long-Bluse unter dem Pullover den Schritt bedeckt (siehe Effekt oben). Damit müssten Sie ein bisschen herumexperimentieren, bis Sie eine ansprechende Proportion der Längenmaße finden.
      So, das war’s von meiner Seite aus. Das sind meine Vorschläge, die ich allerdings – wie gesagt – nicht verifizieren kann. Vielleicht überlegen Sie sich ja doch, einmal eine Stilberaterin vor Ort zu engagieren? Das spart viel Geld und kann Sie bei Ihrer individuellen Stilsuche wirklich viel weiter bringen! Viel Erfolg weiterhin!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Vielen Dank für die Anregungen, ich habe bereits eine Farb-und Stilberatung (gesagt wurde gerade leicht tailliert kein V-Ausschnitt, mittlere Länge) machen lassen, da ich ein sehr softer heller Herbsttyp bin stehen mir am Oberkörper in Gesichtsnähe keine dunklen Farben, blau grau- und schwarz schon gar nicht, die Farbstättigung darf maximal mittel sein alles andere schmeichelt mir nicht, außer eine besondere Farbe die sich Kohle nennt und die es ganz selten zu kaufen gibt…
    Eine Frage hätte ich noch was den Bund, Saum von Pullis betrifft liege ich da richtig das mir so breite Bündchen nicht stehen, dass diese eher dem taillierten Typ stehen? Wie sehen eigentlich nicht abgerundete Schultern aus? Danke!

    • Modeflüsterin

      Liebe Claudia,

      gut, dass Sie bereits eine Farb- und Stilberatung gemacht haben! Leider bin ich hier mit meiner “blinden” Beratung an meine Grenzen angekommen. Was könnte ich Ihnen hier raten, was nicht Ihre Stilberaterin vor Ort viel besser beurteilen könnte? Ich kann Ihnen wirklich nur empfehlen, Ihre Stilberaterin noch einmal zu fragen, wenn Sie noch offene Punkte haben, bei denen Sie nicht weiter kommen.
      Die Frage, die ich Ihnen beantworten kann, ist die Frage nach den rund geschnittenen Schultern: Je nachdem, wie die Schultern bei einem Kleidungsstück schnitt-technisch gearbeitet sind, entsteht dort eine andere Silhouette. Mit kantig geformten Schulterpolstern, mit einer angereiht eingesetzten Armkugel und mit einigen Methoden mehr entsteht an den Schultern eine breitere und/oder eckigere Silhouette. Runde Schultern entstehen beispielsweise, wenn der Stoff an den Schultern – ohne Naht – einfach locker nach unten fließt, wie bei überschnittenen Ärmeln oder oft auch Kimono-Ärmeln, vielen Fledermaus-Ärmeln usw. Solche runderen Schulterformen sind für den Y-Typ sehr vorteilhaft.
      Ansonsten: Noch schöne restliche Weihnachtstage von einer Modeflüsterin, die eigentlich gerade “außer Dienst” ist….!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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