Fashion-Fahrplan: In 5 Schritten zu den richtigen Farben für Ihre Basisgarderobe

Mit zwei bis drei Basisfarben und ein bis drei Akzentfarben, die zu Ihrem Farbtyp passen, bauen Sie Ihre perfekte Basisgarderobe strategisch auf.

Mit zwei bis drei Basisfarben und ein bis drei Akzentfarben, die zu Ihrem Farbtyp passen, bauen Sie Ihre perfekte Basisgarderobe strategisch auf.

Wenn ich meinen Schrank aufmache, sehe ich Rot. Und Lila. Und ein paar Schattierungen in all den wunderbaren kühleren Beerentönen, die dazwischen liegen. Das Ganze wird umrahmt von ganz viel Schwarz und Weiß sowie vereinzelten Farbinseln in Dunkelblau. Die farbliche Zusammensetzung meiner Garderobe ist das Ergebnis jahrelanger Testphasen, einiger Fehlkäufe, einer professionellen Farbberatung und mehrerer Kleiderschrank-Inventuren. Meinem kritischen Blick, aber auch meinem tagesaktuellen Gefühlszustand haben immer wieder die gleichen Farben auf meiner persönlichen Farbskala standgehalten. Ich habe für mich herausgefunden, dass ich genau diese Farben brauche, um meine perfekte Basisgarderobe aufzubauen und mich wohl zu fühlen. Nicht mehr und nicht weniger. 

Wenn Sie sich Ihre perfekte Basisgarderobe aufbauen wollen, ist die grundsätzliche Entscheidung für bestimmte Farbwelten einer der ersten wichtigen Schritte. Das Prinzip dahinter ist einfach:

Eine funktionierende Basisgarderobe braucht zwei bis drei neutrale Basisfarben sowie ein bis drei Akzentfarben.

Diese sollten Ihren Farbtyp optimal unterstützen, zu Ihrem Stil passen und für die Anlässe in Ihrem Leben geeignet sein. Stimmt die Auswahl der Basis- und Akzentfarben, können Sie aus Ihren Kleidungsstücken und Accessoires so viele Kombinationen basteln, dass Ihr Look nie langweilig wird. Im Gegenteil: Sie können damit sogar Ihren ganz persönlichen “Signature-Look” entwickeln – einen Look, der Sie modisch identifizierbar und einzigartig macht, wie Ihre Unterschrift.

Die folgenden 5 Schritte führen Sie zu Ihren persönlichen Farb-Lieblingen:

1. Machen Sie eine professionelle Farbberatung

Ich empfehle an dieser Stelle immer, sich eine professionelle Farbberatung zu gönnen. Auch wenn Sie bestimmte Lieblingsfarbe haben, ist es wichtig, dass Sie genau die für Sie vorteilhaften Farbtöne kennen. Diese Investition ist unbezahlbar!

Helle und dunkle Basisfarben, wie Schwarz, Weiß, Dunkelblau, Braun, Camel oder Nude, sind das Fundament jeder perfekten Garderobe.

Helle und dunkle Basisfarben, wie Schwarz, Weiß, Dunkelblau, Braun, Camel oder Nude, sind das Fundament jeder perfekten Garderobe.

2. Suchen Sie sich Ihre Basisfarben aus

Betrachten Sie Basisfarben als Ihre neutrale Leinwand, auf die Sie später Ihre aufmerksamkeitsstarken Akzente setzen. Als Basisfarben eignen sich grundsätzlich alle so genannten neutralen Farben. Diese können mit nahezu allen anderen Farben harmonisch kombiniert werden. Dazu gehören: 

  • Schwarz, 
  • Weiß, 
  • alle Grau-, Greige- oder Taupe-Töne, 
  • alle dunklen Blautöne, 
  • alle Braun- und Beige-Töne sowie 
  • alle gebrochenen Weiß-Töne, wie Nude, Naturweiß, Ecru, Wollweiß oder Elfenbein.

Für einige Farbtypen zählt auch Khaki, ein gedecktes Olivgrün, dazu. Wählen Sie sich aus den für Sie optimalen Farbtönen jeweils mindestens eine helle und eine dunkle Basisfarbe aus. Bei Leder zählen Schwarz, Braun und helle Nude-Töne zu den neutralen Farben. Bei Schmuck gelten Gold, Silber, Rotgold, Weißgold, Platin, Perlen, Diamanten und Strass in Weiß als neutral. Bei Make-up sind alle Braun-, Beige-, Grau- und Rosenholztöne neutrale Farben. Wichtig: Wählen Sie nur Basisfarben aus, die hundertprozentig zu Ihrem Farbtyp passen!

3. Legen Sie fest, welche Akzentfarben Sie zu Ihren zeitlosen Lieblings-Farben küren

Jetzt müssen Sie sich entscheiden: Wählen Sie aus der gesamten Farbskala Ihres Farbtyps ein bis drei Farbtöne aus, die Sie – neben Ihren Basisfarben – für Kleidung und Accessoires regelmäßig und über Jahre hinweg einsetzen wollen. Diese Farbtöne können hell oder dunkel, klar oder gedämpft, pastellig oder kräftig sein. Bedenken Sie dabei, zu welchen Anlässen und zu welchen Jahreszeiten Sie diese einsetzen wollen. Berufliche Situationen könnten nach dunkleren, gedämpften Farbtönen verlangen, Freizeit-Aktivitäten lassen auch kräftige Farben zum Einsatz kommen. Achten Sie auf Ihren persönlichen Stil: Sind Sie beispielsweise ein romantisch-weiblicher Typ, der nicht ohne Pastellfarben leben kann? Spüren Sie die Farben auf, die Ihre Persönlichkeit vervollkommnen!

Mein Tipp:

Wenn Sie sehr originelle, seltene Farben als Ihre Lieblings-Akzente gewählt haben, werden Sie phasenweise größere Durststrecken überstehen müssen, bis “Ihre” Farben wieder in den Läden angeboten werden. Um dies weitestgehend zu vermeiden, können Sie Farbwelten auswählen, die zyklisch immer wieder zurückkommen und bereits Farb-Klassiker sind. Dazu gehören auch meine Lieblingsfarben, Rot und Lila, die Meeresfarben von Blau bis Türkis, alle klassischen Pastelltöne, Juwelenfarben und immer wieder das Thema “Erdfarben”, “Orient” oder “Gewürze”.

Farb-Spiele: Mit nur drei Basis- und drei Akzentfarben sind über 40 verschiedene Farb-Kombinationen möglich.

Farb-Spiele: Mit nur drei Basis- und drei Akzentfarben sind über 40 verschiedene Farb-Kombinationen möglich.

Sie brauchen noch etwas Hilfe? Im Wellness-Magazin finden Sie einen guten Beitrag darüber, welche Wirkung die unterschiedlichen Farbtöne haben. 

4. Prüfen Sie, ob alle gewählten Basis- und Akzentfarben auch zueinander passen

Besonders vorteilhaft ist es, wenn alle neutralen Basisfarben und alle Akzentfarben auch untereinander harmonieren und damit wild durcheinander kombinierbar sind. Dann gibt es sicherlich auch gemusterte Stoffe in Ihren Lieblings-Farben. Egal welches Kleidungsstück Sie als erstes aus dem Schrank nehmen, Sie können immer mit allen anderen Farben in Ihrem Schrank ein harmonisches, ansprechendes Outfit zusammenstellen. Sogar Looks aus zwei Akzentfarben im so genannten Colour Blocking sind dann möglich.

Eine meiner geschätzten Blogger-Kolleginnen von “A Pair & A Spare” stellt dazu die Theorie auf, dass gelungene Outfits nur drei Farben aufweisen – einschließlich Lippenstiftfarbe! – und zeigt einige interessante, dreifarbige Outfit-Beispiele dazu.

Und noch ein Tipp:

Kaufen Sie sich eine Farbskala im Baumarkt oder benutzen Sie die Farbkarten, die Sie bei der Farbberatung erhalten haben und spielen Sie damit herum. Bereits mit zwei Basisfarben und nur einer Akzentfarbe sind unglaublich viele Kombinationen möglich! Will sich eine Akzentfarbe so gar nicht in den harmonischen Reigen einordnen – weg damit!

5. Brechen Sie ab und zu Ihre eigenen Regeln – aber bewusst!

Natürlich müssen Sie sich nicht sklavisch an Ihre einmal festgelegten Akzentfarben halten. Insbesondere wenn eine Trendfarbe Sie besonders anspricht, zu Ihrem Stiltyp passt und sich mit nur wenigen, preiswerten Einzelteilen in dieser Farbe Ihre Basisgarderobe zeitgemäß auffrischen lässt, können Sie zugreifen. Dann ist dies aber ein geplanter, saisonal begrenzter Ausflug in andere Gefilde. Und die “neue” Farbe ist oft schneller wieder “out”, als man denkt…

Einen weiteren, großen Vorteil einer Basisgarderobe, die auf einer bestimmten Farb-Skala aufgebaut ist, werden Sie bald zu schätzen wissen: Wenn Ihre Farben wirklich perfekt zu Ihnen passen, sehen Sie immer gut aus – unabhängig von den Farbtrends, die gerade angesagt sind!

So, und jetzt sind Sie dran: Wie sieht Ihr Kleiderschrank jetzt aus? Ist er bunt oder zeichnen sich bereits erste Farb-Vorlieben ab? In welchen Farben wollen Sie zukünftig Ihre Basisgarderobe gestalten? Welche Farbkombinationen machen Sie einzigartig? Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen!

 

84 Kommentare

  1. Hallo Stephanie,

    Inspiriert durch Sie habe ich mir auch gleich meine Garderobe angeschaut. Die meisten Stücke sind in Naturfarben, also alle Brauntöne, Beige, Camel, Nude, Crème, und Grüntöne. Und dann natürlich Schwarz. Ich habe mich zwar noch nie beraten lassen, denke aber, dass diese Farben am besten zu meinen Haaren, Augen und meiner Haut passen. Ich vermute, ich bin ein sogenannter Herbsttyp, obwohl ich nur im Sommer Sommersprossen habe 😉

    Lustig, ich habe nur drei rötliche Teile: ein Kleid, das allerdings mehr ins Bräunliche geht, einen roten Tartanrock, und ein wassermelonenfarbiges Kleid

    Dann gibt es bei mir noch einiges in Lila, das meiste in hellem Flieder, aber auch in dunkleren Schattierungen. Wahrscheinlich ist das dann meine Akzentfarbe. Ob mir Lila steht, weiß ich nicht, auf jeden Fall finde ich die Farbe aber wunderschön!

    Türkis und Gelb habe ich gar nichts, Blau sind nur meine Jeans.

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel!

    A Pair & A Spare habe ich noch nicht gesehen, bin aber auch ganz der Meinung, dass man auf keinen Fall mehr als 3 Farben tragen sollte.
    Am liebsten sind mir jedoch monochromatische Outfits, in meinem Fall In Beige oder Camel.

    Ich freue mich schon auf Ihr nächstes Posting!

    Liebe Grüße,
    Claire

    • Modeflüsterin

      Hallo Claire,

      vielen Dank für Ihren Input! Es ist immer interessant zu hören, wie es in anderen Kleiderschränken so aussieht!

      Bei der Bestimmung des Farbtyps ist eine Ferndiagnose leider nicht machbar. Da kann ich nur empfehlen, wirklich eine professionelle Farbberatung zu machen. Vielleicht sind Sie ja auch ein Mischtyp – auch das ist möglich. Denn Ihre Vorliebe für Flieder und Lila macht mich etwas stutzig. Das passt so gar nicht zum Herbsttyp. Dieser hat zwar ein dunkles Marineblau (beispielsweise für Ihre Jeans) im Farbspektrum, aber überhaupt keine Lila-Töne. Höchstens ein ins Lila gehender Blauton (Lapisblau) ist dabei. Dafür hat der Herbsttyp sehr viele warme Gelb- und Orange-Töne sowie ins Bräunliche gehende Rot-Töne im Angebot. Nicht immer sind unsere Lieblingsfarben auch die Farben, die uns am besten stehen. Ich mag zum Beispiel Gelb und Orange sehr, sehr gern. Beide Farben kann ich aber überhaupt nicht tragen. Also nutze ich diese Farben für die Wohnungsdekoration, für Bilder an der Wand, Servietten und vieles mehr.

      Wenn Sie überwiegend bei Ihren Outfits in monochromatischen Kombinationen aus neutralen Farben bleiben, wirken Sie immer edel und elegant. Mehr Pepp bekommen Ihre Outfits aber durch das Addieren von Akzentfarben – wenn auch nur als Halstuch, als Edelstein in Ohrringen oder als Handtasche. Probieren Sie es doch mal aus! Ihre Haupt-Akzentfarbe scheint Grün zu sein. Da denke ich natürlich sofort an Schmuck aus grünen Opalen 😉

      Lassen Sie mich wissen, wie Sie sich farblich weiter entwickeln! Freue mich auf Ihre Erfahrungen!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie
      alias die Modeflüsterin

  2. Ja, es ist nicht so einfach mit den Farbtypen. Ich tue mir zwar meist sehr leicht bei anderen Frauen, aber bei mir selbst finde ich es etwas schwierig und verlasse mich daher nur auf mein Gefühl.
    Liebe Grüße,
    Claire

  3. Ines Meyrose

    Ihrem Beitrag kann ich nur zustimmen. Ich bin Farbberaterin und empfehle eine professionelle Beratung nicht, weil ich Geld damit verdiene, sondern weil sie wirklich weiter hilft und auf Dauer Geld spart, weil farbliche Fehlkäufe wegfallen. Bei sich selbst ist eine Analyse am schwierigsten und das ist auch das Problem bei Online- bzw. Zeitschriften-Tests, da sie auf Selbsteinschätzungen basieren.

    Bevor ich mich mit diesem Beruf selbstständig gemacht habe, habe auch ich eine Weile gebraucht, um die passenden Farben zu finden und meine Kleidung und Accessoires darauf abzustimmen. Das Ergebnis lässt mich viel zufriedener mit meiner Garderobe sein und besser aussehen.

    • Modeflüsterin

      Genau so ist es, liebe Frau Meyrose! In der Eigenwahrnehmung gibt es immer einen dunklen Fleck, der es verhindert, sich selbst völlig objektiv zu sehen. Und diesen kann eine professionelle Farb- und Stilberatung wunderbar füllen.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Hallo liebe Modeflüsterin,

    Der Herbsttyp hat doch ein Lila und zwar Aubergine, oder?
    Welcher Farbtyp sind eigentlich Sie?

    Viele Grüße und herzlichen Dank für Ihren wundervollen Blog!

    Mary O

    • Modeflüsterin

      Hallo Mary!

      Vielen Dank für Ihr positives Feedback!
      Zu Ihrer Frage: Beim Herbsttyp ist Lila eigentlich nicht die Farbe erster Wahl. Ein Aubergine, das mehr Braun als Lila ist, könnte – wie Sie bereits richtig vermutet haben – gehen. Sie können es ausprobieren: Mischen Sie mit Wasserfarben ein Tomatenrot mit einem dunklen Marineblau und sehen Sie sich die resultierenden Lila-Braun-Töne an.

      Falls Sie ein Frühling-Herbst-Mischtyp sind, wäre auch ein bläulich-lila Veilchen-Ton tragbar.

      Ich selbst bin ein Winter-Typ und darf daher ganz viel kräftiges Lila tragen 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie Grupe
      alias die Modeflüsterin

  5. Oh, ich beneide Sie!! Ich LIEBE diese knalligen Farben, kann sie aber nur eingeschränkt tragen.
    Ich bin zuletzt als Herbst-Winter-Mischtyp analysiert worden. Darin finde ich mich auch ganz gut wieder, da ich im gängigen 4-Jahreszeitenmodell nie so richtig reingepasst habe.
    Inzwischen habe ich eine wahre Farbodysee hinter mir: Erste Beratung Wintertyp, zweite Beratung Frühlings-Herbst-Typ, dritte Beratung Herbsttyp, vierte Beratung “Kann ich Ihnen nicht sagen, Sie passen nirgendwo so richtig rein, kommen Sie in 10 Jahren wieder, dann sieht man es an den Falten”, fünfte Beratung endlich Klarheit.
    Eventuell werde ich noch eine individuelle Farbberatung machen, bei der man in überhaupt keine Kategorien unterteilt wird.
    Das könnte eine Themenidee sein: eine Vorstellung der einzelnen Farbberatungssysteme und eine DIY-Anleitung (Welche Seite der Rettungsfolie passt, gold oder silber, die Fragen von Anna Maria Langer etc)

    Nun zu meiner eigentlichen Frage: Im Herbst-Winter-Mischtyp kann ich sowohl gold als auch silber tragen (steht mir zum Glück je nach Farbnuance beides gut). Von den Farben her besteht die Palette aus den dunklen Tönen des Herbstes und den etwas “wärmeren” Tönen des Winters (kein Eisblau, sondern Dunkelblau z.Bsp.).
    Gleichzeitig bin ich ein A-Typ, d.h. im unteren Bereich sollte ich nichts Helles tragen. Aber im oberen Bereich ja auch nicht, sonst halte ich mich nicht an meine Farbpalette. Konkret bedeutet das: weiße Jeans geht nicht, weiße Bluse aber auch nicht.
    Was raten Sie in einem solchen Fall? Soll man gegen seinen Figurvorteil oder seinen Farbvorteil verstoßen?
    Ich bin 26, d.h. es macht an Tagen, an denen es mir richtig gut geht, nicht ganz sooo viel aus, wenn ich jetzt unpassende Farben trage.

    Liebe Grüße und wie immer Chapeau für den tollen Blog!

    • Modeflüsterin

      Hallo Mary,

      ja, das mit den Farbberatungen ist so eine Sache. Es gibt viele verschiedene Ansätze und – leider – auch einige Farb- und Stilberater(innen), die sich nach einem Wochenend-Kurs als solche versuchen… Aber bei Anna Maria Langer sind Sie ja an der richtigen Adresse 🙂

      Zu Ihrer Frage: Ich würde an Ihrer Stelle durchaus nach einer helleren Farbe im passenden Farbspektrum suchen. Und ich bin sicher, dass es auch mindestens eine geeignete Farbe für Sie gibt – allerdings ist eine Ferndiagnose gerade bei der Farbwahl nicht möglich. Anstelle einer hellen, neutralen Farbe können Sie als A-Typ aber immer auch eine kräftige Akzentfarbe am Oberkörper tragen. Das wäre vielleicht eine Alternative für Sie.

      Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg dabei!
      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Hallo Stephanie! =)
    Dein Artikel war sehr interessant zu lesen und ich musste gleich mal einen prüfenden Blick in meinen Kleiderschrank werfen: Pink/Lila dominiert, gefolgt von schwarz und weiss, die beide gleichermassen vertreten sind und braun. Ich scheine keine anderen Akzentfarben als Pink zu besitzen… Ich habe zwar in jeder Farbe mind. ein Kleidungsstück, die ich ab und zu trage, aber in der Wahl meiner definitiven Akzentfarben tue ich mir jetzt ziemlich schwer. Ich habe mich jetzt für Pink, Gelb und Hellblau entschieden, weil mir diese Farben eigentlich stehen. Aber diese kombinieren… Dunkelblau steht mir zwar sehr sehr gut, aber ich mag diese Farbe überhaupt nicht.
    Btw: Ich bin mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Wintertyp.

    Bin irgendwie etwas ratlos…

    Liebe Grüsse
    Leyla

    • Modeflüsterin

      Hallo Leyla,

      mit Schwarz und Weiß sowie Pink und Lila haben Sie ja schon je zwei tolle Basis- und Akzentfarben für Wintertypen. Das könnte für Ihre Basisgarderobe schon genügen.

      Wenn Sie dennoch eine weite Basisfarbe hinzufügen wollen: Bei Bräuntönen sollten Sie darauf achten, dass Sie nur die kühlsten Nuancen einsetzen (z.B. die Farbe von 70%iger Schokolade). Diese Grundfarbe lässt sich toll mit Pink und Lila kombinieren.

      Wenn Sie eine weitere Akzentfarben hinzufügen möchten: Bei Gelb und Hellblau wäre ich sehr vorsichtig, denn gelbstichige Farben sind für reine Wintertypen meist nicht vorteilhaft. Ich würde an Ihrer Stelle nur eine der beiden Töne – in ganz kleinen Farbtupfern – ausprobieren, beispielsweise erst einmal ein T-Shirt oder ein Halstuch mit dem Farbton kaufen. Bei Gelb sind nur die kühlsten Nuancen, wie Zitronengelb oder ein pastelliges eisiges Gelb, für Wintertypen geeignet. Sollten Sie lieber Hellblau ausprobieren wollen, sollten Sie ebenfalls ein eisiges Blau ohne Gelbanteil wählen. Sind die beiden Töne kühl genug, passen sie auch zu Pink und Lila. Lila mit pastelligem Zitronengelb sieht beispielsweise toll aus!

      Ich hoffe, das hilft Ihnen erst einmal weiter!
      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Hm, ich entdecke in meinem Schrank fast nur Basisfarben: Schwarz, Weiß, Dunkelblau, Dunkelbraun, Rostbraun, Dunkelgrün und Weiß und dann ragen da noch ein paar bunte Blümchenkleider heraus (bin X-Typ).

    Aus meiner Erinnerung heraus stand mir Altrosa noch ganz gut, aber sonst fällt mir überhaupt nichts ein, was mir an Farben noch gut gestanden hätte … Braucht man denn unbedingt noch Akzentfarben?

    • Modeflüsterin

      Hallo Anna,

      das sind Sie ja wieder 😉 Schön!

      Zu Ihrer Frage: Nein, Sie brauchen zusätzlich zu dem genannten Dunkelgrün keine weiteren Akzentfarben, wenn Sie mit Ihrer bisherigen Farbwahl zufrieden sind. Wenn Sie das Gefühl haben, dass diese Farben Ihre Persönlichkeit und Ihre Figur am besten darstellen und Sie sich farblich damit pudelwohl fühlen, müssen Sie nichts ändern. Allerdings irritiert mich in Ihrer Farbpalette das Rostbraun etwas – es passt typmäßig so gar nicht eindeutig zu den anderen Farben. Vielleicht meinen Sie eher ein Kakaobraun oder dunkles Rosabraun? Das würde wiederum exzellent zum genannten Farbspektrum passen – ebenso wie ein pudriges Rosé, falls Sie mal Lust auf Abwechslung und hellere Farben haben. Und Rosé würde dann auch wieder zu Dunkelgrün toll aussehen, beispielsweise in Blumenmustern, aber auch im Colour-Blocking-Stil – herrlich! Aber das ist nur so ein Gedanke…

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Ilse Gröhn

    Hallo liebe modeflüsterin, ich lese ihre Beiträge mit sehr großem Interesse. Ich bin gerade dabei meinen Kleiderschrank komplett auszuräumen. Ich hatte vor Jahren eine Farbberatung. Ich bin ein Frühlingstyp und liebe alle Pastellfarben. Schwer fällt mir die Entscheidung für die Basisfarbe. Schwarz finde ich zu den Pastellfarben zu hart. Braun gefällt mir nicht so gut. Vielleicht haben sie einen Tip für mich. Da gerade eine entscheidende Umstellung in meinemLeben stattfindet möchte ich dazu passend meinen Kleiderschrankinhalt neu abstimmen.
    LG Ilse

    • Modeflüsterin

      Hallo Ilse,

      schön, dass Sie die Tipps hier nützlich finden!

      Als Frühlingstyp könnte für Sie statt Schwarz (das tatsächlich viel zu hart für Sie ist) ein wärmeres Steingrau in Frage kommen. Das ist ein dunklerer bis mittlerer Grauton mit einem leichten Braun-Beige-Anteil. Alternativ könnten Sie auch ein Marineblau als dunklere Basisfarbe wählen. Zusammen mit Pastellfarben ergeben sich damit kontrastreiche Kombinationen, die auch für formelle oder berufliche Anlässe geeignet sind. Als mittlere und hellere Basisfarben stehen beispielsweise Camel, Hellbeige und ein helles, warmes Grau auf der Liste des Frühlingstyps. Diese sehen allesamt toll zu Pastelltönen aus und ergeben ein freundlicheres Ton-in-Ton-Outfit. Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. Vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Fragen und die wertvollen Tipps! Tatsächlich ist das Rostbraun, das so aus der Reihe fällt, ein Einzelstück (es ist wirklich ein Rostbraun) – eine kurze Strickjacke, die ich gerne in Kombination zu Dunkelblau trage, was richtig gut aussieht.

    Ihr Kombinationstipp mit dem Dunkelbraun und dem Altrosa ist absolut super! Habe das einzige altrosa Kleidungsstück, das ich noch besitze, aus der hinteren Schrankecke hervor geholt. Bisher wusste ich nämlich nicht, wie ich das Top farblich kombinieren soll. Und dann habe ich festgestellt, dass ich es mit meinem vorhandenen braunen Kleidungsmaterial prima kombinieren kann! Auf die Idee wäre ich nie gekommen. Sieht sehr schön aus, danke!

    • Modeflüsterin

      Hallo Anna,

      das freut mich, dass auf diese Weise das rosé-farbene Kleidungsstück zu neuen Ehren kommt! Viel Spaß damit!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Karla Pfenning

    Hallo liebe Stephanie,

    ich bin total begeistert von Ihren vielen, tollen Ratschlägen und lese immer eifrig alle Beiträge.

    Ich wurde vor vielen Jahren bei einer Farbberatung als Sommertyp definiert. Ich habe eine ganze Weile nach dem Farbpass eingekauft, leider dann alles etwas schleifen lassen und so sieht es mittlerweile in meinem Kleiderschrank aus!!!!!
    Ich trage z. B. sehr gerne rosa oder blau, bei den dunklen Farben wie blau , schwarz oder braun habe ich kapituliert, weil sie mich – so empfinde ich es – sehr blass aussehen lassen.
    Ich müsste mal farbliche Ordnung in meine Garderobe bringen und würde mich über ein paar vorschläge sehr freuen.
    Lg Karla

    • Modeflüsterin

      Liebe Karla,

      erst einmal vielen herzlichen Dank dafür, dass Sie eine so treue Leserin der Modeflüsterin sind!

      Leider ist es nahezu unmöglich, eine Farbberatung als Ferndiagnose zu machen. Aber so wie ich Sie verstanden habe, sind Sie eher an ein paar Vorschlägen interessiert und weniger an einer typgerechten Farbberatung. Diese sollten Sie unbedingt mit einem Profi vor Ort machen – wahrscheinlich wäre ein Kleiderschrank-Check für Sie genau richtig.
      Wenn ich Ihr Problem richtig interpretiere, möchten Sie weniger dunkle Basisfarben und möglichst viele Rosé- und Blautöne in Ihrer Garderobe. Daher würde ich an Ihrer Stelle einmal testen, wie Sie mit einem mittleren Grauton (mit bläulichem Unterton) oder einem mittleren Graublau als neutralen Basisfarben zurecht kommen. Auch wäre ein mittleres Kakao-Braun (mit roséfarbenem Unterton) als Basisfarbe einsetzbar. Als helle Basisfarben wären dann ein helles Grau, ein helles Nude (mit rosé-farbenem Unterton) oder ein Off-White-Ton möglich.
      Das Schöne dabei: Sie können zu jeder dieser neutralen Basisfarben als helle Akzentfarben fast alle Rosa- und Blautöne tragen, die kühl, aber ein bisschen pudrig abgedämpft sind. Ich hoffe, das bringt Sie bei Ihren Überlegungen weiter!
      Vielleicht noch ein kleiner Tipp: Oft ist es gar nicht das Problem, die passenden Farben zu finden, sondern sich aus der Vielfalt der Optionen für einige wenige Farben zu entscheiden! In diesen Fällen ist es besser, überhaupt eine Entscheidung zu treffen, als sich selbst zu blockieren. Das erfordert ein bisschen Mut und viel Konsequenz… Und manchmal ist es eben die Entscheidung, sich Hilfe vom Profi zu holen 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Karla Pfenning

        Ganz lieben Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ja ,ich habe schon über einen Garderobencheck nachgedacht. Gibt es aus Ihrer sicht etwas zu beachten bei der Auswahl der Damen, die so etwas anbieten.? Was ist ein akzeptabler Preis? Ich denke Sie haben in diesem Punkt mehr Ahnung als ich.

        Ganz lb. Grüße
        Karla

        • Modeflüsterin

          Hallo Karla,

          das finde ich eine gute Entscheidung, sich an einen Profi zu wenden! Allerdings ist es nicht ganz einfach, einen solchen / eine solche zu finden. Im Beitrag “Nachhaltige Stilberatung – stilvolle Nachhaltigkeit” hatte ich die Stilberaterin Ines Meyrose gefragt, wie man eine gute Stilberaterin erkennt (im unteren Drittel des Artikels zu finden). Vielleicht hilft Ihnen die Antwort weiter. Für einen Kleiderschrank-Check halte ich ca. 50,- bis 90,- € pro Stunde für ein normales Profi-Honorar, wobei Sie mindestens zwei Stunden einplanen sollten. Viel Erfolg dabei!

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          • Karla Pfenning

            Liebe Stephanie,

            ich habe gerade das empfohlene Interview gelesen und bin erneut total begeistert. Es ist wirklich sehr hilfreich .
            Ich habe mir da jetzt ein Ziel gesetzt und werde es konsequent durchziehen -Ordnung und Übersicht in meinen Schrank zu bringen, mit Ihren guten Anleitungen und Hilfestellungen garnicht mehr so schwer.
            Ich bin richtig froh so eine tolle Seite gefunden zu haben!!!

            Liebe Grüße
            Karla

          • Modeflüsterin

            Tausend Dank, liebe Karla!
            Und viel Erfolg bei der Neu-Organisation Ihres Kleiderschranks! Ich bin mir sicher: Es wird Ihnen Freude bereiten!

            Herzlichst
            Stephanie alias die Modeflüsterin

  11. Wie eigentlich kommen die empfohlenen Farbkategorien für Herbst-, Sommer, Frühlings- und Wintertypen zustande? Ich erlebe bei vielen Frauen, dass diese nur bedingt zutreffen. Also dass die empfohlenen Farben ihnen zwar eine gute Grundorientierung bieten, es aber regelmäßig bestimmte Farben aus den empfohlenen Kategorien gibt, die der Person überhaupt nicht stehen, beziehungsweise ihnen vereinzelte Farben stehen, die einem ganz anderen Typ zugeordnet werden. Welche Prinzipien oder Wissenschaften genau stecken hinter den empfohlenen Farbtypen? Viele Grüße von Anna

    • Modeflüsterin

      Liebe Anna,

      die ursprüngliche Einteilung der vier Farbtypen nach Jahreszeiten kommt aus den USA und wurde von Carole Jackson vor ca. 30 Jahren im Rahmen des “Colour-me-Beautiful”-Konzeptes entwickelt. Da viele Frauen aber unterschiedliche Anteile von verschiedenen Farbtypen in sich tragen, wurde das Konzept bis heute auf 24 Farbtypen erweitert. Informationen dazu finden Sie u.a. auf der folgenden Webseite: http://www.colour-me-beautiful.com/
      Die Farbenlehre basiert auf dem Farbkreis des Schweizer Malers Johannes Itten. Dieser hatte (vereinfacht) herausgefunden, dass Farben auf andere Farben ausstrahlen, die sich in der Nähe befinden und diese in unserer Wahrnehmung anders aussehen lassen. Das ist für die Mode interessant, da die Farbe der Kleidung auf die Farben von Gesicht, Augen und Haaren ausstrahlt und diese eben besser oder schlechter aussehen lässt. Eine kompakte Beschreibung dazu finden Sie beispielsweise hier: http://www.b-treude.de/farbtheorie_itten.htm
      Zudem hat jede Farbe auch noch eine psychologische Wirkung. Unsere Farb-Vorlieben sagen viel über unsere Persönlichkeit aus. Und die Farben, die wir tragen, können unsere psychologische Wirkung auf andere beeinflussen. Kompakte Einstiegsinformationen zur Farbwirkung finden Sie u.a. hier: http://www.philipp-thom.de/blog/design/die-psychologie-der-farben/

      Insgesamt beschäftigen sich eine Reihe von Disziplinen aus Wissenschaft und Kunst mit dem Thema Farbe. Immer wieder führt das zu Erkenntnissen, die sich für die Mode nutzen lassen. Das Thema ist leider so umfassend, dass es den Rahmen dieses Blogs (und der Kommentare) völlig sprengen würde. Aber wenn Sie Interesse an diesem Thema haben, dann sind “Colour-me-Beautiful”, die Farbenlehre nach Itten und Werke zur Farbenpsychologie sicherlich gute Ansatzpunkte für weitere Recherchen.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. Coryanne

    Hallo Stephanie,

    ich bin ein Wintertyp und habe frueher sehr gerne Schwarz getragen, zwischendrin weniger, weil ich es ploetzlich als zu hart fuer mich empfand. Momentan mag ich gerne und wuerde es neben
    Grau und Weiss zu meinen Basisfarben “ernennen”.

    Mit den Akzentfarben tue ich mich noch etwas schwer. Ich halte mich in der Regel an “meine” Farben und trage gerne Rot, Lila/Flieder, Pink, Rosa und liebe (ganz entgegengesetzt zum Stil des Wintertyps) florale Muster, besonders bei Kleidern.

    Koennte man nicht, besonders bei Kleidern mehrere Akzentfarben haben? Z.B. habe ich mir ja “das” gruene Kleid in einem kuehlen Smaragdton naehen lassen, der mir sehr gut steht. Wuerden Kleider – auch in anderen als den ausgewaehlten Akzentfarben – nicht mehr Abwechslung in die Garderobe bringen? Oder geht bei den Basis- und Akzentfarben, die man streng beibehaelt um den “Wiedererkennungswert” des persoenlichen Stils?

    LG, Coryanne

    • Modeflüsterin

      Liebe Coryanne,

      die Farb-Tipps zum Aufbau einer Basisgarderobe sind als Grundlage gedacht, um erst mal Ordnung in den überfüllten Kleiderschrank zu bringen und sicherzustellen, dass möglichst viele Kleidungsstücke farblich zusammenpassen. Sie sind sozusagen das Grundgerüst, auf dem man dann aufbauen und weitere Farben hinzufügen kann. Wenn Du also eine Basis aus drei neutralen und drei Akzentfarben geschaffen hast und dadurch mit wenigen Kleidungsstücken ganz viele unterschiedliche Outfits zusammenstellen kannst, kannst Du natürlich zusätzliche Highlights in anderen Farben addieren. Gerade bei Kleidern ist das sehr einfach, denn zu einem Kleid brauchst Du im Idealfall nur passende Accessoires, eventuell vielleicht noch eine Jacke, Blazer oder Mantel und Du bist gut angezogen. Also spricht nichts dagegen, wenn erst mal die Basis stimmt, vorsichtig auch weitere Akzentfarben hinzuzufügen. Trotzdem sollte jedes neue Kleidungsstück in mindestens drei Outfits mit bestehenden Kleidungsstücken kombinierbar sein.
      Dass Du als Wintertyp keine Blumenmuster tragen kannst, halte ich – ehrlich gesagt – für ein Märchen. Denn Blumenmuster sind eine Frage des Stil-Typs und nicht des Farb-Typs. Solange Du ein Stiltyp bist, der gerne und gut Blumenmuster trägt und Du schöne florale Muster in Deinen Winterfarben findest, ist das doch wunderbar! Also lass Dir ja nichts anderes erzählen und genieße Deine blumige Stoffwelt!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Mdoeflüsterin

  13. Coryanne

    Vielen Dank, liebe Stephanie! Endlich fuehle ich mich beruhigt (und bestaetigt) mit meinem Blumenmustertick! Ich hatte vor vielen Jahren eine Stilberatung, bei der gesagt wurde, dass dem Wintertyp eher der puristische, gradlinige Stil entspraeche, was ja auch in gewisser Weise logisch ist… Wenn man sich mal so die Strukturen der Landschaft im Winter anschaut. Aber ich habe schon immer Blumenmuster geliebt und weiter getragen. Und ich finde, damit kann ich bei meiner Koerpergroesse von 180 cm auch einen femininen Akzent setzen. Zumal ich auch eine kurze Haarfrisur trage…
    LG, Coryanne

  14. Stefanie

    Hallo Stephanie,
    endlich habe ich eine Seite im Inernet gefunden, die mir wirklich weiterhilft. Ich habe vor 2 Jahren eine Farbberatung machen lassen und bin ein Sommertyp und habe einen Farbenpass bekommen. Womit ich jedoch nicht so zurecht komme, sich 3 Basisfarben auszusuchen finde ich wirklich gut, nur dachte ich dass weiß (reines weiß) und schwarz die Sie ausgewählt haben dem Wintertyp zugeordnet sind. Und ich zu Blau – und Grautönen und Kühlem Weißtönen (nur wo finde ich die, soll ja schließlich auch kein cremeton sein) oder Kaki greifen sollte. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Auch exakt die Farben aus dem Farbpass zu finden gestaltet sich doch als ziemlich schwierig! Ich freue mich auf Ihre Antwort! Vielen Dank und
    Liebste Grüße
    Stefanie

    • Modeflüsterin

      Liebe Stefanie,

      da ich Wintertyp bin, habe ich im Beitrag meine eigenen Basis- und Akzentfarben als Beispiel verwendet. Wenn Sie Sommertyp sind, sollten Sie natürlich aus Ihrer eigenen Farbwelt Ihre Lieblinge zusammenstellen. Als Basisfarben für den Sommertyp stehen beispielsweise ein rauchiges Marineblau, alle leicht rosa-schimmernden Brauntöne und ein helles Rosé-Beige zur Verfügung. Der Weißton sollte eigentlich nur leicht gebrochen sein, also statt Reinweiß lieber Off-White oder Wollweiß auswählen. Das ist beispielsweise die Farbe von weißer Seide oder weißer Wolle, wenn sie nicht extra gebleicht wurde. Tatsächlich haben recht viele, als “weiß” bezeichnete Kleidungsstücke eigentlich einen leicht gebrochenen Weißton – besonders, wenn Sie Naturmaterialien auswählen. Das merken Sie erst, wenn Sie ein weißes Blatt Papier daneben halten.
      Und genau so sollten Sie auch Ihren Farbenfächer nutzen: Halten Sie den Fächer an die Kleidung und beobachten Sie, ob das harmonisch aussieht. Dann ist die Wahrscheinlichkeit auch groß, dass Ihnen die Farbe steht. Es ist immer sehr schwierig, bei dem künstlichen Licht der meisten Läden genau den richtigen Farbton auszuwählen. Daher empfiehlt es sich auch, ein Kleidungsstück im richtigen Farbton mitzunehmen und neben die Kleidung im Geschäft zu halten. Dann kann gar nichts mehr schief gehen…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  15. Heidrun Eckert

    Hallo,

    Sehr interessiert habe ich mir quasi alle Beiträge durchgelesen. Aber zu Schmuck habe ich nichts gefunden.

    Ich wurde als Sommer-Wintertyp (blasse Haut, dunkle Locken, braune Augen) kategorisiert. Gold oder Silber oder die Kombi?

    Ein Tip wäre sehr hilfreich.

    Vielen Dank.

    • Modeflüsterin

      Liebe Heidrun,

      im Prinzip sind Sie als Sommer-Winter-Typ ein Mensch, dem kühles Silber sehr gut steht. Aber ob dies wirklich so eindeutig ist, kann leider mit einer Ferndiagnose nicht beantwortet werden. Da müsste ein Stilberater vor Ort noch einmal prüfen, ob auch – ab und zu zumindest – die Kombination aus Gold und Silber oder sogar nur Goldschmuck tragbar ist. Sorry, aber eine ganz individuelle Beurteilung geht über die Möglichkeiten eines Mode-Blogs hinaus… Trotzdem viel Erfolg bei Ihrer weiteren Farb- und Stilsuche!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  16. Hallo,
    ich habe diese Seiten vor ein paar Tagen entdeckt und insbesonders dieser Bericht hier hat mich sehr fasziniert, den Gedanken darüber welche Farben zu MIR passsen habe ich mir noch nie gemacht, sondern immer nur generel welche Farben untereinander passen.

    Trotzdem erwäge ich im Moment noch keine professionelle Farbberatug, da ich mir unsicher über dessen Qualität der verschiedenen Anbieter bin.

    Nach weitere Recherche erkenne ich mich im Moment eher in warmen Farben wieder und wenn ich zurück denke, sind das genau die Farben denen man (Freunde, Familie, Kollegen) mir schon immer unterstellt hatte, dass sie mir gut stehen würden.

    Nun experementiere ich derzeit mit jenen diesen Farben um idealle Basis- und Akzentfarben zu finden.
    Mein vorläufiger Plan ist jetzt erstmal mich für 6 stimmige Farben zu entscheiden. Shoppen möchte ich dann davon aber erstmal nur 3. Das ist denke ich sinnvoller, als erstmal drei Farben zu shoppen, um dann festzustellen das einer dieser Farben so gar nicht zu irgendetwas anderem passt.
    Doch insbesonders mit der Auswahl der Basisfarben tue ich mich mit warmen Farben echt schwer.
    Hast du einen Tipp, welche warmen Farben man als Basisfarben nehmen könnte?

    Gruß Nicole und mach weiter so!!!

    • Modeflüsterin

      Liebe Nicole,

      das ist sicherlich eine gute Idee, sich erst einmal langsam und Farbe für Farbe an das Thema heranzutasten.
      Als warmer Farbtyp hast Du dabei eine ganze Reihe an neutralen Farbtönen, die Du einsetzen kannst: Darunter sind beispielsweise alle helleren und mittleren Beige-Töne, aber auch dunklere Brauntöne. Dazu kommen alle Grau-Nuancen, die einen warmen Unterton haben, als beispielsweise Steingrau. Auch dunkle Blautöne gehören zu den möglichen Basisfarben. Als Herbsttyp könnte auch ein Khaki- oder Oliv-Grün als Basisfarbe dienen, da auch dazu ganz viele Akzentfarben kombinierbar sind.
      Entscheidend ist dabei auch, ob Du eher helle oder dunklere, gedämpfte oder kräftige Farben tragen kannst und/oder willst.
      Die Auswahl ist also riesig, so dass für alle Deine persönlichen Farb-Vorlieben bestimmt ein geeigneter Farbton dabei ist. Viel Spaß beim Eintauchen in die Farbwelt!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  17. Hallo Stephanie, vorhin bin ich auf diesen großartigen Blog gestoßen und habe jetzt Lesestoff für Tage…der erste Modeblog der mich “Modeverweigerer” weiter bringt! Bezüglich Farben habe ich neben den Grundfarben weiss, schwarz und grau eine Vorliebe für knalliges Pink, Kobaltblau und kräftiges Lila, sieht alles gut an mir aus. Mir sind gestern zum ersten Mal die Untertypen ‘Clear/Bright Winter’ ‘ Cool Winter’ und ‘Deep Winter’ bei Pinterest begegnet, ein spannendes Thema! Und sobald es draußen richtig kalt wird werde ich mich mit der Kleiderschrank-Inventur befassen. Danke für die vielen guten Tipps! Herzliche Grüße, Barbara

    • Modeflüsterin

      Liebe Barbara,

      das freut mich sehr, dass ich Sie aus Ihrer Mode-Abstinenz befreien konnte! Liegt bestimmt auch daran, dass die Darstellungen in vielen Medien mit dem “normalen” modischen Leben einer Frau im Alltag nur noch wenig zu tun haben… Aber hübsch und attraktiv möchte sich Frau ja trotzdem fühlen, nicht wahr? Es lohnt sich auf jeden Fall, sich ein bisschen mit Mode zu befassen. Ist alles keine Atom-Wissenschaft 😉 Ich freue mich, wenn ich Ihnen dabei helfen kann!

      Jetzt erst einmal viel Erfolg mit der Kleiderschrank-Inventur! Noch ein Tipp dazu: Wenn Sie sich bei einem Kleidungsstück unsicher sind, fragen Sie sich einfach selbst, ob Sie sich in dem Stück noch so richtig wohl fühlen und ob Sie Freude daran haben, es zu tragen. Meist haben wir nämlich einen recht guten Instinkt…

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  18. Liebe Stephanie,
    ich lese seit einigen Monaten auf Ihrer Seite und bin immer wieder begeistert. So habe ich endlich verstanden, warum ich trotz vollem Kleiderschrank nie etwas “Richtiges” anzuziehen hatte. Mit den Tipps zu Basis- und Akzentfarben im Hinterkopf fällt es mir nun viel leichter, Kombinationen zu finden, die auch “nach etwas aussehen”. Dafür ganz ganz herzlichen Dank!
    Eine Frage hätte ich allerdings auch noch:
    Welcher Farbtyp im Jahreszeiten -Schema bin, weiß ich nicht, ich glaube auch nicht so richtig an die Typen-Einteilung. Ich bin aber ziemlich sicher, dass “meine Farben ” (dich ich mir nach Lektüre der “Modeflüsterin” auserkoren habe) gut stehen: Als Basisfarbe v. a. grau, als Akzentfarben rosa/pink (eher im Sommer) bzw. dunkelgrün/türkis und blaustichiges weinrot (eher Winter). Nur leider lassen sich die Akzentfarben nicht miteinander kombinieren… Und eine zweite Basisfarbe fehlt. Ich hatte mal an ein gebrochenes Weiß gedacht als Erweiterung der Farbpalette, fühle mich aber in hellen Sachen einfach nicht so richtig wohl. Haben Sie da eine Idee, die mir mehr Kombinationen eröffnen würde? Ich bin sehr gespannt…

    Viele herzliche Grüße
    Elsie

    • Modeflüsterin

      Liebe Elsie,

      es freut mich natürlich sehr, dass Sie mithilfe der Basis- und Akzentfarben-Systematik nun mehr Struktur und Ordnung in Ihre Garderobe bringen können. Dabei ist Ihr Ansatz, nicht alles allzu streng zu befolgen und sich an eigenen Vorlieben zu orientieren, sicherlich ein guter Weg. Mein Tipp für Sie: Lassen Sie sich viel Zeit und fügen Sie Farbe für Farbe ganz allmählich zu Ihrer Auswahl hinzu.
      Vorher müssen Sie allerdings wissen, ob und wo am Körper Sie Akzente oder helle Zonen setzen möchten. Wo möchten Sie den Blick des Betrachters hinlenken? Auf Ihren Oberkörper, auf den Unterkörper, in Ihre mittlere Körperzone oder zu Ihrer äußeren Silhouette? Diese Entscheidung können Sie treffen, indem Sie die Tipps für die einzelnen Figurtypen ansehen und sich eine Farben-Landkarte überlegen. Darin tragen Sie zuerst nur ein, wo Ihre hellen oder kräftigen Farben und wo Ihre dunklen Farben platziert werden sollten. Es ist durchaus möglich, dass Sie gar keine hellen Farben benötigen, dafür aber den Kontrast zwischen dunklen und kräftigen Farben. Falls Sie feststellen, dass Sie beispielsweise am Oberkörper doch hellere Farben tragen können/wollen, dann ist die nächste Entscheidung, ob diese hellen Farben unbedingt Akzentfarben sein müssen oder durchaus auch neutrale Basisfarben sein könnten. Im Ergebnis erfahren Sie, ob Sie überhaupt helle Basisfarben benötigen oder ob für Ihre Zwecke bereits die hellen Akzentfarben völlig ausreichend sind.
      Als weitere dunklere Basisfarbe könnten Sie bei Ihrer bisherigen Auswahl auch noch ein Marineblau oder ein kühles Dunkelbraun ins Auge fassen. Als helle Basisfarbe kommt – je nach Farbtyp – beispielsweise Schneeweiß oder Cremeweiß in Frage (zum Beispiel für die klassische, weiße Bluse…).
      Zur Kombinationsmöglichkeit Ihrer Akzentfarben: Sie müssten sich für spezielle Farbtöne entscheiden. Beispielsweise können Sie nicht Rosa und Pink als eine Akzentfarbe verwenden. Das sind zwei Farben, die beide in unterschiedlichen Wärmegraden verfügbar sind. Rosa und Pink passen dann gut zusammen, wenn beide Farben eher kühl (also mit wenig Gelbanteil) oder eher warm (mit mehr Gelbanteil) sind. Zudem sollten beide Farben eher klar oder eher pudrig sein – je nachdem, was Ihnen besser steht. Ein grau-rosa Outfit mit pink Accessoires sieht beispielsweise toll aus, wenn das Rosa und das Pink gut zusammen harmonieren.

      Das Gleiche gilt für die Farben Dunkelgrün und Türkis. Es sind zwei Farben, die viele verschiedene Nuancen annehmen können. Je nachdem, wie viel Gelbanteil sie haben, wie klar oder pudrig sie sind, desto besser passen sie zu den anderen gewählten Farben. Ein klares Tannengrün mit einem kühleren, klaren Türkis sieht toll aus, ebenso mit einem kühlen Rosa und ein kühles Rosa lässt sich wiederum mit einem kühleren Türkis gut kombinieren. Auch mit einem kühlen Pink funktioniert das.

      Ich empfehle Ihnen daher, sich Farbfächer zuzulegen (gibt es beispielsweise auch im Baumarkt , beispielsweise von Pantone etc.) und mit diesen etwas herumzuprobieren, bis Sie die richtigen Farbnuancen Ihrer Lieblings-Akzentfarben finden, die alle zusammenpassen. Und ich würde an Ihrer Stelle wirklich nur mit drei Akzentfarben beginnen. Das macht den Anfang viel leichter. Und noch ein Tipp: Manche Akzentfarben sind sehr schwer zu finden, wenn sie nicht gerade in Mode sind. Um Ihre Garderobe aufzustocken, werden Sie daher immer mehrere Saisons benötigen. Fangen Sie mit den Akzentfarben an, bei denen es gerade eine reichliche Auswahl an Kleidung in den Geschäften gibt!

      Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter und sende Ihnen ganz herzliche Grüße!
      Stephanie alias de Modeflüsterin

  19. Monika Obermair

    Hallo, liebe Stephanie,

    ich bin vor Jahren als Herbsttyp eingestuft, die Farben gefallen mir auch sehr gut. Vorher hatte ich auch eine Odyssee hinter mir: Zuerst Sommertyp, dazwischen mal Wintertyp. Aber erst mit Ziegelrotem Lippenstift kam ich mir nicht mehr “geschminkt” vor. Ob und welcher Mischtyp ich bin, weiß ich allerdings nicht. Grau war in meiner Palette auch noch nicht vorhanden.
    Jetzt werde ich mir eine Basisgarderobe zulegen, nach vielen Anläufen… bisher brauchte ich nach Beendigung meiner Berufstätigkeit kaum Kleidung, schöpfte noch aus dem Fundes “Bürokleidung”.
    Gerne trage ich braun, greife immer wieder nach “Tigermustern”, so daß die Kinder sich schon amüsieren. Khaki und das entsprechende rot habe ich auch gerne.
    Nun zu meiner Frage: 3 Basisfarben. Wäre für mich braun, khaki und beige/wollweiß? Akzentfarbe rot und ??? Habe braune Augen, früher Sommersprossen, jetzt weniger, nur an den Armen noch vermehrt. Haare hatte ich bisher gefärbt in warmem Braunton, die aber in der Sonne zu blond bleichen. Will sie aber jetzt, wenn sie unter Spaniens Sonne wieder gebleicht sind, rauswachsen lassen?
    Hättest du noch evtl. andere Tipps für mich. Ich denke, mit wollweiß oder beige/kamelfarben für die wärmere Jahreszeit wäre ?) ich gut aufgestellt zum Aufbau der Basisgarderobe, die ich mir zum größten Teil nähen will.
    Viele Grüße Monika

    • Modeflüsterin

      Liebe Monika,

      mit Ihrer Farbauswahl sind Sie ja schon hervorragend aufgestellt. Ihre drei Basisfarben plus Ziegelrot – und auch Ihre Vorliebe für Leo- oder Tiger-Muster! – machen durchaus Sinn.

      Für die Weiterentwicklung Ihrer Farbpalette gibt es aus meiner Sicht verschiedene Möglichkeiten, die vor allem mit Ihren persönlichen Vorlieben zusammenhängen. Sie könnten eine weitere, hellere Akzentfarbe hinzufügen, die Ihren Look etwas auffrischt. Da kommen mir Farben, wie Limonengrün, Jadegrün oder vielleicht sogar auch ein warmes Türkis, in den Sinn. Alternativ könnten Sie auch noch eine etwas extravagantere, dunklere Farbkombination mit Petrol ins Auge fassen. Das ergibt zusammen mit Braun und Khaki – aber auch mit Beige/Wollweiß – einen sehr modernen, nicht alltäglichen Look. Zudem wäre es möglich, das Ziegelrot noch durch einen weiteren warmen Rot-Orange-Gelb-Ton zu ergänzen. Sowohl ein schönes Sonnengelb, als auch ein Mais-, Senf- oder Kürbisgelb würden gut zu Ihrer bisherigen Auswahl passen.
      Auch wenn ich weiß, dass diese Tipps eine persönliche Farbberatung natürlich nicht ersetzen können, so hoffe ich dennoch, dass Sie diese Anregungen weiter voran bringen! Viel Erfolg weiterhin!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  20. Liebe Modeflüsterin,
    Ihr Blog ist wunderbar! Ich wurde als Wintertyp mit olivfarbener Haut, mediterraner Typ, identifiziert. Nach dem vorherigen Reinfall als Sommertyp eine Erleichterung. Nach einigem Üben habe ich mit der A-Figur schwarze, graue Hosen, Röcke, Kleider und für den Oberkörper Rot in kühlen Tönen, Pink, Weiß in eher den Oberkörper verbreiternder Optik, z. B. Wasserfallausschnitt. Inzwischen wage ich mich auch in kühlem Beige/Taupe vor die Tür, mit farbigen Accessoires natürlich. Und bei Ihnen entdecke ich Stilvarianten, die mich als klassischen, legeren, femininen Typ näher bestimmen. Weil es einfach nur schön ist, sich total wohl zu fühlen, probiere ich Stilbrüche je nach Stimmung: das klassisch kleine Schwarze mit halbhohen Schnürern und weinrot-schwarzem, großkariertem Wollspenzer, Schaftstiefel zu Röhrenjeans und Wolljanker in signalrot, pinkfarbene Strumpfhosen zu komplett schwarzem Outfit. Für große Frauen eine gute Gelegenheit, die Größe aufzuteilen und mit kleinem Budget Modefarben einzusetzen. Inzwischen habe ich Designer für lange Frauen gefunden und -die Rettung! -bezahlbare Schuhe, die endlich feminin sind. Manchmal gönne ich mir Direktberatung in Parfümerien, um Farben und ihre Wirkungen zu erproben. Mein roter Lippenstift, der mir wirklich steht, war der zuletzt aufgetragene. Manchmal wünsche ich mir Tipps, wie Accessoires ganz neue Stilaussagen tätigen. Und problematisch ist die Veränderung mit “Ganztagsbrillen”, die wegen der Kosten (trifokal) nicht variabel sind. Viele zeitlose Modelle sehen langweilig aus und sind oft proportional zu klein für Große. Ich habe lange gesucht, und ein annähernd interessantes Modell in zartem schwarz, hinterlegt mit Kupfer. Aber womit kann ich die Basisfarben noch aufpeppen? Mit Lilatönen zu Rot? Kontrastfarben des Lippenstifts, z.B. Rosenholz zu Rot? Das geht, finde es aber etwas einfallslos, was können Sie sich dazu vorstellen? Bin gespannt auf Ihre Ideen und weitere Stöberfunde Ihres Blogs…
    Liebe Grüße Meike

    • Modeflüsterin

      Liebe Meike,

      als Wintertyp liegen Sie mit den Basisfarben Schwarz, Grau und Weiß und Ihren zwei Akzentfarben Rot und Pink schon richtig. Wenn Sie eine weitere Akzentfarbe hinzufügen möchten, gibt es eine Fülle an Möglichkeiten: Von Lila, Ultramarinblau bis hin zu Türkis ist alles möglich. Und: Haben Sie schon mal an gemusterte Kleidung (zumindest für den Oberkörper) gedacht? Zudem könnten Sie mit verschiedenen Oberflächenstrukturen spielen, um mehr Spannung ins Outfit zu bringen. Sehen Sie doch noch mal in den beiden Beiträgen zum Thema “6 Methoden, wie Sie Ihre Klassiker aufpeppen” nach! Da sind eine Fülle an weiteren Tipps aufgeführt.
      Ich hoffe, darin finden Sie genug Inspiration!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  21. Liebe Modeflüsterin,
    vielen Dank für die Antwort, gleich hab ich geschaut, was für meine Maße umsetzbar ist. Oberbekleidung ist fast immer zu kurz in der Gesamt-und Ärmellänge, Röcke hören irgendwo auf, jedoch nicht dort, wo sie sollen. Schuhe finde ich ebenso in Spezialgeschäften. Als A-Figurtyp mit 2 unterschiedlichen Kleidergrößen müsste die Oberbekleidung immer der Oberkörper verbreitern, was wegen kaum passender Schulterbreite und ausreichend langen Ärmeln extrem schwierig ist. Trage ich oben lila, muss es unten schwarz sein, das sieht langweilig aus, Statementketten müssen kurz sein, weil ich groß bin (1,80); das Arrangement mit Tüchern finde ich gerade sehr spannend und experimentiere damit. Auch “mehr vom selben” und verwandte Farben einzusetzen. An Muster habe ich mich noch nicht gewagt, außer Querstreifen ,. Wie würden mir Karos stehen, gibt eine Grundaussage dazu? Große Frauen = große Karos?
    Türkis finde ich wunderschön, an Blau traue ich mich nicht heran… dafür bin ich noch zu ungeübt in Modefragen. Aber ich finde hier soviele Anregungen, daß ich jeden Tag eine “Kombinationszeit” einrichten möchte um Neues auszuprobieren. Ich werde eine lange Liste maßgeschneiderter Kleidung anfertigen, die nach und nach kürzer wird, auch ein Schritt zur Nachhaltigkeit, keine sinnlosen Schnäppchen mehr… Also, ich übe weiterhin und versuche Ihre kreativen Ideen, mit dem was da ist, zu verwirklichen. Vielen vielen Dank für die Inspiration, die von Ihnen ausgeht, so macht mir Mode wirklich Freude!
    Liebe Grüße Meike

    • Modeflüsterin

      Liebe Meike,

      die Passform-Probleme, die Sie ansprechen, kenne ich zur Genüge! Schon mit meinen 177 Zentimetern fängt das an und ich kann mir gut vorstellen, wie es mit 180 Zentimetern sein muss. Aber ich sehe, dass Sie nicht so leicht aufgeben und Ihre Idee, sich eine maßgeschneiderte Basics-Kollektion zuzulegen, ist genau das, was mir gerade im Kopf vorschwebt.

      Zu Ihrer Frage: Nur große Frauen können wirklich große Muster sehr vorteilhaft tragen – auch Karos. Nach der “reinen Lehre” sollte die Mustergröße immer in angemessener Proportion zur Körpergröße stehen. Aber: Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die aber schon wieder einen eigenen Beitrag füllen könnten… Für Sie ist jetzt wichtig: Ja, große Karos können Sie auf jeden Fall tragen und am Oberkörper können diese auch für mehr Breite sorgen. Ich würde aber dennoch auch einmal mit kleineren Karos experimentieren – wenn Sie beispielsweise an Kleider denken. Ob Karos überhaupt vorteilhaft aussehen, ist allerdings wieder mehr eine Frage der Stil-Persönlichkeit als der Figur. Und diese Grundsatzfrage sollten Sie zuerst beantworten. Ich wünsche Ihnen ganz viel Freude beim Ausprobieren!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  22. K. Abuschov

    Liebe modeflüsterin. Was ist wenn eine Farbe genau zwischen zwei Farben steht? Zum Beispiel ein pink stichiges lila. zählt das dann als zwei farben? lieben Gruß

    • Modeflüsterin

      Liebe K….(?),

      ob zwei sehr ähnliche Farben als eine Akzentfarbe zählen, hängt davon ab, ob sie in einem Outfit als gleiche oder ähnliche Farbe wahrgenommen werden und zusammen wie eine Farbe wirken. Wenn Sie beispielsweise eine Bluse in einem bläuliches Lila anhaben und eine Tasche dazu tragen, die in einem weiteren, sehr ähnlichen Lila gehalten ist, wird das Auge diese beiden Farben verbinden. Das geht so lange gut, bis das Auge die beiden Töne eindeutig als zwei verschiedene Farben interpretiert. Ab einem bestimmten Grad der Unähnlichkeit fallen die beiden Farben auseinander und werden eindeutig als zwei unterschiedliche Farbtöne wahrgenommen. Weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Zusammenstellung Ihrer Mode-Farben!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  23. Liebe Modeflüsterin,

    ich habe das Projekt „Kleiderschrank“ in Angriff genommen und verbringe gerade viel meiner freien Zeit mit der Theorie. Ich werde definitiv noch weiter in Ihrem äußerst hilfreichen Blog lesen, aber da die Zeit etwas drängt, möchte ich Sie parallel dazu gerne jetzt schon befragen.

    Über mich:

    – Harte Nuss in folgender Hinsicht: Alles sollte praktisch sein (vor allem mit zwei kleinen Kindern). Accessoires, Schmuck, Make-up oder besondere/auffällige Schuhe mag ich nicht (mit Halskette und/oder Tuch kann ich mich wohl anfreunden, wenn die Basis erst mal stimmt). Trotzdem will ich endlich einmal „stimmig“ aussehen.
    – vorrangig X-Typ mit langen Beinen/hoher Taille, mittelgroß
    – Sommer bzw. „mittel warm kalt“ bzw. „Soft Summer“

    Zu den Farben eine Verständnisfrage: Würden beispielsweise ein helleres und ein dunkleres Lila als EINE Farbe zählen oder als zwei? Für mich klingt es irgendwie so, als wären es zwei Farben, gerade bei den Basisfarben, aber das ist praktisch doch gar nicht machbar?

    Zu den Basisfarben mein Fazit für mich:
    – Helle Basisfarbe wenn, dann nur für den Oberkörper und nur unter etwas Dunklerem oder Farbigem bzw. mit einem entsprechenden Tuch.
    – Dunkle Basisfarbe 1: definitiv Blau, weil Jeans (dunkelblau, höchstens mittelblau).
    Klingt das plausibel?

    Und dann noch ein Hilferuf zur dunklen Basisfarbe 2:
    Die ist mir nämlich noch ein Rätsel: Schwarz sollte ich als Sommer nicht tragen, obwohl das bei Hosen ja eigentlich OK wäre. Für meinen Alltag wären schwarze Hosen allerdings sowieso nicht sehr praktisch. Sowohl Dunkelbraun als auch Grau/Anthrazit mag ich. Nun sind aber meine Schuhe fast immer schwarz (ich finde sowieso selten Schuhe, die mir gefallen, und bei Schwarz gibt es die größte Auswahl), Ausnahmen: braun („Wander-und-Wetter-Schuhe“ und spielplatztaugliche Outdoor-Sandalen). „Muss“ ich jetzt entweder Schwarz als zweite Basisfarbe nehmen oder „darf“ ich nur noch Schuhe in den nicht-schwarzen Basisfarben tragen? Oder zählen Jeans vielleicht gar nicht mit und ich darf mir zusätzlich zwei dunkle Basisfarben aussuchen 🙂
    Ich hoffe, Sie können mich hier in die richtige Richtung weisen.

    Viele Grüße
    Karin

    • Modeflüsterin

      Liebe Karin,

      zu erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Sie die Sache mit dem Kleiderschrank nun in Angriff genommen haben! Und ich sehe, dass Sie sich sehr intensiv mit allen Aspekten auseinandersetzen.
      Die “Regeln” für die Kombination von Farben sind dabei nur Empfehlungen und Hilfestellungen, um sich nicht zu verzetteln. Denn je systematischer Ihre Kleidung auch farblich aufgebaut ist, desto besser passt später alles untereinander zusammen. Es geht also nicht um “dürfen”, sondern um eine sinnvolle Zusammenstellung von Farben.

      Ich selbst mag beispielsweise Beerentöne sehr gerne. Dazu zählen Pinktöne ebenso wie Himbeere und ein bisschen blau-lila Pflaume. Ziel ist es, dass ich diese möglichst zusammen in einem Outfit kombinieren kann. Also achte ich darauf, dass alle zusammenpassen. Das ist am einfachsten, wenn es sich um den gleichen Farbton nur in etwas hellerer oder dunklerer Version handelt. Hat ein weiterer Beerenton ein wenig mehr Gelbanteil (dann ist er etwas wärmer) oder mehr Blauanteil (kühler), ist einer sehr kräftig und der andere eher pudrig, passt es schnell doch nicht mehr zusammen. Daher zähle ich alle Farbtöne, die vom Auge als sehr ähnlich wahrgenommen werden und auch in einem Outfit gut zusammenpassen, als eine Farbe. Dann macht es nichts aus, wenn ich zum Pink Top eine Handtasche in einem etwas weniger knalligen Himbeerton trage – das Auge verbindet die beiden miteinander. Je weiter jedoch die Farben vom Wärmegrad oder von der Intensität auseinander liegen, desto wahrscheinlicher wird das Auge sie als zwei unterschiedliche Farben wahrnehmen und die Harmonie wird schwieriger herzustellen – ist aber nicht unmöglich!
      Und so ist es auch nicht verboten, wenn Sie zusätzlich zu Jeansblau, Anthrazit und Braun noch eine zusätzliche neutrale Farbe, wie Schwarz, in Ihre Garderobe aufnehmen wollen. Vielleicht brauchen Sie ja dafür nur zwei statt drei Akzentfarben? Ob Sie allerdings Ihre schwarzen Schuhe auch zu brauner oder grauer Hose anziehen können, das kann ich so nicht beurteilen. Denn das hängt beispielsweise davon ab, welche Haarfarbe Sie haben und ob Sie auch am Oberkörper noch weitere schwarze Akzente setzen können (beispielsweise ein Handtasche, einen Gürtel oder ein Halstuch etc.). Es kommt also immer auf das Gesamtbild, die Gesamtkomposition Ihres Looks an. Haben Sie dazu auch schon den Beitrag zur Farbklammer gelesen?
      Grundsätzlich ist es immer am einfachsten, wenn Sie mit weniger Farben bei de Zusammenstellung Ihrer Kleidugn beginnen, die alle zusammenpassen, und dann nach und nach weitere Basis- und Akzentfarben hinzufügen. Ich hoffe, diese Überlegungen helfen Ihnen weiter!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Liebe Modeflüsterin,

        vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Sie leisten hier wirklich ein tolles „Ehrenamt“! Und darüber bin ich wie so viele andere sehr froh 🙂

        Ihre Hinweise haben mich ein gutes Stück weitergebracht, vor allem habe ich in den Kommentaren des Farbklammerartikels gesehen, dass doch so einige das Problem haben, Schwarz-geht-immer-Schuhe tragen zu wollen, aber keine dunkle Haarfarbe zu haben. Die meinige, eher mittelbraun, hatte ich tatsächlich auch nicht bedacht.

        Die Akzentfarben werden die einfachste Aufgabe werden, ich stehe jetzt erst mal vor der großen Hürde der Basisfarbenwahl. Da bin ich gerade etwas pessimistisch, weil – für mich – Hosen und Schuhe Basisfarben haben müssen und ich es inzwischen für sinnvoll halte, Braun als Basisfarbe erst mal auslaufen zu lassen, ich nun mal aber braune Haare habe. Nun ja. Wenn ich meine Möglichkeiten sortiert habe, werde ich mich wohl noch einmal hier melden.

        Viele Grüße
        Karin

  24. Melanie Werner

    Hallo liebe Stephanie,

    das Thema Basis- und Akzentfarben hast du super und gleichzeitig sehr detailliert erklärt. Wie du auch geschrieben hast, ist es entscheidend, dass der Farbton auch zum Farbtyp passt, denn sonst macht die Farbe einen im schlimmsten Fall richtig blass. Zum Beispiel, wenn ein kühler Sommertyp ein warmes Beige trägt.

    Daher noch ein kleiner Tipp für alle, die sich bei der Wahl der passenden Basisfarbe schwer tun: Dunkelblau ist die einzige Basisfarbe, die jedem Farbtyp steht! Damit ist man immer auf der sicheren Seite.

    Viele Grüße,
    Melanie

    • Modeflüsterin

      Liebe Melanie,

      herzlichen Dank für diese wertvolle Ergänzung!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  25. Liebe Modeflüsterin
    Gleich zwei Fragen: Ich bin ein Frühlingstyp, als meine Businessfarbe habe ich beige auserkoren. Da ich aber mit dem Rad zur Arbeit fahre, muss ich immer sehr aufpassen, da man jeden Fleck sieht. Hast Du mir da einen Tipp?
    An offiziellen Anlässen meines Geschäftes muss ich jedoch schwarz-weiss tragen, dazu ein weinrotes Foular. Leider stehen mir diese Farben überhaupt nicht, ich sehe dann immer blass und müde aus. Kann ich da mit mehr Make-Up tricksen? Oder hast Du sonst eine Idde? Zudem finde ich einerseits, dass es zwar wichtig wäre, einen hochwertigen Zweiteiler für diese Anlässe zu besitzen, andererseits reut es mich, viel Geld für Kleidung auszugeben, die ich nicht mag und privat nicht tragen würde. Dein Tipp?
    Danke und liebe Grüsse Jenny

    • Modeflüsterin

      Liebe Jenny,

      leider kann ich gar nichts daran ändern, wenn die Farbe von Berufskleidung einfach nicht zum Typ passt – sorry! Es gibt aber immer ein großes ABER: versuche mal, zusätzlich zu Schwarz-Weiß und Weinrot eine weitere “Deiner” Farben möglichst nah am Gesicht in das Outfit einzubringen. Das wird Deinem Arbeitgeber allerdings nicht gefallen… Ansonsten: hast Du schon den Beitrag über “Wie Sie Farben trage, die ihnen nicht stehen” gesehen? Dein Make-up sollte trotzdem immer Deinem Farbtyp entsprechen – vor allem Deine Lippenfarbe! Mit dieser könntest Du einen Kontrast zum weinroten Foulard in Gesichtsnähe schaffen.
      Zum Thema helle Business-Garderobe: Leider sind helle Farben immer anfälliger für Flecken als dunkle. Das kann man nicht ändern. Aber: Du kannst darauf achten, dass die Materialien gut waschbar sind – so musst Du zumindest nicht so viel Reinigungskosten zahlen…
      Du siehst, Deine Fragen sind kniffelig. Ich bin sicher, wenn jemand für beide Probleme eine Lösung finden würde – er wäre bald schon Millionär 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Jennifer Tschanz

        Liebe Modeflüsterin
        Danke für Deine Antworten. Und ja, da hast Du wohl recht mit dem Millionär 🙂
        Liebe Grüsse
        Jenny

  26. Karina Abuschov

    Liebe Modeflüsterin. ich wollte mich auch nochmals zu Wort melden 😀 kann ich drei seht unterschiedliche blautöne als eine akzentfarbe in meinem outfit werten , oder nimmt das Auge dann diese ebenfalls nicht mehr als eine Farbe wahr?
    liebe grüße

    • Modeflüsterin

      Liebe Karina,

      bei sehr unterschiedlichen Blautönen sind das auch unterschiedliche Akzentfarben. Nur wenn das Auge die Blautöne in einem Outfit als fast gleich beurteilen würde, gelten sie als eine Farbe. Aber auch das ist keine exakte Wissenschaft und daher nur eine Empfehlung, keine Regel 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  27. Hallo,
    ich bin auch eine treue Leserin Ihres Blogs und beschäftige mich aktuell wieder mit Farbauswahl. Dabei habe ich mir nach dem Prinzip Ihres Beitrags zum Businessbaukastens zwei Baukästen zusammengestellt. Den ersten für die Business-Garderobe in den Farben blau-weiß-rot, den zweiten habe ich eher für die Freizeit zusammengestellt in schwarz-grau-pink. Bin ein Sommertyp mit dunklen Haaren und greife lieber zu dunklen Farbtönen und “toleriere” schwarz und (für den Sommer) weiß. Grundsätzlich sind dabei auch Teile, die in beiden Baukästen Verwendung finden können – die Akzentfarben lassen sich untereinander austauschen, grau geht mit blau und schwarz und grau mit weiß. Nur beim Kombinieren von blau und schwarz bzw. rot und pink sehe ich Probleme. Nun sind das genau die Farben, die Sie in ihrer Palette tragen. Funktioniert das immer? Oder wo sind die Grenzen? Müsste ich mich nur dran gewöhnen blau mit schwarz zu kombinieren?

    • Modeflüsterin

      Liebe Bärbel,

      da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen! Schwarz und Dunkelblau passt umso besser zusammen, je deutlicher sich die beiden Farben unterscheiden. Ein kräftigerer Marineton oder ein Nachtblau sieht zu Schwarz toll aus, ein fast schwarzes Blau ist schwieriger zu kombinieren. Bei Pink und Rot funktioniert es gut, solange beide Farben in etwa die gleiche Intensität und/oder den ähnlichen Wärmegrad haben bzw. gleich kühl sind. Ein kühles Rot passt zu einem kühlen Rosa-Pink-Ton, ein wärmeres Rot zu einem etwas gelbstichigeren Rosa-Pink-Ton.
      In beiden Fällen ist es vorteilhaft, wenn irgendwo noch ein Accessoire oder Kleidungsstück im Outfit ist, das beide Farben verbindet. Man muss aber schon ein wenig herumprobieren, um eine harmonische Lösung zu finden – wie bei allen Outfits mit zwei Akzentfarben. Diese sind etwas für “fortgeschrittene” Farben-Komponisten 😉
      Ich hatte einmal einen Seidenrock mit einem Muster, in dem sowohl Knallrot, als auch ein kräftiges Pink und Schwarz/Weiß enthalten war. Das war jahrelang mein liebster Sommerrock und es passte einfach alles dazu – habe ihn erst vor dieser Saison aussortiert, da er leider endgültig abgetragen war. Jetzt bin ich immer noch ganz traurig, da ich weiß, dass ich wahrscheinlich ewig nichts mehr Vergleichbares finden werde… Solche farblichen “Verbindungsstücke” sind Gold wert!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  28. Liebe Modeflüsterin,
    danke für die Antwort, ich werde mich mal rantasten. Heute trage ich ein dunkelblaues Kleid, jeansblau-weiß-gestreiften Blazer mit schwarzen Schuhen und schwarzer Handtasche. Um die Akzentfarben zu mischen braucht es in der Tat die richtigen Töne und die richtigen Teile.
    Liebe Grüße, Bärbel

  29. Liebe Modeflüsterin,

    kann Schwarz eigentlich auch als eine Akzentfarbe eingesetzt werden?

    Liebe Grüße
    Lena

    • Modeflüsterin

      Liebe Lena,

      wenn Du damit meinst, dass Du ein ganzes Outfit in einer anderen Farbe trägst und dann nur vereinzelt kleine schwarze “Farbinseln” platzierst, dann lautet die Antwort “Ja”. Allerdings ist Schwarz eine neutrale Farbe und wird gegenüber “echten” Akzentfarben, wie Rot, Blau, Gelb und deren Mischungen, meist optisch zurücktreten.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  30. Hallo liebe Modeflüsterin,
    ich befasse mich erst seit kurzem mit dem Thema, bin aber sehr froh, dass ich endlich angefangen habe, da mich schon seit langem sehr viele Fragen plagen, bisher aber eher unbewusst und chaotisch. Jetzt taste ich mich langsam an etwas mehr Ordnung in meinem Chaos. Eine Frage ist mir jetzt deutlich geworden und ich hoffe, du kannst mir weiterhelfen. Was ich bisher von dir gelesen habe klingt für mich gut durchdacht und professionell und daher wende ich mich gerne an dich.
    Ich bin wohl eindeutig der X-Typ. Eigentlich eine schöne Sache. Die Beschreibung des Typs klingt auch eigentlich schön und beim Lesen ging mir ein Licht auf. Es wird beschrieben, dass man als X-Typ wunderbar in eleganten Kleidungsstücken aussieht, jedoch Schwierigkeiten dabei hat, sich eher locker und lässig zu kleiden. Das hatte ich bisher schon bemerkt und habe mich gewundert, dass ich das nicht hinbekomme. Jetzt bin ich beruhigt, denn scheinbar liegt es nicht an meinem Modebewusstsein sondern an meinem Figurtyp. Und dennoch bereitet es mir, vor allem im Berufsleben, einige Schwierigkeiten. Ich habe den Eindruck, dass ich, egal was ich anziehe, zu sexy wirke. Im Privatleben mag das weniger problematisch sein, im Berufsleben allerdings möchte ich das auf keinen Fall. Elegant statt locker und lässig, damit könnte ich mich abfinden. Mir fällt es allerdings schwer zwischen elegant und sexy zu unterscheiden. Ich trage jedoch weder zu tiefe Ausschnitte noch zu kurze Röcke. Aber wie auch zum X-Typ empfohlen trage ich eher figurbetonte Kleidungsstücke, da das einfach schöner aussieht und aufgrund meiner kleinen Körpergröße viel vorteilhafter erscheint. Es kann ja auch kaum eine Lösung sein, dass ich mich ab sofort nur noch in Kartoffelsäcke stecke, in denen ich mich nicht wohlfühle. Hilfe?
    Schöne Grüße Johanna

    • Modeflüsterin

      Liebe Johanna,

      das wäre natürlich jetzt tatsächlich eine tolle Frage für eine Outfit-Beratung…
      Ohne Dich zu kennen oder sehen zu können: Als kleine X-Figur würde ich an Deiner Stelle auch keine Kompromisse bei der Silhouette machen – figurnah ist schon richtig. Aber es gibt einen Unterschied zwischen figurnah, der Figur folgend oder die Figur umspielend und hauteng. Auch kannst Du mal darauf achten, dass auch die Stoffwahl und die Verarbeitung der Kleidung eher robust ist oder aus der Herren-Mode kommt. Das ist natürlich auch Typsache, aber probier doch einfach mal aus, was passiert, wenn Du einen Blazer oder ein Etuikleid aus einem Anzugstoff mit Hahnentritt- oder Glencheck-Muster trägst. Oder wenn die Stoffe gröber werden, wie Tweed, Bouclé oder Breitcord. Alles weitere müsstest Du leider in einer persönlichen Stilberatung klären…
      Ich hoffe natürlich, dass Dich diese Überlegungen schon ein bisschen weiter bringen 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Vielen Dank, ich werde mich mal damit auseinandersetzen und wohl doch mal eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Sieht so aus, als würde es sich lohnen bei mir 🙂

  31. Liebe Stephanie, ich habe gestern noch lange über meine Basis- und Akzentfarben gegrübelt und würde für mich als Basisfarben schwarz, ein gebrochenes woll- oder cremeweiß und ein warmes dunkles Schokoladenbraun (eher zartbitter als Vollmilch 🙂 ) als schön empfinden. Ich habe zwar nämlich viele graue Sachen, stelle aber schon lange fest, dass ich mich in grau eigentlich nicht wohlfühle.
    Als Akzentfarben würden mir meine absolute Lieblingsklamottenfarbe Aubergine/Beerentöne, Betraut und Puder/Altrosa in den Sinn kommen, weil das Farben sind, die ich gerne mag und die mir laut anderen Aussagen auch gut stehen. Nun aber meine Frage an dich, wie sieht es denn mit der Kombinierbarkeit dieser 3 bzw. 6 Farben aus? Da bin ich mir nicht so ganz sicher…
    Ich bedanke mich schon im Voraus für deine Antwort und natürlich nochmal für diesen tollen Blog.
    Ich war gestern nach mehrstündiger Schmökere ganz enthusiastisch und hatte das Gefühl, vielleicht endlich die Lösung für meine Klamotten-Unsicherheit an der Hand zu haben.
    Herzliche Grüße

    • Modeflüsterin

      Liebe Lisa,

      das freut mich, dass Du schon ein gutes Gefühl hast, Deinem Stil auf der Spur zu sein! Aber lass es ruhig langsam angehen! Die Entwicklung des eigenen Stils braucht seine Zeit. Lass auch Deine Farbauswahl ein paar Tage oder Wochen sacken. Probier immer mal wieder aus, wie die Farben zusammen aussehen und ob Dich das begeistert. Du kannst beispielsweise farbiges Papier kaufen oder mit Wasserfarben auf Papier malen und immer wieder neue Kombinationen aus Deinen Lieblingsfarben zusammen stellen. Tausche auch mal die eine oder andere Farbe gegen eine weitere denkbare Farbe aus und probiere wieder neu.
      Grundsätzlich sehe ich an Deiner Farbwahl, dass Du kühle und wärmere, sowie sehr dunkle mit sehr hellen Farben mischst. Das bedeutet, Du solltest ein Warm-Kalter-Mischtyp sein und jemand, der starke Kontraste gut verträgt. Ob nun das ausgewählte Braun mit dem Beerenton und dem Altrosa zusammenpasst, hängt von den genauen Farbtönen ab. Theoretisch ist das möglich und ich könnte mir sogar sehr schöne Kombinationen daraus vorstellen. Alle genannten Farben passen auf jeden Fall zu Schwarz und zu Woll- oder Cremeweiß und ergeben untereinander fast monochrome Kombinationen. (Das “Betraut” ist wahrscheinlich ein Tippfehler…). Eine genaue Farbanalyse oder eine individuelle Farbempfehlung ist aber leider über das Internet nicht machbar. Weiterhin alles Gute für Dich!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  32. Liebe Stephanie,

    nachdem ich vor langem schon auf deinen tollen Block gestoßen bin, habe ich nun endlich den Schritt “gewagt” und mir eine Farbberatung gegönnt. Ich möchte langsam einen klareren Stil in meinen Kleiderschrank bekommen, der momentan aus wild zusammen gewürfelten Teilen besteht. Ich wurde als Herbsttyp eingestuft, mit Tendenz zum Frühling, da ich zwar braue Augen, aber helle Haut und (dunkel)blonde Haare habe. Als besondere Highlightfarben wurden mir Oliv, Petrol, Marsala und Apricot/Lachs empfohlen. Basiernd darauf möchte ich jetzt meine persönliche Farbpalette zusammenstellen. Als Basisfarben dachte ich an Oliv, ein gedecktes weiches Weiß/Beige und ein Schokobraun. Als Aktzentfarben Marsala, Petrol und Apricot/Lachs oder aber auch Maisgelb.
    Nun habe ich aber auch sehr viele Teile in Marine/Dunkelblau bzw dunkle Jeans im Kleiderschrank, die ich ungern aufgeben möchte. Wie kann ich diese Farbe integrieren? Ist sie für mich als Herbsttyp überhaupt ratsam? Wirkt sie nicht zu kalt? Zudem frage ich mich, ob ich Braun als Basisfarbe festlegen soll, wenn ich es nur für Schuhe/Tasche/Gürtel tragen will? Denn Kleidungsstücke in braun mag ich nicht wirklich.
    Liebe Grüße, Silvia

  33. Modeflüsterin

    Liebe Silvia,

    also erst einmal: Sie sollten niemals eine Farbe tragen, die Sie nicht mögen, nur weil sie in Ihrem Farbspektrum enthalten ist! Wenn für Sie also Braun bei Kleidung nicht infrage kommt, dann wählen Sie diese Farbe bitte keinesfalls als Basisfarbe!
    Zum Thema Blau: Es gibt für Herbst- und auch Frühlingstypen durchaus einen Blau-Ton, der passt: Für den Frühlingstyp wäre auch ein klares Marineblau grundsätzlich tragbar, für den Herbsttyp ein etwas gedämpfteres Dunkelblau. Diese Töne sollten eigentlich in Ihrem Farbpass von der Farbberatung enthalten sein. Zudem ist es ohnehin kein Problem, wenn Sie Ihre Blautöne nicht nahe am Gesicht tragen – also beispielsweise nur als Hose, Rock oder Jeans. So können Sie Ihre blauen Lieblinge zumindest noch auftragen.
    Auch bei Blautönen gibt es warme und kalte Nuancen. Je mehr Gelbanteil im Blau ist, desto besser für Sie. Sie müssen bei Dunkelblau allerdings immer ein Vergleichsstück zum Einkauf mitnehmen, um exakt den gleichen Ton zu treffen. Das ist etwas schwierig. Und hüten Sie sich vor grellen, kühlen Blautönen – die sind Gift für Sie!
    Braun als Farbe für Accessoires passt zu allen genannten Farben und ist daher auch kein Problem. In dem Moment, in dem Sie zwei braune Accessoires im Outfit tragen, entsteht schon eine Farbklammer und die Harmonie ist gesichert 🙂
    Noch viel Freude bei der Zusammenstellung Ihrer Garderoben-Farben wünscht Ihnen
    Stephanie alias die Modeflüsterin

  34. Hallo,

    toller Post, auf den ich durch Zufall gestoßen bin auf der Suche nach einem Prinzip, meinen Kleiderschrank auszumisten und zu strukturieren.

    Auch ich habe mit einem “anderen” Blick in meine Kleiderschränke feststellen müssen, dass ich unterbewusst schon meine Klamotten nur in bestimmten Farben gekauft habe.

    Dominant sind schwarz, grau und ein wenig weiß, die ich wohl zu den Basisfarben zählen kann. Ansonsten finden sich viel Rot- und Pinktöne in meinem Schrank, sowie alle möglichen Blautöne. Ich finde auch, dass man all diese Farben super kombinieren kann.

    Gar nicht findet man orange, gelb oder leuchtendes grün. Das sieht ganz schrecklich an mir aus. Auch erdige Farben wie olive oder braun findet man nur, weil Fehlkäufe zum Leben auch dazu gehören.

    Nach Haarfarbe und Haut dürfte ich ein Wintertyp sein.

    Nach diesem Artikel werde ich sicher bewusster Shoppen gehen, wobei ich denke, schon ein solides Grundgerüst an tollen Kleidungsstücken mein Eigen zu nennen.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Cathleen

    • Modeflüsterin

      Liebe Cathleen,

      also genauer hätte man die Farbwahl eines Wintertyps nicht beschreiben können 😉 Das klingt danach, als hättest Du schon eine ganze Weile sehr typgerecht eingekauft. Freu Dich, dass bei der Kleiderschrank-Inventur nicht so viele Kleidungsstücke dran glauben müssen – zumindest nicht aus farblichen Gründen. Weiterhin alles Gute beim Aufbau Deiner Garderobe!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  35. Liebe Stephanie,

    seit einiger Zeit verfolge ich Ihren Blog mit großem Vergnügen! Vielen Dank für Ihre gut durchdachten Einträge, die mir persönlich sehr interessante Anregungen bringen!

    Ich selbst bin eine junge Frau, die am Ende des Studiums und am Anfang des Berufslebens steht. Da mein bisheriges Tätigkeitsfeld männlich dominiert ist, ist das Thema Mode und Stil bisher nie relevant gewesen. Erst durch den neuen Lebensabschnitt, der auf mich zukommt, habe ich begonnen mich mit der Thematik zu befassen und bin fasziniert, welche Auswirkungen die richtige Wahl von Kleidung auf das Umfeld hat.

    Nach reiflicher Überlegung habe ich nun vor Kurzem eine umfassende Stilberatung in Anspruch genommen. Ich bin jemand, der gute Beratung schätzt und ohne habe ich mich zum Teil vollkommen überfordert gefühlt. Es war ein langer und anstrengender Tag, nach dem mir der Kopf so richtig schwirrte von all den Farben, Schnitten, Mustern und Kombinationen.

    Mit meinem goldigen Teint, den mittelbraunen Haaren und den braunen Augen wurde ich als Frühlingstyp eingestuft. Was sehr interessant ist, denn als für mich gute Farben entpuppte sich alles Mögliche, das bisher in meinem Universum nicht existent war (ich dachte eher, ich bin ein Herbsttyp…). Ich denke, diese Farben kamen auch zum Tragen, da es mir ein Anliegen ist, meine Weiblichkeit etwas mehr zu unterstreichen. Mit diesen neuen Farbwelten muss ich mich erst anfreunden, doch ich habe das Gefühl, sie bringen mich zum Strahlen.

    Nach einem kurzen Blick in meinen Kleiderschrank (inspiriert auch von Ihrem Blog und mit der Hilfe Ihrer Listen) hat sich bestätigt, was ich schon wusste: ich besitze so gut wie kein Kleidungsstück, das zum Frühlingstyp passt…

    Mein Plan ist derzeit, langsam vorzugehen um mich an die neuen Farben zu gewöhnen und um mein Budget zu schonen. Ich kaufe gerne qualitativ hochwertig ein und bin dafür auch bereit zu investieren, aber eben in meinem Tempo.

    Als Basisfarben für meine Garderobe dachte ich an Dunkelblau (ein dunkles Jeansblau), ein warmer Braunton (Nougat) und Elfenbeinweiß. Für die gewünschten Akzente sollten
    Apricot, Aqua und Sonnengelb sorgen.

    Allerdings stellen sich dadurch für mich einige Probleme ein, von denen ich hoffe, Sie könnten mir vielleicht weiterhelfen:

    Die riesige Farbpalette, die es gibt, überfordert mich komplett! Sollte man versuchen möglichst alles im exakt gleichen Ton zu kaufen (was unglaublich schwierig ist) oder gibt es in Ihrem Kleiderschrank Schattierungen der einzelnen gewählten Farben. Sprich: ist, wenn Sie von Weiß schreiben zB. Reinweiß gemeint, oder meinen Sie unterschiedliche Weißschattierungen, die aber alle einen ähnlichen Farbgrad haben?
    Und wenn Sie zB. von Rot sprechen, meinen Sie einen ganz bestimmten Rotton in unterschiedlichen Intensitätsgraden?
    Macht es ggf. Sinn, sich zusätzlich zur Farbpalette der Beratung eine RAL Palette zu kaufen, um die Farbtöne in den Läden besser einordnen zu können?

    Ich bin leider kein übermäßig kreativer Mensch und habe das Gefühl, von den unterschiedlichen Farbvariationen erschlagen zu werden… Mit ein Grund dafür, dass ich versuche das Thema systematisch anzugehen ;-).

    Nun gut, wahrscheinlich wird es dann darauf hinauslaufen, den Selbstversuch zu starten, nicht wahr 😉

    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Regina

    • Modeflüsterin

      Liebe Regina,

      vielen lieben Dank für Ihre ausführliche Beschreibung Ihrer Siutation und wie Sie nun den Aufbau Ihrer Basisgarderobe neu angehen wollen! Das ist sehr interessant und ich finde, Sie machen es genau richtig, wenn Sie sich da dabei genug Zeit lassen.

      Auch die Auswahl Ihrer Farben kann ich mir ganz bezaubern an einem Frhlingstyp vorstellen. Beim Einkauf ist es tatsächlich immer recht schwierig, genau die passenden Farbtöne zu finden. Ich greife dann auch schon mal zu einer Variante, wenn zwei Dinge erfüllt sind: Die Kühle bzw. Wärme des Farbtons sollte die gleiche sein und die Intensität bzw. Gedämpftheit der Farbe sollte in etwa gleich sein. Dann darf es ruhig auch mal ein hellerer, dunklerer oder analoger Farbton sein (also ein Farbton, der auf dem Farbkreis etwas neben dem gewünschten Original-Ton liegt). Am einfachsten ist es, Sie nehmen zum Einkaufen nicht nur Ihren Farbenpass mit, sondern auch die Kleidungsstücke, das dazu passen sollen. So sieht man am schnellsten, ob sich durch den neuen Farbton eine Farbharmonie ergibt oder ob sich die Töne beißen.

      Letztendlich sollte ja das Ziel sein, dass Sie alle Ihre Basis- und Akzentfarben miteinander in einem Outfit willkürlich kombinieren können (theoretisch, praktisch natürlich nicht wirklich alle auf einmal…). Sind die Farben ähnlich genug, dann werden sie vom Auge automatisch verbunden. Sind sie es nicht, fällt das Outfit optisch auseinander. Das können Sie schon beim Einkauf sehen, wenn Sie das Outfit dabei haben. Ganz wichtig: Wenn Sie sich nicht sicher sind, gehen Sie ans Tageslicht!

      Ich wünsche Ihnen weiterhin alles erdenklich Gute und viel Erfolg beim Aufbau Ihrer neuen Garderobe!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  36. Melanie

    Hallo liebe Modeflüsterin,

    seit ich gestern Ihren Blog entdeckt habe, habe ich schon erstaunlich nützliche Tipps gefunden (DANKE!) – so zum Beispiel, dass mir mit meiner A-Figur (zwar schlank aber mit sehr kleiner Oberweite) Akzente wie Brusttaschen und Schulterriegeln sehr gut stehen. Neuerdings habe ich auch nicht zu lange Oversize-Shirts für mich entdeckt, die, wenn sie aus einem etwas festeren Stoff und (für mich als Wintertyp) leuchtenter Uni-Farbe sind, super oben etwas “hermachen” und die Hüften geradezu schmal erscheinen lassen. Das war letzte Woche eine tolle Entdeckung beim Shoppen, nachdem ich mich kurz zuvor bei Anproben in Skinny-Jeans mit fließender dünner Bluse sehr unvorteilhaft gekleidet gefühlt habe. Haben diese Oberteile eigentlich einen bestimmten Namen?

    Warum ich aber eigentlich hier bei diesem Post schreibe, ist ein anderer. Seit einigen Wochen erst widme ich mich intensiv dem Thema “Basis-Garderobe” und Farbtypen, was jetzt irgendwie notwendig wurde, da ich mich zuvor mit Größe 34/36 immer leicht intuitiv sehr gut kleiden konnte – jetzt mit Größe 38 klappte das irgendwie nicht mehr, weil ich wohl unzufrieden mit meiner Figur war. Durch die o. g. Themen habe ich nun endlich richtig tolle neue Outfits gefunden – danke daher auch für Ihren tollen Blog und den Beitrag oben, denn ich habe in den letzten Wochen durch viel Lesen, Experimente, Farbpässe und viiielen Selfies exakt dieselben 6 Basis- und Akzent-Farben für mich als optimal herausgefunden, die Sie oben darstellen. Die sind zwar in der Farbpalette des Wintertyps zu finden, aber ich musste auch feststellen, dass viele andere Farben in den Winter-Farbpässen sind, die mich nicht so strahlend erscheinen lassen – eigentlich alle Farben, die nicht richtig intensiv, klar und “satt” sind. Stattdessen finde ich, dass sehr dunkles Braun und auch Taupe-Töne mir ganz gut stehen – diese wiederrum findet man leider gar nicht in den Winterpaletten, stattdessen aber beim Sommertyp, dessen blasse Farben mir aber nicht stehen. Haben Sie eine Erklärung dafür? Ich erinnere mich blass, dass man mir in einer Farbberatung in meiner Jugend (vor über 20 Jahren ;-)) sagte, ich wäre Winter/Sommer…

    Spannend finde ich aber das Gelb in der Winterpalette – ich habe nun endlich eine Bluse in leuchtendem Zitronengelb gefunden, die mir erstaunlich gut zu stehen scheint und mit den drei o. g. Basisfarben super zu kombinieren ist 🙂

    Herzliche Grüße

    Melanie

    • Modeflüsterin

      Liebe Melanie,

      also einen Namen für die beschriebenen Tops habe ich jetzt auch nicht parat… Leider. Ich würde sie “kurze Oversize-Kasten-Tops” nennen. Aber das ist wahrscheinlich wenig hilfreich

      Dass Du ein Winter-/Sommer-Mischtyp bist, ist zwar möglich, muss aber nicht sein. Denn auch beim Wintertyp gibt es ja noch ein paar Untertypen, die durchaus kühle Taupe- und Brauntöne vertragen können. Die Vielfältigkeit der individuellen Pigmentierung ist auch bei den Farbtypen nicht in nur 4 Kategorien lebensecht zu erfassen. Das sind alles nur Annäherungen. Also bleib einfach ganz entspannt. Wenn Dir diese Farben stehen und Du sie gerne trägst, dann mach das einfach.

      Weiterhin alles Gute und herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  37. Saskia Irwig

    Liebe Modeflüsterin,
    ein wahnsinnig hilfreicher Post!
    Als Herbsttyp kann ich bekanntlich gut warme Farben tragen, also habe ich mir ein warmes Grau, Navy und Khaki als Basisfarben ausgesucht (Braun sagt mir leider überhaupt nicht zu).
    Jetzt bin ich ein wenig ratlos, was die Akzentfarben angeht: Wein-/Dunkelrot muss unbedingt rein, da habe ich ein Faible für. Und dann hätte ich gerne noch einen etwas grünlicheren oder bläulicheren Ton. Aktuell sind ein ins Moosgrüne gehendes Dunkelgrün und ein kräftiges Meeresblau meine beiden Favoriten, allerdings habe ich bei beiden meine Zweifel.
    Dunkelgrün hat den Nachteil, dass man es nicht allzu gut mit Khaki-Tönen kombinieren kann, Meeresblau hingegen ist mir fast ein wenig zu grell, zumal ich ja u U auch die Akzentfarben untereinander kombinieren möchte.
    Was denken Sie? Hat eine der beiden Farben vielleicht noch einen entscheidenden Vor- oder Nachteil, den ich übersehen habe? Oder gibt es eine ganz andere Farbe, an die ich nicht gedacht habe?
    Ihr Blog ist eine Goldgrube! Soeben bin ich darauf gestoßen und schon zum Fan geworden!
    Grüße
    Saskia I.

    • Modeflüsterin

      Liebe Saskia,

      schön, dass Sie zur Modeflüsterin gefunden haben!

      Natürlich kann ich aus der Ferne keine Farbberatung machen… Ich bin ja quasi blind! Aber ich könnte Ihnen ein paar grundsätzliche Tipps geben: Zuallererst hoffe ich, dass das Weinrot, das Sie sich vorstellen, eher eine bräunliche, warme Ausstrahlung hat. Das wäre wichtig, auch für die Kombination mit weiteren, typischen Herbstfarben. Dann denke ich, dass ein Moosgrün tatsächlich ein bisschen zu wenig von Khaki differenziert ist – das wäre dennoch eine Möglichkeit und gut für Sie, wenn Sie überwiegend monochrome Looks tragen wollen/können.
      Wenn Sie allerdings vom Typ her einen mittleren Helligkeitskontrast vertragen, würde ich an Ihrer Stelle noch eine etwas hellere, frischere oder kräftigere Farbe in das Farbspektrum integrieren. Dann wäre da beispielsweise ein grünliches Türkis, ein bläuliches Petrol oder auch ein Gelbton (Mais- oder Senfgelb) toll für den Herbsttyp. Von Hellblau würde ich Anstand nehmen, es sei denn, es wäre ein sehr kräftiges “Gewitterblumen-Blau” mit einem lila Touch darin.
      Ich hoffe, diese Überlegungen helfen Ihnen weiter!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  38. Saskia Irwig

    Liebe Modeflüsterin,
    ein wahnsinnig hilfreicher Post!
    Als Herbsttyp kann ich bekanntlich gut warme Farben tragen, also habe ich mir ein warmes Grau, Navy und Khaki als Basisfarben ausgesucht (Braun sagt mir leider überhaupt nicht zu).
    Jetzt bin ich ein wenig ratlos, was die Akzentfarben angeht: Wein-/Dunkelrot muss unbedingt rein, da habe ich ein Faible für. Und dann hätte ich gerne noch einen etwas grünlicheren oder bläulicheren Ton. Aktuell sind ein ins Moosgrüne gehendes Dunkelgrün und ein kräftiges Meeresblau meine beiden Favoriten, allerdings habe ich bei beiden meine Zweifel.
    Dunkelgrün hat den Nachteil, dass man es nicht allzu gut mit Khaki-Tönen kombinieren kann, Meeresblau hingegen ist mir fast ein wenig zu grell, zumal ich ja u U auch die Akzentfarben untereinander kombinieren möchte.
    Was denken Sie? Hat eine der beiden Farben vielleicht noch einen entscheidenden Vor- oder Nachteil, den ich übersehen habe? Oder gibt es eine ganz andere Farbe, an die ich nicht gedacht habe?
    Ihr Blog ist eine Goldgrube! Soeben bin ich darauf gestoßen und schon zum Fan geworden!
    Grüße
    Saskia I.

    • Modeflüsterin

      Liebe Saskia,

      schön, dass Sie zur Modeflüsterin gefunden haben!

      Natürlich kann ich aus der Ferne keine Farbberatung machen… Ich bin ja quasi blind! Aber ich könnte Ihnen ein paar grundsätzliche Tipps geben: Zuallererst hoffe ich, dass das Weinrot, das Sie sich vorstellen, eher eine bräunliche, warme Ausstrahlung hat. Das wäre wichtig, auch für die Kombination mit weiteren, typischen Herbstfarben. Dann denke ich, dass ein Moosgrün tatsächlich ein bisschen zu wenig von Khaki differenziert ist – das wäre dennoch eine Möglichkeit und gut für Sie, wenn Sie überwiegend monochrome Looks tragen wollen/können.
      Wenn Sie allerdings vom Typ her einen mittleren Helligkeitskontrast vertragen, würde ich an Ihrer Stelle noch eine etwas hellere, frischere oder kräftigere Farbe in das Farbspektrum integrieren. Dann wäre da beispielsweise ein grünliches Türkis, ein bläuliches Petrol oder auch ein Gelbton (Mais- oder Senfgelb) toll für den Herbsttyp. Von Hellblau würde ich Anstand nehmen, es sei denn, es wäre ein sehr kräftiges “Gewitterblumen-Blau” mit einem lila Touch darin.
      Ich hoffe, diese Überlegungen helfen Ihnen weiter!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  39. Schade, dass ich diesen Post nicht schon eher gelesen habe!
    Mittlerweile ist es mir – nach langwierigen Experimenten und einigen Rückschlägen – tatsächlich gelungen, mein persönliches Farbkonzept zu entwickeln, wobei ich mich an Deinem zweistufigen Drei-Farben-Konzept zur Erstellung einer Business-Garderobe (zwei Hauptfarben, eine Akzentfarbe) und am dreistufigen Neun-Farben-Konzept der Bloggerin »Into Mind« (drei Hauptfarben, drei Akzentfarben, drei sogenannte »Neutralfarben«) orientiert habe:

    https://blog.modefluesterin.de/2015/03/01/in-6-schritten-zur-business-garderobe-teil-1-ihr-basis-outfit/

    https://anuschkarees.com/blog/2014/08/25/how-to-choose-a-versatile-colour-palette-for-your-wardrobe-incl-36-sample-colour-palettes/

    Beide Konzepte waren für mich jedoch aus verschiedenen Gründen ungeeignet.
    Ich habe daher ein eigenes – ebenfalls dreistufiges – Farbkonzept zusammengestellt, in dem alle Farbtöne (also auch die Akzentfarben) miteinander kompatibel sind (genau wie in den Modeflüsterin-Farbkonzepten) und zudem die Farbtöne nach der Häufigkeit und der Großflächkeit der Anwendung geordnet werden.
    Ich unterscheide – genau wie Du – zwischen Hauptfarben und Akzentfarben.
    Zusätzlich habe ich aber auch noch »Musterfarben«.
    Ich bin Wintertyp mit einer Vorliebe für dunkle Nuancen.
    Und dies sind meine Töne:

    1. Hauptfarbe: Pechschwarz.
    2. Hauptfarbe: Marineblau.
    3. Hauptfarbe: Dunkelgrau (Graphit).

    1. Akzentfarbe: Königsblau (Royalblau).
    2. Akzentfarbe: Fuchsia (ein sehr grelles, dunkles Pink mit leichtem Blaueinschlag).
    3. Akzentfarbe: Dunkelviolett (ein reines, dunkles Violett mit höherem Blauanteil).

    1. Musterfarbe: Schneeweiß.
    2. Musterfarbe: Silber.

    Die Hauptfarben trage ich täglich, entweder allein oder in Kombination miteinander oder mit den anderen Farben aus der Palette.

    Die Akzentfarben trage ich nicht so oft und weniger großflächig. Es kommt sehr selten vor, dass ich Outfits nur aus Akzentfarben zusammenstelle, obwohl das theoretisch möglich wäre. Meist kombiniere ich nur Einzelteile oder Accessoires in einer Akzentfarbe zu meinen Hauptfarben.

    Die Musterfarben werden niemals allein getragen, sondern immer nur in Kombination mit anderen Farben und in kleinen Dosen, das heißt also: entweder in Form eines Musters (weiße Punkte auf einem Schal oder einem Rock, Silberstreifen auf einem Top) oder als Accessoires (weißer Schal, Silberschmuck) oder als einzelnes Kleidungsstück mit untergeordneter bzw. ergänzender Bedeutung (weißes T-Shirt, silberfarbene Jacke).

    Also, im Allgemeinen ähnelt mein Farbkonzept Deinem, Stephanie, ziemlich stark.
    Nur kommt bei mir Weiß ausschließlich als Musterfarbe – also mit untergeordneter Bedeutung – vor. Außerdem tritt die Akzentfarbe Königsblau anstelle des von Dir favorisierten Rots. Mein Fuchsia ist etwas kräftiger als Dein Himbeere, aber es geht schon in die gleiche Richtung. Zusätzlich gibt es bei mir noch Grau.

    Entscheidender Unterschied ist die zusätzliche Kategorie »Musterfarben«, die ich deshalb eingeführt habe, weil ich helle Farben zwar trage, jedoch eben nur kleinflächig.
    In einem komplett weißen Aufzug würde ich mich einfach unwohl fühlen. Nicht nur, weil es von der Stilaussage her nicht zu mir passt oder weil ich zu viel Durchsichtigkeit fürchte, sondern ich bekleckere mich auch gerne mal, setze mich auf eine Parkbank oder klettere über einen Zaun, und da hätte ich einfach zu viel Angst, mir meine weißen Kleidungsstücke oder Accessoires zu ruinieren. Gerade weiße Schuhe sehen ja super aus – bis zum nächsten Kieselstein. Dennoch möchte ich nicht gänzlich auf Weiß und Silber verzichten, jedoch integriere ich es nur in minimalen Dosen in meinen Kleiderschrank.

    Außerdem ordne ich die Farben innerhalb einer Gruppe noch nach Priorität.
    Warum priorisiere ich die Farben?
    Einerseits kann ich mich dadurch bei der Suche fehlender Teile besser fokussieren.
    Beispielsweise besitze ich gar keinen Übergangsmantel, also halte ich zuerst nach einem Übergangsmantel in der ersten Hauptfarbe Ausschau, weil ich so sicher sein kann, dass er zu den meisten meiner Outfits passen wird (da ich Schwarz ja am meisten trage). Nur wenn das ansonsten perfekt passende Modell nicht in der ersten Hauptfarbe angeboten wird, weiche ich dann nach Prioritäten auf die fanderen Farben aus. Das Prioritätensetzen hilft also schon bei der Kaufplanung, das Zusammenstellen farblich stimmiger Outfits zu vereinfachen.
    Zudem kann es vorkommen, dass man unverhofft plötzlich irgendein Teil sieht, das einem sehr gut gefällt, welches aber nicht auf der Kaufliste steht. In solchen Fällen hilft die Piorisierung dabei, überhaupt zu entscheiden, ob man dieses Teil kaufen wird: Je höher die Priorität der Farbe des Teils, desto eher kaufe ich, weil ich es dann um so sicherer mit den anderen Elementen der Garderobe kombinieren kann.
    Oder wenn bestimmte Teile in mehreren meiner Farben erhältlich sind und ich nur ein Stück kaufen kann oder will, dann entscheide ich mich für die Farbvariante der höchsten Prioritätsstufe.

    Es ist wichtig, diszipliniert an der Umsetzung des Farbkonzeptes zu arbeiten und nur exakt die vorher festgelegten Töne zu kaufen. Keine Kompromisse!!
    Gar nicht so einfach und sehr langwierig, aber ich kann es nur empfehlen! Die Mühe hat sich für mich auf jeden Fall schon gelohnt, auch wenn ich noch weit vom Ziel entfernt bin.

    Ein Wort zur Anzahl der Farben: Man muss nicht acht Töne besitzen!
    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass für manche ein Farbkonzept nur aus zwei oder drei Nuancen insgesamt schon funktioniert. Die Anzahl der in der persönlichen Palette enthalten Farben hängt vor allem vom Stiltyp ab. Aber: Natürlich ist man viel flexibler und müheloser perfekt gekleidet, wenn man sich auf wenige Farben konzentriert!

    Und noch eins: Ich hasse es, wenn Farb- und Stiltypen vermischt werden, so wie es Coryanne wohl bei der Beratung passiert ist: »Zum Wintertyp passen keine Blumenmuster!«
    So ein Unsinn! Als ob es nicht schon schwer genug ist, den eigenen Farb- und Stiltyp zu bestimmen, wenn man dann noch – und das gegen Honorar – solche inkompetenten Ratschläge bekommt, wie soll man sich da zurechtfinden?!
    Oder so was: »Ich weiß nicht, welcher Farbtyp Sie sind. Kommen Sie in ein paar Jahren wieder. Dann sieht man es an den Falten.« Also das ist geradezu eine Frechheit! Grr!

    So, und nun füge ich dem rekordverdächtigen Roman noch einen letzten Punkt hinzu:
    Der Aufbau eines über die Jahre hinweg funktionsfähigen Farkonzeptes kann nur auf Grundlage einer korrekten Farbtypbestimmung erfolgen. Ich kann daher – wie die Modeflüsterin ja schon betonte – nur jedem empfehlen, sich eine professionelle Farbberatung zu gönnen.
    Ich weiß, wovon ich rede! Ich trug jahrelang die falschen Farben und sah damit kränker und blässer aus. Und mit zunehmendem Alter bekommt man Falten und Flecken, die um so mehr auffallen, wenn man sich in ungünstige Farben kleidet. Die richtigen Farben dagegen mogeln tatsächlich optisch mehrere Jährchen weg.
    Ich nahm mal an einer Gruppen-Farbberatung teil und es war ungeheuerlich, wie einige Teilnehmer durch die richtigen Farben aufblühten. Ein besonders krasses Beispiel war ein junges Mädchen, die ganz in Schwarz gekleidet war und eher unscheinbar und wenig attraktiv wirkte. Die Farbberaterin fand heraus, dass das Mädchen ein Herbsttyp ist und legte ihr ein golddurchwirktes, grünes Tuch mit einem kleinen roten Muster um den Hals. Das Mädchen zog ein skeptisches Gesicht – sie war noch nicht ganz überzeugt vom Farbtypkonzept. Doch den anderen Seminarteilnehmern – insbesondere den männlichen – fiel die Kinnlade herunter: Wir hatten eine echte Schönheit vor uns! Es war unglaublich!
    Ein Unterschied wie Tag und Nacht!
    Also: Spart nicht an der Farbtypanalyse!

    • Modeflüsterin

      Liebe Silva,

      ja, das IST ein Roman… na ja, zumindest schon fast ein Blogpost 😉 (Kleiner Scherz am Rande!)
      Aber eines ist klar: Du bist sogar noch viel systematischer und disziplinierter als ich! Und dass Dein System funktioniert, da habe ich überhaupt keine Zweifel – im Gegenteil: wow!
      Übrigens mache ich das mit der Priorisierung der Farben auch so – allerdings gar nicht bewusst. Basics kaufe ich zuerst einmal in der allerwichtigsten Farbe, dann erst in weiteren Farben oder Varianten. Das macht absolut Sinn. Danke für diese Ergänzung!

      Dir weiterhin viele Freude an Deinen “Farbspielen” und herzliche Grüße!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  40. *lach*
    Ja, das siehst Du mal: Ich brauche gar keinen eigenen Blog zu unterhalten, sondern wenn ich mal Lust habe, einen Blogpost zu schreiben, dann kommentiere ich einfach einen Modeflüsterin-Beitrag.
    Stoff genug für geistreiche Erörterungen finde ich bei Dir auf jeden Fall!
    XD

  41. Alexandra

    Hallo,
    Du hast eine echt tolle Seite.
    Ich stehe nach einer Farbberatung vor einem “leeren” Kleiderschrank.
    Als Frühlingstyp mit blonden Haaten stehen mir kräftige Farben.
    Ich hab mich jetzt als Akzentfarben auf Apfelgrün und Korallrot eingefahren. Weiss aber nicht was dazu passt :-(.
    Hätte gerne Basisfarben in Marine und Braun. Passt das?

    Lg, Alex

    • Modeflüsterin

      Liebe Alexandra,

      ja, das passt bestens. Marineblau nicht zu grell wählen und das Dunkelbraun in Richtung Kaffee und Schokolade auswählen, dann ist alles harmonisch. Die beiden neutralen Farben können dann auch zusammen getragen werden. Viel Erfolg damit!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  42. Alexandra

    Oder wohl eher Tomatenrot. Hab jedenfalls viele feuerrote und knallgrüne Tshirts und einen roten Mantel und hab nichts dazu.

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