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Nachhaltige Mode: Die Shopping-Liste für faire Fashion-Labels

Shopping-Liste fair fashion - Modeflüsterin, Stil, Mode und Wellness für starke frauen über 40, 50 und 60 JahrenNachhaltigkeit in der Mode ist ein schwieriges Thema. Es ist komplex. Es ist schuldbeladen. Es ist eines der Themen, bei denen man zwar betroffen reagiert, aber auch gerne schnell wieder wegschaut. Und es ist ein Thema, bei dem es keine einfachen Lösungen gibt – wenn überhaupt. Denn es geht um viel Geld. Um Korruption. Um Gewinnstreben. Um Existenzen. Und nicht zuletzt um das unstillbare, tief verwurzelte Bedürfnis der Menschen, sich zu schmücken und attraktiv auszusehen – koste es, was es wolle.

Gerade in der Vorweihnachtszeit machen sich viele Menschen Gedanken darüber, wie sie Gutes tun können. Gleichzeitig steigt der Konsum exponentiell an. Genau der richtige Zeitpunkt also, um das sensible Thema „Einkauf von fairer Mode“ anzusprechen.

Angestoßen wurde dieser Beitrag durch eine Leserin der Modeflüsterin: die Journalistin Konstanze Richter. Und das, was sich aus unserem E-Mail-Dialog über die Schwierigkeiten und Hürden des fairen Mode-Einkaufs ergeben hat, ist eine starke Idee: Schaffen wir es hier, gemeinsam mit allen Leserinnen der Modeflüsterin eine Art Einkaufsliste für nachhaltige Mode-Labels zu erstellen? Ich bin optimistisch – wenn wir all unsere Erfahrung zusammen nehmen. Machen Sie mit?

Prolog: Ein paar Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit – nicht nur in der Mode

Zur Philosophie der Modeflüsterin gehört es, die Leserinnen dazu anzuregen, weniger, gezielter, qualitativ hochwertiger und damit langlebige Mode einzukaufen. Das ist es, was ich mir als Fashion-Bloggerin an dieser Stelle ganz realistisch vorgenommen habe. Dieser – wenn auch nur kleine Beitrag – ist mir sehr wichtig. Denn die Folgen der so genannten „Fast Fashion“ sind absehbar gravierend – für Mensch und Natur.

Nachhaltigkeit in der Mode, faire Mode, Zitat ModeflüsterinZudem halte ich es für dekadent und einem menschenwürdigen Wertesystem nicht zuträglich, wie in unserer Gesellschaft grundsätzlich mit Konsum umgegangen wird. Und während ich dies schreibe, ist mir sehr bewusst, wie sehr mein eigener Wohlstand von den grundlegenden Mechanismen der Konsumgesellschaft abhängt. Alles andere wäre scheinheilig.

Dennoch bin ich überzeugt: Wir müssen uns wieder auf wahre Werte besinnen. Das gilt für viele Bereiche, nicht nur für Mode. Ich liebe die Vorstellung von einer Welt, in der die Wertigkeit von Waren, die von Menschen und für Menschen gemacht werden, wieder wahrgenommen und entsprechend geschätzt wird. Erst wenn es wieder wichtig wird, wer etwas wie, warum und für wen angefertigt hat, sind Waren nicht mehr austauschbar, beliebig, wegwerfbar – und die Menschen dahinter kein gesichtsloses „Produktionskapital“ mehr.

Was macht es so schwer, faire Mode einzukaufen?

Ich bin – wie sicherlich viele andere Leserinnen hier – schnell überfordert, wenn es darum geht, den Kleiderschrank mit nachhaltigen Kleidungsstücken aufzuforsten. Und wenn ich eine bestimmte Vorstellung davon habe, wie ein Kleidungsstück aussehen soll, damit es zu mir passt, dann mache ich zwar keine Kompromisse bei der Qualität, sehr wohl aber beim Herkunftsland der Mode.

Ich wiege mich dann gerne in der Vorstellung, dass hochpreisige Premium-Labels sicherlich bessere Arbeitsbedingungen und umweltfreundlichere Verfahren durchsetzen können – und stelle leider immer wieder fest, dass auch dies nur eine Illusion ist.

Nachahltige, faire Mode - Zitat Richter - Modeflüsterin - Stil, Mode und Wellness für starke Frauen über 40, 50 und 60Es ist nicht einfach, faire Mode einzukaufen. Der Markt ist zersplittert und unübersichtlich. Dazu kommt das beharrliche Vorurteil, dass faire Mode nicht schick sein kann. Und dann gibt es da natürlich noch die unterschiedlichsten Initiativen und Gütesiegel, die nur schwer einzuschätzen sind und es dem Verbraucher auch nicht einfacher machen.

Die eigentliche Problematik liegt aber darin, dass die Liefer- und Produktionsketten im Mode-Business so komplex sind, dass sie fast niemand mehr überblicken kann. Der Konsument am allerwenigsten. Und vom allgegenwärtigen Etikettenschwindel wollen wir jetzt mal gar nicht sprechen.

Denn erst wenn von der Rohstoffgewinnung, über die verschiedenen Verarbeitungsstufen bis hin zur Konfektionierung und Logistik alle Arbeitsprozesse umweltschonend ablaufen, unter ethisch verantwortlichen Arbeitsbedingungen erfolgen und dann auch noch fair bezahlt werden, kann man von nachhaltiger Mode sprechen. Und das ist in den wenigsten Fällen so.

Also wo findet man diese Art von Mode?

Das Projekt: Die Shopping-Liste für nachhaltige Mode-Labels

Die Modeflüsterin hat tolle Leserinnen. Das wusste ich ja schon immer. Aber als mich die Journalistin Konstanze Richter vor ein paar Wochen ansprach, war das dennoch etwas Besonderes. Denn aus unserem E-Mail-Dialog ergab sich ihr Angebot, mir Recherche-Ergebnisse zum Thema Nachhaltigkeit in der Mode zur Verfügung zu stellen. Und aus der Idee, es den Leserinnen der Modeflüsterin etwas einfacher zu machen, faire Mode einzukaufen, wurde schließlich ein ehrgeiziges Projekt:

Das Projekt:

Wird es gelingen, hier mit vereinten Kräften eine Einkaufsliste für nachhaltige Mode-Labels aufzubauen?

Nachhaltigkeit in der Mode, faire Mode, Wissen zur textilproduktion - Modeflüsterin

Wissenswertes über die Textilproduktion hat Konstanze Richter für Sie zusammengefasst. Sie können sich das PDF-Dokument hier mit einem Klick downloaden.

Wir haben uns schnell darauf geeinigt, dass dies absolut möglich ist. Und so kam es, dass mir Konstanze ihr umfangreiches Recherche-Material zur Verfügung stellte: Videos ebenso, wie Bücher, eine Übersicht der gängigen Gütesiegel und Initiativen für faire Mode und eine erste Auflistung von nachhaltigen Mode-Labels. Diese habe ich mit den Ausstellern des Green Showrooms, der fairen Mode-Messe in Berlin 2016, angereichert.

Das ist unsere Basis, die wir Ihnen heute präsentieren. Der Rohling sozusagen, den Sie mit Ihren Vorschlägen und Erfahrungen ganz allmählich erweitern, verbessern und zu einem Diamanten schleifen können.

Und für alle, die sich tiefer gehend mit dem Thema „Nachhaltigkeit in der Mode“ beschäftigten wollen: Am Ende dieses Beitrags finden Sie umfangreiches Material an weiterführenden Informationen zum Thema in einer kompakten Übersicht – einschließlich aller Links.

Zudem hat Konstanze eine ausgezeichnet recherchierte Zusammenfassung des Status Quo in der Textilbranche für Sie verfasst. Diese können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen.

Wie können Sie zur Liste der nachhaltigen Mode-Labels beitragen?

Das ist ganz einfach. Erzählen Sie uns in den Kommentaren, welche fairen Mode-Labels Sie kennen, mit denen Sie gute Erfahrungen gemacht haben. Beschreiben Sie den Leserinnen, was sie sich gekauft haben und wie Sie mit der Qualität zufrieden sind.

Nachhaltigkeit in der Mode, faire Mode einkaufen, Zitat ModeflüsterinWichtig dabei sind zwei Dinge:

  • Bitte setzen Sie in Ihrem Kommentar keine Links auf die vorgeschlagenen Marken! Das könnte dazu führen, dass Ihr Kommentar im Spam-Ordner landet.
  • Und: Kommentare von Mode-Marken sind nicht erlaubt. Denn hier geht es nicht um Eigenwerbung, sondern um die Erfahrung und Empfehlung von Kundinnen. Wenn Sie gerne in diese Liste aufgenommen werden wollen, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular direkt an mich. Vielen Dank!

Und jetzt geht es los mit einer ersten, sicherlich noch unvollständigen Auflistung nachhaltiger Mode-Labels – ich freue mich auf Ihre Ergänzungen!

Die Shopping-Liste für nachhaltige Mode-Labels

Bekleidung:

  • 8 Eden Avenue – http://www.8edenavenue.com/
  • Aiayu – https://www.aiayu.com/
  • Ariadne’s Thread – Kleidung – http://www.ariadnesthread.gr/
  • Armed Angels – https://www.armedangels.com
  • Austriandesign.at – Strick und Accessoires – http://www.austriandesign.at/
  • Avocado Store – https://www.avocadostore.de/
  • Christopher Raeburn – http://www.christopherraeburn.co.uk/
  • Cocccon – Kleider und Tücher – http://www.cocccon.de/
  • Cus – Bekleidung – http://www.cus.cat/
  • Deepmello – Bekleidung und Lederwaren – http://www.deepmello.com/
  • Diama – Bekleidung – http://www.diama.paris/
  • Elementum by Daniela Pais – Bekleidung – http://www.luxuryistohavesimplethings.com/
  • Elisa F. – Bekleidung – http://www.elisaf.com/
  • Elsien Gringhuis – http://www.elsiengringhuis.com/
  • Flavia Aranha – Bekleidung – http://www.flaviaaranha.com/
  • Folkdays – http://folkdays.de/
  • Freitag – https://www.freitag.ch/de
  • Greenality – https://www.greenality.de/
  • Helen van Rees – http://www.hellenvanrees.com/
  • Hess Natur – www.hessnatur.de
  • Honest By – http://www.honestby.com/
  • Inti Ferreira – Bekleidung – http://www.intiferreira.eu/
  • Isabell de Hillerin – http://www.isabelldehillerin.com/
  • Jan ’n June – Bekleidung – http://www.jannjune.com/
  • Johanna Riplinger – Bekleidung – http://www.johannariplinger.com/
  • Jungle Folk – Bekleidung – http://www.junglefolk.com/
  • Kering Group – http://www.kering.com/
  • Kings of Indigo – http://www.kingsofindigo.com/
  • Knowledge Cotton Apparel – https://knowledgecottonapparel.com/
  • Kowtow – https://www.kowtowclothing.com/
  • Lanius – http://www.lanius-koeln.de/
  • Lemlem by Liya Kebede – http://www.lemlem.com/
  • Living blue – http://www.livingbluebd.com/
  • M. Patmos – http://mpatmos.com/
  • Maska – Bekleidung – http://www.maska.se/
  • Maxjenny – http://maxjenny.com/
  • Mud Jeans – http://www.mudjeans.eu/?lang=de
  • Muka Va – Bekleidung – http://www.mukava.net/
  • Patagonia – http://eu.patagonia.com/deDE/home
  • People Tree – http://www.peopletree.de/
  • Reet Aus – http://www.reetaus.com/
  • Reformation LA – https://www.thereformation.com/
  • Royal Blush – http://www.royalblushbyjk.com/
  • Somyso – Bekleidung – http://www.somyso.ch/
  • Soome – Bekleidung – http://www.soome.de/
  • Studio Elsien Gringhuis – Bekleidung – http://www.elsiengringhuis.com/
  • Studio Jux – Bekleidung – http://www.studiojux.com/
  • Suite 13 – Bekleidung – http://www.suite13.es/
  • Titania Inglis – http://www.titaniainglis.com/shop/
  • Tuschimo – Bekleidung – http://www.tuschimo.com/
  • Vivanda – Mitglied der Fair Wear Foundation – https://www.vivanda.de/shop/
  • Vivian Westwood – http://www.viviennewestwood.com/en-gb
  • Waschbär – Mitglied der Fair Wear Foundation – https://www.waschbaer.de/shop/
  • Wunderwerk – https://www.wunderwerk.com/
  • Xess+Baba – Bekleidung – http://xessbaba.ch/
  • Zurita – Bekleidung – http://zurita.co/

Schuhe:

  • Think – www.thinkshoes.com
  • Brako – http://brako.com/en/
  • Trippen – http://de.trippen.com/startpage
  • Deerberg – https://www.deerberg.de (Achtung: auch Schuhe aus konventioneller Produktion im Angebot!)
  • Alina Schuerfeld – Schuhe – http://www.alinaschuerfeld.com/
  • Nine to Five – Schuhe und Lederwaren – http://www.ninetofive.biz/
  • Werner 1911 – Schuhe – http://www.werner-schuhe.de/

Taschen:

  • Ackermann Taschenmanufaktur – Taschen – http://www.ackermann-leder.de/
  • Aunts & Uncles – http://auntsanduncles.de/
  • Maravillas Bags – Taschen – http://www.maravillas-bags.com/
  • Saccoo – http://saccoo.com/

Dessous, Accessoires, Kinder- und Herrenmode:

  • Aikyou – Dessous – http://www.aikyou.de/
  • Blue Valley – Schals u.a. – http://www.bluevalley.eu/
  • Carpasus – Herrenhemden – http://www.carpasus.com/
  • Heartcouture – Lingerie – http://www.heartcouture.de/
  • Infantium Victoria – Kindermode – http://www.infantiumvictoria.com/
  • Kara Weaves – Schals u.a. – http://www.karaweaves.com/

Anhang: Hier können Sie sich vertiefend informieren

Hier finden Sie die Materialien, die Constanze Richter so umfangreich für Sie zusammengetragen hat. Die Film-Links habe ich kurz kommentiert.

Siegel, Initiativen und Einkaufsratgeber für faire Mode

Weiterführende Literatur zum Thema

Videos und Dokumentationen

Mode schlägt Moral – wie fair ist unsere Mode?

Das ist eine sehr gute Reportage über die gesamte Liefer- und Produktionskette der Modeindustrie und damit der Versuch, die Komplexität der Zusammenhänge aufzuzeigen. Das Video ist für den Einstieg in das Thema bestens geeignet.

Link: [http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Mode-schl%25C3%25A4gt-Moral-Wie-fair-ist-unsere/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=38928916] Video ist leider nicht mehr verfügbar.

Nachhaltigkeit in der Mode, faire Mode - Zitat Richter - Modeflüsterin - Stil, Mode und Wellness für starke Frauen über 40, 50 und 60Sündhaft billig – Massenware Mode

Auch hier geht es um menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie – dieses Mal am Beispiel Indien. Selbst vor unter 14-jährigen, kleinen Jungen, die neben ihrer Nähmaschine schlafen müssen, schreckt die Modebranche nicht zurück. Und es wird ein augenöffnender Blick auf das System der Subunternehmer geworfen, mit dem vorherrschende Standards der Textilindustrie gezielt unterwandert werden.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=VHeX-FSsFtU

Die Story: Edelmarken zum Hungerlohn

Diese Dokumentation tritt den Beweis an, dass auch hochwertige und hochpreisige Labels nicht auf die Billig-Produktion in China, Bangladesch oder weiteren Ländern verzichten – leider. Denn eine der im Film genannten Labels habe ich auch im Schrank, wie ich ernüchtert feststellen musste… Darüber hinaus wird schonungslos gezeigt, wie Arbeiterinnen psychischer wie physischer Gewalt ausgesetzt werden – einmal ganz davon abgesehen, dass horrende Arbeitszeiten und Hungerlöhne anscheinend zum Standard gehören. Erschütternd!

Link: https://www.youtube.com/watch?v=Q741ze5nJn0

Teure Mode billig produziert

Und noch einmal handelt der Film von Luxus-Marken – und zwar solchen, die sich die Produktion in Europa auf die Fahnen geschrieben haben. Dass auch hier nicht alles zum Besten steht, wird am Beispiel der Arbeitsbedingungen in Rumänien offen gelegt. Dieses Mal sind gleich drei Marken dabei, die ich oft und gerne kaufe – genau deshalb, da sie überwiegend in Europa und teilweise auch noch in Deutschland produzieren. Hier finden Sie einen differenzierten Blick auf die Problematik, der auch die Perspektive der Unternehmer nicht außer Acht lässt.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=lUt1D4F6jG0

Der Preis der Blue Jeans

In dieser Dokumentation geht es noch einmal spezifisch um die Produktion von Blue Jeans und ihre fatalen Folgen für Umwelt und Mensch.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=rEubjxF4Nz0

Fazit: Es liegt in unserer Macht.

Liebe Leserin, ich hoffe, mit diesem Beitrag konnten wir Sie umfassend informieren, wie es derzeit um den Zustand in der Mode-Industrie bestellt ist. Ich weiß: Es ist nicht erfreulich. Es ist erschreckend.

Ich persönlich komme für mich immer wieder zu dem einen Schluss: Nur wir gemeinsam als Kundinnen der Modebranche haben die Macht, die Zustände zu verbessern. Die Anbieter zum Umdenken zu bewegen. Nicht indem wir Marken bestrafen. Sondern indem wir vorbildliches Verhalten belohnen – mit unseren Einkäufen zu fairen Preisen. Und jetzt wissen Sie ja, bei welchen Labels Sie damit anfangen könnten, die Welt ein bisschen besser zu machen…

Ich freue mich auf Ihre weiteren Vorschläge für unsere gemeinsame Shopping-Liste für faire Mode!

Nachtrag

Liebe Leserinnen der Modeflüsterin,

ich bin überwältigt: In nur wenigen Tagen sind bereits so viele Meldungen bei mir eingegangen! Vielen Dank dafür! Allerdings wird es einige Zeit dauern, bis ich alle Vorschläge gesichtet, geprüft und in die Liste aufgenommen habe. Ich bitte Sie also um etwas Geduld.
Bald wird es hier eine erweiterte Liste geben. Tausend Dank allen, die durch ihre Kommentare oder per E-Mail dazu beigetragen haben, diese Shopping-Liste entstehen zu lassen!

Ihre Stephanie alias die Modeflüsterin

 

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

46 Kommentare

  1. Wow wunderbare Sache mit so viel Info. Vielen Dank. Ich habe bei Smitten ( schöne Sachen für Ethno und Bohochic) eine tolle Tasche gekauft. Tolle Qualität. Sonst sind da ja schon wahnsinnig viele Links. Genial.
    Wünsche einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

    Antworten
      • Modeflüsterin

        04/12/2016 @ 11:06

        Liebe Tina,

        vielen herzlichen Dank für Deine Ergänzungen! Konstanze oder ich werden dem auf jeden Fall nachgehen und die Liste ggf. ergänzen. Danke Dir!

        Herzliche Grüße von
        Stephanie alias die Modeflüsterin

        Antworten
  2. Guten Morgen!
    Genau der richtige Beitrag zum für mich richtigen Zeitpunkt. Angeregt durch Ihren Blog schaue ich mittlerweile viel gezielter und anspruchsvoller auf die Modewelt und versuche wenige, aber für mich perfekte Stücke zu besitzen. Diese sollten im Idealfall fair und nachhaltig hergestellt worden sein.
    Ich stehe zwar noch am Anfang kann aber vielleicht einen kleinen Beitrag zu diesem tollen Projekt leisten: Bei den Schuhen ist mir aufgefallen, dass das Label „Ethletic“ fehlt. Hier werden fair und nachhaltig produzierte, vegane Sneaker (und auch ein paar andere Modelle) angeboten. Meiner Meinung nach für die Freizeit genau das richtige und sogar günstiger als entsprechende Modelle der bekannten Sportbekleidungshersteller.
    Vielen Dank für diese tolle Initiative und Ihren Einsatz diese großartige Seite mit Leben zu füllen!
    Noch einen schönen Sonntag und viele Grüße,
    Johanna

    Antworten
    • Modeflüsterin

      04/12/2016 @ 11:07

      Liebe Johanna,

      ganz herzlichen Dank!!!! Und ebenfalls noch einen schönen 2. Adventssonntag!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Ein schönes Projekt und danke für die vielen neuen Anregungen. Ich sammele selber schon eine Weile Labels und Shops. Hoffentlich schreibe ich hier nichts doppelt – in meiner Liste finde ich noch:
    braintreeclothing.com
    mattandnat.com
    avour.com
    bleed-clothing.com
    lana-shop.de
    savetheduck.it/ce_en/

    Antworten
  4. Liebe Stephanie,
    großartig- die Zusammenstellung der Links für faire Mode! Das hilft, mir einen Überblick zu verschaffen- der 1. Schritt umzudenken. Dein Artikel motiviert mich, es neu anzugehen. Ich habe in der Vergangenheit leider schlechte Erfahrungen gemacht mit fairer Mode- nicht schick genug, schlechte Passform. Und schon habe ich wieder die bekannten Marken gekauft….
    Einer der youtube-Beiträge hat mir übrigens meinen Verdacht bestätigt: seit längerem beobachte ich, dass in den Etiketten nicht mehr „made in…“ steht, sondern nur noch die (deutsche) Adresse des Herstellers, was zur Annahme verleitet, hier würde made in Germany gearbeitet. Weit gefehlt! Eine Täuschung also.
    Ich bin gespannt auf neue Erfahrungen.
    Viele Grüße und nochmals Dank dafür, dass Du das Thema Mode so kontrovers angehst!
    Sabine

    Antworten
  5. In jedem Fall ist die Zusammenstellung der Shops journalistischen Beiträge dazu aus meiner Sicht eine gute Idee. Kleine Zusammenstellungen dazu habe ich durchaus schon gesehen, aber noch nie so eine umfassende. Auf den Beitrag werde ich Interessenten dann auch gerne hinweisen. Kunden fragen mich oft nach solchen Listen.

    Bei Deerberg und hessnatur bin seit vielen Jahren gerne Kunde und mit der Qualität der Sachen und dem Preis-Leistungs-Verhältnis absolut zufrieden. Bei hessnatur gefällt mir aktuell vorallem die neue Designausrichtung in Richtung schlichter Linienführung. Im Avoadostore habe ich neulich erstmals eingekauft und war mit Produkt und Abwicklung zufrieden.

    Was mich noch interessiert ist, wie sich Deine – teilweise auch neuen – Erkenntnisse auf Deine Kaufempfehlungen hier im Blog unter Deinen Beiträgen und Deine Shopping-Tipps-Seite auswirken. Es ist so schwer, konkrete Beispiele für die Theorie im Netz zu finden, so dass Leserinnen etwas finden, was dem optisch und haptisch entspricht. Wirst Du dort auf die bisherigen Labels zurückgreifen oder Dich primär an den sauberen Labels orientieren? Es bietet ja auch nicht jeder Onlineshop die Möglichkeit der Einbindung oder Affiliate-Programme ein.

    Einen schönen 2. Advent wünscht Dir
    Ines

    Antworten
    • Nachtrag: Habe heute gerade einen Shop über einen Pop-Up-Store in Hamburg entdeckt: Mr. & Mrs. Green (im Netz mr und dann – und dann – und dann green – und dann .com). Vielleicht ist der auch was für Deine Liste.

      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  6. Hallo!
    Ich habe neulich einen Beitrag zu nachhaltigen Jeans gelesen und für mich entschieden, dass meine nächste zu ersetzende Jeans ein solches Modell werden soll. In dem Beitrag wurden Jeans folgender Marken vorgestellt: Sey, Nudie Jeans und zwei Firmen, die in eurer Liste schon vertreten sind (Wunderwerk und Mud Jeans)
    Liebe Grüße!
    Anja

    Antworten
  7. Liebe Stefanie,
    eigentlich habe ich überhaupt keine Zeit zu schreiben, weil ich mich ja durch die ganzen Links klicken will. Toll, was Du hier zusammengestellt hast.
    Ganz in meiner Nähe gibt es die schillernde Outletcity Metzingen, wo frau die teuren Labels sozusagen vom „Grabbeltisch“ schnäppchenmaßig ergattern kann. Da kostet dann ein Paar Manolo Blahniks „nur noch“ 500 Euro! Obwohl ich mich gerne mit Mode beschäftige, frage ich mich oft, ob das alles so richtig und gerechtfertigt ist.
    Nur ein paar Kilometer weiter gibt es das nette Lädchen „Vivena (in Bempflingen)“ (leider ohne online-Shop, aber mit Webseite). Auf der schwäbischen Alb gibt es „Flomax“. Die verarbeiten Wolle der für die Region so wichtigen Albschafe.
    Ziemlich krasse Gegensätze….
    Liebe Grüße und vielen Dank für diesen interessanten und nachhaltigen Beitrag!
    Birgit

    Antworten
  8. Liebe Stephanie, genau mein Thema ! Ich habe gute Erfahrungen mit Think Schuhen gemacht. Habe ziemlich breite Füße, da musste ich mich erst mal durchprobieren. Bei Deerbergmode habe ich auch schon öfter bestellt, die sind sehr kulant mit dem Umtausch, hab das Gefühl die Kleidung ist etwas weit geschnitten. Bei Hess Natur fehlt mir ein wenig Farbe . Fazit : man muss schon länger suchen um bei den Naturmode -Herstellern was passendes zu finden. Die Mühe lohnt sich aber auf jeden Fall !

    Antworten
  9. Lieber Stephanie,

    toll, dass du dich für nachhaltige Mode einsetzt. Das Thema treibt mich auch immer wieder um und ich freue mich über die vielen Infos.
    Kennst du das Berliner Label uvr connected? Dieses hat eine eigene Schneiderei in der Uckermark und macht etwas retro- angehauchte Mode, z.B. Kleider im 50er Jahre-Stil mit weitem Rockteil. Die Preise sind vergleichbar mit Armed Angels, die Stoffe sind allerdings nicht aus Bioanbau. Ich habe vier Kleider und ein paar Tops und Blusen von der Marke und bin mit Qualität und Passform zufrieden.
    Dieses Jahr habe ich mir eine Tasche von Ackermann geleistet. Sie ist aus pflanzlich gegerbtem Leder, was mir wichtig war, weil ich den Chemiegeruch herkömmlicher Taschen nicht mehr ab kann. Sie ist schwarz, von der Form her sehr puristisch und wirkt durch das edle Leder. Ich bin glücklich, sie gefunden zu haben, ein Stück fürs Leben, und in Deutschland hergestellt.
    Zuvor hatte ich mir die Taschen von saccoo angeschaut, die ich auch nicht schlecht fand, sie sind recht günstig (ungefähr halb so teuer wie Ackermann), wirken nicht ganz so edel, aber wären für mich auch okay gewesen. Diese werden in Asien hergestellt, aber unter fairen Bedingungen, das Leder ist ebenfalls pflanzlich gegerbt.
    Die Taschen von aunts&uncles sind, glaube ich, nicht pflanzlich gegerbt, auch wenn das derbe Leder das vermuten lassen würde. Ich bin mir aber nicht ganz sicher.

    Einen schönen Adventssonntag
    und liebe Grüße,
    Karin

    Antworten
  10. Also liebe Stephanie, es liegt als Thema ja endlich in der Luft und es tut sich etwas. Anhand eurer Liste sehe ich, das viele meiner Lieblingslabels dabei sind wie Armed Angel, Think Schuhe hab ich gleich am Anfang meines Blogs vorgestellt…

    Da ich nächste Woche über meine Erfahrungen beim Frankfurter Symposium des Museum Angewandte Kunst über Fair Fashion im Blog schreibe, verknüpfe ich das gern mit deinem Beitrag, denn, wenn wir Ü40 Modebloggerinnen etwas tun können, dann als Multiplikatoren sachlich informieren statt die Moralkeule zu schwingen…

    Herzliche Grüße und einen schönen 2.Advent! Sabina

    Antworten
  11. Hallo!
    Bis jetzt war ich regelmäßige stumme Mitleserin. Ich bin 59 Jahre alt und durch meine Kleidergröße 34/36 eine schwierige Käuferin, denn Mode für das Vintagealter in kleinen Größen gibt es nicht so oft.
    Das heutige Thema ist mit schon seit Jahren wichtig, eine Gratwanderung zwischen modisch und öko fand ich immer schwierig. In der letzten Zeit nicht mehr so, denn Öko produziert tolle Ware. Zum Glück gibt es in meiner Stadt einen FairFashionShop. Da habe ich die wunderbar geschnittenen Jeans von Wunderwerk und KOI (Kings of Indigo) kennengelernt. Nie mehr würde ich andere tragen!!!
    Ich habe schon einige schöne Teile bei Alma&Lovis erstanden, meist im Online-Shop, der meinen Horizont durch ein Lookbook bereichert. Und die Neuausrichtung von Hess Natur ist genau mein Stil, aber auch Maas hat schöne Basics.
    Natürlich, kürzlich war ich mal wieder nichtöko einkaufen, aber es gefällt mir irgendwie nicht mehr so. Man gewöhnt es sich ab mit der Zeit.
    Das ist gut so.
    Danke für die Initiative FairFashion.
    Einen schönen Sonntag wünsche ich.
    Margita

    Antworten
  12. Ich bin bisher am Stil und an den angebotenen Grössen gescheitert. Danke für die umfassende Liste, vielleicht werde ich doch noch fündig! :-)

    Antworten
  13. Hallo Stephanie,
    super, dass du das wichtige Thema „Nachhaltige Mode“ in deinem Blog aufgreifst!

    In den so gennanten „Grünen Listen“ sind ökologischen UND fairen Brands und wo man diese nachhaltige Mode in Deutschland und Europa kaufen kann zusammengestellt worden. Die Listen findest du auf dem Grüne Mode Blog von Kirsten Brodde (kirstenbrodde.de). Alle dort aufgeführten Label erfüllen bestimmte Mindestkriterien (kirstenbrodde.de/?page_id=3473).
    Viele Grüße
    Maike

    Antworten
  14. Ich würde wirklich gern mehr Geld ausgeben für hochwertige und möglichst umweltschonend und unter annehmbaren sozialen Bedingungen hergestellte Produkte, jedoch ist es für mich ohnehin schon ein ungeheurer Glücksfall, wenn mal ein Kleidungsstück

    – in mein Farbkonzept passt,
    – meiner Figur schmeichelt,
    – aus einem für mich angenehmen Material gefertigt ist,
    – sich in mein Stilkonzept einfügt,
    – in meiner Größe angeboten wird.

    Es ist extrem schwierig, ein Teil zu finden, das all diese Kriterien erfüllt. Wenn ich dann doch mal eines entdecke, dann schlage ich zu. Ich wäre geradezu verrückt, das Teil nur deshalb nicht zu kaufen, weil es höchstwahrscheinlich ökosozial unverträglich ist, vor allem dann, wenn das betreffende Stück schon lange auf meiner Kaufliste steht.

    Ich habe mir auch wirklich die Mühe gemacht, alle aufgelisteten Modeseiten durchzugehen. (Nicht zur Veröffentlichung: Das war etwas schwierig, weil man die Links nicht anklicken kann. Ist das ein Darstellungsfehler oder muss das so sein?)
    Beispielstück für meine Recherche war der dunkelblaue, knielange Tellerrock, den ich schon lange suche.

    Viele der Seiten werden nur in Englisch angeboten und sind damit für mich nicht nutzbar. Mein Englisch reicht nicht für eine Kaufabwicklung (inklusive eventueller Rücksendung oder Reklamation) aus. Daher bestelle ich grundsätzlich nur auf deutschsprachigen Internetseiten.

    Von den deutschsprachigen Seiten bietet kaum eine überhaupt meinen Stil an. Die meisten Stücke sind für mich entweder zu sportlich, zu rustikal oder zu raffiniert. Das kenne ich ja schon von anderen Anbietern und überrascht mich daher nicht weiter.

    Ansonsten gefallen mir die Farben nicht. Das ist überhaupt ein großes Problem, dass die typischen Wintertypfarben wie Pechschwarz, Marineblau, Schneeweiß, Magenta oder Royalblau besonders umweltschädlich sind. Sehr viele „Ökosachen“ sind daher immer blasser oder in gedämpften Herbstfarben gehalten; schlecht für die Winterfrau!

    Ein weiteres Thema sind Texturen und Stoffqualitäten: Dank Stephanies Stildimensionen weiß ich, dass nur feine Texturen und weich-fließende Stoffe zu mir passen. Viele „Ökosachen“ bestehen jedoch aus meist deutlich gröberem oder festem Leinenstoff, aus grob gestrickter Wolle oder Filz, also nicht das Richtige für mich.

    Ich wurde somit leider nicht fündig.

    Wenn ich die Wahl habe zwischen zwei Stücken, die optimal passen und das eine ist etwas teurer und ökosozial tragbar, dann entscheide ich mich selbstredend für das teurere Stück. Aber diese Wahl habe ich so gut wie nie!
    Manchmal habe ich die Wahl zwischen einem nicht optimal passenden teuren und einem nicht optimal passenden billigen Stück. In solchen Fällen nehme ich, falls ich das Teil unbedingt brauche, das billigere. Sonst nehme ich keines, was meistens der Fall ist.
    Das ist meiner Meinung nach sowieso der wichtigste Punkt beim ökosozialen Modekauf: im Zweifel nichts kaufen!
    Das ist ungemein wichtig, um unsere Modehersteller zu erziehen; nicht nur in Sachen Ökosozialgerechtigkeit, sondern auch in Sachen Qualität, Passform, Stil …

    Der zweitwichtigste Punkt beim ökosozialen Modekauf ist: offline kaufen!
    Nur im Ausnahmefall im Internet bestellen, wenn ein dringend benötigtes oder gewünschtes Stück nicht im Einzelhandel beschafft werden kann.
    Es ist ökologisch und hygienisch sinnvoller, den Kunden ins Geschäft zu bewegen als die Ware zum Kunden zu senden, zumal ein großer Teil der Stücke – die der Kunde nicht kauft – ja auch wieder zum Händler zurückgeschickt werden muss.
    Und denkt auch mal an die vielen Einzelhändler, Verkäuferinnen, Putzfrauen, Dekorateure, Vermieter … die davon leben, dass wir in den Geschäften kaufen und nicht im Internet. Denkt auch daran, dass die Städte vom Gewerbesteueraufkommen Kindergärten, Schulen und öffentliche Grünanlagen unterhalten. Und denkt an die vielen Cafés und Restaurants, an die Straßen voller Menschen, an lebendige Innenstädte, die alle zugrunde gehen, wenn die Leute nur noch online kaufen!

    So, dass war jetzt wieder ein Manifest …
    😉

    Antworten
  15. So ein zentraler Anlaufpunkt und vor allem die Liste mit den Labels ist eine sehr gute Idee!

    Allerdings halte ich die Macht der Konsumenten für eine schöne Illusion. Klar könnten die Vielen etwas bewegen, wenn sie sich alle entscheiden würden, nur noch nachhaltig einzukaufen, aber leider sind die, die es tun, immer und systematisch zu wenige. Wir sehen es doch im Bereich der Ernährung: wie lange gibt es schon Bio und wie gering ist immer noch der Marktanteil.

    Wirklich wirksam sind nur staatliche und in diesem Fall auch supranationale Standards mit den entsprechenden Kontrollen. Das Bewusstsein der Konsumenten ist wichtig, um das Thema in der Öffentlichkeit zu verankern, sodass verpflichtende Normen überhaupt beschlossen werden können, viel mehr aber auch nicht. Freiwillige Selbstbeschränkungen sind nett, aber nicht mehr als Insellösungen, vielfach sogar Augenwischerei.

    Wir sollten auch nicht so tun, als könnten sich Alle die teureren, nachhaltigen Labels leisten. Unsere niedrigen Bekleidungspreise haben ja nicht nur mit den Zuständen in den Produktionsländern zu tun, sondern auch mit der zunehmenden Armut hierzulande. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz, alles hängt mit allem zusammen. Nachhaltiger Konsum ist das eine, mindestens genauso wichtig wäre es, das Abrutschen der Mittelschicht in Europa aufzuhalten. Das ist eine Frage der Wirtschaftspolitik, gerade in Deutschland!

    Allerdings geht nachhaltig auch günstig: via Second Hand oder – für die Selbermacherinnen – mittels Upcycling.

    Viele Grüße
    Ursula

    Antworten
  16. Liebe Stephanie,

    das ist wirklich ein wichtiges, aber auch schwieriges Thema. Die Öko-Anbieter treffen oft nicht 100% meinen Geschmack und dadurch, dass es kleine Nischenanbieter sind, sind sie oft sehr teuer. Und wenn ich etwas teures kaufe, dann muss es mir einfach zu 100 % gefallen! Wenn die großen Player entscheiden würden, fair zu produzieren, hätten wir ganz andere Preise.

    Und dann tue ich mich auch schwer damit, dass die ganze Verantwortung auf uns Verbraucher abgewälzt wird. Ehrlich gesagt würde ich erwarten, dass die Textilbranche zur Transparenz gezwungen wird und dass es schlicht verboten wäre, in Deutschland Waren zu vertreiben, die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt werden. Ich gehe für mich den Weg, dass ich Fast Fashion meide (ein T-shirt für 2,50 kann doch nicht fair produziert sein! Da weiß ich es wenigstens!) und gerne in Europa produzierte Kleidung kaufe. Wobei das den armen Menschen in Bangladesch auch nicht hilft…wenn sie keine Arbeit mehr haben…

    Seufz. Jetzt klicke ich mich mal durch deine Liste…

    Herzlichen Gruß

    Diana

    Antworten
  17. Liebe Stephanie,

    ein tolles Thema, was mich auch schon länger beschäftigt! Als Studentin habe ich nun leider das Problem, nicht viel Geld zur Verfügung zu haben. Da kann ich mir schöne faire Kleidung oft nicht leisten. Aber es wäre nur zu einfach, schnell zu sagen, da dann kaufe ich eben konventionell. Hier also meine Low-Budget-Tipps für fairere Kleidung!

    Natürlich kaufe ich auch ab und an konventionell, aber meist versuche ich zunächst, auf einer der folgenden Wege die Kleidung zu bekommen, die ich benötige:
    – einfache Dinge nähe ich mir selbst (oder repariere kaputte Kleidung, sodass ich erst gar nicht neue kaufen muss)
    – andere Dinge versuche ich, Second-Hand zu bekommen. Wir haben in meiner Stadt einen ganz tollen Oxfam-Shop, den kann ich nur weiter empfehlen! Vielleicht kann man Oxfam ja mit in die Liste aufnehmen? Weicht natürlich etwas von den anderen genannten Labels ab :)
    – Außerdem gibt es in meiner Stadt eine Filiale von Waschbär. Auch wenn das meiste, was dort verkauft wird, zugegebenermaßen nicht meinem Stil entspricht, finde ich dort ab und an doch sehr schöne Stücke. Zuletzt einen bunt bedruckten Midi-Rock in wirklich toller Qualität, den ich sehr mag. Auch hier muss ich leider sagen, dass mir die Kleidung oft zu teuer ist, aber wenn ich mal Glück habe, gibt es gute Angebote.
    Allgemein kann ich sagen, dass ich mich schon darauf freue, mehr Geld für gute und faire Kleidung zu haben, wenn ich fertig mit dem Studium sein werd.
    Abschließend noch ein Label, das günstige Kleidung produziert, aber dennoch bei der Fair Wear Foundation ist: Takko. Hier kaufe ich selten ein. Die Kleidung mag fair sein, dennoch ist sie leider nicht immer in bester Qualität. Hier muss man ein geübtes Auge für gute Stoffe und Verarbeitung haben, dann kann man auch hier gute und faire Kleidung bekommen.

    Liebe Grüße

    Nana

    Antworten
  18. Liebe Stefanie,
    super Artikel!!!Schon lange geht mir das Thema durch den Kopf und ich freue mich noch weitere Stöberseiten jetzt gefunden zu haben.
    Ich möchte noch drei Unternehmen hinzufügen: Maas, Pepper Mynta und La Dress.

    Liebe Grüße, Jutta

    Antworten
  19. Ich kann noch HempAge hinzufügen, die Kleidung aus Hanf fair produzieren. Ob es öko ist, weiß ich nicht genau, aber auf jeden Fall fair.

    Antworten
  20. Göttin des Glücks, die faire Baumwolle verwenden, gehört unbedingt in die Auflistung. Es hängen zwei Kleider und zwei Jacken bei mir im Schrank. Ihre Designs sind in der Mischung aus sportlich und elegant auch genau mein Stil.

    Antworten
  21. Liebe Stephanie,
    danke dass du dich dieses komplexen Themas annimmst.
    Es ist zwar kein Label, aber ich möchte noch einen Jeanshersteller aus Österreich hinzufügen: Hier kann man seine persönliche Lieblingsjeans per Post hinschicken und nachnähen lassen. Die Stoffe werden in der eigenen Weberei aus österr. Leinen und türkischer kbA-Baumwolle gewebt. Der Preis ist mit 108 € pro Hose wirklich ok, finde ich.
    naturfaser-foelser.at/jeans/

    Herzliche Grüße
    Barbara

    Antworten
  22. Hallo Stephanie,
    meine Lieblingsmode eco & fair kommt von HempAge (wie bereits von Chrissi oben erwähnt). Hanf ist schon deshalb ökologisch, weil es sich um eine robuste Pflanze handelt, die pestizidfrei angebaut werden kann. Auf der HP des Untenehmens findet man umfangreiche Infos, u.a.: „Abgesehen vom Tragekomfort der Kleidung, weist diese bewundernswerte Pflanze eine ökologische Bilanz auf, die andere textile Materialien weit in den Schatten stellt“.
    Ich mag die Mode von HempAge besonders gerne, weil sie ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat, raffinierte und gleichzeitig zeitlose Schnitte hat, wunderbare Qualität die im Sommer kühlt und im Winter wärmt.
    Ausserdem stöbere ich für Basic-Teile gerne bei „Grundstoff“ , die eine eigene Linie haben, sowie diverse andere Marken anbieten, alles komplett transparent dargestellt und sehr erschwinglich.
    Sollte ich mal nicht fündig werden bei fair produzierter Neuware,
    schaue ich zuerst bei Kleiderkreisel oder ebay Kleinanzeigen. Oft wird hier Neuware angeboten. Ich finde es besser regulär produzierte Kleidung im Umlauf zu halten, als neu im Laden zu kaufen, oder im Reisswolf verschwinden zu lassen.

    Liebe Grüsse, Constanze

    Antworten
  23. JA! Bin sofort dabei!

    Schuhe, Taschen: Deepmello (Rhabarberleder), Grüne Erde, und ansonsten: die AK Österreich (Arbeiterkammer) hat einen „Fair Fashion Finder“ online gestellt, und außerdem gibt es die Clean Clothes Campagne, auf die es sich hinzuweisen lohnt.
    Links:
    # Fair Fashion Network: http://www.getchanged.net/de/arbeiterkammer/ und https://www.getchanged.net/de/the-fair-fashion-network/
    # Minimalismus-Bloggerin Anuschka Rees hat auch eine gute (internationale) Liste: https://into-mind.com/blog/2016/3/13/30-ethical-fashion-brands-you-need-to-know
    # Auch die WearFair, eine Messe für fair produzierte Mode, die ich jährlich besuche, hat eine eigene Liste zusammengestellt: http://www.wearfair.at/austellerinnen-liste/
    # Wird auch vielen bekannt sein: die amerikanische Bloggerin Caroline Recter schreibt auf http://www.un-fancy.com über nachhaltige, minimalistische Mode. Sie hat eine Liste an Schuhen, Taschen und Sportkleidung zusammengestellt: http://www.un-fancy.com/smart-shopping/ethical-closet-shoes-bags-active-wear/
    # die österr. Bloggerin Maddy (www.dariadaria.com) bloggt ebenfalls genau darüber. Vielleicht sollten Sie Blogs auch in Ihre Liste mit aufnehmen?

    So wie ich das sehe, müsste eine eigene, einfach zu navigierende „Meta-Liste“ her. Der Fair Fashion Finder ist schon sehr gut programmiert, weil hier zB Preisniveau, Größe oder auch Labelherkunft (Postweg…) ausgewählt werden kann.

    Antworten
  24. Andrea Kumm

    07/12/2016 @ 17:18

    Liebe Stephanie,
    mir fehlt in deiner Liste Maas natur. Das ist Ökobekeidung zu einem, wie ich finde, fairen Preis.
    Herzliche Grüße
    Andrea

    Antworten
  25. Liebe Stephanie,
    zuerst einmal vielen Dank an Dich und Konstanze Richter, dass Ihr das Thema „Nachhaltigkeit in der Mode“ aufgegriffen und soviel Arbeit darin investiert habt.
    Ich selbst bin seit vielen Jahren Kundin bei Hess Natur, Maas Natur und Deerberg. Allerdings kaufe ich dort nur eingen geringen Teil meiner Garderobe, die weitaus meisten Kleidungsstücke in meinem Schrank sind aus konventioneller Produktion. Leider besteht ein Großteil der Sortimente dort immer aus Baumwoll-Jersey und das ist ein Material, das ich zunehmend weniger trage, da es meist nicht besonders vorteilhaft aussieht. Das Angebot an gut geschnittenen Blazern, Mänteln, Kleidern und Röcken ist äußerst überschaubar. Dazu kommt bei mir noch, dass mir Ärmel und Hosenbeine oft zu kurz sind. Und bei den Farben werde ich als Wintertyp auch nicht immer fündig…
    Ergänzend möchte ich noch Grudrun Sjöden dazunehmen. Das ist zwar ein sehr spezieller Modestil und als Komplettlook sicher für die wenigsten Frauen geeignet, aber an den tollen Farben komme ich nicht vorbei. Ich finde dort immer mal wieder Einzelstücke, die ich zu meinem Stil kombinieren kann – und wenn es nur ein Schal ist.
    Ähnlich geht es mir mit Deerberg. In Bezug auf Deerberg möchte ich einmal auf die, wie ich finde, besonders hochwertige Qualität hinweisen, von der ich angenehm überrascht war und zwar in Bezug auf Kleidung (sehr gute Jerseyqualität !) und Schuhe gleichermaßen.
    So, jetzt ist der Kommentar mal wieder länger ausgefallen als geplant…
    Sei herzlich gegrüßt,
    Eva P.

    Antworten
  26. Kleidung: Göttin des Glücks (wurde zwar schon erwähnt, aber nur zur Sicherheit noch einmal)

    Schuhe: Waldviertler (sehr bekannt in Österreich, aber in Deutschland?)

    kann dir Nunu Kallers Blog & Buch „Ich kauf nix“ wärmstens empfehlen, inkl Linkliste zu den ganzen fairen Shops.

    Antworten
  27. Vielen Dank. Ein sehr interessantes Thema und es ist so wunderbar, dass es immer mehr gut produzierte Kleidung gibt. Mein aktueller Favorit momentan ist
    „Alma & Lovis“ (wurde ja schon hier erwähnt). Im Kölner Laden habe ich einige wunderbare zeitlose, schmeichelhafte und bequeme Oberteile erworben. Größenteils schlichte Mode mit einigen Besonderheiten. Die haben auch einen schönen online-shop.
    Von Hempage habe ich auch einige schöne Tops und Shirts, die sehr angenehm zu tragen und robust sind (bestellt beim online shop Hanfwaren). Inzwischen gibt es dort nicht nur mehr schlichte T-Shirts und Pullover sondern auch Tops mit Wasserfallausschnitten, Schalkragen u.ä. Größtenteils aus einer Mischung von Hanf und Baumwolle.
    Die Qualität von den Armed Angels Baumwoll Shirts und denen von Manomama ist sehr gut. Allerdings sitzen die bei mir nicht immer so gut (Größe 1,80, Kleidergröße ca. 44, breite Schulter :)) besonders die Manomama T-Shirts sind für mich an den Schulter zu schmal geschnitten.
    Mit Hess Natur habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Einige Klamotten waren wunderbar und haltbar. Andere waren nach zweimal Waschen zerlöchert oder Nähte lösten sich schon auf.
    Einige der empfohlenen Labels und Seiten kenne ich noch nicht, da werde ich mal reinschauen.
    Grüß netti

    Antworten
  28. Hallo,
    ich kaufe auch am liebsten Öko-Klamotten,die Stoffe fühlen sich häufig wunderbar an,man möchte nichts anderes mehr kaufen.
    Vieles ist ja schon genannt worden.
    Ich hätte da noch Aßmus und Finkhof als Versender.Hersteller sind da noch Comazo und Engel Naturtextilien (Unterwäsche),Dunque,
    Invero,Höfius,Lana,MarlisMithöfer,Flomax,Mufflon(Walkjacken),
    Eve in paradis (Senas).Inwieweit fair produziert wird,kann ich nicht sagen.
    Mäntel,Winterjacken kaufe ich konventionell,da ich groß bin und lange Arme habe.So kann ich vor Ort schauen,ob es paßt.
    Nicht immer wird man bei den „Ökos“ fündig.Aber vielleicht ändert sich das ja noch.
    Liebe Grüße

    Antworten
  29. Liebe Modeflüsterin,
    das ist ein tolles Thema und vor allen Dingen ein sehr wichtiges, wie ich finde.
    Manomama fehlt in jedem Fall in eurer Liste. Die produzieren in Augsburg, ich war tatsächlich auch schon mal im „Werk“. Mein Mann kauft nur noch dort seine Jeanshosen und wir sind von der Qualität absolut überzeugt. Ich kaufe gar keine Klamotten seit zwei Jahren sondern nähe sie mir nur selber, deshalb kann ich keinen weiteren Erfahrungsbericht beitragen.
    Des Weiteren gibt es, ebenfalls aus Augsburg, das Label „Degree“. Klar, die bieten nur eine Nische an, aber vielleicht sucht jemand genau diese Nische.
    Liebe Grüße,
    Marina

    Antworten
  30. Nachtrag,mir fällt noch Madness und Silkroad ein.Neben Secondhand wäre da noch das Selberherstellen eine Option.Ich habe mir dieses Jahr einen Pulli selber getrickt,nach meinen Vorstellungen.Ist noch nicht ganz perfekt geworden,da übe ich noch.
    Ansonsten kann man sich etwas nähen lassen bzw ändern lassen.
    (Veronika Wimmer)
    Ich wünsche ein gesundes,liebevolles und erfolgreiches Jahr.

    Antworten
  31. Wäre es möglich, an der Liste anzuhängen, welche Art von Kleidung das ist, oder in Artikeln, zu denen Mode verlinkt ist, auch auf faire Mode zu linken und das anzumerken?

    Wenn ich mal ein Label oder einen Laden für faire Mode entdeckt habe, finde ich dort fast immer nur „urban style“ für magere Studentinnen, oder „weibliche“ Wallegewänder. Bestenfalls noch Hippie/Ethno. Etwas „in fair“ zu finden, was mir (48 Jahre, Größe 38, Jeans 28/34, H-Figur) paßt und steht, habe ich praktisch aufgegeben.

    Antworten
  32. Das ist ein tolles Projekt, ganz großes Kompliment!
    Ich kaufe seit Jahren schon bei Hess Natur und Maas Natur ein und bin bei beiden mit der Qualität sehr zufrieden. Ich weiß, daß es von Grüne Erde auch eine Modelinie mit Basics gibt, hab da aber noch keine Kleidung bestellt. (Nur Bettwäsche und die ist toll!)

    Antworten
  33. Hey Stephanie,
    ich liebe deinen Blog! :)
    Vielleicht kannst du auch mal über Upcycling schreiben oder wie man auf Flohmärkten (oder online zb Mädchenflohmarkt o.ä.) gute, passende Teile findet. Ich würde viel lieber mehr second hand kaufen, aber irgendwie fällt es mir schwer.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      19/01/2017 @ 12:21

      Liebe Marie,

      vielen Dank für Deinen Themen-Wunsch! Aber ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob ich für Upcycling wirklich der richtige Ansprechpartner bin. Ich nähe zwar selbst, habe mich aber noch nie intensiv mit Upcycling beschäftigt. Ich glaube, da gibt es viele tolle DIY-Bloggerinnen, bei denen man sich Inspirationen holen kann. Vielleicht möchtest Du da noch ein bisschen recherchieren?
      Dem Thema, dem ich mich einmal widmen könnte, sind Änderungen an Kleidungsstücken, die leicht zu machen sind. Dieses Thema steht schon auf meiner Agenda :-)
      Ich hoffe, dass Du dennoch hier den ein oder anderen hilfreichen Tipp für Dich findest!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  34. Hallo,

    in der Liste fehlt noch die Marke Bleed Clothing.
    Wie ich finde biteten sie sehr sportliche Kleidung an, die auch etwas für Jugendliche oder junge Erwachsene ist. Sie arbeiten zudem mit PETA zusammen soweit ich weiß und alles ist daher vegan.

    Als zweite Ergänzung fehlt mir die Marke K.O.I. (Kings of Indigo). Die bieten viele Hosen an und richtige Jeans, auch besonders für Jüngere würde ich sagen (viel röhren-jeans oder used-stil).

    Dann noch die Marke Feuervogl. Die bieten viel aus Jeans an also Jacken etc..

    Und als letztes die Marken Chapati und Tranquillo. Ich glaube sie haben keine Zertifikate aber legen ebenfalls großen Wert auf die Arbeitsbedingungen etc. (Hoffe ich erzähle nichts falsches aber so habe ich es mal gelesen). Diese Kleidung ist optisch eher klischeehafte fair-traide kleidung 😉

    LG Lara

    Antworten
  35. Angela schlaefke

    29/01/2017 @ 16:20

    Liebe Stephanie, was ist mit neyo? Ich dachte , das ist ein Label, das zwar ziemlich teure Pullover aus Cashmere anbietet, aber zumindest, die Arbeiter fair entlohnt..es schreiben ja einige bloggerinnen immer wieder darüber..
    liebe Grüße
    Angela

    Antworten
    • Modeflüsterin

      29/01/2017 @ 18:16

      Liebe Angela,

      diese Marke wurde mir bisher nicht von den Leserinnen genannt – bis jetzt von Dir :-) Ich werde sie in der nächsten Runde überprüfen und ggf. in die Liste aufnehmen, ok? Vielen Dank auf jeden Fall schon mal für die Ergänzung!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten

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