A-Linien-Pullover: Der Schlankmacher für O-, H- und Y-Figurtypen

Ein A-Linien-Pullover steht besonders H-, O- und Y-Figurtypen hervorragend.

Ein A-Linien-Pullover steht besonders H-, O- und Y-Figurtypen hervorragend.

Winterzeit ist Pulloverzeit. Bevor es so richtig kalt wird, nehme ich immer eine kleine Pullover-Inventur vor. Dabei unterziehe ich meine Winter-Pullover einer genaueren Prüfung: In welchem Zustand sind sie? Welcher Pullover muss ersetzt werden? Und vor allem auch: Welche neuen Pullover-Silhouetten gibt es, die die Basisgarderobe für meinen Figurtyp sinnvoll ergänzen? Dabei ist mir in dieser Saison eine besondere Pulloverform ins Auge gefallen, die sich als echter Figurschmeichler für H-, O- und Y-Figurtypen erweist. Es handelt sich um den A-Linien-Pullover.

Sie wissen, dass ich nur sehr selten von einem Kleidungsstück so richtig begeistert bin. Da will es etwas heißen, dass ich mir in diesem Fall gleich zwei A-Linien-Pullover zugelegt habe – einen dünneren V-Pullover und einen dickeren Rollkragen-Pullover, beide aus edler Merinowolle und von der Marke ME+EM (Affiliate-Link). Warum die A-Linien-Form bei Pullovern so vorteilhaft ist und warum davon bestimmte Figurtypen besonders profitieren, möchte ich Ihnen heute kurz erläutern.

Der A-Linien-Pullover – perfekter Partner für den Easy Chic

Als ich rein zufällig bei meiner Einkaufstour im Internet auf den A-Linien-Pullover gestoßen bin, war ich sofort fasziniert. Denn diese Silhouette passt ganz hervorragend zum Easy Chic, lässt sich bestens mit sportlichen, aber auch femininen Elementen mischen und versprüht eine große Portion androgyne Lässigkeit. Und wenn Sie mich schon ein bisschen kennen, dann wissen Sie, dass ich bei dieser Stil-Mischung kaum widerstehen kann…

Meine Test-Bestellung bestätigte meine Vermutung: Die A-Linien-Pullover bringen meine leichte H-Figur ganz hervorragend zur Geltung. Denn die A-Linie addiert eine Kurve in der Körpermitte, die meiner Statur zugutekommt. Und nach einem üppigen Essen kann man darin ein kleines Bäuchlein einfach wegmogeln.

Ein A-Linien-Pullover lässt sich mit meinen Culottes und Stiefeletten zu einem mega-entspannten und dennoch modernen Look kombinieren. Mit einer schmalen Jogpants und Sneakers oder Slippern entsteht ein Sporty Chic. Mit Leggings und Stiefeln ein zeitloser Freizeit-Look mit sexy Touch. Und selbst mit ganz klassischen, gerade geschnittenen Jeans sieht die A-Linien-Silhouette sehr stilvoll aus. Das nenne ich ein Kombi-Talent!

Der A-Linien-Pullover steht verschiedenen Figurtypen – die Schnittdetails sind entscheidend.

Die A-Linie ist schnitttechnisch eine Silhouette, die im Schulter-Brustbereich schmal anliegt und unterhalb der Brust mehr oder weniger stark ausgestellt ist, sodass sich eine A-Form ergibt. Manche nennen diesen Schnitt auch „Swinger“ (englisch: to swing; deutsch: schwingen), da der Saum die weiteste Stelle des Kleidungsstücks ist und den Körper schön sanft umspielt.

Dabei ist die Schnittform nicht auf Pullover begrenzt. Es gibt sie für alle Oberteile – T-Shirts, Blusen, Jacken – und natürlich auch für Kleider. Das A-Linien-Kleid ist wohl der bekannteste Vertreter dieser Spezies. Und auch in ein Kleid gegossen hat die A-Linie figürlich einige Vorteile zu bieten.

A-Linien-Pullover können recht vielfältig sein. Je nach weiteren Schnittdetails stehen sie ganz unterschiedlichen Figurtypen.

Der Schnitt im Schulter-Brust-Bereich

Im Schulter-Brustbereich können Sie auf die folgenden Details achten:

  • Mit einem V-Ausschnitt streckt der A-Linien-Pullover den Oberkörper, akzentuiert eine Taille und ist auch für größere Busen tragbar – niemals jedoch für sehr große Busen! Frauen mit insgesamt kräftigerem Oberkörper, breiteren oder kantigen Schultern, wenig ausgeprägter Taille und normalem Busen liegen mit einem V-Ausschnitt also goldrichtig. Hier sollten sich vor allem die Y- und H-Figurtypen angesprochen fühlen.
  • Mit einem hohen Rundhalsausschnitt verlängert der Pullover den Oberkörper nach oben und gibt einem kleinen Busen mehr Gewicht. Diese Variante ist aber nichts für runde Gesichter! Dafür profitieren Frauen mit einem spitzen Kinn und markanter Nase von diesem geschickten Schachzug. Und Frauen mit kurzem Oberkörper und kleinem Busen sowie kleine Frauen lieben ihn ebenfalls.
  • Mit einem Rollkragen wird der Schulter-Brustbereich noch etwas mehr nach oben verlängert und ein langer Hals erhält eine wunderschöne Verpackung. Auch hierbei ist ein großer Busen leider weniger vorteilhaft. Aber Frauen, die den Blickpunkt nach oben, in Gesichtsnähe, verlegen wollen und Frauen mit Schwanenhälsen werden sich darin gut aufgehoben fühlen.
  • Mit normal eingesetzten Ärmeln kann ein A-Pullover an den Schultern für eine schmale, natürliche Silhouette sorgen.

Wichtiger Tipp:

Achten Sie bei einem A-Linien-Pullover immer darauf, dass die Schulternähte genau an der richtigen Stelle, also an der obersten, äußersten Position der Schulterlinie, platziert sind!

Hängen die Schultern oder hat der Pullover überschnittene Schultern, leidet die ganze Silhouette darunter – sie entwickelt sich zur Unförmigkeit. Das ist besonders für O-Figurtypen wichtig, die oberhalb ihrer kräftigen Körpermitte möglichst figurnahe, „scharfe“ Schnitte benötigen.

  • Mit Raglanärmeln wird der Schulterbereich des A-Linien-Pullovers noch weiter verschmälert. Das ist logischerweise eine der besten Varianten für den Y-Figurtyp. Aber auch natürliche, schmale Schultern sind für den Y-Figurtyp tragbar.
  • Lang und schmal geschnittene Ärmel sind eines der wichtigsten Elemente des A-Linien-Pullovers. Da diese am Rumpf viel Weite aufnehmen, schaffen schmale, lange Ärmel dennoch eine schlanke äußere Kontur. Ein Punktsieg trotz lässiger Passform für eigentlich alle Figurtypen!
Die Schnitt-Details entscheiden darüber, welche Silhouette der A-Linien-Pullover genau beschreibt und damit welchem Figurtyp er besonders gut steht.

Die Schnitt-Details entscheiden darüber, welche Silhouette der A-Linien-Pullover genau beschreibt und damit welchem Figurtyp er besonders gut steht.

Der Schnittverlauf unterhalb der Brust

Ebenfalls von Bedeutung ist es, ab welcher Höhe der A-Linien-Pullover seine Weite aufnimmt und wie sich diese im weiteren Verlauf nach unten hin entwickelt. Es gibt sanfte, recht körpernahe A-Linien mit wenig Saumweite, A-Linien, die direkt unterhalb der Brust große Weite aufnehmen und auch weit auslaufen und solche A-Linien, die unterhalb der Brust zuerst nur wenig Weite gewinnen und erst ab Taillenhöhe mehr Volumen erhalten.

  • Für Frauen mit kleinen Busen ist es egal, wo der Pullover seine Weite aufnimmt. Frauen mit normaler oder größerer Oberweite sollten darauf achten, dass der Unterbrustbereich noch möglichst lange körpernah bleibt, bevor der Pullover weiter ausschwingt.
  • Das Gleiche gilt für Frauen mit einer starken Schulter-Brust-Zone, wie bei Y-Typen. Diese fahren ebenfalls mit einem etwas weiter unten ausgestellten A-Pullover am besten. Denn während der Oberkörper möglichst lang und schmal gehalten werden sollte, benötigt vor allem die Hüftzone einen Volumenausgleich.
  • Der O-Figurtyp sollte darauf achten, dass an der Stelle, an der in der Körpermitte die größeren Pölsterchen beginnen, eine ausreichende Weite vorliegt, aber der Pullover insgesamt nicht zu weit ausgestellt ist. Eine mittlere Saumweite, die die meist eher schmaleren Hüften des O-Typs umspielt, ist hingegen sehr vorteilhaft.
  • Für den H-Typ ist es eher wichtig, dass die A-Linien-Silhouette insgesamt viel Schwung aufweist. Denn das zeichnet Kurven auf den Torso, wo sonst nur wenig Taille zu finden ist.

Die Saumlänge

Die Saumlänge ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, das Sie beim A-Linien-Pullover bedenken sollten.

  • Eine weit schwingende Saumlänge, die im Hüftbereich endet, ist für Y-Typen ideal.
  • Aber auch H-Typen kommen mit Hüftlänge gut zurecht. H-Typen sind jedoch auch diejenigen, die am ehesten mit einer kürzeren Saumlänge in Taillenhöhe gut leben können. Denn der weite Saum in der Taillenzone mogelt optisch mehr Taille hinzu – speziell wenn der A-Linien-Pullover mit einem schmalen Unterteil getragen wird.
  • Beim O-Typ sollte die Verlängerung des Oberkörpers die erste Priorität sein. Der Saum sollte möglichst immer den Schritt verdecken und kann sogar bis zur Mitte der Oberschenkel hinab reichen. Kürzere A-Linien-Schnitte sind beim O-Figurtyp unbedingt zu vermeiden!

Die grundsätzlichen Vorteile des A-Linien-Pullovers

Wenn Sie obige Schnittdetails und ihre Wirkung auf die unterschiedlichen Figurtypen gelesen haben, werden Sie schon eine gute Vorstellung davon haben, was die A-Linie als Pullover für Sie leisten kann. Die Vorteile, die Sie nutzen können, sind die folgenden:

  • Ein gut geschnittener A-Linien-Pullover lässt die Schulter-Brust-Partie schmal erscheinen.
  • Ein gut geschnittener A-Linien-Pullover addiert im Brustbereich nur minimal optisches Gewicht.
  • Ein gut geschnittener A-Linien-Pullover blendet Pölsterchen in der Körpermitte und am Bauch sanft aus, bringt aber gleichzeitig kurvigen Schwung in die Taillenzone.
  • Ein gut geschnittener A-Linien-Pullover addiert Schwung, Bewegung und Volumen in der Hüftzone. Damit gleicht er starke Schultern aus und schaffte einen starken Blickpunkt im Hüft-Oberschenkel-Bereich.

Und genau diese Wirkungsweise ist es auch, die den A-Linien-Pullover für den A-Figurtyp und für viele X-Figurtypen leider nicht zur ersten Wahl werden lassen. Denn sowohl A-Figur, als auch X-Figur können zusätzliches optisches Gewicht an den Hüften nicht gut verkraften. Beide würden eine deutliche Akzentuierung und den Blickpunkt in der Taille vermissen. Wobei der A-Figurtyp zusätzlich unter der optisch verschmälerten Schulterpartie leiden würde, da der Ausgleich für breite Hüften fehlt.

Für H-, O- und Y-Figurtypen bietet der A-Linien-Pullover hingegen sehr viele figürliche Vorteile, die gerade in der Winterzeit und bei dickeren Stofflagen gerne genutzt werden.

Vielleicht an dieser Stelle noch einen letzten Tipp: Denken Sie auch bei A-Linien-Pullovern an ein geschicktes Layering! Wenn Sie beispielsweise eine Longbluse oder ein langes T-Shirt unter dem Pullover tragen und unten hervorschauen lassen, können Sie noch mehr optisches Gewicht in den Hüftbereich legen und die Zone dort zum absoluten Blickpunkt ihres Outfits werden lassen. Und auch über einen längeren, fein gestrickten A-Linien-Pullover kann eine etwas kürzere, leicht taillierte Jacke darüber getragen werden – beispielsweise eine gefütterte Bikerjacke im Boyfriendstil.

Beim Einsatz von A-Linien-Pullovern geht alles um schmale Schultern, breite Hüften und viel Schwung dazwischen. Und diese Details werde ich in diesem Winter mit meinen Neulingen im Schrank gnadenlos ausnützen. Eine Portion Extra-Lässigkeit inklusive.

Haben Sie jetzt auch Lust auf die A-Linie bekommen? Oder haben Sie diese schon für sich entdeckt?

Shopping-Tipp: A-Linien-Pullover und Strickwaren von ME+EM

Die Marke, die ich für mich auf der Suche nach Pullovern entdeckt habe, ist wirklich toll: Die britische Label ME+EM begeistert mich ungemein – die Merinowolle der Strickwaren ist super-soft und hochwertig, die Schnitte passen mir perfekt. Und der Stil ist genau der Easy Chic, den ich so liebe. Hier finden Sie die Strickwaren von ME+EM: http://www.meandem.com/knitwear (Affiliate-Link).
Achtung: Zahlen Sie bei ME+EM besser mit PayPal, als mit Kreditkarte! Für Kreditkarte fallen bei Auslandszahlung in UK recht hohe Gebühren an. Und bei PayPal gibt es derzeit eine Aktion, bei der man die Rücksendekosten erstattet bekommt. Bitte erkundigen Sie sich danach!
Und auch noch wichtig: Bitte nutzen Sie die Größentabellen und messen Sie sich vor der Bestellung aus, damit Sie die richtigen Größen ordern! Bei mir hat so alles 100% gepasst…

33 Kommentare

  1. Liebe Stephanie, deine Illustrationen gefällt mir so gut, die würde ich mir glatt an die Wand hängen! Und A-Linie trage ich total gern. Ist das so ähnlich wie Princess oder die Kleider bei Jane Austen, die alle unter dem Busen weit fallen?

    Schönen Sonntag noch und LG Sabina

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabina,

      vielen Dank! Zum Thema A-Linie: Das was Du beschreibst, ist die Empire-Linie. Diese hat unter der Brust eine schmale Stelle und wird dann weit. Die A-Linie ist eher von der Silhouette ein nahtloser Übergang vom Busen nach unten in einer ausgestellten Form. Allerdings eben mit den unterschiedlichen Silhouetten-Varianten – je nach Schnitt. Das Unterbrustband fällt sozusagen weg. Und die Büste ist auch nicht passformgerecht ausgearbeitet. Aber bei Deiner Figur ist die A-Linie ideal – sogar die ganz weiten und kürzeren Exemplare könntest Du tragen. Wenn Du Dich darin wohl fühlst 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Hi Stephanie,
    wieder super tolle Tipps, danke! Vor allem zu Culotte kann ich mir den Pullover richtig gut vorstellen. Das probiere ich gleich aus 🙂
    LG; Jule

    • Modeflüsterin

      Liebe Jule,

      genau dazu habe ich meine Pullis auch schon getragen…. 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Liebe Stephanie,

    danke für diesen interessanten Beitrag. Eigentlich bin ich überrascht, dass der A-Linien-Pullover für die A- und X-Figur eher ausgeschlossen wird, da ich erwartet hätte, dass zumindest die A-Figur wie gemacht ist für diese Schnittform. Schließlich folgt die A-Linie der A-Figur ganz zwanglos, sie verändert die Silhouette nicht, aber sie kann sie im positiven Sinn unterstreichen. Oder bin ich jetzt völlig auf dem falschen Dampfer?
    Ich hatte mal einen A-Linien-Pullover, den ich als A-Figurtyp sehr gerne getragen habe. Okay, er war hellgelb, aus Grobstrick und hatte ein Zopfmuster, was für den A-Typ schon mal gut war, weil er am Oberkörper durch die Helligkeit und das plastische Muster Volumen schaffte. Er war an der Hüfte auch nur ganz leicht ausgestellt und die Taille wurde durch Variationen im Zopfmuster ganz raffiniert betont. Dieser Pulli war ein Glücksfall, aber ich musste darauf achten, dass die (dunklen) Hosen, die ich dazu trug, an den Oberschenkeln möglichst schmal waren und die Schuhe am besten nicht ganz flach.

    Aktuell besitze ich ein weißes, ärmelloses Top und einen Trenchcoat in A-Linie. Der Stoff des Tops ist ganz leicht und halbtransparent und ich finde, der Schwung schmeichelt breiten Hüften. Auch mit dem Mantel habe ich gute Erfahrungen gemacht. Er ist an den Schultern und im Brustbereich schmal gehalten, das wird aber optisch durch Schulterriegel und andere ausgearbeitete Details im oberen Bereich ausgeglichen. Und unten verschwindet meine Hüfte unter der (mäßigen) A-Form ganz natürlich.

    Liebe Grüße,
    Karin

    • Modeflüsterin

      Liebe Karin,

      so wie Du Deine Kleidungsstücke beschreibst, hast Du damit tatsächlich die Ausnahmestücke skizziert, die – neben der A-Linie – einige Details aufweisen, die für den A-Typ günstig sind. Wie beispielsweise eine betonte Schulterpartie und/oder eine akzentuierte Taille… Grundsätzlich gibt es dazu in der Stilberatung auch zwei Sichtweisen: Die einen sagen, dass ein Kleidungsstück dem natürlichen Verlauf des Körpers folgen soll und dadurch eine besonders harmonische Silhouette entsteht. Und dass dann der Schnitt natürlich eine besonders gute Passform hat (beispielsweise wenn die breiten Hüften des A-Typs problemlos unter dem ausgestellten A-Linien-Saum passen). Die andere (ich denke, größere) Gruppe von Stilberatern sagt, dass Kleidung die Proportionen der Figurtypen eher ausgleichen, anstatt noch mehr betonen sollte. Dann sollte der A-Typ folglich keine Kleidung tragen, die oben schmal und unten breit verläuft – wie der A-Typ eben. Sondern Kleidung, die oben breiter macht und unten vergleichsweise schmal bleibt, um die Proportionen quasi „umzudrehen“. Dazu kommt, dass ein sehr schönes Detail der A-Figur – die schmale Taille nämlich – durch eine A-Linie eher „verwässert“ wird, anstatt diese schön zu betonen.
      Letztendlich muss das aber jede Frau selbst entscheiden, welchen Effekt sie erzielen möchte: Proportionen betonen oder eher ausgleichen. Beides ist mit Mode möglich. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“.
      Da die Leserinnen hier nach meinem Eindruck ihre Proportionen eher ausgleichen und Schönes betonen möchten, habe ich diesen verbreiteten Blickwinkel gewählt. Was nicht ausschließt, dass es A-Linien-Pullover gibt, die auch Details aufweisen, die für den A-Typ günstig sind und somit die Nachteile dieser Silhouette wieder etwas ausgleichen – wie anscheinend in Deinem Fall. Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Liebe Stephanie,

    auch wenn dieser Schnitt für meine Figur der absolute Albtraum ist, habe ich doch jede Ihrer wie immer informativen Zeilen verschlungen!
    Vielen Dank für den schönen Artikel.

    Ich werde hin und wieder auch nach Modetipps gefragt; da kann ich auf Ihr Wissen zugreifen bzw gleich auf Ihre Seite verweisen.

    Als AX-Typ (glaube ich zumindest) bevorzuge ich eng anliegende Pullover in Taillenlänge. Dank Ihres Artikels weiß ich jetzt auch, warum überhaupt A-Schnitte bei Oberbekleidung existieren. Bisher fragte ich mich immer: Wer kauft so was?! Aber es sieht an den entsprechenden Typen tatsächlich toll aus.
    Wenn ich so darüber nachdenke, besitze ich gar keine weit geschnittene Kleidung (bis auf Kleider, bei denen der Rock ausgestellt ist).

    Liebe Grüße
    Diana

    • Modeflüsterin

      Liebe Diana,

      …und ein ausgestellter Rock betont eine schmale Taille noch ein bisschen mehr… ist also gut für den A-/X-Typ 🙂 Für den X-Typ gibt es fast nichts besseres, als der Figur möglichst körpernah zu folgen. Da liegen Sie aus meiner Sicht mit Ihrer Pullover-Wahl immer gut.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Liebe Modeflüsterin, die Zeichnung ist toll! Gibt es den Pulli auch in echt? Genau so einen suche ich.
    Liebe Grüße, Monika

    • Modeflüsterin

      Liebe Monika,

      ja, den gibt es. Es ist einer der beiden Exemplare, die ich mir auch gekauft habe. Leider hat das mit der Produktempfehlung zeitgleich mit diesem Beitrag nicht geklappt, da die besagte Marke sich nicht rechtzeitig bei mir gemeldet hat. Ich werde das in den nächsten Tagen nachreichen, sobald ich Feedback erhalte, ok? Darf ich Dich noch um ein wenig Geduld bitten? Vielen Dank für Dein Verständnis!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Diana (die andere)

    Liebe Stephanie,

    einen solchen Pullover müsste ich mal anprobieren – entweder in ganz kurz und weit oder in richtig lang a la Strickkleid über Leggings (bin ein schmales H). Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Oversize/Eggshape/kastig meinem Wesen nicht eher entspricht?

    Mal sehen!

    Herzlichen Gruß

    Diana

    • Modeflüsterin

      Liebe Diana,

      das mit dem Schwung im Saum musst Du tatsächlich ausprobieren. Das ist natürlich auch eine Stilfrage! Aber ich denke, Du wirst schnell wissen, ob das etwas für Dich ist 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Liebe Stephanie,
    mit meiner ausgeprägten Y-Figur und meiner Vorliebe für A-Linien-Pullover mit V-Ausschnitt ist Dein heutiges Thema für mich sozusagen genau maßgeschneidert.
    Denn mit Deinen Tips kann ich endlich den Ursachen auf den Grund gehen, warum eigentlich nicht jeder A-Linien-Pullover in meinem Schrank für mich vorteilhaft ist. Ich werde jetzt verstärkt auf die Details achten und für mich einmal herausfinden, wie mein optimaler A-Linien-Pullover aussieht.
    Eines habe ich für mich im Übrigen schon festgestellt: Es kommt sehr auf das Material an, es muss gut fallen und der Figur folgen. Ist das nicht der Fall, hängt so ein Teil manchmal durch die Breite in den Schultern und im Brustkorb wie ein Zelt oder Sack herunter und lässt den gesamten Oberkörper voluminös und konturlos erscheinen.
    Sei ganz herzlich gegrüßt,
    Eva

    • Modeflüsterin

      Liebe Eva,

      das ist genau, was ich meinte: Im Schulter-Brustbereich muss so ein A-Linien-Pullover perfekt und schmal sitzen, damit es eben nicht wie ein Zelt aussieht. Und Du hast absolut Recht: Das Material sollte weich schwingen, auf keinen Fall zu viel Stand haben. Sonst geht ja der ganze Sanfte-Umspiel-Effekt verloren… Hab noch viel Erfolg bei Deinen Experimenten!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Liebe Modeflüsterin, danke für den einmal mehr superguten Beitrag. Selber habe ich eine Hassliebe zu Pullovern. Ist einfach nicht mein Kleidungsstück, bevorzuge Blusen und Blazer/Jacken. Habe so einen Verdeckungs-Spleen… Doch im Winter ist es oft unumgänglich mal ein Pullover zu tragen wegen der Wärme. Habe einen schönen Rollkragenpulli in A-Form und nach ihrem Beitrag weiss ich nun warum ich mich in dem gar nicht wohl fühle. Ich „bin“ eine A/X-Form und ratlos welche Pullis mir stehen könnten. Liebe Grüsse, baStei PS: nach wie vor sind Sie liebe Modeflüsterin ein Sonntags-Highlight für mich ;-))

    • Modeflüsterin

      Liebe baStei,

      als A-/X-Figur müssen Sie einfach einen etwas kürzeren (maximal bis zum vorderen Beckenknochen), taillierten Pullover finden, der vielleicht in seiner Struktur/Muster/Strickmuster noch einen zusätzlichen Taillen-Akzent aufweist und der im Schulter-Brust-Bereich keinesfalls schmaler wird (also keinen Raglanärmel hat und auch keine überschnittenen Schultern, die die Schulter eher weich zeichnen). Wenn Sie oben eher zum A neigen, dann ist zudem ein Muster mit Schulterakzent gut. Viel Erfolg! Und ganz lieben Dank für Ihre motivierenden Worte!!!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. Danke für diese ausführlichen Informationen. Was es da alles zu beachten gibt, hätte ich gar nicht gedacht. Besonders gut gefällt mir das Bild mit den Erklärungen. Das fasst es noch einmal anschaulich zusammen.

    In meinem Schrank habe ich auch einen A-Linien-Pullover, allerdings nur ganz leicht ausgestellt. Ich weiß allerdings nicht, ob das so optimal für mich ist. Zu einer sehr engen Hose und Stiefeletten/Stiefeln mit Absatz gefällt er mir ganz gut. Doch irgendwie stört mich der Ausschnitt (Rundhals, Richtung U-Boot). Vielleicht liegt es daran.

    Viele Grüße
    Sabine

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      das könnte tatsächlich der Fall sein, dass es der Ausschnitt ist, der nicht passt. Ganz einfacher Test: Probier doch mal einen sehr auffälligen Schal am Hals darüber zu drapieren. Und zwar einmal in mehreren „Umrundungen“ des Halses, so dass das optische Gewicht eher in die Breite, Richtung Schulter geht und einmal als langer Schal, der vorne eine vertikale Linie schafft. Wenn sich letzere Variante besser anfühlt, dann ist es der Rundhalsausschnitt, der stört 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Diana (die andere)

    Liebe Stephanie,

    ich habe eben auf den Link geklickt – da gibt es ja wirklich tolle Pullover! Bist du mit der Qualität zufrieden? Und wie fallen die Größen aus?

    Herzlichen Gruß

    Diana

    • Modeflüsterin

      Liebe Diana,

      ich bin von der Qualität total begeistert! Daher habe ich mich auch für das Affiliate-Programm der Marke beworben. Die Größen musst Du unbedingt ausmessen. Ich liege bei unterschiedlichen Kleidungsstücken zwischen 12 und 14. Aber nach dem Ausmessen passt alles perfekt.
      Wünsche Dir viel Erfolg!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Diana (die andere)

        …ich muss schon sagen…den Link hätte ich nicht klicken dürfen! Die Layering Shirts und Blusen sind ja auch fantastisch. Und die Philosophie hinter dem Label gefällt mir. Eigentlich möchte ich dieses Jahr nichts mehr kaufen (erst nach Weihnachten), aber dann werde ich sicher etwas von ME&EM testen.

        Danke für den tollen Hinweis!

        • Modeflüsterin

          Liebe Diana,

          ja, ich weiß… Ich bin auch selten so von einer Marke begeistert – weil alles stimmt 🙂

          Liebe Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

  11. Liebe Steffi,
    wie neidisch werde ich da immer, was für schöne Pullover es gibt. Während ich modisch im Sommer mit meiner X Figur in körpernahen Schnitten aufblüzuhe, kann ich es gar nicht leiden, nach Wintermode zu schauen. Gefallen tut mir viel- doch weiß ich schon von Vorneherein, dass die Teile an mir längst nicht so gut wie am Kleiderharken aussehen werden. Die Pullover sind praktisch alle Oversize, klobig und/oder mit engem Halsausschnitt. Feine Materialien sind entweder so fein, dass sie kaum mehr Wärme als ein Baumwollshirt bieten, oder aber wirken etwas zu ’spießig‘ für meinen Geschmack. Ich bin mit unter 30 wohl jünger als die meisten Leserinnen hier, obwohl ich klassische Kleidungsstücke sehr mag, fühle ich mich in diesen 0815 V-Ausschnittpullovern verkleidet.
    Das Problem mit dem Warm anziehen vs. auftragende Kleidung haben doch bestimmt die meisten Frauen mit kurviger Figur. Ein Post, der sich diesem Thema widmet, wäre ganz wunderbar!

    • Modeflüsterin

      Liebe Tuulikki,

      da sprichst Du ein interessantes Thema an: Der X-Typ sollte figurnah bleiben und sich dennoch warm anziehen dürfen… Ich habe das Thema auf meine Liste gesetzt. Aber bis ich dazu komme, es aufzugreifen, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Daher mein Tipp an dieser Stelle: Das Warmhalten funktioniert beim X-Typ am besten mit geschicktem Layering von mehreren, eher dünnen Schichten. Vielleicht schaust Du Dir dazu noch einmal die Blogserie über Layering an, die ich kürzlich hier veröffentlicht habe? Und eine taillierte Weste ist immer eine gute Idee für sportliche Typen. Hoffe, das hilft Dir erst einmal weiter!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. Liebe Stephanie,

    ich kann mir nicht helfen, der Swinger-Pulli am ersten Bild verpasst mir einen schwangeren Look. Als Y-Typ sehe ich damit schwanger aus, egal wie perfekt die Schulter passt.
    Bei mir sehen körpernahere Pullis wesentlich besser aus, da kann man sehen, dass unterhalb der Oberweite ein schlanker Körper ist. 😉 Eher würde ich zum Poncho greifen, bei dem Taille bei Bewegungen hervorblitzt.

    Worin liegt für Y Typen der Vorteil beim ausgestellten Pulli?

    Vielleicht verstehe ich die Kategorien der Oberweiten falsch: was ist eine „normale Oberweite“, bzw. wo endet sie für dich?
    Meinst du Cup C mit normal? Weil die Oberweite spielt wie du schreibst ja eine nicht unwesentliche Rolle.

    Bei diesem Thema, wo feine Nuancen so viel ausmachen, wären Fotos oder konkretere Modezeichnungen zur Anschauung hilfreich. Ich habe runtergescrollt, in der Hoffnung auf Fotos/Bilder …
    Vielleicht kannst du ein Bild, das den idealen A-Linie/Swingerpulli für die jeweiligen Typen noch ergänzen?
    Offenbar liegen da Welten zwischen den Details.

    So habe ich das Gefühl ich bin jetzt nur verwirrt. (ich glaube, das merkst du bei meinem Kommentar ;-))

    liebe Grüße,
    Paula

    • Modeflüsterin

      Liebe Paula,

      eigentlich sollte meine kleine Illustration der verschiedenen Grundformen genau dieses leisten: zu verdeutlichen, wie sich die Silhouetten bei den unterschiedlichen Figurformen unterscheiden sollten.
      Beim Y-Typ ist es wichtig, dass es unterhalb der Brust noch einen schmalen Bereich gibt – genau wie Du das richtig bemerkt hast. Da beim Y-Typ ferner bereits eine große Oberweite alleine durch den größeren Brustkorb gegeben ist, ist ein kleiner Busen sicherlich besser dazu geeignet, einen A-Linien-Pullover zu tragen. Für den Y-Typ sollte der ausgestellte Saum möglichst erst in Hüfthöhe so richtig Weite aufnehmen, da dadurch der breite Schulterbereich proportional ausgeglichen werden kann. Gleichzeitig entsteht durch den äußeren Schwung eine kurvigere Taille. Und das Wichtigste: Auch Y-Typen haben ja manchmal ein kleines Bäuchlein. Und dieses verschwindet auch unter einem A-Linien-Pullover, der erst tiefer ausgestellt ist…
      Aber: Wenn Du mit schmalen Pullovern sehr gut zurecht kommst, ist ja für Dich gar kein Anlass gegeben, das zu ändern! Den proportionalen Ausgleich für einen kräftigen Schulter-Brust-Bereich kann ja auch tiefer am Körper erfolgen – beispielsweise durch eine entsprechende Hosen- oder Rockform oder durch die Schuhe. Es gibt in der Mode immer mehrere Möglichkeiten, zum Ziel zu kommen 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Liebe Stephanie,

        wie du das mit dem Bäuchlein gleich richtig erkannt hast. ;-))
        Danke für die Verdeutlichung, ich werde die Augen nach längeren Pullovern offen halten.

        Der Charme der A-Linie übt auch auf mich einen großen Reiz aus, bislang bin ich bei Jacken fündig geworden.

        Auf dem Foto bin ich zwar etwas sehr klein zu sehen (es ging hier um das Gebäude: Filmpalast am Lido von Venedig), aber die Idee erkennst du mit deinem geschulten Blick sicher: es ist eine Jacke mit festem Stoff in A-Linie Jacke, für das Foto habe ich die Hände auf die Hüfte gestemmt.
        [Anmerkg. d. Red: Link wurde entfernt]

        Wenn man den passenden Schnitt gefunden hat, macht das Kleider tragen richtig viel Spaß. Die Suche lohnt immer. Auf diese Jacke musste ich 1 Jahr warten, letzten Winter war die A-Linie noch nicht so präsent wie heuer.

        viele Grüße und vielen lieben Dank für deine Geduld mit neugierigen Leserinnen wir mir!
        Paula

        • Modeflüsterin

          Liebe Paula,

          vielen Dank für das persönliche Foto von Dir! Ich habe es mir natürlich angesehen und ja: Das steht Dir wirklich gut!
          Den Link habe ich aber aus dem Kommentar wieder herausgenommen – zum einen, da ich hier möglichst keine privaten Fotos veröffentlichen möchte, zum anderen da mir mein Spam-Programm eine Warnung ausgesprochen hat – warum auch immer…
          Aber ich freue mich, dass Du die A-Linie für Dich entdeckt hast. Und Du wirst bestimmt noch passende Kleidungsstücke finden. Der am Ende des Beitrags hinterlegte Link zu ME+EM führt zu ganz vielen A-Linien-Kleidungsstücken… 😉

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

  13. Pullover sind mir an sich schon nicht sehr sympathisch, ich mag lieber Strickjacken. Die sind nicht so eng am Hals und man kann sie schneller mal an- und ausziehen.

    Meine eigene Pullover-Inventur brachte folgendes Ergebnis: Es sind nur noch zwei Exemplare da, die ich mir erst voriges Jahr gekauft habe. Ich trage sie beide nicht gerne, denn sie passen einfach nicht zu meinem Stil und sind auch unbequem. Wahrscheinlich werde ich sie bald entsorgen. Da ärgere ich mich wieder, dass ich damals beim Erwerb noch keine Negativliste bei mir hatte, dann wäre es zu diesen Misskäufen nicht gekommen. Hmpf!

    Ich schreibe auch nochmal was zum Thema „Figur ausgleichen contra Figur betonen“.
    Kleidung soll ja beides tun: „Problemzonen“ verstecken oder überspielen UND die Schokoladenseiten in Szene setzen. Außerdem soll sie noch zum Farb- und (Lebensstil)typ, zum Anlass und zur Witterung passen. Und dann soll sie bequem, praktisch und möglichst pflegeleicht sein.
    Bei all den Anforderungen kommt es natürlich zu Zielkonflikten. Gerade für die von Natur aus „schlecht proportionierten“ Figurtypen A und Y, für Kleine und Kurzbeinige oder für Frauen mit Pölsterchen ist das sozusagen die Quadratur des Kreises.
    Meine Regel: Im Zweifel verberge ich lieber mehr Nachteil und verzichte dafür auf die Präsentation von Vorteil.

    Liebe Modeflüsterin, du hast ganz Recht, es gibt schöne enge Strick- und Etuikleider für schlanke und durchtrainierte X-/A-Frauen. Aber nicht für mich! Bei mir sieht man da jede Rolle und jede Delle. Und ich habe wirklich keine Lust auf ein tägliches Fitnesstraining von einer Stunde.
    Auch mit Shapewear komme ich nicht zurecht. Ich habe da schon alles Mögliche ausprobiert (von der Bauchweg-Strumpfhose bis zum Miederrock), aber es funktioniert bei mir einfach nicht richtig. Der Speck ist leider stärker als die Formkraft der Unterwäsche. Von der Unbequemlichkeit will ich gar nicht reden!
    (Auch da habe ich wieder viel Geld sinnlos ausgegeben.)
    Die Lösung wären lange, figurnahe (aber nicht völlig eng anliegende) Kleider, Jacken, Blusen oder Shirts. Aber im Moment ist alles entweder total eng und dünn (durchsichtig!) oder „bulky“ und „oversized“ geschnitten, also irgendwie nicht figurfreundlich für die weiblich gebaute Frau mit Hüftgold.

    • Modeflüsterin

      Liebe Silva,

      die Quadratur des Kreises – ja, so ist es. Leider oft. Da muss man individuell das auswählen, was einem gerade am wichtigsten ist. Und wenn das bei Dir das kaschieren von Pölsterchen ist, dann machst Du das eben zu Deiner Priorität.
      Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass es besonders „schlecht proportionierte“ Figurtypen gibt. Es gibt nur völlig unterschiedlich proportionierte Figuren. Und jede davon hat modisch gesehen ihre Vor- und Nachteile. Nur das gängige „Schönheitsideal“ trübt unseren Blick darauf, was wirklich schön ist. Wer sagt den, dass ein kleines Bäuchlein mit weiblichen Rundungen nicht schön ist? Feminin? Weich? Göttlich, um darauf seinen Kopf auszuruhen und sich geborgen zu fühlen? Dies nur als Beispiel, wie unterschiedlich die Sichtweisen zu einzelnen Körperpartien sein können, wenn man mal vom Ideal, das in den Medien propagiert wird, abgeht… Ich kenne beispielsweise Frauen, die rundherum klein und rund sind und so eine herrliche, zutiefst feminine Wollust ausströmen, dass man die pure Weiblichkeit förmlich greifen kann. Das finde ich umwerfend!!!
      Nur so ein Gedanke, über den es sich lohnt nachzudenken 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  14. Liebe Stephanie,
    Ich habe mir gerade letztens ein Oberteil in leichter A-Linie gekauft und war eigentlich der Meinung, dass es mir mit meiner leichten A/X-Figur ganz gut steht, da das Teil so schön über die Hüfte fällt und so die breiten Stellen ein bisschen kaschiert. Ich gebe aber zu, dass auch deine Argumentation recht stimming ist, schließlich wirkt die Schulterpartie damit noch schmaler, als sie ohnehin schon ist. Da ich aber trotz meiner Birnenfigur recht schlank bin und das Oberteil, wie du bereits so schön angesprochen hast, ein kleines Bäuchlein nach dem Essen so perfekt verdeckt, werde ich es wohl dennoch behalten und dafür noch einen auffälligen Schal oder eine schicke Kette, die den Fokus auf den Oberkörper legen, dazu tragen und mit einem kleinen Absatz die Beine ein wenig strecken 🙂 Würde das deiner Meinung nach funktionieren? 🙂
    Übrigens vielen Dank für deine immer sehr ausführlichen und tollen Artikel! Ich war bis jetzt immer stille Leserin, die sich ihre Inspirationen von dir geholt hat, aber jetzt musste ich auch mal einen Kommentar hier lassen 🙂

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Modeflüsterin

      Liebe Julia,

      das ist ja schön, dass Du Dich auch einmal zu Wort meldest! Ist immer für mich eine besondere Ehre, wenn für mich unsichtbare Leserinnen real werden 😉
      Zu Deiner Frage: Ja, das könnte klappen. Da Du schmal bist, wird ein wenig mehr optisches Gewicht an den Schultern für Ausgleich sorgen. Das ist übrigens bei fast allen Kleidungsstücken so: Wenn ein Kleidungsstück nicht ganz optimal ist, dann kann man es oft mit weiteren Kombi-Partnern so stylen, dass die Nachteile sich in Grenzen halten oder sogar ausgeglichen werden. So kann man auch Lieblings- oder Wohlfühlteile tragen, die eigentlich nicht figürlich optimal sind – einfach weil es Spaß macht 🙂
      Viel Freude an Deinem A-Linien-Oberteil!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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