Fashion-Trend oder Glaskugel: Welche Kleidungsstücke sind wirklich begehrt?

Ein rosa Blouson aus schimmerndem Material ist ein Trendteil, das noch lange in Mode sein wird - so die Google-Experten.

Ein rosa Blouson aus schimmerndem Material ist ein Trendteil, das noch lange in Mode sein wird – so die Google-Experten.

Mode-Trends vorauszusehen, ist immer ein Spiel mit dem Risiko. Dennoch passiert nach jeder Fashionweek genau das: Die Modeexperten – darunter Modemagazine, Blogs und große Modehäuser – interpretieren die Kreationen vom Laufsteg, um die kommenden Mode-Trends herauszufiltern. Das heißt aber noch lange nicht, dass die ausgerufenen Trend-Kleidungsstücke auch tatsächlich vom Konsumenten nachgefragt werden.

Denn manchmal kommt es ganz anders. Die heißesten, vorhergesagten Trends bleiben aus. Oder Kleidungsstücke werden plötzlich zum Mode-Trend und keiner weiß warum – bis auf ein kleines Team bei Google. Dort werden nämlich regelmäßig die Suchanfragen zu bestimmten Themen ausgewertet. Gerade hat Google wieder eine Such-Auswertung zum Thema Mode veröffentlicht. Wollen Sie wissen, welcher Fashion-Trend wirklich kommt? Und was dann auch länger bleibt? Da ich solche Leserinnen-Fragen sehr häufig erhalte, habe ich mir die Google-Studie einmal näher angesehen…

Die Online-Suche der Konsumenten ist das wahre Trend-Barometer

Nach welchen Kleidungsstücken die Konsumenten online suchen, verrät viel mehr, als so mancher Trend-Scout herausfinden kann. Das Unternehmen Google macht daraus regelmäßig Trendreports. Einen solchen gibt es auch für Fashion für das Jahr 2016 – allerdings nur für den englischsprachigen Raum, also für die USA und Großbritannien. Dennoch kann ich Ihnen verraten: Die Ergebnisse sind äußerst vielsagend und spannend. Ich denke, dass sich Vieles davon auch auf den deutschen Markt übertragen lässt – zumal sich Mode-Trends zunehmend international entwickeln.

Vielleicht gehören Sie ja auch zu den Leserinnen, die sich gerne ein hochwertiges Kleidungsstück zulegen wollen und etwas verunsichert sind, ob sich die Investition in ein bestimmtes, angesagtes Teil wirklich lohnt. Ich erhalte auf jeden Fall sehr viele Leserinnen-Anfragen in diese Richtung. Und gerne hätte ich eine Art Glaskugel, um diese Fragen kompetent zu beantworten. Ich finde, die Studie von Google kommt schon sehr nahe an eine Glaskugel heran…

Trends können langsam, schnell oder saisonal stärker werden – oder verschwinden.

Grundsätzlich gibt es verschiedene, ansteigende Such-Verläufe, die Google ausfindig macht und die auf unterschiedliche Begehrlichkeiten hindeuten:

  • Kleidungsstücke, deren Suchvolumen kontinuierlich wächst: Das sind die Trends, die das Potential zum zeitlosen Klassiker haben, von denen ich hier so gerne schreibe. Hier loht sich eine Investition – vorausgesetzt natürlich der Trend passt zu Ihrem Stil.
  • Kleidungsstücke, nach denen Saison für Saison immer häufiger gesucht wird: Das bedeutet, dass diese Kleidungsstücke in der nächsten Saison voraussichtlich eine noch stärkere Bedeutung erlangen werden. Mein Tipp: Kaufen Sie diese Kleidungsstücke am besten im Schlussverkauf, wenn die Saison eigentlich schon zu Ende ist – aber dann in bester Qualität.
  • Kleidungsstücke, die ganz plötzlich stark in der Suche ansteigen: Das sind die großen Mode-Trends, die Google als “Rising Star” bezeichnet. Diese gewinnen plötzlich und sehr schnell an Bedeutung. Aber Vorsicht: Sie können auch schnell wieder von der Modelandschaft verschwinden. Wenn Sie ein solches Teil kaufen wollen, dann suchen Sie nach einem guten Preis-Leistungsverhältnis – das notfalls auch in nur einer Saison überzeugt. So sind Sie auf der sicheren Seite.

Mode-Trend “Military Chic”: Bomber-Jacken, Biker-Jeans und Jeans mit Rissen

Ein großer Mode-Trend scheint sich im Bereich “Military Chic” breit zu machen. Insbesondere die Nachfrage nach den so genannten Bomber-Jacken oder sportlichen Blousons ist groß. Zudem sind alle Jacken mit Camouflage-Muster begehrt.

Die Suchanfragen zur Bomber-Jacke sind bei Männern wie Frauen hoch. Es handelt sich hier also um eine Art Unisex-Rangliste. Die Nachfrage ist dabei, sich von Saison zu Saison zu verstärken – Ende nicht in Sicht.

“Heute kleiden sich Frauen nicht mehr für Männer, sondern immer mehr wie Männer”, sagt dazu Torrence Boone vom Blog “Think with Google“. Kein Wunder, denn eine kleine Prise Biker- oder Military-Chic haben schon so manches Outfit cooler werden lassen – “edgy” nennen das die englischsprachigen Modekenner.

Eine erwähnenswerte Besonderheit dabei sind die Farben, Muster und Stoffe, die im Zusammenhang mit Bomber-Jacken oder Blousons am meisten nachgefragt werden:

  • Neben den typischen, mit militärischen Assoziationen behafteten Farben, wie Schwarz, Grün, Khaki und Oliv, erhöhte sich die Nachfrage nach Bomber-Jacken in Pink besonders stark.
  • Zu den heißesten Muster-Trends gehören nicht nur der zu erwartende Camouflage-Druck, sondern vor allem florale Dessins und zarte Stickereien.
  • Neben Leder und Wildleder sind die bei weitem gefragtesten Materialien Seide, Satin und Samt.

Was uns das sagt? Gesucht wird nach einem maskulinen Kleidungsstück, das in seiner Ausführung deutlich feminine Akzente setzt. Das Spiel mit androgyner Weiblichkeit findet also seine Fortsetzung. Und wird so schnell nicht abflauen.

Hier finden Sie eine kleine, aktuelle Auswahl von Blousons – klassische Modelle ebenso wie florale Designs und eine herbstliche Langform (Affiliate-Links):

Mode-Trend “Free-spirited”: Von “Off-Shoulder”-Varianten und Boho-Feeling

Ein zweiter eindeutiger Mode-Trend sind Kleidungsstücke, bei denen die Schultern frei gelegt werden. Ob das nun “Off-Shoulder”- oder “Cold-Shoulder”-Varianten sind (also Modelle mit völlig freien Schultern oder Modelle, bei denen die Schulterpartie nur ausgeschnitten ist), bleibt eigentlich egal. Es wird eifrig danach gesucht – ob als Shirt, Top oder Kleid.

Auch die Silhouetten und Anlässe, mit denen diese Schnittform verbunden wird, sind äußerst heterogen. Das bedeutet, dass sich vom Kleinen Schwarzen, über die Bluse, bis hin zum normalen T-Shirt ein großes Interesse um den Nackte-Schultern-Effekt rankt.

Nimmt man dazu die Erkenntnis, dass auch Boho-Kleider und Kleider im Kimono-Stil stark begehrt sind, ergibt sich daraus ein Trend, den die Experten bei Google unter dem Begriff “free-spirited” – also “freigeistig” – zusammengefasst haben. Weitere Ergebnisse zeigen:

  • Off-Shoulder-Kleidungsstücke werden bevorzugt in Weiß, Schwarz, Rot und Blau gesucht.
  • Vor allem gestreifte Exemplare, aber auch florale Teile und Bestickungen sind dabei Trend.
  • Robuste Jeansstoffe und zartes Chambray sind bei weitem die angesagtesten Materialien, die Schultern frei legen sollen. Gefolgt von Samt, Baumwolle, Strick- und Pailetten-Stoffen.

Aber Vorsicht: Bei den Off-Shoulder-Kleidungsstücken handelt es sich um einen vorhin erwähnten “Rising Star”, also um einen schnell steigenden Stern, der sich auch als Sternschnuppe entpuppen könnte. Folglich sind hier größere Investitionen eher ein risikoreiches Unterfangen!

Diese interessanten Teile habe ich für Sie gefunden – für die Übergangszeit oder für nächsten Sommer (Affiliate-Links):

“Ready-to-go” – Anziehen und fertig lautet die Devise bei Jumpsuits & Co.

So einfach war Anziehen noch nie: Man greife zu einem Overall, Jumpsuit oder Romper – wie die Teile in den unterschiedlichen Ländern genannt werden -, addiere Schuhe und Schmuck und ist bereit, die Welt zu erobern. So oder so ähnlich sind wohl die Daten zu verstehen, wenn sich Overalls von Saison zu Saison höher in den Mode-Olymp kämpfen.

Dabei sind der Fantasie und den Anlässen keine Grenzen gesetzt: Ob sexy oder verspielt, ob zur Freizeit oder zum festlichen Event – ein Jumpsuit verwandelt jede Frau sofort in eine Fashionista. Und das sogar in jedem Alter, wenn man den Google-Experten glauben darf. Rein praktische Überlegungen, wie der Gang ins Badezimmer, sind da wohl zweitrangig.

  • Wenn der Overall so multifunktional sein soll wie möglich, überrascht es wenig, wenn die neutralen Farben am begehrtesten sind. Neben “Dauerbrennern”, wie Schwarz, Weiß und Khaki oder Oliv, haben Grau und Nude die höchsten Steigerungsraten.
  • Was aber durchaus Potential zum Nachdenken bietet, ist eines der am meisten gesuchten Muster für Jumpsuits: Es sind Streifen und Nadelstreifen. Kündigt sich da in etwa ein nächster Trend für Businessmode an?
  • Bei den Materialien sind es hingegen Samt, Seide, Satin und Pailletten-Stoffe, die den (Such-)Ton angeben. Und das wiederum spricht dafür, dass wir Jumpsuits immer öfter in der Abend- und Hochzeitsgarderobe sehen werden.
  • Sehr überraschend: Vor allem Jumpsuits im Schnitt einer Culotte sind begehrt. Dann werden wir wohl bald von so genanten “Hosen-Kleidern” sprechen müssen…

Bei so viel Ganzkörper-Designliebe ist es nicht verwunderlich, dass ganz nebenbei auch die so genannten “Co ords” – also Kombinationen aus Top und Hose oder Top und Rock aus dem gleichen Material – stark gesucht werden. Vielleicht besinnen sich ja doch ganz viele Frauen darauf, dass es neben den modischen Gesichtspunkten eines Jumpsuits auch noch praktische Überlegungen gibt…

Die Kleidungsstücke mit der größten Nachfrage-Steigerung

Und hier sind sie noch einmal – die Kleidungsstücke mit der höchsten Steigerungsrate in der Such-Nachfrage:

  • Biker-Jeans
  • Schwarze Jeans mit Rissen
  • Sweatshirt
  • Jumpsuit in Culotte-Länge
  • Jumpsuit
  • Sweatshirt-Kleid
  • Hemdblusenkleid
  • Blazerkleid
  • Schwarzes Kleid
  • Weißes Kleid
  • Bardot Dress (schulterfreies Kleid)
  • Boho-Kleid
  • Bomber-Jacke
  • Jacke mit Camouflage-Print
  • Wasserfeste Jacke

Und übrigens: Der Blazer bleibt nach wie vor mit einem Index von 100 die absolute Mode-Konstante…

Ich hoffe, dass Sie dieser kleine Ausflug in die Mode-Datenanalyse genauso fasziniert hat wie mich. Ich finde die Erkenntnisse wirklich äußerst interessant. Nicht zuletzt, da ich Ihnen erst im Frühjahr dieses Jahres einige der Kleidungsstücke als Trend-Teile ans Herz gelegt hatte: die feminin ausgeführte Bomberjacke, den Jumpsuit und das Off-Shoulder-Top. Ferner hat mich mein Näschen beim Military Trend und beim Streifen-Revival nicht im Stich gelassen. Für meine eigene, kleine Glaskugel gar nicht so schlecht oder?

Dazu wette ich, dass Sie beim Lesen schon die erste Entscheidung getroffen haben, was Sie jetzt noch unbedingt brauchen und was auf keinen Fall mehr in Ihren Kleiderschrank kommt. Lassen Sie es mich wissen?

 

35 Kommentare

  1. Mal abgesehen vom “schwarzen Kleid” werden diese Trends wohl komplett ohne mich stattfinden. Prima! Wieder mal Geld gespart! (Bomberjacken mit Camouflage-Print: Allein bei der Vorstellung schüttelt es mich …)

    Aber herzlichen Dank für die Warnung!

    • Modeflüsterin

      Liebe Ulrike,

      so geht es mir auch immer, wenn ich einen Trend für mich abhaken kann – was für ein befreiendes Gefühl! Dann wünsche ich noch ein bomber-jacken- und camouflage-freies Modedasein!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

    • Modeflüsterin

      Liebe Ulrike,

      Huch! Dieser Jumpsuit ist aber auch besonders…. nun gut, wie soll ich’s sagen… Ähh – Du weißt schon 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Liebe Stephanie, vielen Dank für den interessanten Trendbericht. Einige Trends davon mag ich bei jungen Frauen gern leiden (zerrissene Jeans und helle Bomberjacke) , manches habe ich ausprobiert (Jumpsuit – und mich damit zu ” unförmig” gefunden) Hemdbluse – behalten .Andere Trends mag ich gar nicht (Militärykleidung, Camouflage) , so das ich letztlich bei meinen dunklen Jeans und Blazern als Basics bleibe und nur zeitlose Trendschuhe (weisse Sneaker, schlichte edle dunkelblaue Stiefelletten und grau- silberne Slipper) dazu gekommen sind. Insgesamt bin ich Trend-los glücklich 😉
    Liebe Grüsse, Birgit

    • Modeflüsterin

      Liebe Birgit,

      das ist als Modeflüsterin-Leserin auch höchst ehrenwert 😉 Ich könnte wetten, das Du damit hier nicht alleine bist!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Liebe Modeflüsterin,
    vielen Dank für den tollen Beitrag! Ich bin 58 Jahre und trage eine Gr. 38/40 bei 170cm Körperlänge. Viele der angesagten Trends sind sicher in jedem Alter Geschmacksache, aber ich liebe z.B. Overalls (Jumpsuit) schon seit meiner Jugend. Es gibt tolle und hochwertige Teile die eine “Bombenfigur” zaubern. Und ich finde mit dem “richtigen” Jumpsuit kann auch eine Frau jenseits von Gr. 44 noch toll aussehen. Es kommt immer auf die Zutaten an.
    Viele Grüße Monika

    • Modeflüsterin

      Liebe Monika,

      das ist aber toll, dass Sie Ihre Figur so toll halten konnten! Ich habe bei meinen Lieblingsmarken auch einige exquisite Jumpsuit-Exemplare gesichtet und anprobiert. Das Problem der Passform liegt oft bei Torsolänge und Brustweite – leider! Ansonsten finde ich auch, dass sich Jumpsuits ganz gut auch als reifere Frau und mit etwas mehr Kilos auf der Waage tragen lassen. Dazu habe ich hier sogar einmal einen Beitrag geschrieben: PlusSize-Mode zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Darin wird auch ein Outfit-Vergleich gezeigt – mit einem Jumpsuit. 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Liebe Modeflüsterin,
    zunächst einmal herzlichen Dank für Ihre wunderbaren Beiträge, die ich seit einiger Zeit als stille Leserin jeden Sonntag genieße und von denen ich sehr profitiere durch die immer wieder interessanten Erkenntnisse, die Sie uns so gut vermitteln. Da ich mit meinen fast 60 Jahren schon so einige Modetrends mitgemacht habe, freue ich mich über das Wiedersehen mit den alten Bekannten, stelle aber fest, das ich mich nicht mehr dazu hinreißen lasse, weil mir oft die damaligen Nachteile allzu abschreckend erscheinen. Daher fällt das Thema Overall wegen der “bathroom logistic”, wie ich neulich irgendwo las, komplett aus. Selbige Probleme mochte ich damals auch nicht bei den Hosenröcken, die heute “culottes” heißen. Cold-Shoulder finde ich dagegen sehr angenehm, da auch im Alter diese Körperpartie im Gegensatz zu Oberarmen oftmals noch sehenswert ist. Und dann kann man sich noch dekorativ mit einem schönen Schal, Stola oder ähnlichem vor etwaiger Kühle schützen. Was für mich allerdings ein “no go” darstellt, sind die sog. “Bomberjacken”, allein wegen ihres Namens. Stört das nur mich? Überall auf der Welt werden Menschen in Leid, Invalidität und Tod gebombt – und wir zieren uns mit “Bomberjacken”, ja, geht es noch? Man kann diesen Teilen bessere Namen geben, wer z.B. bei Wikipedia die Geschichte dieser Jacken nachliest, könnte sich mit der Bezeichnung Motorrad- oder Fliegerjacke oder dem guten alten Wort “Blouson” aus der Affäre ziehen. Wie kommt es, dass in einer Zeit, in der man auf “political correctness” versucht zu achten, dieses Wort so viele Anhänger findet? – Ich bitte, dieses nicht als Vorwurf gegen Sie aufzufassen, denn an Ihrer friedlichen Gesinnung hege ich keinen Zweifel. Aber die ersten, die diesen Trend geschaffen, benannt haben, hätten mit etwas Nachdenken, Mitfühlen andere Bezeichnungen dafür wählen können/müssen. Nun rennt alle Welt diesem Monstrum hinterher, ähnlich wie sich ja auch das Kunstwort “Handy” auf seltsame Art in unseren Sprachgebrauch eingeschlichen hat. Jetzt komme ich vom eigentlichen Thema, der Mode, ab. Obwohl die Frage auch bei Mode wichtig ist, inwieweit diese Leid und Gedankenlosigkeit unterstützt, aber das ist eine andere Baustelle…
    Jedenfalls herzlichen Dank für Ihre vielen, wunderbaren und inspirierenden Beiträge
    und ich freue mich schon jetzt auf nächsten Sonntag.
    Alles Gute
    Gabriele

    • Modeflüsterin

      Liebe Gabriele,

      das kann ich mir gut vorstellen, dass man mit 60 schon so einige Trends hat kommen und gehen sehen – und nicht mehr zu allen zurückkehren möchte! Das ist auch mit Mitte 50 schon der Fall.
      Beim Wort “Bomber-Jacke” zucke ich ja innerlich auch immer ein wenig zusammen… Daher ergänze ich oft danach das Wort Blouson – was es ja modisch eigentlich ist. In diesem Fall ging es aber um konkrete Suchanfragen bei Google und da wurde tatsächlich besonders viel nach – ja – eben diesem Wort gesucht. Der Korrektheit halber musste ich das also auch so benennen… So und jetzt habe ich mich mal wieder wort-technisch ganz schön durchgemogelt, ohne das böse Wort zu benutzen 😉

      Ihnen noch einen schönen Sonntag und herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Hallo Stehanie,
    wie immer wieder ein sehr interessanter Beitrag.
    Ich finde den Begriff Bomberjacke auch nicht so prickelnd, allerdings sollten wir Ältere sehr aufpassen, dass wir nicht zu moralinsauer werden. Wir stören uns mitunter an Begriffen, wo die jungen Leute uns wie Aliens angucken und gar nicht wissen, was wir eigentlich meinen und was uns stört.
    Ich verbinde mit dem Begriff “Bomberjacke” eher derbe Materialien, die ohnehin nicht so mein Ding sind.
    Meine Schwester und meine Freundin haben ein (so nenne ich es in diesem Fall eher) Blouson in handschuhweichem Leder altroséfarben. Darum beneide ich sie glühend. Ich suche schon ewig so ein Stück in genau dieser Farbe, leider ohne Erfolg. Das paßt zu Alltagskleidung und auch am Abend (meist).
    Ein Jumpsuit hat mitnichten etwas von Strampelanzug. Ich hatte kürzlich einen probiert, der war aus leicht glänzendem Material, schwarze Hose hochgeschnitten und cremefarbenes Oberteil.
    Der sah todschick aus und hat superschlank gemacht.
    Ich persönlich habe schon immer 2 teilige Sachen geliebt, Hose und passendes Top oder Rock und passendes Top.
    Ich finde immer, dass man da super hin und her kombinieren kann. Auch auf Reisen finde ich das sehr praktisch. Man muss nicht so viele Klamotten mitnehmen und kann doch immer wieder anders gekleidet sein.
    Die Fetzenjeans finde ich nur an jungen Mädchen wirklich hübsch und auch da nicht immer.
    Für reifere Frauen gibt es wahrlich schickere Sachen, selbst wenn sie die Figur für Jeans mit Rissen haben.
    Aber auch das ist Geschacksache, allerdings muss man aufpassen, dass man als reifere Frau nicht so rüberkommt, als ob man krampfhaft auf jugendlich machen will.
    Und Fetzenjeans sind für mich ein Vorrecht der Jugend.
    Aber das ist wie gesagt nur meine Meinung.
    Ich danke Dir für Deine (wie immer) tollen Inspirationen und wünsche Dir noch einen schönen Restsonntag.

    Liebe Grüße
    Britt

    • Modeflüsterin

      Liebe Britt,

      solche eleganten Jumpsuits kenne ich auch – die sehen toll aus! Und ein Blouson aus handschuhweichem, rosa Leder hat wirklich nur noch wenig mit einer Bomber-Jacke zu tun. Ich muss da unwillkürlich an den Film “Unternehmen Petticoat” denken… 😉
      Auch so richtig zerrissene Jeans würde ich nicht mehr tragen. Allerdings habe ich eine ausgewaschene Jeans mit kleinen “distressed” Stellen, die ich heiß liebe und gerne mit edleren Teilen kombiniere. Das finde ich auch mit über 50 absolut akzeptabel an mir. Aber ich habe auch einen starken Stilanteil in Richtung Rock Chic 😉 Das muss wirklich nicht für jede passen. Glücklicherweise gibt es soooo viele Alternativen zu den vorgestellten Trends, dass man eigentlich überhaupt keinen der genannten unbedingt umsetzen muss…

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Hallo Stephanie,
        das stimmt, wenn die Jeans so kleine Stellen haben, finde ich das völlig okay. Es muss aber auch zum Typ passen.
        Was ich meinte, sind die Jeans, die so richtig zerfetzt sind, große Risse und Löcher haben. Manchmal sehe ich reifere Damen darin, aber solche extremen Dinge verzeiht man nur der Jugend. Da ist es passend und die will sich ausprobieren.
        Selbst da sieht es nicht immer hübsch aus.
        Es ist (wie bei fast allen Dingen) immer eine Frage des richtigen Maßes.
        Mode der Jugend etwas gemäßigt und abgewandelt, kann man gut auch in reiferen Jahren tragen.
        Oder hätten unsere Großmütter mit über 50 (damals Greisenalter) jemals Hosen getragen? Ich bin sogar schon Anfang 60 und trage sehr viel Hosen und auch Jeans. Solange man bestimmte Stilgrenzen beachtet, wird das gut aussehen und nicht peinlich werden.

        Liebe Grüße
        Britt

        • Modeflüsterin

          Liebe Britt,

          es ist genau so, wie Du sagst: Alles, aber mit Maßen Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Ingeborg.hansen@mail.dk

    Hhallo liebe Stephanie
    Deine Glaskugel war aber sauber geputzt, den auch für Skandinavien sind Deine Treffer angesagt. Amüsiert hat mich aber Deine Bemerkung: ”
    Vielleicht besinnen sich ja doch ganz viele Frauen darauf, dass es neben den modischen Gesichtspunkten eines Jumpsuits auch noch praktische Überlegungen gibt…”
    Ich werde nie vergessen wie ich um 1970 in einem Jumpsuit auf einem Fest war, wo die Toilettenräume um Mitternacht nicht mehr ganz stubenrein waren. Es war schon schwierig das gesamte Teil bis auf die Hosenbeine zusammenzuhalten, damit nichts den Fussboden berührte. Tat es dann auch nicht, aber die Ärmel hingen voll in der Toilettenschüssel ( in Dänemark gibt es nur Tiefspüler). Jetzt war Not am Mann. Ich musste den Jumsuit ausziehen. Jemand schaffte mir das Jacket meines Mannes und dann war das Fest für uns vorbei. ……..
    Jumpsuits müßte es nur mit inwendigen Reißverschlüssen in den Hosenbeinen geben, so wie bei Babies.
    Zu Hause trage ich gerne einen Jumpsuit.
    Viele Grüße – Ingeborg

    • Hallo Ingeborg,

      ich habe eben gerade sehr lachen müssen bei Deiner Beschreibung des Toilettenganges mit dem Jumpsuit.
      Ihr habt aber Recht Stephanie und du, da müßten die Designer noch einen klugen Gedanken haben.

      Herzliche Grüße
      Britt

    • Modeflüsterin

      Liebe Ingeborg,

      das ist tatsächlich eine super Anekdote zum Thema “praktische Mode”! Ich kenne so ähnliche Situationen vom Skilaufen – glücklicherweise immer mit gutem Ausgang 😉
      Und ja, bei mir zuhause ist es immer recht gut geputzt – auch die ganz persönliche Glaskugel :-))) Nur mit der Brille habe ich noch so meine Probleme…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Vielen Dank für die tolle Aussicht auf die Mode-Higlights, die da kommen mögen.

    Den Trend mit der zerrissenen Jeans mache ich auch gerne weiterhin mit, aber eine Bomberjacke kommt mir nicht in den Schrank 😉 . Obwohl das wahrscheinlich mal eine Jackenform ist, die für kleine Frauen vorteilhaft sein dürfte.

    Lieben Gruß
    Sabine

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      ja, die kürzeren Versionen ohne zu viel Volumen und mit dem Bund in der Taille sind auch für kleinere Frauen tragbar. In Satin und mit edlen Stickereien ist das schon ein super Kleidungstück, wenn’s zum eigenen Stil passt 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Ein sehr interessanter, lesenswerter Beitrag! Vielen Dank für Deine Mühe und liebe Grüße
    Birgit

  9. Liebe Stephanie,
    ich weiß inzwischen schon ganz gut, welche Trends für mich in Frage kommen und welche ich lieber auslasse. Mit einigen von den aktuellen Trends habe ich leider Pech, denn Blousons stehen mir nicht und ich mag sie auch nicht leiden, Military gefällt mir nicht – Khaki, Oliv & Co. stehen mir aber auch nicht. Overalls scheiden aus den besagten praktischen Gründen aus.
    Dazu kommt noch: Gerade Blousons, Jumpsuits und schulterfreie Blusen sind in den Zeitschriften und Blogs ja seit einiger Zeit so allgegenwärtig, dass ich mich daran auch schon total sattgesehen habe. Da kommt ja dann schnell der Knick, wo es mir schon wieder peinlich wird, jetzt auch noch damit herumzulaufen. Ich halte mich darum generell lieber von solchen Mega-Trendteilen fern und versuche lieber auf subtilere Art, meine Garderobe aktuell zu halten.
    Sei herzlich gegrüßt,
    Eva

    • Modeflüsterin

      Liebe Eva,

      auch das ist eine Strategie, die ich gut verstehen kann! Dass man sich von Trends sattsehen kann, ist auch ganz normal. Daher würde ich auch nur solche Trends mitmachen, die exakt zum eigenen Stil passen – und die man dann auch tragen kann, wenn der Trend längst vorbei ist (und dann bekommt man dafür sogar manchmal wieder Komplimente…). Also mach ruhig weiter so – subtil finde ich gut!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Liebe Stephanie,
    Vielen Dank für die Trendvorschau. Ich zuckte zusammen, weil an den Regentagen eine Kleiderschrankinventur anstand und danach Fehlendes besorgt wurde. Aber mit einer kleinen Ausnahme gehen die aktuellen Trends an mkr vorbei, weder treffen sie meinen Stil, noch Alter. Die Ausnahme aber hats mir angetan: schwarze Bikerstiefel mit aufgestickten Blümchen, eigenwillig und originell, wie ich finde. Dazu werden alle Kleider, Röcke stilistisch passend kombiniert. Bei diesem Stichwort muss ich gestehen, bei einer Lieblingsdesignerin schwach geworden zu sein. Sie hat meine Farben, Schnitte und Längen dieses Jahr. Und ich freue mich schon darauf, diese zu tragen.
    Da diesen Herbst einige “meiner Farben” angeboten werden, habe ich schon die Garderobe vervollständigt in Beere, Bordeaux und lila. Aubergine suche ich noch. Und dazu probiere ich andere Farben, wie mint und aqua aus. Was würde ich ohne Dein Blog bloss machen? Mich wahrscheinlich mit unpassender Mode fremd fühlen, halb gekleidet halt. Aber jetzt? Danke, daß Du unermüdlich Einblicke in Mode gibst, Sicherheit und Nachhaltigkeit vermittelst- auf immer nachvollziehbare und freundliche Weise. Herzlichen Dank und eine schöne Woche!
    Liebe Grüße Meike

    • Modeflüsterin

      Liebe Meike,

      ach, das ist ja lieb von Dir! Danke für Deine wundervollen Worte!
      Ich freue mich, wenn ich den Leserinnen hier ein bisschen helfen kann, sich durch den Mode-Dschungel zu bewegen, dabei sicher seinen Weg zu bahnen, die leckeren Früchte am Wegesrand zu erkennen und die giftigen wegzulassen – ja, das Bild mag ich.
      Bei den Herbstfarben werde ich sicherlich auch ein paar Stücke entdecken, was meiner Garderobe gut tut: Da freue ich mich auch auf Beere und Lila – wie Du 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  11. Ein sehr spannender Artikel! Danke für die gute Aufbereitung.
    Meistens “überreizt” mich ein Trend sehr schnell, und auch wenn ich davor und auch gerne danach die entsprechenden Teile (oft schon ganz alte Lieblinge) aus meinem Schrank hole, so lasse ich doch die größte Hoch-Zeit des Trends aus. Unbewusste Rebellion, würde ich sagen 🙂 dafür nutze ich diese Trendzeiten, um mich mit neuen Lieblingsteilen “für später” einzudecken. Ich mag Trends gerne als Inspirationsquelle, aber folge ihnen nicht zur gegebenen Zeit, sondern trag’ recht unabhängig davon, was mir gerade gefällt. Mit meiner Avantgarde-Vorliebe habe ich es da oft aber auch etwas leichter – dort herrscht für mein Empfinden angenehme “Trendstille”.

    • Modeflüsterin

      Liebe Vivien,

      das ist das Eichhörnchen-Prinzip, das Du da zitierst: Leckere Stückchen für später einsammeln und dann abholen, wenn man sie braucht. Auch ist es richtig, dass avantgardistische Kleidungsstücke im Prinzip zeitlos sind – also auch trendfrei. Das gilt für viele ganz außergewöhnlichen Kreationen, die weder einem bestimmten Stil, noch einer bestimmten Zeit zuzuordnen sind. Wahre Zeitlosigkeit ist oft entweder pur oder exzentrisch.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. “Co ords“ ist ein Wort, dass ich vor ein paar Monaten zu ersten Mal gehört habe, als ich den “Hosenanzug für tot erklärt” habe. Und wieder einmal überrascht es mich, dass es wirklich kein gutes deutsches Wort dafür gibt,. Kombination trifft es nicht, Einteiler erst recht nicht – die englische Sprache ist da manchmal einfach treffender und weniger sperrig. Wenn sich “Co ords” weiter halten oder durchsetzen, freue ich mich!
    Liebe Grüße
    Ines

    • Modeflüsterin

      Liebe Ines,

      ich habe lange gezögert, dieses Wort zu benutzen – habe aber auch kein besseres gefunden! Vielleicht “Zweiteiler” oder “Top-Hosen-Set” oder so… Klingt alles nicht so sexy, finde ich. Vielleicht haben die Leserinnen hier noch eine Idee?

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Stimmt, Zweiteiler hat man das “früher” genannt – also in den 90ern, als es das letzte Mal modern war … Zweiteiler trifft es gut, denn es lässt offen, ob es oben eine Bluse oder Top oder Shirt ist und ob unten eine Hose oder Rock dazu gehört. Trotzdem finde ich es gut, das englische Wort mindestens auch zu kennen. Sonst versteht man ja bald keine Zeitschrift mehr 😉 .

        Bin gespannt auf die Ideen Deiner Leserinnen!

  13. Liebe Stephanie,

    ich bin tatsächlich mit 42 auch schon alt genug, um viele Trends mit “Welcome back!” zu begrüssen…

    Die Blousons (ich hab auch Assoziationen zu “Bomber”) schaue ich immer mal wieder an….und kriege dann einen Flashback ins Jahr 1990, da hab ich meiner Mutter ihren aus mauvefarbener Seide geklaut. Eine stylingtechnisch eher unglückliche Zeit, von heute aus betrachtet….und deshalb auch bisher kein Blouson für mich. Aber wer weiss, wenn ich die noch ein, zwei Jahre betrachte – in der Mode gilt doch oft “was geht mich mein Geschwätz von gestern an”.

    Cold Sholder ist im Prinzip das gleiche, da musste ich in den 80ern ganz dringend ein Carmenshirt für eine Party haben.

    Ansonsten mag ich Military und (Punk) Rock Chic durchgängig und trendunabhängig, in kleinen Dosen u d mit edlen Stücken ausbalanciert.

    Herzliche Grüße

    Diana

    • Modeflüsterin

      Liebe Diana,

      dass man auch mit knapp über 40 schon Fashion-Revivals hat, zeigt doch, wie sehr sich alles wiederholt… Oder wie sehr sich die Modedesigner bei Altem bedienen 😉 Ich liebäugle immer noch mit einem Cold-Shoulder-Shirt – das ist so herrlich sexy und eine Carmenbluse hatte ich damals auch nicht… Dem Rock Chic in kleinen, verdaubaren Dosen hänge ich seit mehreren Jahren treu an – Ende nicht in Sicht. Da sind wir uns sehr ähnlich.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  14. Vielleicht sollte ich jeden Tag bei Google “Bomberjacke violett” oder “knielanger violetter Rock mit breitem Bund” eingeben, damit endlich mal das Trend wird, was ich mir wünsche?
    XD

    Noch ein Wort zum Begriff “Bomberjacke”: Dieses Teil entstammt dem militärischen Bereich, genau so wie der “Trenchcoat”. Der wird ja jetzt auch nicht plötzlich in “Sporty Coat” umbenannt, bloß damit zartbesaitete Modefreunde dabei nicht an Otto Dix’ Kriegstriptychon denken müssen. Warum sollte man die Herkunft eines Kleidungsstückes nicht am Namen ablesen können?
    Früher wurden Bomberjacken getragen, um Menschen zu töten und blühende Städte in Schutt und Asche zu legen.
    Heute ziehen wir sie an, um schick auszusehen.
    Schwerter zu Pflugscharen und Miltärkleidung zu Modetrends!
    Ist doch viel besser!
    Wer es dennoch prinzipiell ablehnt, militärische Kleidung zu tragen, soll gerne darauf verzichten. Eine Änderung des Namens aber ist Augenwischerei.

    Übrigens, ich bin 37 Jahre alt und als ich zur Schule ging, waren Bomberjacken auch schon mal modern, allerdings in Graugrün und Petrol mit orangefarbenem Futter.

    Die “Jumpsuits” werden bald wieder out sein, nämlich dann, wenn alle das erste Mal damit die Örtlichkeiten aufsuchen mussten …
    Meine persönliche Glaskugel sagt mir das.
    *lach*

  15. Liebe Stephanie,
    das schöne an Modetrends, ist, dass wir den nicht blind folgen müssen.
    Dank Deines Blogs, können immer mehr pers. Filter in die Kaufentscheidung einfließen. Farbe, Schnitt, Material usw.

    Ich nähe selbst und hätte mir auch niemals eine (Bomerjacke-ich mag den Namen nicht, da es ein Kleidungstück ist, für eine bestimmte Gruppe insbesonder in Oliv mit Futter in Orange-der klassiker) ich nenne sie daher Blouson. Vor zwei Jahren gab es viele dieser Art, als Blouson Jacke benannt. Mit Floralem Muster haben die mir sehr gefallen. Da ich ein solch ähnlichen Stoff, wie Satin (Ballonseide) gekauft habe, nähte ich mir solch eine Jacke aber mit ein V-Ausschnitt, der für mich als klein Frau einfach der besser Ausschnitt ist. Die Farben harmonieren so schön zum Anthrazit, dass ich diesen Blouson sehr gut in die klassische Bürokleidung einbinden konnte. Einige Outfits zeige ich aktuell auf meinem Blog Lady Petite. Also es lohnt sich nicht das erst beste Stück zu kaufen um ein Trend als erstes zu haben, sondern einfach etwas abwarten, bis alle Geschäft etwas haben und sich dann das beste Stück raussuchen. Mein Blouson ist zwar selbst genäht, aber solche gab es damals sowohl bei Zalando wie auch bei Gant. Eine Lady kauft halt ein Trend nicht sofort, sondern wartet einfach auf das richtige Stück, welches ihren Geschmack, Stil und eigenen Persönlichkeit passt.
    Auch ein Overall/Jumpsuit habe ich mir vor einigen Jahren genäht und den aus einem Anzugstoff für mich genäht. Statt den üblichen Jersey oder Musterstoffen. Dafür halt einfach ein Stück geschaffen, der sowohl elegant wie auch sportlich-chic getragen kann. Diesen Sommer trug ich den gern mit der Jeansjacke, so wie HIER gezeigt. Die Carmenblusen sind einfach nichts für meine Figur. Ich bin klein und möchte einfach in die Höhe gestreckt werden. Dieser Schnitt macht nichts für mich, also habe ich diesen Trend nicht gemacht.
    Das Tolle an Trends ist, dass man einfach seine lieblinge austauschen kann. Wildleder/Nubukleder ist zur Zeit immer noch Trend, und ich liebe Schuhe aus Nubuk, so dass ich einiges an Schuhen endlich aufstocken konnte. Wenn das Material nicht Trend ist, ist die Anschaffung nicht besonders einfach trotz Internet und weltweiter Order. Jetzt freue ich mich schon auf die Wintersaison. Ich liebe Samt und der wird wieder Trend. Habe mir vor 1-2 Jahren ein Samtkleid genäht und jetzt bin ich auf einmal wieder In 😉 Ein passende Samtjacke mit Schalkragen kaufte ich mir vor über 10 Jahen bei Esprit aus Seide-Viskose. Da jetzt Samt wieder Trend wird, kann auch ich als Hobbyschneiderin mich auf die Stoffe freuen. Warte auf ein schönen dunkelblauen Samt. Hoffentlich habe ich bald einen 🙂
    Vielen Dank für Deinen Blog, Du kannst die Details so perfekt beschreiben. Schönes Wochenende und viele Grüße Lady Petite

    • Modeflüsterin

      Liebe Anita,

      jetzt habe ich gerade Deinen Kommentar im Spamfilter entdeckt… Leider kommen dort alle Kommentare mit zu vielen Links hin – sorry!
      Vielen Dank für Deine kleine Rückschau – Du scheinst ja trendmäßig immer ganz vorne mit dabei zu sein – das nenne ich mal Mode-Instinkt! Und natürlich sollte man rigoros alle Trends außen vor lassen, die nicht zur eigenen Figur oder zum eigenen Stiltyp passen. Well done!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.