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Harmonie in der Mode: So kombinieren Sie Farben im Outfit harmonisch (Teil 1)

harmonei in der Mode - Farben passend kombinieren. Modeflüsterin - Mode, Stil und Wellness für starke Frauen über 40, 50 und 60 Jahren.Die meisten Frauen wollen mit ihren Outfits ein harmonisches Gesamtbild erschaffen. Doch was bedeutet das eigentlich? Wie wird diese optische Harmonie in der Mode hergestellt? Das Geheimnis lautet: Sie benötigen den optimalen Dreiklang aus der Harmonie von Farben, Proportionen und Stilen.

Leider hat nicht jede Frau einen absolut sicheren ästhetischen Instinkt. Wenn auch Sie zu den Frauen gehören, die am liebsten eine kleine Anleitung hätten, wie sie harmonische Outfits zusammen stellen, dann ist die folgende Blogserie für Sie gemacht: Heute und in den nächsten zwei Wochen werde ich Ihnen Outfits vorstellen und deren harmonische Elemente analysieren. Dazu gibt es ein paar einfache Stil-Rezepte, die Sie selbst ausprobieren können.

Das Besondere dabei: Meine Blogger-Kolleginnen von den Lady-Bloggers haben sich für das Projekt „Harmonie in der Mode“ als Models zur Verfügung gestellt. Sie werden quasi am „lebenden Beispiel“ lernen. Heute geht es los mit dem ersten Teil: „So kombinieren Sie Farben im Outfit harmonisch“. Dabei werden die Outfits von Cla, „Glam Up Your Lifestyle„, und Valérie, „Life40Up!„, analysiert. Viel Spaß damit!

Die Blogserie „Harmonie in der Mode“ besteht aus den folgenden drei Teilen:

Die vier Dimensionen der Farb-Harmonie

Wenn Sie Farben harmonisch kombinieren wollen, können Sie auf vier unterschiedliche Dimensionen achten:

  1. Sie sollten Farben auswählen, die grundsätzlich zu Ihrem Farbtyp passen.
  2. Die Farben sollten den gewünschten Farbkontrast aufweisen, der zu Ihrer natürlichen Pigmentierung, Ihrer Persönlichkeit und dem Anlass passt.
  3. Sie sollten Farben auswählen, die untereinander zusammenpassen, also gut kombinierbar sind.
  4. Die Farben sollten so im Outfit verteilt werden, dass sich eine möglichst ganzheitliche Optik ergibt.

Farben, die zu Ihrem Farbtyp, zum Anlass und zu Ihrer Persönlichkeit passen

Wenn Sie nur Farben in Ihrem Kleiderschrank haben, die wirklich optimal zu Ihrem Farbtyp passen, dann ist das schon die halbe Miete. Das Schwierige dabei: Um ein harmonisches Farbspektrum im Outfit herzustellen, reicht es leider nicht, nur Ihren Farbtyp nach dem Vier-Jahreszeiten-System – Winter, Sommer, Frühling, Herbst – zu definieren. Denn es gibt viele Mischformen. Zudem differenziert die Jahreszeiten-Typologie nur nach kühlen und warmen bzw. klaren oder gedeckten Farbtönen, nicht jedoch zusätzlich nach den individuellen Helligkeitswerten, Kontraststärken sowie der Farbintensität.

Grundsätzlich gilt:

  • Die Farben Ihres Outfits sollten zu Ihrer natürlichen Pigmentierung passen.

Das bedeutet: Sie sollten die gleichen Werte von kalt oder warm, kräftig oder zart, hell oder dunkel, klar oder gebrochen aufweisen, die sich auch in Ihrer Haar-, Augen-, Haut-, Brauen- und Wimpernfarbe wiederfinden. Idealerweise greifen Sie mit den Farben in Ihrem Outfit sogar einzelne Farben Ihrer natürlichen Pigmentierung wieder auf. Dann tragen Sie beispielsweise eine graublaue Bluse zu graublauen Augen oder ein rotbraunes Top zu Ihren rötlichen Sommersprossen.

  • Die Kombination der Farben im Outfit sollte in ihrer Kontraststärke ebenfalls zu Ihrer natürlichen Pigmentierung passen.

Frauen mit wenig Kontrast sehen in monochromatischen Outfits am besten aus. Frauen mit hohem Eigenkontrast benötigen auch einen starken Hell-Dunkel-Kontrast in ihrer Kleidung. Sie können Ihre natürliche Kontraststärke etwas ausgleichen, wenn Sie ein entsprechendes Makeup tragen oder ihre Haare gefärbt sind. Das ist dann zu empfehlen, wenn Sie bei einer bestimmten Gelegenheit eine bestimmte Wirkung erzielen wollen, für die ein größerer oder kleinerer Farbkontrast im Outfit notwendig ist. Oder wenn Ihre Persönlichkeit nach einem größeren oder kleineren Farbkontrast verlangt.

  • Je größer der Farbkontrast, desto strenger und förmlicher wirken Sie.
  • Je weniger Farbkontrast, desto freundlicher und ruhiger ist Ihre Ausstrahlung.
  • Je klarer und kräftiger die Farben sind, desto temperamentvoller, fröhlicher und aktiver wirken Sie.
  • Je gebrochener oder pudriger die Farben sind, desto zurückhaltender, ruhiger, zarter und femininer werden Sie wahrgenommen.

Farben, die untereinander zusammen passen

Wenn Sie wissen, welche Farben zu Ihnen und der gewünschten Wirkung passen, dann gilt es, die Farben innerhalb des Outfits zu harmonisieren. Dabei gibt es verschiedene „todsichere“ Strategien, wie dies hergestellt werden kann:

  • Sie können ausschließlich neutrale Farben Ihres Farbspektrums einsetzen.

Dazu gehören die so genannten „Nicht-Farben“ Weiß, Grau und Schwarz. Aber auch Dunkelblau, Dunkelbraun, Beige, Olivgrün bzw. Khaki gelten bei den einzelnen Farbtypen als neutral, da sie mit fast allen weiteren Farben des jeweiligen typ-basierten Farbspektrums kombinierbar sind.

  • Sie können zwei neutrale Farben mit einer Akzentfarbe kombinieren.

Wenn Sie jedoch zwei oder drei Akzentfarben miteinander kombinieren wollen, dann helfen Ihnen die folgenden Gründsätze:

  • Wählen Sie zwei Akzentfarben aus der gleichen Farbfamilie, beispielsweise Rosa und Rot, Lila und Flieder etc.
  • Wählen Sie Farben, die die gleiche Intensität haben, also klare Farben mit klaren Farben, pudrige Töne mit pudrigen Tönen.

Farben, die durch ihre Verteilung ein harmonisches Ganzes ergeben

Haben Sie also die perfekte Farbkombination für Ihr Outfit gefunden, dann stellt sich die nächste Frage: Wo wollen Sie die Farben im Outfit platzieren und wie viel Fläche sollen sie einnehmen? Denn auch die flächenmäßige Aufteilung und die örtliche Platzierung der einzelnen Farben ist für ein harmonisches Gesamtbild verantwortlich.

  • Nutzen Sie bei der harmonischen Verteilung der Farben in Ihrem Outfit das Prinzip der Farbklammer!

Das Auge fasst Regionen mit gleicher Farbe, ähnlichem Muster oder ähnlicher Struktur optisch zusammen. Das können Sie sich zunutze machen.

  • Legen Sie Ihr Outfit möglichst so an, dass sich große Farbflächen mit mittelgroßen Farbflächen abwechseln und zusätzlich punktuelle Farbakzente gesetzt werden!

Das macht ein Outfit harmonisch und spannend zugleich.

Tipp:

Besonders viele, kleine Farbtupfer setzen Sie am besten dort, wo Sie den Blick hinlenken wollen. Weniger geeignete Blickpunkte bleiben großflächig und vergleichsweise für das Auge uninteressant…

Zwischen warm und kalt, klar und pudrig: 2 Beispiele, 2 Kontrast-Typen

Wenn Sie sich mit diesem Vorwissen einmal die beiden Outfits ansehen, die Cla und Valérie zum Thema zusammen gestellt haben, werden Sie zu interessanten Erkenntnissen kommen:

Cla: Ein kalt-warmer Farbtyp mit mittlerem Kontrastlevel

Das Farbspektrum von Cla besteht aus wärmeren, pudrigen Tönen, die durch kühle Farbnuancen aufgefrischt werden. Knallige Farbspritzer lenken den Blick und sorgen für interessante Zonen im Outfit.

Das Farbspektrum von Cla besteht aus wärmeren, pudrigen Tönen, die durch kühle Farbnuancen aufgefrischt werden. Knallige Farbspritzer lenken den Blick und sorgen für interessante Zonen im Outfit.

In unserem ersten Beispiel zeigt Cla eine Kombination aus einer hellblauen Bluse mit weißer Jeans und beigen Sandaletten sowie einer Tasche in einem ähnlichen, mittleren Beige-Ton. Das Outfit ist ohne Zweifel höchst harmonisch. Die Ursache dafür liegt hier:

  • Die Haarfarbe von Cla, ein helleres bis mittleres Blond, korrespondiert mit den Farben von Schuhen und Tasche.
  • Ganz nebenbei ergibt sich dadurch eine dreifache Farbklammer, die Haare, Tasche und Schuhe optisch verbindet und das Outfit zu einem harmonischen Ganzen macht.
  • Die Augenfarbe von Cla ist ein wärmeres Blaugrün. Das Hellblau der Bluse hat einen größeren Gelbanteil und ist damit ebenfalls etwas wärmer. Das Hellblau ist ein unmittelbarer Farbnachbar von Blaugrün auf dem Farbkreis. So wird aus den grünen Augen von Cla und dem hellblauen Hemd eine harmonische, analoge Farbkombination.
  • Dazu kommt, dass die Augenfarbe von Cla und das Hellblau der Bluse in etwa den gleichen Helligkeitswert aufweisen und in etwa den gleichen pudrigen, gebrochenen Farbcharakter haben. Zwei weitere Kriterien, die die Bluse mit den Augen harmonisch korrespondieren lassen.
  • Auch das Beige harmoniert mit den warmen Farbtönen von Augen- und Haarfarbe.
  • Da aber das Augenweiß, die Zähne und die Haut von Cla sehr hell bzw. fast weiß sind, braucht Cla immer auch einen Spritzer kühle Farben in ihren Outfits, um eine perfekte Harmonie herzustellen. Das Weiß der Jeans, aber auch die weiß abgesetzten Kragen und Manschetten der Bluse sowie das weiße Perlenarmband sind dafür wie geschaffen.
  • Die natürliche Pigmentierung von Cla weist einen mittleren Farbkontrast auf. Zur hellen Haut gesellen sich eine mittlere Haar-, Augen- sowie Augenbrauenfarbe. Das gezeigte Outfit nimmt diesen Farbkontrast auf. Zwischen dem Weiß und dem Hellblau sowie zwischen dem Beige und dem Weiß ergeben sich jeweils mittlere Kontraststärken.
  • Durch den roten Lippenstift und die roten Zehennägel wird das Kontrastlevel noch ein wenig erhöht, sodass Cla tendenziell mit diesem Makeup auch einen etwas größeren Farbkontrast tragen könnte.
  • Die Farbkombination aus Weiß und Hellblau sowie Beige ist eine typische Easy-Chic-Version: Zwei neutrale Farben werden mit einer Akzentfarbe kombiniert.
  • Die Farbflächen des Outfits bestehen aus einem angenehmen Gleichgewicht aus größeren, mittelgroßen und kleinen Bereichen: Zwei große, ruhige Flächen (Weiß, Hellblau) werden mit einer mittleren, lebendigeren Fläche (Beige) und drei kleinen Akzentfarben-Punkten (rote Lippen, rote Zehennägel, blaugrüne Augen) kombiniert. Mit ihrer bunten Lebhaftigkeit liegen damit Gesicht und Füße eindeutig im Fokus des Outfits.

Insgesamt macht das pudrige, hellere Outfit mit mittlerem Kontrastlevel einen ruhigen, ausgeglichenen, freundlichen Eindruck. Nur das kräftige Lippenrot sowie die Zehennägel sorgen für Temperament und Dynamik und weisen damit auf weitere Charaktermerkmale von Cla hin.

Valérie: Ein kalt-warmer Farbtyp mit hohem Kontrastlevel

Valérie zeigt eine komplexe Farbkomposition, in der kräftige Farben, große Kontraste und pastellige Akzente kombiniert werden - wobei die Flächengröße der Farben für Spannung sorgt.

Valérie zeigt eine komplexe Farbkomposition, in der kräftige Farben, große Kontraste und pastellige Akzente kombiniert werden – wobei die Flächengröße der Farben für Spannung sorgt.

Valérie wählt für ihr farblich harmonisches Outfit ein blau-violettes Kleid, das sie mit einer pastellgelben Handtasche und Sandaletten in einem hellen Nude-Ton kombiniert. So einfach das Outfit auf den ersten Blick erscheinen mag – Valérie produziert damit ein höchst komplexes Farbgefüge, das dennoch funktioniert. Und das liegt daran:

  • Das klare Blau-Violett des Kleides greift die klare, fast veilchenblaue Augenfarbe von Valérie auf und bringt damit ihre Augen so richtig zum Blitzen.
  • Die warme Haarfarbe zusammen mit dem kühlen, hellen Hautton und den intensiven veilchenblauen Augen ergeben ein klares, kräftiges, warm-kalt-gemischtes Farbenspektrum. Besonders die Klarheit und Intensität der Farben, die sich aus dem Frühlingstyp-Anteil von Valérie ergeben, sorgen dafür, dass die Farbe des Kleides so gut zu Valéries Typ passt.
  • Ihre blasse Porzellanhaut findet ihre Entsprechung in der Farbe der Schuhe. Aber auch der helle Kontraststreifen im Unterbrustbereich des Kleides zeigt die gleiche Nuance.
  • Diese hellen Farbzonen des Outfits bilden – zusammen mit dem Hautton – auch die wichtigste Farbklammer des Looks.
  • Auf den ersten Blick könnte man meinen, die braunen Augenbrauen und rötlich-braune Haarpracht von Valérie finden im Outfit keine Entsprechung. Dem ist aber nicht so. Denn die dunklere Zone am Kopf findet einen Sparringspartner im mittleren Teil des Outfits: Die dunkelblaue Spitzenborte in der Taille des Kleides ist so ein Ort, der die Dunkelheit der Haare wiederspiegelt – wenn auch nur auf kleiner Fläche.
  • Die Schuhe bilden leider keine Farbklammer mit den Haaren. Denn sie sind der hellen Haut angepasst. Dadurch ergibt sich aber ein anderer, ebenfalls für viele Frauen wünschenswerter Effekt: Die Beine von Valérie werden durch die Farbe der Schuhe, die fast nahtlos in die Hautfarbe der Beine übergeht sowie durch den Keilabsatz wunderbar verlängert – und das, obwohl knöchelhoch geschnittene Schuhe das Bein eigentlich verkürzen… Das wäre dann ein Kriterium, das bei der Harmonie der Proportionen in der nächsten Woche zum Tragen käme.
  • Valérie weist einen recht großen Farbkontrast auf. Sie kann den Kontrast zwischen ihrer hellen Haut, den dunklen Haaren und dem dunkleren Blau-Violett des Kleides hervorragend verkraften.
  • Die gelbe Tasche scheint auf den ersten Blick aus dem Look herauszufallen. Aber auch hier wird eine Einbindung über die Farbe gewährleistet: Denn Gelb ist die Komplementärfarbe zu Violett. Und damit spielt die pastellig gelbe Tasche in der gleichen Harmonie-Liga wie das blau-violette Kleid. Punkt für Gelb!
  • Zudem bildet die hellgelbe Tasche zum blau-violetten Kleid in etwa den gleich starken Farbkontrast, wie er in Valéries natürlicher Pigmentierung vorzufinden ist. Ebenfalls ein Harmonie-Punkt, den wir zum Outfit addieren können.
  • Es gibt übrigens noch einen weiteren Kniff, warum die pastellig gelbe Tasche so gut ins Bild passt, obwohl Valéries optimaler Look aus klaren, kräftigen Farben mit höherem Kontrastlevel besteht: Das Pastellgelb findet im Pastellrosa des Lippenstifts und im hellen Nude der Schuhe seine Farbpartner – und in der sahnig hellen Haut die alles verbindet. Mit dem pastellrosa Lippenstift bricht Valérie ihr eigenes Farbschema auf und addiert feminine Zartheit in Ihre Erscheinung.

Die Farbflächen des Looks sind ebenfalls recht raffiniert:

  • Eine große blau-violette Farbfläche des Kleids korrespondiert mit dem kleinen blauen Akzent der Augenfarbe.
  • Die große Nude-Zone von Schuhen und Haut korrespondiert mit dem schmalen, hellen Streifen im Kleid.
  • Die mittelgroße, dunkle Haarfläche korrespondiert mit der kleinen, dunkelblauen Borte im Kleid.
  • Und die mittelgroße pastellgelbe Fläche findet ihren Mini-Akzent-Partner bei rosa Lippen.

Insgesamt ergibt sich ein Look, der eine temperamentvolle, starke und klare Ausstrahlung hat. Aber auch zarte Nuancen, wie Rosa und Pastellgelb, sind darin zu finden. Letztendlich befindet sich unter der Oberfläche eines auf den ersten Blick recht einfachen Looks eine komplexe Farbstrategie, die klare, kräftige und dunklere Farbwelten mit hellen pastelligen Farbtupfern auf harmonische Weise verbindet – die proportionale Verlängerung der Beine inbegriffen.

Natürlichkeit, Kontrast-Level, Flächengrößen sowie Platzierung von Farben schaffen Harmonie.

Die beiden Analysen zeigen, dass Sie mit einer einfachen Klassifizierung nach Jahreszeiten-Typen oft nicht weiter kommen. Denn sowohl Cla, als auch Valérie tragen warme wie kalte Farbwerte in sich. Der Hauptunterschied zwischen den beiden besteht darin, dass sie unterschiedliche Kontrasttypen sind und in ihrer natürlichen Pigmentierung ganz andere Farbwerte eine Rolle spielen.

Zudem vertragen die beiden ganz unterschiedliche Anteile von klaren, kräftigen bzw. pudrigen, pastelligen Farbtönen im Outfit: Während Valérie überwiegend kräftigere, klare Farben gut tragen kann und diese nur mit kleinen Anteilen von pastelligen oder hellen Farben ergänzen sollte, greift Cla besser zu pudrigen oder pastelligen Nuancen sowie neutralen Farben und addiert dazu kleine bis mittelgroße Flächen mit kühlen Farb-Spritzern.

Das Zusammenspiel der Farben in der Mode ist einfach und komplex zugleich. Aber wenn Sie einmal herausgefunden haben, welche Farben zu Ihrer natürlichen Pigmentierung passen, wie sich diese untereinander kombinieren lassen und dann noch etwas genauer auf die Flächenverteilung und Platzierung der Farben im Outfit achten, werden Sie immer zu guten Ergebnissen gelangen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

 

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

36 Kommentare

  1. Silvia Graf

    07/08/2016 @ 11:49

    Super! Der Blog hat mir sehr geholfen, die richtigen Farben für mich zu finden. Danke und liebe Grüße von Silvia.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 13:57

      Das freut mich, Silvia!

      Eine schöne Restwoche noch für Dich & liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  2. Wieder mal super ,der neue Beitrag. Mir wurde von der Farberatung zu kühlen Farben geraten, fühle mich aber mit einen kleinen Anteil von warmen Farben besser. Das kann auch mal nur Ohrtecker oder Lippenstift sein. Ich habe recht dunkle Haare und eine relativ helle Haut, das ergibt schon einen mittleren bis hohen Kontrast.( je nach Bräune der Haut) Im Winter trage ich zu den dunklen Haaren auch gerne dunkle Schuhe und dunkle Tasche, das mag ich im Sommer nicht so. Da hab ich die Schwierigkeit den dunklen Ton der Haare wieder aufzugreifen, umso mehr da im Sommer die Kleidung ja auch eher heller getragen wird.
    Liebe Grüße, Sibylle

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 14:15

      Liebe Sybille,

      das gibt es tatsächlich nach meiner Erfahrung recht häufig, dass nur ein kleiner Spritzer der jeweils entgegengesetzten Farbwelt erst ein harmonisches Gesamtbild ergibt. Zum Thema helles Outfit und dunkle Accessoires habe ich gerade auf Pinterest ein interessantes Outfit entdeckt: https://de.pinterest.com/pin/12736811426256874/
      Die schwarzen Schuhe harmonieren so gut mit dem hellen Outfit, da die Sohlen hell sind… 😉 Vielleicht ist das ja die fehlende Inspiration für Dich?

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Ich freue mich ebenfalls sehr über diesen Beitrag. Ich bin auch eine blasse Brünette und gefalle mir im Sommer in hellen Outfits mit kleinen Details in Schwarz am besten und umgekehrt in kälteren Jahreszeiten überwiegend dunkle Kleidung mit ein paar (hellen) Farbtupfern. Meine Frage an dich liebe Stephanie wäre eher ob komplett dunkle oder monochrom helle Outfits an „Schneewittchen“ so falsch wären? Ab und zu scheint nämlich mein Kleiderschrank nur solche Ensembles herauszugeben :)

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 14:21

      Liebe Vanessa,

      gerade Schneewittchentypen sind prädestiniert dafür, Al-Over-Weiß oder All-Over-Schwarz zu tragen! Denn die beiden Nicht-Farben stehen ja eigentlich nur genau diesem Typ so richtig gut. Dann aber mit aller Konsequenz: Reinweiß und Tiefschwarz. Ich würde dazu im Gesicht den Kontrast zusätzlich in sich verstärken, klarer herausarbeiten. Beispielsweise mit stark getuschten, schwarzen Wimpern oder einem knallroten Lippenstift. Das Kontrast-Level bedeutet nur, bis zu welchem maximalen Kontrast Farb-Kombinationen vorteilhaft sind. Und der Kontrast von Weiß zu dunklen Haaren bzw. der Kontrast von Schwarz zu heller Haut ist bereits so ein starker Kontrast. Also alles im grünen Bereich :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Liebe Stephanie,
    das Thema Farben gehört zu meinen Lieblingsthemen, nicht nur in der Mode. Ich finde es toll, dass Du wie immer nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern mit Deinen Ausführungen in die Tiefe gehst. Mit der Wahl der typgerechten Farben ist ntürlich schon einiges gewonnen, aber die Beispiele von Cla und Valerie zeigen deutlich, dass es auch auf die richtige Dosis und die Platzierung ankommt. Da tut sich ein weites Feld zum Experimentieren auf… Gerne würde ich mir dazu in Zukunft noch weitere Beispiele wünschen!
    Ganz neu für mich ist die Erkenntnis, dass es kalt-warme Farbtypen gibt. Das wusste ich vorher nicht. Ich selbst bin ein ganz eindeutiger Wintertyp. Warme Farben sind einfach Gift für mich und ich dachte bisher, das träfe auf jeden zu – entweder kalt oder warm. Ich werde die Augen offen halten, ob ich in meiner Umgebung kalt-warme Typen entdecke.
    Freue mich schon auf den nächsten Beitrag der Serie.
    Bis dahin sei ganz herlich gegrüßt
    Eva

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 14:27

      Liebe Eva,

      das freut mich, dass ich Dein Interesse dieses Mal so gut getroffen habe!
      Ja, das mit den kalt-warmen Typen widerspricht der „reinen Lehre“ der Jahreszeiten-Philosophie und wird daher oftmals vernachlässigt. Alles andere ist ja auch viel leichter – auch für Stilberaterinnen 😉 Wenn man sich allerdings einmal mit Kunst beschäftigt, dann wird schnell klar, wie gut so ein ganz anderer Farbspritzer ganz vielen Bildern tut – und sie manchmal erst zu dem spannenden Gesamteindruck werden lässt. Wenn Du Dir beispielsweise mal die Bilder von Picasso unter diesem Aspekt ansiehst (vor allem die, die in seinen letzten drei Lebensjahren entstanden sind), dann ist das Augen öffnend!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Liebe Stephanie,
        ich verstehe, was Du mit den Farbspritzern meinst – ja ich habe sogar als vereinzelt Outfits, in denen warme Farbspritzer auftauchen, aber ich muss sehr darauf achten, dass warme Farbtöne niemals direkt neben unbedeckten Hautpartien sind, also am Gesicht, an den Handgelenken etc. Ich hatte z.B. einmal heißgeliebe cognacfarbene Stiefel, das war kein Problem, aber Schuhe, in denen ich barfuß laufe, dürfen keine warmen Farbtöne haben, damit sehen meine Füße richtig seltsam, irgendwie elend und kränklich aus, auch meine Hände mit „falschen“ Nagellackfarben. Und ich meine auch, dass meine Hände mit goldenen Ringen irgendwie älter aussehen.
        In diesem Sinne habe ich für mich auch die klassische Farbberatung interpretiert, nämlich dass ich auf diese Weise die Hauptfarben erkenne, die mich optimal untersützen und die anderen Farben nicht als Tabu, sondern als ergänzende Farbspritzer ansehe, sofern ich sie denn mag.
        Liebe Grüße,
        Eva

        Antworten
  5. Ich finde es erfrischend, dass es doch in der Realität kalt-warme Farbtypen gibt. Glaubt frau der reinen Farblehre, dann gibt es diesen Typus gar nicht.
    Ich gehöre auch zu dieser „besonderen Spezie“: Kalt-warmer Farbtyp mit mittlerem Kontrastlevel.
    Meine Augen sind warm (blaugrün), meine Haut ist fast neutral, jedoch eher warm als kalt. Und nun kommt es: meine Haare. Sie sind in einem weichen Grau, cremeweiß und beigebraun meliert. Und dazu schulterlang. Mit den melierten Haaren kommt die Komplexität in der Farbharmonie. Passt die Farbe gut zum Haar, kann es passieren, dass es nicht gut mit dem Gesichtston harmoniert oder einfach nur fade wirkt. Und bei schwarz in Gesichtsnähe ist der Kontrastlevel sehr hoch. Da hilft nur kräftiger Lippenstift. Frau weiß sich ja zu Helfen.
    Zum Thema Farbklammer: die Idee finde ich super und es funktioniert. Nur im Winter und bei Regen laufe ich nicht unbedingt mit hellbeigen oder hellgrauen Schuhen umher. Aber im Winter kann ich wieder Hut oder Mütze tragen und dann lande ich wieder bei schwarzen Schuhen. Ha.
    Es ist wahrlich nicht leicht dieses Thema. Ich hätte gerne eine simple Lösung, ohne mir auch noch Gedanken über kleine oder große Flächen Gedanken machen zu müssen. Hilfe, wo bleibt der Spaß.
    Liebe Grüße Ingrid, (ein klarer Frühlingstyp, der in die Jahre gekommen ist)

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 14:30

      Liebe Ingrid,

      ich hoffe natürlich, dass Du nicht den Spaß oder die Freude an Mode verlierst!!! Auch das Ausprobieren vor dem Spiegel kann ja schon viel Spaß machen. Und wenn Du nicht zu den Frauen gehörst, die gerne herumprobieren, dann suche Dir einfach einen Look aus, der immer funktioniert und variiere diesen. Und schon ist ein Outfit in 5 Minuten möglich :-) Viel Erfolg damit!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 14:33

      Danke Dir, Susi! Warte nur mal, bis Du kommenden Sonntag dran bist… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Du hast Cla und Valérie so wunderbar beschrieben und ihre Farben analysiert, Stephanie!
    Ich trage zwar zwischendurch gerne mal Farbe, bleibe aber genauso oft bei neutralen Tönen. Und nie mehr als 2, in ganz seltenen Fällen mal 3 Farben, aber dann ist mindestens ein neutraler Ton dabei, zählt also eh nicht 😉
    Und die Farbklammer (den Ausdruck habe ich von Dir gelernt!) ist ganz entscheidend für meine Looks.

    LG
    Annette | Lady of Style

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 15:02

      Liebe Annette,

      Dein Farbtalent durfte ich ja schon oft bewundern :-)
      Umso mehr freue ich mich, dass Du dieses Mal bei mir unter dem Thema „Stil-Elemente“ zu Gast sein wirst. Da erwartet Dich eine ziemlich aufschlussreiche Outfitanalyse, die bei Stilthemen ja immer sehr nah an der Persönlichkeit der Trägerin bleibt… Heißes Thema!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  7. Liebe Stephanie,

    ich liebe deine Analysen und diese Beiträge, die zur Selbstanalyse animieren! Ich habe eher stärkere Kontraste, sehr helle Haut, grünbraune Augen und braune Haare und Augenbrauen. Bei einer Stilberatung wurde ich als dunkel-warm-kalt-Typ eingeordnet. Dennoch trage ich manchmal gerne monochrom oder Ton-in-Ton – und frage mich, ob das vielleicht harmonisch wirkt, weil meine Augen- und Haarfarbe ziemlich ähnlich wirken?

    Herzluchen Gruss

    Diana

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 14:39

      Liebe Diana,

      das könnte an dem Effekt liegen, den ich gerade weiter oben bei der Antwort auf Vanessas Frage beschrieben habe. Wenn Du bei den monochromatischen Outfitfarben im Helligkeitswert Deiner Haare bzw. Augen ODER Deiner Haut bleibst, stellst Du ja insgesamt wieder das gleiche Kontrastlevel her. Und jetzt lass mich mal raten: ich könnte wetten, dass an Dir grünliche kalt-warme Schlammtöne toll aussehen…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Liebe Stephanie, oh ja, Armygrün und Khaki gehören zu meinen Basisfarben! Und monochrom trage ich am liebsten dunkelblau oder dunkelgrün…du liegst also ganz richtig :-)

        Herzlichen Gruss

        Diana

        Antworten
  8. Liebe Stephanie,

    auch ich bin beeindruckt von deiner Analyse, ich finde es phaszinierend, wie differenziert du die Themen angehst.

    Dass es kalt-warme Farbtypen gibt, kann ich bestätigen. Ich selbst bin ein dunkler Sommer (bzw. Sommer-Winter-Mischtyp), brauche aber auch immer ein gewisses Maß an Herbsttönen in meiner Garadrobe, damit ich mich wohlfühle. Obwohl Blau und Grau meine Basisfarben sind, habe ich immer wieder das Bedürfnis nach Khaki, Bordeaux und Schokobraun als wärmere Komponenten. Aber warm-kalt ist ja noch nicht alles. Lange Zeit habe ich zuwenig auf die Aspekte Helligkeitswert, Farbintensität und Kontrastwert geachtet. Seit meine Haare schwarz-weiß gesträhnt sind, ist mein Kontrastwert sprunghaft angestiegen und ich achte automatisch darauf, auch in der Kleidung mehr Kontrast herzustellen.
    Interessant finde ich die Bemerkung, dass ein hoher Kontrast formeller und strenger wirkt und dass die Persönlichkeit, wenn sie sehr sanft und zurückhaltend ist, nicht dazu passst. Ein bisschen trifft das auf mich zu. Zu meiner Persönlichkeit passt eher ein zurückgenommener Stil, vermutlich habe ich mich deshalb bisher eher kontrastarm gekleidet, obwohl meine natürlichen Farben Kontrast vertragen oder sogar brauchen? Aber wie kann man das lösen? Ich glaube, je älter ich werde (bin Anfang 50), desto minimalistischer werde ich in Bezug auf die Schnitte (ich toleriere immer weniger Schnickschnack), aber dafür kann ich mir stärkere Farben und mehr Kontraste leisten. Es ist dann immer noch schlicht und zurückgenommen genug.

    Das Problem von Sybille (Kommentar 2) habe ich auch: wie kann ich meine (überwiegend noch) dunklen Haare in einem hellen Sommeroutfit aufgreifen? Ich mag da auch keine schwarzen Schuhe und Taschen tragen. Vanessa, wie baust du die kleinen schwarzen Details ein? Das würde mich interessieren.

    Aufschlussreich finde ich auch die beiden analysierten Outfits. Das von Cla finde ich wunderbar und wenn ich blond wäre, würde ich es genauso tragen. Ich liebe diesen Easy-Chick. Ich besitze keine weiße Hose, aber eine hellblaue, die ich mit einer khakifarbenen Bluse fast im selben Helligkeitswert trage und, wenn es kühler wird, trage ich eine längere schwarze Strickjacke dazu (Kontrast). Schuhe und Tasche sind braun/taupe.
    Das Outfit von Valérie könnte so ähnlich auch von mir sein. Ich liebe dunkelblaue, knielange Sommerkleider in allen Variationen, aus Jersey genauso wie aus Leinen. Und dazu trage ich am liebsten auch nudefarbene Sandalen, weil die die Beine verlängern. Oder ich ziehe meine graublauen Sandalen dazu an, die ganz gut mit meiner aschigen Haarfarbe korrespondieren ohne zu dunkel zu sein. Allerdings eine gelbe Tasche könnte ich mir an mir gar nicht vorstellen. Ich finde, eine Tasche ist immer auch ein Statement über die Persönlichkeit genauo wie ein Ring. Und da widerstrebt mir ein Pastellgelb. Aber wie ist es mit Cognac, das hat ja auch einen Gelbanteil und ergänzt sich schön mit Blau? Da meine Augen braun-grün sind, empfinde ich das auch als stimmig. Aber ist das nicht zu warm (Herbst oder Frühling)? Alles nicht so einfach, aber es macht Spaß, sich damit zu beschäftigen.

    Liebe Grüße,
    Karin

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 14:48

      Liebe Karin,

      zum Thema schwarze Accessoires zum hellen Sommer-Look habe ich gerade bei Vanessa einen Link zu einem schönen Outfit-Beispiel gepostet. Vielleicht wäre das auch für Dich die passende Inspiration? Ansonsten ist tatsächlich die Flächengröße der Schlüssel dazu, auch mit großen Kontrasten nicht zu streng oder förmlich zu wirken. Wenn Du beispielsweise eine große Fläche helle Farben mit ganz kleinen Akzenten in dunklen Farben mischst, bleibt der Gesamtlook recht hell und freundlich, nahbar. Wenn der Look recht gleichmäßig zwischen hellen und dunklen Farben aufgeteilt ist, wirkt er am strengsten. Je mehr Dunkelanteil, desto feierlicher wird es dann wiederum. Vielleicht hilft Dir das ja weiter.
      Und ja: Cognac-farbenes Leder passt ganz gut zu kühlem Dunkelblau mit lila Unterton. Denn der Unterton des Leders geht in Richtung Gelb-Orange und das ist die Komplementärfarbe zu Lila-Blau.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  9. Liebe Steffi,
    danke für diesen informativen Post.
    Ich bin ein typisch ‚mediterraner‘ Wintertyp mit nahezu schwarzen Haaren, braunen Augen, starken augenbrauen und im Winter sehr heller Haut. Obwohl reines grau zu den Wintertönen gehört, fand ich die Farbe immer recht fad an mir. Nicht so schlimm wie beige, aber kein Vergleich zu schwarz, weiß oder Farben wie blutrot und königsblau. Dann liegt das also am Kontrastlevel, das bei mir wohl sehr hoch ist!
    Ich werde mir wohl nichts graues mehr kaufen, weil ich mir auch keinen Anlass vorstellen kann, wo ein grau wirklich angemessener als schwarz wirkt.
    Wie stehst du denn zu komplett schwarzen Outfits an einem kontrastreichen Wintertyp? Oder sind die besser an dunkelhäutigen Wintertypen aufgehoben? Ich fühle mich darin eigentlich sehr seriös und für die Knallfarben bekommt man ja doch manchmal den ein oder anderen blöden Kommentar à a ‚Bei Ihrem Gelb brauche ich ja eine Sonnenbrille‘.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/08/2016 @ 14:59

      Liebe Tuuli,

      da ich selbst schwarze Outfits liebe – wie könnte ich Dir da abraten? In meiner Antwort an Vanessa und Diana habe ich das Thema Deiner Frage schon aufgegriffen. Mit Schwarz stellst Du einen großen Kontrast zu Deiner hellen Haut her – und das wiederum passt zum hohen Kontrastlevel Deines Typs. Während ein mittleres oder helles Grau weder zu Deinen dunklen Haaren, noch zur hellen Haut den benötigten Kontrast bietet. Da wäre wahrscheinlich Anthrazit besser geeignet. Aber wie Du schon sagst: Warum Anthrazit anziehen, wenn Schwarz noch besser für Dich ist?

      Tiefschwarze Fan-Grüße sendet Dir
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  10. Hallo Stephanie,
    einen Bericht in dieser Art habe ich mir gewünscht,da ich mich seit ungefähr 10,12 Jahren immer mal wieder damit beschäftige.Wahrscheinlich intuitiv,weil irgendetwas noch immer nicht stimmig ist.Ich habe mich selber immer als Sommertyp gesehen bis ich mich mit einigen Farben völlig vergriffen habe.Vielleicht doch ein Frühlingstyp?
    Dieses Jahr habe ich endlich eine Farbberaterin aufgsucht.Über-
    raschenderweise erklärte sie mich zu einem Herbsttypen,obwohl wir zusammen festgestellt haben ,das Goldgelb gar nicht geht.Okay,ein klassischer Herbst bin ich nicht,aber vielleicht ein „soft autumn“?
    Ein paar Monate später habe ich mich nochmal beraten lassen und wurde diesmal zu einem „Sommer“ erklärt .
    Durch ein Forum habe ich ein Beratungssystem gefunden,dass Farbpässe auch für Mischtypen anbietet und auf gut Glück einen für den Sommer/Herbst bestellt.Damit komme ich besser zurecht.Ich glaube,ich bin so ein kalt-warmer Typ,da ich gerne zu den kühleren Farben wie blaugrün/petrol Goldschmuck oder Karneol in Silber eingefasst trage oder zu roten Tönen Silberschmuck.
    Die Farben,die Cla trägt,finde ich wunderschön,sehe aber zu blass bis kränklich aus,die blauviolette Farbe des Kleides von Valerie würde zu stark für mich sein.Ich bin ein eher blasser,kontrastarmer Typ und bin zur Zeit der Meinung,dass mir weiche Farben im mittleren Bereich stehen.
    Deiner Analyse merkt man an,dass du dich mit Farben und deren Komposition ausskennst.Wieder einmal sehr schön erklärt.
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Modeflüsterin

      15/08/2016 @ 11:37

      Liebe Sabine,

      ja, die Mischtypen haben es wirklich nicht leicht. Da hilft oft (neben einer wirklich guten Farbberatung) nur ausprobieren – zusammen mit einer Freundin, die eine guten Blick für Farben hat und ehrlich ist. Und immer schön auf das persönliche Bauchgefühl achten. Das braucht etwas Übung, ist aber der allerbeste Ratgeber, wenn die Kommunikation zwischen Bauch und Kopf erst mal stimmt 😉 Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei der Farbwahl!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  11. Liebe Stephanie,

    dickes Lob für Ihren Beitrag, man nimmt wahnsinnig viel mit! Abgesehen davon, dass ich immer noch nicht so ganz weiß, welcher Farbtyp ich bin (und dass es kalt-warme Typen gibt, verwirrt mich noch mehr, haben Sie da einen Link?)… Ich schwanke zwischen Sommer&Frühling.

    Ich glaube ich greife instinktiv schon zu den richtigen Farben( türkis, petrol, flaschengrün, apricot, lavendel, grau, camel, gold), ganz schlimm sind blaustichiges Rot, Schwarz, weiß, Silber. Wie stellt man die Kontraststärke denn fest: geht man nach der Naturhaarfarbe, den jeweils gefärbten Haaren, gebräunt -ungebräunt? Ich habe ganz viele unterschiedliche Nuancen in meiner Naturhaarfarbe (rötlich, aschig, dunkel, immer mehr grau :-(, Sommersprossen, und grün graue Augenmit einer nicht zu stark abgegrenzten Iris. Ich vermute eher ein niedriges Kontrastlevel, weil etwa Schwarz-Weiß-Muster (wie auch die Farben an sich) an mir total „hart“ aussehen und ich mich im Ton-in Ton wohler fühle.

    Vielen Dank, machen Sie weiter so!

    Liebe Grüße,

    Eva

    Antworten
    • Modeflüsterin

      15/08/2016 @ 11:46

      Liebe Eva,

      ja, das klingt tatsächlich nach vielen offenen Fragen… Vielleicht wäre ja eine gute Farbberatung doch mal angesagt? Einen Link habe ich leider nicht für Sie, denn das sind einfach zu individuelle Themen, die sich nur schwer (oder eigentlich gar nicht) irgendwie allgemein gültig fassen lassen. Aber es gibt ein Buch, das aus meiner Sicht bisher die beste Hilfestellung gibt: Mein schönstes Ich. Das habe ich hier schon einmal rezensiert. Ein weiteres Buch greift das Thema Farbe ebenfalls in einer etwas anderen Form und unter etwas anderem Blickwinkel auf (aber nicht ganz so ausführlich): The Power of Style. Vielleicht sind das ja kleine Helfer auf ihrem Weg. Viel Erfolg weiterhin!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  12. Da hast Du wieder einen tollen Artikel verfasst!
    Die Farbgestaltung ist wohl der wichtigste Punkt für die Wirkung eines Outfits, denn die Farbe sieht man schon von Weitem; erst auf den zweiten Blick nimmt der Betrachter den Schnitt der Kleidung wahr, und ganz zum Schluss die Details wie Muster, Stofftextur oder Feinheiten der Dekoration.

    Mir fällt es dank langjähriger Übung relativ leicht, zu meiner Pigmentierung passende Farben und Farbkombinationen auszuwählen. Ich bin aber auch ein eindeutiger Wintertyp und muss daher nicht so viel ausbalancieren wie Cla und Valérie. Das vereinfacht die Sache extrem.
    Seit ich mir die Haare nicht mehr Dunkelbraun färbe und somit ein gewisses grau-meliertes Aschrotblondbraun (?) trage, stehen mir allerdings meine neutralen Farben Schwarz und Grau allein oder in Kombination miteinander oder mit Weiß nicht mehr, genau so lässt mich mein Nude-Lippenstift furchtbar blass aussehen. Ich muss jetzt immer Schwarz, Weiß und Grau zumindest mit einem knallroten Lippenstift oder einem akzentfarbenen Tuch ergänzen, sonst wird’s gruselig. Bei meiner dritten Hauptfarbe Dunkelblau tritt dieses Problem nicht auf. Das kann ich auch komplett tragen. (Ich entwickele mich Richtung Sommer?)

    Ich finde es sehr schön, wenn sich die Augenfarbe in der Kleidung wiederfindet.
    Leider gibt es keine Accessoires in meiner Augenfarbe (Dunkelaschbraun). Zum Mäusemelken!

    Außerdem möchte ich gern mal richtig Colourblocking tragen und nicht immer nur monochrome oder zweifarbige Outfits. Es gibt zwar schöne Colourblocking-Beispiele, aber eine der dort verwendeten Farben gefällt mir entweder gar nicht oder passt generell nicht zu mir oder an der Stelle nicht zu meiner Figur, sodass ich die Mustervorlagen nicht Eins zu Eins umsetzen kann. Also da komme ich nicht so richtig klar.
    Ich würde mich freuen, wenn Du das in die „Irgendwann-mal-Beitrag-dazu-schreiben-Liste“ aufnähmest.

    Tuuli, durch blöde Kommentare lasse ich mir nicht den Spaß an Knallfarben verderben. Die sind doch bloß neidisch! (Wobei ich das mit der Sonnenbrille eher noch als Kompliment aufgefasst hätte.)

    Antworten
    • Modeflüsterin

      26/08/2016 @ 15:09

      Liebe Silva,

      Deine Anregung habe ich aufgenommen. Zu Braun passt übrigens ein ganz knalliges Türkis ganz ausgezeichnet – vielleicht eine Anregung zum Colour Blocking?

      Weiterhin viele gelungene Farbexperimente wünscht Dir

      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  13. Liebe Stephanie,

    ich finde diese Blogreihe auch wieder ganz toll. Ja, ich bin auch so ein Mischtyp und werde von den Farbberatern, die nach dem 4 Jahreszeitenspektrum arbeiten entweder als Sommer oder Frühling betitelt. Einmal war ich auch schon Herbst. Je nachdem wie hell ich meine blonden Haare färbe, bin ich entweder light oder soft. Ich bin ehrlich – es ist als eindeutiger Farbtyp viel leichter da die ganz kalten und ganz warmen Töne auch einfacher zu erkennen sind.

    Eine Frage – hast Du schon mal was zu Materialien und ihre Aussage
    geschrieben?

    LG
    Lee

    Antworten
    • Modeflüsterin

      29/08/2016 @ 14:01

      Liebe Lee,

      ja, ein Mischtyp zu sein, ist nicht ganz so einfach… Da wünscht man sich manchmal einfach mehr Klarheit 😉
      Zum Thema Materialien habe ich mal etwas über Strickwaren geschrieben. Und es gibt den Beitrag über die Stil-Dimensionen, in dem auch einige Kriterien enthalten sind, die sich auf Stoffe bzw. Materialien beziehen können. Vielleicht sieht Du Dir das mal an. Ich habe allerdings in ein paar Wochen einen Beitrag über Stoffe geplant – das wäre dann wahrscheinlich das, was Du suchst.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  14. Vielen Dank für den Rat!
    Ich liebe Türkis! Und ich finde auch, dass es ganz hervorragend zu Braun passt. Ich hatte einmal eine braune Steppweste zu einem türkisfarbenem Hemd im Herrenstil. Das war eine tolle Farbkombination. Leider passte beides weder zu meiner Figur noch zu meinem Stil. Dementsprechend selten kamen diese Teile zum Einsatz (die Weste vielleicht dreimal, die Bluse insgesamt sechsmal). Das waren so mit die ersten Kleidungsstücke, die im Zuge der Kleiderschrank-Inventur zu Beginn meiner Modeflüsterin-Existenz rausflogen.

    Dafür habe ich jetzt ein türkisfarbenes T-Shirt, dass besser zu mir passt. Allerdings ist ein wintertyptaugliches Braun kaum aufzutreiben. Das nervt …
    (Die Suche nach dem dunkelrotbraunen, schlichten Gürtel mit Silberschnalle geht weiter …)

    Antworten
    • Modeflüsterin

      01/09/2016 @ 21:35

      Liebe Silva,

      dann wünsche ich Dir weiterhin eine erfolgreiche Pirsch durch den Mode-Dschungel!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  15. Liebe Stephanie,

    ich bin sehr froh, dass ich über Clas Blog zu dir gefunden habe.
    Vor vielen Jahren machte ich eine Farbberatung, ich bin „extremer Sommer“. Was ich nicht wusste, ist dass die Kontraste so wichtig sind.

    Mein natürlicher Kontrast ist sehr hoch! Dunkle Haare, blasse Haut. Ich wüsste gerne, wie ich den ein wenig abschwächen kann, damit ich nicht so streng wirke.

    Wenn ich es in den Kommentaren oben richtig verstanden habe, dann kann ich den Kontrast gelungen schwächen, indem ich flächendeckend harmonisierende (auch pudrige(?)), Farben trage und diese mit kleinen kontrastierenden Accessoires kombiniere, ja?

    Für mich sind pudrige Farben der Inbegriff eines femininen Stils es fehlt halt der Kontrast. 😉

    Eine konkrete Frage hätte ich an dich, wie du das siehst: Ein leuchtendes Himbeerrosa, richtig schön satt, für eine Stola, die einen perfekten Kontrast mit einer weißen Bluse bildet: würdest du dieses Himbeerrosa mit einem camelfarbenen Mantel kombinieren? Oder ist das zu mutig? Ich bin zögerlich … ist Camel eine neutrale Farbe ist oder eine Akzentfarbe. hihi.

    Ich habe das Glück, dass ich die letzten 10 Jahre fast ausschließlich Weiß, Grau und Marine gekauft habe und mir jetzt alle Akzentfarben offen stehen. :-) Ich habe mit Mitte 40 jetzt richtig Lust auf Farbe und die Kontraste sind ein spannendes Feld und eröffnen neue Möglichkeiten.

    Nochmals vielen lieben Dank, dass du dein wertvolles Wissen mit uns teilst.

    liebe Grüße,
    Paula

    Antworten
    • Modeflüsterin

      09/10/2016 @ 14:47

      Liebe Paula,

      schön, dass Du die Modeflüsterin gefunden hast!
      Allerdings sind Deine Fragen ein bisschen schwierig zu beantworten, da ich ja keine „Fern-Blind-Farbberatung“ machen kann… 😉
      Es stimmt allerdings, dass man auch mit starkem Kontrast einen hellen Look tragen kann, wenn man an ein, zwei Stellen im Outfit einen starken Kontrast setzt. Es ist dabei entscheidend, dass der Kontrast da ist und nicht, dass die Kontrastfarbe eine große Fläche einnimmt.
      Zum Thema Camel: Camel ist eine Basisfarbe – allerdings nicht für den Sommertyp, der gelbliche Farbtöne grundsätzlich eher meiden sollte. Ein Rosabeige ist allerdings in den meisten Fällen noch ganz gut tragbar. Wichtig ist immer, dass der Beigeton eher einen roséfarbenen, kühleren Schimmer und keinen gelblichen, warmen Unterton hat. Ich hoffe, das hilft Dir bei Deiner Wahl!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Liebe Stephanie, Danke!
        Heute dürfte ich den starken Kontrast gut platziert haben: auf den Fingernägeln, nicht sonderlich groß, als Fläche, verglichen mit dem Gewand, aber präsent und ich fühlte mich in Summe kompletter angezogen.
        Dank deinen Anregungen werde ich weiter experimentieren.

        Auf den ersten Blick, wenn ich das zum ersten Mal liest: Proportion, Farbe, und dann auch Kontraste und und und … da denke ich mir, man kann so viel falsch machen!
        Dabei ist es zugleich auch so, dass man vieles richtig machen kann. think positive. :-)

        zu Camel nochmal: jetzt, Anfang Oktober kommen die Kamele wieder ins Stadtbild :-) Ich habe genau geschaut, welche Nuancen es gibt und v.a. eines festgestellt: auch ein zeitloser, klassischer Mantel erreicht irgendwann man das Ende seines Leben. Bei den Camel-Mänteln fiel es mir besonderes auf, die schmeicheln gar nicht mehr, wenn die schon über ihrem „Punkt waren“. Aber das ist ein anderes Thema: „Wann ist die Zeit für den Abschied vom liebsten Stück gekommen?“

        liebe Grüße!
        Paula

        PS: ich bewundere dich dafür, dass du an Hand der Fotos, die doch immer ganz unterschiedliche Farbwerte haben, kühle und warme Töne differenzieren kannst.

        Antworten
        • Modeflüsterin

          10/10/2016 @ 14:07

          Liebe Paula,

          bitte denke ja nicht, dass es in der Mode nur richtig oder falsch gibt! Das ist nicht so! Man kann nur etwas gefälliger, harmonischer gestalten oder eben weniger. Und die ganz großen Künstler sind oft erst dadurch berühmt geworden, da sie die vorherrschende Sehgewohnheit gebrochen und oft „Unerhörtes“ gemacht haben… Also: Nur Mut beim Finden Deines ganz eigenen Harmonie-Levels!
          Und zum Thema Farben: Bei solchen Analysen muss ich oft bei den Foto-Lieferantinnen rückfragen, um welchen Farbton es sich genau handelt. Denn das ist gar nicht einfach zu erkennen. Und ich habe mich auch schon hin und wieder vertan 😉

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          Antworten

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