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Business-Mode im Sommer: Alles was Sie jetzt über Stoffe wissen sollten

Wenn es im Sommer im Büro hitzig zugeht, helfen Ihnen die richtigen Stoffe und ein paar weitere Tipps, um cool und professionell zu bleiben.

Wenn es im Sommer im Büro hitzig zugeht, helfen Ihnen die richtigen Stoffe und ein paar weitere Tipps, um cool und professionell zu bleiben.

Auch wenn sich der Sommer bisher recht launisch zeigt – die richtige Businesskleidung für den Sommer ist doch immer wieder ein heiß diskutiertes Thema. Denn die hohen Temperaturen im Büro stellen viele berufstätige Frauen vor recht kniffelige Mode-Probleme. Eine sehr häufige Frage lautet: Wie kann ich mich so anziehen, dass ich im Büro möglichst wenig schwitze und dennoch stilvoll und professionell wirke? Und dann gibt es da noch die lästigen Schweißflecken, die gerade an heißen Tagen kaum zu vermeiden sind. Also was tun?

Ich kann Ihnen verraten: Die meisten Probleme für sommerliche Businesskleidung können Sie mit den richtigen Stoffen lösen. Heute habe ich Ihnen die wichtigsten Tipps zusammengestellt, wie Sie mit den richtigen Stoff-Materialien, Farben und Mustern für kühle, entspannte Business-Tage sorgen. So bekommt zumindest Ihre Büro-Mode hitzefrei.

Die wichtigsten Dos und Don’ts, wie Sie sich im Büro leicht, luftig und kühl halten

Bei großer Hitze im Büro kühl zu bleiben, ist eine modische Kunst für sich. Dabei funktioniert es leider nicht, einfach mehr Haut frei zu legen. Im Gegenteil: Gerade wenn Sie auch im Sommer professionell wirken und ernst genommen werden möchten, sollten Sie auf ausreichend stoffliche Bedeckung achten. Grundsätzlich gilt folgendes:

  • Wenn Sie bei Hitze im Büro zu viel Haut zeigen, wirkt das unprofessionell. Auch wenn es sehr verführerisch ist: Vermeiden Sie zu tiefe Ausschnitte, kurze Röcke oder Shorts oder gar große, tiefe Armausschnitte!
  • Das A und O für luftige Kleidung im Büro ist das richtige Maß an Volumen in Ihrer Kleidung. Viel freier und leichter fühlen Sie sich, wenn der Stoff nicht direkt auf der Haut aufliegt, sondern Ihren Körper fließend und locker umschmeichelt. So kann die Luft um Ihren Körper zirkulieren.
  • Allerdings: Auch hierbei ist Mäßigung gefragt, wenn Sie weiterhin Haltung zeigen möchten. Eine allzu weite, wallende, voluminöse Kleidung hat zu wenig Struktur, um Sie wirklich professionell erscheinen zu lassen. Achten Sie bei körperferner Kleidung daher noch mehr auf formgebende, strukturierende Details in Ihrem Look! Dazu gehören beispielsweise Hemdkragen oder Revers, Manschetten, Schulterpassen, eingefasste Säume, Paspelierungen, Biesen, Knopfleisten, Abnäher und Teilungsnähte.
  • Wo Sie strategisch geschickt ein Mehr an Stoff-Volumen einsetzen können, sind Ihre Ärmel. Wenn der Ärmelstoff sehr weit von der Achsel entfernt ist, können unschöne Schweißflecken weniger leicht entstehen. Daher sind Oberteile mit Kimono- oder weiteren Trompetenärmeln im Sommer günstig.
  • Im Sommer sind die Stoffe Ihrer Businesskleidung leichter und dünner. Aber auch hierbei ist Vorsicht geboten: Denn dünnere Stoffe neigen mehr zu Transparenz und haben oft weniger Stand – behalten also ihre Form weniger gut. Damit Sie trotz dünner Stoffe keinen ungewollten Durchblick schaffen und um Ihrem Körper trotz weich fallender Stoffe ausreichend Kontur zu verleihen, ist die Unterwäsche entscheidend. Greifen Sie im Sommer zu hautfarbener, nahtloser Unterwäsche mit leicht formgebendem Effekt und Sie wahren auch bei Hitze die Fasson.

Achten Sie auf die Material-Zusammensetzung Ihrer Stoffe!

Bei den Stoffen für Ihre Büro-Mode ist es entscheidend, wie diese auf Feuchtigkeit bzw. Schweißnässe reagieren. Wenn die Stoffe durchlässig sind, kann die Feuchtigkeit entweichen und frische Luft eindringen. Das ist bei natürlichen Materialien der Fall. Schließt der Stoff jedoch die Feuchtigkeit in der Kleidung ein, entsteht eine Art Sauna-Effekt, der zu heftigem Schwitzen führt und dafür sorgt, dass sich unschöne Gerüche entwickeln können. Genau das passiert bei Kleidung aus Kunstfasern.

Wenn der Stoff am Körper etwas Luft zirkulieren lässt und Sie zu natürlichen Baumwoll-, Seiden- oder Cool-Wool-Stoffen greifen, bleiben Sie auch bei Hitze frisch. Weiße Tops helfen dabei, dass Nässe unsichtbar bleibt.

Wenn der Stoff am Körper etwas Luft zirkulieren lässt und Sie zu natürlichen Baumwoll-, Seiden- oder Cool-Wool-Stoffen greifen, bleiben Sie auch bei Hitze frisch. Weiße Tops helfen dabei, dass Nässe unsichtbar bleibt.

Daher lauten die wichtigsten Tipps für mehr Coolness im Office:

  • Vermeiden Sie Materialien, die zu 100 Prozent aus künstlichen Fasern bestehen, wie beispielsweise Polyester oder Polyamid! Diese absorbieren keine Feuchtigkeit und machen Ihren Körper unnötig schwitzig.
  • Wenn Kunstfasern den natürlichen Fasern in geringem Maße beigemischt werden, kann durchaus eine Win-Win-Situation entstehen. Denn künstliche Fasern haben auch sehr positive Eigenschaften: Sie knittern weniger, sind haltbarer und bleichen weniger schnell aus. Ein Mischgewebe aus überwiegend natürlichen und einem kleinen Anteil an künstlichen Fasern kann daher sowohl angenehm zu tragen, als auch leichter zu pflegen und haltbarer sein.
  • Wenn Sie den besten sommerlichen Tragekomfort für Ihre Business-Mode erreichen wollen, greifen Sie zu natürlichen Materialien, wie Baumwolle, Leinen und Seide. Damit sorgen Sie auch bei größter Hitze für ein ausgeglichenes Körperklima.
  • Zu den im Sommer häufig vergessenen, natürlichen Fasern gehören Merinowolle und Kaschmir. Dabei haben diese Materialien optimale, ausgleichende Eigenschaften. Sie halten den Körper im Winter warm und im Sommer kühl. Besonders Merinowolle, glatt verarbeitet, ist ein sommerlicher Hautschmeichler. Wenn Sie zu Tops, Kleidern, Blazern oder Röcken mit dem Label „Cool Wool“ in sehr leichten, dünnen Texturen greifen, werden Sie sich sehr wohl in Ihrer Haut fühlen.
  • Auch Seidenchiffon verdient Ihre besondere Aufmerksamkeit. Denn die luftig verwebte Naturfaser lässt Schweißflecken kaum entstehen, macht sie so gut wie unsichtbar und lässt sie schnell wieder abtrocknen. Einziger Nachteil: Sie müssen ein blickdichtes Top darunter tragen.
  • Wenn Sie sich einmal einen besonderen Luxus leisten wollen, dann achten Sie auf Kleidung, die aus einer Mischung aus hochwertiger Wolle und Seide besteht. Beispielsweise sind Kaschmir-Seiden-Stoffe unvergleichlich angenehm, leicht, kühl und glatt auf der Haut – ein Traum!
  • Eine Sonderstellung unter den Sommer-Stoffen nimmt Viskose ein. Denn dieses Material wird aus Zellstoffen gewonnen, die mit einem chemischen Prozess verarbeitet werden. Damit ist der entstehende Stoff semi-synthetisch. Viskose ist genauso atmungsaktiv wie Baumwolle und fühlt sich herrlich glatt, seidig und kühl auf der Haut an. Einziger Nachteil: Viskose reagiert auf Nässe empfindlich. Sie muss sehr vorsichtig gewaschen und getrocknet werden. Und wie das Material auf Schweißflecken reagiert, sollten Sie unbedingt vorher prüfen.
  • Ein weiteres, modernes Material, das sich gerade im Sommer sehr gut mit Ihrer Haut verträgt, ist Lyocell oder Tencel. Dabei handelt es sich um eine Faser, die aus asiatischem Eukalyptusholz und aus nachhaltiger Forstwirtschaft hergestellt wird sowie biologisch abbaubar ist. Tencel hat eine sehr seidige, glatte Oberfläche, wärmt wie Wolle, kühlt wie Leinen und ist saugfähiger als Baumwolle. Darüber hinaus ist das Material sehr langlebig und reißfest – und damit mein geheimer Sommer-Favorit.

Auch die Farben Ihrer Stoffe beeinflussen Ihr sommerliches Körper-Klima!

Auch wenn Sie noch so sehr auf die Auswahl Ihrer Materialien achten, werden Sie ab und zu im sommerlichen Büro doch ins Schwitzen geraten. Spätestens dann lohnt es sich, wenn Sie sich einmal mit den Farben und Mustern Ihrer Bürokleidung auseinandersetzen. Denn dabei gibt es einige praktische Tipps und Wissenswertes, das Ihnen bei Ihrer Kleiderwahl hilft.

Muster und Struktur der Stoffe tragen - neben ihrem Material - dazu bei, dass Sie schwitzige Tage im Office fleckenlos überstehen.

Muster und Struktur der Stoffe tragen – neben ihrem Material – dazu bei, dass Sie schwitzige Tage im Office fleckenlos überstehen.

Schwarz oder Weiß? Das ist hier die Frage.

Denn wenn es um die beste Sommerfarbe geht, dann kommt es auf die Eigenschaften dieser „Nicht-Farben“ an:

  • Dunkle Farben absorbieren mehr Hitze von außen und werden wärmer. Daher ist Weiß im Sommer so beliebt – es reflektiert die Hitze, die von außen kommt.
  • Weiß reflektiert die Hitze aber auch nach innen – und zwar die Körperhitze. Damit kann sich in weißer Kleidung die Körperhitze auch eher aufstauen.
  • Schwarz hingegen leitet die Körperhitze besser nach außen. Zudem verhindert Schwarz das Eindringen von UV-Strahlen etwas besser.

Es kommt also letztendlich darauf an, was Sie bezwecken wollen: die äußerliche Hitze abwehren oder die innerliche Hitze entweichen lassen und gleichzeitig UV-Strahlen abhalten. Schwarz ist offensichtlich die bessere Wahl, wenn Sie im Freien Sport treiben wollen. Weiß hingegen die angesagte Farbe, wenn Sie ruhig am Schreibtisch sitzen und die Hitze von außen weniger an sich heranlassen möchten.

Das beste Ablenkungsmanöver gegen Schweißflecken

Die Wahl der Farben und Muster Ihrer Bürokleidung kann im Sommer über Top oder Flop entscheiden. Denn wenn es heiß her geht, dann sind Schweißflecken immer ein Thema. Diese Strategien helfen Ihnen, dass Schweißflecken zumindest nicht oder kaum sichtbar sind:

  • Tragen Sie weiße oder schwarze Tops! Denn auf diesen beiden Nicht-Farben sind Schweißflecken am wenigsten zu sehen. Auf allen anderen Farben zeichnet sich Nässe deutlich dunkel ab.
  • Wichtig bei weißen Stoffen: Achten Sie darauf, dass Sie ein Deo benutzen, das keine gelblichen Ränder verursacht!
  • Tragen Sie kleine bis mittelgroße, kontrastreiche Muster oder Muster mit verschwommenen Farbverläufen! Auf recht lebendigen Batik-, Blumen- oder Ethnomustern sind nasse Stellen nur schlecht oder kaum zu erkennen.

Sie sehen, die Auswahl der Stoffe, Farben und Muster sind mit entscheidend dafür, dass im Sommer-Büro der Coolness-Faktor steigt.

Noch mehr Tipps für Ihren Sommer-Look im Büro

Mode für heiße Sommertage - Tipps und Tricks für Businesskleidung im Sommer. Modeflüsterin - Mode, Stil und Wellness für starke Frauen ab 40, 50 und 60.Wenn Sie noch mehr über Sommermode im Büro lesen möchten, dann stöbern Sie doch einmal im folgenden Beitrag:

Oder lesen Sie das Interview, das ich dem Online-Portal „Arbeiten im Sekretariat“ gegeben habe:

Im Interview erfahren Sie, auf was Sekretärinnen bei ihrem Sommer-Look achten sollten, um von ihren KollegInnen und vom Chef ernst genommen zu werden. Dazu gibt es Tipps, welche aktuellen Sommer-Trends sich besonders gut fürs Büro eigenen. Viel Spaß damit!

Ich wünsche ihnen eine erfolgreiche Sommer-Woche – im Büro oder anderswo. Und nicht vergessen: Immer einen kühlen Kopf bewahren!

Apropos: Auch wenn die Temperaturen steigen, freue ich mich über Ihre Kommentare, übers Weitersagen und über neue E-Mail-Abonnentinnen!

 

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

19 Kommentare

  1. Silvia Graf

    24/07/2016 @ 12:05

    Ein toller, lesenswerter Beitrag! Ich trage im Sommer am liebsten Kleidung aus Viskose oder Baumwolle.
    Liebe Grüße von Silvia

    Antworten
    • Modeflüsterin

      24/07/2016 @ 13:02

      Liebe Silvia,

      vielen Dank für Ihr Lob! Das ist schön, dass Sie die Tipps wertvoll finden :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  2. Maja Sägesser

    24/07/2016 @ 14:58

    Liebe Stephanie,

    ich lese jeden Sonntag Ihren blog mit Freuden! Heute habe ich mich gefreut über Ihre Vorschläge, auch pnkto Materialien!
    Ich halte es eigentlich ziemlich ähnlich! Nicht wegem Büro, aber wegen meinem Alter, ich bin 66!
    Ich liebe Mode! Im Moment ist meine Liblingskombi eine eher weite Seidenhose und eine auch nicht zu enge Baumwollbluse! Mit lieben Grüssen und eine gute Woche! Auf nächsten Sonntag! Maja

    Antworten
    • Modeflüsterin

      28/07/2016 @ 14:24

      Liebe Maja,

      so eine Seidenhose, die etwas weiter geschnitten ist, etwa wie eine Palazzohose, suche ich auch schon seit einiger Zeit… Das ist ein wunderbares Sommer-Kleidugnsstück, das edel und dennoch lässig wirkt. Hatte mal ein tolles Exemplar von Missoni gesehen, das mir aber sogar in Größe 42 viel zu klein war. Seitdem nehme ich mir vor, nach einem schönen Seidenstoff Ausschau zu halten, sodass ich sie mir selbst nähen kann – mal sehen, ob das Erfolg hat :-)
      Ihnen wünsche ich weiterhin seidig-wohlige Sommerlaune!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Liebe Stephanie,

    eigentlich gar nicht so ein schwieriges Thema… Danke für die Erinnerung, die Struktur zu wahren durch Schnitt, Material und Details!

    Ich stehe gerade vor dem „Problem Vorstellungsgespräch bei heissen, sommerlichen Temperaturen“. Normalerweise habe ich einen dunklen Anzug mit Shirt, manchmal Tuch getragen. Meine Hosenanzüge sind mir momentan zu warm. Ich habe einen etwas sportlicheren Leinenanzug, einen Leinenblazer (nicht so stark knitternd beide) und habe diese auch schon kombiniert mit weisser Bluse. Dazu immer geschlossene Schuhe. Auch eine Herausforderung für mich z.zt.. da ich eher flache bequeme Schuhe tragen sollte. …

    Das Vorstellungsgespräch ist doch noch einmal ein formellerer Anlass als der „normale Arbeitsalltag“, oder? Welche Tipps hättest du für diesen Fall?

    Antworten
    • Modeflüsterin

      28/07/2016 @ 14:27

      Liebe Coryanne,

      bei einem Vorstellungsgespräch kommst Du leider auch bei Sommerhitze nicht um einen Blazer herum (möglichst ungefüttert, dann ist er nicht so warm). Darunter kannst Du aber ein leichtes Seidentop tragen, keine Bluse. Ich würde auch eher zu einem ebenfalls leichten Rock greifen, als zu einer Hose. Und auch mit den geschlossenen Schuhen liegst Du leider absolut richtig. Vielleicht noch ein Tipp: Wenn Du Haare hast, die bis zur Schulter reichen, dann würde ich einen Zopf machen, sodass es zumindest am Hals schön luftig ist…
      Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Termin!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Liebe Stephanie,
    bei mir besteht zwar nicht die Notwendigkeit, mich business-gerecht zu kleiden, aber dennoch möchte auch ich bei Hitze noch möglichst vorteilhafte und typgerechte Kleidung tragen d.h. ich will nicht zuviel Haut freilegen und auch nicht in unförmiger Kleidung herumlaufen, ganz zu schweigen von Schweißflecken… Daher ganz herzlichen Dank für Deine Tipps!
    Was die Materialien angeht, kann ich alles aus meiner Erfahrung genauso bestätigen. Es geht nichts über Naturmaterialien, gerne auch mit geringer Beimischung, aber es gibt auch dort immense Qualitätsunterschiede und es lohnt sich, nach Qualitäten Ausschau zu halten, die nicht nur angenehm zu tragen sind, sondern auch ihren frisch gewaschenen und gebügelten Look beim Tragen behalten und nicht nach ein paar Stunden lappig und zerknittert herunterhängen. Leider merkt man das oft erst beim Tragen oder nach der ersten Wäsche.
    Am liebsten trage ich bei Hitze locker, aber nicht zu weit fallende Kleider, denn so hat man keinen nervenden Hosen- oder Rockbund und die Luft kann, wie Du sagst, am Körper zirkulieren. Ich finde, ein Kleid macht da einen Riesen-Unterschied. Und man ist morgens schnell angezogen 😉
    Ich wünsche Dir eine schöne und hoffentlich noch sommerliche Woche!
    Liebe Grüße,
    Eva

    Antworten
    • Modeflüsterin

      28/07/2016 @ 14:30

      Liebe Eva,

      ja, das mit den luftigen Kleidern kann ich nachvollziehen! Ich trage sogar im Sommer ein Kleid, das mir eigentlich ein wenig zu groß ist – nur weil es eben nicht so eng am Körper anliegt… Das bisschen Mehr an Volumen ist im Sommer einfach herrlich! Auch wenn es ein wenig mehr aufträgt – egal! Hauptsache nicht so stark schwitzen!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  5. Woran liegt es eigentlich, dass Viscose beim Waschen so eine Mimose ist und Pilling bekommt? Sind die Fasern zu kurz? Oder liegt es an der Faser an sich? Wegen der schlechten optischen Haltbarkeit bin ich inzwischen keine Freundin mehr von Viscose trotz der angenehmen Haptik auf der Haut. Unterschiede im Preis konnte ich bei Haltbarkeit nicht ausmachen.

    Weißt Du, warum Viscose sich so verhält?

    Liebe Grüße
    Ines

    Antworten
    • Modeflüsterin

      28/07/2016 @ 14:33

      Liebe Ines,

      das liegt unter anderem daran, dass synthetische Fasern glatter sind, als rauere Naturfasern und sich daher leichter aus dem Material lösen. Der weitere Grund ist – wie Du schon richtig vermutet hast – die Länge der Fasern. Je hochwertiger, desto länger die Faser und desto weniger Pilling entsteht. Das kann man leider nicht am Etikett erkennen…

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Hallo Stephanie,

    vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich freue mich jeden Sonntag auf neue Impulse von Dir.
    Eine Frage zum Thema habe ich aber doch noch. Hast Du einen Tipp, wie man, gerade aus weißen Blusen diese unangenehmen Flecken wieder herausbekommt? Bei mir wird mit der Zeit immer alles gelb und ich kann meine schönen und perfekt passenden, qualitative hochwertigen Teile wegschmeißen? Gibts eine Lösung?

    Antworten
    • Modeflüsterin

      28/07/2016 @ 14:41

      Liebe Bea,

      das Wichtigste zur Vorbeugung ist tatsächlich das richtige Deo. Und notfalls auch Schweiß-Pads, die man innen im Kleidungsstück unter den Achseln aufklebt.
      Wenn die Flecken schon da sind, gibt es zwei Tricks, die bei leichter Verfärbung wirken – aber bitte unbedingt vorher an einer verdeckten Stelle ausprobieren und ich gebe hier keine Gewährleistung, dass es klappt! Und: Auf keinen Fall Seidenstoffe auf diese Weise behandeln!
      Zum einen kann man Haushaltsessig mit Wasser mischen (1 zu 5) und die Bluse darin ca. 1 Stunde einweichen lassen. Dann normal waschen. Oder Du probierst, Backpulver auf den feuchten Fleck zu streuen, einzureiben und ca. 30 Minuten einwirken lassen. Danach ebenfalls waschen.
      Darüber hinaus gibt es Bleichmittel aus der Drogerie. Das müsstest Du mal ausprobieren. Hoffe, es hilft!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  7. Claudia Böttcher

    29/07/2016 @ 10:11

    Liebe Stephanie,

    vielen herzlichen Dank für diesen fundierten Artikel und die Infos über die Stoffe. Gestern war ich auf der Suche nach einem sommerlichen Business-Outfit für ein Vorstellungsgespräch und habe erstmalig ganz besonders auf die Stoffe geachtet – prompt habe ich eine tolle Lyocell-Bluse gefunden, an der ich sonst vielleicht vorbeigelaufen wäre. Dazu habe ich mir noch einen ganz leichten Viskose-Tuchschal gegönnt – herrlich.

    Herzliche Grüße,
    Claudia

    Antworten
    • Modeflüsterin

      30/07/2016 @ 09:17

      Liebe Claudia,

      das klingt aber toll! Ich freue mich, dass ich Dir dabei helfen konnte, Dich im Vorstellungsgespräch pudelwohl zu fühlen. Die Kleidung sollte uns niemals davon abhalten, das Beste in uns hervorzubringen 😉 Viel Erfolg beim Gespräch!!!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  8. Liebe Stephanie,
    Deine Tipps sind wieder Gold wert. In diesem Sommer gehe ich ohne Ersatzkleidung, Reinigungs- bzw. Deotüchern, einem Deo und Aqua colognia Zitrone nicht mehr außer Haus. Plötzlich tropft es mir in Augen, befeuchtet BH etc. Was kann man dagegen bloß tun? Kleidung ist schnell nass geschwitzt, deshalb habe ich mir ein paar preiswerte, gemusterte, leichte Kleider aus Viscose gekauft. Seide ist auch schön, gefutterte Unterröcke kann ich leider nicht vertragen (Hitzestau). Mir ist immer sehr warm, auch im Winter.
    Ab 24° gehts schon los, bei hoher Luftfeuchtigkeit bei noch niedrigeren Temperaturen. Hast Du noch eine Idee, wie ich mich noch temperierter kleiden kann? Cool wool habe ich noch nicht probiert.
    Liebe Grüße Meike
    p.s. natürliches Nordlicht

    Antworten
    • Modeflüsterin

      05/08/2016 @ 18:55

      Liebe Meike,

      Du scheinst ja schon das gesamte Arsenal gegen das Schwitzen in petto zu haben… Hast Du auch schon die Achsel-Pads im Einsatz, die es in Drogerien gibt? Darüber hinaus fällt mir nur ein, dass Du es einmal mit Homöopathie versuchen könntest. Vielleicht lässt sich ja auch die Ursache für das Schwitzen angehen. Hierzu habe ich gehört, dass man eine Lähmung der Schweißdrüsen durch Botox-Einspritzungen erzielen kann – aber wahrscheinlich eher an den Achseln und nicht gerade im Gesicht… Aber das müsstest Du wirklich mal einen Arzt fragen, das kenne ich auch nur vom Hörensagen. Ich selbst bin ja kein Freund von Botox-Einsatz, aber wenn Du sehr darunter leidest, würde ich mir zumindest einmal Informationen dazu einholen. Kann ja nicht schaden. Viel Erfolg damit!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  9. Liebe Stephanie,
    ich lese schon länger deinen Blog und bin imme wieder von den Tipps begeistert. Das Thema Material hat mich nun doch bewegt, einen Kommentar zu schreiben. Ich habe ein Problem. Ich kann keine Viskose und eigentlich überhaupt nichts mit Chemiefaseranteil tragen. Schon ein geringer Elastananteil bringt mich zur Verzweiflung. Ich bekomme Hitzewallungen und fange an unnatürlich zu schwitzen. Deshalb suche ich oft nach Baumwollsachen und nun habe ich ein weiteres Material für mich entdeckt. Lyocell ist mein Segen. Ich liebe Lyocell bzw. Tencel. Ich finde auch, dass es mittlerweile schon einiges aus diesem Material gibt.
    Ich habe gerade erst zwei wunderschöne Teile bei Opus gefunden, die sich wie eine zweite Haut tragen.
    Mich würde mal interessieren, ob es noch mehr Frauen so geht, dass sie in Chemiefasern so stark schwitzen und auch riechen.

    Danke für deine immer sehr guten Tipps!
    Liebe Grüße
    Katrin

    Antworten
    • Modeflüsterin

      05/08/2016 @ 19:25

      Liebe Katrin,

      na, dann sind wir schon zu zweit 😉 ich kann auch keine Kunstfasern tragen, ohne Hitzewallungen zu bekommen… Daher trage ich schon viele, viele Jahre nur noch Naturfasern. Und auch ich liebe die modernen Lyocell-Stoffe über alles! Vielleicht finden sich ja noch weitere Leserinnen, die Deine Frage beantworten. Ich wünsche Dir auf jeden Fall weiterhin immer ein gutes Gefühl auf der Haut!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
    • Liebe Katrin,
      Du bist nicht alleine. Auch ich trage nur Naturfasern, allerdings kann ich auch in Viscose ganz gut leben, aber das mit dem Elasthan kenne ich gut. Wieviele Tops und Unterhemden habe ich schon ausgemustert, bis ich endlich erkannt habe, dass es an dem Elasthananteil liegt, dass ich mich so unwohl darin fühlte. Auch bei Sportsachen komme ich mit den Synthetik-Fasern nicht zurecht, das können noch so moderne High-Tech-Klimafasern sein, bei mir funktioniert es nicht! Ich habe immer das Gefühl, dass die Haut darin überhaupt nicht belüftet wird.
      Nach dem Lyocell/Tencel werde ich auch mal die Augen offen halten, das ist ein guter Tipp.
      Liebe Grüße
      Eva

      Antworten

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