Artikelformat

Geht das noch? 8 Tipps für altersgerechte Kleidung – Teil 1

Mode für Frauen ab 40, 50, 60 und älterBald kommt der Sommer. Und damit kommen kurze Röcke, Spaghetti-Tops und so manche andere, recht freizügige Kleidungsstücke und hippe Trends wieder ins Spiel. Da fragt sich so manche Frau über 40, welche der angebotenen Schnitte und Stile für sie noch tragbar sind. Was geht noch und was sollte man besser meiden, wenn ein bestimmtes Alter überschritten ist? Was macht alt und was sieht zu jung aus? Gibt es eine Art modische Richtschnur, mit der man stilistische Fettnäpfchen vermeidet?

Sie wissen wahrscheinlich, dass ich im Prinzip gegen jede Form von starren Regelwerken bin. Denn viele der gängigen Fashion Dos und Don’ts sind nur eingeschränkt gültig. Es hängt viel zu stark von der Persönlichkeit der einzelnen Frau ab, welche Looks in welchem Alter noch authentisch wirken.

Als jedoch der Hessische Rundfunk genau mit dieser Mode-Frage auf mich zukam, habe ich mir Gedanken gemacht, welchen Rat ich Ihnen zu diesem Thema gerne geben würde. Herausgekommen sind keine starren Richtlinien, sondern 8 Tipps, die Ihnen helfen sollen, Ihren ganz persönlichen Weg des modischen Älterwerdens einzuschlagen.

Und: Am Ende dieses Beitrags werden die Gewinnerinnen der DVD-Verlosung veröffentlicht!

Da die Tipps wieder so umfangreich geworden sind, werde ich sie Ihnen in zwei Häppchen servieren (wobei ich Ihnen aber den zweiten Teil erst in zwei Wochen präsentieren kann):

  • Altersgerechte Kleidung – Teil 1: Über die Mischung von zeitlosen Basics und Trends
  • Altersgerechte Kleidung – Teil 2: Über Farben, Stilbrüche und Zeigefreundlichkeit

Altersgerechte Kleidung – gibt es das überhaupt?

Wenn ich „altersgerechte Kleidung“ höre, dann sträubt sich alles in mir. Denn das klingt für mich nach langweiligem Einheitsbeige und Verbotsregeln, nach Grenzen für den persönlichen, modischen Ausdruck. Nach nicht mehr auffallen, sich nicht mehr ausprobieren dürfen. Und tatsächlich ist es so, dass ich selbst schon so manche vermeintliche Regel für eben diese altersgerechte Kleidung gebrochen habe. Ich habe einfach beschlossen, dass sie für mich nicht gilt – vorerst. Da ich finde, dass genau dieses von anderen definierte Fashion-No-Go dafür sorgt, dass mein Look trotz Mode-Klassikern nicht langweilig wird. Und da es einfach zu mir und meinem Stil passt.

Dabei gibt es auch für mich Trends und modische Details, die ich mit über 50 Jahren auf keinen Fall mehr tragen möchte. Da ich gefühlsmäßig als erwachsene Frau aus ihnen herausgewachsen bin. Und da mir bewusst ist, dass sich mit zunehmendem Alter so manche einstigen körperlichen Vorzüge relativiert haben.

Wenn ich mich umsehe, stelle ich immer wieder fest, dass es doch eine feine Linie gibt, die stilvolle erwachsene Frauen niemals überschreiten würden. Nur dass diese Linie eben für jede Frau anders definiert ist. Es ist also gar nicht so einfach, in dieser Hinsicht einen allgemein gültigen Rat zu geben. Ich finde es viel besser, wenn ich Ihnen Gedankenanstöße gebe oder Vorschläge mache, die Sie als Basis für Ihre eigenen Überlegungen nutzen können. Und damit herausfinden, wo diese feine Linie der „altersgerechten Kleidung“ für Sie persönlich angesiedelt ist.

8 Gedanken zur Kleidung für erwachsene Frauen

Grundsätzlich geht es bei diesem Thema darum herauszufinden, was Sie alt macht oder viel zu jung wirken lässt. Genau zwischen diesen Polen liegt der Stil, mit dem Sie auch jenseits der 40, 50 oder 60 Jahren einen Hauch jünger, lebendiger und frischer erscheinen. Und das sind meine ersten vier Tipps dazu:

1. Bringen Sie Ihre klassischen Basics in Ordnung!

Ein Outfit aus neutralen Basics mit zeitgemäßer Schnittführung. Zur schmalen 7/8-Bügelfaltenhose mit Nadelstreifen wird ein schwarzer Rollkragenpullover getragen. Mit einer weißen Bluse im Lagenlook wird daraus eine moderne Silhouette. Auch die Sneakers liegen voll im Trend und sind ein Stilbruch zur Nadelstreifenhose. So entsteht ein zeitloses und zeitgemäßes Outfit gleichermaßen.

Ein Outfit aus neutralen Basics mit zeitgemäßer Schnittführung. Zur schmalen 7/8-Bügelfaltenhose mit Nadelstreifen wird ein schwarzer Rollkragenpullover getragen. Mit einer weißen Bluse im Lagenlook wird daraus eine moderne Silhouette. Auch die Sneakers liegen voll im Trend und sind ein Stilbruch zur Nadelstreifenhose. So entsteht ein zeitloses und zeitgemäßes Outfit gleichermaßen.

Was bedeutet das? Eine erwachsene Garderobe braucht klassische, zeitlose Basics aus den besten Materialien und mit den für Sie vorteilhaftesten Schnitten. Sie sind die Grundlage für alles, was Sie darauf aufbauen. Dabei muss Basic nicht bedeuten, dass nun alle Frauen mit den gleichen Hosen, Röcken oder Blazern herumlaufen. Weit gefehlt. Es geht vielmehr darum, dass Sie genau wissen, welche Schnitte, Stoffe und Farben diese Basics genau für Ihren typischen Look, Ihren Körper und Ihr Leben haben müssen.

Für die Eine ist eine Basic-Hose eine weite Palazzohose aus Seide. Für die andere eine schmale Bleistifthose mit Bügelfalte aus feinem Woll-Stretch. Für die Dritte eine gerade geschnittene Jeans oder eine lässige Marlene-Hose. Wichtig ist: haben Sie Ihre ganz persönlichen, wichtigsten Mode-Basics identifiziert, dann leisten Sie sich diese in der besten Qualität, die Sie finanzieren können.

Warum ist das ein so wichtiger Faktor – gerade für die erwachsene Garderobe? Ganz einfach: Ihr Körper verliert mit dem Alter an Kontur und Spannkraft. Die Schwerkraft und schwächeres Bindegewebe lassen sich auf Dauer nicht aufhalten. Aber diese Konturen können Sie wieder herstellen: mit perfekten Basics von hoher Schnitt- und Schneiderkunst und schmeichelnden Materialien. Diese sind wie ein Gerüst, das Ihnen hilft, sich aufzurichten und die Zeichen der Zeit zu dämpfen.

2. Achten Sie auch bei zeitlosen Basics auf zeitgemäße Schnittführung und Stil!

Leider haben auch die zeitlosesten Mode-Basics irgendwann ihr Verfallsdatum. Das liegt daran, dass sich langsam über die Zeit hinweg neue Silhouetten entwickeln, die in die aktuelle ästhetische Formensprache aufgenommen werden. Beispielsweise sind heute Blazer aus den 90er Jahren nicht mehr tragbar – auch wenn Boyfriend-Blazer wieder angesagt sind. Ihre Schnittform hat sich an entscheidender Stelle geändert: an der Weite der Ärmel und an der Schulterbreite.

Glücklicherweise sind diese Zyklen bei „zeitlosen“ Basics wesentlich länger als bei trendy Kleidungsstücken. Dennoch sollten Sie jedes Jahr überprüfen, welche Ihrer Basics gerade noch zeitgemäß sind oder wo Sie eventuell einen Austausch vornehmen müssen.

Achten Sie dabei nicht nur auf die Silhouette und Schnittführung. Beurteilen Sie auch: Entspricht dieses Detail noch meinen persönlichen Vorlieben? Denn auch erwachsene Frauen können aus ihrer Kleidung quasi herauswachsen. Wenn Sie sich stilistisch weiter entwickelt haben, dann fühlen Sie eine gewisse Unzufriedenheit mit Ihren bisherigen Lieblingsstücken. Achten Sie auf diese Signale! Wenn Sie Ihre Basics entsprechend aktualisieren, wird dies Ihren Look um Klassen verbessern und auffrischen!

3. Integrieren Sie aktuelle Trends in Ihren Look – aber nur die richtigen und in der richtigen Dosis!

Dieses coole Outfit meiner Blogger-Kollegin Chrissie aus der Edelfabrik zeigt, dass die Jeans-T-Shirt-Kombi auch ganz modern interpretiert werden kann. Das Nummernshirt assoziiert Jugendlichkeit, die Silhouette kombiniert den Oversize-Trend mit schmalem Unterkörper, die Jeans sind zeitgemäß gekrempelt und legen die Knöchel frei. So können die klassischen Schnürschuhe im angesagten Metallic-Look wunderbar wirken. Ein erwachsener Trend-Look mit Lässigkeits-Faktor.

Dieses coole Outfit meiner Blogger-Kollegin Chrissie aus der Edelfabrik zeigt, dass die Jeans-T-Shirt-Kombi auch ganz modern interpretiert werden kann. Das Nummernshirt assoziiert sportive Jugendlichkeit, die Silhouette kombiniert den Oversize-Trend mit schmalem Unterkörper, die Jeans sind zeitgemäß gekrempelt und legen die Knöchel frei. So können die klassischen Schnürschuhe im angesagten Metallic-Look wunderbar wirken. Ein erwachsener Trend-Look mit Lässigkeits-Faktor.

Nur zeitlose Basics zu tragen, wäre natürlich langweilig und würde Sie irgendwann ins alterslose, uninspirierte Mode-Nirwana transportieren. Mit zunehmendem Alter besteht die modische Kunst darin, die richtigen Trends für den eigenen Stil, den eigenen Körper und die eigenen Lebensumstände herauszufinden und sich dabei über das individuelle, richtige Maß der Dinge im Klaren zu sein.

Grundsätzlich gilt: Sie können jeden Trend mitmachen, wenn er genau zu Ihrer Stilpersönlichkeit passt. Dabei ist das Alter völlig irrelevant. Das Wichtigste ist Ihr Mut zur Lücke. Denn Sie sollten auf keinen Fall jeden Trend mitmachen. Sondern extrem kritisch prüfen, ob ein angesagter Modestil zu Ihren Stil-Facetten passt und ob er Ihren Basics den entscheidenden Kick geben kann.

Haben Sie sich in einen Trend verliebt, der zu hundert Prozent Ihrer Stil-Persönlichkeit entspricht, dann erst kommt der zweite Schritt: Legen Sie die richtige Dosis im Look fest! Die richtige Stil-Dosis hat zwei Komponenten: Ausmaß und Platzierung.

Das Ausmaß entscheidet darüber, welche Körperfläche insgesamt für den Trend zur Verfügung gestellt wird. Mein Rat dazu: Vermeiden Sie Komplett-Looks! So laufen Sie am ehesten Gefahr, ins „altersgerechte“ Mode-Fettnäpfchen zu treten. Arbeiten Sie stattdessen mit wohl dosierten, stilistischen „Mode-Zitaten“, beispielsweise bei Accessoires. Diese zeigen, dass Sie modisch up-to-date sind, aber eben kein Modeopfer.

Die Platzierung wiederum ist wichtig, da Trends den Blick auf sich ziehen. Und diesen wollen Sie sicherlich auf Ihre körperlichen Vorzüge lenken, nicht wahr? Überlegen Sie also ganz genau, an welcher Stelle Ihres Körpers Sie ein Trendteil platzieren. Haben Sie einen schmalen Oberkörper, dann bietet sich eine trendy Bluse oder Top an. Sind Ihre Beine Ihr Highlight, wählen Sie eine angesagte Hosen- oder Rockform. Sind es Ihre Fesseln und Füße, auf die Sie stolz sind, schauen Sie sich nach trendy Schuhen um. Sie sehen, worauf das hinaus läuft oder?

Und was machen Sie mit dem Rest des Körpers? Genau: Jetzt kommen Ihre zeitlosen, hochwertigen Basics ins Spiel. Diese bieten nämlich genau die Erdung für Ihren Look, die auffällige Trendteile benötigen, um erwachsen zu wirken.

4. Achten Sie darauf, dass Ihre gesamte Silhouette modern wirkt!

Oft sind es nicht auffällige Kleidungsstücke, die einen Trend definieren, sondern eine bestimmte Silhouette der gesamten Looks. Diese hängt damit zusammen, welche Kleidungsstücke miteinander kombiniert und wie sie gestylt werden. Auch dabei gibt es Silhouetten, die figurfreundlicher sind als andere.

Beispielsweise werden derzeit von den jungen Fashionistas gerne weite Strickwaren über weiten Culottes getragen – für üppige Frauen mit großem Busen oder viele kleine Frauen der pure Horror.
Andererseits gibt es aber auch die neue Styling-Möglichkeit, weite Oberteile nur halb vorne in den Hosenbund zu stecken – der so genannte „Half Tuck“. Die dadurch entstehende Silhouette ist für viele Frauen figürlich ein wahrer Segen.

Durch die Wiederholung solcher angesagten Outfit-Silhouetten auf zahllosen Fotos in Mode-Zeitschriften und Online-Portalen verändern sich die Sehgewohnheiten – langsam finden wir Silhouetten, die wir anfangs als höchst gewöhnungsbedürftig hielten, modern und ansprechend.

Mein Tipp an dieser Stelle lautet daher: Verfolgen Sie solche Trends sehr intensiv und wählen Sie diejenigen modernen Silhouetten aus, die für Ihren Figurtyp Vorteile bringen. Denn alleine dadurch können Sie Ihren Look sofort zeitgemäß, jünger und spritziger gestalten. Und das ganz ohne mit den knackigen Konturen von jungen Frauen konkurrieren zu müssen…

Mein Zwischenfazit: Die passende Basic-Trend-Mixtur führt zu zeitlos souveränem Stil

Mein kurzes Zwischenfazit an dieser Stelle lautet daher: Hochwertige, zeitlose Basics in zeitgemäßen Schnitten sind das Rückgrat jeder reiferen Garderobe. Denn sie arbeiten für Sie wie eine geheime Verjüngungskur: Sie geben Ihnen verlorene Konturen zurück. Wenn Sie Ihre individuellen Basics mit den passenden Trends mischen und zu aktuellen Silhouetten kombinieren, ist Alter kein Thema mehr. Sie sehen modern aus. Sie wirken authentisch. Und Ihr Stil setzt sich souverän über jegliche vermeintliche Altersgrenzen hinweg. Das ist eines der Geheimnisse zeitlosen Stils. Fortsetzung folgt…

Ich bin wie immer gespannt auf ihre sicherlich vielfältigen Meinungen zum Thema!

Die Gewinnerinnen der DVD „The Dressmaker“

Je eine DVD des Films „The Dressmaker – die Schneiderin“ haben gewonnen:

  • Aleks aus Bielefeld
  • Heike aus Erftstadt
  • Antonia aus Großkarlbach

Ich gratuliere allen Gewinnerinnen sehr herzlich! Viel Spaß beim Film-Event!
Und für alle anderen Leserinnen gilt: Sie können die DVD „The Dressmaker“ hier über Amazon beziehen (Affiliate-Link).

 

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

41 Kommentare

  1. Liebe Stephanie, toller Artikel. Ich bin auch immer gegen gewisse Regeln. Aber Deine Tipps sind toll. Chrissie hast Du super getroffen, ich dachte noch, sieht aus wie Chrissie und der Style das wär Chrissie. :))
    Schönen Sonntag, liebe Grüße Tina
    PS gratuliere allen Gewinnerinnen. Ich hab die DVD gesehen und die Kleider sind toll. Eine Kömodie geht allerdings anders finde ich. Aber der Film ist etwas ganz Besonderes.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 20:22

      Liebe Tina,

      danke Dir für Deine Begeisterung! Bei meiner Recherche ist mir Chrissies trendy und doch erwachsen und authentisch wirkendes Outfit aufgefallen, da es viel von dem zeigt, was ich sagen wollte.
      Ja, als Komödie würde ich den Film auch nicht bezeichnen… Das finde ich auf dem DVD-Cover auch etwas irreführend. Es ist mehr eine Groteske oder ein Drama oder so. Eine komische Mischung allerdings schon 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  2. Liebe Stephanie,

    ich finde auch, hochwertige und gut geschnittene Kleidung machen einen Look gleich erwachsener. Und Trends in „Dosen“ zeigen, dass man durchaus schon seinen eigenen Stil gefunden hat – und dennoch neugierig geblieben ist!

    Bin gespannt auf Teil 2 – herzlichen Gruss

    Diana

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 20:23

      Liebe Diana,

      genau. Die Neugierde darf nie verloren gehen. Sonst verpasst man noch das Beste vom Leben… Hihihi!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Ach, Sie schreiben mir aus der Seele, liebe Modeflüsterin. Ich bin ja nun schon Mitte sechzig und so Manches mal weiß ich selbst nicht mehr, was eigentlich passend ist, wenn ich die vielen modischen Angebote sehe. Aber es gibt diese feine Linie wirklich, die ich nicht überschreiten möchte. Irgendein Sensor scheint in mir eingebaut und dann beim Anprobieren, funktioniert er wieder. Am schwierigsten ist das Einbauen von Trendy-Teilen, das ist hohe Kunst. Da gibts bei Ihnen zum Glück auch immer den einen oder anderen Tipp! Danke dafür.
    Bin schon auf die Fortsetzung gespannt!
    Eine schöne, neue Woche wünsche ich Ihnen,
    Sieglinde Graf

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 20:28

      Liebe Frau Graf,

      das Gespür für die individuelle, feine Linie ist Gold wert. Und wenn man es fühlt, sobald man in der Umkleide steht, reicht ja, um das Schlimmste zu verhindern… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Ich liebe das Wort „Stilpersönlichkeit“, denn es sagt alles, was ich wissen muss. Dieser Artikel trifft wieder einmal den Nagel auf den Kopf und bestätigt mich in meiner Wahl. Basic-Trend-Mischung, wunderbar! Danke, Stephanie. Und herzliche Gratulation den Gewinnerinnen!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 20:33

      Lieben Dank, Cecilia!

      Freut mich sehr, dass ich es so gut getroffen habe!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  5. Ich habe gerade einen Altersschub und fühle mich äusserlich wie 60+. Innerlich könnte ich auch 30, 40, oder gar in der Pubertät sein. Die Schere zwischen innen und aussen geht immer mehr auf. Dennoch bleibe ich ein neugieriger Mensch und als ästhetischer Mensch werde ich wohl immer an Mode interessiert sein. Obwohl die Entscheidungsfindung „zu jung oder doch zu alt“ auch müsam sein kann. Doch habe ich das Richtige, das Stimmige gefunden, freue ich mich wie eine Schneeköngin.
    Toller Artikel, freue mich schon auf Teil 2.
    Einen schönen Sonntag

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 21:08

      Liebe Ingrid,

      dann sind wir schon zwei Schneeköniginnen :-) Übrigens teile ich Ihre Hingabe zu Neugierde und Ästhetik. Und die innere Pubertät kommt auch noch manchmal durch. Also alles ganz normal.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Liebe Stephanie, also du hast wie immer den Nagel mit gekonnten Tipps auf den Kopf getroffen. Die Illu von Chrissie ist sehr gut!!! Hab ich gleich wiedererkannt. Ich denke, jede Frau ist ihre eigene Persönlichkeit. Heute traf ich eune gut 60Jährige im Jeanskomplettlook mit Cäppi und Stiefeletten. Da hätten wir alle einpacken können..Stil hat auch etwas m.E. mit Mut zu tun und dem Mut, Anregung sich anzueignen und zu etwas Eigenem zu machen. Mich interessiert die Zahl 40, 50 oder 60 dabei wenig. Herzliche Glückwünsche an die Gewinnerinnen! LG Sabina

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 21:32

      Liebe Sabina,

      ja, Mut ist eine wichtige Sache. Aber es ist nicht so sehr der Modemut, völlig verrückte Sachen zu tragen, sondern der Mut, einfach seinen eigenen Stil durchzuziehen – ohne überhaupt daran zu denken, ob es anderen gefallen könnte oder nicht. Der Mut, ganz man selbst zu sein, sich zu zeigen, wie man ist. Der Jeanskomplett-Look ist beispielsweise in Texas auch bei 90-Jährigen völlig normal – mit Cowboystiefeln dazu 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  7. Susanne Dobratz

    29/05/2016 @ 20:08

    Liebe Stephanie,

    Ich finde mich in Ihren Vorschlägen oft wieder. Auch dieser Beitrag spricht mir aus der Seele.
    Es ist wahrlich nicht immer leicht sich typ-figur-alters- und vorliebengerecht anzuziehen. Ich bin aber auf einem guten Weg und das auch Dank Ihres Blogs. Was für mich – und das ist jetzt ganz subjektiv zu betrachten – niemals und zwar, bei keiner Dame, egal welchen Alters gut ausschaut, ist eine Coulette…dicht gefolgt von sog. High-Waist-Hosen…schlimm!!!Eine modische Grausamkeit die noch lange Ihresgleichen suchen wird.
    Was für mich jedes Kleidungsstück optisch aufpeppt, sind meine beiden bunten (nicht im klassischen Muster) Hermes-Seiden Carrés. Sie schmücken, kaschieren und schmeicheln. Ich werde nicht müde mir Tutorials anzuschauen, wie man diese Tücher – und damit auch sich selbst -immer wieder neu in Szene setzt kann….Ich freue mich schon auf Ihre Fortsetzung. ..Viele Grüße von Susanne

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 21:42

      Liebe Susanne,

      da ist es gut, dass die Mode immer so viele Varianten an Schnitten und Stilen zu bieten hat, dass jeder seine Lieblinge finden kann – auch wenn es vielleicht etwas länger dauert. Ich persönlich finde Culottes ganz zauberhaft – für mich und weil ich gerade den Look mag. Und taillenhohe Hosen sind für Frauen mit längerem Oberkörper manchmal ausgesprochen vorteilhaft (habe ich schon erwähnt, dass ich auch so eine Stoffhose habe?). Es ist und bleibt halt einfach eine sehr individuelle Sache, was passt und was nicht… Bei Seidenschals von Hermès sind wir ganz auf einer Linie: klassisch, zeitlos, geht immer, in jedem Alter. Zwanzigjährige können die Teile dann gerne auch als Neckholder-Top tragen 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  8. Liebe Stephanie,
    ich stimme völlig mit Dir überein: man kann zu diesem Thema eigentlich kaum allgemeingültige Regeln aufstellen. Für mich persönlich orientiere ich mich daran, dass ein Kleidungsstück oder ein Outfit meine Vorzüge betonen und ins rechte Licht rücken sollte. Auf der anderen Seite meide ich Kleidungsstücke, die die Körperpartien betonen, die ich nicht so gerne zeigen möchte – das wären in meinem Fall z.B. die Oberarme – na gut, als Y-Typ konnte ich auch in jüngeren Jahren schon nichts mit Spaghetti-Tops anfangen.
    Tatsächlich habe auch ich festgestellt, dass mit zunehmendem Alter die Qualität eine erheblich größere Rolle spielt als früher, insbesondere bei Mänteln, Blazern und Kleidern.
    Das war wieder ein sehr interessanter Beitrag zu einem Thema, das viele bewegt und viel diskutiert wird und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
    Liebe Grüße
    Eva

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 21:54

      Liebe Eva,

      die von Dir angesprochene Thema, nur das Beste von sich zu betonen, steht im nächsten Teil auf meiner Liste. Warum auch sollte Frau sich weniger vorteilhaft zeigen, als sie ist? Allerdings ist es nicht immer ganz leicht, das herauszufinden. Und wenn neue Trends auftauchen, geht das modische (Rate-)Spiel wieder von vorne los. Da hilft es nur, seinen ästhetischen Blick zu schulen und solche Trends mit Adlerauge zu betrachten. Das Gute dabei: Das geht mit den Jahren auch immer besser :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  9. Anke aus der Hafenstraße

    30/05/2016 @ 09:17

    Liebe Stephanie,
    vielen Dank für diesen Artikel zu einem Thema, was mich eigentlich ständig beschäftigt. In jungen Jahren habe ich viel Kostüme u.ä. getragen, und mich vermutlich zu alt gekleidet, wobei ein junges Gesicht natürlich so einiges überspielt. Mittlerweile, mit über 50, habe ich Angst, zu bieder und langweilig zu wirken, will mich aber andererseits auch nicht lächerlich machen mit „zu junger“ Kleidung und finde diese Gratwanderung manchmal schwierig. Seit ca. 2 Jahren bin ich begeisterte Leserin von Deinem und anderen Ü40/50 Modeblogs und habe mir schon einige gute Anregungen geholt, die mir Sicherheit geben und bin Dir und allen Ü40/50-Bloggerinnen wirklich sehr dankbar für die vielen durchdachten Artikel!
    Ich habe auch eine konkrete Frage zu diesem Thema: ich mag diese fast bodenlangen Strickwesten und -mäntel sehr gerne leiden, die ja auch ziemlich modern sind: kann man so ein eigentlich ja figurüberspielendes Teil mit einer X-Figur vorteilhaft tragen? Die Dinger sind meistens nicht tailliert gearbeitet, deshalb würde ich mir eventuell auch eines selber nähen. Oder sind die schon fast wieder „out“?
    Liebe Grüße
    Anke

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 22:02

      Liebe Anke,

      die überlangen Strickmäntel sind immer wieder mal in Mode. Dazwischen sind dann die Mäntel oder Longjacken im Trend, die zwischen Hälfte der Oberschenkel und Knie enden. Die langen Mäntel unterschieden sich vor allem in ihrer Dramatik. Sie haben einen Hauch mehr Exzentrik. Wenn Du also eher der dramatische Typ bist, kannst Du solche Strickmäntel immer tragen – auch wenn sie wieder modisch nicht mehr im Trend liegen sollten. Als X-Figur musst Du auf zwei Dinge aufpassen: Die Schulterpartie sollte gut passen und eher schmal sein und der Mantel sollte zumindest leicht tailliert sein. Und er sollte möglichst pur und schlicht sein. Dann müsste es passen.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  10. Ein interessanter Artikel. Ich plädiere zusätzlich zu Mut. Einfach mal etwas kaufen – und tragen- das einem gefällt, auch wenn es ungewöhnlich und/ oder auffällig ist.
    Meine Mutter wird 80 und hat sich im second hand shop in eine knallgelbe Lederjacke verliebt, etwas zu klein, so dass sie diese nur offen tragen kann, aber sie liebt sie und genau das strahlt sie aus, wenn sie sie trägt. Die Kommentare anderer ( meist seniorenbeige gewandete ältere Leute) sind ihr egal. Zurecht! Das Leben ist zu kurz, auf schöne Dinge zu verzichten, weil andere sie nichts mögen und sie nicht als altersgerecht empfinden.
    Wichtig ist nur, sich selbst darin schön und wunderbar zu fühlen.
    Auch wenn das für andere nicht schön ist.
    Toleranz steht uns allen gut.

    Antworten
    • Ingeborg Hansen

      02/06/2016 @ 10:25

      Hallo Tanja.
      Es gibt ja Mut und Übermut. Natürlich kann jeder anziehen was gefällt. Für mich persönlich muss ich schreiben, daß ich niemals etwas anziehen würde, daß bei meinen Mitmenschen ein Beglotzen mit nachträglichem Kopfschütteln oder Grinsen auslösen würde. Irgendwann sind solche Kleidungsstücke NO GO. Wer sich aber gern von der grauen Masse hervorheben möchte, kann es ja viel besser mit Stil tun.
      OK ich könnte mich auch in eine schrill farbene Lederjacke verlieben, wenn der Preis stimmt aber bei mir würde sie nie angezogen werden, sondern eher als Wandschmuck in meinem Arbeitszimmer dienen. Welch eine Enttäuschung, wenn eine 80 jährige sich umdreht, und man eine 16 jährige vermutet hätte. Enttäuschung oder Überraschung, das ist ja nun die Frage. Dabei muss ich auch noch schreiben, daß Frauen über ? Keine offenen Haare bis weit über Schulterhöhe tragen sollten. Vielleicht sehe ich da auch nur zu viel ungepflegte Haare?

      Antworten
      • Modeflüsterin

        02/06/2016 @ 22:35

        Liebe Ingeborg,

        statt Enttäuschung und Überraschung würden mir als adäquate Reaktionen auf obige Situation noch Verwunderung und Bewunderung einfallen… das kommt ganz auf die Frau an, die in der gelben Jacke steckt und auf die Umgebung, in der sie sich bewegt! Bei langen Haaren kommt es aus meiner Sicht immer auf die gute Pflege und einen ordentlichen Haarschnitt an. Nur dann sehen lange Haare wirklich gut aus – auch in jungen Jahren. Ich kenne eine Frau über 60 Jahre, die ganz herrliches, langes, silbergraues, glattes Haar hat und finde es ganz außerordentlich toll an ihr. Sie trägt es aber hauptsächlich als Knoten im Nacken. Ich würde ihr aber gerne zureden, es auch manchmal offen zu tragen, wenn die Gelegenheit passt. Die wilde Zigeunermähne hingegen würde ich aber auch lieber jüngeren Frauen überlassen… Solange ich niemanden kenne, der mich vom Gegenteil überzeugt, was ich keinesfalls ausschließen möchte :-)

        Liebe Grüße von
        Stephanie alias die Modeflüsterin

        Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 22:11

      Liebe Tanja,

      Mut und Toleranz sind wunderbare Eigenschaften – in jedem Alter! Und wenn sich Ihre Mutter in einer gelben Lederjacke so wohl fühlt – wer wäre so grausam, sie ihr zu verbieten? Außerdem gibt es Stiltypen, die gelbe Lederjacken bis ins hohe Alter tragen können. Vielleicht gehört Ihre Mutter ja genau zu dieser Sorte? Insgeheim hoffe ich ja, auch einmal zu diesen Alten zu gehören, über die sich andere Leute ein bisschen aufregen…

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  11. Liebe Stephanie,
    ich danke Dir sehr für Deine schicke Zeichnung und ich bin sehr stolz drauf, dass ich Pate stehen durfte bei Deinem tollen Artikel
    mit einem meiner Looks. Ich finde, genau wie Du, starre Regeln bringen gar nichts – „die richtige“ Dosis machts, es ist genau wie Du schreibst!

    GLG aus der EDELFABRIK Chrissie

    P.S. Das das Half Tuck heißt wusste ich gar nicht, aber das Ding rettet mich regelmäßig. Trag ich oft! 😀

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 22:19

      Liebe Chrissie,

      ich bedanke mich bei Dir, dass Du mir mit Deinem Outfit eine so gute Vorlage geboten hast, diesen Beitrag zu illustrieren! Du triffst übrigens aus meiner Sicht immer die richtige Dosis – und diese ist bei Dir typmäßig höher als bei vielen anderen :-) Also schlage ruhig etwas über die Stränge!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  12. Anke Barbara

    31/05/2016 @ 18:48

    Liebe Stephanie,

    vielen Dank für diesen Artikel. Er begeisterte mich umso mehr, als ich kürzlich in einem Stilratgeber wieder diese schematische Einteilung von Frauen in bestimmte Kategorien fand: klassischer Typ, romantischer Typ, extrovertierter Typ usw. Das ganze versehen mit Regeln à la „Der klassische Typ trägt keine Jeans.“ Damit kann ich immer so wenig anfangen. Ich mag klassische Schnitte bei der Kleidung, liebe aber extravaganten Schmuck und finde, Jeans sind einfach super, um ein klassischeres Outfit lässiger zu machen.

    Daher finde ich es erfrischend, dass Sie in Ihrem Blog nicht mit solchen Schubladen arbeiten, sondern Anregungen geben, aus denen sich jede Leserin das für sie Passende heraussuchen kann.

    Herzliche Grüße

    Anke

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 22:26

      Liebe Anke,

      jetzt muss ich aber mal etwas schlucken. Denn bei meinem Überblick, wie Frauen den floralen Look am besten tragen, habe ich doch auf diese archetypischen Klassifizierungen zurück gegriffen… Damit wollte ich damals vor rund 3 Jahren zeigen, dass jede Stilpersönlichkeit florale Muster tragen kann – aber eben auf ganz unterschiedliche Weise, in unterschiedlichen Kombinationen und in anderer Dosis. Aber vielleicht bestärkt dies ja genau Ihre These. Denn solche Regeln, wie „Die klassische Frau trägt keine Jeans“ sind natürlich völliger Quatsch. Sie wird Jeans aber sicherlich ganz anders tragen als in etwa der Hippie-Typ. Oder der sportliche Typ. Es ist einfach unglaublich schwer, über Mode zu sprechen, ohne völlig auf die gängigen Stil-Typen zu verzichten. Obwohl wir natürlich alle wissen, dass es DEN Stiltyp nicht gibt. Nur alle möglichen Mischungen davon. ES bleibt also spannend.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  13. Liebe Stephanie,
    du schreibst immer so verständlich, toller Beitrag. Auch ich bin für mehr Mut was Mode anbelangt. Persönlich versuche ich das mit mehr Farbe.
    Bei Basics achte ich auch auf gute Qualität, die zahlt sich nämlich immer aus.
    Freu mich auf die Fortsetzung.
    Liebe Grüße
    Gaby
    http://www.stylishsalat.com

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 22:28

      Liebe Gaby,

      mit Farbe kann Frau wunderbar mutig sein! Besonders wenn sie normalerweise überwiegend neutrale Farben trägt, dann sticht so eine freche Knallfarbe ganz schön vorlaut heraus :-) Deine gelben Einzelteile, die Du in letzter Zeit ab und zu unter Deine neutrale Garderobe mischst, gefallen mir an Dir übrigens besonders gut!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  14. Oha, das ist ein ganz heißes Thema. Dabei geht es gar nicht um den Micro-Mini bei Damen über 50; der ist wohl nur etwas für Hardcore-Fashionistas.
    Diese feine Linie, die es nicht zu überschreiten gilt, zu finden, das ist das Problem. Diese vertrackte Grenze liegt nun mal bei jeder woanders. Aber seien wir doch ehrlich: Diese Grenze ist eigentlich altersunabhängig; den jungen Frauen verzeiht man den Grenzübertritt nur leichter. Bei uns älteren kommt da leicht so ein hämischer Unterton dazu (Marke „von hinten Lyzeum, von vorne Museum“). Ein „Muffin-Top“ sieht aber in jedem Alter bescheuert aus.
    Deshalb finde ich Ihren Ansatz, liebe Stephanie, absolut treffend. Bevor ich mir Gedanken mache, ob ich da vielleicht zu jugendlich unterwegs bin, sollte ich erst mal schauen, ob mir ein bestimmtes Kleidungsstück überhaupt passt und wie es mir steht. Erfüllt es die Kriterien an den Schnitt, die Farbe, das Material, die für meine Figur und meine Person definiert sind. Ganz wichtig finde ich, wie ich mich spontan in einem Kleidungsstück fühle, wenn ich es anprobiere; also bevor mir eine enthusiastische Verkäuferin versichert, das ich das tragen kann. Da ist der erste eigene Eindruck häufig der richtige. Eine Hilfestellung kann auch sein, sich bei trendigen Klamotten an Herstellern/ Designern zu orientieren, die eine breite oder erwachsenere Zielgruppe im Blick haben, da ist dann meistens die Interpretation des Trends auch erwachsener.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      02/06/2016 @ 22:40

      Liebe Claudia,

      da stimme ich Ihnen absolut zu! Das spontane Gefühl sollte man immer zu Rate ziehen – es ist oft ein guter Ratgeber, bevor die Verkäuferinnen oder wohl meinende Freundinnen einen vom Gegenteil überzeugen wollen. Manchmal lehnt man dabei allerdings auch einen ganzen Trend ab, obwohl nur das einzelne Kleidungsstück, das man gerade probiert, nicht den richtigen Schnitt oder Material hat, das man bräuchte. Und in einer anderen Ausführung passt es dann wie eine zweite Haut. Habe ich auch schon erlebt. Es bleibt nicht ganz unkompliziert 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  15. Liebe Stephanie,
    Wieder ein wundervoller Artikel, der zum selber-denken anregt!
    Ich bin 28 und habe auf meine Weise auch dasselbe Problem: ich bin klein, zierlich mit Kurven und Locken. Alles an mir schreit „Mädchen „. Damit ich beruflich ernst genommen werde, trage ich meistens Rock, Bluse,Blazer. Alle Kleidungsstücke werden noch perfekt auf meine Figur angepasst. Wenn ich aber meine Kolleginnen sehe, fühle ich mich daneben uralt…zum Glück stehen mir kräftige Farben, das macht das Ensemble etwas frischer. Und über Accessoires kann ich auch etwas fur die spritzigkeit tun. In einem formellen Umfeld (bin Projektleiterin in einer Druckerei) ist ein informelles und eher jugendliches Outfit leider nicht geeignet. Dafür kommt dann am Wochenende der Seidenrock mit Rammstein-tshirt und Glitzergürtel raus 😉

    Antworten
    • Modeflüsterin

      04/06/2016 @ 12:31

      Liebe Mary,

      es lebe der Rock’n Roll Chic! Ein bisschen Trotz muss und darf sein. Im beruflichen Umfeld könnte man vielleicht heimliche kleine Trotz-Accessoires platzieren… Ein Kettenanhänger, der bei näherem Hinsehen ein kleiner Totenkopf ist. Oder ein BH im Leo-Druck, von dem man nur selbst weiß, dass man ihn trägt. Das gibt eine Ausstrahlung bzw. Haltung, die alles andere als mädchenhaft ist. Nur Mut!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  16. Regina (55)

    07/06/2016 @ 11:26

    Liebe Stephanie,

    schön wäre es, wenn Du das Thema „modische Silhouette“ noch einmal vertiefen könntest, am liebsten mit ein paar Zeichnungen, so dass man die Details vergleichen kann. Warum empfinden wir das gerade Kostüm mit Bluse und Pumps als nicht besonders modisch, während dieses mit Shirt über dem Rock statt Bluse sehr wohl up to date aussehen kann? Nur ein Detail kann über das Kriterium „sieht aktuell(er) aus“ entscheiden. Viele davon hast Du ja schon beschrieben (half tuck, Krempeljeans „mit Trick“), aber vielleicht kann man die Aspekte, die eine „modische Silhouette“ ausmachen noch einmal so zusammenfassen, dass man es sich für den Easy Chick in Freizeit und Business in den Schrank hängen kann?

    Dankeschön und liebe Grüße
    Regina

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/06/2016 @ 18:09

      Liebe Regina,

      wenn ich eine Art Rezept dafür entwickeln könnte – ich würde nicht zögern, dieses sofort hier zu veröffentlichen :-) Vielleicht hilft Dir in der Zwischenzeit die kleine Blogserie „Wie peppe ich meine Mode-Klassiker auf„. Darin gibt es viele Anhaltspunkte, wie man ein klassisches Outfit ein bisschen zeitgemäß aufmöbeln und interessanter gestalten kann. Und hast Du schon den Beitrag „Zeitreise“ über die Pullover-Hosen-Kombination gefunden? Grundsätzlich kann ich auch immer Pinterest empfehlen, um inspirierende Outfit-Ideen – und eben auch zeitgemäße Silhouetten – zu sammeln. Unser gemeinsames Ü30-Outfit-Board ist da beispielsweise sehr interessant. Das dürfte Dir bei der Beantwortung Deiner Frage gute Dienste erweisen. Viel Erfolg damit!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  17. Ingeborg Hansen

    07/06/2016 @ 23:42

    Hallo Claudia
    Der Satz mit der enthusiastischen Verkäuferin gefällt mir sehr gut. Wenn ich mit meinem 75 Jahren von einer 19 jährigen Verkäuferin bedient werde, kann ich sicher davon ausgehen, daß mir einfach alles steht, in das ich meine Formen zwänge . Eigentlich bediene ich mich am liebsten selbst. Meine Schwester war Schneiderin in einem Geschäft mit anspruchsvollen Kundinnen. Vielen ist es nicht aufgefallen, wenn sie als Antwort auf die Frage, „Wie steht mir das?“ Die Antwort: “ Schlicht, einfach und geschmacklos“ bekommen haben.
    Ich glaube, daß man wie du es schreibst, sofort merkt ob man sich in ein Kleidungsstück wohl fühlt oder nicht.
    Liebe Grüße
    Ingeborg

    Antworten
  18. Ja, bald kommt der Sommer … Sommer is Mist, wenn man älter wird!
    Entweder man sieht doppelplusungut aus oder man schwitzt sich tot.
    Und wenn man bei der Affenhitze blickdichte Strumpfhosen trägt, weiß natürlich gleich jeder, dass man unschöne Besenreiser, Flecken und Cellulite verstecken muss.
    T.T
    Erwähnte ich schon, dass ich Sommer hasse?

    Ich finde es total blödsinnig, bestimmte Farben im Alter komplett zu verbieten.
    Das hängt doch nun wirklich vom Farbtyp ab. Meine Oma meinte oft: „Braun macht alt!“
    Bei ihr stimmte das überhaupt nicht. Sie hatte einen braunen Rock und eine braune Bluse, die ihr hervorragend standen.
    Das ist wahrscheinlich das zentrale Thema: Je älter man wird, desto sorgfältiger muss man seine Kleidung auf den persönlichen Farb-, Figur- und Stiltyp abstimmen. Und da sieht die eine Frau in der rosa Rüschenbluse perfekt aus, während die andere damit völlig verkleidet und kindisch wirkt.

    Trotzdem gibt es meiner Ansicht nach ein paar Tabu-Kleidungsstücke, -Frisuren und -Accessoires, die ab einer bestimmten Altersgruppe einfach komisch aussehen, egal wie straff man noch ist. Es passt dann irgendwie nicht. Dazu gehören für mich Minirock, bauchfreie Oberteile, Skinny-Jeans mit kurzen, weiten Tops, mehr als schulterlange Haare, die offen getragen werden, oder der Messy-Bun. Da kann man m. E. nur daneben liegen.
    (Vielleicht bestätigen Ausnahmen auch hier die Regel.)
    Überhaupt sind perfekt frisierte Haare extrem wichtig. Nachlässigkeit in diesem Bereich ist besonders unvorteilhaft. Man muss sich also eine Frisur suchen, die zur eigenen Haarstruktur passt und sich auch täglich gut umsetzen lässt. Deswegen lasse ich mir morgen wieder einen Kurzhaarschnitt verpassen.
    😉
    Auch Makeup muss sein. Meine Mutter sagt immer: Je älter man wird, desto wichtiger ist es, sich etwas Farbe ins Gesicht zu klatschen! (Sie geht nicht ohne Lippenstift raus zum Wäscheaufhängen.)

    Dass die 90er-Jahre-Blazer nicht mehr tragbar sind, würde ich so nicht gelten lassen.
    Ich trage meinen schwarzen 90er-Jahre-Blazer schon seit Jahren (Äh … Jahrzehnten! Wie die Zeit vergeht!) durchgängig. Und ich finde nicht, dass ich damit irgendwie altmodisch aussehe.

    Chrissie ist ja wirklich ein von sich aus extrem jugendlicher und sportlicher Typ. Außerdem hat sie eine sehr schlanke langbeinige Figur. Deswegen kann sie sich etwas mehr „Trendsetting“ erlauben. (Ich sähe in so einem Pulli bestenfalls aus, als wolle ich Pilze sammeln gehen.) Du schreibst ja auch so etwas Ähnliches.

    Der Halftuck ist wirklich nicht schlecht bei geringer Körpergröße oder kurzen Beinen, aber sobald man einen Bauch hat, wird das zum Problem. Dann geht das bestenfalls noch seitlich. Ich als A finde die Lösung trotzdem nicht optimal und habe den Halftuck daher gänzlich aus meinem Repertoire gestrichen.

    Nicht mit jüngeren Frauen konkurrieren … Ja, da sagst Du auch wieder was Entscheidendes. Das nehme ich mir zu Herzen.

    Übrigens bin ich manchmal auch für Übermut, selbst in Modedingen.
    😉

    Antworten
    • Modeflüsterin

      16/06/2016 @ 13:33

      Liebe Silva,

      ein bisschen Übermut kann nie schaden! Natürlich kann nicht jede Frau alles tragen. Und wenn der Half Tuck nun mal nichts für Deine Figur tut, dann ist das eben so. Dafür wird es sicherlich ein paar andere modische Details geben, die bei Dir genau das richtige Quäntchen Modernität einstreuen.
      Beim Thema nackten Beinen würde ich ja im Sommer erst einmal alle Finessen in Sachen künstliche Bräune und Camouflage-Cremes ausprobieren, bevor ich mich in Stützstrumpfhosen zwänge. Und wenn noch immer ein bisschen etwas sichtbar ist, dann wäre mir das wahrscheinlich egal. Perfektionismus wird absolut überbewertet :-) Außerdem gibt es derzeit auch wunderschöne sommerliche Seidenhosen, die jedem Rock die Schau stehlen… Du wirst da sicherlich eine Lösung finden, die Dir zusagt.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  19. Ach, Du weißt doch: Ich bin einfach kein Hosenfan.
    Und schnell eine Strumpfhose (oder halterlose Strümpfe) anziehen ist mir immer noch lieber als stundenlang rumcrémen. Ich sehe schon, da sind wir einfach zu unterschiedlich …
    Schon der Begriff „Stützstrumpfhose“ zeigt mir, wie unbequem und altmodisch Du diese Variante findest. XD
    Im Sommer nutze ich natürlich keine „Stützstrumpfhose“, sondern eine dünnere. Dazu trage ich einen längeren Rock, der die Oberschenkel bedeckt.

    Ich bin ich jetzt dabei, die Miniröcke komplett aus dem Kleiderschrank zu verbannen. Ich will nicht ständig darüber nachdenken, ob ich in dem Outfit noch passabel aussehe oder nicht. Damit ist das Problem zumindest teilweise gelöst.
    ^_^‘

    Antworten
    • Modeflüsterin

      25/06/2016 @ 15:11

      Liebe Silva,

      dann muss ich jetzt doch mal eine Lanze für die Stützstrumpfhose brechen: Diese finde ich keinesfalls altmodisch, sondern für viele Frauen – speziell mit Venenleiden oder wenn man beruflich den ganzen Tag auf den Beinen sein muss – eine super Erfindung! Ich kenne nur leider keinen anderen Namen für die Dinger – da bin ich sehr aufgeschlossen für Ideen… Nur wenn ich im Sommer darauf verzichten kann, würde ich es sofort tun – auch wenn die Beine dann halt nicht ganz so perfekt aussehen. Wenn es um Stay-up Strümpfe geht, bin ich hingegen gerne ganz vorne mit dabei. Diese haben mich schon oft im Sommer bei offiziellen Anlässen vor dem Hitzetod gerettet 😉
      Immer noch ärgerlich finde ich es allerdings, dass bei vielen wunderschönen Sommerkleidern den Rocksaum viel zu kurz geraten ist und diese daher für mich nicht mehr tragbar sind. Da sollten mal ein paar Modedesigner darüber nachdenken…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  20. Claudia Bäumer

    11/08/2016 @ 18:27

    Ich habe gerade den Artikel gelesen und habe erstmal laut gestöhnt: in Ostfriesland ist Herbst. Wir haben die Heizung an. Auch die Monate seit Juni waren eher herbstlich kühl statt sommerlich warm. Ansonsten von dem jahreszeitlichen, regionalen Mißstand abgesehen, hat mir der Artikel sehr gut gefallen. Sollte uns im nächsten Jahr der Sommer beglücken, werde ich die Tpps sehr gerne beherzigen :-).
    Alles Liebe Claudia

    Antworten
    • Modeflüsterin

      15/08/2016 @ 11:38

      Liebe Claudia,

      dann wünsche ich immer ein wärmendes Jäckchen und warme Socken zur Hand! Hoffentlich gibt es auch im hohen Norden noch ein paar sonnige Tage!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.