Artikelformat

Fashion-Layering: So funktioniert der Lagen-Look – hilfreiche Mode-Basics (Teil 3)

Welche Mode-Basics eignen sich besonders gut für einen Lagen-Look?

Welche Mode-Basics eignen sich besonders gut für einen Lagen-Look?

Lagen-Look, Layering, Zwiebellook – wie auch immer Sie es nennen wollen: Das stilvolle Tragen mehrerer Kleidungsstücke über- und untereinander will gekonnt sein. Denn schnell addieren sich die optischen Pfunde oder es entsteht ein Look, der zwar warm, aber alles andere als schick ist. Wie Sie den Lagen-Look perfekt meistern und dabei sogar noch Ihre Proportionen optimieren können, darum geht es dieser Blogserie.

Während es im ersten Beitrag darum ging, Ihre Silhouette in die gewünschte Form zu bringen und Ihren Figurtyp auszugleichen, so habe ich Ihnen im letzten Blogpost einige Tipps zur farblichen Komposition und zur Nutzung unterschiedlicher Materialien an die Hand gegeben.

Heute geht es um die wichtigsten Mode-Basics, die Ihnen bei der Zusammenstellung Ihres Lagen-Looks große Dienste erweisen. Diese sind zum einen optimal dazu geeignet, um sie in bestimmten inneren oder äußeren Kleidungsschichten einzusetzen. Zum anderen können sie so variabel gestylt werden, dass sie wesentliche Bausteine für ganz viele Lagen-Looks bilden. Es sind sozusagen die Arbeitstiere Ihrer Lagen-Looks – und damit wahre Goldstücke für jede abwechslungsreiche Grundgarderobe.

Insgesamt besteht diese Blogserie aus drei Teilen:

Teil 1: Lagen-Look – So arbeiten Sie mit Silhouette und Volumen

Teil 2: Lagen-Look – So setzen Sie Farben und Stoffe ein

Teil 3: Lagen-Look – Diese Mode-Basics helfen Ihnen

Die Basics für Ihren Lagen-Look

Wenn Sie erfolgreich Layering betreiben wollen, brauchen Sie die richtigen Kleidungsstücke. Denn diese müssen sich zum Darunter- und Darüberziehen eignen. Sie haben sicherlich schon die Erfahrung gemacht, dass das gar nicht so einfach ist. Dann passen Strickjacke oder Blazer nicht zum Top, da die Ärmel des Tops sich darunter unschön ausbeulen oder die Ausschnittformen nicht zueinander passen. Oder die Ärmel einer Jacke sind schlichtweg zu schmal, um den Pullover darunter anziehen zu können. Und so weiter. Ich denke, Sie wissen, was ich meine.

Es gibt aber auch Kleidungsstücke, die sich gerade für das Schichten hervorragend eignen – man könnte sogar fast glauben, sie wären speziell dafür erfunden. Diese Basics sind Ihre genialen Helfer beim Lagen-Look:

Träger-Tops oder Tank-Tops

Sie kennen Sie alle: Diese kleinen Tops mit Spaghetti-Trägern, die nur wenige Frauen über 50 unbeschadet solo tragen können (Kleiner Exkurs: Bedenken Sie, dass Ihre Oberarme auch Unterseiten sowie Achseln in unmittelbarer Nähe haben, die hormonell bedingt in der Menopause oftmals etwas aus der Form geraten… Und von großen Brüsten, die nicht mehr so hoch sitzen wie mit 20 und die nach breiteren BH-Trägern verlangen, die sich wiederum deutlich neben Spaghetti-Trägern bemerkbar machen, möchte ich hier gar nicht sprechen…).

Und dennoch: Solche kleinen, aber feinen „Camisole“-Tops sind ideal, um sie beispielsweise unter einer leicht transparenten Bluse oder einem Pullover mit sehr tiefem Ausschnitt zu tragen. Wenn sie dann noch aus Seide sind und am Ausschnitt eine kleine Spitzenborte haben, können Sie damit sogar einen erwachsenen, sinnlichen Look kreieren.

Dem gegenüber sind Tank-Tops – also ärmellose T-Shirts – die sportlichere Variante, die den gleichen Zweck erfüllt: Solche Tops geben Ihnen die Sicherheit, dass die darüber liegende Stoffschicht eine ideale Grundlage hat. Damit werden Sie offen für experimentelle Schnitte und Materialien bei Blusen, Tops, Pullovern und Jacken, die Sie darüber tragen wollen.

Und nicht vergessen: Wenn das Top länger ist, kann es unter dem Saum des Darüber herausschauen und somit wertvolle figürliche Dienste leisten (lesen Sie dazu am besten den ersten und zweiten Teil dieser Blogserie)!

Und noch ein Tipp: Wenn Sie bei diesen Tops auch noch zu Shapewear greifen, dann sehen alle Stoffschichten darüber gleich noch viel besser aus!

T-Shirt, Karohemd und Weste zur Skinny Jeans - fertig ist ein lässiger und dennoch interessanter Lagen-Look.

T-Shirt, Karohemd und Weste zur Skinny Jeans – fertig ist ein lässiger und dennoch interessanter Lagen-Look.

Langärmelige T-Shirts

Das langärmelige T-Shirt hat in etwa die gleiche Funktion wie Träger- und Tank-Tops. Neben der Möglichkeit, eine schmale Grundlage für beliebige, weitere schichten zu bieten, hat es zudem den Vorteil, dass Sie es am Saum und an den Ärmeln für lässige Effekte hervorblitzen lassen können.

Dünne Rollkragen-Pullover

Der Rollkragen-Pullover ist wieder absolut „up to date“. Er ist das Kleidungsstück, das im Winter und an kalten Tagen die Rolle des Tank-Tops übernimmt. Das Schöne am Rolli: Sie können ihn in dünneren Materialien wirklich unter allem tragen: Ob Bluse, V-Pullover, Strickjacke, Kleid, Blazer, Biker-Jacke oder Poncho – ein Rolli bringt eine weitere Dimension in Ihren Lagen-Look mit ein. Denn sein Kragen ist einfach immer sichtbar! Und er eignet sich hervorragend, um an langen Hälsen verkürzende optische Wirkungen zu inszenieren.

Strickjacken

Strickjacken sind das ideale Layering-Teil. Warum?

  • Es gibt sie in allen Farben und Mustern, so dass es immer ein Modell gibt, das auch zu Ihrem Look farblich passt.
  • Ein knalliger oder gemusterter Cardigan bringt Pep in monochrome oder ansonsten langweilige Basic-Outfits.
  • Eine Strickjacke in neutralen Farben erdet einen Look mit expressiven Mustern oder Farben.
  • Strickjacken können an Ihrer äußeren Körperkontur ungefähr jede Silhouette fabrizieren, die Sie gerade brauchen: Von gerade und lang, über eine Egg-Shape in Übergröße, bis hin zu kurz und tailliert nehmen sie jede Form an.
  • Strickjacken gibt es in jeder erdenklichen Materialdicke und Struktur. Von Grobstrick bis Super-Feinstrick ist alles möglich, was das Herz begehrt bzw. Ihren Lagen-Look optimiert.
  • Sie können eine Strickjacke offen tragen und damit vorne am Körper eine lange, vertikale Linie schaffen.
  • Oder Sie schließen die Strickjacke nur an ein, zwei Knöpfen, um darüber und darunter für eine V- bzw. A-Linie am Oberkörper zu sorgen.
  • Oder Sie halten Ihren Cardigan komplett geschlossen, um ihn wie einen Pullover im Lagen-Look einzusetzen.

Nur Ihr Figurtyp und Ihr Stiltyp entscheiden, welche Option für Sie die beste ist.

Blazer, Blazer-Jacken und Biker-Jacken

Sie wissen, dass ich Blazer und Biker-Jacken liebe. Und das hat einen Grund: Sie werfen so ein schönes Teil, das perfekt zu Ihrem Figurtyp passt, über ein schlichtes Jeans-mit-T-Shirt-Outfit und schon haben Sie einen repräsentativen, klassischen oder coolen Look kreiert, der Sie zu ganz vielen unterschiedlichen Anlässen in Ihrem Leben begleiten kann.

Falls Sie unser gemeinsames Blogger-Projekt „Das magische Mode-Dreieck“ noch nicht gesehen haben – diese Serie zeigt nur allzu anschaulich, zu was ein Blazer oder eine Blazer-Jacke fähig ist. Und meine Blogserie über Biker-Jacken ist an dieser Stelle für Sie sicherlich ebenfalls aufschlussreich.

Gerade als Kleidungsstück, das häufig als letzte Schicht getragen wird, sind Schnitt und Material des Blazers oder der Biker-Jacke für Ihren Lagen-Look ganz entscheidend. So ein Blazer oder eine Jacke setzen das entscheidende Stil-Signal und formen Ihre äußere Silhouette.

Zudem wirken sich Farbe und Muster ebenso stark auf Ihren Look aus, wie dies bei der Strickjacke der Fall ist. Mit dem einzigen Unterschied: Blazer und Biker-Jacke können Sie auch noch zusätzlich über einer Strickjacke tragen, wenn die Schnitte und Materialien dies zulassen.

Ein langärmeliges Shirt, eine Strick-Weste, ein Gürtel und eine schmale Hose bilden attraktive Layering-Effekte.

Ein langärmeliges Shirt, eine Strick-Weste, ein Gürtel und eine schmale Hose bilden attraktive Layering-Effekte.

Westen

Westen sind derzeit unglaublich angesagt. Es gibt sie in allen Formen, Farben und Materialien. Im Prinzip können Sie eine Weste im Lagen-Look ganz ähnlich einsetzen wie einen Blazer. Mit drei großen Unterschieden:

  • Die Ärmel des darunter getragenen Kleidungsstücks sind immer noch sichtbar und prägen damit nicht nur die farbliche Komposition, sondern auch die äußere Silhouette des Looks mit.
  • Die Länge von Westen kann zwischen Bolero-Kürze und Midi-Länge variieren. Dies erschließt eine unglaubliche Funktionsbreite, die die Silhouette Ihres Lagen-Looks komplett verändern und Ihren vertikalen Proportionen anpassen kann.
  • Je nach Länge und Beschaffenheit können Sie über Westen weitere Kleidungsstücke tragen, beispielsweise einen Blazer, eine Jacke oder einen Mantel.

Wichtig zu wissen: Eine Weste ist ein etwas weniger förmliches Kleidungsstück als ein Blazer – selbst wenn sie vom Material sehr festlich ist. Denn die fehlenden Ärmel ergeben einen weniger „angezogenen“ Eindruck als der Blazer (zumindest wenn beide aus dem gleichen Stoff gearbeitet sind).

Poncho oder Cape

Ponchos oder Capes sind durch ihr Volumen immer ein Teil, das für die äußerste Schicht Ihres Lagen-Looks prädestiniert ist. Und genau das ist auch die Stärke dieses Kleidungsstücks: Sie können Capes und Ponchos einfach über alles werfen – auch über Jacken oder Mäntel, um dem Look ganz zum Schluss noch einmal einen entscheidenden Kick zu geben.

Die Bluse – von Seidenbluse bis Karo- oder Jeanshemd

Die Bluse ist ein Kleidungsstück, das viel versatiler ist, als sein Ruf – besonders wenn Sie auch noch die unterschiedlichen Schnittformen sowie Materialien bedenken. Im Lagen-Look kann eine Bluse oder ein Hemd sowohl über anderen, als auch unter anderen Kleidungsstücken getragen werden.

Blusen werden beispielsweise unter Strickjacken, Pullovern, Westen oder Blazern, Jacken und Mänteln getragen. Dabei kann die Bluse „brav“ in den Hosen- oder Rockbund eingesteckt und die Ärmel vom darüber liegenden Teil verdeckt werden.

Viel interessanter wird der Look aber, wenn Manschetten und Saum unter einem darüber getragenen Stück heraus blitzen oder die offene, wie geschlossene Kragenform stilgebenden Charakter erhält. Dadurch entstehen äußerst aufmerksamkeitsstarke Akzente im Look:

  • Denken Sie an riesige, überlange Manschetten, die unter einem schmalen Pullover herausquellen.
  • Oder an einen langen, gerundeten, hellen oder bunten Saum, der die Körpermitte eines Outfits prägt.
  • Oder an die lange, vertikale Linie, die mittig zwischen einer offen getragenen Weste, Blazer oder Jacke entsteht.
  • Oder an die veränderte Optik, wenn Sie unter einem schlichten, ärmellosen Shiftkleid ein kariertes Hemd, eine weiße Hemdbluse oder eine Bluse mit geschlossenem Bubikragen tragen.

Dazu kommen die verschiedenen Möglichkeiten, die Bluse über anderen Kleidungsstücken zu platzieren.

  • Sie können sie über einem Tank-Top oder Camisole tragen.
  • Sie können die Bluse oder ein Hemd teilweise offen oder geknotet über einem Kleid oder einer Rock-T-Shirt-Kombi tragen.
  • Und schließlich können Sie eine offene Hemdbluse auch als Strickjacken-Ersatz zu den unterschiedlichsten Hosen-Top-Looks kombinieren.

Eine Bluse ist im Lagen-Look ein wahrer Alleskönner!

Der schmale Strick-Rock ist die passende Grundlage für Oversize-Rollkragenpullover und XXL-Strickjacke.

Der schmale Strick-Rock ist die passende Grundlage für Oversize-Rollkragenpullover und XXL-Strickjacke.

Schmale Hosen und Röcke

Damit ein Lagen-Look funktioniert, ohne dass Sie die besagten zehn Kilos zulegen, braucht er eine schmale Grundlage. Daher sind alle schmalen Hosenformen, wie Leggings oder Skinny Jeans, und schmal geschnittene Röcke, wie Bleistiftröcke, eine gute Wahl für die unteren Schichten.

Auch wenn Sie solche Schnitte normalerweise nicht tragen, da Sie Ihre Pölsterchen in der Körpermitte, an den Hüften oder Oberschenkeln akzentuieren, können Sie ein paar wenige dieser Stücke speziell für Lagen-Looks in Ihrem Schrank vorrätig halten. Tragen Sie darüber in einer weiteren Schicht beispielsweise eine lange Hemdbluse, ist von all den kleinen und größeren Pölsterchen nichts mehr auszumachen. Aber unter dem Blusensaum lässt die schmale Beinzone Sie so aussehen, als hätten Sie Gazellen-Format.

Gürtel

Ein schmaler oder breiter Gürtel kann Ihren Lagen-Look von hop auf top bringen. Denn was die Schnittform und Farbe eines Kleidungsstücks vielleicht nicht ganz schafft, kann ein Gürtel an der richtigen Stelle und in der richtigen Schicht wieder hinbiegen.

  • Beispielsweise kann ein Gürtel, der unter einer offenen, weiter geschnittenen Jacke oder Blazer sichtbar ist, Ihnen Ihre Taille zurückbringen und Ihre Beine verlängern.
  • Ein über einer Strickjacke getragener Gürtel akzentuiert Ihre schmalste Stelle am Oberkörper, auch wenn die Strickjacke selbst gar nicht so stark tailliert ist.
  • Ein locker um die Hüften geschlungener Gürtel kann eine überweite Longbluse so in Form bringen, dass ihr Volumen genau dort unter Kontrolle gebracht wird, wo Sie es bei Ihrem Figurtyp benötigen.
  • Auch können Sie die Farbe eines Gürtels – ist er auch noch so schmal – dafür nutzen, um bestimmte horizontale Linien im Outfit zu betonen oder zwei Körperzonen eindeutig voneinander optisch zu trennen.
  • Einmal ganz davon abgesehen, dass so ein farbiger oder gemusterter Gürtel natürlich genau den Farb-Akzent in Ihr Outfit bringen kann, das es kompositorisch interessant macht (siehe auch den „Sandwich“-Trick aus dem zweiten Beitrag dieser Blogserie).

Um den idealen Platz und die ideale Breite für Ihren Gürtel innerhalb des Looks zu finden, müssen Sie bestimmt ein wenig herum experimentieren. Aber das lohnt sich. Ich bin sicher, Sie werden den optimalen Einsatz finden – oder eben zu dem Schluss kommen, dass ihr Lagen-Look auch ganz ohne Gürtel super funktioniert.

Statement-Ketten

Manche Fashion-Profis behaupten ja, dass eine auffällige Statement-Kette wie ein eigenes Kleidungsstück zu betrachten ist. Beim Lagen-Look stimme ich dem voll und ganz zu. Denn eine auffällige Kette, die über einem Rollkragenpullover, im Ausschnitt einer Bluse, über einem geschlossene Hemd oder zu einer offenen Jacke getragen wird, addiert eine weitere Schicht, die anderen Kleidungsstücken an Aufmerksamkeitswirkung und Dreidimensionalität sowie Struktur in nichts nachsteht.

Mit der Länge und Form der Kette können Sie wichtige Linien setzen, die sich auf die proportionale Ausgewogenheit des Lagen-Looks auswirken. Ob nun eine lange oder kurze, eine oder mehrere Ketten für Sie genau richtig sind, müssen Sie ausprobieren. Aber unterschätzen Sie niemals die Wirkung, die diese kleine Variante in Ihrem Lagen-Look erzeugen kann!

Denken Sie an Coco Chanel, die ihre für damalige Verhältnisse äußerst schlichten Looks – meist inklusive der für sie typischen, bequemen Boucléjacke – mit mehreren Strängen langer Perlen-Ketten samt Broschen kombinierte und so für eine weitere, auffällige Schicht in ihrem Look sorgte, die dem ganzen Outfit die nötige Raffinesse gab.

Wichtiger Tipp:

Eine auffällige Kette ist beim Lagen-Look immer Ersatz für ein Kleidungsstück! Das bedeutet: Je weniger Schichten Ihr Lagen-Look hat und je dezenter er ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine auffällige Kette dazu passt. Bei sehr aufwändigen Layerings mit mehreren Schichten, Farben oder Texturen brauchen Sie kein weiteres Detail, um den Look interessant zu machen. Im Gegenteil: Dann könnte ein Zuviel auch schnell wieder alles kaputt machen.

Insgesamt 5 Schichten werden hier gekonnt kombiniert: T-Shirt, T-Shirt-Cardigan, Strick-Cardigan im Opa-Stil, Biker-Jacke und ein voluminöser Schal.

Insgesamt 5 Schichten werden hier gekonnt kombiniert: T-Shirt, T-Shirt-Cardigan, Strick-Cardigan im Opa-Stil, Biker-Jacke und ein voluminöser Schal.

Tücher und Schals

Über Schals und Tücher ließen sich weitere Seiten füllen – wenn ich das nicht schon hier getan hätte (Sehen Sie am besten mal unter dem Stichwort „Schal“ in der Suche nach!). Beim Layering können diese vielseitigen Helfer einen unersetzlichen Part übernehmen.

Dabei gibt es klassische Anwendungen, wie das locker gebundene Seidentuch im Blusen-Ausschnitt.

Aber auch lässigere Varianten sind schöne Blickpunkte beim Lagen-Look: Stellen Sie sich nur einmal vor, wie Sie ein Seidentuch offen zwischen Bluse und Blazer oder T-Shirt und Long-Cardigan drapieren können. Oder wie Sie einen dünnen Schal wie eine lose Krawatte tragen. Oder wie Sie sich einen Pashmina-Schal locker über eine Schulter werfen. Oder oder oder…

Das Schöne an Tüchern und Schals ist es, dass Sie damit gleich mehrere Dimensionen eines Lagen-Looks bedienen können:

  • Sie können damit an Hals, Dekolleté oder Schultern für mehr Volumen und eine veränderte Silhouette sorgen.
  • Sie können mit der Drapierung bestimmte horizontale, vertikale oder diagonale Layering-Linien zaubern.
  • Sie können interessanten Farbkontrast in den Lagen-Look einbringen.
  • Sie können mit einer kräftigen Farbe oder einem Muster den Blick im Lagen-Look lenken.
  • Sie können mit der Oberflächenstruktur oder Textur – von Seide bis Grobstrick, von Fransen bis Pailletten – einen weiteren interessanten Material-Effekt in Ihren Look integrieren.

Ich bin sicher, dass Sie bereits die meisten Mode-Basics, die hier aufgeführt sind, in Ihrem Kleiderschrank haben. Aber haben Sie schon einmal bewusst daran gedacht, welchen Beitrag diese für Ihren Lagen-Look leisten können? Mit Ihren neuen Erkenntnissen zum Layering sehen Sie Ihre Mode-Basics nun wahrscheinlich mit ganz anderen Augen.

Probieren Sie doch mal aus, Ihre Kleidungsstücke in zwei Gruppen einzuteilen: in Layering-Experten und Einzelspieler. Oft ist das nämlich genau die Ursache für ein Problem, das viele Frauen kennen: Nichts passt so richtig zusammen. Das könnte vor allem daran liegen, dass Sie zu viele Einzelspieler und zu wenig layering-affine Kleidungsstücke besitzen.

Na, wie sieht das Ergebnis Ihrer Kleiderschrank-Inspektion aus? Welche Basics fehlen Ihnen für Ihren optimalen Lagen-Look?

Shopping-Tipps: T-Shirts, Strickjacken, Hemden und Westen

Begleitend zum Thema habe ich für Sie in meinen Shopping-Tipps die schönsten T-Shirts, Strickjacken, Hemden und Westen zusammengestellt, die ich in den Online-Shops gefunden habe. Diese eignen sich allesamt wunderbar als Basic für den Lagen-Look. Vielleicht ist ja Ihr passendes Lieblings-Modell dabei? Viel Glück!

 

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

21 Kommentare

  1. :-) Sehr schöner Post!
    Ich mag überhaupt keine Spaghettiträger-Tops an mir – an jungen Mädchen sehen sie oft zauberhaft aus.
    Mein Hit sind Tücher und Strickjacken und hin und wieder eine lange Kette als Eyecatcher, die den Look noch aufpeppt.
    Schönen Sonntag und ganz liebe Grüße :-)

    Antworten
    • Modeflüsterin

      26/03/2016 @ 18:25

      Liebe HappyFace313,

      die „bösen“ Spaghetti-Trägershirts würde ich auch niemals ohne etwas darüber tragen!!! Aber das muss jede Frau selbst entscheiden, ob sie noch die passende Brust/Oberarm-Region dafür hat 😉 Mit Tüchern, Strickjacken und langen Ketten liegst Du auf jeden Fall immer absolut stilsicher.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  2. Liebe Stephanie!
    Allem voran muss ich wirklich einmal sagen, dass ich mich immer wieder frage, WAS du noch auf deinem Blog bringen kannst, worüber ich mir noch keine Gedanken gemacht habe…. und: habe ich doch den Lagenlook bei meiner relativ ausgeglichenen X-Figur schon total abgeschrieben, muss ich diese Entscheidung nun doch überdenken. Ich habe nämlich ein „hohes Becken“ (Abstand zwischen Schritt und Tailleneinschnitt ist relativ groß), welches es zu unterteilen gilt. Am besten diagonal, damit es weder höher noch nicht breiter wirkt als es ist. Ich glaube das stimmt so?
    Ok, aber ich habe noch eine Frage :-):
    Beim Thema Westen sind mit meine 2 wunderbaren eng anliegenden Kaschmirpullunder (hellgrau und puder) eingefallen, die ich mir einst aus mehr praktischen Überlegungen gekauft habe. Über einer Hemdbluse sind sie mir irgendwie zu brav, über einem Longsleeve zu sportlich. Fällt dir vielleicht eine Schichtungsmöglichkeit ein, die mehr unter die Kategorie „weiblich“ fällt? Ich trage nämlich einen Pixie – Haarschnitt und kann männlichen Elementen (und mir kommt vor ein Pullunder ist männlich) keine wallende Mähne entgegensetzen.
    Ich sende dir liebste Grüße und DANKE dir für deine inspirierenden Beiträge auf immer wieder höchstem Niveau.
    Deine Lisbeth

    Antworten
    • Modeflüsterin

      26/03/2016 @ 18:35

      Liebe Lisbeth,

      entschuldige bitte, dass es dieses Mal mit einer Antwort so lange gedauert hat – aber ich lag mit Grippe im Bett und – anders als sonst – konnte ich nicht mal mehr passiv fernsehen, geschweige denn einen klaren Gedanken fassen… Bin erst heute wieder aus meinem Nest herausgekrochen 😉

      Deine Frage ist tatsächlich sehr schwierig: Denn ein Pullunder ist ein so androgynes, unweibliches – und leider auch noch latent spießiges (alle Preppy-Look-Liebhaberinnen mögen mir dies jetzt verzeihen) – Kleidungsstück, dass schon viel dazu gehört, dieses ein wenig femininer zu gestalten. Mir fallen dazu eigentlich nur zwei Eckpunkte ein: Wenn alles andere im Outfit aus weich fallenden, eher volumigeren und schwingenden, glatten Stoffen besteht, kannst Du dem strengen Pullunder viel schlabbernde, schwingende, glatte, feine Weichheit entgegensetzen. Und ansonsten sehe ich noch den „Sexy-Secretary“-Look vor meinem inneren Auge, also: weiße Bluse, darüber der Pullunder, dazu einen sexy Bleistiftrock und heiße Pumps – und knallrote Lippen. Da brauchst Du das ganze Arsenal 😉
      Ich hoffe, das hilft Dir weiter!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Liebe Stephanie!
        Bitte, also das ist ja gar kein Problem mit deiner Antwort! Ich würde Tage und Wochen auf deine Fachmeinung warten!! Ich hoffe es geht dir allmählich besser. Das klingt ja gar nicht gut, was du da erzählst…

        Tja, ich schätze, ich werde die androgynen Pullunder wohl eher in der Freizeit tragen.

        Ich habe einen davon mal mit einer Hose im Biker-Stil und Boots kombiniert, darunter ein Longsleeve und um den Hals einen feinen Schal. War praktisch warm und ungewöhnlich. Aber halt nichts für jeden Tag und schon gar nicht fürs Büro.

        Wichtig ist, dass du wieder fit wirst, lass dir Zeit wieder zu Kräften zu kommen. Ich empfehle die gute alte Hühnerbrühe 😉 !

        Alles Liebe
        Lisbeth

        Antworten
        • Modeflüsterin

          31/03/2016 @ 18:45

          Danke Dir, Lisbeth! Mich hat’s dieses Mal tatsächlich ganz schön erwischt… Hühnerbrühe ist ein guter Tipp! Wird gemacht :-)

          Liebe Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          Antworten
  3. Liebe Stephanie, toller Post. Gerade jetzt im Frühjahr finde ich Layering super interessant. Wir alle kennen das Wetter und morgens kalt und mittags warm Problem :) Danke für die tollen Tipps.
    Liebe Grüße Tina

    Antworten
    • Modeflüsterin

      26/03/2016 @ 18:36

      Danke Dir, Tina!

      Dir eine schöne Woche und tolle Ostertage!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Maja Sägesser

    22/03/2016 @ 12:20

    Liebe Stephanie,

    diese Trilogie über das richtige layering hat mich extrem angesprochen! Ganz toll und herzlichen Dank für diese Inspiration! Ich werde auch versuchen das umzusetzen!

    Ganz liebe Grüsse Maja

    Antworten
    • Modeflüsterin

      26/03/2016 @ 19:21

      Liebe Maja,

      das freut mich, dass ich ein Thema für Dich getroffen habe! Viel Erfolg bei der Umsetzung!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  5. Liebe Stephanie, ideale Liste, aus der sich jede Frau, nicht nur das für sie Geeignete, sondern auch das Passende heraussuchen kann. Ich persönlich liebe ja Ponchos ohne Ende und trage sie einfach dann auch über meinem Camelcoat. Und Westen mit Karohemd sind einfach unschlagbar! Ich wünsche dir Frohe Ostern und sende herzliche Grüße. Sabina

    Antworten
    • Modeflüsterin

      26/03/2016 @ 19:37

      Liebe Sabina,

      ganz herzlichen Dank! Dir auch wunderschöne Ostertage! Ich rapple mich gerade erst wieder von einer schweren Erkältung auf – die nächsten Tage werde ich wohl noch ziemlich schlapp abhängen… Nix mit draußen Ostereier suchen oder so 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Liebe Stephanie,
    ganz großes Dankeschön an die viele Arbeit die Du in die Beiträge gesteckt hast.
    Ich hatte viele AHA-Erlebnisse und bin jedes Mal zum Kleiderschrank gesaust und habe das ein oder andere Teil endgültig rausgenommen.
    Dieses Problem, das Bluse/Shirt unter dem Pulli/Strickjacke ein Eigenleben beim Tragen entwickelt oder einfach der gewisse Zentimeter für den perfekten Sitz fehlt, hatte ich bei einigen Kombinationen.
    Vor einigen Wochen habe ich mir ganz gezielt zwei Layering Outfits gekauft und erhalte viele Komplimente. Diesmal habe ich ganz bewusst beide Teile bei einer Firma gekauft. Jetzt harmonieren die Stoffen perfekt zueinander.
    Als nächstes werde ich versuchen mein Outfit (A-Figur) mit einer kürzlich erstandenen Lederschärpe zu betonen. Die Anregung dazu geht ebenfalls auf dein Konto *smile*
    Liebe Grüße – Simone

    Antworten
    • Modeflüsterin

      31/03/2016 @ 19:41

      Liebe Simone,

      das ist ja wunderbar! Ich liebe es, wenn ich mit den Beiträgen kleine Aha-Effekte mit großer (verschönernder!!!) Wirkung erreichen kann! Und Deine neue Layering-Erfahrung scheint genau das zu bestätigen. Dann hoffe ich mal, dass auch die neue Lederschärpe zu kleinen modischen Ohs und Ahs beitragen kann… Viel Freude daran!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  7. Das letzte Kapitel dieser wunderbaren Serie zum Lagen-Look war für mich am hilfreichsten.

    Es ist wirklich das A und O, eine Reihe von neutralen Basic-Teilen zu besitzen, die sich mit anderen Kleidungsstücken gut kombinieren lassen. Ich habe festgestellt, das kurz vor der großen Wäsche nur noch Oberteile mit auffälligen Drucken und Verzierungen, viel Volumen oder aufgeschlagenen Ärmeln im Schrank liegen. Alle einfachen, einfarbigen, enganliegenden Tops und Shirts (die vielfältig verwendbar sind) ziehe ich immer zuerst an. Mittlerweile achte ich schon beim Modekauf auf die Kombinationsfähigkeit.

    Da ist ja auch wieder der Rolli … Jetzt weiß ich auch, wieso mir Rollkragenpullover nicht stehen: Sie verlängern den Oberkörper zu sehr und das geht bei mir nicht, weil mein Oberkörper schon von sich aus zu lang ist. Schade!

    Bei mir fehlen vor allem taillenkurze Strickjacken und Gürtel in verschiedenen Farben.
    Und natürlich noch mehr neutrale Shirts.
    Sehr viele im Handel erhältliche Strickjacken sind entweder zu lang für mich oder aus sehr dünner Wolle, sodass sie wirklich nur über ganz eng anliegenden Oberteilen getragen werden können.
    Es ist auch extrem schwierig, passende Gürtel zu finden. Schon monatelang suche ich einen braunen, breiten Ledergürtel mit einer silbernen Schnalle. Blöderweise sind die Schnallen bei braunen Gürteln fast immer golden und wenn nicht, dann sind mir die Dinger zu lang, zu verspielt oder der Farbton stimmt nicht …

    Übrigens, der Ah(a)-Effekt der Modeflüsterin ist wirklich einzigartig!
    Seit ich Stephanies Tips umsetze, gefalle ich mir damit nicht nur selbst besser sondern sacke auch noch zahlreiche Komplimente ein.
    Danke, Stephanie!!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      05/04/2016 @ 12:34

      Liebe Silva,

      ach das ist ja lieb von Dir! Hach! Da werde ich gleich ein wenig rot… Danke!
      Das mit den braunen Gürteln und silberner Schnalle kenne ich übrigens auch sehr gut – die Nadel im Heuhaufen und so… Heute verzichte ich ganz auf Braun in meiner Garderobe – obwohl ich es doch ab und zu zu Jeans-Outfits ganz schön fände. Aber mit Goldschnalle geht das überhaupt nicht – no go 😉
      Dir wünsche ich noch viel Glück beim Finden der noch benötigten Kombiteile!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  8. Gaby Schröder

    12/04/2016 @ 12:11

    Ich habe nun einige Lagenlooks an mir ausprobiert und bin am besten mit dem Cardigan und der Weste klargekommen . Darin habe ich mich am wohlsten gefühlt und auch die meisten Blicke auf mich gezogen. Ein weiteres Plus war, daß ich zuhause, wenn mir bei der Arbeit warm wurde, einfach ein Teil ausschmeißen konnte ohne mich komplett umziehen zu müssen! Das hat Zeit und Mühe gespart. Fand ich super!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/04/2016 @ 21:51

      Liebe Gaby,

      das freut mich, dass Du eine praktische und auch noch gut aussehende Lagen-Lösung gefunden hast! Dann hat sich ja das Thema schon bezahlt gemacht

      Herzliche Grüße von
      Stephanie

      Antworten
  9. Darf ich bitte auch etwas fragen ? :-)
    Ich mach´s einfach mal, da ich ja eine gemischte Y + O Figur habe und meine Lieblingsjacke ziemlich kurz ist (da wusste ich noch nicht, das sie eigentlich nicht richtig für mich ist) – wie könnte ich sie denoch tragen im Lagenlook?
    Vielleicht ein längeres, gemäßigtes Oversizeshirt ?
    Oder muss ich die Jacke leider verbannen, weil sie ein absolutes No go ist ?
    Wenn es so sein sollte, nur raus mit einer direkten Antwort, lieber entsorge oder verschenke ich sie, als das sie für mich total unvorteilhaft wäre.

    Ganz, ganz lieben Dank für deine Zeit und Geduld!

    LG, Josi

    Antworten
    • Modeflüsterin

      08/07/2016 @ 16:37

      Liebe Josi,

      ja, fragen darfst Du. Nur kann ich hier leider keine individuelle Stilberatung machen. Das geht leider so „blind“ überhaupt nicht. Sorry!
      Aber grundsätzlich ist Dein Gedanke, unter einer zu kurzen Jacke ein langes Oberteil zu tragen, schon richtig. Wenn Jacke und Top die gleiche oder ähnliche Farbe haben und das Top etwas heller ist als die Jacke, ergibt sich ein verschlankender und verlängernder Effekt. Könntest Du probieren. Viel Erfolg!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  10. Lieben Dank! Das hilft mir schonmal sehr viel weiter und ich werde experimentieren und dann ein Urteil fällen!
    Das mit den ähnlichen Farben ist ein wirklich guter Tip!

    LG, Josi

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.