Fashion-Layering: So funktioniert der Lagen-Look – Silhouette und Volumen (Teil 1)

Lagen-Look: So funktioniert Fashion-Layering - stilvoll und schlankMal Schneelandschaft, mal Waschküchen-Wetter, mal frühlinghafter Sonnenschein – wir sind vom Wetter einige Kapriolen gewohnt. Doch eine Frage bleibt immer gleich: Was ziehe ich nur an? Meine Antwort in diesem Fall lautet: Lagen-Look! Mit mehreren, raffiniert übereinander getragenen Kleidungsstücken schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bleiben schön warm und sehen auch noch super schick aus.

Doch ein stylisher Zwiebellook hat auch seine Tücken. Ein gelungener Lagen-Look ist mehr als das bloße Übereinanderschichten von modischen Einzelstücken. Dabei stimmig und stilvoll auszusehen und nicht zehn optische Kilos zuzulegen, erfordert etwas Geschick. Wenn Sie aber die Kunst des Fashion-Layerings meistern, erwarten Sie gleich mehrere Pluspunkte: Sie können Ihre Proportionen optimieren, indem Sie genau die Silhouette erschaffen, die für Ihren Figurtyp ideal ist. Und Sie können das Maximale aus Ihrer Garderobe herausholen – auch bei einem kleinen Kleiderschrank. Denn durch die unterschiedliche Anordnung in Lagen werden dieselben Kleidungsstücke immer wieder anders gestylt.

Wie Sie den Lagen-Look am besten umsetzen, dabei hilft Ihnen diese kleine Blogserie:

Der Lagen-Look wirkt wie eine Collage auf Ihrem Körper

Das Prinzip beim Lagen-Look ist einfach und komplex zugleich: Sie tragen Kleidungsstücke so übereinander, dass dadurch eine Art Collage an Ihrem Körper entsteht. Bei diesem Kunstwerk sollten dann im Idealfall unterschiedliche äußere Silhouetten, unterschiedliche Zonen mit mehr oder weniger Volumen sowie unterschiedlich gefärbte und texturierte Bereiche stimmig zusammen wirken. Denn der Anspruch eines gelungenen Fashion-Layering ist es, dass nicht ein Kleidungsstück das andere völlig verdeckt, sondern alle Schichten im Outfit mehr oder weniger sichtbar bleiben.

Um zu harmonischen Ergebnissen zu gelangen, sollten Sie einige optischen Gesetzmäßigkeiten kennen und sich Gedanken zu den Themen Silhouette, Volumen, Farben und Stoffe machen. Zudem gibt es einige Mode-Basics, die Ihnen bei der Zusammenstellung Ihres idealen Lagen-Looks helfen. Denn sie sind entweder perfekt für den Einsatz in bestimmten Schichten geeignet oder bieten die notwendige Flexibilität, um sie variabel einzusetzen.

In dieser Blogserie erfahren Sie alles, was Sie brauchen, um zu Ihren ganz individuellen Rezepten für einen Lagen-Look zu gelangen, der genau zu Ihnen, Ihrem Stil und Ihrer Figur passt.

Wählen Sie eine Layering-Form, die zu Ihren Proportionen passt!

Der Lagen-Look eignet sich hervorragend dazu, Ihre natürlichen Körperproportionen optisch auszugleichen. Ein bisschen mehr Volumen hier, ein bisschen weniger dort und schon erkennen Sie Ihren Körper gar nicht mehr wieder. Dabei gibt es drei Dimensionen zu beachten: Das horizontale Layering, das vertikale Layering und das erzielte Volumen an den verschiedenen Körperzonen. Die ersten beiden Kriterien entscheiden darüber, welche horizontalen und vertikalen Linien, Flächen und Zonen Sie auf Ihrem Körper schaffen. Diese beeinflussen, wie hoch, kurz, breit oder schmal der Betrachter diese Körperareale optisch einschätzt. Das Volumen hilft Ihnen dabei, Ihre natürlichen Körperkonturen so auszugleichen, dass eine Silhouette entsteht, die Ihnen schmeichelt.

Das horizontale Layering

Diese horizontalen Layering-Linien betonen Kragen, Manschetten und die Hüften. Dabei wird die Taille tiefer gelegt, der Oberkörper erscheint länger und durch den bedeckten Schritt bleibt die Beinlänge unsichtbar.

Diese horizontalen Layering-Linien betonen Kragen, Manschetten und die Hüften. Dabei wird die Taille tiefer gelegt, der Oberkörper erscheint länger und durch den bedeckten Schritt bleibt die Beinlänge unsichtbar.

Beim horizontalen Layering überschneiden sich die einzelnen Kleidungsstücke so, dass am Körper horizontale Linien entstehen. Das häufigste Beispiel dazu: Sie tragen eine Bluse und einen Pullover darüber und der Blusensaum spitzt unter dem Pullover hervor. Das schafft an dieser Stelle zwei horizontale Linien im Outfit.

Solche horizontale Linien können Sie in mehrfacher Weise nutzen:

1. Den Blick an eine schmale Stelle locken

Dort wo sich zwei Kleidungsstücke horizontal überlappen, entsteht ein Blickpunkt. Ist die Stelle schmal, ist das ein Pluspunkt und Sie wirken insgesamt schlanker.

Das funktioniert aber nur, sofern diese Übergangsstelle eine schlanke Zone im Outfit ist. Dies erzielen Sie, indem Sie ein kürzeres, weites Teil oberhalb eines darunter liegenden, körpernahen Teils enden lassen. Oder indem ein engeres, kürzeres Teil dort endet und ein weiteres, üppigeres Teil darunter hervorkommt. Beide Layering-Methoden schaffen einen Unterschied an Volumen an einer bestimmten, horizontalen Linie – mit dem Effekt, dass die schmalere Stelle im Kontrast zur Üppigkeit des Darüber bzw. Darunter noch schmaler erscheint.

Beispiel 1:

Für die erste Methode stellen Sie sich beispielsweise einen kastigen Pullover vor, unter dem der Saum eines engen Tops hervorschaut. Ist der Pullover nur taillenlang, akzentuiert das wunderbar Ihre Taille. Ist der Pullover hüftlang, dann sitzt der Blickpunkt genau dort.

Beispiel 2:

Für die zweite Methode könnten Sie sich eine enge, kurze Weste über einer weit geschnittenen, langen Hemdbluse vorstellen. Die Weste hält das Volumen der Longbluse bis zur Taille in Zaum und gestaltet die obere Silhouette schön schlank, während die Bluse danach aufspringt und Volumen an den Hüften und Oberschenkeln addiert. Auch dies akzentuiert die schlanke Stelle in der Taille.

2. Eine horizontale Körperzone ausblenden

Die Effekte des horizontalen Layerings können Sie dazu nutzen, bestimmte Zonen optisch auszublenden. Das funktioniert, indem Sie dort entweder durch ein Mehr an Volumen eine genaue Vermessung unmöglich machen oder durch eine dunkle, schlichte Farbzone für mangelndes optisches Interesse sorgen.

Im Beispiel 1 von oben sieht das dann so aus, dass der kastige Pullover eine hellere oder kräftigere Farbe hat (oder ein auffälligeres Muster, eine auffälligere Oberflächenstruktur etc.) und das darunter hervor blitzende Top dunkel, matt und glatt ist und die Taillen-Hüft-Zone bedeckt. So wird die Taille nicht nur optisch schlanker, sondern auch noch die Taillen-Hüft-Kurve ausgeblendet.

Im Beispiel 2 braucht es dazu gar keine zusätzlichen Farbeffekte. Alleine durch das aufspringende Volumen der Hemdbluse werden die Konturen des Körpers in der Taillen-Hüft-Zone unsichtbar und damit irrelevant.

3. Eine Körperzone verkürzen

Ein häufig eingesetzter Trick von Stilberatern ist es, einen besonders lang geratenen Körperteil durch mehrere horizontale Linien optisch zu verkürzen. Damit wird der lange Körperteil in mehrere weniger hohe Flächen aufgeteilt, was vom Auge insgesamt als kürzer wahrgenommen wird.

Wenn Sie also zwei Oberteile so übereinander tragen, dass das darunter liegende Oberteil sowohl oben, als auch unten hervorschaut, unterteilen Sie die Gesamtlänge dieses Areals in insgesamt drei Zonen von geringerer Höhe.

Dieser Effekt funktioniert sowohl am Ober-, als auch am Unterkörper – je nachdem, wo Sie die horizontalen Überschneidungen Ihres Lagen-Looks platzieren.

4. Den Körper vertikal völlig neu proportionieren

Wenn Sie solche horizontalen Überschneidungen sehr geschickt platzieren, dann erscheint Ihr Körper in völlig neuen, vertikalen Proportionen. Sie können Ihren Oberkörper verlängern, Ihre Beine verkürzen oder anders herum. Sie können die Strecke zwischen Taille und Hüfte verkürzen, wenn dies eine Zone ist, an der Sie vergleichsweise lang sind. Sie können Ihre Oberschenkel im Vergleich zur Länge Ihrer Unterschenkel anpassen. Und sogar im Halsbereich sind solche Tricks möglich, um einen langen Hals optisch kürzer erscheinen zu lassen.

Aber beachten Sie, dass das Endprodukt nicht nur zu Ihren Proportionen passt, sondern auch insgesamt ein harmonisches Bild ergibt. Dazu helfen Ihnen die Prinzipien des Goldenen Schnitts.

Horizontales Layering ist ein mächtiges Instrument. Wenn Sie diese Kunst zur Perfektion treiben, können Sie ansonsten fast alles tragen.

Das vertikale Layering

Die vertikalen Layering-Linien verlängern und verschlanken den Oberkörper, während die horizontalen Linien die Hüftzone verkürzen.

Die vertikalen Layering-Linien verlängern und verschlanken den Oberkörper, während die horizontalen Linien die Hüftzone verkürzen.

Vertikales Layering entsteht beispielsweise, wenn Sie eine lange Strickjacke offen über einer fast ebenso langen Bluse tragen. Mit dem vertikalen Layering produzieren Sie lange, vertikale Linien auf Ihrem Körper. Diese unterteilen die Breite des Körpers in vertikale, längliche Zonen. Im Prinzip können Sie damit drei Effekte erzielen:

1. Sie blenden die innere oder die äußeren Zonen aus

Wenn Sie einen Long-Cardigan offen über einem T-Shirt tragen, entstehen drei längliche Zonen. Ist das T-Shirt dunkler als der Cardigan, dann lenken Sie den Blick des Betrachters auf die äußere Kontur Ihres Oberkörpers und weg von der Mitte (die vielleicht ein kleines Bäuchlein zeigt). Ist der Cardigan dunkler als das T-Shirt, wird die äußere Körpersilhouette ausgeblendet, da der Blick auf die Mitte fällt.

Tragen Sie ein T-Shirt, darüber eine offene Hemdbluse und darüber abermals eine lange Strickjacke, wird dieser Effekt noch zusätzlich verstärkt. Wobei die mittlere „Blusen“-Lage zur interessantesten Zone wird, wenn Sie dort zusätzlich noch eine auffällige Farbe oder ein Muster einsetzen. Und das wiederum bewirkt, dass sowohl die äußerste, als auch die innerste Lage ausgeblendet werden. Spätestens jetzt sollten vor allem kräftige Y-Typen mit Bäuchlein aufhorchen!

2. Die Körperzone wird optisch schlanker

Wenn Sie eine Körperzone längs in zwei, drei oder mehr vertikale Zonen aufteilen, erscheint dieser optisch automatisch schlanker. Das funktioniert übrigens auch an den Oberschenkeln. Dann nämlich, wenn beispielsweise eine offen getragene Long-Weste diese Zone in drei vertikale, schmale Zonen aufteilt.

3. Sie akzentuieren die Länge einer Körperzone

Eine weitere, vorteilhafte Wirkung, von der Sie bei vertikalem Layering profitieren können, ist die Verlängerung. Das Prinzip dahinter ist ebenfalls eine einfache optische Täuschung: Stellen Sie sich zwei gleich hohe Balken vor. Der eine ist aber deutlich breiter als der andere. Wetten dass Sie den schmaleren Balken für länger halten?

Genau das passiert, wenn Sie, wie im obigen Beispiel, durch vertikales Layering mehrere, schmalere vertikale Zonen schaffen: Die einzelnen Zonen erscheinen länger.

Zudem folgt das Auge den vertikalen Linien, wandert auf und ab und hört auf, die Breite der Körperzone zu begutachten – gewonnen!

Wählen Sie eine Silhouette, die zu Ihrem Figurtyp passt!

Die individuelle Silhouette eines Outfits ergibt sich, wenn sich Zonen mit mehr und weniger Volumen abwechseln und sich dadurch eine neue äußere Kontur ergibt, die Ihre natürlichen Formen überlagert.

Dabei kann das Volumen stabil oder instabil sein.

Werden feste, steife Stoffe verwendet, bleibt das Volumen bestehen und bildet den Schnitt eines Kleidungsstücks ab, während die eigentliche Körperform darunter verborgen bleibt. Wird ein softer oder schwer zu Boden fallender Stoff verwendet, so fällt das Volumen größtenteils in sich zusammen und umschmeichelt in schwingenden Bewegungen die entsprechende Körperform. Die Körperform ist zwar zu erahnen, aber nicht genau zu vermessen.

Planen Sie Ihr Layering von innen nach außen!

Wenn Sie Kleidungsstücke übereinander tragen, sollten Sie die Stoff-Eigenschaften der Teile mit berücksichtigen. Denn nicht alle Kleidungsstücke lassen sich gleich gut über- oder untereinander anordnen. Beispielsweise gelten folgende Regeln:

  • Kleidungsstücke mit viel Volumen eignen sich besser für äußere Schichten – es sei denn, sie bestehen aus sehr dünnem, flexiblen Stoff.
  • Kleidungsstücke, die Sie innen bzw. darunter tragen wollen, sollten nicht aus zu steifen Stoffen sein.
  • Je weiter außen die Kleidungsstücke getragen werden, desto steifer, dichter oder formstabiler kann deren Gewebe im Vergleich zu den innen liegenden Stoffen sein.
  • Kleidungsstücke aus steifen Stoffen mit viel Volumen können nur als äußerste Schicht getragen werden.
  • Steifere, figurnah geschnittene Kleidungsstücke eigenen sich gut dafür, um volumige, dünne Stoffe darunter partiell in Zaum zu halten.

Wenn Sie sich diese Gesetzmäßigkeiten ansehen, verstehen Sie sicherlich, warum Sie manche Blusen aus festeren Stoffen nicht unter Ihren Feinstrickjacken tragen können. Diese sind zu dünn und nicht steif genug, um die festere Bluse darunter in Zaum zu halten, sprich: in Form zu bringen. Und auch viele Probleme mit Ärmeln, die in Schichten getragen werden müssen, lassen sich so erklären.

Planen Sie das Volumen von oben nach unten!

Der Gürtel verlegt die Taille nach oben, hält das Outfit oberhalb der Taille schön schmal, während die Drapierungen der Weste darunter voluminös aufspringen und für weibliche Hüften sorgen. Der dickere Strick wird als äußerste Hülle platziert, die nur durch das noch steifere Leder des Gürtels eingehalten werden kann.

Der Gürtel verlegt die Taille nach oben, hält das Outfit oberhalb der Taille schön schmal, während die Drapierungen der Weste darunter voluminös aufspringen und für weibliche Hüften sorgen. Der dickere Strick wird als äußerste Hülle platziert, die nur durch das noch steifere Leder des Gürtels eingehalten werden kann.

Je nachdem, wie Sie Ihren Lagen-Look mit unterschiedlichen Stoffen und figurnahen oder weiter geschnittenen Kleidungsstücken aufbauen, entsteht eine andere Silhouette. Silhouetten sind nichts anderes, als eine Kombination aus körpernahen und körperfernen Stoffhüllen. Das unterschiedliche Volumen entsteht entweder durch die Luftschicht zwischen Stoff und Körper oder durch die Materialfülle, die an einer bestimmten Körperstelle aufliegt. Um das Volumen Ihrer Silhouette ansprechend zu gestalten, gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Wenn Ihr Outfit oben voluminös ist, sollte es unten schmal bleiben.

Wenn Sie am Oberkörper viel Volumen platzieren, sollte die Kleidung am Unterkörper ganz figurnah bleiben. Sie können bei dieser Variante am Oberkörper auch weit über weit kombinieren, beispielsweise eine weite Strickjacke über einer weiten Bluse tragen.

2. Wenn Ihr Outfit unten voluminös ist, sollte es oben schmal bleiben.

Das Gleiche gilt für den umgekehrten Fall: Viel Volumen am Unterkörper kombinieren Sie am besten mit ganz figunahen Kombinationen am Oberkörper. Auch hierbei könnten Sie am Unterkörper weit mit weit kombinieren, beispielsweise ein Schößchen-Top mit voluminösem, längerem Schößchen über einem weiten, ausgestellten Rock oder einer Palazzo-Hose tragen.

3. Outfits mit insgesamt wenig Volumen sehen an kräftigen Frauen gut aus.

Diese Regel will ich Ihnen nicht verschweigen, auch wenn ich sie nur für eingeschränkt gültig erachte. Je kräftiger Sie insgesamt gebaut sind, desto vorteilhafter und schlanker wirken figurnah gehaltene Lagen-Outfits. Dass dabei allerdings auch etwas weitere und schmalere Zonen raffiniert eingeplant werden und dass Schnitt und Stoff bei solchen Kombinationen eine ganz entscheidende Rolle spielen, möchte ich Ihnen an dieser Stelle auch nicht vorenthalten.

4. Die Kombination aus weitem Oberteil und weitem Unterteil trägt immer auf.

Wenn Sie sehr dünn oder schmal sind, ist diese derzeit angesagte Kombination für Sie ideal. Achten Sie aber darauf, dass Sie für genügend Struktur sorgen und zumindest an einer Körperstelle einen figurnahen Akzent setzen – beispielsweise mit einem Gürtel oder einem Rockbund – oder mit schmalen Knöcheln und tollen Schuhen.

5. Wenn Sie voluminösere Kleidungsstücke unter schmaleren Teilen schichten, kann auch Volumen nur in bestimmten Körperbereichen entstehen.

Wenn Sie diese Regeln im Kopf haben, können Sie sich entscheiden, welche Strategie Sie für Ihr Layering wählen wollen:

Die einfachste Methode für Lagen-Looks besteht darin, das Volumen der Kleidungsstücke von innen nach außen allmählich zu erhöhen. Als Layering-Anfängerin ist das die todsichere Methode, mit der Sie nichts falsch machen können. Allerdings können Sie dann nur die obigen Regeln eins oder zwei anwenden.

Mit der etwas raffinierteren Methode Nummer 5 sorgen Sie dafür, dass sich Volumen nur an bestimmten Körperstellen zeigt. So können Sie diese Körperstellen überspielen, unsichtbar machen oder sogar proportional stärken.

Beispiel 1:

Sie tragen einen kurzen, taillierten Blazer, darunter ein dünneres, voluminöses Top, das Hüfte und Schritt bedeckt. Unterhalb des Blazersaums (Achtung: Hier platzieren Sie einen Blickpunkt!) springt das Volumen des Tops hervor. Das Volumen wird dazu genutzt, um die Breite der Hüfte zu umspielen und die Taillen-Hüft-Kurve verschwimmen zu lassen. Zudem lässt ein verdeckter Schritt die Beinlänge nicht mehr exakt einschätzen.

Beispiel 2:

Sie tragen eine enge, taillierte Weste über einer weiten, üppigen Bauernbluse mit voluminösen Ärmeln. Während Sie damit Ihren schmalen Rumpf und Ihre schöne Taille betonen, schaffen Sie gleichzeitig an Armen und Dekolleté eine voluminöse Zone, addieren dort optisches Gewicht. Die Schulter-Brust-Partie wirkt proportional kräftiger.

Sie sehen, dass sich mit Volumen auch hervorragend spielen lässt, um die Proportionen zu beeinflussen. Zusammen mit den Möglichkeiten des horizontalen und vertikalen Layerings ergeben sich unzählige Möglichkeiten, wie Sie Ihre Statur genau so gestalten können, wie es Ihnen gefällt. Ganz nach Pippi Langstrumpf eben.

In den beiden folgenden Blogbeiträgen werden Sie weitere Kriterien kennen lernen, die Ihren Lagen-Look perfektionieren. Nächste Woche geht es dabei um den Einsatz von Farbe, Mustern und Materialien. Also, bleiben Sie gespannt!

Wie wenden Sie Layering an? Haben Sie bestimmte Lieblings-Lagen-Looks, auf die Sie immer wieder zurückgreifen? Und warum ist das so? Ich bin gespannt auf Ihre An- und Einsichten!

 

47 Kommentare

  1. Hallo liebe Stephanie,

    so viele interessante Informationen, das muss ich schon sagen. Du kannst diese Besonderheiten wirklich sehr gut erklären, vielen Dank dafür. Ich werde mich auf jeden Fall mal näher damit befassen, denn so richtig bewusst habe ich mich noch nicht im Lagen-Look gekleidet. Und zwar aus Sorge, dann noch kleiner auszusehen. Aber das muss ja auch für kleine Frauen machbar sein und daher werde ich deinen Beitrag bestimmt noch mehrmals lesen.

    Einen schönen Sonntag wünsche ich dir und viele liebe Grüße
    Sabine

    http://www.styleuppetite.blogspot.de

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      gerade um den Körper zu strecken, gibt es viele Möglichkeiten, das Layering einzusetzen. Kleine Frauen müssen nur ein bisschen mehr beim Volumen aufpassen. Es muss ja nicht gleich die riesige Oversize-Jacke etc. sein… Manchmal reichen auch schon zwei kleine Fältchen an der richtigen Stelle 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Liebe Stephanie,

    ich bin fasziniert. Danke für diesen Beitrag!
    Seit ich bei dir lese – und mich jeden Sonntag auf neues „Futter“ freue – , verstehe ich Stückchen für Stückchen mehr, warum und wie Kleider an mir funktionieren bzw. nicht. Und was Farben für meine Proportionen tun.
    Sehr viel weiter gebracht hat mich die Beratung bei 3compliments – auch ein Tipp von dir! -, das Buch von Veronika Wimmer – das mich ernsthaft mit dem Gedanken einer Komplettberatung spielen lässt – und eben ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren.
    Dabei fällt vieles aus der Auswahl heraus, in manche Läden muss ich gar nicht mehr gehen, und ich weiß auch schon viel besser, welche Teile ich nicht anziehen werde, selbst wenn sie theoretisch von Farbe und Schnitt passen würde, weil sie nicht mein Stil sind.

    Und dann gibt es da noch die Teile, die mich reizen und mir gefallen, von denen ich aber nicht genau weiß, wie ich sie für mich tragbar mache. So geht es mir gerade mit einer wunderschönen Bluse, die mir eigentlich zu lang ist und die ich schon kürzen lassen wollte. Gerade noch rechtzeitig lese ich heute deinen Beitrag. Denn – hurra – ich kann die Bluse so lassen, sie mit einem meiner taillenkurzen Blazern und Jacken und einer Hose kombinieren und gleichzeitig den Schritt bedecken, so dass die Länge meiner eher kurzen Beine im Unklaren bleibt. Damit hast du mir die Augen für gleich mehrere tolle neue Outfits geöffnet, die alle schon in meine Schrank hängen. Wunderbar!

    Im Übrigen hat das Buch „Mein schönstes Ich“ mir auch nochmal bestätigt, dass dieses Sich beschäftigen mit Kleidern und Mode durchaus keine oberflächliche Obsession mit Äußerlichkeiten ist, sondern eine wesentlich tiefergehende Reflexion über Eigenarten und Charakter.

    Oh, ich freue mich schon auf die beiden nächsten Teile der Layering-Serie.

    Einen schönen Sonntag wünscht

    Inra

    • Modeflüsterin

      Liebe Inra,

      das ist aber super, dass die gute Bluse jetzt so schöne, neuartige Einsatzmöglichkeiten finden wird!
      Und es ist tatsächlich so, dass Mode weit tiefer geht, als viele vermuten. Es ist eine Erweiterung des Ich nach außen. Ich halte mich selbst auch nicht für den oberflächlichen Typ und was mich an Mode so interessiert ist, dass es eine ästhetische Sichtbarmachung für den inneren Zustand ist – Wechselwirkungen inklusive. Meine tiefste Motivation dabei ist es, nicht nur dabei zu helfen, dass Frauen äußerlich schöner werden, sondern vor allem, dass sie ihre eigene (inner wie äußere) Schönheit erkennen und dies Auswirkungen auf ihr Selbstwertgefühl und ihr Lebensglück hat. Eigentlich will ich die Leserinnen hier glücklich machen… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Liebe Stephanie, vielen Dank für Deine Beiträge, die ich jede Woche mittlerweile geradezu herbeisehne. Deine ausgearbeiteten Überlegungen zu Individualität und Ästhetik mit modischen Ausdrucksmitteln sprechen mich sehr an. Du verbindest klare Analyse mit kreativer Improvisation – eine an sich knifflige Angelegenheit. Einmalig gut finde ich Deine Stilsicherheit auch im Sprachlichen; Beispiel aus heutigem Blog: „Das funktioniert, indem Sie dort entweder durch ein Mehr an Volumen eine genaue Vermessung unmöglich machen oder durch eine dunkle, schlichte Farbzone für mangelndes optisches Interesse sorgen.“ Volltreffer – besser kann es nicht gesagt werden, und noch dazu eine raffinierte Vereinfachung eines komplexen stilistischen Sachverhalts. Dein Blog spricht viele Sinne an, nicht zuletzt durch Deine wunderbaren Illustrationen.
    Natürlich – besser geht immer, daher von mir ein kleiner Hinweis, allerdings nicht zu einem inhaltlichen, sondern nur zu einem formalen Aspekt Deines Blogs (und auch, weil Du vor einiger Zeit mal einen Fragebogen geschickt hattest und um Anregungen gebeten hattest): Ein längerer, in sich gut vorstrukturierter Blog wie heute könnte meiner Meinung nach weiter an Klarheit und Übersichtlichkeit gewinnen, wenn Du den Fließtext mehr unterteilen würdest – z.B. über den noch häufigeren Gebrauch des Links „weiterlesen“ zum Aufklappen bei Interesse, oder, indem Du ein Inhaltsverzeichnis vorne vor jeden Blogbeitrag setzt, über das die Leserin direkt an die für sie interessanten Stellen kommt. Vielleicht ja auch durch eine noch stärkere Binnen-Verlinkung oder erweiterte Menüführung entlang einer größeren Struktur, einschließlich der (auch jetzt schon vorhandenen und immer willkommenen) Verlinkung zu Blogs Deiner „Kolleginnen“. So würde der Blog eine gewisse Zuspitzung bzw. größere Anwenderfreundlichkeit erfahren, und könnte z.B. eine A-Frau noch besser alle Tips zu ihrem Figurtyp vorsortiert finden. Ein Traum von mir ist ja ohnehin, dass auch die Bekleidungsfirmen ihr Angebot nach Figurtypen vorsortieren und man eins-zwei-drei nur noch wunderschöne Kleidung für den eigenen Figurtyp angeboten bekommt.
    Gut, all dies nur am Rande – zweifellos hat Vorrang, dass Du die Zeit, die Dir für den Blog zur Verfügung steht, in die Entdeckung neuer Modethemen steckst. Ich freue mich schon auf nächsten Sonntag – und vor allem auf übernächsten Sonntag zu den Mode-Basics im Layering Look – sicher gut zu verbinden/verlinken zu Deinem älteren Blog zur Capsule Wardrobe/Baukastensystem, Blog März 2015 – eines meiner modischen Lieblingsthemen („weniger ist mehr“). Bis dahin eine schöne Zeit!

    • Modeflüsterin

      Liebe Maxima,

      vielen Dank für dieses große Lob und für die guten Anregungen, wie sich die Modeflüsterin noch user-freundlicher gestalten ließe! Solche Hinweise sind für mich sehr wertvoll!

      Die Struktur des Blogs ist mir auch schon lange ein kleiner Dorn im Auge und ich hätte tatsächlich gerne ein paar mehr Kategorien, unter denen sich bestimmte Themen leichter auffinden lassen. Allein es fehlt an der Zeit – wie Du schon richtig vermutest, stecke ich die meiste Zeit in die Erarbeitung der Inhalte und in die Beantwortung von Leserinnen-Fragen und Kommentaren. Derzeit ist das schon ein Halbtagsjob – leider ohne ein entsprechendes Gehalt. Und da ich ja auch noch ein bisschen Geld verdienen muss (da war doch noch was? Hihihi!), ist für weitreichende Umstrukturierungen derzeit einfach keine Zeit. Aber ich brüte auch schon an einer Idee, wie sich das vielleicht hinkriegen lässt… Lass mir einfach noch etwas mehr – ja, genau, da ist es wieder – Zeit 😉
      Und einstweilen wünsche ich mir dann auch noch ein zweites Leben als Full-Time-Modeflüsterin – ich weiß nur noch nicht, wohin ich mich mit dieser Bitte wenden soll… 😉

      Ganz liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Liebe Stephanie,

    kein Sonntag ohne Deinen Blog…auch heute hast Du für uns wieder tolle Tipps zur Verfügung gestellt. Über das Layering habe ich mir eigentlich noch nie so richtig Gedanken gemacht. Es ist, wie so oft, eher dem Zufall überlassen. Nun wissen wir es aber besser…Hast Du konkret eine Anregung für eine leichte A-Figur?
    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Christa

    • Modeflüsterin

      Liebe Christa,

      das freut mich, dass ich Dir wieder ein paar Anstubser in Sachen Mode geben konnte!
      Zum Thema Layering für den A-Typ: Das ist leider nicht so einfach in einem Kommentar zu beantworten – und hängt auch noch von einigen weiteren Faktoren ab. Das wäre dann noch einmal ein eigener Blogbeitrag. Aber vielleicht mache ich den ja noch… wenn ich ein gutes Beispiel finde, das sich analysieren ließe. Ich hoffe, Du kannst Dich noch ein wenig gedulden?

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Karla Kolumna

    Hallo,
    Mit diesem Thema haben Sie bei mir genau ins „Schwarze getroffen „. Seid mehreren Jahren schon trage ich sehr gerne Enge, längere Tops in den unterschiedlichsten Farben unter meinen Pullis. Eigentlich wollte ich bisher damit eher Farbakzente setzen, die ich dann in den Schuhen oder einer Kette wieder aufgegriffen habe. Jetzt habe ich aber gelernt, daß ich damit auch etwas für meine Proportionen tue Für mich bedeutet das jetzt erstmal die richtige Länge zu finden. Sehr spannend – und genau mein Stil.
    Vielen Dank für die Anregung !
    Grüße K

    • Modeflüsterin

      Liebe Karla,

      die Idee mit den Farbakzenten ist auch nicht zu verachten! Denn so können Sie eine zusätzliche Farbklammer setzen. So ein Layering hat einfach viele Vorteile, von denen Frau profitieren kann. Da lohnt es sich, genau die Varianten herauszufinden, die zum eigenen Stil- und Figurtyp passen. Weiterhin alles Gute dabei!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Hallo Stephanie,
    der Satz “ Das Prinzip beim Lagen-Look ist einfach und komplex zugleich“ trift es auf den Kopf;) Der Beitrag kommt mir zu rechten Zeit, weil ich mich an dieses Thema Layering langsam wage. War bisher nicht so mein Stil, doch die love handles können so auch charmant verdeckt / versteckt werden 😉 Außerdem bei dem schwankenden Temperaturen mal +10 dann wieder -2 ist der Layerin-Look auch noch sehr praktisch 😉 Schönen Sonntag und viele Grüße Anita

    • Modeflüsterin

      Liebe Anita,

      ja, ja, die lieben „Love Handles“ – die haben es wirklich in sich oder an sich oder so…. Davon kann ich auch ein Lied singen. Auch das spricht für mein Plädoyer für Blazer. Ob nun über einem längeren oder kürzeren Top – einmal darüber geworfen, bringt ein Blazer auch die hartnäckigsten „Love Handles“ zum Schweigen 😉 Und das funktioniert bei Frauen jeder Größe.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Blazer ist die Lösung für alles 😉 Ich liebe Blazer, schon vor den Hamsterbacken an den Seiten 😉 Ich habe ein Problem. Die Bluse unter dem Pulli herausschauend, stört mich doch. Ich habe es probiert, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ich nicht richtig angezogen bin. Da habe ich noch viel zu üben/probieren/experimentieren. Gut, dass es gleich 3 Teile bei Dir gibt. Vielleicht werde ich doch noch warm mit diesem Styling-Thema. Denn das (Trage)-Gefühl sollte zur Outfit-Optik auch passen – wie ich finde. Schau mal bei mir HIER Würde mich auch über ein Kommentar freuen. Danke für Deine Zeit. Viele Grüße Anita

        • Modeflüsterin

          Liebe Anita,

          habe Dir gerade auf Deinem Blog einen Kommentar dazu hinterlassen – wie gewünscht 😉 Ich denke, dass für Dich der kommende Teil über die Farben ganz entscheiden sein wird. Eine zusätzliche, vertikale Aufteilung ist für kleine Frauen immer schwierig, da sie verkürzt – es sei denn, man wählt die richtigen Farben…

          Bis Sonntag und herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          • Liebe Stephanie. Vielen Danke für Deine Zeit und Deine Meinung.
            Ja, alles was Du geschrieben hast, bekräftigt, was ich vermutet habe und daher fühle ich mich darin nicht so wohl. Es schön, das mal auch von jemandem wie Dir zu hören, die auf solche „Kleinigkeiten“ achtet. Viele haben nicht das Auge dafür. Also noch mal Danke für Deine Worte. Bin ganz gespannt auf die weiteren Teile, die mir hoffentlich helfen werden. Wir Frauen gewöhnen uns an alles, aber mit Zeit 😉 Graue Haare, Liebeshenkel, verrückte Trends 😉 Freue mich auf Sonntag und viele Grüße Anita

  7. Karla Pfenning

    Hallo Stephanie,
    vielen Dank für diesen wiedermal tollen Beitrag. Ich freue mich jeden Sonntag darauf und wenn dann das Wetter so schlecht ist wie heute,gibt es nichts schöneres als Deine Beiträge zu lesen.
    Ich habe eine Frage dazu. Wenn ich es richtig verstanden habe sollte die Frau mit Bauch lieber den vertikalen Layeringlook bevorzugen ,da hiermit besser die Körpermitte ausgeblendet wird.Ich habe eine kurze Weste ,die vorne geknotet wird und ich habe dazu oft eine Longbluse druntergezogen.Anscheinend betont dieses Outfit aber eher das was ich eigentlich nicht möchte,nämlich breitere Hüften und ein Bäuchlein :((

    Liebe Grüsse
    Karla

    • Modeflüsterin

      Liebe Karla,

      das kommt jetzt ganz darauf an, wie kurz die Weste ist und wo genau der Knoten sitzt. Der Knoten ist natürlich, genau wie der Westen-Saum, ein Blickpunkt. Und wenn er an der schlanksten Stelle oberhalb des Bäuchleins platziert wird, dann kann er den Blick nach oben – weg vom Bauch und hin zum schlanken Unterbrustbereich – ziehen. Wenn der Knoten allerdings genau über dem Bauch sitzt, dann wäre wahrscheinlich tatsächlich ein vertikales Layering mit Long-Jacke besser. Aber das sind so individuelle Fragen, die sich eigentlich gar nicht per Mail oder Kommentar beantworten lassen… Leider!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Karla Pfenning

    Noch eine Anmerkung,wie funktioniert das vertikale Layering durch eine Longweste bei kräftigen Oberschenkeln? Das habe ich nicht so ganz verstanden,sorry.

    Lg Karla

    • Modeflüsterin

      Liebe Karla,

      wenn Du beispielsweise eine knielange Longweste offen trägst, dann hängen die beiden Vorderteile rechts und links lang herunter und bilden zwei längliche, vertikale Flächen. Diese Flächen bedecken jeweils einen äußeren Teil des rechten bzw. linken Oberschenkels. Nur die inneren, beiden Zonen der Oberschenkel sind noch sichtbar. Das lässt diese schlanker erscheinen. Alles klar?

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. Liebe Stephanie,

    ein sehr anspruchsvoller Artikel, vielen Dank dafür. Dein gutes Sprachgefühl ist mir übrigens auch schon oft aufgefallen und lustigerweise ist mir genau der im vorigen Kommentar zitierte Satz ebenfalls als besonders gelungen ins Auge gesprungen. Außerdem fnde ich die erste Zeichung wunderschön.

    Jetzt zum Thema Layering. Ich habe eine A-Figur, allerdings mit kräftigen Oberarmen. Oberarme und Oberschenkel sind bei mir die kräftigsten Zonen. Horizontales Layering wende ich kaum noch an, wenn ich einen kurzen, kastigen Pullover zu einem nicht sehr viel längerem Shirt kombiniere. Der doppelte Bund betont dann die Taillen-Hüft-Region und lenkt ab von den Oberschenkeln. Die Oberschenkel kaschiere ich mit einem dunklen Rock in leichter A-Linie oder mit dunklen Jeans.

    Spannender finde ich zur Zeit aber das vertikale Layering. Durch die neuen Long-Cardigans und Strickmäntel ergeben sich da ganz neue Möglichkeiten für mich. Es stimmt nämlich, was du sagst, dass die langen Linien des Long-Cardigans die Oberschenkel teilen und dadurch verschmälern. Bei mir müssen die Cardigans dunkel sein, um die Oberarme schlanker erscheinen zu lassen, dazu dann ein helles, schimmerndes Top und eine dunkle, schmale Jeans oder Leggings. Hellhörig geworden bin ich beim Lesen, als du etwas von Long-Weste geschrieben hast. Ich habe solche schon in den Läden gesehen, aber bisher für mich nicht in Erwägung gezogen.

    Was ich auch gerne noch mehr austesten würde, ist die Sache mit dem Verdecken des Schrittes durch ein längeres Oberteil, welches durch einen kurzen, taillierten Blazer ergänzt wird. Das habe ich bisher noch nie so richtig hinbekommen.

    Liebe Grüße,
    Karin

    • Modeflüsterin

      Liebe Karin,

      da habe ich doch gerade bei Karla kurz erklärt, wie der Effekt mit Long-Weste oder -Cardigan bei den Oberschenkeln funktioniert – und schon lieferst Du eine noch schönere Beschreibung 😉
      Die Sache mit dem Layering ist tatsächlich ein bisschen „Trial and Error“. Da muss jede Frau testen, was machbar ist. Denn auch die genauen vertikalen Proportionen müssen ja zur Frau passen. Da kommt es manchmal wirklich nur auf ein paar Zentimeter mehr oder weniger Saumlänge an, damit die Optik stimmt. Nicht immer einfach. Ich wünsche Dir aber viel Erfolg bei Deinen Nachforschungen!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Dein Artikel macht richtig Lust auf Lagen-Look, allerdings habe ich das Gefühl, dass das generell für X Figuren nicht so optimal ist. Schließlich sollen „wir“ ja nirgendwo Volumen addieren und die Figur am besten so zeigen, wie sie ist. Bei sommerlichen Temperaturen ein leichtes Spiel, im Winter finde ich es aber meist unmöglich, mich warm genug anzuziehen, ohne optisch ein paar Kilos zuzunehmen. Untenrum kein Problem, eine gut sitzende Hose oder ein enger Rock. Aber im Brustbereich finde ich es fast unmöglich, nicht eine Y-Statur aus mir zu machen. Schon alleine Schals finde ich schwierig…

    • Modeflüsterin

      Liebe Tuuli,

      da habe ich zwei Tipps für Dich: Probiere mal, wie Du weitere Pullover und Tops mit dem „Half Tuck“ doch noch auf Figur bringen kannst. Und probiere mal aus, wo sich Gürtel als oberste Lage in Deinem Lagenlook einbinden ließen. Grundsätzlich sollten die Materialien auch eher dünner und glatter sein. Das könnte Dich zu neuen Möglichkeiten führen. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Christina

        Hallo Stefanie,
        danke für den interessanten Artikel – wieder viel gelernt!
        Hast Du auch Tipps für eine X-Figur mit ‚Bäuchlein‘? Ich fühle mich gegürtelt nicht so wohl und auch dem ‚Half Tuck‘ komme ich mir etwas komisch vor. Vielleicht verstehe ich auch das System noch nicht.
        Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die Layering-Fortsetzung!
        Herzlichen Gruß
        Christina

        • Modeflüsterin

          Liebe Christina,

          leider kann ich solche, individuellen Tipps per Kommentar nicht geben – ich sehe Dich ja nicht!
          Grundsätzlich könnte eine X-Figur mit Bauch einen Gürtel an der schmalsten Stelle tragen und darüber einen stark taillierten Blazer, Jacke oder Weste platzieren, um die äußere Silhouette herzustellen, den Bauch von der Seite zu überspielen und gleichzeitig von vorne die horizontale Linie des Gürtels zu verkürzen. Aber bitte ohne Garantie 😉

          Liebe Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          • Christina

            Liebe Stefanie

            danke – klar ohne Garantie bei Ferndiagnosen! Ich habe gedacht, dass Du bestimmt eine Idee hast – und auf so eine ausgeklügelte wäre ich sicher nicht gekommen.

            Herzlichen Gruß
            Christina, die das demnächst mal ausprobiert

  11. Hallo Stephanie,
    wieder ein sehr interessanter Beitrag.An den Lagenlook habe ich mich bisher nicht so recht rangewagt,außer mal eine Strickjacke oder Weste über Pullover oder Bluse.Vielleicht werde ich mal mutig und probiere etwas aus.Da ich ein A-Typ bin denke ich ist horizontales Layering für mich am besten.Ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge und hoffe,das ich dann noch besser das Prinzip Layering verstehe und weiß welche Kleidungsstücke ich zusammen kombinieren kann.
    Liebe Grüße Pippi von Heiter bis Wolkig.

    • Modeflüsterin

      Liebe Pippi,

      ich denke, da wird auch der nächste Beitrag über Farben für Dich als A-Frau wichtig werden. Denn zusammen mit horizontalem Layering und Farben kann man den A-Typ völlig „umgestalten“. Aber das wäre dann tatsächlich noch ein anderer Beitrag… 😉 Falls Du ihn noch nicht gesehen hast: Ich habe mal zusammen mit meiner Blogger-Kollegin Conny ein Experiment für den A-Typ gemacht. Auch dabei entstand letztendlich ein Layering-Look, der für sie gleich mehrere Vorteile hatte. Vielleicht ist das auch für Dich interessant.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. Liebe Stephanie,

    diese Art Artikel liebe ich an deinem Blog ganz besonders – du bietest immer so wunderbar umsetzbare Anregungen!

    Ich trage heute eine anthrazitfarbene, schmale Anzugshose zu einer längeren, fließenden Bluse in Off-White und darüber einen hellgrauen, kastigen Pullover mit weiten 3/4-Ärmeln, der nur bis knapp über die Taille reicht – horizontales Layering! Mein Problem ist dabei immer, dass es schwierig ist, eine Bluse zu finden, die genau die richtige Länge für diesen Pullover hat. Wenn sie zu lang ist, stimmen irgendwie die Proportionen zwischen Pullover und Bluse nicht mehr.

    Herzlichen Gruß

    Diana

    • Modeflüsterin

      Liebe Diana,

      …und ich könnte wetten, dass das mit den Proportionen des Goldenen Schnitts zusammen hängt 😉 Wenn der Teil der Bluse, der unter dem Pulli herausschaut in etwa die gleiche Höhe hat wie der Pullover, dann entsteht ein 1 : 1 Höhenverhältnis, das immer optisch schwierig ist. Bei 2 : 1 wird es besser, bei 3 : 2 am besten und so weiter. Vielleicht überprüfst Du das mal?

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Liebe Stephanie, Volltreffer! Die Blusen, die nicht gehen, sind fast 1:1 🙂

        Herzlichen Gruss

        Diana

  13. Ich lerne immer sooo viel wenn ich bei Dir mitlese. Das es Unterschiede gibt, wusste ich zum Beispiel gar nicht – also das mit dem Vertikal und dem Horizontal. Ich layere sowieso total gern und versuche mich auch immer mal wieder an ungewöhnlichen Längen 🙂 – jetzt hab ich wieder Input!
    Ich danke Dir.

    GLG aus der EDELFABRIK Chrissie

    • Modeflüsterin

      Liebe Chrissie,

      Du wirst lachen, aber bei manchen Passagen des Textes habe ich an Dich gedacht. Gerde kürzlich hattest Du ein paar „weit über weit“-Layering-Outfits auf Deinem Blog, die ich an Dir entzückend fand. Aber Du hast natürlich auch die Figur, um das tragen zu können 🙂 Bin schon gespannt, was Du aus diesen Tipps für neue Outfits zauberst!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  14. Liebe Stephanie,

    ich bin seit ein paar Monaten begeisterte Leserin Deines Blogs und freue mich jeden Sonntag auf neue Tipps und Erkenntnisse! ☺

    In Deinem neuesten Beitrag hat mir das horizontale Layering mit der Bluse unter dem kürzeren Pullover sehr gut gefallen und ich würde das gerne einmal ausprobieren. Da ich farbtechnisch sehr zurückhaltend in Blau, Weiß und Grau unterwegs bin, versuche ich neben filigranem Goldschmuck immer Schuhe, Gürtel und Handtasche in Mittelbraun bis Orangebraun zu tragen, damit es nicht zu langweilig wird. Die Farbklammer Schuhe – Gürtel gefällt mir dabei auch sehr gut. Meine Frage lautet: Kann bei dem horizontalen Layering der Gürtel irgendwie sichtbar sein oder funktioniert das Ganze dann nicht mehr? Ich habe übrigens eine schlanke Y-Figur mit langen Beinen ☺

    Viele Grüße aus Hamburg!

    Anke

    • Modeflüsterin

      Liebe Anke,

      um beim horizontalen Layering den Gürtel sichtbar zu machen, müsstest Du mal versuchen, mit dem „Half Tuck“ zu arbeiten. Dann ist aber wahrscheinlich ein Kleidungsstück, das Du vorne offen lassen kannst, besser dazu geeignet als ein Pullover. Alternativ könnte man eine Longbluse an der Hüfte mit einem Gürtel einhalten und darüber einen Kurz-Pullover tragen – das halte ich aber für einen Y-Typ von den Proportionen her eher für nachteilig – es sei denn die Farben von Pullover und Longbluse sind sich sehr ähnlich und bilden keinen großen Kontrast. Aber dennoch eher schwierig… Auch da wäre eine längre Jacke, die offen getragen wird, besser. Aber ich bin sicher, Du wirst das schon hinkriegen 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  15. Violetta

    100 Punkte!
    Dieser Blogbeitrag war wieder mal ganz nach meinem Geschmack, da ich sowieso eigentlich immer layere.
    Ich habe übrigens eine O-figur, eventuell bin ich auch eine X mit Bäuchlein d.h.: ich verdecke immer meine Mitte durch knielange Cardigans oder Westen oder ich trage mehrere Schichten übereinander (langes Seidenshirt, sogar manchmal mit einer Spitzenbordüre, darüber ein kürzerer Pullover über einer engen Jeggins, die meine schmalen Beine betont). Ach ja und immer ein Schal oder Tuch um meinen Hals, was meine obere Hälte betont.

    Vielleicht könnte man wirklich mal eine Bildersammlung mit verschiedenen Layering Anregungen für die verschiedenen Figuttypen zusammenstellen…..

    Ganz liebe Grüße
    Violetta

    • Modeflüsterin

      Liebe Violetta,

      das klingt tatsächlich ein bisschen mehr nach O- als X-Typ 😉 Denn besonders die langen Cardigans sind für den O-Typ Gold wert. Und Deine schlanken Beine sprechen auch dafür. Aber so aus der Ferne ist das natürlich nur eine Vermutung, nicht mehr…
      Den Wunsch mit den Beispielen für alle Figurtypen hatte ich auch schon beim Verfassen der Blogserie im Kopf. Nur ist das gar nicht so einfach, wie gedacht, da es für jeden Figurtyp mehrere Möglichkeiten gibt. Und wenn dann zusätzlich noch die vertikalen Proportionen sowie Farben, Muster etc. ins Spiel kommen, erhöhen sich die Varianten um ein Vielfaches. Das alleine wäre ein Thema für ein ganzes E-Book oder zumindest für ein sehr dickes Magazin. Aber wenn ich mal nicht weiß, was ich mit einer freien Woche (oder besser: zwei Wochen) anfangen kann, werde ich mich darum kümmern 😉
      Bei dieser Gelegenheit: Wenn jemand eine einsame Hütte in den Bergen oder ein kleines Strandhäuschen auf einer Insel zur Verfügung stellen möchte, in der bzw. in dem eine Autorin in Ruhe arbeiten kann: sehr gerne! 😉

      Aber für heute erst mal liebe Grüße an Dich von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  16. Ich bin keine 160 cm gross und eher kurvig. Eines Tages habe ich eine lange Strickjacke gefunden mit kurzen Trompetenärmeln und mit 3 Knöpfen über der Brust knöpfen. Das Teil wirkt Wunder! Ich sehe schlanker und grösser aus. Ich sehe darüber hinweg, dass mir Trompetenärmel fast nur im Frühling oder Spätsommer nützen, wenn es ohne nichts etwas zu frisch, mit richtiger Jacke jedoch defintiv zu warm ist.

    Ausserdem kommt das Kleidungsstück demnächst nach Marrakech mit. Es scheint mir den genau richtigen Bedeckungsgrad zu bieten.

    • Modeflüsterin

      Liebe Anna,

      das freut mich, dass Du Dein Lieblingsteil schon gefunden hast! Du wirst es sicherlich viele Jahre lang mit Freude tragen. Das ist ja das Schöne an solchen Teilen: Sie kommen niemals aus der Mode 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  17. Liebe Stephanie, also am liebsten würde ich mir deine Illustrationen an den Spiegel morgens pinnen. Denn die Stufen vor Augen zu haben, ist doch sehr nützlich. Ich habe ja eine Schwäche für Gürtel beim Lagenlook oder meide alles, was ohne Gürtel irgendwo am Oberschenkel endet. Liebe Grüße zu dir! Sabina

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabina,

      das ist ja auch mal eine neue Idee: Illustrationen an den Spiegel heften… Vielleicht hast Du damit eine neue Dekorations-Idee für Ankleidezimmer geschaffen 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  18. Ach ja, wenn man ein Ankleidezimmer hätte …
    XD

    Ich mag den Lagen-Look wirklich sehr gern. Für A- und X-Frauen ist er jedoch extrem schwierig umzusetzen. Die hier gezeigten Beispiel-Outfits wären für mich allesamt völlig unvorteilhaft. Das Problem ist, dass die langen Oberteile, die beim Layering getragen werden, immer die Taille verschleiern und die Beine verkürzen.

    Beispiel 1 und 3 bieten immerhin den Vorteil, dass der Schritt verdeckt wird. Jedoch lenkt die helle Farbe des Oberteils den Blick ausgerechnet in die Hüftzone. In Beispiel 1 endet der kurze, kastige Pullover zudem unterhalb der natürlichen Taille, also gerade dort, wo der Körper wieder breiter wird. Außerdem erscheint der gesamte Oberkörper dadurch länger.
    Der Gürtel in Beispiel 3 ist wiederum toll für alle Frauen mit schlanker Taille. Aber die Weste addiert sehr viel Volumen im Hüftbereich. Über Beispiel 2 brauche ich gar nicht nachzudenken: Hier wird der Oberkörper extrem gestreckt und verschlankt, also nix fürs A.

    Und da liegt genau der Hund begraben: Wenn ich als A-Frau mit sehr kurzen Beinen und Bauchspeck den Lagen-Look tragen möchte, dann funktioniert das eigentlich nur mit dem „Conny-Trick“ (in Anlehnung an Connys Minikleid-Outfit mit der kurzen Jacke): taillenkurzer, heller Topper über längerem, dunkleren Oberteil (möglichst in der gleichen Farbe wie die Hose). Ah ja, ich sehe, Du hast das auch gleich verlinkt … Das ist ja prima.
    ^__^
    Ich trage dann entweder

    – schwarze Leggins,
    – eine schwarze, weite, schrittverdeckende Bluse und
    – eine kurze helle Weste oder

    – eine schwarze oder dunkelgraue Hose,
    – ein schwarzes oder dunkelgraues, mittellanges, figurumspielendes T-Shirt und
    – einen kurzen hellgrauen Blazer oder eine kurze, helle Jeansjacke darüber,

    das ganze mit einem voluminösen Schal und/oder auffälligen Ketten und möglichst hochhackigen Schuhen kombiniert. Das sind so meine Standard-Layer-Outfits.

    Das Problem ist jedoch, überhaupt taillenkurze Topper zu finden, die richtig passen.
    Wenn ich Größe S wähle, passt mir der Topper unter den Armen und im Schulterbereich, steht jedoch am Rumpf ab. Dann kann ich ihn nicht zum Lagen-Look mit einem weiteren Oberteil kombinieren. Also entscheide ich mich dann für Größe XS.
    Die Folge:
    Nun passt der Topper zwar schön im Taillen-Rumpf-Bereich, ist unter den Armen allerdings zu eng. Das muss ich dann leider in Kauf nehmen. Zum Mäusemelken!
    >.<'

    Ach ja, und das kurze, kastige Oberteil über einem langen, engen Top können wirklich nur ganz schlanke Frauen ohne Hüftgold tragen, sonst wird das peinlich. (Leider machen das viele falsch.)

    Und Tuuli hat recht: Selbst wenn man passende Topper hat; man kann die Taille nie so schön betonen wie mit einem hellen Taillengürtel zum schlichten, schwarzen Kleid. Ich glaube, als A- und X-Frau muss man das einfach akzeptieren, dass Hosen und lange Oberteile eben nicht ganz optimal sind.

    Noch ein Wort zum längeren Blazer: Ich habe ja einen polangen Blazer, den ich seit Deinem tollen Beitrag von neulich gern mit einem auffälligen T-Shirt und schwarzen, engen Jeans zum "magischen Modedreieck" kombiniere. Jedoch muss ich dazu immer meine höchsten Absätze tragen, sonst wirken die Beine doch zu kurz. Und der Pluspunkt "schlanke Taille" fällt ja dann auch weg. (Auch wenn das natürlich toll ist, dass man das Hüftgold – bzw. die Love-Handles – dadurch verstecken kann.)

    • Modeflüsterin

      Liebe Silva,

      das was Du als „Conny-Trick“ bezeichnest, ist tatsächlich eine der beten Layering-Methoden für den starken A-Typ. Und mit Deinen beiden Standrad-Looks liegst Du genau richtig. Vielleicht eine Bemerkung dazu: Denke ruhig auch mal an die Relativität der Farben und Muster! Es muss nicht immer schwarz und dunkelgrau sein…
      Und zu den kurzen Jacken: Vielleicht kannst Du diese in der Taille beim Änderungsschneider enger machen lassen – das würde ich den meisten A-Frauen ohnehin raten. Denn Blazer passen da meist nicht richtig.
      Auch hast Du absolut recht, was Deinen längeren Blazer angelangt: Wenn der Blazer tatsächlich polang ist, dann wird das optische Gewicht ein wenig nach unten gezogen und der Oberkörper nur ein paar Zentimeter optisch verlängert. Das kann schon ausreichen, dass Du dazu höhere Schuhe tragen musst, um diese kleinen proportionalen Änderungen wieder abzufangen. Da muss frau immer von Fall zu Fall abwägen, was ihr gerade wichtiger ist. Aber ganz ehrlich: Ich ziehe gerade in letzter Zeit öfter Outfits an, obwohl ich weiß, dass diese meine Beine kürzer erscheinen lassen – da ist mir der Spaß am Tragen von 7/8-Hosen oder Culottes einfach wert 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  19. Liebe Stephanie,
    Danke für diese inhaltsstarke, sehr interessante Serie! Ich mochte Layering nie, irgendwie assoziierte ich das mit formlosen Stressemanzen: freudlos und bieder.
    Aber jetzt eröffnen sich Möglichkeiten, toll! Ich kann also meine zu engen Blusen offen tragen, darunter dunkle Shirts, und als äußerste Schicht meine Wollblazer, Longblazer, Boucleblazer… Hach, und Statementketten, Tücher, Schals, Hüte. Ich fange wohl gleich an, mir Outfits zu legen und zu fotografieren. Dann kann ich ENDLICH meine Farben tragen: rot, beerenfarben, grau, weiß, pink, limette, rosa und mint. Denn die Oberteile sind alle zwei Größen kleiner, als Röcke/ Hosen, deshalb auffällig. Und ich trage das, was mir gefällt, das ist fast immer mit 1 fröhlichen Farbe… Mit 1.80 m falle ich sowieso auf, daran habe ich mich erst mit ca. 45 Jahren gewöhnt. Dennoch werde ich oft irritiert betrachtet. Mode bedeutet, meinen Stil zu pflegen und mich
    wohl zu fühlen, Proportionen auszugleichen und meinem Ziel, lässig-elegant zu sein, näher zu kommen. Das scheint beim Layering zuzutreffen. Dank des Trainings bei Dir verstehe ich inzwischen, wie Mode und Stil funktioniert. Zu gern möchte ich Dir auch etwas geben, deshalb einige Ideen: Konzepte verfassen (Proportionen, Figuren, Nachhaltigkeit etc.) einzeln online anbieten als vertiefendes Wissen, Studenten der angewandten bzw. Wirtschaftsmathematik den Blog zur optimierten Strukturierung überlassen (Hausarbeit o.ä. ) oder Kooperation mit Firmen/Marken, die hochwertige nachhaltige Mode verkaufen.
    Bitte antworte nur, wenn es Dir wichtig erscheint.
    Eine schöne kurze Woche mit sonnigen Ostertagen wünsche ich Dir!
    Meike

    • Modeflüsterin

      Liebe Meike,

      huch, da habe ich ja etwas Neues in gang gesetzt… das klingt nach modischem Aufbruch! Gut so!
      Vielen Dank auch für Deine Empfehlungen! Vertiefende Themen sind bereits absolut angedacht (und im Kopf habe ich schon die ersten Modeflüsterin Specials geschrieben – nur leider noch nicht in der Realität…). Eine studentische Hilfskraft wird es wohl erst geben, wenn besagte Specials etwas Geld in die Kasse bringen und eine Kooperation mit einem nachhaltigen Modelabel bereite ich gerade für meinen vierten Blog-Geburtstag vor. Du siehst, Deine Vorschläge sind ganz auf meiner Linie 🙂

      Herzliche Ostergrüße sendet Dir
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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