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Was können Sie von Barbie’s neuen Kleidern lernen?

Die neue "curvy" Barbie hat auch neue Outfits bekommen. Ob diese wohl für den A-/X-Figurtyp vorteilhaft sind?

Die neue „curvy“ Barbie hat auch neue Outfits bekommen. Ob diese wohl für den A-/X-Figurtyp vorteilhaft sind?

Mit welcher Puppe haben Sie in Ihrer Kindheit am liebsten gespielt? Für mich gehört die Zeit, die ich mit meiner Barbie verbrachte, zu meinen schönsten Erinnerungen. Dabei habe ich gar nicht darauf geachtet, ob meine beste Freundin nun etwas dicker oder dünner, kleiner oder größer war. Doch seitdem Essstörungen zu den recht häufigen Erkrankungen von jungen Mädchen gehören, vermehrt sich die Kritik an der Barbie-Puppen-Figur. Diese ist mit ihren dünnen, langen Armen und Beinen, der schmalen Taille und dem vergleichsweise großen Busen so gar nicht realistisch ausgestattet.

Nun bringt Mattel eine neue Serie auf den Markt, die „Barbie Fashionista“. Diese Barbie gibt es mit verschiedenen Figurtypen: „curvy“, „tall“ und „small“. Und natürlich haben alle Barbies auch neue Kleidchen bekommen. Als alte Barbie-Liebhaberin musste ich mir gleich mal ansehen, welche Outfits sich die Profis für die runderneuerte Schönheit ausgedacht haben. Dabei liegt mein besonderes Augenmerk auf der „curvy“ Barbie, die in etwa einem A-/X-Figurtyp entspricht. Wie gut passen die neuen Barbie-Looks zu diesem Figurtyp? Und was kann Frau davon lernen? Lassen Sie sich überraschen!

Nach über 50 Jahren kommt die Erkenntnis: Große, kleine, kurvige und dünne Frauen sind gleichermaßen schön!

Über 50 Jahre hat es gedauert, bis Barbie verschiedene Figurtypen annehmen darf. Dabei ist vor allem die „curvy“ Barbie interessant. Denn diese hat tatsächlich deutlich veränderte Proportionen:

  • Die Hüften sind deutlich breiter.
  • Der Po ist ausgeprägter.
  • Vorne ist ein kleines Bäuchlein zu sehen.
  • Die Beine und Arme sind kräftiger – wenn auch noch weit von realen Ausmaßen entfernt.

Insgesamt ist die neue kurvige Barbie zwar immer noch sehr, sehr schlank, nimmt aber weit realistischere Maße an als bisher. Das Wort „curvy“ ist natürlich maßlos übertrieben. Ich würde diese Figur als einen sehr schlanken A-/X-Figurtyp mit weit überdurchschnittlich langen Beinen bezeichnen.

Interessant finde ich, welche Outfit-Ideen sich die Puppen-Designer für die kurvige Barbie haben einfallen lassen. Ob diese wohl figur-gerecht sind? Ich habe mal zwei davon für Sie analysiert.

Outfit 1: Schößchen-Top mit Jeansrock

Das Schößchen-Top akzentuiert eine schlanke Taille und macht die Schultern optisch etwas breiter. Die Hüften und Oberschenkel bleiben im dunklen Jeansrock dezent, während der Blickpunkt des Outfits auf dem Top liegt.

Das Schößchen-Top akzentuiert eine schlanke Taille und macht die Schultern optisch etwas breiter. Die Hüften und Oberschenkel bleiben im dunklen Jeansrock dezent, während der Blickpunkt des Outfits auf dem Top liegt.

Dieses Outfit besteht aus einem dunkelblauen Jeansrock in Bleistiftform, der mit einem kurzen Schößchen-Top und schwarzen Riemchen-Plateau-Sandalen kombiniert wird.

  • Das Top hat einen eher breiten, hohen U-Boot-Ausschnitt. Der transparente, rosa Einsatz am Dekolleté lässt das Top optisch wie ein Bustier erscheinen. So entsteht eine prägnante horizontale Linie im Schulter-Brust-Bereich, die den schmalen Schultern des A-Typs entgegen kommt, aber auch vom X-Typ ohne Probleme getragen werden kann.
  • Die mittlere Partie des Tops ist mit Querstreifen abgesetzt und teilt das Bustier-Teil in drei vertikale Zonen. Dabei sind die äußeren Zonen dunkel und die mittlere Zone hell und gemustert. Das macht den Oberkörper deutlich schlanker und lenkt den Blick auf die Mitte des Oberkörpers. So ein optischer Trick wäre besonders für wirklich vollschlanke X-Frauen ein echter Gewinn.
  • Der dünne rosa Gürtel betont – ebenso wie das kurze Schößchen – die schmale Taille der Figur. Für den X-Typ ist das immer eine gute Idee. Für die A-Figur ist es besonders günstig, dass sich der rosa Akzent an den Schultern auf größerer und breiterer Fläche wiederholt und somit die Schulterbreite mehr optisches Gewicht erhält als die Taille. Das verbessert die Relation zwischen Schultern und Taille.
  • Gut gewählt ist auch die Position des Gürtels an der schmalsten Stelle des Oberkörpers. Darunter überspielt das Schößchen raffiniert die Taillen-Hüft-Kurve, die gerade beim A-Typ sehr ausgeprägt ist und gleicht diese aus.
  • Durch den hoch angesetzten Gürtel verlängern sich die Beine – ein schöner Nebeneffekt, den die Barbie zwar nicht benötigt, aber „realistische“ A-/X-Frauen vielleicht schon…
  • Ebenfalls positiv: Die Saumlänge des Tops endet noch deutlich oberhalb der breitesten Stelle der Hüften. Das ist eine sehr gute Länge für beide Figurtypen: A und X (wenn Sie nicht gerade einen Lagenlook umsetzen wollen).
  • Der dunkle Bleistiftrock hält die untere Körperhälfte dezent zurück. Dadurch bleibt die Breite der Hüfte außen vor. Alle interessanten Blickpunkte bleiben beim schlanken Oberkörper.
  • Der Rocksaum liegt in etwa in der Mitte der Oberschenkel. Das ist für eine A- oder X-Figur mit schlankeren Beinen und für jüngere Frauen durchaus machbar. Bei kräftigeren oder kürzeren Beinen und im reiferen Alter wäre ein Rocksaum knapp über dem Knie vorteilhafter.
  • Die Plateau-Sandaletten haben recht breite Riemchen über den Fesseln. Auch wenn diese proportional durchaus zu kräftigeren Beinen passen würden, so ist deren Platzierung an den Fesseln für die meisten A-/X-Figurtypen eher nachteilig. Da Barbie aber auch in der Curvy-Version sehr schlanke, lange Beine hat, mag man den Designern diesen Fauxpas gerne verzeihen…

Insgesamt ist das Outfit tatsächlich für einen A-/X-Figurtyp überraschend gut geeignet. Insbesondere das Oberteil weist einige Details auf, die Sie so oder so ähnlich als A-/X-Frau sehr vorteilhaft tragen könnten – auch wenn Sie keine Barbie-Maße haben.

Outfit 2: Rüschen-Top mit weitem Blümchen-Rock

Das Rüschen-Top ist nur etwas für Frauen mit kleinem Busen und straffen Oberarmen. Der Blümchenrock hat zwar eine ideale Länge, trägt aber in der Taille auf.

Das Rüschen-Top ist nur etwas für Frauen mit kleinem Busen und straffen Oberarmen. Der Blümchenrock hat zwar eine ideale Länge, trägt aber in der Taille auf.

Das zweite Outfit, das mir sofort auffiel, ist ein romantischer Look mit einem ärmellosen Rüschen-Top in Apricot und einem angereihten, weit schwingendem Rock mit Blumendruck. Dazu trägt Barbie Ankle-Booties in Nude mit Blockabsatz.

  • Grundsätzlich ist der Oberkörper bei diesem Outfit heller und in einer kräftigeren Akzentfarbe gehalten als der Unterkörper. Zwar zieht auch das Blumenmuster den Blick auf sich. Durch den dunklen Untergrund kann sich das Muster aber nicht gegen das farbige Top eindeutig optisch durchsetzen. Hier greift die Relativität von Farben und Mustern, die ich Ihnen schon einmal hier auf dem Blog vorgestellt habe. Dieser Effekt ist für Frauen, die den Blick auf den Oberkörper ziehen und dennoch auf Muster am Unterkörper nicht verzichten wollen, von Vorteil.
  • Das ärmellose Top hat einen hohen Rundhalsausschnitt. Dieser ist vor allem für Frauen mit mittlerem oder kleinem Busen tragbar und eher weniger gut für die X-Frau geeignet.
  • Auch die fehlenden Ärmel des Tops sind eher kritisch zu beurteilen. Für A-Figuren bieten sie zwar die Chance, ihre schön schlanken Oberarme zu präsentieren, sie tragen aber nichts dazu bei, die breiten Hüften dieses Figurtyps auszugleichen. Für X-Figuren sind ärmellose Oberteile oft tragbar, wenn die Oberarme entsprechend fest geformt sind. Trotzdem: eine schwierige Kombination!
  • Meist völlig ausgeschlossen für den üppigen X-Typ mit großem Busen ist es, mit einer großen, vertikalen Rüschen-Borte am Oberkörper glimpflich davon zu kommen. Für den A-Typ hingegen ergibt sich dadurch die Möglichkeit, von einem kleineren Busen geschickt abzulenken.
  • Eher schwierig dürfte sich die Rockform gestalten – sowohl für den kräftigeren A-, als auch für den üppigen X-Typ. Zwar bietet die Rockweite eine gute Gelegenheit, die breiten Hüften, ein kleines Bäuchlein und kräftige Oberschenkel ins Nirwana zu schicken. Aber das angereihte Volumen zwischen Taille und Hüfte dürfte bei beiden Figurtypen eher auftragen. Besser ist es, wenn der Rock zwischen Taille und Hüfte figurnah bleibt (beispielsweise wenn er glatt am Bund angesetzt ist) und erst darunter Weite aufnimmt. Für schlanke A-/X-Typen, wie Barbie, ergeben sich dadurch aber keine Einschränkungen.
  • Die Rocklänge endet genau an einer Stelle knapp über dem Knie, die bei vielen Frauen zu den schmalen Körperzonen gehört. Einige Profis (wie beispielsweise auch Veronika Wimmer, deren Buch ich Ihnen vor zwei Wochen vorstellte), sprechen in diesem Zusammenhang auch von der „Knie-Taille“. Diese Rocklänge ist nicht nur schmeichelhaft, sondern gerade für reifere Frauen mit kurzen Beinen oft der Idealfall.
  • Die Schnürschuhe dieses Outfits haben ein sehr hohes Blatt, das bis hinauf zu den Fesseln reicht. Diese knappe Ankle-Booties-Form ist eigentlich ein für kurze Beine nachteiliger Schnitt. Wären da nicht zwei Details, die sich sehr positiv auf die Gesamtoptik auswirken: Der Schuh ist nude-farben und geht mit dem Hautton der Beine eine unauffällige Kombination ein. Und er hat einen Blockabsatz, der proportional gut zu kräftigeren Beinen passt. Beide Faktoren verlängern das Bein unauffällig und sind daher sowohl für A-, als auch für X-Frauen vorteilhaft.

Alles in allem ist das zweite Outfit zwar weniger figurfreundlich als der erste vorgestellte Look. Mit kleinen Änderungen, vor allem an der Rockform, wäre es jedoch für eine Frau mit A-Figur durchaus attraktiv tragbar – immer vorausgesetzt, dass sie einen starken Anteil an romantischen Stil-Elementen in sich trägt. Mein Tipp: Ersetzen Sie die Rüschen gegen einen eleganten Volant und das Blumenmuster gegen einen unifarbenen Stoff und das Outfit wird erwachsen…

Ob Sie sich nun von den neuen Barbie-Outfits etwas für ihre eigenen Looks abschauen konnten oder nicht – mein Fazit für die modische Zukunft von Curvy-Barbie fällt insgesamt positiv aus. Ich denke, auch eine etwas „realer“ gebaute Barbie wird sich in ihren Kleidern wohl fühlen. Als Kind habe ich für meine Barbie immer die schönsten Kleidchen genäht (zumindest dachte ich das…). Und ganz ehrlich: Ich hätte große Lust, auch die neuen Körperformen von Barbie einzukleiden… Aber vielleicht sollte ich erst einmal für sie kochen. Denn von mir aus könnte sie ruhig noch ein wenig mehr zulegen.

Welche Looks würden Sie gerne an der Curvy-Barbie sehen? Sollte es auch eine „richtige“ PlusSize-Barbie geben? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung!

PS: Und wenn Sie sich jetzt wundern, warum sich eine über 50-jährige Frau noch mit Barbies beschäftigt, dann sehen Sie sich doch mal meine beiden „Playmates“ in Acryl an („Playmate I“ und  „Playmate II“ )! Die beiden Gemälde im Großformat  zeigen meine Barbie aus Kindheitstagen und sind eine augenzwinkernde, doppeldeutige Hommage an männliche Fantasiewelten. Ich liebe es, die Reaktionen der männlichen Ausstellungsbesucher zu beobachten, die sofort fasziniert zu den Bildern streben, um dann bei näherem Hinsehen etwas enttäuscht festzustellen: Das sind ja nur Puppen… Ein bisschen Spaß muss sein oder?

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

27 Kommentare

  1. Hallo Stephanie,
    dass ist ja mal so ein ganz anderer Artikel,überraschend und zum schmunzeln.Ich habe mich schon gewundert,dass die Barbies irgendwie anders aussehen.Vielleicht hilft das ja und Frau muss ihre breiten Hüften nicht mehr verstecken.
    Deine Bilder aus der Ausstellung sind ja auch der Knaller.Wir sind keine Puppen und die Männer sehen auch nicht alle wie Ken aus.
    Wünsche allen einen schönen Sonntag.

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    • Modeflüsterin

      21/02/2016 @ 09:55

      Liebe Sabine,

      genau. Es gibt tatsächlich ungefähr genauso wenig Kens wie Barbies… 😉 Mich hat vor allem auch das Wortspiel „Playmate“ beschäftigt. Zumal die Barbie ja tatsächlich die Spielgefährtin für ganz viele Mädchen ist/war. Und sie dennoch eine unrealistische Traumfigur hatte, die vor allem von männlichen Idealvorstellungen geprägt ist – eher wie die Playmates der Zeitschrift Playboy…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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  2. Interessanter Artikel! So habe ich das Ganze noch gar nicht betrachtet. Eine Barbie mit H oder O förmigem Körper wird es wohl nicht geben. Ich würde eine dickere Barbie befürworten, glaube aber, ehrlich gesagt, nicht, dass sie gekauft werden würde. Da sind die Klischees noch zu sehr in den Köpfen verankert.
    Lieben Gruß
    Gabi

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    • Modeflüsterin

      21/02/2016 @ 13:22

      Liebe Gabi,

      also ich würde mich ja auch über eine etwas pummelige, genussfreudige Barbie mit ein paar Pölsterchen in der Körpermitte freuen – vermute aber das Gleiche wie Du: Der Verkauf wäre wahrscheinlich eher schwierig 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Mit Barbiepuppen habe ich sehr lange gespielt. Damals habe ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, ob die nun zu dünn ist. Jetzt sieht die Curvy zumindest „normal“ aus – wobei mir die erste Variante wesentlich besser gefällt.

    Liebe Grüße Sabine

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    • Modeflüsterin

      21/02/2016 @ 13:25

      Liebe Sabine,

      also mit dieser „normalen“ Figur wären sicherlich ganz viele Frauen super glücklich… 😉 Ich denke, dass das immer noch sehr idealisiert ist, aber ein Weg in die richtige Richtung. Die Barbie mit dem Schößchen-Top ist auch meine Favoritin :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Interessanter Artikel. Mir hat immer die Variante „Schößchen-Top mit Jeansrock“ gefällt. In Kindheit wollte ich immer als Sekretärin arbeiten und diesen Look fand ich toll!))

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    • Modeflüsterin

      21/02/2016 @ 13:28

      Liebe Inga,

      das wäre aber dann eine recht sexy Sekretärin geworden – mit dem Outfit 😉 Das Top würde ich bei einem coolen, festlicheren Anlass tragen, dann aber mit einem schwarzen, etwas längerem Leder-Bleistiftrock…

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  5. Liebe Stephanie,

    früher habe ich auch sehr gerne mit Barbies gespielt und als meine Tochter klein war natürlich auch mit ihr und ihren Barbie Puppen. Ich habe mir damals überhaupt gar keine Gedanken darüber gemacht, ob die Figur meiner Barbie realistisch war oder nicht. Ich fand sie einfach nur toll und je prinzessinnenartiger das Kleid, umso besser :) .

    Als kleine Frau favorisiere ich natürlich heute eine small Barbie, aber die curvy Barbie gefällt mir auch sehr gut. Sie dürfte auch gerne noch etwas kurviger sein.

    Und deine Bilder finde ich ebenfalls sehr schön. Da kann ich mir gut vorstellen, wie die Männer gucken 😉

    Ganz liebe Grüße
    Sabine

    Antworten
    • Modeflüsterin

      21/02/2016 @ 17:54

      Liebe Sabine,

      Du wirst lachen, aber als ich von der small Barbie hörte, habe ich sogar spontan an Dich denken müssen 😉 Dass Dich das sicherlich interessieren würde. Aber ich finde, dass auch die kleine Barbie ruhig etwas an Kurven zulegen könnte. Die ist nämlich sehr dünn geblieben. Da haben sich die Macher wohl nicht allzu weit von der ursprünglichen Form entfernen wollen…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Modeflüsterin, ja das wäre eine sehr sexy Sekretärin geworden))) Aber heute trage ich strenge Kleider sehr gern. Manchmal gibt es Probleme, wo so ein Kleid zu kaufen, aber am meisten bestelle ich in verschiedenen Webgeschäften – es ist billiger und die Qualität kann besser sein.

    Antworten
  7. Liebe Stephanie,
    der Artikel zeigt wieder, wo Proportionen ausgeglichen werden können und wo überall Beispiele „lauern“.Ich finde Barbies mit allen Figurvarianten super. Damit ließe sich ein weltfremdes Ideal, wie sieht eine Frau aus, mindern. Das käme sicher vielen Mädchen zuvor, die sehr früh beginnen, sich „mager zu hungern“. Und es braucht viele selbstbewusste Frauen, die sich in ihrem Körper wohlfühlen. Dann ist man von Manipulationen einigermaßen geschützt. Frauen definieren sich selbst und strahlen das aus-mit einzigartigem Charisma.
    Das ist die wichtigste Botschaft,
    Herzliche Grüße
    Meike

    Antworten
    • Modeflüsterin

      22/02/2016 @ 17:46

      Liebe Meike,

      ja, da bin ich ganz bei Dir: Es werden noch viele „real“ gebaute Frauen mit gutem Selbstbewusstsein vonnöten sein, bis sich das vorherrschende, utopische (und oft ungesunde) Idealbild von extrem abgemagerten, dünnen Körpern ohne Kurven wieder etwas ausgleichen lässt. Frauen, die mit sich und ihrem Körper im Reinen sind, haben immer eine deutlich charismatischere und sinnlichere Ausstrahlung als alle anderen. Daher finde ich es so wichtig, dass Frauen auch an ihrer inneren Einstellung und an ihrer Selbstliebe arbeiten. Einen besseren Jungbrunnen und ein besseres Schönheitsgeheimnis gibt es nämlich nicht.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
    • Modeflüsterin

      22/02/2016 @ 20:00

      Danke Dir, Beate!
      Ja, ja, bei Barbies geht mein Gehirn sofort in den super kreativen Spiel-Modus über und dann kommt so etwas dabei heraus 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  8. Jeden Sonntag bin ich gespannt wie ein Flitzebogen auf die Modeflüsterin-Mail.
    Diesmal jedoch konnte ich es wirklich kaum erwarten, den Artikel zu lesen, als ich die Betreffzeile las: Ja, was können wir von Barbie lernen …?
    Bitte lächeln? Mehr Rosa? Immer Absatzschuhe tragen?
    ^_^
    Der Beitrag gefiel mir schon wegen des ungewöhnlichen Titels. Und auch die „Playmates“ finde ich witzig. Da musste ich gleich an diesen Song denken: „I’m a Barbie-Girl in my Barbie-Wo-horld … Life is Plastic; it’s fantastic!“ *lach* Das Video ist auch Klasse. Ich finde, sie bewegen sich wirklich wie Puppen …

    Ich liebe ja Outfitvergleiche …

    Zu Outfit 1:
    Ich dachte immer, Schößchen machen die Hüften breiter? Also für mich wäre das nix.
    Auch schmale Gürtel sind für mich nicht vorteilhaft. Ich habe das noch nicht ganz ergründet, weshalb, aber mir stehen breite Gürtel besser.
    Was ich auch immer nicht verstehe: Ganz viele Bleistifröcke enden (genau wie bei der Barbie) irgendwo mitten auf dem Oberschenkel oder aber unterhalb des Knies. Für mich ist beides extrem unvorteilhaft: Enden sie auf dem Oberschenkel, wirken meine Beine dick, enden sie unterhalb des Knies, wirken meine Beine kurz.
    Wieso enden die Röcke nicht genau auf Kniehöhe, wo das Bein am schlanksten ist? Das wäre doch die beste Lösung für fast alle Frauen?

    Zu Outfit 2:
    Oh Gott, ja! Ich hatte auch bis vor Kurzem auch einen angereihten Rock. Furchtbar!
    Außerdem würde ich sagen, die vertikal verlaufende Rüschenreihe und die fehlenden Ärmel verlängern den Oberkörper? Also ich sehe jedenfalls komisch aus mit ärmellosen Oberteilen. Aber ich habe auch einen extrem langen und dünnen Oberkörper im Vergleich zu den breiten Hüften und kurzen Beinen …
    Und die Schuhe … Ich weiß auch nicht, als kurzbeinige Frau ist es eigentlich fast unmöglich, sich elegant und wandertauglich zugleich zu kleiden …
    Typisches Beispiel: Osterspaziergang. Man trägt einen Bleistifrock, eine schicke Bluse … und …? Da kann man noch so schmale, leichte, schmucklose Ballerinas finden. Es fehlen einfach wichtige Zentimeter am Bein. Buhuuu!

    Zum Barbie-Modell: Ich finde das unsinnig, kleine, kurvige und große Barbies zu produzieren. Das wichtigste ist doch, dass man die Puppe an- und ausziehen kann, und nicht, ob die eine realistische Figur hat. Jedes kleine Kind weiß ja, dass das eine Puppe ist und kein Mensch. Ich hatte auch niemals Minderwertigkeitskomplexe, weil ich nicht so aussehe wie Barbie. Wer vergleicht sich mit einer Puppe? Man misst sich doch eher an Gleichaltrigen aus der unmittelbaren Umgebung. Ich war beispielsweise immer traurig, weil mein Busen nicht so wuchs wie bei den anderen Mädchen. (Leider hat sich der Zustand auch späterhin nicht gebessert.) Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, mich zu bedauern, weil ich nicht Barbies Oberweite oder lange Beine habe.

    Im Übrigen: Die arme (tradtionielle) Barbie! Wäre sie ein wirklicher Mensch hätte sie laut „Lexikon des unnützen Wissens“ von 2010 die Maße: 96-50-83 (entspricht einem Taille-Hüft-Quotienten von 0,60). Die Durchnittsdeutsche besaß entsprechend diesem Lexikon 2010 die Maße 98,7-84,9-102,9 (entspricht einem Taille-Hüft-Quotienten von 0,83).
    Ich habe 80-69-88 (entspricht einem Taille-Hüft-Quotienten von 0,78). Das ist wirklich kein großer Unterschied! Und ich finde schon nichts Passendes zum Anziehen. Und zum Oberkörper habe ich noch nichts gesagt. Da kann man sich nun vorstellen, wie schwer Barbie es hätte, wenn sie nicht auf ihre Maßschneider zurückgreifen könnte, sondern in einem normalen Geschäft einkaufen müsste …

    Antworten
    • Modeflüsterin

      24/02/2016 @ 15:43

      Liebe Silva,

      Deine Frage bezüglich des schmalen Gürtels hast Du Dir weiter unten selbst beantwortet: Ich tippe mal darauf, dass Dein langer schmaler Oberkörper eine breitere horizontale Zone benötigt, um die Proportionen auszugleichen. Daher Dein Faible für breitere Gürtel. Ein Schößchen ist übrigens für recht viele Frauen tragbar – auch mit breiteren Hüften. Es kommt aber auf die Länge und das Volumen des Schößchens an (und darauf, wie hoch bzw. in welcher Ansatzlinie am Top es angebracht ist). Wenn das Schößchen eher kurz ist und wenig Volumen hat (also recht glatt fällt und gut oberhalb der breitesten Stelle der Hüften endet), kann es auch für A-Figuren eine gute Möglichkeit sein, die extreme Taillen-Hüft-Linie ein wenig moderater – sozusagen in Kaskaden – verlaufen zu lassen. Muss aber nicht 😉
      Und vielleicht noch ein Wort zur Rocklänge: Diese ist nicht nur vorteilhaft, wenn sie an einer besonders schmalen Stelle am Bein endet, sondern vor allem auch, wenn sie zu den vertikalen Proportionen des gesamten Körpers passt. Dazu gibt es hier schon einen ausführlichen Beitrag: „Der Goldene Schnitt…“. Vielleicht als kleine Anregung :-)
      Ansonsten gehöre ich auch nicht zu den Frauen, die sich von den Maßen der Barbie beeindrucken lassen – und als Kind schon gleich gar nicht. Aber damals war die Gesellschaft auch nicht so auf das Gewicht, Fitness und Schlanksein fixiert…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  9. Interessanter Artikel! Ich wäre ja nicht auf die Idee gekommen, Barbies Kleider zu analysieren …

    Mehr Vielfalt bei den Puppen finde ich eigentlich gut. Allerdings halte ich Barbiepuppen für recht unproblematisch für das Körperbild von Kindern – ich hatte viele Barbies und mir war immer klar, dass kein echter Mensch so aussieht oder so aussehen kann. Ich wusste ja auch, dass reale Hunde nicht gelb sind wie mein Stofftier und dass richtige Elefanten andere Proportionen haben als mein Stoffelefant.
    Schlimmer finde ich da die Werbeanzeigen mit gephotoshoppten Frauen – genau dort wird Kindern und Jugendlichen nämlich vorgegaukelt, echte Menschen könnten (und sollten) so aussehen, obwohl es unmöglich ist. In welchem Ausmaß diese Bilder manipuliert sind, ist schließlich den meisten nicht klar.

    Das erste Outfit wäre ja durchaus was für mich. Okay, ohne das Pink 😀

    Antworten
    • Modeflüsterin

      24/02/2016 @ 15:47

      Liebe Stefanie,

      das ist ein gutes Argument, das Du anführst! Vielleicht sind Kinder ja doch vernünftiger, als viele denken… Und die „gefotoshopten“ Fotos überall gehen mir manchmal ganz schön auf die Nerven – auch als erwachsene Frau. Umso wichtiger ist es, dass junge, wie reife Frauen an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten. Nur so kann man sich gegen die super-schlanke Dauer-Beschallung wehren 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  10. Liebe Stephanie,

    ich habe exzessiv mit Barbie gespielt und ich denke schon, dass man als Mädchen, auch wenn man sich nicht bewusst mit der Puppe vergleicht, unbewusst das Körperideal in sich aufnimmt. Als ich in die Pubertät kam, meine Hüften breit wurden und die Oberschenkel kräftig, hat mich das schon sehr irritiert. Und als ich vor Kurzem beim Zeitunglesen von den neuen politisch korrekten Barbie-Versionen erfuhr, habe ich mich gefreut.

    Ich habe ja auch eine A-X-Figur und würde das erste Outfit eher nicht tragen. Abgesehen von dem hüftebetonenden Schößchen finde ich, dass der Oberkörper in zu viele Rechtecke aufgeteilt und dadurch noch zierlicher gemacht wird. Ich habe bessere Erfahrungen damit gemacht, eine großzügige (aber dennoch figurbetonte) Fläche am Oberkörper zu schaffen.
    Vor der Rocklänge Mitte Oberschenkel habe ich mich lange gescheut, weil ich meine Beine nicht zeigen wollte. Aber mittlerweile trage ich diese Länge ganz gerne, allerdings nur als Kleid mit blickdichter Strumpfhose.

    Das zweite Outfit habe ich bis vor ein paar Jahren so ähnlich getragen. Vielleicht nicht gerade mit angereihtem Bund, aber ein knielanger A-Linien-Rock mit Rüschenoberteil gehörte zu meinen Standard-Sommeroutfits. Da ich mich jetzt nicht mehr ganz so romantisch fühle, sondern mehr in die puristische Richtung tendiere, mag ich jetzt etwas geradere Schnitte ohne Rüschen lieber, wobei ich die von dir vorgeschlagene erwachsene Version immer noch gut finde.

    Liebe Grüße,
    Karin

    Antworten
    • Modeflüsterin

      24/02/2016 @ 15:54

      Liebe Karin,

      wenn ich Deine Erfahrungen mit denen der anderen Leserinnen hier zusammenfasse, dann reagieren anscheinend alle Mädchen ein bisschen anders auf die Maße von Barbie. Hmm. Woran das wohl liegen mag?
      Zum Thema Schößchen habe ich bereits in meiner Antwort auf Silvas Kommentar einiges gesagt. Also auch für den A-Typ sind Schößchen durchaus tragbar – mit bestimmten Auflagen. Die „Dreiteilung“ des Tops ist tatsächlich vor allem für den üppigen X-Typ ein Pluspunkt. Die A-Figur braucht das ja nicht, dass der Oberkörper noch schlanker erscheint. Daher denke ich, dass Du mit Deiner Taktik schon richtig liegst 😉 Und die „erwachsene“ Version des Outfits 2 wäre tatsächlich ein Zugeständnis an die romantische Seele einer reifen Frau… Also keine falsche Zurückhaltung!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  11. Na, die Umgebung und wohl auch die Generation spielt wohl eine Rolle. Auch ich habe sehr lang noch und gerne mit Barbie gespielt und leider auch sehr viel Unrealistisches (an Körpermaßen) in mir verankert.
    Wenn Barbie eine normale Frau wäre, wäre sie unfruchtbar, die meisten Organe würden nicht richtig arbeiten und vieles mehr. Und ganz ehrlich? Als Kind fand ich es schon seltsam, mit einer erwachsenen Frau zu spielen = Barbie und nicht mit Shelly oder der erst später auf den Markt gekommenen jugendlichen Barbie.
    Aber Verstehen geht ja bekanntlich erst im Nachhinein.
    Deshalb bin ich zwar etwas skeptisch, aber doch freue ich mich über die neuen Modelle.
    Zwecks Verkaufszahlen: das dachte man bei PoC und Latina-Barbies zuerst ja auch. Aber die gingen auch ziemlich weg, weil die Welt ist bunt, nicht nur europäisch-weißhäutig. 😉

    Die Outfits finde ich scheußlich. Knallenger Bleistiftrock in Denim – urghs. Das Bustier auch too much. Und das Rüschchentop in Koralle- igitt.
    Aber so sind auch Geschmäcker verschieden 😉

    Antworten
    • Modeflüsterin

      04/03/2016 @ 19:03

      Liebe Luna,

      bei den Verkaufszahlen der neuen Barbie bin ich auch optimistisch. Ich denke, dass Kinder den Unterschied wahrscheinlich gar nicht so bewusst bemerken, aber ihre Mütter froh sind, eine Puppe mit etwas vernünftigeren Körpermaßen anbieten zu können…
      Die Sache mit den Outfits ist natürlich nur abstrahiert zu sehen. Die Puppenkleider sind sicherlich nicht eins zu eins übertragbar. Und ich wollte damit auch nicht zwischen den Zeilen sagen, dass jetzt alle Frauen wie Barbie-Puppen herumlaufen sollten… 😉 Nur das Prinzip der Formen, Silhouetten und modischen Details, übertragen auf Mode für „richtige“ oder „lebende“ Frauen, ist gemeint. Und da sind Rüschenblusen ohne Ärmel, Bleistiftröcke aus Jeans und Schößchen-Tops nicht jenseits der Vorstellung – nur vielleicht im richtigen Leben in etwas weniger „quietschiger“ Ausführung. So eine Plastikpuppe ist ja bekanntlich äußerst geduldig :-)

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  12. danke für den beitrag ! Mir hilft es immer sehr, wenn sie an konkreten Beispiel aufzeigen, was eher vorteilhaft ist und was nicht….

    Antworten
    • Modeflüsterin

      10/03/2016 @ 12:24

      Danke für Deine positive Rückmeldung, Ornella!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  13. Monika Sturmberg

    11/03/2016 @ 00:10

    Hallo zusammen,
    ich denke mir, daß es der Barbie-Maßstab 1 zu 6 ist, warum die Körper zu dünn sind. Denn die Stoffe, aus denen die Puppenkleider genäht sind, sind natürlich normal dicke Stoffe und haben nicht den Maßstab 1 zu 6. Deshalb tragen sie auf. Um das auszugleichen, ist der Körper unnatürlich schmal.
    LG Monika

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/03/2016 @ 22:54

      Liebe Monika,

      das ist ja mal eine interessante Idee – könnte durchaus Sinn machen. Danke für diesen neuen Gedanken!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten

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