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Outfit-Analyse: Erwachsene Romantik an einer kleinen A-Figur

Dieser romantische, aber erwachsene Sommer-Look an einer kleinen A-Figur weist einige Raffinessen auf.

Dieser romantische, aber erwachsene Sommer-Look an einer kleinen A-Figur weist einige Raffinessen auf.

Das letzte Wochenende war ein Sommertraum, den ich auf einer Oldtimer-Ausfahrt genießen durfte (ja, auch die Modeflüsterin macht ab und zu ein paar Tage Urlaub – aber möglichst unbemerkt…). In der bunten Ausflugstruppe war Petra mit dabei, die mich vom ersten Tag an mit Ihren Outfits begeisterte. Die 58-jährige zweifache Mutter hat eine kleine A-Figur mit den typischen Rundungen an Bauch, Po und Oberschenkeln und machte einfach in jeder Ihrer feminin-lässigen Kombinationen eine gute Figur. Am dritten Tag dann erschien sie in einem wunderbar fröhlichen, gepunkteten Sommerkleid, geschmückt mit einem rosa Gürtel und Two-Tone-Ballerinas. „Was für ein schönes Beispiel für erwachsene Romantik!“, dachte ich und beschloss sofort, Ihnen dieses sommerliche Outfit vorzustellen.

Warum steht Petra das Kleid so gut? Wie schafft sie es, einen romantischen, eigentlich recht mädchenhaften Look so erwachsen aussehen zu lassen? Und welche Fashion-Tricks können Sie sich davon abschauen? Ein analytischer Blick auf das Outfit von Petra bringt Klarheit. Und ganz nebenbei ist dieser Beitrag auch noch mein leiser Abschiedsgruß an einen wundervollen Sommer…

Warum das Outfit für eine kleine Frau mit A-Figur funktioniert

Petra hat eine A-Figur mit dem typischen optischen Schwerpunkt bei Hüfte, Po und Oberschenkeln und einem vergleichsweise schmalen Oberkörper. Dazu kommen – wie bei vielen Frauen jenseits der 50 – ein kleines Bäuchlein und schön weiblich gerundete Oberarme. Untypisch für die A-Figur von Petra ist allerdings, dass sie recht schmale Fußgelenke und als kleine Frau eine etwas kürzere Taille hat. Damit kann sich Petra – trotz ihrer kleinen Statur – über wunderschön geschwungene und vergleichsweise lange Beine freuen. Das Outfit ist perfekt dazu geeignet, die figürlichen Vorzüge von Petra zu unterstreichen:

Der Ausschnitt

Der Ausschnitt des Kleides ist etwas breiter als tief und insgesamt recht hoch geschnitten. Das betont einerseits die Schulterbreite, verlängert andererseits den Oberkörper etwas nach oben. Die kleinere Oberweite schafft die ideale Voraussetzung für diesen Ausschnitt und wird auf angenehme Art akzentuiert. Das sind zwar nur Nuancen, diese haben aber durchaus ihren Effekt.

Die Ärmel

Die kurzen Ärmel verdecken den obersten Teil der Oberarme, verbreitern gleichzeitig durch ihre horizontale Saumlinie den Brustbereich. Das sorgt für proportionalen Ausgleich zur üppigeren Hüft-Po-Region.

Taillennaht mit Gürtel

Die Taillennaht des Kleides sitzt genau an der schmalsten Stelle des Oberkörpers, direkt unterhalb der letzten Rippe und noch leicht oberhalb der stärksten Stelle am Bauch. Diese schmalste Stelle des Outfits erhält einen Akzent in Form des dünnen, rosa Gürtels. Der Gürtel verkürzt den Oberkörper nicht. Das zarte Rosa bildet kaum Kontrast zum Beige des Kleides, da es in etwa den gleichen Helligkeitswert besitzt und fällt als einzige Akzentfarbe des Outfits dennoch ins Auge. Das ist eine höchst raffinierte Art, einen Blickpunkt in der Taille zu setzen, ohne die vertikale Farbsäule des Kleides zu stark zu unterbrechen oder die Körperlänge maßgeblich zu verkürzen. Und das Beispiel zeigt sehr anschaulich, dass auch Frauen mit kleinem Bäuchlein durchaus ihre Taille betonen können, wenn sie es geschickt anfangen.

Figur-Tipp: 

Wählen Sie einen schmalen Gürtel in der gleichen Farbe wie das Darunter oder in einer kontrastarmen Farbe, wenn Sie

  • … ein kleines (!) Bäuchlein haben und Ihre Taille trotzdem betonen möchten,
  • … eine kleine Frau sind und die vertikale Farbsäule nicht unterbrechen wollen,
  • … einen kürzeren Oberkörper haben und diesen nicht noch weiter optisch verkürzen wollen.

Die Rockform

Der ausgestellte Rock ist an der Taillennaht flach angesetzt und nimmt erst allmählich nach unten an Volumen zu. Das sorgt dafür, dass das Stoffvolumen an der Taillen-Hüft-Linie noch recht gering ist, während es den breiteren Stellen an Hüfte, Po und Oberschenkeln genügend Raum gibt und diese sanft umspielt. Am Saum schließlich hat der Rock dann genug Weite, um Knie und Unterschenkel darunter noch zierlicher aussehen zu lassen

Zudem erzeugt die Rockform eine A-Linie, die die Taille darüber etwas schlanker wirken lässt – ein optischer Effekt, der übrigens auch H-Figuren eine Taille zaubert.

Die Saumlänge

Die Saumlänge knapp über dem Knie ist für kleine Frauen ideal, die etwas größer erscheinen, wenn sie mehr Bein zeigen. Gleichzeitig ist der Saum aber immer noch lang genug für eine erwachsene A-Frau und verdeckt die meist kräftigeren Oberschenkel dieses Figurtyps.

Die Schuhe

Die Schuhe bilden mit ihrem hellen Beigeton nur wenig Kontrast zur Farbe der Beine und sorgen dafür, dass diese – trotz fehlendem Absatz – schön lang erscheinen. Die dunkler abgesetzten Kappen wiederum verkürzen optisch und lassen die Füße auch in flachen Schuhen mindestens eine Schuhgröße kleiner wirken.

Wie die Farben des Looks größer machen und das Outfit zusammen halten

Mehrere Farbklammern, zwei Hell-Dunkel-Kontraste und ein Kalt-Warm-Kontrast machen das Outfit interessant und halten es farblich zusammen.

Mehrere Farbklammern, zwei Hell-Dunkel-Kontraste und ein Kalt-Warm-Kontrast machen das Outfit interessant und halten es farblich zusammen.

Die Farb-Komposition von Petras Outfit hat einige Raffinessen auf Lager. Wenn Sie die Modeflüsterin schon länger lesen, werden Ihnen einige davon bekannt vorkommen…

Beige

Das helle Beige des Kleides bildet die neutrale Grundfarbe des Outfits. Sie korrespondiert mit dem Beige der Ballerinas ebenso wie mit dem etwas dunkleren Beige-Ton der Basttasche und des Strohhuts, der leider nicht auf der Illustration zu sehen ist. Es ergibt sich eine lange Farbsäule, die den Körper streckt und etwas größer wirken lässt.

Schlammbraun

Zum Beige addiert Petra ein dunkleres Schlammbraun mit aschigem Unterton – eine Farbe, die sich in den Schuhkappen und in den braunen Locken von Petra wiederfindet. Dieses Detail hält den Look von Kopf bis Fuß zusammen, indem eine wichtige Farbklammer gesetzt wird.

Stil-Tipp: 

Frauen mit dunklen Haaren sind immer gut beraten, wenn sie an Beinen oder Füßen eine weitere Zone mit dunkler Farbe in ihr Outfit einplanen (das Prinzip der „Farbklammer“).

Akzente in kalten Farben

Die warmen Beige- und Brauntöne werden mit kühlen weißen und rosa Akzenten deutlich aufgefrischt. Dadurch entsteht ein dezenter Warm-Kalt-Kontrast, wie Sie ihn aus dem Outfit von Marianne schon kennen. Solche kleinen, kühlen Farbspritzer machen ein Outfit aus warmen Farben sofort viel interessanter. Sie passen umso besser zu Ihnen, wenn Ihre natürliche Pigmentierung – wie bei Petra – ebenfalls solche Warm-Kalt-Kontraste aufweist.

Die Farbkontraste

Das Outfit ist insgesamt recht kontrastarm angelegt. Weiß und Beige, aber auch das Hellrosa haben sehr ähnliche Helligkeitswerte. Dennoch findet sich auch ein größerer Kontrast in der Kombination wieder: Die Schuhe im Two-Tone-Stil sind Hellbeige und Schlammbraun abgesetzt. Damit korrespondiert der größere Kontrast, der an Petras Kopf zu finden ist: Ihre dunkelbraune Brille und die braun-grau-honigblond melierten Haare ergeben zusammen mit dem hellen Teint einen ähnlich starken Kontrast. (Dazu gesellte sich am kühleren Morgen noch ein dunkelbrauner Pullover, den Petra lässig über den Schultern trug, als ich Sie zum ersten Mal sah.)

Wir haben es hier also mit einem Outfit zu tun, das nur auf den ersten Blick recht monochrom erscheint. Auf den zweiten Blick befinden sich zwei Inseln mit stärkerem Kontrast darin – strategisch geschickt an Kopf und Fuß platziert halten sie das Outfit zusammen.

Akzentfarbe Rosa

Highlight des Outfits ist natürlich der schmale, hellrosa Gürtel. Er markiert die schlankste Stelle und gibt dem Outfit aus neutralen Basisfarben den entscheidenden Pep. Mein Tipp dazu: Mit hellrosa Lippen könnte Petra eine zusätzliche Farbklammer bilden und den Blick zwischen Gesicht und Taille hin und her wandern lassen – so bleibt der Blick zwischen Oberkörper und Gesicht, was besonders kleinen A-Frauen gut tut.

Das Outfit von Petra ist auch farblich zuckersüß und erwachsen-neutral zugleich, arbeitet mit Farbsäule, Kalt-Warm-Kontrasten, unterschiedlichen Helligkeitswerten und mehreren Farbklammern, um stilistisch und figürlich ein wunderbares Ergebnis zu erzeugen. Was will Frau mehr?

Die romantischen Details des Looks und wie sie erwachsen werden

Die Farb-Komposition besteht aus warmen, kalten und kühlen, hellen und dunklen Farben. Punkte und Rosa sorgen für Romantik, neutrale Braun- und Beigetöne für die erwachsene Erdung des Looks.

Die Farb-Komposition besteht aus warmen, kalten und kühlen, hellen und dunklen Farben. Punkte und Rosa sorgen für Romantik, neutrale Braun- und Beigetöne für die erwachsene Erdung des Looks.

Punkte in dezenten Farben

Punkte haben eigentlich eine fröhlich-feminine Ausstrahlung und werden nicht erst seit „Pünktchen und Anton“ mit Mädchenkleidung assoziiert. Aber: Die fast monochrome, sehr kontrastarme Farb-Kombination aus weißen Punkten auf beigem Untergrund ist sehr dezent und gibt dem fröhlichen Muster Würde und Eleganz.

Rosa in Mini-Dosis

Der rosa Gürtel schreit nach zuckersüßer Romantik, bleibt aber das einzige Accessoire in Rosa und ist zudem sehr schmal sowie in seiner Formensprache sehr schlicht. Diese Zurückhaltung gibt dem Outfit das gewünschte, romantische Flair, ohne es zu lieblich werden zu lassen.

Ballerinas in klassischer Version

Ballerinas sind per se ein sehr weiblich-femininer Schuh. Was könnte romantischer sein als die Vorstellung von einer im Tüllrock über die Bühne schwebenden Ballerina? Aber auch hierbei bleibt Petra in der Ausführung sehr schlicht und pur – vor allem fehlt das typische Schleifchen am Schuh-Dekolleté. Der hellbeige Schuh passt zur Farbe des Kleides und erinnert durch die dunkler abgesetzten Kappen an den berühmten Schuh-Klassiker von Chanel. Und dieser steht weniger für Romantik, sondern für zeitlose, damenhafte Eleganz. Ein perfektes Ablenkungsmanöver!

Weibliche Silhouette, aber schlicht und bedeckt

Die Silhouette des Kleides – man nennt diese auch „fit and flare“ (englisch: „fit“, deutsch: „figurnah“; englisch: „flare“, deutsch: „ausgestellt“) – ist eine der weiblichsten Kleiderschnitte und ähnelt der so genannten Prinzesslinie. Es bleibt am Oberteil sehr figurnah, um ab der Taille nach unten weiter zu werden, sodass ein glockig fallender Rock in weiter A-Linie entsteht. Aber auch hier bleiben alle anderen Details absolut zurückhaltend: Der Ausschnitt ist eher klein, die Ärmel halten die Oberarme schön bedeckt, der Rocksaum ist nicht zu kurz, auf weitere Verzierungen wird komplett verzichtet. Bei einer so weiblichen Linienführung ist weniger mehr – ein Punkt für erwachsene Romantik.

Schmuck: groß, schlicht, etwas androgyn

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Schmuck, den Petra zum Outfit wählt. Die Perlen-Ohrstecker sind feminin, klassisch, aber schlicht. Ein großer Statement-Ring in Gold gibt modischen Glamour. Die Uhr mit weißem Glieder-Armband ist sportlich, etwas größer und addiert zum Look eine kleine Prise androgynen Charme. Weitere Schmuckstücke, wie eine Kette oder Armreife? Fehlanzeige! Auch hier beweist sich das Rezept „weniger ist mehr“ als Sieger-Formel.

Rustikaler Stilbruch

Weitere Accessoires, wie die Tasche in Bast-Optik, ein Strohhut und ein über die Schultern gelegter, schlammbrauner Pullover (leider beides auf der Zeichnung nicht zu sehen), geben dem Look noch mehr Erdung. Sie verleihen einen Hauch rustikaler Lässigkeit und bilden einen kleinen Stilbruch, der dem romantischen Outfit sehr gut bekommt.

Mein Fazit: Ein unkomplizierter, aber raffinierter Look

Wieder einmal beweist die Outfit-Analyse, dass vermeintlich unkomplizierte Looks durchaus gleich mehrere Fashion-Tricks nutzen, um ihre Wirkung zu erzielen. Das Schöne dabei ist: Jede Frau kann diese und weitere optische Tricks einsetzen. Dabei muss es gar nicht unbedingt ein Sommer-Look sein. Denken Sie beispielsweise an eine hellbeige Chino-Hose, Two-Tone-Sneakers und eine gepunktete Seidenbluse oder an eine helle Jeans, Booties im Patchwork-Stil und einen gestreiften Pullover und Sie werden sicherlich eine Idee haben, wie sich diese Kombinationen nach dem obigen Vorbild noch wirkungsvoller, figurfreundlicher und stilvoller gestalten lassen.

Ich bin wie immer gespannt, welche Inspirationen Sie für sich vom heutigen Beitrag mitnehmen!

Und ein ganz herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Petra, die sich so mutig und spontan dazu bereit erklärt hat, sich für diesen Beitrag zur Verfügung zu stellen – obwohl sie die Modeflüsterin noch gar nicht und mich bisher nur vom Sehen kannte. Liebe Petra, ich hoffe, ich konnte Dir und Deiner so lebendigen, femininen und unglaublich positiven Ausstrahlung einigermaßen gerecht werden!

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

39 Kommentare

  1. Liebe Stephanie,
    fast hätte ich geglaubt, da bin ich abgebildet, aber das war eine Fatamorgana :-)

    Den Look finde ich richtig klasse. Vor allem den Schnitt. Ich denke, dass ich eine Mischung aus A und X bin wegen des großen Busens. Und als Wintertyp würde ich vermutlich größere Kontraste und kalte Farben verwenden.

    LG Sabine

    Antworten
    • Modeflüsterin

      06/09/2015 @ 14:37

      Liebe Sabine,

      das ist wirklich lustig! Aber Petra hat eigentlich schulterlange, gelockte Haare, die sie auf dem Bild nur hoch gesteckt hatte – also nicht ganz mit Deinem Kurzhaarschnitt vergleichbar… 😉
      Was Deine Analyse angeht, hast Du natürlich absolut recht: Mehr Kontraste und kalte Farben wären absolut Deine Welt. Vielleicht lässt sich so etwas ja im nächsten Sommer ergattern? Dann freue ich mich über Dein Outfit!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  2. Liebe Stephanie,

    ein ganz tolles Outfit, dass ich genauso tragen würde…Deine Zeichnungen sind einfach fantastisch und ergänzen die Ausführungen so anschaulich.
    Ich finde Outfits von anderen Menschen sowieso sehr inspirierend. Schade ist nur, dass es so wenige Exemplare davon gibt. Die Meisten (zumindest in meinem Umfeld) machen sich scheinbar kaum Gedanken um ihr Äußeres. Manchmal fühle ich mich schon wie ein Exot wenn ich mit Lippenstift zur Arbeit gehe…
    Ganz liebe Grüße, Christa

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 09:05

      Liebe Christa,

      vielen Dank für Dein so positives Feedback! Ich freue mich immer so, wenn meine Beiträge Zuspruch finden!
      Und bitte lass Dich von Deinem Umfeld ja nicht davon abhalten, Dich so zu stylen, wie Du Dich wohl fühlst! Nur Du bist Dein Maßstab! Darüber hinaus macht das Leben mit rotem Lippenstift einfach viele mehr Spaß 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Liebe Stephanie,
    wieder ein ganz toller Beitrag und wie immer schaue ich mir dazu sehr gerne deine Zeichnungen an. Ich liebe ja auch einfache unkomplizierte Outfits. Es ist wirklich so, manchmal ist weniger mehr.
    Freut mich sehr, dass du deinen kleinen Oldtimer-Ausflug genießen konntest.
    Liebe Grüße
    Gaby
    http://www.stylishsalat.com

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 09:18

      Liebe Gaby,

      vielen Dank! Ja, der Ausflug war wirklich wunderbar und voller außergewöhnlicher Erlebnisse. Auch urlaubsmäßig bin ich in diesem Jahr meinem Motto treu geblieben: weniger, aber dafür besser 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Hallo Stephanie,

    Was für ein hilfreicher Beitrag! Ich glaube, Du hast an mich gedacht, die Beschreibung trifft es genau, mal abgesehen von meinen roten, kurzen Haaren. Auch die Figureigenheiten sind genau meine.
    Aber es ist soo schwer, passende Kleider mit der Taille an der richtigen Stelle oder sogar in Empirehöhe zu bekommen, die bei 1,60 Körpergrösse sitzen. Mal ganz abgesehen von Jacken, bei denen die Taille auch in der Taille ist.
    Leider ist das meiste, was in Kurzgrösse angeboten wird, einfach sehr „madamig“, steif und kein bisschen lässig. Kleider sind dann nicht charmant schwingend fit and flare, sondern körperneutralisierend. Die Taille ist nicht weiblich schmal, sondern sie wird ignoriert, was kleine Frauen in Kugeln verwandelt.
    Nur kann ich mich nie beherrschen, ich muss einfach meiner Lust auf Farbe nachgeben und die elegant monochrome Farbsäule wird zum fröhlichen Farbspiel ;), wo da Auge dann quer umherwandert. Mit Gr. 42 bei 1,60m ist frau weder gross noch schlank und es hat fast keinen Sinn, so zu tun.
    Aber ich liebe diese fit and flare Schnitte und durchsuche das ganze Netz danach. Fündig werde ich manchmal bei King Louie, kd 12 oder Joachim Bosse – nur selten in einfarbig. Ich liebe auch Kleider in Wickeloptik mit spitzem Ausschnitt und in der Mitte eng und gerafft. Vielleicht habe auch andere kleinere Frauen (I’m not small, I’m just concentrated) noch ein paar Tipps.

    Liebe Grüsse
    Doro

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 09:25

      Liebe Doro,

      den Spruch werde ich mir merken: „I’m not small, I’m just concentrated“ – herrlich!!! Und natürlich hast Du absolut recht: Es geht ja nicht darum, sich als kleine Frau super groß und schlank zu mogeln – die Möglichkeiten dazu sind tatsächlich endlich -, sondern seine Vorzüge zu unterstreichen und ansonsten das zu machen, was modisch Spaß macht. Ich stimme Dir voll und ganz zu!
      Vielleicht noch ein Tipp zu den Fit-and-Flare-Kleidern: Wenn der Rock mit einer Naht am Oberteil angesetzt ist (was bei dieser Kleiderform sehr häufig der Fall ist), kannst Du die Taille vom Schneider etwas höher ansetzen lassen. Wichtig ist dann nur, dass auch der Brustabnäher noch von der Höhe her passt… Vielleicht hilft Dir das ja, Dein optimales Kleid zu finden.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Ja, die Taille höher zu setzen ist ein guter Tipp. Man muss es tatsächlich beim Schneider machen lassen, da die Naht ja elastisch sein muss und man dafür eine Overlock-Nähmaschine braucht. Und bei einem Kleid mit Reissverschluss würde es superkompliziert. Also besser ein Jerseykleid, was man einfach über den Kopf zieht.
        Ich sollte einfach mehr von unseren lokalen Handwerker(inne)n Gebrauch machen.

        Danke
        Doro

        Antworten
  5. Hallo Stephanie,

    danke für den inspirierenden Artikel. Ich bin ebenfalls eher klein (1,63 m) und habe eine A-Figur. Zum Glück habe ich gerade Schultern und ein breites Kreuz, so dass der kleine Busen kein Problem ist, und mein Bauch ist nur eine sexy weibliche Wölbung unterhalb der Taille, stört mich somit überhaupt nicht.
    Der „fit and flare“-Schnitt (ein Ausdruck, den ich noch nicht kannte) ist wie für mich gemacht. Ich besitze ebenfalls ein Sommerkleid in diesem Stil, es ist blau mit kleinen weißen Punkten. Da ich ein mädchenhafter Typ bin und es wohl immer bleiben werde, egal wie alt ich bin, passt es sehr gut zu mir. Es hat exakt den Schnitt wie abgebildet, nur ist es ärmellos. Dazu trage ich gern ein kleines, zartes Strickjäckchen (hellkhaki) mit 3/4 Arm und Sandalen, sonst nichts, als Schmuck nur mein zartes goldenes Kettchen, das ich immer um den Hals habe. Meine langen Haare trage ich offen und ich schminke mich nicht. Als Tasche nehme ich am liebsten meine Beuteltasche aus hellbraunem Leder.
    Gürtel trage ich selten. Ich finde, der unterbricht unnötigerweise die schöne Taille-Hüfte-Kurve (ein Pluspunkt bei der A-Figur). Ballerinas stehen mir nicht, dazu braucht man zierliche Füße? Eine sportliche Uhr als androgynen Bruch könnte ich mir zwar gut vorstellen, aber eigentlich fände ich eine schlichte (Halb-) Spangenuhr doch schöner. Die fügt sich besser in den femininen Stil ein. Das Erwachsene, Nicht-Liebliche, versuche ich eher durch konsequente Schlichtheit (Reduktion) und durch neutrale, gedeckte Farben zu erreichen.

    Wo ich dir recht geben muss: nudefarbene Schuhe (in meinem Fall Sandalen) sind sehr vorteilhaft für die A-Figur. Ich habe welche in „warm grey metallic“, die ich in diesem Sommer fast zu jedem Outfit getragen habe.
    Und dein Hinweis zur Farbklammer ist bei mir hängengeblieben: der Blick sollte zwischen Gesicht und Oberkörper hin- und hergehen. Auch da muss ich dir unbedingt recht geben. Deshalb verwende ich besonders viel Sorgfalt auf die Wahl meiner Oberteile, dass sie z.B. zu den Haaren passen. Ich habe eine neue Bluse für den Herbst gefunden, deren Muster genau meine graumelierten Haare an Stirn und Schläfen wiederspiegelt.
    Ebenso habe ich deinen früher gegebenen Tipp, mir nur noch schwarze Schuhe zu kaufen (statt braune, da ich dunkle Haare habe) bereits verinnerlicht. Meine neuen Herbstschuhe sind schwarz. Nur für den Sommer finde ich eben jetzt diese Nudetöne mit goldenem Schimmer so schön zu gebräunter Haut und obendrein wirken sie noch beinverlängernd zu einem Kleid.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 09:32

      Liebe Karin,

      Deine Beschreibungen klingen alle wunderbar! Das kann ich mir so richtig gut vorstellen! Und zwischen den Zeilen lese ich, dass Du schon ganz genau weißt, wie Du Deine Vorzüge inszenieren kannst. Toll!
      Im Sommer haben natürlich Schuhe in Nude oder Metallic-Tönen für den A-Typ einen besonderen Reiz – so wie Du sagst, verlängern sie die nackten Beine. Im Winter hängt es auch davon ab, welche Farbe Deine Hosen haben bzw. die Farbe der Strumpfhose. Wenn schwarze Schuhe zu Deinen Haaren passen, dann werden es wohl auch eher schwarze Hosen / Strumpfhosen sein, rate ich jetzt einfach mal… Dann ergibt sich aus Schuhen und Hose ja wieder eine lange Farbsäule an den Beinen, die am Unterkörper verlängernd wirkt. Also auch eine gute Wahl :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Liebe Stephanie,
    sowohl die Outfitanalyse von Petra als auch die von Marianne fand ich sehr interessant und ich habe wieder Einiges gelernt. Zum Beispiel habe ich ein rotes Kleid, das ich mit einem schmalen roten Gürtel trage. Erstaunlicherweise sieht es gut aus und dass obwohl ich normalerweise keine Gürtel trage und tragen sollte. Dank deiner Erläuterung verstehe ich nun, warum es in diesem Fall passt.
    Dem Kommentar von Christa kann ich mich übrigens anschließen. Ich verstehe nicht, warum so wenig Menschen Wert auf Ihr Äußeres legen. Aber ich erlebe auch immer wieder, dass wenn man mit gutem Beispiel voran geht, andere inspiriert und ermutigt.
    Eine schöne Woche und herzliche Grüße
    Ariadne

    Antworten
    • Liebe Ariadne,

      Frauen die sich gut kleiden sind wirklich eine Bereicherung und Quelle für Inspiration. Sei ich HIER lese, trage ich auch öfters Lippenstift und entrümple meinen Kleiderschrank.

      Ich danke Euch allen herzlich für diese Möglichkeit der Weiterentwicklung.

      Antworten
      • Liebe Anne-Marie,
        Oh, bitte nicht falsch verstehen. Ich bin auch nicht immer perfekt gekleidet!
        Es freut mich sehr, dass Du Dich inspiriert fühlst und Deinen Stil entdeckst.
        Lippenstift ist meine Geheimwaffe seitdem ich 16 bin. Damit kann man nichts falsch machen.
        Ich denke, wir alle, die diesen Blog lesen, entwickeln uns stilistisch weiter.
        Stephanie erklärt einfach sehr gut und gibt gute Tipps.
        Liebe Grüße
        Ariadne

        Antworten
        • Liebe Ariadne,

          da kann ich nur zustimmen! Dieser Blog ist eine echte Bereicherung…ich verfolge ihn erst seit kurzer Zeit und habe schon so viel dazu gelernt.
          Das mit dem guten Beispiel ist so eine Sache…es kommt stark auf das Umfeld an. In einigen beruflichen Bereichen scheinen Mode und Make-up verpönt zu sein. Ich habe keinen Bürojob und möchte mich trotzdem nett anziehen (fernab von immer nur Jeans und Pulli). So ein realer Austausch fehlt mir daher…
          Liebe Grüße, Christa

          Antworten
      • Hallo Ariadne,

        ich habe deine Worte nicht negativ interpretiert. Mir fehlen auch sehr oft die Vorbilder im realen Leben, die mich inspirieren. Zwar habe ich meist unbewußt meine Garderobe zielsicher ausgesucht nur waren es dann meist Einzelstücke die zu meiner vorhandenen Kleidung wenig oder gar nicht paßten. Von Farbklammern habe ich bevor ich den Blog kannte noch nie etwas gehört. Stephanie erklärt sehr gut und gibt wirklich gute Tips über Schuhauswahl, Accessoires, etc. über die ich mir noch nie Gedanken gemacht habe. Leider ist oft das Finden dieser schönen Sachen eine Herausfoderung.

        Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 09:51

      Liebe Ariadne,

      schmaler roter Gürtel auf rotem Untergrund geht tatsächlich fast immer – aus besagten Gründen :-) Und oft kann ein Outfit mit so einem kleinen, aber feinen Akzent wirklich interessanter werden, die Petras Beispiel anschaulich zeigt. Wenn man die Taille allerdings keinesfalls akzentuieren und den Blick unbedingt ganz woanders hinlenken möchte, sind Gürtel nie eine gute Option. Das muss Frau immer von Fall zu Fall entscheiden. In Deinem Fall scheint es gut zu funktionieren und erweitert Deine Styling-Optionen um ein schönes Detail.

      Dass sich viele Menschen heute mit ihrem Aussehen insgesamt so wenig Mühe geben, finde ich auch gesellschaftlich sehr traurig. Auch mit wenig Budget kann jeder Mensch zumindest gepflegt aussehen. Dazu baucht es nicht viel – Wasser, Seife, Deo, Haarbürste, Rasierer, Zahnbürste und Zahnpasta sowie Waschmittel und Bügeleisen sind doch meist vorhanden. Wenn ich durch die Fußgängerzonen gehe, fällt mir allerdings auf, dass es genau daran hapert. Gepflegtheit ist für mich noch viel wichtiger, als modische Kleidung. Sich zu pflegen, wenn man sich der Öffentlichkeit zeigt, hängt auch mit Respekt und Würde zusammen – man zeigt Respekt sich selbst und anderen gegenüber und setzt ein Zeichen, dass jedes Menschenleben – wie klein und unscheinbar es auch sein mag – wertvoll ist.
      Und wenn man es so betrachtet, sind Kleidung und Stil alles andere als unwichtig…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  7. Das lustigste, was mir mit so einem fit and flare Kleid passiert ist, war die Kreation des Knoten-Styles.
    Zum Radfahren mache ich immer einen Knoten in den Saum eines weiten Kleides, damit er nicht in die Speichen gerät. Eine Passantin frage mich sehr interessiert, wo man denn diesen coolen Gypsy-Stil kaufen könne…..
    Das leidige Schuh-Problem: ich habe so schmale Füsse, dass ich Ballerinas nur mit einer Spange über dem Fuss tragen kann, weil sie sich, z.B. beim Rad fahren, sonst einfach verabschieden. Das sieht schnell nach Kleine-Mädchen-Schuhen aus, da muss ich aufpassen, den ganzen Look nicht zu „niedlich“ wirken zu lassen. Also meide ich allzu pastellige Farben wie rosa und bleibe im Bereich von blau und grün im Sommer, ergãnzt durch helleres braun und grau im Winter. Aber Nudetöne liebe ich.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 09:56

      Liebe Doro,

      hast Du es schon mal mit Ankle-Straps versucht? Die sind etwas „erwachsener“ und halten die Schuhe ebenfalls gut am Fuß fest. Nur so ein Gedanke…
      Deinen „Kleider-Knoten-Look“ kenne ich noch aus den 80er Jahren. Da haben wir in alles – vor allem in übergroße T-Shirts – Knoten rein gemacht, um sie zu stylen. Und auch der Knoten am Blusen-Saum ist ja gerade wieder schwer in Mode. Da ist es verständlich, dass Frau manchmal nicht mehr genau unterschieden kann, was nun ein modischer Trend und was eine praktische Notwenigkeit ist 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  8. Liebe Stephanie,
    mir haben die Berichte über Petra und Marianne sehr gut gefallen, da sie „normale“ Frauen und keine Topmodels sind.
    Gerne mehr von den Frauen von „nebenan“.
    Liebe Grüße
    Ulrike

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 09:57

      Liebe Ulrike,

      sobald ich ein neues „Opfer“ finde, landet es hier auf dem Blog – versprochen 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  9. Liebe Stephanie, ich bin zwar eher durchschnittsgroß und nicht klein, mag aber diesen femininen Schnitt auch sehr sehr gern. Weil er die Hüften so hübsch umspielt :) Romantisch ist ja echt nicht leicht zu stylen. Ich war mal ganz verwegen, habe tief durchgeatmet und mich dann mal an die Rüschenbluse getraut. Das ist ein bißchen wie vom 3er springen damals. :) Herzliche Grüße sendet dir Sabina http://oceanbluestyle.blogspot.com/2015/09/aufgeruscht-drei-blusen-fur-buro-und.html

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 10:04

      Liebe Sabina,

      dann würde ich mal sagen: Experiment gelungen! Indem Du Rüschen und Spitze mit Schwarzen Basics bzw. sportlichem Karo gemixt hast, wird es romantisch „entschärft“. Und zum Thema Hüften: Bei Deiner schmalen H-Figur kannst Du superweite, angereihte Röcke tragen, so viel Du willst. Das finde ich äußerst beneidenswert, denn solche Röcke gefallen mir unglaublich gut, obwohl ich sie leider nicht selbst tragen kann… Aber vielleicht ändert sich das ja auch noch. Ich habe gerade erst kürzlich auf einem PlusSize-Blog eine tolle, kurvige Bloggerin gesehen, die in einem weiten 50er-Jahre-Rock unglaublich toll aussah. Aber die hatte auch eine X-Figur und eine tolle Taille. Mal sehen, was die Zeit bringt… Du solltest Dich auf jeden Fall trauen und romantisch schwingend in die Vollen gehen!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  10. Anke - Wohlfühlglück

    08/09/2015 @ 13:49

    Liebe Stephanie,

    ich bin immer noch ganz begeistert, dass ich dich vor einigen Tagen entdeckt habe… So schöne, authentische und gute Tipps, verpackt in liebevollen Zeichnungen und Posts. MIr gefällt das Outfit super… leider mag ich nach wie vor Hosen tausend mal lieber an mir selbst als Kleider. Aber ich bewundere immer Frauen mit unkomplizierten Kleider-Outfits…Liebe Grüße Anke

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 10:06

      Liebe Anke,

      vielen Dank für Deine Begeisterung! Mit Kleidern und Hosen ist es genauso wie mit allen anderen Tipps hier auf dem Blog: Nichts muss, alles kann :-)

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  11. Hallo Stephanie,

    wieder einmal eine tolle Analyse mit einleuchtenden Erklärungen.
    Ich finde, wie von Ulrike schon erwähnt, es toll, dass du uns hier
    Outfits von Frauen zeigst, die nicht unbedingt 90/60/90-Typ entsprechen.
    Das zeigt viel eher, wie man ein Outfit für sich selbst passend machen könnte.

    Super gern lese ich immer die Kommentare anderer Leserinnen. Ich würde es
    großartig finden, wenn man sich wie in einem Forum austauschen könnte……

    Liebe Grüße und eine schöne Restwoche!

    Doro (davon sind hier wohl mehrere unterwegs :-) )

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 10:17

      Liebe Doro,

      gerne würde ich öfter solche Beispiele zeigen, die aus dem Leben gegriffen sind. Aber dazu muss ich geeignete „Opfer“ finden und leider scheuen sich viele Frauen davor, öffentlich analysiert zu werden. Auch möchte ich anhand der Beispiele ja bestimmte stilistische Tipps aufzeigen und das macht das Finden passender Beispiele nicht gerade leichter. Ich recherchiere viel in den sozialen Medien – dort sind leider die meisten Frauen mit schlanken Fast-Ideal-Figuren unterwegs und die typischen proportionalen Verschiebungen sind einfach zu schwach ausgeprägt, um eine solche Analyse zu machen. Und dann muss mir das Outfit auch noch super gut gefallen… Aber ich bleibe dran :-)
      Zum Thema Forum: Ja, so ein Leserinnen-Forum wäre toll! Aber das bedeutet, dass ich tatsächlich einen Webmaster benötige, der sich um die Technik kümmert und jemanden, der das Forum leitet. Der Aufwand ist sehr groß und ich kann das derzeit leider nicht leisten. Ich hoffe aber, dass ein gewisser Austausch auch hier in den Kommentaren möglich ist und freue mich immer sehr darüber, wenn sich die Leserinnen hier direkt unterhalten und gegenseitig Tipps geben. Also: weiter so!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  12. Liebe Stephanie,

    Sie schreiben, dass man ein einen romantischen Look mit Bluse und Chinohose erreichen kann.

    Wie muss die Bluse geschnitten sein? Ich habe eine ähnliche Figur wie Petra (etwas größer und ausgeprägtere Rundungen). Bei Blusen habe ich immer das Problem zu lang und zu gerade bzw. kastig geschnitten sind.

    Haben Sie einen Tipp?

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Antworten
    • Hallo Ulrike,

      ich bin auch sehr kurvig und dazu klein. Bei Blusen funktionieren fließende Materialien am besten. Alles andere sieht oft komisch aus. Wenn das Material sehr fließend ist, ist bei mir die Länge einer Bluse nicht sooo entscheidend. Am schönsten fällt eine zwar gerade, aber nicht zu weit geschnittene Seidenbluse/Viskose. Die trage ich oft half-tucked, das reguliert die Länge schön und bringt das Ganze auf Figur. Ein Gummibündchen dürfen die Blusen bei mir nicht haben. Da sehe ich sofort schwanger aus. Hüftlange etwas feinere Blusenshirts, die gerade, aber auch nicht zu weit sind, gehen fast noch besser.
      LG
      Doro

      Antworten
      • Liebe Doro, liebe Stephanie,
        danke für die guten Tipps.
        Gerade heute habe ich mir eine dunkelblaue mit weißen ? (sieht von weitem aus wie Punkte) aus fließendem Viskosestoff gekauft. (Eigentlich ist es keine echte Bluse, da die Knopfleiste nur angedeutet ist, hat aber den Vorteil, das sie nicht aufspringen kann)
        Der Bund ist nicht gerade sondern abgerundet, so dass die Beine etwas länger wirken. Über Bauch und Po fällt sie locker ohne zu spannen, sie hat einen V-Auschnitt ohne Kragen.
        Jetzt werde ich mal experimentieren, wie ich sie am besten kombiniere.
        LG Ulrike

        Antworten
        • Modeflüsterin

          12/09/2015 @ 16:05

          Liebe Ulrike,

          dann wünsche ich Dir viel Erfolg beim Stylen des Neuzugangs!

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 11:05

      Liebe Ulrike,

      dieses mal war Doro schneller als ich (danke Dir, Doro, für Deine Hilfsbereitschaft und die guten Tipps!) und hat das Wesentliche schon gesagt: Die Bluse sollte nicht zu weit, aber auch nicht zu eng sein, sondern Deinem Körper figurnah und locker fallend folgen. Auch eine sanfte Taillierung ist oft trotz Bauch möglich, solange es nirgendwo spannt, sondern alles immer noch fließt. Die Höhe des Hosenbunds ist wichtig – für Frauen mit Bauch ist meist ein höherer Bund besser, ja keinen hüftigen Schnitt wählen. Gut finde ich den Tipp von Doro, auch mal an den „Half Tuck“ zu denken. Damit lässt sich die Körpermitte sehr geschickt überspielen (mache ich in letzter Zeit auch sehr oft, nicht nur bei Oversize-Tops!).
      Den erwachsenen Romantik-Look erzielst Du, indem Du beispielsweise zur Chino-Hose eine gepunktete Bluse in neutralen Farben wählst und – wenn Du Dich an das Beispiel halten möchtest – irgendwo im Look ein kleines Accessoire in Rosa einfügst. Das reicht schon für ein bisschen romantisches Flair. Viel Erfolg mit den Tipps!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  13. Liebe Grüße und mir gefällt auch diese Analyse wieder sehr gut.

    Grad war ich eine gute Woche in Italien und hab gern mal beim Cafe Americano Italienerinnen beobachtet… von haltlos mit sehr kurzen Hotpants und ungünstig bauchfrei – bis sehr stimmig war alles dabei… Danach hab ich mich nicht mehr um Besenreiserchen gekümmert und Perfektion gesucht.. einfach mal mehr Haltung, Brust raus, Becken schwingen und weniger nachdenken über die eigene Wirkung – wenn man erstmal unterwegs ist. Wenn Leute reden, hat man wenigstens für ein Thema gesorgt :O)
    Ganz liebe Grüße Annie

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/09/2015 @ 11:09

      Liebe Annie,

      Du sagst es: Die Haltung – innerlich wie äußerlich – ist immer ganz entscheidend dabei, wie ein Look ankommt. Eine selbstbewusste Frau kann fast alles mit Stil tragen. Und „Brust raus, Schultern zurück, Hals schön lang machen“ ist immer ein gute Idee. Klappt ja beim Schwan auch immer… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  14. Liebe Stephanie,
    deine Themen finde ich immer inspirierend, vor allem dieses Mal, weil du mit dem „erwachensenen Romantiklook“ genau das beschreibst, was für mich auch zutrifft. Ich habe lange gebraucht, um Mode/Style für mich als Thema zu entdecken, bin jahrelang in denselben paar Jeans, mit drei Paar Schuhen ausgekommen. Da ich auch sehr klein, nicht dick, aber normalgewichtig, bin (you know: “I’m not small, I’m just concentrated“), konnte ich jahrelang nichts finden, in dem ich mich wirklich wohl gefühlt habe. Nun, etliche Styling-Ratgeber (meine Bibel: Brenda Kinsell!), ein paar 1000.- € und einige Fehlkäufe später – es klappt immer besser!!
    Dein Blog und deine Ratschläge helfen mir dabei, vor allem, da sie sich oft auf übergreifende Themen konzentrieren und wichtige Tricks verraten, aus denen man eine Menge zur WIrkung der Kombis lernen kann. Danke dafür!
    Herzliche Grüße – auch an alle anderen, die mir durch ihre Beiträge neue Ideen vermitteln und mir das Gefühl geben, dass es – jenseits der Hochglanzmagazine – ganz viele Frauen gibt, für die Mode Ausdruck des Selbst ist und ganz und garnicht oberflächlich!
    Anja

    Antworten
    • Modeflüsterin

      13/09/2015 @ 11:07

      Liebe Anja,

      das ist so schön zu hören, dass Du Deinem Mode-Ich immer näher kommst! Mode ist zum einen tatsächlich oberflächlich, da sie sich an der Oberfläche unserer Körper abspielt und – wenn man sie vom Innenleben des Menschen abkoppelt – auch schnell zum äußeren Schein, der schnell konsumiert und wieder ad acta gelegt wird, verkommen kann. Wenn man sich aber wirklich intensiv mit Mode beschäftigt – von deren Entstehung, über deren Funktion, den gesellschaftlichen Auswirkungen bis hin zur psychologischen Wirkung -, stellt man schnell fest, dass es so richtig ins Eingemachte geht. Dann ist Mode und Kleidung sehr eng mit den Prozessen der persönlichen Entwicklung sowie mit gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen verquickt. Und es wird deutlich, wie sehr unsere Kleidung auch unser Selbstverständnis und Wohlergehen beeinflusst und umgekehrt. Ich finde das sehr spannend und hoffe natürlich, dass ich hier, bei der Modeflüsterin, vor allem die weniger oberflächlichen Facetten der Mode zum Schwingen bringe… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  15. Ich bin begeistert. Vor allem vom Look, aber natürlich wie immer auch von der Analyse!

    Toll, wie hier die Romantik erwachsen wird! Die Tipps werde ich mir zu Herzen nehmen. Als Enddreißigerin sind mir viele romantische Looks zu verspielt, obwohl ich die Anmutung immer sehr mag. Als A-Typ mit langen Beinen weiß ich ja jetzt, was für nächsten Sommer auf meine Haben-Wollen-Liste kommt ;.)

    Antworten

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