So machen auch helle Farben und Muster schlank

Wenn Sie wissen, wie sich Farben und Muster relativ zueinander verhalten und diese vorteilhaft im Outfit platzieren, können Sie auch an kräftigen Körperstellen helle Farben und Muster tragen.

Wenn Sie wissen, wie sich Farben und Muster relativ zueinander verhalten und diese vorteilhaft im Outfit platzieren, können Sie auch an kräftigen Körperstellen helle Farben und Muster tragen.

Oder: Die Relativitäts-Theorie der Farben in der Mode (Teil 1)

Wenn es um die richtige Kleidung für unterschiedliche Figurtypen geht, heißt es oft: Tragen Sie an kräftigen Körperzonen nur dunkle, matte Farben und keine auffälligen Muster. Auch wenn Sie regelmäßig die Figur-Tipps der Modeflüsterin lesen, ist Ihnen diese Fashion-Regel wahrscheinlich wohl bekannt. Aber: Heißt das tatsächlich, dass Y-Figurtypen für immer und ewig auf helle Farben oder Muster am Oberkörper verzichten müssen? Dass A-Figurtypen nur noch schwarze Hosen und Röcke brauchen? Oder dass O-Figurtypen ausschließlich dunkle, einfarbige T-Shirts tragen dürfen? Glücklicherweise nicht! Denn heute verrate ich Ihnen einen Trick, den ich die „Relativitäts-Theorie der Farben“ nenne. Die Quintessenz davon lautet: Dunkel ist nicht gleich dunkel, sondern oft nur dunkler als andere Farben eins Outfits. Und ein Muster ist nur dann auffällig, wenn es in einem Outfit den Blick tatsächlich auf sich zieht.

Gerade im Sommer, wenn die Kleidung heller und bunter wird und fröhliche Muster in die Mode Einzug halten, benötigen Sie das Wissen über die Relativität der Farben. Die in diesem und dem nächsten Beitrag aufbereiteten Outfit-Vergleiche und insgesamt 13 Relativitäts-Regeln helfen Ihnen dabei, Farben und Muster in Ihren Outfits vorteilhaft zu kombinieren. Damit Sie auch an kräftigeren Körperzonen Farbe bekennen und dabei schlank aussehen können.

Farben-Spiele im Outfit: Wohin wandert Ihr Blick?

Um Ihnen zu verdeutlichen, wie unsere Augen Farben und Muster wahrnehmen, habe ich Ihnen einige Outfit-Vergleiche mit unterschiedlichen Farb- und Muster-Kombinationen zusammengestellt. Das Beispiel-Outfit besteht aus einem Rock, einem Shirt und einer Jacke. Achten Sie bei den einzelnen Farb-Kompositionen darauf, wie Ihr Blick gelenkt wird:

  • Ist der Rock dominant, das Shirt oder die Jacke?
  • Welche Körperzone tritt optisch hervor, welche eher zurück?
  • Welche Körperzone wirkt eher größer, welche kleiner oder schlanker?

Am besten Sie unterscheiden dabei zwischen Unter- und Oberkörper sowie am Oberkörper zwischen Körpermitte (Bauch-Brust-Bereich) und äußerer Körper-Kontur (Schulter-Taillen-Linie)? Die folgenden Outfit-Vergleiche zeigen Ihnen, wie relativ Farben und Muster in der Mode wirklich sind. Entdecken Sie, wie einfach Sie bestimmte Körperzonen mit Farben und Mustern größer, kleiner, auffälliger oder unauffälliger stylen können!

Outfit-Vergleich 1,2 und 3: hell versus dunkel, neutral versus Akzent

hell-dunkel-Kontrast im Outfit macht schlankDie einfachste Art, Körperzonen schlanker oder kräftiger erscheinen zu lassen, ist der Hell-Dunkel-Kontrast. Hell tritt hervor und trägt auf, dunkel tritt zurück und wirkt schlanker. Der größte Hell-Dunkel-Kontrast entsteht mit den beiden neutralen Farben Schwarz und Weiß.

In Outfit 1 sehen Sie eine einfache Schwarz-Weiß-Kombination, bei der Rock und Jacke hervortreten, und das schwarze Shirt dazu genutzt wird, um die mittlere Körperzone auszublenden. Ist die Jacke wie in Outfit 2 nur leicht dunkler in neutralem Hellgrau eingefärbt, verschiebt sich der Blickpunkt sofort weg vom Oberkörper und der äußeren Körperkontur und konzentriert sich auf den weißen Unterkörper. Auch wirkt der Oberkörper insgesamt schlanker.

Durch das Hinzufügen einer starken Akzentfarbe mit mittlerem Helligkeitswert, wie das Rot in Outfit 3, tritt das Gegenteil ein: Der Blick lastet auf der oberen, äußeren Körperkontur – obwohl der Rock eigentlich die hellste Zone ist. Trotzdem wirkt der Oberkörper immer noch schlanker als der Unterkörper, da die Tonwerte oben dunkler sind als unten.

Relativitäts-Regel 1:

Hellere, neutrale Farben lenken den Blick auf sich – solange keine kräftige Akzentfarbe in der Nähe ist, die das Outfit dominiert.

Relativitäts-Regel 2:

Auch auffällige Akzentfarben können eine Körperzone vergleichsweise schlank aussehen lassen – solange eine Körperzone mit hellerer Farbe angrenzt.

Outfit-Vergleich 4, 5 und 6: hell und neutral versus dunkler Akzent

Farben kombinieren, Beige, Grau, neutrale FarbenIn Outfit 4 sehen Sie, dass sogar ein T-Shirt in hellem Beige eher optisch zurücktritt und nicht aufträgt, solange es mit einem noch helleren, in diesem Fall weißen Rock kombiniert wird. Da die beige Jacke noch etwas dunkler als das T-Shirt ist, wird die äußere Kontur ausgeblendet, während der Blick auf dem weißen Rock am Unterkörper ruht. Der Unterkörper wirkt aufgrund der helleren Farbe kräftiger als der Oberkörper und wird eindeutig vom Oberkörper abgesetzt.

Wird der weiße Rock gegen einen hellgrauen Rock ausgetauscht (Outfit 5), wirken Ober- und Unterkörper plötzlich gleichberechtigt. Beide Farben, Grau und Beige, haben in etwa die gleichen Helligkeitswerte und werden vom Auge flächig verbunden. So entsteht eine lange, neutrale Farbsäule in der Mitte des Körpers, während die dunklere Jacke die äußere Kontur weiterhin ausblendet. Die Frau wirkt deutlich größer und schlanker – gut für kleine Frauen.

In Outfit 6 wird das Shirt in der klaren, aber dunklen Akzentfarbe Grün inszeniert. Jetzt finden sich im Outfit drei verschiedene Helligkeitstöne: Hellgrau, mittleres Beige und dunkles Grün. Der Körper wird in drei Farbzonen aufgeteilt, wobei die Zone in Dunkelgrün am schlanksten wirkt. Das ist gut für große Frauen mit starker Mitte. Die Akzentfarbe lenkt zwar den Blick nach oben und zur Mitte – idealerweise also zum Gesicht -, trägt aber nicht auf.

Relativitäts-Regel 3:

Helle Farben machen schlank, solange sie nur etwas dunkler sind als ihre Umgebung.

Relativitäts-Regel 4:

Zwei unterschiedliche Farben können eine mittlere, vertikale Farbsäule bilden und damit größer und schlanker machen, wenn sie in etwa den gleichen Helligkeitswert haben und von einer dunkleren Farbe eingerahmt werden.

Relativitäts-Regel 5:

Auch eine Akzentfarbe lässt eine kräftige Körperzone schlanker aussehen, wenn sie die dunkelste Farbe des Outfits ist.

Outfit-Vergleich 7,8 und 9: Farb-Akzent versus kleines Muster

Farben kombinieren: Akzentfarbe und kleines MusterHier sehen Sie drei Outfits mit jeweils einem knallroten Rock und einer Jacke in mittlerem Beige. Die Shirts werden ausgetauscht: von hellem Beige über beige-grau-gestreift zu rot-weiß-gestreift.

In Outfit 7 ist zwar das Shirt die hellste Farbe, der Rock mit seinem Signalrot zieht jedoch den Blick eindeutig auf sich. Wen kümmert da ein kräftigerer Oberkörper, wenn dieser völlig unter den zwar helleren, aber neutralen Farben verschwindet und ohnehin jeder auf den vergleichsweise dominanten Rock blickt?

In Outfit 8 wird versucht, durch ein Shirt mit Streifen-Muster die Aufmerksamkeit vom Rock etwas mehr nach oben zu lenken – leider ohne Erfolg. Denn Muster gelten zwar als auffälliger als unifarbene Flächen, dies gilt aber nicht für klein gemusterte Flächen in neutralen Farben und mit wenig Kontrast. Im vorliegenden Fall wird das kleine, enge Streifenmuster mit wenig Kontrast vom Auge flächig verbunden und wirkt wie eine unifarbene, neutrale Fläche. Gegen die kräftige Akzentfarbe des Rocks kommt es nicht an.

Erst wenn in Outfit 9 in das Muster ebenfalls die Akzentfarbe Rot eingebunden wird und zusammen mit Weiß ein deutlich größerer Kontrast entsteht, kann das klein gemusterte Top dem Rock ein wenig optische Konkurrenz machen. Merken Sie, wie jetzt Ihr Blick zwischen Top und Rock hin- und her wandert? Übrigens: Auch bei Outfit 9 entsteht jetzt eine mittlere Farbsäule, da das Auge die roten Streifen mit dem roten Rock verbindet…

Relativitäts-Regel 6:

Kleine Muster aus neutralen Farben sind weniger auffällig als unifarbene Akzent-Flächen – besonders, wenn die Farben des Musters fast monochrom sind oder die gleichen Helligkeitswerte aufweisen.

Und noch ein Tipp zum Abschluss des ersten Teils dieser Blog-Serie: Vergleichen Sie das Outfit 7 auch einmal mit dem zuvor untersuchten Outfit Nr. 4! Erkennen Sie, dass der rote Rock mit seinem mittleren Farbton weniger aufträgt als der weiße? Und dass damit Ober- und Unterkörper bei Outfit 7 proportional ausgeglichener erscheinen? Das bedeutet: Sie können auch mit einer kräftigen Akzentfarbe schlank erscheinen, wenn Sie die Farben des restlichen Outfits geschickt wählen.

Anhand der obigen Outfit-Vergleiche haben Sie nun die ersten, sechs wichtigen Relativitäts-Regeln für Farben und Muster kennen gelernt. Damit können Sie die Farben in Ihren Outfits noch bewusster und vorteilhafter kombinieren. Das Schöne dabei: Es ist deutlich zu sehen, dass Sie durchaus helle Farben und Muster an kräftigen Körperzonen einsetzen können – vorausgesetzt Sie platzieren noch auffälligere Farbflächen unmittelbar daneben.

Für die nächste Woche habe ich Ihnen weitere Outfit-Vergleiche vorbereitet, die Ihnen zeigen, wie Sie mit unterschiedlich kräftigen Mustern eine figürlich vorteilhafte Wirkung erzielen können. Bleiben Sie gespannt!

Werden Sie die obigen Relativitäts-Regeln anwenden oder machen Sie das bereits? Wie ergeht es Ihnen damit? Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen!

Und nicht vergessen:
Wenn Sie jemanden in Ihrem Bekanntenkreis kennen, der sich auch für die Stil- und Figur-Tipps der Modeflüsterin interessieren könnte, freue ich mich immer über Ihre Empfehlung!

 

26 Kommentare

  1. Sabine T.

    Hallo liebe Modeflüsterin,
    ein schönes Thema,über dass ich auch schon nachgedacht habe.Als A-Figur-Frau habe ich endlich eine Hose gefunden,deren Farbe so ein helleres beigebraun ist (als Langbein muss ja auch die Länge stimmen).Dazu möchte ich dann noch hellere Oberteile tragen,z.B. in ecru.
    Als heller Frühlingstyp ist mir das manchmal zu krass,zu den sehr hellen Oberteilen dunkelblaue Jeans zu tragen.
    Ich meine,wenn Frau alles farbtypgerecht trägt,sieht es trotzdem harmonisch aus.
    Einen schönen Sonntag für alle!

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      da haben Sie absolut Recht: Frau sollte sich farblich einfach typgerecht kleiden, dann sieht es immer harmonisch aus. Wenn Sie dann noch ein paar Tricks kennen, wie beispielsweise die „Farbklammer„, wie man Farben in ein Outfit einbindet, die einem eigentlich nicht stehen oder eben die Relativität der Farben und Muster, kann gar nichts mehr schief gehen 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Wieder mal ein echt toller Beitrag. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
    Sehe ich das richtig, dass neben Bild 5 das Outfit von Bild 9 für kleine Frauen geeignet ist, trotz der Querstreifen?

    Einen schönen Abend noch
    Sabine E.

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      genau so ist es. Bei Outfit 9 gibt es sogar zwei Dinge, die gut für kleine Frauen sind: Zum einen die leichte, rote Farbsäule und zum anderen die Tatsache, dass es ein eng gestreiftes Shirt ist. Enge Streifen lenken den Blick von oben nach unten (der so genannte „Leiter-Effekt“), während breite Streifen das Auge von links nach rechts bewegen.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      das freut mich sehr, dass Du mit den heutigen Tipps etwas anfangen kannst! Alles gute weiterhin damit!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Jutta Weiland

    Liebe Stephanie,
    was ein toller Beitrag! Als kleine A-Frau (mit wirklich großem Po :)) freue ich mich total über diese Ausführung, auch wenn ich sie ein paar mal lesen musste um alles zu verstehen. Ich finde nämlich nur dunkel und gedeckte Outfits langweilig und entsprechen auch nicht meinem Typ. Samstag hatte ich noch eine Hose in einem Altrosa (neue Herbstfarbe) in der Hand und habe sie wieder weg gelegt, weil ich dacht: dunkel müsste es sein. Da weiß ich doch was ich als nächstes tue. Vielen, vielen Dank für die immer sehr ausführlichen und anschaulichen Ausführungen und hoffentlich auch Dir ein paar erholsame Sommertage, herzliche Grüße Jutta

    • Modeflüsterin

      Liebe Jutta,

      das freut mich, dass ich Dir etwas Unterstützung für Deine Sehnsucht nach ein bisschen mehr Farbe und Muster im Kleiderschrank geben konnte 😉 Auch als kleine A-Frau kannst Du auf jeden Fall helle Farben und Muster tragen – wie Du an den Beispielen hier siehst. Nächste Woche wirst Du noch weitere Möglichkeiten kennen lernen, wie Du Muster in ein Outfit vorteilhaft einbinden kannst. Mode ist halt wie das richtige Leben: Es ist und bleib alles relativ 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Hallo liebe Stepfanie, danke für den tollen Beitrag. Die Infos sind -wie immer- super. Es gelingt Ihnen immer wieder von mir – und bestimmt auch von vielen anderen Frauen- „vage Gefühltes“ zu analysieren und Regeln rauszuarbeiten, die extrem hilfreich sind. Diese Rock,Top,Jacke Kombi ist genau mein Stil. Damit probiere ich ständig neue Kombis,bisher mit mal mehr mal weniger zufriedenstellenden Ergebnissen. Ab sofort probiere ich , dank Ihrer Hilfe, auf einem höheren Stylinglevel. Allerdings fehlt mir genau so eine Jacke! Zur Zeit gibts ja viele Bikerjacken etc., aber die von Ihnen gezeichnete ist perfekt, da sie von der Stilaussage und der Kragenlösung her völlig neutral ist und die Schnittführung -zumindest für mich- optimal. Gibts die so zu kaufen?
    lg
    Silvia

    • Modeflüsterin

      Liebe Silvia,

      die Biker-Jacke ist eigentlich eine Jeansjacke… Solche oder ähnliche Exemplare gibt es in ganz vielen Shops – Sie werden bestimmt ein Exemplar finden, das zu Ihrer Figur passt! Und dann geht’s wieder los mit dem Experimentieren auf „höherem Styling-Level“ – über diese Redewendung habe ich mich köstlich amüsiert!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Liebe Stephanie, lieben Dank für Deinen neuen Beitrag. Das war ja wieder mal richtig viel Arbeit, die Sie da investiert haben! Ich habe auch erst mal ein par ruhige Minuten gebraucht um mich richtig damit auseinanderzusetzen. Es war viel zu lesen hat sich aber für mich schon heute gelohnt. Ich habe schon heute Morgen über mein Ringelshirt eine helle Jacke kombiniert und schon sah es viel besser aus. Der Blick wird auf die Jacke gelenkt , Ringel und Bauch treten optisch in den Hintergrund . Ringelshirt und meine graue Hose haben auch einen ähnlichen Helligkeitswert und so entsteht eine ähnliche Optik wie in Bild 5 . Nochmal herzlichen Dank ! Sibylle

    • Modeflüsterin

      Liebe Sybille,

      ja, das ist immer recht aufwändig, die Beiträge auszuarbeiten und dann auch noch alle Zeichnungen anzufertigen – da hast Du völlig Recht 🙂 Umso mehr freue ich mich, wenn Du die Regeln gleich ganz konkret anwenden konntest und schon so schnell Erfolg damit hast. Dann hat es sich doch gelohnt. Weiter so!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Liebe Stephanie,

    welch wunderbare Analyse! Ich habe deinen Artikel nun schon ein paar Mal gelesen und werde wohl noch zu einigen Gelegenheiten darauf zurück greifen, bis ich alles verstanden habe und es mir an mir mit meinen Klamotten vorstellen kann. Aber genau dann bleiben mir die Tipps am besten im Kopf, wenn ich sie durchdenken muss. Manchmal wäre das Stylingleben zwar einfacher, wenn „Dunkel macht schlank“ immer und überall gälte, aber es wäre auch so langweilig.
    Zusammen mit den Tipps und Vorschlägen von meiner tollen Stilberaterin, die ich durch dich hier gefunden habe, finde ich nun viel gezielter passende Kleidung. Die Outfits 2 und 5 sind interessant für mich, allerdings würde ich vom Schnitt her eine Jacke ohne Brusttaschen und am liebsten auch ohne Kragen nehmen. Und statt in beige-braunen Tönen lieber was grau-blau Kühles. Aber das wiederum kann ja jeder für seinen Farbtyp selbst entscheiden; hier ging´s ja um´s Prinzip.

    Ich danke dir und freue mich schon auf Teil 2!

    Liebe Grüße,
    Inra

    • Modeflüsterin

      Liebe Inra,

      ja genau: Es geht bei der Farbwahl in den Outfit-Beispielen nur ums Prinzip. Welche farben Frau dan tatsächlich einsetzt, ist natürlich absolut abhängig vom farbtyp und den persönlichen Vorlieben. Hier geht es nur um hell oder dunkel, neutrale oder Akzentfarbe und kräftig oder gedeckt. Ich freue mich sehr, dass Dir mein Artikel weiter hilft, Deinen Stil zu vervollkommnen! Weiter so!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Liebe Stephanie,

    genau dafür LIEBE ich die Modeflüsterin! Sehr analytisch, sehr klar aufbereitet und sehr ergiebig. Ihre eigenen Zeichnungen schulen sofort den Blick und man sieht sofort, was Sie meinen. Besonders toll finde ich die Vergleiche nebeneinander.
    So leuchtet mir sofort – durch eigenes Erfahren – ein, was besser aussieht und ich befolge dann nicht grundlos irgendwelche Regeln. Von der Didaktik her erstklassig! Vielen, vielen Dank für Ihre wunderbare Arbeit und die viele Zeit, die Sie für uns investieren.
    SIe haben mit Ihrem Blog mein Stilgefühl von 10% auf 80 % katapultiert (100% wäre, wenn ich keinerlei Aha-Erlebnisse mehr hätte) und dadurch auch indirekt mein Selbstbewusstsein gehoben. Dafür danke ich Ihnen am meisten – endlich kein unsicheres Gezuppel mehr, sondern souverän und gut gekleidet mein Leben meistern ohne ständig über das Outfit nachdenken zu müssen. DANKE! 🙂

    • Modeflüsterin

      Liebe Mary,

      das sind ja soooo wunderbare Zeilen! Vielen Dank für dieses außergewöhnliche Feedback! Besonders Ihre Einschätzung, dass sich Ihr Stilgefühl von 10% schon auf 80% vermehrt hat, finde ich ein großartiges Ergebnis. Und wenn Sie sagen, dass dadurch auch Ihr Selbstbewusstsein gestärkt wurde, dann ist das genau der Grund, warum ich in die Modeflüsterin so viel Zeit und Energie stecke: Ich liebe es, wenn ich dabei helfen kann, Frauen stärker zu machen! Denn – wie Sie so schön sagen – genau darum geht es letztendlich: souverän das Leben meistern. Und dabei kann die richtige Kleidung eine enorme Unterstützung sein. Weiter so!!!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Liebe Modeflüsterin, herzlichen Dank für die Relativitätstheorie der Farben!

    (Mir ging es gesundheitlich eine Weile nicht gut, dann verbrachte ich zwei Wochen im Krankenhaus, anschließend war ich beruflich etwas im Stress und zudem war Besuch da, sodass ich es leider erst heute wieder schaffe, meine Lieblingsseite im Internet zu besuchen.)

    Begierig habe ich mich auf diesen Artikel gestürzt: Endlich mehr Flexibilität in der Farbwahl!

    Der Beitrag kommt mir gerade recht, wo ich verzweifelt überlege, wie ich ein Color-Blocking-Outfit, das ich kürzlich in einer Modezeitschrift sah, für mich persönlich vorteilhaft umsetzen kann.
    Ich muss zugeben: Beim ersten Lesen fand ich es sehr schwierig, die Regeln zu verstehen (Relativitätstheorien sind eben nichts für Weicheier). Aber Sie haben uns ja zur Erläuterung diese tollen Bilder gezeichnet, sodass mir nach eingehendem Studium der Illustrationen und dreimaligem Durcharbeiten Ihres Textes zumindest ein kleines Licht aufging.

    Besonders hilfreich fand ich die Erkenntnis, dass eine dunklere Akzentfarbe die Blicke eher auf sich zieht als eine helle neutrale Farbe.
    Deshalb kann ich als A-Typ mein royalblaues T-Shirt gut zum weißen Spitzenrock tragen. Ich dachte erst immer: ‚Das ist eigentlich zu überladen: Auffälliges, intensivfarbiges T-Shirt mit weißer Schrift und dann noch der Spitzenrock!‘
    Aber intuitiv habe ich gemerkt, dass das irgendwie komischerweise gut aussieht.
    Jetzt weiß ich auch, wieso!
    Ich habe dadurch den Vorteil, dass der Blick eher am Oberkörper hängen bleibt bzw. zwischen Oberkörper und Rock hin und her wandert (so ähnlich wie bei dem Outfit mit dem roten Rock und dem rot-weiß gestreiften Top, nur eben umgedreht).

    Also ich brenne schon vor Neugierde im Hinblick auf den zweiten Teil und werde die Relativitätstheorie auf jeden Fall anwenden!
    Wieder ein „Styling-Level“ höher!
    (Ich finde die Formulierung super!)

    Ich kann mich Mary nur anschließen: Mein Stilgefühl hat sich auch wahnsinnig verbessert durch Ihren Blog!
    Ich gehe gezielt einkaufen und suche fehlende Teile, anstatt wahllos zu hamstern.
    Es gibt jetzt sogar schon Lieblingsoutfits, die ich öfter trage.
    (Früher hatte ich so was gar nicht und musste jeden Tag neu „rumzuppeln“. Aber dank Kleiderschrankinventur und Photoarchiv bin ich jetzt schon viel schneller beim morgendlichen Anziehen.)
    Danke für die vielen Aha-Erlebnisse!!!
    (Ich freue mich ehrlich gesagt über jedes Aha-Erlebnis!)

    • Modeflüsterin

      Liebe Silva,

      das sind ja super Nachrichten! Die Beschreibung Ihres Outfits klingt tatsächlich so, als würden sich T-Shirt und Spitzenrock optisch die Waage halten. Dazu kommt, dass die weiße Schrift auf dem intensiv gefärbten Shirt wie ein großes, kontraststarkes Muster wirkt. Und darum wird es im nächsten Beitrag gehen…
      Ich freue mich immer sehr, wenn Leserinnen sich aufgrund meiner Tipps wohler in ihrer Kleidung fühlen und wenn sowohl der Blick in den Kleiderschrank, als auch der Blick in den Spiegel immer besser gefällt. Für dieses Ziel arbeite ich ja… Und ich hoffe, dass für Sie auch in Zukunft noch ganz viele Aha-Effekte dabei sind!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. Liebe Stephanie,

    ich warte jeden Sonntag gespannt auf Ihren neuen Blog.

    Mein Styling-Level (wirklich ein super Ausdruck) ist leider noch nicht so hoch geklettert. Ich bin noch in der Übungsphase. Aber es wird. 🙂
    Wenn ich vor dem Spiegel stehe, sehe ich oft nicht, ob das Outfit optimal zusammengestellt ist. Daher habe ich mir gestern den Spaß erlaubt, mich in verschiedenen Outfits vor dem Spiegel zu fotografieren.
    Ich hatte zum Beispiel eine koboltblaue Hose mit einer ähnlichfarbenen Bluse an, dazu habe ich einmal eine sandfarbene Jacke kombiniert und einmal eine dunkelblaue. Am Computer habe ich die Fotos nebeneinander gelegt und konnte gut die Auswirkungen sehen.
    Das gleiche habe ich mit einer sandfarbenen Hose und der etwas helleren Jacke ausprobiert. Kombiniert mit mit weißem T-Shirt mit braunem Aufdruck, pinkfarbenen Top oder dunkelblauem T-Shirt.
    Ich konnte schon deutlich sehen, welche Farben hervortraten und welche zurück.
    Ich bin A-Typ, relativ klein (163 cm) mit breitem Po und Hüfte. Wenn ich die Theorien richtig verstanden habe, sind Outfits, bei denen das Unterteil etwas dunkler bzw. unauffälliger als das Oberteil ist, ideal. Um den Körper optisch zu strecken müssten Ober- und Unterteil eine ähnliche Helligkeit haben und die Jacke heller sein oder eine Signalfarbe haben. Richtig?
    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Modeflüsterin

      Liebe Ulrike,

      genau so ist es! Wenn Sie nur den Unterkörper schlanker stylen wollen, brauchen Sie am Oberkörper einfach nur hellere oder kräftigere Farben. Wenn Sie zudem größer erscheinen wollen, können Sie eine mittlere Farbsäule kreieren und eine Jacke dazu kombinieren, die den Blick zum Oberkörper lenkt – also heller oder knalliger ist. Ich sehe schon, Sie haben das vollkommen im Griff 😉 Die Idee mit den Fotos ist natürlich genial, da ein Foto die Statur zwar insgesamt etwas verzerren kann, aber die Wirkung der unterschiedlichen Farb-Relationen im Vergleich gut darstellbar sind. Das war also genau die richtige Aktion 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Liebe Stephanie, ich liebe es mich mit der Wirkung von Farben zu beschäftigen und gucke mir deine anschaulichen Illustrationen allein schon so gern an und denke nach. Danke für die wie immer perfekte Aufbereitung des Themas. Meistens mag ich unten hell und oben dunkel nicht so gern. Ich weiß gar nicht den Grund. Zufällig hatte ich jetzt aber mal meinen hellen Spitzenrock zur Lacklederjacke an, aber oben dunkel ist für mich immer wieder gewöhnungsbedüftig….Herzliche Grüße und ich nehme dein Thema gleich mal noch als Link in meinem Post auf! Schönes Wochenende und LG wünscht dir Sabina | Oceanblue Style

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabina,

      da habe ich einen Tipp für Dich, wie Du Dich vielleicht mit dunklen Oberteilen wohler fühlen kannst: Addiere nahe am Gesicht ein Accessoire mit einem hellen Farbfleck. Eine Sonnenbrille mit hellem Rahmen, eine übergroße Perlenkette oder einen Schal mit hellen Stellen im Muster – und schon ist Dein Outfit mit „unten hell und oben dunkel“ perfekt. Was wollen wir wetten?

  11. Liebe Modeflüsterin!

    Vielen Dank für den tollen Artikel! Die „Farbsäule“ hat mir modetechnisch in meinen 20ern wirklich sehr geholfen. Ich habe einmal davon gelesen, das Shirt und das Unterteil in der selben Farbe zu tragen, dass hat mir in der Anfangszeit meiner Berufslaufbahn viel Geld gespart! Eines meiner Lieblingskleidungsstücke lange Zeit war eine rote Cordhose – sie war so vielseitig!
    Und dank des Outfits 9 weiß ich jetzt endlich auch, wie ich einem schönen roten Bleistiftrock etwas Pfiff „einhauchen“ kann!
    Liebe Grüße!
    Yvonne

    • Modeflüsterin

      Liebe Yvonne,

      das freut mich sehr! Dann stehen ja Experimenten mit roter Cordhose und/oder rotem Bleistiftrock jetzt wieder alle Türen offen… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

    • Modeflüsterin

      Das Freut mich zu hören, Aicha!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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