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Fashion-Fahrplan: Kennen Sie das Potential Ihres Kleiderschranks?

Bei der Kleiderschrank-Bestandsaufnahme geht es darum, das Potential Ihrer Garderobe zu entdecken.

Bei der Kleiderschrank-Bestandsaufnahme geht es darum, das Potential Ihrer Garderobe zu entdecken.

Kennen Sie den wahren Wert Ihres Kleiderschrank-Inhalts? Wann haben Sie zum letzten Mal alle Kleidungsstücke einer kritischen Prüfung unterzogen? Falls Sie jetzt fieberhaft überlegen, wann Sie Ihre letzte Kleiderschrank-Inventur gemacht haben, dann ist es wahrscheinlich schon lange her. Doch woher sollen Sie wissen, welche wahren Schätze sich in Ihrem Kleiderschrank befinden? Und wie wollen Sie bewerten, welches Potential in Ihrem Kleiderschrank schlummert, wenn Sie dessen Inhalt nicht genau kennen? Dazu kommt ein weiteres Phänomen: Denn in dem Wort „befinden“ liegt ja bekanntlich das Wort „finden“. Ohne Überblick über Ihre Garderobe fallen Ihnen einige Kleidungsstücke gar nicht ein, wenn Sie ein Outfit zusammenstellen. Genau das ist jedoch die Grundvoraussetzung, um aus Ihrer Garderobe das meiste herauszuholen.

Es gibt eine Lösung für das Problem: Veranstalten Sie ein kleines „Assessment Center“ für Ihre Garderobe! So eine Bestandsaufnahme bringt frischen Wind in Ihren Kleiderschrank. Meine kleine Anleitung und die Checkliste zum Download helfen Ihnen dabei, das tatsächliche Potential Ihres Kleiderschranks neu zu entdecken – und zu vergrößern! Wenn Sie also etwas Zeit und Lust haben: Machen Sie mit!

Das benötigen Sie für Ihre Kleiderschrank-Bestandsaufnahme

  • Praktisch ist es, wenn Sie beim Ausräumen Ihres Kleiderschranks genügend Ablagefläche für Ihre Kleidung zur Verfügung haben. Das könnten ein großes Bett, mehrere Stühle oder eine rollbare Kleiderstange sein. Aber auch der Platz am (sauberen!) Boden kann genutzt werden.
  • Überlegen Sie sich vorher, wie Sie den Inhalt Ihres Kleiderschranks erfassen und bewerten möchten. Sie könnten von jedem Kleidungsstück und den damit umsetzbaren Outfits ein Foto machen und Ihre Garderobe in einer Ordner-Struktur auf Ihrem PC verwalten. Dann brauchen Sie ein Smartphone mit Kamera oder eine Digital-Kamera. In der meisten Foto-Software lassen sich die Fotos mit Sternen bewerten. Sie können aber auch einfach eine Bestandsliste auf Papier anlegen, in die Sie Ihre Kleidungsstücke und deren Bewertung eintragen. Dazu habe ich Ihnen die Checkliste zum Download vorbereitet (pdf-Dokument). 

Tipp:

Das könnte für Leserinnen interessant sein, die es lieber spielerisch mögen: Wenn Sie Ihren Kleiderschrank am liebsten online oder virtuell verwalten, dann gibt es einige Handy-Apps und Online-Plattformen, die Sie dabei unterstützen. Dort können Sie die Fotos Ihrer Kleidungsstücke hochladen und zu Outfits kombinieren. Solche virtuellen Kleiderschränke können Sie beispielsweise mit den folgenden Anwendungen anlegen (Anmerkung: Die Auflistung erfolgt ohne Wertung, denn ich habe die Anwendungen nicht getestet!): Style4Friends.de, netrobe.com, Mein Kleiderschrank (Apple-App), Stylitics, What Did I Wear (Apple-App).

  • Halten Sie Putz-Utensilien bereit, um die ausgeräumten Fächer gleich zu säubern, damit wieder Frische in Ihren Kleiderschrank einziehen kann. Und noch ein Tipp: Nutzen Sie die Gelegenheit, um den Mottenschutz zu erneuern!
  • Wenn Sie schon lange einmal Ihr Aufbewahrungssystem optimieren wollten, dann halten Sie jetzt die notwendigen Hilfsmittel, wie Kleiderbügel, Wäscheboxen oder Schubladen-Trenner bereit.

Und schon geht es los:

Schritt 1: Alles muss raus!

Am besten ist es, wenn Sie alles aus Ihrem Kleiderschrank ausräumen – komplett. Wenn Sie allerdings nicht ganz so viel Zeit haben und in Etappen arbeiten müssen, können Sie auch nach Kategorien vorgehen. Dann nehmen Sie sich beispielsweise bei einem Termin nur die T-Shirts, beim nächsten nur die Hosen usw. vor und gehen jeweils die folgenden Schritte durch.

Schritt 2: Sortieren Sie nach Kategorien und Farben sowie saisonal!

Laden Sie sich die Checkliste zur Kleiderschrank-Bestandsaufnahme einfach herunter, drucken Sie sie aus und füllen Sie sie nach Belieben aus. Mit einem Klick auf das Bild geht's los.

Laden Sie sich die Checkliste zur Kleiderschrank-Bestandsaufnahme einfach herunter, drucken Sie sie aus und füllen Sie sie nach Belieben aus. Mit einem Klick auf das Bild geht’s los.

Bei mir hat sich die Sortierung des Kleiderschranks nach Kategorien und Farben sowie nach saisonalen Gesichtspunkten bewährt. Gruppieren Sie also jetzt alle Hosen, Jeans, Röcke, Kleider, T-Shirts, Blusen, Tops, Pullover, Strickjacken etc.. Unterteilen Sie jede Kategorie nach eindeutiger Sommer- und Winter-Kleidung sowie nach Stücken, die in der Übergangszeit bzw. ganzjährig getragen werden können. Sinnvoll ist es, die saisonalen Stapel jetzt noch nach Farben zu sortieren und zwischen unifarbenen und gemusterten Teilen zu unterscheiden.

Und noch eine Ergänzung an dieser Stelle: Machen Sie einen zusätzlichen Stapel für Ihre Abendkleidung oder eindeutig sehr festliche Kleidungsstücke, die nicht für Ihren Alltag gedacht sind! Diese müssen gesondert betrachtet werden.

Schritt 3: Probieren Sie jedes Kleidungsstück an und bewerten Sie es!

Jetzt wird es etwas zeitaufwändiger. Denn Sie müssen jedes Kleidungsstück anprobieren. Gehen Sie dabei Stapel für Stapel vor. Beurteilen Sie die typischen Kriterien der Kleiderschrank-Inventur:

  • Passt das Kleidungsstück perfekt?
  • Ist der Schnitt für Ihre Proportionen vorteilhaft?
  • Steht Ihnen die Farbe?
  • Entspricht der Stil des Kleidungsstücks Ihrer Stil-Persönlichkeit bzw. hat es die gewünschte, zum Anlass passende Stil-Aussage?
  • Gefällt Ihnen der Stoff des Kleidungsstücks und fühlt sich dieser gut an Ihrem Körper an?
  • Ist das Kleidungsstück zeitgemäß oder ein zeitloser Klassiker?
  • Gefällt Ihnen das Kleidungsstück, fühlen Sie sich darin so richtig wohl und tragen Sie es oft?

Ich empfehle, an dieser Stelle Punkte oder Sterne zu vergeben. Stimmen alle Kriterien, erhält das Kleidungsstück 5 Punkte. Sind Sie weniger zufrieden mit Ihrem Urteil, können Sie entsprechend weniger Punkte vergeben. Ganz wichtig dabei: Notieren Sie sich, warum ein Kleidungsstück keine volle Punktzahl erhält! Was gefällt Ihnen daran nicht oder was stört Sie besonders? Es erübrigt sich an dieser Stelle zu erwähnen, dass Kleidungsstücke mit nur ein oder zwei Punkten nie mehr in Ihren Kleiderschrank zurückkehren dürfen oder? Bei Kleidungsstücken mit nur 3 Punkten sollten Sie zwei Überlegungen anstellen:

  • Brauche ich das Kleidungsstück wirklich oder gibt es bereits ein anderes Teil mit höherer Punktezahl im Schrank, das es lückenlos ersetzen könnte? In diesem Fall: weg damit!
  • Muss ich das Kleidungsstück möglichst bald gegen ein besseres oder passenderes Teil austauschen? In diesem Fall setzen Sie das Kleidungsstück (mit allen wichtigen Details, die Sie sich gerade notiert haben) auf Ihre Shopping-Liste und sortieren es aus, sobald Sie einen Ersatz gefunden haben.

Schritt 4: Kombinieren Sie mindestens 5 Outfits mit dem Kleidungsstück!

Diejenigen Teile, die den Punkte-Test bestanden haben, sind ein wertvoller Teil Ihrer Garderobe. Sie können diesen Wert noch zusätzlich steigern. Denn je besser sich die Kleidungsstücke mit anderen Teilen zu vorteilhaften Outfits kombinieren lassen, desto höher ist ihr Potential. Stellen Sie jetzt mindestens 5 solcher tollen Outfits mit dem entsprechenden Kleidungsstück zusammen! Am besten wäre es, wenn Sie diese Outfits dokumentieren. Dazu können Sie die Kleidungsstücke zu Outfits gruppieren und abfotografieren oder das Outfit anziehen und ein Foto von sich selbst machen (oder eine der zuvor genannten Apps bzw. Online-Anwendungen einsetzen).

Die so gewonnenen Outfits sind das Rückgrat Ihrer Garderobe. Sie können sich die Fotos in die Innenseite des Kleiderschranks hängen oder gleich eine Pinnwand erstellen, die Sie für Outfit-Inspirationen nutzen. Praktisch ist es, wenn Sie die Outfits auch gleich nach Anlässen sortieren, beispielsweise nach Business-Outfits und Freizeit-Outfits.

Tipp:

Manchmal fehlt nur ein ganz bestimmtes Verbindungsstück, um gleich mehrere Outfits funktionsfähig zu machen. Oft sind es die Accessoires, die ein Outfit stilvoll, stimmig oder interessant wirken lassen. Ein Gürtel, eine Kette, ein bestimmter Schuh kann gleich mehreren Outfits zum entscheidenden Durchbruch verhelfen und damit den Wert Ihrer Kleidungsstücke deutlich erhöhen. Wenn Sie solche Lücken erkennen: Schreiben Sie sie auf Ihre Shopping-Liste!

Und ganz wichtig: Sie werden erkennen, welche Kleidungsstücke sich hervorragend kombinieren lassen. Zu diesen Stücken fallen Ihnen weit mehr Kombinationsmöglichkeiten als nur fünf Outfits ein. Das sind die absolut notwendigen Basics für Sie – die so genannten „Essentials“ Ihrer Garderobe. Markieren Sie diese Teile mit einem Pluszeichen! Und es wird Stücke geben, die sich weniger gut kombinieren lassen. Diese erhalten ein Minuszeichen auf der Liste. Wenn diese eine hohe Bewertung haben, dann gehören Sie zu den Highlights Ihrer Garderobe. Jede Grundgarderobe braucht diese besonderen Einzelstücke – in angemessener Anzahl.

Schritt 5: Halten Sie fest, wie viele Kleidungsstücke Sie pro Kategorie und Farbe besitzen!

Meine Bestandsliste für die Kategorie T-Shirts ist sehr umfangreich - und immer noch nicht zu Ende...

Meine Bestandsliste für die Kategorie T-Shirts ist sehr umfangreich – und immer noch nicht zu Ende…

Wenn nun Ihre Kleidung in Stapeln und nach Farben geordnet vor Ihnen liegt, nur noch die brauchbaren Stücke übrig geblieben sind – sind Sie überrascht, wie viele Exemplare Sie von einzelnen Kategorien besitzen? Ich besitze beispielsweise über 10 schwarze T-Shirts. Dabei sind kurzärmelige und langärmelige Exemplare, Teile mit V-Ausschnitt und Rundhals-Ausschnitt, schlichte klassische Schnitte ebenso wie raffinierte Wickel-Shirts. Denn ich habe ein heimliches Faible für schwarze T-Shirts.

Falls es Ihnen ähnlich ergeht, wirft das natürlich die Frage auf: Brauchen Sie wirklich so viele Stücke? Falls Sie nicht sicher sind, ist es an der Zeit, einen Kauf-Stopp einzulegen! Wenn Sie die Stückzahl in Ihre Bestandsliste eintragen, werden Sie das nicht vergessen. Und Sie werden erkennen, nach welchen Kleidungsstücken es wirklich Sinn macht, Ausschau zu halten.

Schritt 6: Wählen Sie eine adäquate Aufbewahrung für Ihre Kleidung und räumen Sie wieder ein!

Bei der Aufbewahrung von Kleidung hat jede Frau so ihre eigenen Vorlieben. Ob Sie Ihre Jeans lieber auf den Bügel hängen oder im Regal stapeln und welche Tops Sie besser hängend oder zusammengefaltet liegend verstauen, liegt natürlich an Ihnen. Und an dem Stauraum, den Sie insgesamt zur Verfügung haben. Vorteilhaft ist es dabei immer, wenn Sie sich an ein bestimmtes System halten und die dafür benötigten Utensilien in bestmöglicher Qualität und einheitlichem Design vorrätig haben. So sieht auch der kleinste Kleiderschrank immer top aus. Also: Jetzt ist es an der Zeit zu putzen und danach Ihre Kleidungsstücke wieder schön geordnet zu verstauen.

Auf meinem Pinterest-Board mit dem Titel "Kleiderschrank" finden Sie ganz viele Inspirationen für die Organisation Ihrer Garderobe.

Auf meinem Pinterest-Board mit dem Titel „Kleiderschrank“ finden Sie ganz viele Inspirationen für die Organisation Ihrer Garderobe.

Das Ergebnis dieser Vorgehensweise ist ein wunderschön geordneter Kleiderschrank, der nur hochwertige oder hoch bewertete und variabel kombinierbare Kleidungsstücke enthält. Zudem haben Sie nun eine Bestandsliste, die Ihnen zeigt, in welchen Bereichen Ihrer Garderobe Sie schon sehr gut aufgestellt sind und wo es eventuell Nachholbedarf gibt. Und auch so manche Lücke im Kleiderschrank wurde identifiziert und steht nun auf Ihrer Shopping-Liste. Das Beste ist aber, dass Sie nun einen perfekten Überblick über den Inhalt Ihres Kleiderschranks gewonnen haben und noch wichtiger: das Potential jedes Kleidungsstücks darin kennen.

Denn der eigentliche Wert eines Kleidungsstücks für Ihre Garderobe berechnet sich nicht nach dem Kaufpreis. Er wird durch Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse bestimmt. Wie gerne Sie ein Kleidungsstück tragen, wie attraktiv es Sie aussehen lässt und wie vielseitig es sich kombinieren lässt, machen – zusammen mit der Haltbarkeitsdauer – den wahren Wert eines Kleidungsstücks aus. Und die Summe dieser wertvollen Stücke zeigt das wirkliche Potential Ihres Kleiderschranks.

Wie schätzen Sie das Potential Ihrer Garderobe ein? Von welchen Stücken haben Sie zu viele und was fehlt? Und welches sind die Arbeitstiere in Ihrem Schrank, die Sie über Jahre hinweg lieben und immer wieder neu kombinieren? Ich bin gespannt!

 

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

48 Kommentare

  1. Liebe Stephanie,
    vielen Dank für die tollen Tipps. Ein Kleiderschrank-Check steht bei mir definitiv an – den schiebe ich gerade vor mir her. Habe dort leider komplett den Überblick verloren.
    Erschwerend kommt hinzu: Ich hatte vor zwei Wochen mit den Schuhen begonnen, und habe leider ein Paar aussortiert, dass ich jetzt als ideale Ergänzung zu einem neuen Kleid wunderbar hätte brauchen können. Schluchz. 😉
    Vielleicht hebe ich das Aussortierte erst einmal für ein halbes Jahr in einem Sack auf, bevor ich mich wirklich von dem Inhalt trenne.
    Liebe Grüße von Anna

    Antworten
    • Modeflüsterin

      10/05/2015 @ 19:31

      Liebe Anna,

      das mit den Schuhen kann ich so gut nachfühlen! Ich finde die Idee gut, das Aussortierte erst einmal ein halbes oder ein Jahr in einer Box zu verstauen – beispielsweise im Keller – und wenn man nicht mehr daran denkt und nichts davon benötigt, kann man den Box-Inhalt unbesehen weitergeben.
      Und ich wünsche Dir natürlich, dass Du bald den Überblick über Deine Garderobe wieder zurück gewinnst!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  2. Hallo Stephanie,
    vielen Dank für den tollen Artikel. Ich habe bei meinem letzten Umzug eine große Bestandaufnahme gemacht und auch vieles aussortiert. Das ist ja noch nicht so lange her. Da ich jetzt aber in milderen Gefilden lebe, kann ich fur den nächsten Winter noch mehr aussortieren :)
    Liebe Grüße,
    Käthe | Nicht 75B

    Antworten
    • Modeflüsterin

      10/05/2015 @ 19:35

      Liebe Käthe,

      ich habe auch gerade so eine Bestandsaufnahme hinter mir und stelle immer wieder fest, dass doch das ein oder andere Kleidungsstück aus dem Bewusstsein gerutscht ist. Und es gibt auch immer wieder Stücke, die ihre beste Zeit hinter sich haben und von einer 4 auf 3 Punkte abgesunken sind… Ich finde es immer sehr erfrischend, wieder „klar Schiff“ im Schrank zu haben :-) Dann wünsche ich Dir mal weiterhin gutes Ausräumen!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Liebe Stephanie!
    Danke! Diesesmal hast Du einen wundervollen Beitrag geschrieben.
    Deine Tipps sind wirklich außerordentlich hilfreich.
    Vor einigen Wochen habe ich meinen Schrank aufgeräumt und alles sortiert. Wenn man wirklich auf Deinen Rat hört und zuerst einmal alles ausräumt, dann sieht man mit Entsetzen, wie viel man besitzt.. Das ist echt peinlich.
    Das meiste was ich habe, ist auch noch richtig gut und konnte nicht aussortiert werden.
    Daraufhin habe ich mir ganz fest vorgenommen, vorerst nichts mehr zu kaufen!
    Aber ich glaube, ich werde die ganze Prozedur doch noch einmal wiederholen und ein bißchen strenger sein, indem ich Deine Liste abarbeite.
    Zum Schluss noch ein Vorschlag, was ich beim Sortieren berücksichtige.
    Ich sortiere meine Kleidungsstücke nach Farben und hänge sie im Schrank zusammen. Außerdem stelle ich mir farbliche Kombination-Kollektionen zusammen, die ich auf einen offenen Kleiderständer vor meinem Kleiderschrank aufhänge. So habe ich das Wichtigste im Überblick und kann morgens einfach auf geeignete Zusammenstellungen zurückgreifen.
    Liebe Grüße
    Violetta

    Antworten
    • Modeflüsterin

      10/05/2015 @ 19:54

      Liebe Violetta,

      Du bist ja ein richtiger Profi!!! Beim Sortieren hat jede Frau so ihre Vorlieben. Auch das Zusammenhängen in „Capsule Wardrobes“ kann praktisch sein. Wenn allerdings viele Kleidungsstücke in verschiedenen Capsules integriert sind, wird es wieder schwierig…. Und dann könnte man auch noch feste Outfits zusammenstellen, die dann für die nächsten beispielsweise 2 Wochen gültig sind, bevor man für die darauf folgenden 2 Wochen wieder neue Sets kombiniert. Ich denke, da gibt es noch viele Möglichkeiten, aus denen Frau die für sich praktikabelste wählen kann. Du scheinst da schon sehr, sehr weit in Deiner Organisation fortgeschritten zu sein :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Liebe Stephanie,

    lieben Dank für diesen tollen Artikel! Eine Bestandsaufnahme steht bei mir schon lange an. Musste grinsen, als ich sah, dass du gerade darüber schreibst. Drucke mir die Liste aus und lege diese Woche noch los mit der Inventur. Die ist sowas von fällig! Ich habe nämlich (dank des Farbkombi-Artikels) eine neue Basisfarbe hinzugefügt (dunkelblau) und erfreue mich gerade an den neuen Kombinationsmöglichkeiten. Da können bestimmt einige langweilige Outfits raus, denn Überblick täte gerade ziemlich gut.

    Liebe Grüße aus Düsseldorf
    Anna

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/05/2015 @ 13:17

      Liebe Anna,

      das freut mich, dass der Beitrag zur richtigen Zeit kam :-) Dann wünsche ich mal eine erfolgreiche – und vor allem klärende – Bestandsaufnahme!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  5. Liebe Stephanie,

    schöner Artikel! Ich liebe ja aufgeräumte, übersichtliche Kleiderschränke (und besitze sogar ein „Faltbrett“, damit meine T-Shirts alle auf die gleiche Größe gefaltet sind – läuft das schon unter „Macke“?) und miste regelmäßig aus (da ich jemanden kenne mit meiner Kleidergröße und zwei Teenagertöchtern, die auch Verwendung für vieles haben, fällt mir das Weggeben einigermaßen leicht…). Ich habe jetzt keinen Riesenschrank (ok, auch keinen ganz kleinen) und vor allem keinen geeigneten Ort, um „Saisonware“ unterzubringen, deshalb ist es mir ganz wichtig, dass nur Sachen im Schrank sind, die auch wirklich gerne tragen mag. Schwer fällt es mir nur, wenn das eine oder andere Kleidungsstück eigentlich „objektiv“ schön ist, gut geschnitten und von guter Qualität – aber die Stilrichtung nicht mehr 100 % passt.

    Bei mir landen übrigens alle aussortierten Sachen zunächst in meinem obersten Schrankfach, da komme ich ohne Leiter eh nicht hin. Es ist aber nur ganz selten etwas von „da oben“ wieder im regulären Schrank gelandet…

    Vor ein paar Wochen habe ich auch endlich mein Kleiderbügelsammelsurium entsorgt und durch schmale, samtbezogene Bügel in einem Caramelton ersetzt; jetzt freue ich mich jeden Tag über den doch deutlich ordentlicheren Anblick. Ehrlich gesagt, wenn meine Küchenschränke und mein Keller immer so geordnet aussähen wie mein Kleiderschrank, wäre ich froh 😉 Aber frau muss eben Prioritäten setzen 😉

    Herzlichen Gruß, Diana

    Antworten
    • Modeflüsterin

      11/05/2015 @ 13:36

      Liebe Diana,

      ich finde, dass das Faltbrett noch nicht unter Macke fällt… 😉 Vor allem, wenn man sich wie Du so sehr darüber freut, wenn der Anblick des Kleiderschranks so schön geordnet ist. Die Aktion mit den Kleiderbügeln hat bestimmt ganz viel dazu beigetragen. Und Deine Konsequenz ist bewundernswert.
      Und dass Du die Priorität „Kleiderschrank“ vor Keller und Küche setzt, ist eigentlich selbstverständlich… und findet natürlich meine vollste Unterstützung 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Liebe Stephanie,

    ein toller Beitrag ist das wieder!

    Ich entrümple jeweils zweimal im Jahr meinen Kleiderschrank, um ihn möglichst übersichtlich zu halten. Vor kurzem habe ich aber darüber hinaus auch mal eine echte „Bestandsaufnahme“ gemacht.

    Zunächst habe ich aufgeschrieben, was ich wirklich (mit Betonung) brauche (also welche und vor allem wieviele Outfits für welchen Anlass). Dann habe ich geprüft und notiert, was ich habe und danach, was ich (außerdem) möchte. Das war ganz aufschlußreich und ergab meine aktuelle Shoppingliste. Wenn ich jetzt noch tatsächlich finden würde, was mir vorschwebt, wäre ich zufrieden. :-)
    Wenn es Dich beruhigt: In meinem Schrank liegen mehr als 10 schwarze T-Shirts. Da sie aber zu meinem signature look (dunkle Säule mit andersfarbener Jacke) gehören, hat jedes einzelne seine Daseinsberechtigung. 😉

    Was ich noch analysieren muß, ist die Frage: Warum kaufe und horte ich immer wieder bunte Tops zum „Drunter tragen“, wenn ich sie kaum anziehe?!

    Meine noch gut erhaltenen aussortierten Sachen landen auch erst im „Zwischenlager“ Keller, bevor ich mich nach einer Zeit endgültig trenne.

    Diana, einheitliche Kleiderbügel (meine sind aus Holz, brauchen daher leider viel Platz) und die „Macke“ mit dem Faltbrett habe ich auch. (Zwar kein „echtes“ Brett, ich habe einfach den Rückenkarton eines Schreibblocks dafür umfunktioniert.) Zum einen sieht es schön ordentlich aus (dazu liegen die schwarzen Shirts ganz unten, drüber die dunkelblauen und dann die weißen), und zum anderen passen so genau mehrere Stapel im Fachboden nebeneinander: die mit den langen Ärmeln, die mit dem V-Ausschnitt und die mit rundem Ausschnitt. Noch Fragen in puncto „Macke“, Ihr Lieben? 😉

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/05/2015 @ 12:45

      Liebe Susanne,

      das klingt ja herrlich! Wenn das eine Macke ist, dann bekenne ich mich auch sofort dazu, eine zu haben 😉 Allerdings habe ich bisher noch kein Faltbrett benutzt. Jetzt denke ich natürlich ernsthaft darüber nach… Die farbliche Sortierung von dunkel nach hell übe ich auch und finde das sehr ästhetisch. Aber da gehen die Geschmäcker ja bekanntlich auseinander. Hauptsache ist doch, dass Frau sich zurecht findet und es gefällt. Dann macht das Anziehen doch gleich viel mehr Freude.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • …wie schön, dass ich mich hier verstanden fühle! Das Faltbrett kann ich nur empfehlen :-)

        Herzliche Grüße an alle mit Macke,

        Diana

        Antworten
  7. Danke für Deine Antwort liebe Stephanie.
    Leider ist es mit meiner Übersicht und mit meiner Ordnung nicht so weit her. Das, was ich geschrieben habe, hört sich weit besser an.
    Ich habe viel zu viel und leider viel zu wenig, von dem ich mich trennen will.
    Das heißt also: ich habe noch einiges zu verbessern.
    Das mit einem offenen Kleiderständer ist übrigens wirklich ein guter Tipp. Ich stelle mir immer einige Kombinationen zusammen, die aber auch immer wieder gewechselt werden, damit ich die restlichen schönen Sachen aus meinem Kleiderschrank nicht vergesse.
    Außerdem liegt bei mir häufig Wäsche auf Halde und wird nicht immer regelmäßig gebügelt. Insofern bin ich eigentlich froh, wenn ich z.B. mehrere weiße Blusen in Reserve habe.
    Danke nochmals für Deinen hilfreichen Beitrag.
    Schöne Woche und alles Liebe
    Violetta

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/05/2015 @ 12:47

      Liebe Violetta,

      ja ein paar ähnliche Teile zum Wechseln machen natürlich immer Sinn – vor allem wenn es Schlüssel-Teile für den eigenen Look sind. Dazu gehören bei mir auch – neben den schwarzen T-Shirts – die weißen Blusen, wie bei Dir :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  8. Liebe Stephanie,

    ich bin schon länger eine stille Mitleserin deines Blogs und habe schon viele Tips daraus befolgt.

    Zu dieser Checkliste habe ich eine Frage:
    Die letzte Spalte enthält die Anzahl. Ist das die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten oder wie viel gleichartige Teile ich von dem Kleidungsstück habe? Ich frage mich, warum da nur 4/5 Punkte steht.

    Lieben Gruß
    Anna

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/05/2015 @ 12:53

      Liebe Anna,

      in der letzten Spalte sollten eigentlich nur die Kleidungsstücke gelistet sein, die eine hohe Benotung von 4 oder 5 Punkten haben. Denn alle anderen Kleidungstücke sollten ja entweder gar nicht im Kleiderschrank sein oder bald ausgetauscht werden – zählen also eigentlich nicht. Wenn Du gleichartige Stücke zusammenfassen möchtest, dann immer gerne. Die Liste kann ganz individuell eingesetzt werden – je nach System, das für Dich Sinn macht. Und wenn Du auch die Kleidungsstücke mit 3 Punkten erfassen möchtest – einfach um zu sehen, wie viele Du davon hast -, dann kannst Du das selbstverständlich auch machen. Alles kann, nichts muss :-)
      Ich wünsche Dir viel Erfolg mit der Liste und viele neue Erkenntnisse über den tatsächlichen Wert Deiner Garderobe!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  9. Liebe Stephanie,
    dieser Artikel spricht mich wieder sehr an, da ich gerne strukturiert und gut organisiert agiere. In meinem Kleiderschrank gibt es jede Menge weiße Blusen (Langarm) und weiße Shirts mit Ärmeln in allen Längen und mit diversen Ausschnittformen. Jetzt habe ich begonnen, das Ganze in schwarz durchzuziehen. „Das muss aber fad sein“, wirdt du denken. Aber nein, ich trage gelegentlich auch eine andere Farbe … 😉
    Auch kann ich die „Macken“ der anderen Damen nachvollziehen. Jetzt weiß ich: das ist normal, keine Macke 😉
    Liebe Grüße
    Doris

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/05/2015 @ 12:55

      Liebe Doris,

      ja, wir „Schwarz-Weiß-Liebhaberinnen“ – hier treffen sich gerade einige davon, habe ich das Gefühl 😉 Ein Hoch auf unsere liebenswerten Macken!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  10. Vielen Dank für Deinen wieder einmal hervorragenden Post! Du verstehst es wirklich, die richtigen Worte zu finden, liebe Stephanie.

    Ich kenne das Potential meines Kleiderschrankes ganz bestimmt nicht wirklich, weiß jedoch, dass eine Menge darin lagert, das nicht unbedingt darin lagern müsste, da ich es eh kaum trage.
    Wegwerfen/weggeben „kann“ ich es aber auch irgendwie nicht – es fällt mir per se irre schwer, mich von halbwegs gut sitzenden Sachen zu trennen – ob sie mir nun besonders gut stehen oder nicht …

    Und selbst WENN ich es anginge: Bei der Menge im Schrank bräuchte ich – inklusive Zeitmangel UND vor allem meiner Langsamkeit und Entscheidungs-/Konzentrationsschwäche – vermutlich mindestens Monate, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Meh. :/

    Ich wäre echt gern strukturierter, aber ich fürchte, das passt nicht zu einem großen Teil meiner Persönlichkeit. Im Hinterkopf jedoch wird ganz sicher zumindest der PLAN bleiben, Deine Anleitung in die Tat umzusetzen. :)
    Lieben Gruß
    Gunda

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/05/2015 @ 13:01

      Liebe Gunda,

      mach Dir mal keine Sorgen wegen der Umsetzung! Es gibt ja ganz unterschiedliche Persönlichkeitstypen und nicht für alle ist so ein systematisches, stark geplantes Vorgehen die richtige Art, mit Mode umzugehen. Ich glaube aber, dass Vieles auch im Unterbewussten arbeitet. Und wenn Du das nächste Mal über ein Kleidungstück in Deinem Schrank stolperst, das Du schon ganz lange nicht mehr angehabt hast und eigentlich auch gar keine Lust hast, es anzuziehen, dann könntest Du es einfach herausnehmen und in einer Schachtel oder Box irgendwo separat verstauen. So könntest Du ganz allmählich (über Monate, wie Du so schön sagst) Deinen Schrank in Bestform bringen – ohne großen Zeitaufwand :-)
      ich wünsche Dir dabei ein gutes Händchen und ganz viel (Entscheidungs-)Stärke!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Vielen Dank für die Erlaubnis, zu entschleunigen. :)
        Das mit den Einzelteilen mache/schaffe ich schon ab und zu und bin jedes Mal total stolz (ehrlich! Finde ich dann immer albern, aber ist einfach so.), wenn ich ein Teil entsorgt habe …

        Dummerweise habe ich mir in der Zwischenzeit aber auch schon 5 neue Teile zugelegt … *seufz*

        Antworten
        • Modeflüsterin

          12/05/2015 @ 23:00

          Liebe Gunda,

          dann bist Du wirklich ein besonders „schwerer Fall“ 😉 Was mich ein bisschen wundert, denn als Wassermann hast Du zwar die kreativ-chaotische, aber doch auch eine starke analytische Seite… Ach ja, und nicht vergessen: ganz viel Menschlichkeit!
          Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass Du Dich von Deinem Kleiderschrank nicht so einfach überwältigen lässt, sondern letztendlich immer noch die Kontrolle hast, wenn es darauf ankommt – und Du das wirklich willst 😉

          Liebe Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          Antworten
    • Hallo Gunda,

      ich lache mich gerade schlapp. Du beschreibst MICH eins zu eins in deinem Kommentar. Haargenau so geht es mir, einschließlich der Konzentrationsschwäche, der Unentschlossenheit und des Planes. Herrlich. You made my day :-)))

      Doro
      P.S. Bin klein, dunkelhaarig, Brillenträgerin und Sternzeichen (nicht das ich das wichtig fände) Schütze. Irgendwelche Gemeinsamkeiten?

      Antworten
      • Hey Doro,
        hey, großartig! :) Freut mich, eine Schwester im Geiste gefunden zu haben.
        Ansonsten: Brille ja – dunkle Haare auch (kannste auch alles auf meinem Blog sehen, wenn Du magst 😉 ), aber mit 172 cm finde ich mich nicht sonderlich klein und Wassermann ist nicht Schütze. 😉
        Meine beiden Kinder sehen sich aber auch nicht sonderlich ähnlich!
        Schwesterliche Grüße
        Gunda

        Antworten
      • Hallo Doro,

        das ist ja witzig: Deine optische Beschreibung inkl. Schütze trifft genauso auch auf mich zu.

        Viele Grüße
        Susanne

        Antworten
  11. Liebe Modeflüsterin,
    ich habe vor zwei Wochen eine Kleiderschrankinventur entsprechend deiner bisherigen Beiträgen durchgeführt und dabei schon unheimlich viel über mich (Fehlkäufe, Hamsterkäufe, Angebotskäufe,…) gelernt und enorm viel Platz geschaffen.
    Ich hätte nicht gedacht, dass du da noch einen draufsetzen könntest :-) Doch du hast es mit diesem Beitrag geschafft, dass ich mich doch noch von 5 Oberteilen und einem Rock getrennt habe, die ich mit Sicherheit auch die nächsten zwei Jahre nicht mehr getragen hätte.
    Die Gründe:
    a) stilistisch nicht passend (zu rüschig bzw. mädchenhaft; auch mit Bikerjacke nicht wettzumachen): Hier hat mich deine Anregung überzeugt, wirklich mal 5 Outfits mit dem jeweiligen Stück zusammenzustellen
    b) der Stoff nervt mich (diesen Aspekt hatte ich vorher nicht so bewusst auf dem Schirm)
    Letzteres ist ein echtes Problem, wo ich auch noch keine Idee habe, wie derartige Fehlkäufe zu vermeiden sind: Im Geschäft fühlt sich die Kleidung noch super an und auch noch nach der ersten (Fein-)wäsche, aber dann nimmt das Wohlgefühl mit jeder Wäsche rapide ab. Ich hatte dieses Pech bereits mit diversen Materialmischungen und vermeide sowieso zu viel Kunststoff (ein bisschen Elastan ist aber oft nötig bei meinen Maßen 😉 ). Aber selbst ein Viskose-Baumwoll-Gemisch kann entweder 2 Jahre ohne Probleme toll bleiben oder schon nach zwei Feinwaschgängen pillen, labrig werden oder den fließenden Fall verlieren. Ich bin einfach nicht in der Lage, die Stoffqualität bereits beim Kauf zu beurteilen. Ganz schlimm ist es mit Röcken bzw. deren Unterröcken: Erst gleiten sie wie gewünscht an der Strumpfhose runter und nach zwei Waschgängen klebt das Material an der Strumpfhose fest. Geht das nur mir so?
    Herzliche Grüße von deiner begeisterten Leserin MaRa!!!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/05/2015 @ 20:59

      Liebe MaRa,

      da hast Du ein echtes Problem angesprochen, das ich leider auch noch nicht vollkommen gelöst habe. Da müsste man wahrscheinlich Textilingenieur sein… 😉
      Ich habe beispielsweise das Problem, dass eine meiner Seidenblusen auch immer elektrisch aufgeladen ist und ich einfach nicht darauf komme, warum das so ist. Und dass Shirts aus bester Qualität nach dem ersten Waschen verzogen sind, ist leider auch immer mal wieder der Fall. Ich achte immer auf möglichst natürliche Materialien, die maximal ein bisschen Stretch-Anteil haben. In dem Moment, in dem Kunstfasern dazu kommen, ist es mit der elektrischen Aufladung oft ein Thema. Und gerade bei Futterstoffen wird ja oft zu synthetischen Fasern gegriffen. Da reicht die Reibung zwischen Futter und Strumpfhose aus, um den Rock am Bein kleben zu lassen. Man kann im Geschäft einen „Reibungs-Test“ machen, indem man den Stoff beispielsweise über einen anderen reibt und beobachtet, ob er sich leicht auflädt.
      Manchmal sind die Teile einfach nicht exakt im Fadenlauf zugeschnitten, so dass sie sich verziehen. Das ist besonders ärgerlich, wenn es ein recht teures Stück war. Leider ist die Qualität des Stoffs und der Verarbeitung oft nicht im Geschäft zu beurteilen, sondern erst nach dem ersten Tragen oder Waschen. Ich habe mir angewöhnt, dass ich mich in den Geschäften beschwere, wenn das der Fall ist. Bei wirklich kundenfreundlichen Marken ist dann auch ein Umtausch möglich.
      Mit Deinem Problem bist Du also bei weitem nicht alleine!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Liebe Modeflüsterin,
        vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Gut zu wissen, dass ich mit dem Problem nicht allein dastehe. Deine Tipps werde ich beherzigen.
        Ich habe einmal versucht, ein nach zweimaligem Tragen pillendes Viskoseshirt zu reklamieren und die Abfuhr bekommen „das ist normal“ bei Viskose und ich solle mir einen Fusselrasierer zulegen… Ich habe die Filialleiterin verlangt zu sprechen, und dann bekam ich auch mein Geld zurück, aber wieder mit dem Hinweis, dass das ein völlig natürlicher Vorgang bei diesem Stoff sei.
        Du hast absolut Recht mit deiner „Gewohnheit“: Wenn wir als Kundinnen eine schlechte Qualität nicht beanstanden, dann bessert sich auch nichts. Ich muss da konsequenter werden und werde deinem Beispiel folgen (mal wieder und immer wieder gerne) ☺
        Viele liebe Grüße, MaRa

        Antworten
  12. Liebe Stephanie,

    toller Artikel. Ich schließe mich vollumfänglich Gundas Kommentar an.

    Liebe Grüsse

    Doro, deren Kleiderschrank für max. 12 Stunden super sortiert ist, spätestens dann ist das System dahin.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      12/05/2015 @ 21:02

      Liebe Doro,

      dann gilt für Dich wahrscheinlich auch mein Vorschlag für kreative „Gelegenheits-Aussortiererinnen“, den ich schon Gunda gegeben habe 😉 Viel Erfolg damit!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  13. Liebe Stephanie,

    ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an: Auch ich freue mich über die Anleitung zur Kleiderschrankorganisation.
    Nach einer großen Ausmistung vor einigen Monaten, bei der ich auch saisonal sortiert und gelagert habe, war ich zwar zufriedener, weil weniger im Schrank hing. Aber noch zu viel von dem, was da hing, hat mich noch nicht glücklich genug gemacht, wenn ich es anzog.
    Nun habe ich – endlich, endlich – deinen Tipp zur Beratung durch 3compliments genutzt, weil ich ein Outfit für ein Familienfest brauche. Ich frage mich, warum ich überhaupt gezögert habe: Meine Erfahrung mit meiner Shopperin war wunderbar. Das Gespräch war nett und entspannt und ihre Vorschläge perfekt, genau in dem Stil, den ich mir wünsche, aber wohl ohne Hilfe nur schwer gefunden hätte. Da wurde mir umso deutlicher, dass man viel über Mode, Passform und Stil lesen und wissen kann, aber dass ein zweites Paar – unvoreingenommener! – Augen durch nichts zu ersetzen sind. Vor allem, wenn dahinter Verständnis und Gespür für Stil stecken. Merkt man, dass meine Erfahrung sehr positiv ist? ; )
    Der mitgelieferte Stilratgeber hat mich teilweise überrascht und mir die Augen geöffnet, warum manche Teile in meinem Schrank für mich funtionieren und andere nicht. Der Ratgeber und deine Anleitung zusammen werden mir nun bei einer weiteren Lichtung der Bestände helfen.
    Bestimmt tut sich dann die ein oder andere Lücke auf. Wunderbar, da kann ich ja wieder kaufen gehen – gern mit professioneller Hilfe.

    Dir nochmal und wieder vielen Dank für deine Tipps!

    Einen schönen Feiertag wünscht
    Inra

    Antworten
    • Modeflüsterin

      15/05/2015 @ 11:43

      Liebe Inra,

      wie sehr mich das freut, dass Dir die Beratung bei 3compliments so geholfen hat! Und der Spaß bei der Sache ist ja auch nicht zu unterschätzen 😉
      Vielen Dank auch für Deine Rückmeldung! Ich bin ja auch immer neugierig, wie andere Frauen den Service empfinden und ob meine Einschätzung geteilt wird. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ein objektives Paar Augen nie schaden kann – denn bei anderen sieht man viele Dinge, bei denen man bei sich selbst einfach betriebsblind ist. Von diesem Effekt leben übrigens auch ganz viele Unternehmensberater…

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei der Organisation Deiner Garderobe und viel Freude an dem Ergebnis!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  14. Liebe Stephanie,
    nachdem ich nun schon seit einiger Zeit auf Ihrem Blog rumstöbere wurde es Zeit selber aktiv zu werden.
    Ich habe zwar nicht eine so schöne Inventur mit Liste und Bewertung gemacht aber ich habe rigoros aussortiert und weggetan was nicht mehr passte, und seit Jahren in meinen Schubladen lag, mit der Hoffnung dass ich irgendwann mal wieder ein bis zwei Kleidergrößen kleiner bin und hineinpasse.
    Das Ergebnis war erschreckend!!!!
    Am Ende blieben gerade mal meine derzeitigen Alltagslieblings T Shirts über und das waren 6!
    Zeit also loszugehen und mir ein oder zwei neue Teile anzuschaffen. Nun aber mit meinem erlesenen Wissen was meiner X Figur mit zuviel Rundungen an Hüfte und Po stehen könnte.
    Im Kopf hatte ich eine Idee von eine neuen Bluse, nicht mehr so lang wie früher als ich noch meinte sie muss über den Po reichen und mit den Raffungen an den richtigen Stellen.
    Ich muss einfach erwähnen wie stolz ich bin mich gegenüber der Verkäuferin mit meinen klaren Vorstellungen behauptet zu haben! Auch wenn Netz wohl gerade total in ist habe ich einem Oberteil wiederstanden bei dem Netz quer über den Brustbereich von einer Schulter zur nächsten reicht und meine kräftigen Schultern noch betont hätte ganz zu schweigen von Oberteilen mit der falschen Ausschnittform!
    Nun kann ich mich über zwei neue Blusen freuen. Sie haben interessante V Ausschnitte mit Stufen, sind tailliert geschnitten, enden über der breitesten Zone an Hüfte und Po und verdecken mit ihrem leichten Tunikaschnitt auch noch meinen Bauch…..toll!!!!!
    Nächste und schwierigere Baustelle, da vorhandene Hosenreiter wird das finden neuer Hosen. Aber ich gebe nicht auf.
    Vielen Dank für die vielen wertvollen Tipps. Ich freue mich auf zukünftige.
    Ihre glückliche Melanie

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/05/2015 @ 10:38

      Liebe Melanie,

      Sie glauben gar nicht, wie glücklich mich Ihre Zuschrift macht! Ich freue mich so sehr für Sie, für Ihre neue Herangehensweise an das Thema Mode und für die Erfolge, die Sie damit erzielen!
      Und das Beste ist, dass das erst der Anfang war und dieser ist ja bekanntlich der Schwerste. Auf Ihrem Weg werden Sie immer konsequenter und erfahrener werden und noch einige schöne Kleidungsstücke ergattern, die zu Ihren Lieblingsteilen werden. Und lassen Sie sich ja nicht davon frustrieren, wenn Sie nicht gleich das gesuchte Stück finden. Das ist ganz normal, wenn man genau weiß, was man sucht. Auch bei den Hosen werden Sie viele Modelle probieren müssen, bevor Sie fündig werden. Und dann werden Sie die Hose wahrscheinlich noch zum Änderungsschneider bringen müssen. Suchen Sie nach einem Exemplar, das um Oberschenkel und Hüften gut passt und lassen Sie es sich an Bund/Taille enger nähen. Das ist bei X- und A-Typen der Normalfall. Dann werden Sie auch schon bald Ihre ideale Hose im Schrank haben :-) Ich wünsche Ihnen weiterhin so viel Glück und Freude an Ihrer neuen Garderobe!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  15. Diesen Beitrag haben Sie für mich geschrieben, oder?

    Mir geht’s wie Anna: Ich muss endlich die Kleiderschrankinventur in Angriff nehmen, drücke mich aber. Ich lasse mich jetzt durch Ihren Text motivieren und trage mir einen festen Termin für den Pfingstmontag in den Kalender ein.
    Hoffentlich schaffe ich es …
    „Assessment Center“ finde ich gut. Das verbessert die Einstellung: Die Kleidung muss sich bei mir bewerben … Jawohl!

    Ja, ich habe zu viele
    – hüftlange T-Shirts, die mich fett aussehen lassen,
    – weite Blusen, die mir nicht stehen,
    – hüftige Hosen, die meine Beine verkürzen.

    Ich habe zu wenig
    – Ketten, insbesondere in der passenden Länge,
    – figurfreundliche, knielange Röcke,
    – kurze Jacken und Westen.

    Meine Arbeitstiere:
    – Schwarzer knielanger Bleistiftrock.
    – Schwarzer knielanger Rock im 50er-Jahre-Stil.-
    – Schwarzer, weiter Minirock.

    – Graumeliertes langärmeliges Shirt.
    – Graues kurzes, asymmetrisches Shirt mit pinkfarbenem Druck.
    – Dunkelblaues Crinkleshirt mit Punkten. (Pfeift schon auf dem letzten Loch.)
    – Schwarzes Shirt mit Seidenband am Ausschnitt und Raffung über der Brust.
    – Kurzes, schwarzes Spaghettiträgertop. (Ist eigentlich immer in der Wäsche)
    – Lange schwarze Chiffonbluse.
    – Dunkelblaue Safaribluse aus Leinen.

    – Kurze weiße Weste mit schwarzen Streifen.
    – Kurze schwarze Strickjacke mit Perlenstickerei.
    – Kurze dunkelblaue Strickjacke mit Zopfmuster.
    – Kurzer grauer Blazer.

    – Schwarzes Nickituch.
    – Schwarzer Seidenschal. (Sieht schon grau aus vom vielen Waschen.)
    – Schwarzer Looping-Schal mit Uhu-Druck. (Hängt nie im Schrank, da ständig in Gebrauch.)

    – Schwarzer schmaler Ledergürtel mit Silberschnalle. (Ist schon kaputt. Aber ich finde keinen neuen in meiner Länge bzw. Kürze. Großer Mist!)

    Beim Sortieren bin ich ganz gut.
    Ich habe alles nach Typ, Farben und Schnitt geordnet, außerdem von „unten“ nach „oben“: also beispielsweise an der Kleiderstange zuerst rechts die Kleider, dann die Röcke nach Farbe, dann nach Länge, dann die Blusen nach Farbe, dann die Westen und zum Schluss die Jacken, in sich wieder nach Farbe geordnet.
    Außerdem habe ich einen Schrankplan, sodass ich immer weiß, wo was hängt bzw. liegt.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      18/05/2015 @ 13:42

      Liebe Silva,

      also einen Schrankplan habe ich noch nicht… 😉 Du scheinst sehr gut organisiert zu sein! Vielen Dank auch für Deine ausführliche Auflistung! Deine Basisfarben scheinen Schwarz, Dunkelblau und Grau zu sei und es hört sich tatsächlich so an, als könntest Du auf einigen Schrankinhalt verzichten – zugunsten eines Upgrades beliebter Stücke.
      Und übrigens „Asessment Center“ habe ich ganz genau deshalb als Begriff gewählt, da ich es genau so sehe: Die Kleidung muss sich bei uns bewerben, ob sie zu unseren Körpern passt und nicht umgekehrt!
      Ich wünsche Dir gutes Gelingen bei Deiner Bestandsaufnahme am Pfingstmontag!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  16. Liebe Modeflüsterin, vielen Dank für den tollen Beitrag. Zwar habe ich schon vieles darüber gelesen, wie man eine Garderobe ausmistet, es gibt ja jede Menge Bücher und Blogs, Sie haben aber sehr praktische Tipps gegeben, die für mich wertvoll sind.
    Ihren Beitrag muss ich sogar für eine Freundin ins Italienischen übersetzen, ich habe ihr nur ein bisschen erklärt und sie ist schon hin und weg :-)
    Lieben Gruss – Lady Z

    Antworten
    • Modeflüsterin

      18/05/2015 @ 20:40

      Liebe Lady Z,

      das freut mich sehr, dass die Tipps so nützlich sind – auch für Ihre Freundin!
      Bis es die Modeflüsterin auch in italienisch gibt, wird es wohl noch ein Weilchen dauern… 😉 Bis dahin herzlichen Dank für Ihre Übersetzungsarbeit!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  17. Wieder ein wundervoller Beitrag, danke!
    Schon als Teenie hab ich regelmässig Schrankinventur gemacht und es fällt mir gar nicht schwer Kleider wegzugeben. Da ich die letzten sechs Jahre praktisch dauerschwanger war 😉 und ein bisschen ‚improvisiert‘ gekleidet war, steh ich jetzt vor einem praktisch leeren Schrank. Dank dir (und anderen Quellen) hab ich wieder richtig Lust auf Mode und ich find die Idee toll, gleich komplett Outfits zu fotografieren – viel Zeit zum Anziehen bleibt mir nämlich mit meinen vier kleinen Rackern nicht – aber so ist alles schon vorbereitet. Bild auswählen-anziehen-fertig (und hoffen, dass es wenigstens den Morgen ohne Flecken übersteht 😉 )

    Danke!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      26/05/2015 @ 16:01

      Liebe Nathalie,

      mit vier Kindern hast Du in den letzten Jahren aber wirklich so einiges geschafft – und hast wahrscheinlich immer noch einen so vollen Tag, dass für Mode nicht allzu viel Zeit bleibt… Wenn es besonders schnell gehen soll, dann sind ein paar Jeden-Tag-Outfits, die Du nur von Fall zu Fall ein bisschen variierst, immer eine gute Idee. Sozusagen eine Uniform, die einen durch den Tag bringt. Trotzdem ist es gerade für Mütter, die ja meistens an sich selbst zuletzt denken, so wichtig, sich weiterhin attraktiv zu fühlen. Man ist ja immer noch Frau… Ich freue mich, dass Dir mein Foto-Tipp dabei hilft, auch etwas Gutes für Dich zu tun!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  18. Ich hab’s tatsächlich geschafft, den Kleiderbestand zu inventarisieren. War eine echte Schinderei. Bin ganz schön groggi … Na, nun ist alles schön sauber und gut sortiert!

    Aaaber, nun ist der Schrank recht leer und ich muss vor allem neue Blusen, Jacken, Westen … kaufen.
    Oh Gott, das wird nicht einfach …

    Ich bin gut organisiert? Ja, danke für das Kompliment!
    Ich neige zum chaotischen Rumwuseln und zu Panikanfällen beim morgendlichen Einkleiden, deswegen ist es für mich extrem wichtig, dass wenigstens im Schrank alles perfekt geordnet ist.
    ^.^‘

    Das ist mir noch gar nicht so aufgefallen, dass meine Lieblingsteile die Basisfarben enthalten …
    Die Basisfarben habe ich mir erst neulich nach Deinem Bussiness-Garderoben-Plan zusammengestellt. Ich dachte: „Welche Farben stehen mir am besten und in welche Farben dominieren meinen Kleiderschrank?“
    Also wählte ich Schwarz als erste Basisfarbe, Grau als zweite Basisfarbe und Blau als erste Akzentfarbe. Dann flog erst mal alles raus, was dazu nicht passte (insbesondere alle grünen Kleidungsstücke).
    Aber es ist natürlich auch logisch, dass die „Arbeitstiere“ im Schrank die Basisfarben enthalten. Das macht sie so kombinationsfähig … Klaro!
    Wieder was gelernt …
    Ich werde in Zukunft noch stärker darauf achten, bei Neukäufen die Basisfarben und die erste Akzentfarbe zu wählen. Also danke für den Hinweis!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      27/05/2015 @ 09:47

      Liebe Silva,

      vielleicht noch ein kleiner Tipp, bevor zu viel aus dem Kleiderschrank fliegt: ein guter Schrank besteht aus rund 80 Prozent Kleidungsstücken, die zu den Basics bzw. zu den besonders gut kombinierbaren Stücken zählen und zu rund 20 Prozent aus wertvollen Einzelstücken, mit denen man Highlights setzten kann. So wird es nicht zu eintönig oder langweilig…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  19. Liebe Modeflüsterin,

    danke für den ergänzenden Ratschlag!
    Hm, da hast du auch wieder recht …
    Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das Problem bei mir ist nicht ein „Highlighter“-Mangel, sondern eher, dass mir fast nichts von meiner Garderobe wirklich richtig steht.
    Und ehrlich gesagt ist es bei mir nach dem Ausmisten nicht besser geworden. Ich kann immer noch nicht einfach in den Schrank greifen und irgendwas davon miteinander kombinieren. Ich ziehe mich fast immer mindestens dreimal an und aus und denke:

    „Die Bluse ist zu weit … Das T-Shirt ist zu lang …
    … Und bei dem Oberteil passt der Druck nicht zum Rock … Und das hier ziehe ich immer an.“
    Am Ende nehme ich das, was ich immer anziehe und finde mich endlangweilig damit.

    „Die Hose rutscht … Aber die Hose hat einen unvorteilhaften Schnitt … Und die Hose hat die falsche Farbe …“
    Am Ende nehme ich die rutschende Hose, weil die mir noch am besten steht, und ziehe sie mir zehnmal am Tag hoch.
    -.-‚

    „Das Top steht mir eigentlich überhaupt nicht: Der weite Schnitt macht mich fett, die Spaghettiträger lassen meine knochigen Schultern hervortreten und durch das Altrosa wirke ich blass …
    Und dieses Top ist zu lang … Das Top ist auch zu lang …
    Die Blusen sind alle zu weit …“
    Am Ende nehme ich das altrosa Top und ärgere mich, dass ich es nicht schon längst weggehauen habe.

    Ich weiß auch nicht …
    Wahrscheinlich muss ich noch mehr entsorgen.
    Alle langen T-Shirts und Tops? Ich bin ratlos …

    Antworten
    • Modeflüsterin

      04/06/2015 @ 21:44

      Liebe Silva,

      Du scheinst tatsächlich vor einem tiefgreifenderen Problem zu stehen. Vielleicht hast Du einfach zu lange Kleidung angesammelt und dabei weder auf Deine Proportionen, noch auf eine gute Passform geachtet. Oder Du hast Dich von Deiner Persönlichkeit so weiter entwickelt, dass Deine Kleidung damit nicht mehr Schritt halten kann. Auch scheinst Du noch kein sicheres Gespür dafür zu haben, welche Outfits und Silhouetten Dir wirklich gut stehen. Ich kann Dir nur dringend empfehlen, Dir einmal mit einem Profi zusammen Deinen Kleiderschrank anzusehen, bevor Du weitere Kleidung aussortierst. Manchmal muss der eigene Stil von Grund auf neu entwickelt werden. Das geht nicht von heute auf morgen und erfordert einige Arbeit. Dazu solltest du Dir wirklich Hilfe holen. Da kommt auch ein Blog wie dieser ganz schnell an seine Grenzen…
      Vielleicht hilft Dir in der Zwischenzeit der Beitrag über die Negativ-Liste fürs Mode-Shopping weiter. Aber auch das kann eine gute Stilberatung leider nicht ersetzen. Trotzdem viel Erfolg damit!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  20. Liebe Modeflüsterin!

    Nun war ich eine ganze Weile nicht mehr hier und habe einiges aufzuholen …
    Warum ich zuerst auf diesen mehr als ein Jahr alten Kommentar antworte?
    Am Sonntag konnte ich mich mal wieder zu einer Kleiderschrankinventur durchringen.
    Im Vergleich zu damals war ich viel schneller fertig. Und es waren auch viel weniger Stücke dabei, die beim „Assessment-Center“ sofort durchrauschten.
    Dennoch – und das hat mich überrascht – habe ich wieder zwei T-Shirts, eine Bluse, einen Sommerpulli, vier Krawatten, einen Schal, meine Jeansjacke und einen Gürtel aussortiert. Eine Bluse und ein Langarmshirt sitzen noch in Untersuchungshaft …
    Die T-Shirts sind blöderweise ausgerechnet die schulterfreien, die ich erst im Frühling so enthusiastisch gekauft hatte. Ich habe festgestellt, dass ich mit den halterlosen BH nicht zurechtkomme. Die rutschen dauernd oder drücken auf die Rippen. Außerdem stehen mir tiefe Ausschnitte einfach besser.
    Also weg mit den Sachen, in denen man sich nicht hundertprozentig wohlfühlt!

    Ja, das stimmt, ich habe über die Jahre Kleidung (und Accessoires) gesammelt ohne Rücksicht auf Verluste. Immer, wenn mir irgendwo etwas spontan gefiel, dachte ich: ‚Das muss ich auch haben!‘ Daher hatte sich nun meine Garderobe zu einem einzigen zusammenhanglosen Durcheinander entwickelt. Heute weiß ich (der Modeflüsterin sei Dank) genau, was mir steht. Und ich kenne meinen Stil schon ziemlich gut. Wenn mir jetzt spontan etwas gefällt, wird das erst mal mit den drei Typfragen konfrontiert:

    1. Passt das zu meinem Farbtyp?
    2. Passt das zu meinem Figurtyp?
    3. Passt das zu meinem Stiltyp?

    Da wird schon ganz viel aussortiert.

    Und dann gibt es noch die Negativliste. Vielen Dank für den Rat!
    Das ist einer der besten Einkaufstips aller Zeiten!
    Ich habe meine Negativliste als Memo in meinem Smartphone abgespeichert. Bevor ich zur Kasse gehe, werfe ich immer einen Blick hinein. Das hat mir schon manchen Misskauf erspart!

    Außerdem habe ich einen „Kaufplan“ entwickelt für Kleidungsstücke und vor allem Accessoires, die mir fehlen. Auch dieser liegt als Memo auf meinem Smartphone.
    Wenn nun ein Teil die drei Typfragen überlebt hat und auch sonst nicht auf der Negativliste steht, schaue ich in die Positivliste (also in den Kaufplan). Wenn es dort nicht drin steht, überlege ich noch mal intensiv, ob ich das Stück wirklich brauche, ob es in mein Kleiderschrank-Farbkonzept passt und mit welchen anderen Elementen ich es kombinieren könnte.
    Es ist auch wichtig, sich jeden Tag beim Ankleiden sofort zu notieren, wenn einem irgendetwas auffällt, das man noch bräuchte, um einen Look zu komplettieren, damit man beim nächsten Einkauf daran denkt, nach diesen „Missing Links“ Ausschau zu halten.
    So entwickelt sich der Kleiderschrank beständig weiter.

    Trotzdem gibt es immer noch viel zu viele Tage, an denen ich mich dreimal an- und ausziehe. Oft liegt es auch daran, dass bestimmte Sachen, die schon lange auf der Kaufliste stehen, einfach nicht aufzutreiben sind. Daher bin ich dann meist mit dem Gesamtbild nicht zufrieden, weil etwas Entscheidendes fehlt.

    Und eine professionelle Kleiderschrank-Analyse steht auf jeden Fall auf meinem Wunschzettel ganz oben, zumal ich ja jetzt auch meine komplette Garderobe auf „Mittelalter“ umstelle. Das heißt, alle Miniröcke flogen bereits raus, Statement-T-Shirts kommen nur noch im Ausnahmefall zum Einsatz u. s. w. Das ist auch so ein wichtiger Punkt, den Du angesprochen hast: Wenn sich der persönliche Stil weiterentwickelt, dann gefallen einem plötzlich viele Sachen nicht mehr, die man vorher noch toll fand.
    Ich denke da beispielsweise an meinen Uhu-Schal, der immer mein wichtigstes Accessoire war, den ich dann aber plötzlich nicht mehr trug, weil er mir zu kindisch vorkam.
    Also, ich denke, ich habe noch einen weiten Weg vor mir, aber ich bin auch ein gutes Stück vorangekommen mit Deiner Hilfe!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      22/08/2016 @ 10:04

      Liebe Silva,

      das klingt ja wunderbar! Deiner Beschreibung entnehme ich, dass Du schon unglaublich systematisch und diszipliniert vorgehst – und damit auch Erfolg hast! Ich kenne das auch sehr gut, dass man ein bestimmtes Teil, das aber ganz wichtig wäre, nicht so schnell findet. Aber dann plötzlich taucht es eben doch noch irgendwo auf. Umso mehr schätzt man es dann. Und für das tägliche Anziehen hilft – an uninspirierten Tagen – eine Art Uniform, die man sich zurecht legt und die immer geht. Bei mir ist das dann beispielsweise das „Mode-Dreieck“ aus Jeans, T-Shirt und Blazer – inklusive Abwandlungen. Das funktioniert immer. Vielleicht hast Du ja auch so ein Outfit, in dem Du Dich immer wohl fühlst?

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten

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