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Fashion-Tipp: Wie Sie Oversize-Tops auf Figur bringen

Der "Half Tuck" ist ein Styling-Trick, der Oversize-Tops figurfreundlicher, trendy und lässig aussehen lässt.

Der „Half Tuck“ ist ein Styling-Trick, der Oversize-Tops figurfreundlicher, trendy und lässig aussehen lässt.

Oder wie Sie den trendigen „Half Tuck“ richtig einsetzen

Heute verrate ich Ihnen, dass ich schon eine ganze Weile an einem kleinen Fashion-Trick herum experimentiere. Und zwar geht es um den so genannten „Half Tuck“ – in deutscher Sprache wohl am besten zu übersetzen mit „halb eingestecktes Oberteil“. Dabei werden recht weit geschnittene Pullover, Tops oder Blusen nur an einer Stelle in den Hosen- oder Rockbund gesteckt, so dass sie sich teilweise locker über dem Bund drapieren, teilweise den Blick auf den Gürtel oder Bund freigeben. Durch diesen kleinen, aber feinen Fashion-Trick ergibt sich ruck-zuck eine völlig andere Silhouette. Und nicht selten werden auf diese Weise Outfits mit Oberteilen in Übergröße plötzlich viel interessanter.

Dazu kommt, dass Sie – je nach Figurtyp – mit dem „Half Tuck“ die angesagten Oversize-Tops viel figurfreundlicher stylen können. Denn statt sackartiger XXL-Weite entsteht eine raffinierte Drapierung rund um Taille und Hüften. Wie das genau funktioniert und wie Sie Ihre beste Einsteckmethode finden, möchte ich Ihnen heute kurz erklären.

Der „Half Tuck“: So werden Oversize-Tops zu trendigen Looks gestylt.

Die Methode, nur einen Teil des Saumes eines weiten Pullovers, einer längeren Bluse oder eines XXL-Tops in den Bund einzustecken und den anderen Teil locker darüber fallen zu lassen, begegnet mir schon seit Monaten in den unterschiedlichsten Modemagazinen und auf Street -Style-Fotos. Sogar in meinen Illustrationen hier auf dem Blog habe ich diesen Fashion-Trick schon öfter gezeigt. Und bei den Tipps, wie Sie Ihre Basics aufpeppen, hatte ich ihn auch kurz vorgestellt. Nun habe ich in der letzten Woche ein YouTube-Video der australischen Stilberaterin Imogen Lamport entdeckt, in dem sie den „Half Tuck“ erklärt.

Hier finden Sie das Anleitungs-Video von Imogen Lamport zum „Half Tuck“

So setzen Sie den „Half Tuck“ gekonnt um:

Für alle, die nicht so gut Englisch sprechen oder sich nicht so gut mit dem australischen Akzent der Stilberaterin anfreunden können, habe ich heute eine kurze Zusammenfassung des Videos vorbereitet. Dazu gibt es meine Gedanken und Erfahrungen, speziell was die einzelnen Figurtypen anbelangt:

Warum Oversize-Tops für manche Figurtypen gefährlich sind

Seitdem die Tops wieder weniger tailliert, sondern weiter geschnitten sind, haben viele Frauen das Problem, dass die Tops an ihnen wie ein Sack herunterhängen. Das ist oft figürlich nicht sehr vorteilhaft und kann Sie viel üppiger aussehen lassen, als Sie es tatsächlich sind. So wirken sich Oversize-Tops auf Frauen mit unterschiedlichen Proportionen aus:

  • Besonders Frauen mit breiten Hüften und kräftigen Oberschenkeln, wie der A-Figurtyp, aber auch kleinere Frauen können vom Volumen eines XXL-Tops schnell erschlagen werden.
  • Frauen mit großem Busen würde ich grundsätzlich davon abraten.
  • Für Frauen, die ihre Taille akzentuieren möchten, wie dies vor allem bei X-Figurtypen empfohlen wird, sind Oversize-Tops zumindest schwierig zu tragen. Sie könnten jedoch mit dem „Half Tuck“ auf akzeptable Lösungen kommen.
  • Frauen mit Pölsterchen an Taille, Hüften und Bauch (beispielsweise O-Figurtypen), die den Oversize-Trend gerne tragen, um ihrekräftigere Körpermitte zu kaschieren, vergeben sich damit leicht die Chance, mehr von ihren schönen, weiblichen Kurven zu zeigen. Auch sie könnten von dem Fashion-Trick profitieren. 
  • Endet die Saumlänge der Tops von XXL-Pullovern und Oberteilen auch noch an der breitesten Stelle der Hüften oder Oberschenkel, ist das ein Albtraum für die Frau mit A-Figur, aber auch für X-Figuren.
  • Relativ problemlos hingegen können meist Y-Figuren und H-Figuren die modernen Oversize-Tops tragen. Wobei es auch für diese Figurtypen vorteilhaft ist, einen weiteren, interessanten Blickpunkt in der Hüftregion zu setzen, wie dies beim „Half Tuck“ der Fall ist.

Was ist besser für Sie: Das Oberteil ganz einstecken oder doch der „Half Tuck“?

Nun gibt es natürlich die Möglichkeit, solche Oberteile einfach ganz in den Bund einzustecken. Falls der Stoff des Oberteils recht dünn ist und Sie eher eine schmale Taille haben, ist dies eine gute Methode, um weite Oberteile im Zaum zu halten. Was aber machen all die anderen Frauen mit kräftigerer Taille oder einem kleinen Bäuchlein? Wie sieht das bei dickeren Stoffen von Pullovern oder Sweatshirts aus? Und was können Sie tun, wenn Sie nicht so korrekt, sondern ein bisschen modischer, zeitgemäßer und lässiger erscheinen wollen? Hier kommt der „Half Tuck“ ist Spiel.

Beim „Half Tuck“ wird das Top einfach nur vorne über 10 bis 20 Zentimeter in den Bund eingesteckt, so dass der Rest locker über den Bund fällt. Dabei entsteht eine blouson-artige Silhouette, bei der der Saum des Tops locker im Hüftbereich und hinten im oberen Po-Bereich aufsetzt. Der Vorteil: Taille und Hüften werden vom Stoff überspielt, während Sie gleichzeitig viel mehr von ihrer Hüft-Po-Kontur zeigen können.

Vorne wird sogar ein schöner Gürtel mit Schnalle in Szene gesetzt, ohne dass Pölsterchen oberhalb der Gürtellinie sichtbar werden. Die so genannten „Love Handles“ (deutsch in etwa: „Liebes-Griffe“) – die kleinen Fettröllchen, die sich gerne oberhalb des Bundes herausdrücken – sind kein Thema mehr. Ihre mittlere Körperregion erhält viel mehr Struktur und interessante Akzente. Da der Saum insgesamt etwas nach oben verschoben wird, können Sie ein paar mehr Zentimeter Ihrer sexy Kurven und längere Beine zeigen – auch wenn Ihre Taillen-Hüft-Region nicht zu den schlanksten Stellen Ihrer Figur zählt.

Der seitliche „Half Tuck“ versteckt ein kleines Bäuchlein.

Der seitlich eingesteckte Oversize-Pullover verdeckt ein kleines Bäuchlein und zeigt dennoch die schöne Hüft-Linie und mehr Po.

Der seitlich eingesteckte Oversize-Pullover verdeckt ein kleines Bäuchlein und zeigt dennoch die schöne Hüft-Linie.

Auch für Frauen mit einem kleinen Bäuchlein hat Lamport einen Tipp parat: Sie rät dazu, das Top einfach nicht mittig, sondern seitlich versetzt einzustecken, so dass das Top vorne locker und asymmetrisch über die Bauchwölbung fließt. Das ist übrigens auch die Erkenntnis, zu der ich selbst bei meinen eigenen Experimenten gelangt bin. Denn mit einem kleinen seitlichen „Half Tuck“ kann ich sogar meine Oversize-Pullover noch viel figurfreundlicher, auf eine trendige Art lässig tragen und dabei mehr von Po und Beinen zeigen (zwei Körperzonen, die ich gerne an mir mag…).

Am Ende des Videos zeigt Lamport dann noch auf, dass dünne Tops natürlich auch ganz in den Hosenbund eingesteckt werden können. Wenn Sie das Top dann wieder etwas ungleichmäßig heraus ziehen, können Sie Ihre ganz eigene, asymmetrische, lockere Saumlinie kreieren. Grundsätzlich merkt die australische Stilberaterin bei dieser Gelegenheit an, dass Frau bei eingesteckten Oberteilen immer die Arme über den Kopf heben sollte, damit sich das Top wieder etwas aus dem Bund heraus schiebt und eine bequeme, sanfte Linie am Bund entsteht. Zu straff eingesteckte Oberteile seien zu korrekt und daher so gar nicht cool…

Der „Half Tuck“ ist lässig, aber nicht für alle förmlichen Anlässe geeignet.

Und das bringt mich auch schon zu einer weiteren Erkenntnis: Der „Half Tuck“ ist in erster Linie eine Methode, um mehr trendige Lässigkeit ins Outfit zu bringen. Für Situationen und Anlässe, bei denen das stilistisch nicht gewünscht ist, sondern vielmehr eine korrekte Kleidung angemessener wäre, ist der Half Tuck nicht die optimale Lösung. Dazu zählen beispielsweise die Business-Präsentation, ein Bewerbungsgespräch oder so manche Kirchenfeste. Denn der durchaus figürlich vorteilhafte Effekt könnte von Mode-Unwissenden auch als herausgerutschtes oder unordentlich eingestecktes Oberteil interpretiert werden. Und was vermeintlich cool, trendy und lässig sein soll, kann dann schnell als schlampig oder nachlässig beurteilt werden. Oder haben Sie schon einmal einen Business-Mann mit einem absichtlich halb heraushängenden Hemd gesehen? Eben.

Allerdings ist damit nicht gemeint, dass Sie Ihr Oversize-Top aus feinstem Seiden-Krepp nicht super cool halb eingesteckt zur Smoking-Hose mit High Heels zu einem trendigen Abend-Event tragen können. Sie sehen, beim Einsatz von halb eingesteckten Oberteilen, ist etwas Fingerspitzengefühl für die stilistische Situation notwendig.

Mein Fazit: Entweder Sie lieben den „Half Tuck“ oder eben nicht.

Wenn Sie zu den Frauen gehören, die sich mit Oversize-Tops schnell erschlagen oder wie eine Tonne fühlen oder wenn Sie Ihrem Oversize-Look noch das gewisse Etwas geben wollen, ist der „Half Tuck“ immer ein Experiment wert. Ob Sie mit dieser modernen Einsteckmethode wirklich glücklich werden, kann ich Ihnen allerdings nicht versprechen. Das kommt mal wieder darauf an, welche Stil-Persönlichkeit und welche individuellen Vorlieben Sie haben. Ich kann Ihnen nur versprechen: Entweder Sie werden den „Half Tuck“ lieben und damit ganz neue Styling-Möglichkeiten für altbekannte Stücke in Ihrem Schrank entdecken oder eben nicht. Dann können Sie Ihre Oversize-Tops immer noch ganz normal herabhängend tragen oder diesen Trend einfach ganz auslassen. Die Entscheidung liegt – wie immer – ganz bei Ihnen.

Und werden Sie das Experiment wagen? Wie tragen Sie Ihre Oversize-Tops am liebsten? Oder sind Sie ganz XXL-abstinent? Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen mit oder ohne den „Half Tuck“!

 

49 Kommentare

  1. Einen wunderschönen Sonntag allerseits!

    Ja, ich wagte das Half-tuck-Experiment.
    Im Büro lockere ich damit meine recht dezenten one-color-outfits auf. Auch wenn das Oberteil hier nicht gerade XXL, sondern eher XL ist.
    In taillienhohe Bleistiftröcke stecke ich gerne komplett richtig flatternde luftige Blusen.
    Vor kurzem habe ich mir eine dunkelblaue Seidenbluse von Hallhuber gekauft. Der Allrounder für full-tuck und half-tuck, da sich unter Hose/Rock nicht so viel „Material“ abzeichnet.

    Übrigens hätte ich eine Frage: Gibt es einen vergleichbaren Blog auch für erwachsene Männer??? Für Businesskleidung gibt es ja so einiges, aber über Figurtipps oder eben die Umsetzungsvarianten der jeweiligen Trends für den halbformellen Einsatz findet man(n) nicht so vieles… Vielleicht haben du, liebe Stephanie, oder die werten Mitleserinnen ja Tipps für meinen interessierten Mann?

    Allerbeste Grüße
    Lisbeth

    Antworten
  2. blackforestgirl

    15/02/2015 @ 12:34

    Liebe Stephanie,

    ich trage jetzt schon über zwei Jahren meine Oberteile Half Tuck und liebe es…da ich auch einen relativ großen Busen habe, sind die passenden Blusen unten rum oft sehr weit. Durch Pinterest bin ich damals auf die Idee gekommen und an Anfang konnte hier in meiner Umgebung keiner was damit anfangen…inzwischen tragen es auch einige hier bei mir in der „Provinz“..hihi.
    Vielen Dank für deine wieder sehr interessante Analyse.

    LG ELA

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 19:03

      Liebe Ela,

      das beweist, dass der Half Tuck sogar für größere Oberweiten tragbar ist. Und dass Du eine echte Trendsetterin bist. Das wiederum besagt, dass Du mutig sein musst. Und das wundert mich jetzt überhaupt nicht… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Lebe Stephanie,
    ich trage den Look nur bedingt, etwa ein weiteres Shirt zur Chino vorne etwas eingesteckt mit einem schmalen Gürtel. Ansonsten mag ich es in der Mitte lieber etwas schlanker. Dicke Oversize-Pullis habe ich gar nicht in meinem Kleiderschrank.
    LG Sabine

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 19:46

      Liebe Sabine,

      das verstehe ich gut. Eine betonte Mitte, sprich: Taille, steht Dir ja auch ausgezeichnet!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Bei vielen Frauen wirkt das lässig und richtig gut. vor dem Spiegel funktioniert das bei mir auch in der leicht seitlich Version, aber nicht auf Fotos. Das spricht nicht für den Spiegel 😉 Oder doch? Der schluckt den Bauch besser als Fotos. Guter Spiegel :) .
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Ines

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 19:57

      Liebe Ines,

      ich glaube ja, dass beide nicht die ganze Wahrheit sagen – weder Foto, noch Spiegel. Denn andere Menschen nehmen die Person in der Realität ohnehin ganz anders wahr, als man sich selbst jemals auf Fotos oder im Spiegel sehen könnte… 😉 Und ich wette, Sie blicken bei Dir ohnehin eher in Deine lachenden Augen oder auf Deine schönen Beine…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  5. Liebe Stephanie,
    für mich ist das das Stilmittel überhaupt, mit dem ich meine längeren Oberkörper perfekt auf „Linie“ bringen kann… Manchmal nervt mich, dass ich das nicht mit allen Oberteilen machen kann… :-) :-) Umso spannender finde ich, dass jetzt diese Doppel-A-Silhouette kommt… Wieder ein sehr gelungener Beitrag – danke liebe Stephanie. Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag, lieber Gruß, Conny

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 19:59

      Liebe Conny,

      ja, das habe ich bei Dir schon oft gesehen – auch auf den Outfit-Fotos, die Du immer auf unsere Ü30-Mode-Outfit-Pinnwand bei Pinterest stellst. Du arbeitest wirklich mit allen Tricks und die doppelte A-Silhouette schaffst Du auch noch, figurfreundlich umzusetzen – da bin ich sicher 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Hallo Stephanie,

    ich habe mehrere Blusenshirts (normal geschnitten) und eine weite Bluse aus fließendem Material und auch zwei etwas oversized geschnittene Pullover. Da ich klein bin und eine recht üppige Oberweite habe, muss ich da etwas vorsichtig agieren. Ich trage die Shirts ausschließlich „Half Tuck“ (jetzt weiß ich endlich, wie das, das ich schon seit längerer Zeit praktiziere, heißt :-)). Da kann man einen schönen Gürtel toll zur Geltung bringen. ausserdem nimmt es bei mir etwas von der Länge der Oberteile weg. Das kommt mir sehr entgegen und bringt die Silhouette in Form ohne einzuengen. Klappt sogar unter einem Blazer. Die Proportionen bleiben wohl besser gewahrt, vermute ich. Bei den Pullovern funktioniert es bei dem etwas dünneren (=fließender) sehr gut, bei dem etwas schweren Material geht es auch, aber nicht ganz so gut. Sweatshirts aus festem Material gehen gar nicht. Da sehe ich wie ein Michellin-Männchen aus. Die überlasse ich meiner Tochter, die kann sich das leisten. Alles in allem mag ich diesen Look sehr. Es ist so herrlich entspannt und nimmt, wenn man keinem Dresscode unterworfen ist, z. B. einer Seidenbluse die ganz große Eleganz. Für mich perfekt, da ich eher sportlich unterwegs bin. Scheint ganz gut zu wirken, denn wie Ela habe ich Nachahmer gefunden :-).
    Eine schöne sonnige Woche wünsche ich dir!

    Liebe Grüße

    Doro

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:06

      Liebe Doro,

      dann bist Du ja auch eine Trendsetterin wie Ela! Das klingt alles sehr souverän. Und nein, zu steife Sweatshirt-Stoffe eignen sich tatsächlich nicht unbedingt für den Half Tuck, wenn es figurfreundlich bleiben soll. Ich selbst mache das nur mit Oversize-Pullis, die bei mir eher dünn und glatt ausfallen, und bei T-Shirts. Dicke Stoffe oder grobe Strickwaren könnten aber von sehr schlanken Leserinnen durchaus für diese Methode verwendet werden. Das muss jede Frau für sich ausprobieren, wie sie sich damit fühlt. Ich sehe es auf jeden Fall auch so wie Du: Dieser Stil-Trick wirkt immer herrlich lässig und entspannt.

      Liebe Grüße und eine schöne Woche für Dich!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  7. Nachtrag zu meinem Kommentar:
    Seit ich deine Tipps beherzige, liebe Stephanie, also seit ca. einem Jahr, habe ich keinen einzigen Fehlkauf mehr getätigt! Das ist mir sonst schon hin und wieder passiert.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:07

      Liebe Doro,

      das finde ich ja sowas von toll!!!! Gratuliere Dir!!!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  8. Liebe Stephanie,
    bei einer 50+ Modeschau im Vorjahr bin ich in einem Half-tuck-Teil mitgelaufen. (Schwarze schmale Lederhose und ein wunderschönes Seidenoberteil). Ich habe diese Modesache auch für mich privat übernommen, allerdings nur mit dünnen Oberteilen, nie mit einem Pullover. Im letzten Jahr habe ich in meinem Heimatort öfters leicht irritierte Blicke geerntet – allerdings hat sich niemand getraut zu fragen, warum ich mich nicht „ordentlich“ angezogen habe

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:10

      Liebe Roswitha,

      das ist genau das, was ich meinte: Mode-Unwissende wundern sich wahrscheinlich über diesen Styling-Trick und können ihn gar nicht einordnen. Aber so lange etwas mit Stolz, Würde und Selbstbewusstsein getragen wird, ist ja eigentlich modisch alles möglich… und keiner traut sich wirklich, etwas zu hinterfragen. Das ist der beste Fashion-Trick überhaupt 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  9. Nachtrag: ich danke dir liebe Stephanie für die heutigen Tipps und werde diesen Style weiterhin und hoffentlich noch eine Saison tragen können.

    Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen und verschneiten Österreich.

    R.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:11

      Liebe Roswitha,

      das hoffe ich auch! Denn ich habe jetzt doch schon ein paar Oversize-Teile im Schrank und diese würde ich gerne auch noch möglichst lange tragen können…

      Liebe Grüße aus dem sicherlich weit weniger idyllischen Rhein-Main-Gebiet von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Liebe Stephanie,
        Danke für deine aufmerksamen und entzückenden Antworten. Ich bin fasziniert, wie Du auf jedes Mail persönlich eingehst. Ich bin jetzt 1 Monat auf Reisen in der Sonne. Ich hoffe, ich habe Internet, denn ein Sonntagabend ohne Deine Beiträge – ich würde etwas vermissen.

        Ob.Gr. und bis spätestens Ende März!!

        Antworten
        • Modeflüsterin

          18/02/2015 @ 10:28

          Liebe Roswitha,

          das hast Du aber lieb gesagt! Danke!
          Dann wünsche ich Dir eine ganz wunderbare Reise in die Sonne – ein ganzer Monat klingt tatsächlich wie ein Traum :-) Komm gesund zurück, damit wir uns hier wieder treffen können!

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          Antworten
  10. Liebe Stephanie,
    ooooh, wie sehr ich diesen Half-Tuck-Stil liebe. Ich habe mich heute so gefreut, darüber in deinem Blog zu lesen und die Zeichnungen von dir sind mal wieder ganz große Klasse. Es stimmt, so manches Outfit wird dadurch erst so richtig stylisch. Meinen Oversize-Pulli trage ich nur so, so wie hier: http://www.stylishsalat.com/2015/01/chic-in-xxl.html
    Danke für diesen informativen Beitrag.
    Noch einen entspannten Sonntagabend.
    Liebe Grüße
    Gaby
    Stylish-Salat

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:13

      Liebe Gaby,

      das ist mal wieder ein soooo schönes Outfit von Dir! Und es zeigt, dass der Half Tuck auch ganz erwachsen und sexy wirken kann. Toll!

      Dir ganz liebe Grüße in den Süden von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  11. Hallo liebe Stephanie,
    interessant, dass Du das JETZT aufs Tablett bringst.
    Dieses in vorne „zufällig“ irgendwo reinschieben praktiziere ich nun schon seit einigen Jahren wieder.
    Ich grade gerade einen meiner ersten Blogposts hervorgekramt, da habe ich das auch schon gemacht.
    KLICK
    Und irgendwie sehne ich mich fast schon wieder nach etwas anderem, ich sehe mich täglich vor dem Spiegel ein Oberteil zufällig aus der Hose ziehen.
    Wobei. In den 80ern war das auch schon mal angesagt… 😉
    Es scheint so zu sein, wie mit den selbernen Turnschuhen. Da habe ich in den letzten 10 jahren mindestens 3 Paare zu tode getragen und die vorletzte Silberne Tasche habe ich erst unlängst aussortiert. Bin ich so antizyklisch unterwegs??? Kann ich gar nicht glauben.
    Einen guten Start in die Woche wünscht Dir
    Sunny

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:20

      Liebe Sunny,

      das ist wirklich lustig! Du scheinst wirklich Deiner Zeit voraus zu sein! Aber da in der Mode ja alles schon mal da war und bestimmt irgendwann wieder kommen wird, bist Du vielleicht einfach mit Deinem Geschmack etwas azyklisch. Ein Mathematiker könnte daraus jetzt sicherlich eine schöne Kurve basteln… 😉 Aber im Grund ist das doch egal. Trend hin oder her – solange Du Dich dabei wohl fühlst und Dir eine Sache besonders gut gefällt, machst Du es. Und wenn das Gefallen aufhört, dann eben nicht mehr.
      Apropos silberne Taschen und Schuhe: Ich habe mir im letzten Jahr zwei Paar silberne Schuhe und zwei silberne Taschen gekauft und bin total happy damit! Und ich bin mir ganz sicher: Diese werde ich tragen, bis sie auseinander fallen – egal ob das dann noch Trend ist oder nicht. Auch das verstehe ich unter zeitlosen Stücken: Das Design ist so toll, dass es völlig unabhängig von modischen Strömungen immer Bestand hat.

      Dir noch eine gute Woche wünscht
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  12. Liebe Stephanie,

    nun schreibe ich (endlich) auch einmal etwas, nachdem ich Ihren Blog schon seit einiger Zeit regelmäßig lese. Ich bin wirklich begeistert von Ihren inspirierenden Beiträgen und so war einer meiner „guten Vorsätze“ für 2015, mich am Blog der Modeflüsterin aktiv zu beteiligen. Schon die „Farbklammer“ fand ich sehr spannend und ich habe diesen Aspekt dann auch gleich in Form eines neuen Seidencarreé-Tuches umgesetzt, das unbedingt ein wenig Schwarz im Muster haben musste ☺.

    Zu Ihrem Blog gekommen bin ich übrigens bei meinen Recherchen im Internet zum Thema „persönlicher Stil“. Bei mir gerade ein ganz aktuelles Thema, da ich seit einiger Zeit feststelle, dass sich mit zunehmendem Alter mein seit ewigen Zeiten klassischer Kleidungsstil – bestehend aus einer Mischung zwischen „brit chic“ und „preppy“- verändert. Mit diesem Stil fühle ich mich nach wie vor sehr wohl, jedoch ergänze ich meinen Kleiderschrank immer mehr um eine ganz andere Variante, nämlich „pure, easy, clean“ Das klingt etwas widersprüchlich, aber so ist es und ich bin ganz gespannt, wohin sich mein persönlicher Stil noch entwickelt.

    Nun aber zum Thema Half Tuck, daran kommt ja zur Zeit wirklich kaum jemand vorbei… ich auch nicht und so wird auch bei mir immer wieder mal „gehalftucked“ 😉 – egal ob mit Oxfordhemd, Bluse, T-Shirt oder Pullover. Ich finde es schön, bei weiteren Oberteilen die Silhouette etwas zu strukturieren oder auch einfach nur einen besonderen Gürtel zu betonen. Mir gefällt die extra Prise Lässigkeit, die diese Stylingvariante einem Look verleiht.

    Besonders gern kombiniere ich Schuhe im Herrenstil, eine schmale und etwas verkürzte Stoffhose, Hemd halb eingesteckt mit einem Pullover oder etwas kürzeren Cardigan darüber, also half-tucked im Lagen-Look. Als andere Variante trage ich eine lässige Bluse mit Cardigan zur leicht gekrempelten Jeans im Boyfriend-Stil zu Loafern oder Ballerinas. Aber auch zur engen Jeans funktioniert der Half Tuck gut. Meist wähle ich hier zwar die klassische Variante „Bluse schaut vorn und hinten ein wenig unter dem Pullover hervor“, aber manchmal landet doch ein kleines Stückchen meiner Pullover vorn im Bund.

    Wenn es formell sein muss, bleibt die Bluse bei mir jedoch grundsätzlich komplett im Hosen- bzw. Rockbund – und zwar bei allen mehr oder weniger offiziellen Anlässen!

    Sehr interessant zu sehen finde ich übrigens, wie sehr sich die Anmutung eines Bluse/Blazer/Hose-Outfits ändert, je nachdem ob die Bluse komplett oder nur teilweise im Bund verschwindet – gerade in Kombination mit einer Jeans.

    Vielen Dank für Ihren wieder so anschaulichen Beitrag und

    herzliche Grüße
    Claudia

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:40

      Liebe Claudia,

      das ist so schön, dass Sie sich entschlossen haben, sich hier aktiv im Dialog zu beteiligen! Herzlich willkommen! Und ganz besonders freue ich mich, dass die Modeflüsterin sogar schon in Neujahrsvorsätze einbezogen wird… 😉

      Sie scheinen ja schon einen ganz ausgeprägten Stil zu besitzen und zu wissen, was Sie in welcher Form tragen möchten. Das klingt alles sehr souverän. Dass Sie sich etwas vom Preppy-Stil oder Brit-Chic entfernen wollen, finde ich spannend – besonders, da Sie dies auf Ihr Alter beziehen. Denn ich denke, dass solche Stilformen, die auf einer sehr konservativen gesellschaftlichen Strömung bzw. Lebenseinstellung basieren, tatsächlich mit zunehmender Reife etwas von ihrem Charme verlieren. Kombiniert man diese klassisch-konservativen Stücke dann mit einzelnen puren oder sehr modernen Teilen, erhält das ganze Outfit plötzlich einen zeitgemäßen, interessanten Touch.
      Dass es Sie dabei besonders zum Easy Chic hinzieht, verwundert mich nicht. Denn der Reifeprozess hat sehr viel mit Weglassen, mit der Unterscheidung von Wichtigem und Unwichtigem und Prioritäten zu tun. Wenn man bei klassischen Looks oder klassischen Kleidungsstücken einfach Details weglässt, kommt man automatisch zum puren Easy Chic. Dieser ist für mich fast eine logische Folge der Klassik, die gereifte Klassik sozusagen. Auf diesem Weg wünsche ich Ihnen ganz, ganz viel Freude und neue Entdeckungen!!! Und ich würde mich freuen, wenn wir uns darüber einmal wieder hier austauschen könnten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es auf Ihre Stilsuche weiter geht!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Liebe Stephanie,

        ganz herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ihre Ausführungen sind wieder anschaulich und einleuchtend; ich habe mich sehr darüber gefreut. Gern werde ich bei passender Gelegenheit einmal berichten, was sich bei mir ins Sachen „Stil-Entwicklung“ so tut.

        …und wenn ich das Gefühl habe, zu einem Ihrer künftigen Beiträge etwas Sinnvolles beitragen zu können, schreibe ich ebenfalls gerne wieder :) .

        Beste Grüße
        Claudia

        Antworten
  13. Liebe Stephanie,

    vielen Dank für das verlinkte Video! Ich bin ja ein großer Half-Tuck-Fan; lange Oberteile sind für mich ansonsten figurtypisch nicht ideal (ich zeige gerne meine schmale Hüfte und mag die horizontale Linie über den Schenkeln nicht so gerne) und sehen irgendwie auch langweilig aus (an mir, an anderen mag ich den Look). Außerdem passt das Lässige auch gut zu meiner Stilpersönlichkeit; an der Firmenweihnachtsfeier habe ich z.B. eine schmale, anthrazitfarbene Anzugshose zu einer weiten, fließenden, cremefarbenen Bluse getragen – natürlich im Half-Tuck. Dazu hohe Pumps und Statement-Schmuck, habe mich sehr wohl gefühlt und wurde von vielen auf das gelungene Outfit angesprochen. Ich bin sehr froh, in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem man zwar gepflegt und gut gekleidet sein soll, dabei aber durchaus „stylish“ sein darf. Als ich nach dem Abitur eine Ausbildung bei einer Kreissparkasse gemacht habe, war es für mich sehr schwierig, den Kleidungsstil, den ich als sehr „bieder“ empfunden habe, anzunehmen.

    Ich hoffe also, dass uns der Half-Tuck noch lange erhalten bleibt!

    Herzlichen Gruß, Diana

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 21:14

      Liebe Diana,

      das Outfit mit schmaler Anzughose und cremefarbener Bluse kann ich mir so richtig gut vorstellen! So ein ähnliches Outfit hatte ich vor Augen, als ich von „Smokinghose und Seidenbluse“ im Beitrag geschrieben habe. Da hast Du wirklich Glück, dass Dein jetziges berufliches Umfeld auch Styling-Experimente zulässt. Manchmal muss man als beruflich engagierte Frau modisch schon ein paar Kompromisse machen. Den Half Tuck habe ich beispielsweise beruflich noch nie einsetzen können… Das wird wohl weiterhin dem Privatleben oder dem Leben im Home Office vorbehalten sein. Umso schöner zu hören, dass es auch anders – und sogar so erfolgreich! – geht.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  14. Hallo Stephanie,
    ich liebe diesen Half Tuck-Style – trage ihn schon seit einigen Jahren. Anfangs von den Leuten belächelt, doch nun tragen schon einige ihre Oversize-Oberteile so. Übrigens trage ich meine Gürtelschnalle auch manchmal ein wenig seitlich, damit sie sichtbar ist, wenn ich das Oberteil auch seitlich einstecke.
    Vielen Dank für Deinen wieder sehr interessanten Beitrag.
    Liebe Grüße
    Petra

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 21:07

      Liebe Petra,

      …und schon wieder haben wir hier eine heimliche Trendsetterin ertappt 😉 Den Tipp mit der seitlich getragenen Gürtelschnalle finde ich übrigens super toll! Ich hatte so ein Outfit auch schon mal auf Pinterest gesehen und gedacht, das müsste man mal ausprobieren. Werde ich nach Deinem Kommentar hier jetzt unbedingt mal machen. Danke!!!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  15. Liebe Stephanie,

    diese „Half Tuck“ Methode setze ich bei mir schon seit einiger Zeit ein. Das witzige daran ist, ich wusste bis jetzt nicht, dass es auch einen Namen dafür gibt. Gerne trage ich locker fallende Blusen. Doch ich mag es weder, diese komplett in die Hose/Rock zu stecken, noch ganz draußen zu lassen. Also stecke ich das Vorderteil komplett oder nur ein Teil davon rein. Gerade als X-Figur fühle ich mich damit am wohlsten.

    Ich finde es immer wieder spannend, wenn ich von dir hier immer wieder erfahre, dass ich mit meinen Kombination in die richtige Richtung gehe, bzw. noch mehr nützliche Tipps dazu bekomme.
    Lieben Gruß Cla

    Antworten
    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 21:04

      Liebe Cla,

      das freut mich sehr, dass ich Dich in Deinem hervorragenden Geschmack bestätigen und unterstützen kann. Du hast es verdient! Ich sehe so viele tolle Looks bei Dir, dass ich mich oft frage, ob Du die Kombi jetzt ganz bewusst so zusammengestellt hast oder einfach Dein Mode-Gefühl „befragt“ hast. Ich selbst bin ja eher die Analytikerin und stelle meine Outfits gerne logisch zusammen. Aber ich bewundere dieses gewisse Etwas, das einen Look nur gerade so wenig bricht, dass er interessant wird – so wie ich das bei Dir oft sehe. Schön!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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  16. Mir gefällt es sehr gut, wenn ich andere Frauen lässig mit dieser Stilvariante sehe und versuche es immer wieder selbst. Aber irgendwie lasse ich es dann doch wieder sein und stecke meine Bluse entweder rein oder lasse sie draußen…

    LG
    Annette | Lady of Style

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    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:58

      Liebe Annette,

      kürzlich habe ich bei Dir gesehen, dass Du eine weiße Bluse vorne geknotet hast – das stand Dir ganz ausgezeichnet und es hat ja einen ähnlichen Effekt wie der Half Tuck. Vielleicht ist das Deine ganz persönliche Note, zumindest Blusen nicht ganz einzustecken und auch nicht ganz heraus hängen zu lassen? Mir gefiel das zumindest sehr gut an Dir.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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  17. Liebe Stephanie,
    wieder was gelernt von Dir, vielen lieben Dank! Obwohl ich das teilweise Reinstecken des Oberteils schon seit einigen Jahren praktiziere, war mir der Begriff „Half Tuck“ dazu bisher unbekant.
    Für mich bietet sich die Verwendung des „Half Tucks“ nämlich vor allem wegen meiner nicht sehr ausgeprägten Körpergröße an. Denn wenn ich Oberteile komplett aus Rock/Hose heraushängen lasse, dann stimmt es schnell einmal mit den Proportionen nicht mehr, insbesondere, wenn das Oberteil sehr lang ist. Außerdem sieht das Oberteil so getragen für mich dann mitunter zu unordentlich aus. Und stecke ich das Oberteil ganz hinein, dann habe ich sehr viel Stoff in Rock/Hose und/oder es pludert sich um meine ganze Mitte, was mir dann auch nicht ungemein gut gefällt.
    Außerdem hat dieser „Half Tuck“ meiner Meinung nach den Vorteil, dass man sich auch mal bücken kann, ohne dass man Dinge offenbart, die man der Öffentlichkeit auf jeden Fall vorenthalten möchte :)
    Ich wünsche Dir noch einen schönen Fasching.
    Liebe Grüße von Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

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    • Modeflüsterin

      17/02/2015 @ 20:52

      Liebe Rena,

      das hast Du schön gesagt: „…bücken, ohne dass man Dinge offenbart…“ – das würde ich gerne sehr vielen Frauen sagen 😉
      Ich finde auch, dass die Einsteckmethode bei zu langen Oberteilen zu günstigeren Proportionen führt und dass davon gerade kleinere Frauen profitieren. Aber ich muss zugeben, dass ich auch als große Frau ganz schön viel herumprobiert habe, bis ich für mich die beste Methode gefunden habe. Und bei Blusen funktioniert bei mir der Half Tuck gar nicht. Die muss ich entweder ganz einstecken oder ganz heraushängen lassen. Es könnte damit zusammenhängen, dass ohnehin stark strukturierte Kleidungsstücke bei mir nach korrekter Trageweise verlangen, während unstrukturierten Oversize-Stücken dieses Mehr an Struktur gut tut. Ich werde wohl noch etwas weiter damit experimentieren…

      Dir wünsche ich aber jetzt erst einmal noch eine gute Woche und grüße Dich herzlich!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  18. Tanja Bruns

    23/02/2015 @ 19:45

    Liebe Frau Grupe, ich fand den Half Tuck bei anderen schön. An mir möchte ich ihn nur von vorn leiden. Wenn ich mich seitlich betrachtete, stand das Oberteil mir unten viel zu weit ab und machte ein Bäuchlein. Meine eher schmale Oberweite schien noch schmaler. Ich experimentierte ein wenig mit dem Half Tuck von vorn oder seitlich und dem mehr oder weniger rausziehen des Oberteils.
    Ich fand die perfekte Lösung für mich. Ich ziehe nun den Half Tuck von unten in den Gürtel. Das hält super fest und das Oberteil steht fast gar nicht ab. Es sieht trotzdem sehr lässig aus. Ist vorn und seitlich möglich und der Half Tuck lässt sich sehr gut formen. Den Gürtel sieht man so nicht. Aber ich mag es wenn das Oberteil über den Gürtel fällt.

    Liebe Grüße von Tanja Bruns

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    • Modeflüsterin

      26/02/2015 @ 15:15

      Liebe Frau Bruns,

      hatte ich mich schon für Ihren Tipp bedankt? Falls nicht: Ich finde es toll, dass Sie Ihre Erfahrungen mit den Leserinnen hier teilen und Ihren raffinierten Oberteil-Einsteck-Trick kannte ich auch noch gar nicht. Das ist eine super Idee! Nochmals tausend Dank dafür!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  19. Toller Artikel und sehr hilfreich… bis auf: Du rätst Frauen mit großer Oberweite davon ab. Ich habe gegenteiliges festgestellt. Obenrum habe 1-2 (je nach Schnitt) Kleidergrößen mehr. Wenn ich das Oversize-Shirt vorne eng in die Hose/Jeans stecke und hinten fliesen lassen, macht es eine gute Figur und überspielt die kleinen Röllchen rund um die Taille. Auch gut sieht es aus, wenn ich das den Shirtabschluss halb seitlich durch eine Gürtelschlaufe ziehe.
    Nun habe ich noch einen Tipp aus den 80er Jahren. Kauft Euch eine auffällige, schicke Gürtelschnalle und zieht eine Seite des Shirts da durch. Das funktioniert vorne und seitlich und sieht super aus,
    Am meisten schätze ich aber die Bequemlichkeit dieser Shirts.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      01/03/2015 @ 22:48

      Liebe Karin,

      ganz herzlichen Dank, dass Du diese Tipps mit Deinen Erfahrungen so bereicherst! Ich finde es sehr interessant, dass Du – wie wohl auch einige weitere Leserinnen hier – trotz großem Busen mit Oversize-Tops so gut klar kommst. Das beweist doch nur, dass die „üblichen“ Stilregeln doch nicht immer passen und jede Frau letztendlich ihren eigenen Weg finden muss. Du hast da offensichtlich schon so viele Tricks für Dich entwickelt und ich freue mich für Dich, dass Du damit Dein Mode-Leben so stilvoll gestalten kannst. Weiter so!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  20. Liebe Stephanie, nachdem dein Blog mir letztes Jahr über meine figürliche Sinneskrise hinweggeholfen hat (ich bin ein großes X… 1, 78m, 108-76-112) möchte ich mich gerade bei diesem experimentellen Thema mal wieder zurückmelden. Ich habe für mich eine ideale Lösung gefunden: bei High-waist-Röcken tucke ich was das Zeug hält. Ich habe herausgefunden, dass es sehr schmeichelhaft ist, wenn ich die X-Form auf die Spitze treibe, sprich sehr flatteriges Oberteil, gerne auch kastig geschnitten im Half- oder Full-Tuck in den Bund des Tellerrocks. Wichtig ist nur, dass die Schulterlinie stimmt, die Schultern sollten immer noch durch Schnitt bzw. Naht akzentuiert sein. Natürlich ist dieser Look eher etwas für die mutigere Fraktion. Doch dank dir, liebe Stephanie darf ich mich auch (ich möchte sagen: endlich) dazu zählen. Mittlerweile habe ich all das „Schlumperige“, mit dem ich meine Figur zu verstecken versuchte, aus meinem Kleiderschrank verbannt und lebe modisch gesehen eher auf der Überholspur. Statement-Ketten, Röcke, Kleider, Seide, Highwaist? Her damit! Allerdings mit Sinn und Verstand, edel und kombinierbar. Gourmet statt Gourmand ist die Devise. Das schönste Kompliment kam von meinem Vorgesetzten, zu dem ich ein vertrauensvolles Verhältnis pflege, der meinte „Frau Grit, alle anderen Kolleginnen würde ich jetzt dezent auf die textile Unordnung hinweisen….aber bei Ihnen sieht das irgendwie selbstverständlich elegant aus.“ …soweit die männliche Sicht zum Half-Tuck 😉

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    • Modeflüsterin

      18/07/2015 @ 15:31

      Liebe Grit,

      das ist eine wunderbare Erzählung aus Deinem Alltag! Und ich liebe es zu lesen, dass Du Dich selbst auf der modischen „Überholspur“ siehst. Und Deine Einstellung „Gourmet statt Gourmand“ ist absolut vorbildlich – ich hätte es nicht besser in Worte fassen können. Man spürt zwischen den Zeilen, wie viel Spaß Dir Mode wieder macht und das ist doch immer noch die Hauptsache hier auf dem Blog :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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  21. Da ich leider eine Mischung aus Y + O Typ Figur bin und nebst Bauch, großem Busen, kräftige Oberarme auch noch ein breites Kreuz habe + Übergewicht und nur 1,66 m groß, empfinde ich es als besonders schwer mich passend obenrum einzukleiden.
    Rießige Oversized Shirts gehen tatsächlich nicht bei meiner Figur, die abgemilderte Version klappt allerdings ganz gut.
    Wichtig ist bei einem Figurtyp wie meinem + Übergewicht + kleinere Körpergröße, das ein Oversized Shirt nicht zu kurz oder zu lang ist (Bauchende ist die perfekte Länge – nur nicht länger oder kürzer), der Oversized Look zwar vorhanden, aber nicht zu extrem ist, ein schöner, großer V Ausschnitt vorhanden ist (der weder zu viel noch zu wenig zeigt – eben knapp bis zur noch sehe ich nix´Grenze ), die Ärmellänge bis kurz vor der Armbeuge endet – locker, aber nicht zu weit fallend.
    In meinem Fall empfinde ich endlich ausnahmsweise Mal meinen großen Busen als Vorteil, da duch diese Art Shirt mein Bauch optisch stark verkleinert wird und mein Dekolleté ins rechte Licht gerückt wird – eben umfließend, aber kein Sack.
    Schwierig wird es allerdings, wenn man obenrum kräftiger ist, aber im Gegenzug zu wenig Busen hat.
    Quasi den Oversized Look in abgemilderter Form.

    Aber es stimmt, zu lang dürfen Oberteile für mich nicht sein, da sehe ich sonst wie ein zu kurz geratener Zwerg aus, oder als hätte ich mir ein zu knappes, kurzes Kleid gekauft, bei mir hilft da auch seitlich einstecken nix´optisch – ist wirklich nur für Große.
    Und ja, es stimmt Stoffe sollten fließend sein, zu fest wirkt sich bei meiner Figur schnell nachteilig aus.

    Ansonsten tolle Tips und Inspirationen hier, hat mich schon vor dem ein oder anderen Fehlkauf bewahrt oder mich mutiger werden lassen ;-).
    Über den gemäßigten Oversized Look bin ich wirklich froh, vor einigen Jahren gab es hauptsächlich nur extrem figurbetonte Oberbekleidung (geht gar nicht mit Bauch) oder tatsächlich formlose Säcke – ich bin so froh, das es mittlerweile viel mehr Kleidungsauswahl auch für molligere Frauen gibt – zumindest online.
    Gerade mit Kleidergröße 46 finde ich es wahnsinnig schwierig, da viele Modehäuser nach Größe 42/höchstens 44 nix´mehr produzieren und es in Übergrößengeschäften selten eine realistische 46 gibt (zu groß oder für Birnenfiguren geschnitten), von Teenagerläden ganz zu schweigen…da musste meine Mom mit Größe 38 plötzlich 44 anziehen….und es ging gerade so eben zu.
    Oder ich früher in die Damenabteilung musste, als junges Ding war das schrecklich und furchtbar teuer für mich.
    Damals hatte ich echt das Gefühl, ich müsse mich entscheiden, entweder abnehmen oder dicker werden um schöne Kleidung zu bekommen – heute ist das gottseidank anders und Mode für Mollige/Dicke nun nicht mehr nur mit blöden,peinlichen Sprüchen (Love,sweet, Big is beautiful…echt, wenn man es jetzt nicht lesen könnte, würde es keiner sehen…;-), niedlichen Farben, schrecklichen Palmblättern oder wüsten,kreischbunten Blumenmotiven ausgestattet (da hätte sich sogar meine Oma geweigert sowas zu tragen).
    Schöner Blog, ich lasse mich gleich mal weiter inspirieren!

    LG, Josi

    Antworten
    • Modeflüsterin

      08/07/2016 @ 16:30

      Liebe Josi,

      ja, da sprichst Du zwei wichtige Themen an: das Maß an Volumen ist gerade bei größeren Größen ganz entscheidend, ob etwas schick aussieht – nicht zu eng und nicht zu weit.
      Zudem ist es tatsächlich immer noch schwierig, hochwertige und gut designte sowie ordentlich geschnittene Mode ab Größe 44 zu finden. Aber es wird langsam besser.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  22. Ja, das mit der hochwertigen Mode stimmt tatsächlich, oftmals empfinde ich sie als zu damenhaft – ich persönlich mag am liebesten eine gute Mischung aus lässig und chic und da wird´s schwierig finde ich.
    Auch mag ich Muster sehr gerne, da allerdings die richtigen zu finden (eigentlich sollte ich ja keine bis wenig Muster tragen bei meinem Figurtyp) gleicht einem Sechser im Lotto.
    Auf hochwertig muss ich leider zugeben, achte ich im Moment eher weniger, da ich a) gerade abnehme (weniger wegen der Optik, sondern wegen meiner Gesundheit – in meinem Fall stimmt das leider mit dem Übergewicht, ist ja nicht bei jedem so) und alle ca. 7 bis 8 Kg wirklich neue Kleidung benötige (der erste Schwung war eben schon) und b) ich schon glücklich bin überhaupt etwas nettes für meinen Figurtyp zu finden (es ist zwar einfacher geworden im Vergleich zu früher, aber total easy ist es nicht).
    Und eine elegante Hose für 170,- Euro benötige ich jobbedingt eher nicht, wenn man dies allerdings für sein Business oder einfach bevorzugt/braucht, finde ich es durchaus wichtig auch dort die entsprechende Auswahl zu haben !
    Ökomode gibt es nach meinen Erfahrungen noch zu wenig schöne – eher zu schlicht oder zu elegant für mich bzw. zu Hippie mäßig – zu sportlich ist auch nix´für mich. Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen – so isses ja nicht ;-).
    Schlimm finde ich manche Blogs speziell für Übergrößen, denn manches was da gezeigt wird empfinde zumindest ich persönlich als für mich nicht tragbar – von bauchfrei bis zu groß geschnitten usw. – im Endeffekt gilt sicher die Devise jeder wie er mag und sich wohlfühlt – nicht das ich mich daran stoßen würde, manches empfinde ich aber bei näherer Betrachtung als eher unvorteilhaft und man kann ganz gut betrachten, was man lieber nicht tun sollte.
    Hier empfinde ich die Tips und Ratschläge von Ihnen als viel besser passend für jeden Figurtyp und habe eine gute Orientierungsmöglichkeit für meinen persönlichen Einkauf – das finde ich wirklich klasse!
    Danke!

    LG, Josi

    Antworten
    • Modeflüsterin

      14/07/2016 @ 12:46

      Liebe Josi,

      ja, als PlusSize-Frau hat man es wirklich nicht leicht… Das Einkaufen ist und bleibt schwierig. Und wenn man dann noch bestimmte Stilvorstellungen hat oder auf Qualität besonderen Wert legt, wird die Luft ganz dünn. Daher kann ich hier auch viel weniger PlusSize-Mode empfehlen, als ich gerne würde. Es überzeugt mich einfach nur sehr wenig.
      Umso mehr freue ich mich, wenn Dir meine Tipps doch ein wenig dabei helfen, das Chaos zu meistern :-)

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten

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