Hose und Pullover auf Zeitreise: 2 Silhouetten für jede Figur und 10 Tipps dazu

Outfit mit Hose und Pulllover: So haben sich die Silhouetten verändertHerzlich willkommen im Jahr 2015! Ein Jahreswechsel ist immer eine gute Gelegenheit für Vor- und Rückschauen. Solche Zeitreisen kann man auch modisch machen. Besonders interessant finde ich die Frage, welche Basics es wirklich über die Zeit geschafft haben, sich als zeitlose Mode-Klassiker zu etablieren und wie man diese in zeitgemäßen Outfits kombiniert. Oft sind es Kleinigkeiten in der Schnittführung, die einen Look von damals in die Moderne transportieren. Und sehr oft ist es nur die Art und Weise, wie bekannte Basics neu kombiniert werden und welche neue Silhouette dabei entsteht.

Heute werde ich Ihnen anhand von zwei Beispiel-Outfits zeigen, wie sich ein einfacher Winter-Look aus Hose und Pullover im Lauf der Jahre verändert – und für welche Figurtypen dies eher Vor- oder Nachteile bringt.

Glücklicherweise sammle ich schon sehr viele Jahre regelmäßig meine Lieblings-Looks und kann daher auf ein ansehnliches Mode-Archiv zurückgreifen. Für diesen Damals-Heute-Vergleich habe ich für Sie eines meiner Standard-Winter-Outfits im Zeichen des Easy Chic herausgegriffen: eine schlichte Kombination aus Stoffhose und Pullover. Welche Details haben sich zwischen 2006 und 2015 verändert? Und welchem Figurtyp steht die aktuelle Variante des Klassiker-Duos besonders gut? Wir werden sehen…

Zurück in das Jahr 2006: Lila Pullover mit grauer Bügelfalten-Hose im Herrenstil

Dieses Outfit habe ich aus dem Jahr 2006 des Archivs herausgefischt. Wie Sie sehen, hatte ich schon damals ein Faible für einfache, lässige Looks mit weiblicher Note und einen kleinen Hang zur Farbe Lila. Aber es gibt noch mehr Details, die das Outfit interessant machen.

Ein figurnahes Outfit aus Bügelfaltenhose und Rollkragen-Pullover: Trotz lässiger Ausstrahlung bleibt der Stil feminin.

Ein figurnahes Outfit aus Bügelfaltenhose und Rollkragen-Pullover: Trotz lässiger Ausstrahlung bleibt der Stil feminin.

Die Farben:

Lila und Grau sind eine zeitlose Farb-Kombination – in diesem Fall für kühlere Farbtypen. Graue Hose mit lila Pullover: Geht immer und wird es immer geben!

Der Schnitt des Pullovers:

Der Pullover ist sehr figurnah und kurz geschnitten, die Taille wird durch einen breiten Bund betont. Die Ärmel sind normal eingesetzt. Schon damals gab es aber ein modisches Detail, das an den heutigen Oversize-Trend erinnert: Die Ärmel sind überlang. Dieser Pullover-Schnitt wäre heute noch tragbar – besonders für Frauen mit X-Figur und A-Figurtypen (allerdings sind die überlangen Ärmel für diese Figurtypen nicht ideal…). Auch H-Figuren würden von der Taillen-Akzentuierung profitieren. Sie wären mit diesem Stück derzeit zwar nicht gerade an der Trend-Spitze, könnten aber mit einer schmalen Taille punkten.

Der Schnitt der Hose:

Die Hose sitzt mit einem für Herrenhosen typischen Bund ein wenig burschikos auf der Hüfte, ist an Hüften und Oberschenkeln sehr figurnah geschnitten, um unterhalb des Knies in einem leichten Bootcut etwas Weite aufzunehmen. Durch die Silhouette des Hosenbeins werden weibliche Kurven gezeigt und unterstützt. Die Hose ist bodenlang und setzt daher vorne etwas auf dem Schuhrist auf, so dass dort ein kleiner Knick im Stoff entsteht. Dies und die Kombination mit Pumps ist eine sehr klassische Art, eine Hose zu tragen. Die Hose ist ein Basic, das auch heute noch relevant ist – allerdings für im Hüft-Bauch-Bereich eher schlank geformte Körper. Frauen mit einem kleinen Bäuchlein oder mit einem kräftigen Po würde ich zu einem etwas höheren Bund raten…

Die Outfit-Kombination:

Das Outfit ist insgesamt sehr figurbetont. Die spitzen Pumps, die unter der Hose im Herrenstil hervor blitzen, geben dem Casual Outfit eine weibliche Note, ebenso wie die Ohrhänger und der Ring. Die Tasche greift sowohl die lässige, als auch die damenhafte Stil-Aussage des Outfits auf: die legere Beutelform ist aus edlem Schlangenleder gefertigt. Die Frisur bleibt lässig und natürlich. Dieses Outfit im Easy Chic spielt mit männlichen und weiblichen Attributen, bleibt aber durch die figurnahe Silhouette von Hose und Pullover immer ganz klar feminin dominiert.

Im Jahr 2015: Grauer Oversize-V-Pullover mit Bundfalten-Hose

Diesen Look habe ich gerade erst vor ein paar Tagen neu in mein Archiv aufgenommen. Es ist typisch für den lässigen Jetzt-Look und wird wohl auch im kommenden Sommer – mit leichteren Stoffen – aktuell bleiben.

Ein weiter Oversize-Pullover wird mit einer überweiten Bundfalten-Hose und Sneakers kombiniert: Dieser Casual Look verdeckt die weiblichen Formen und ist dadurch unisex.

Ein weiter Oversize-Pullover wird mit einer überweiten Bundfalten-Hose und Sneakers kombiniert: Dieser Casual Look verdeckt die weiblichen Formen und ist dadurch unisex.

Die Farben:

Ein helles Grau wird mit einem Anthrazitgrau kombiniert. Dies greift den aktuellen “All-over”-Grau-Trend auf. Interessant bleibt das Grau durch die unterschiedlichen Texturen von Pullover und Hose: Dünnem Glattstrick steht ein griffiger Stoff mit meliertem Fischgrät-Muster gegenüber. Grau mit Grau zu kombinieren, geht immer und wirkt – gekonnt kombiniert und am richtigen Farbtyp – zeitlos, zurückhaltend, unangestrengt und edel.

Der Schnitt des Pullovers:

Der Pullover folgt dem derzeit angesagten Oversize-Trend. Typisch dafür sind die überschnittenen Ärmel, das (über-)große Stoffvolumen am Torso und der mindestens hüftlange Saum. Dieser Schnitt macht die Schulter-Silhouette rund, betont dafür die Oberarme etwas mehr und lässt den Oberkörper in der mittleren Zone etwas wuchtiger erscheinen. Die Taille wird völlig ausgeblendet.

Tragbar ist ein solcher Pullover-Schnitt vor allem für den H-Figurtyp, wenn dieser einen androgynen Stil umsetzen will. Aber auch ein Y-Typ mit kleinem Busen und schlanken Oberarmen kommt noch recht gut dabei weg, da die gerade Taille dieser Körperform nicht auffällt und der Oberkörper insgesamt weichere, längere Formen erhält. Aber Vorsicht: Das Material sollte dabei auch wirklich fließend sein, um diesen Weichzeichner-Effekt zu erzielen!

Für den O-Typ mit kleinem Busen und größerem Bauchumfang könnte sich ein solcher Pullover als positiv erweisen, solange er mit einem sehr schmal geschnittenen Kleidungsstück am Unterkörper kombiniert wird. O-Figuren mit einem großen Busen hingegen unterstreichen gerade mit diesem Schnitt Ihre Rundungen in der Körpermitte – ohne dabei ihren Kurven dort die nötige Definition zu geben.

Ebenfalls weniger vorteilhaft ist so viel langes Volumen am Oberkörper für den A- und X-Figurtyp. Einer der schönsten Körperzonen dieser Figuren ist deren schmale Taille und der weibliche Taillen-Hüft-Schwung. Beides wird von diesem Pullover vollständig überdeckt. Und auch alle Frauen mit schmalen, eher abfallenden Schultern sollten von dieser Pullover-Form die Finger lassen.

Der Schnitt der Hose:

Auch bei der Hose ist üppige Übergröße angesagt. Der Bund, der eigentlich etwas höher geschnitten wäre, wird locker auf der Hüfte getragen, so dass im Schritt viel Volumen entsteht. Die Bundfalten geben der Hose schon in der Hüftzone viel Weite. Von der Hüfte fällt die Hose weit und gerade bis zum Boden hinab. Die extreme Überlänge der Hose wird deutlich, wenn Sie sich ansehen, wie sich die Hosenbeine über den Sneakers in Falten legen. Beim Betrachten des Outfits frage ich mich tatsächlich, ob die Frau mit dieser Hose überhaupt laufen kann…

Eine so weite Hose braucht Länge, sprich: eine bestimmte Körpergröße, um zu wirken und die Weite auszugleichen. Auch sollten Frauen mit ohnehin kräftigen Beinen der bequemen Versuchung widerstehen, in dieser Region Überweite zu platzieren. Leider gilt mal wieder: Solche Hosen sind nur etwas für lange, relativ schlanke Beine. Zudem sorgen die Bundfalten dafür, dass ein Bäuchlein darin noch größer wirkt. Und damit sind wir wieder bei größeren Y- und H-Typen mit längeren Beinen angelangt, für die diese Hosenform durchaus vorteilhaft tragbar ist. Alle kleinen Frauen mit stämmigen Beinen müssen jetzt stark bleiben…

Die Outfit-Kombination:

Dieses Outfit will nicht mehr weiblich sein oder gar weibliche Formen zeigen – es ist fast geschlechtslos oder unisex. Es spielt mit einem doppelten Mehr an Volumen, das sowohl am Oberkörper, als auch am Unterkörper üppig ausfällt. Damit wird eine der gängigsten Fashion-Regeln außer Kraft gesetzt, die lautet:

“Tragen Sie entweder am Oberkörper oder am Unterkörper weite Kleidungsstücke, aber niemals beides zusammen!”

Betont wird die dominant lässig-sportliche Note des Looks durch die flachen Sneakers und einem fast unfrisiert wirkenden Haarstil. Diesen Eindruck können auch die eckige Clutch unter dem Arm und ein Armband sowie ein einseitiger, langer Ohrhänger nicht mehr stark verändern.

Bei dieser Silhouette geht es nicht mehr darum, Figur zu zeigen oder diese zu optimieren. Es geht um ein extrem lässiges, entspanntes Frauenbild. Dazu gehört es auch, ganz unaufgeregt zu akzeptieren, mindestens eine Kleidergröße kräftiger auszusehen. Und das gilt in diesem Fall sogar für große, schlanke Frauen.

Sehen wir hier zwei zeitlose Mode-Klassiker und eine Silhouette mit Zukunft?

Ja und Nein.

Den V-Pullover in Übergröße wird es immer – oder immer wieder – geben. Ob dann allerdings die stark überschnittenen Schultern wieder dabei sein werden? Das bleibt abzuwarten.

Die graue Bundfaltenhose in Fischgrät-Muster ist auf jeden Fall ein Klassiker für die erwähnten Figurtypen – wenn Sie eine Passform wählen, die zwar locker, aber nicht so übermäßig weit und lang geschnitten ist wie in diesem Beispiel. Und wenn Sie ein entsprechender Stiltyp sind, der den lässigen Herrenstil liebt, dann liegen Sie mit dieser Hose richtig.

Die Silhouette aus weitem Oberteil mit weiter Hose (und auch zusammen mit weiten Röcken) wird Ihnen in den nächsten Monaten noch oft begegnen. Sie wird besonders in den wärmeren Sommerwochen eine Rolle spielen, wenn viele Frauen einen lässigeren und körperfernen Look bevorzugen. Und sie könnte sich zu einer Art “Uniform” für jüngere Frauen, aber auch für reifere Frauen entwickeln, die figürlich über den Dingen stehen und sich im sportlich-lässigen Unisex-Stil wohl fühlen.

Darüber hinaus lautet meine Prognose: Da diese Silhouette gerade für kleinere, weiblich geformte Frauen mit mehr Rundungen so viele Nachteile mit sich bringt, wird sie auch bald danach wieder aus dem Mainstream verschwinden – wenn sie jemals dort ankommen sollte.

10 Tipps, wenn Sie die moderne Hosen-Pullover-Silhouette tragen wollen:

Wenn Sie die neue Silhouette aus Hose und Pullover dennoch tragen wollen, hier noch ein paar Tipps dazu:

  1. Greifen Sie zu einer Bundfaltenhose, die zwar locker, aber an den Beinen nicht zu weit geschnitten ist und einen höheren Bund hat, der fast bis zur Taille hinauf reicht!
  2. Achten Sie besonders darauf, dass die Hose im Schritt nicht zu tief sitzt!
  3. Die Länge der Hose sollte bis fast zum Boden reichen und sie sollte vorne auf dem Schuh-Rist einen deutlichen Knick machen, so dass die Länge etwas fülliger aussieht.
  4. Statt Sneakers können Sie dazu auch flache Schnürhalbschuhe oder Slip-ons tragen.
  5. Kombinieren Sie dazu einen Oversize-Pullover, der nicht länger als bis zum Hüftknochen reicht, aber genügend Fülle hat, um den gewollten Extrem-Effekt zu zeigen!
  6. Die überschnittenen Ärmel des Pullovers sind für den modernen Look und die Silhouette wichtig – wenn Sie “weit mit weit” tragen wollen, dann unbedingt in zeitgemäßer Schnittführung! Aber: Schieben Sie die Ärmel möglichst bis zu den Ellbogen hoch!
  7. Wenn Sie trotzdem Ihrem Körper ein bisschen mehr Kontur geben wollen, stecken Sie den Pulli-Saum vorne teilweise in den Hosenbund. Das ist die moderne Art, weite Oberteile zumindest etwas in Form zu bringen und eine Taille anzudeuten.
  8. Tragen Sie keinesfalls einen (sichtbaren) Gürtel im Hosenbund und bleiben Sie auch ansonsten möglichst schlicht und pur – so wird der gewollt lässige Stil des Looks am besten unterstützt.
  9. Und am wichtigsten: Diese anspruchsvolle Silhouette muss sehr souverän getragen werden. So viel bequeme Weite verleitet zwar zum “In-sich-Zusammensacken”, braucht aber eine besonders aufrechte, gerade Haltung und etwas mehr Körperspannung! 
  10. Falls Sie nun doch keine Lust auf zu viel üppige Weite haben, halten Sie sich einfach an die oben angeführte Fashion-Regel. Dann wählen Sie nur ein überweites Kleidungsstück am Ober- oder Unterkörper und kombinieren es mit einem figurnahen Look in der anderen Körperhälfte. Und schon ist die proportionale Balance wieder hergestellt…

Mein Fazit zu dieser kleinen Zeitreise: Die Silhouette eines einfachen Hosen-Pullover-Outfits hat sich über die Jahre deutlich verändert. Während vor fast zehn Jahren noch die weibliche Silhouette im Fokus stand, scheint sich gerade ein ganz anderes Frauenbild durchzusetzen – zumindest in Teilen der Fashion-Szene. Dieses kommt mit einer fast schon übertrieben fülligen Figurlosigkeit daher und birgt für viele Frauen das Risiko der Unförmigkeit.

Dennoch entwickelt die burschikose Lässigkeit dieses Looks ihren ganz eigenen Charme. Wenn Sie die entsprechende Stil-Persönlichkeit mitbringen und Sie zu den ein bisschen größer und gerader gebauten Frauen gehören, dürfte diese moderne Hosen-Pullover-Kombination für Sie eine interessante Alternative zur zeitlosen, klassisch-eleganten Silhouette des Easy Chic sein.

Werden Sie die neue Silhouette ausprobieren? Ich bin gespannt auf Ihre Berichte dazu!

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47 Kommentare

  1. Hallo liebe Stephanie

    Für 2015 möchte ich DIR alles Liebe und Gute wünschen!!

    So eine Zeitreise ist doch sehr interessant.
    Mir gefallen beide Looks.
    Leider sind sie nichts für mich, da ich klein bin und einen langen Oberkörper habe, dennoch nehme ich den ein oder anderen Tip für die Silhouette gerne mit 😉

    Vielen Dank dafür und liebe Grüße
    Silvia

    S wie Silvia

    • Modeflüsterin

      Liebe Silvia,

      der erste Look wäre mit einem höheren Hosenbund und normal langen Pullover-Ärmeln, die auf eine 3/4-Länge hoch geschoppt werden, auch für kleine Frauen tragbar. Die Alternative wäre ein längerer, dünner Pulli, über den Du eine Kurzjacke im Lagen-Look trägst. Und wenn das alles noch in einem monochromen Look getragen wird – warum nicht?
      Und lieben Dank auch für Deine guten Wünsche für 2015! Von positiven Energien kann man ja nie genug bekommen 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Vielen Dank für den super Bericht – ich habe mich sehr darüber gefreut, da mich gerade das Thema überschnittene Schultern sehr interessiert. Ich bin groß,schlank, habe breitere Schultern als Hüften, kaum Taille und einen kleinen Busen – und war mir nicht sicher, ob ich damit überschnittene Schultern tragen kann.

    Ich finde es bewunderswert, wie Sie Outfits und Kleidungsstücke analysieren können. Mir fällt das sehr schwer und ich mache das immer nach Gefühl. Nun habe ich noch 2 Fragen und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir weiterhelfen könnten:

    Ich habe einen schönen Pullover für den Frühjahr gefunden, der aus ganz weichem Material ist aber dem lila Pulli aus dem Jahr 2006 ähnelt. Ich dachte, dass ich so einen Pulli tragen kann, da dieser ehr die Hüftregion betont – aber nach ihrem Bericht wäre so ein Pullover eher nichts für mich oder ?

    Zudem habe ich in letzter Zeit oft Pullover mit ausgeschnittenen (offenen) Schultern gesehen. Ist ein solcher Pullover bei breiteren Schultern geeignet ?

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße !

    • Modeflüsterin

      Liebe Ornella,

      das freut mich, dass ich Dir mit diesem Beitrag so gut helfen konnte! Was für ein Zufall, dass das Thema gerade für Dich so gut passt!
      Zu Deinen Fragen: Ohne Deine Figur live sehen zu können, würde ich sagen, dass der Pulli aus 2006 für einen Y-Typ ein bisschen länger sein müsste und der Saum wirklich erst in der Hüftregion enden sollte (also zwischen Becken- und Hüftknochen). Aber: Ich weiß nicht, wie Deine vertikalen Proportionen aussehen und daher ist diese Meinung nur unter Vorbehalt gültig! Die überlangen Ärmel sind allerdings super für den Y-Typ, da sie an der Hüfte für mehr optisches Gewicht sorgen.
      Bei Deiner Frage nach den ausgeschnittenen Schultern gibt es ein Ja und ein Nein. Solche Schnitte lenken den Blick auf die Schultern, das heißt, diese stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit und werden keinesfalls kaschiert. Aber das musst Du auch nicht, wenn Deine Schultern schön gerade und ein bisschen kantig sind, haben sie doch eine wunderbare Form, die sich zu zeigen lohnt. Da bei solchen Schnitten gleichzeitig eine diagonale Linie vom Oberarm zum Hals hin entsteht, wird durch das Oberteil eine Art Diamantform gezeichnet, die sich nach oben hin verjüngt. Eine solche Linie ist wiederum sehr gut für den Y-Typ. Mein Fazit lautet daher: Ja, würde ich an Deiner Stelle mal probieren. Denn die meisten Y-Typen haben zwar etwas breitere, aber sehr schöne Schultern 🙂
      Ich hoffe, das hilft Dir weiter!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Vielen Dank für Ihre Einschätzung ! Sie haben mich gerade vor einem Fehlkauf bewahrt – ich glaube das Oberteil ist wirklich zu kurz für mich.

        Den Pullover mit den ausgeschnittenen Schultern werde ich kaufen, da ich an sich schöne Schultern und Oberarme habe.

        Vielen Dank nochmal 🙂

  3. Schön, das Deine Weihnachtspause beendet ist. Zur Silhouette: Also für mich ist die nichts und es wie Du schreibst: Für kleinere Frauen oder rundere tendenziell ein Figurkiller. Bin froh, wenn der Trend schnell vorüber geht. Was ich daraus allerdings umsetzbar finde jenseits der Modellmaße ist das weiter Oberteil. Das passt allerbest zu schmalen Hosen, wenn es etwas länger ist. Aber die Hosen finde ich sehr problematisch. Da gefällt mir der Retro-Look schon eher. Bist Du eigentlich sicher, dass Du da Deinen lila Pullover von 2006 gezeichnet hast und nicht meinen dunkelbraunen von 2007 als Vorlage genommen hast? 😉 Wobei ich die Ärmel umgeschlagen getragen habe – aber ansonsten passt die Vorlage 🙂 .
    Einen shönen Sonntag wünscht Dir
    Ines

    • Modeflüsterin

      Liebe Ines,

      ich kann alles, was Du sagst nachvollziehen. Ich tendiere tatsächlich auch zu Oversize-Pullovern mit schmalen Hosen. Diese Kombi ist super bequem und dennoch nicht zu wuchtig. Allerdings finde ich, dass diese Kombi bei Frauen, die in der Mitte etwas fülliger sind, einen Volumen-Gegenpol bei den Schuhen braucht, sprich: etwas robustere Booties, Brogues oder Slip-ons oder – noch besser – hohe Stiefel mit fester Sohle. Einen Pullover, der dem lila Exemplar ähnlich ist, hatte ich tatsächlich auch mal – in Hellblau und total kuschelig. Den habe ich fast ständig getragen. Aber damals hatte ich noch eine deutlich schmalere Mitte…

      Dir auch eine schönen Sonntag!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Was den Gegenpol an den Füßen angeht, stimme ich Dir absolut zu. Und die schmalere Mitte hatte ich auch 🙂 .

  4. Liebe Stephanie,

    diesen Trend erde ich auch nicht mitmachen. Etwas weitere Pullover sind schon ok, aber nur mit einer eng geschnittenen Hose. Genau so ist es umgekehrt. Allerdings mag ich überhaupt keine Bundfaltenhosen. Mir persönlich gefällt das Outfit von 2006 wesentlich besser. Den Bund der Hose ein bisschen höher, die Beine gerade geschnitten, perfekt!

    LG Sabine

    Bling Bling Over 50

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      genau so sehe ich es auch. Ich mag es sehr, wenn Deine Taille etwas betont ist – wie bei dem lila Pulli, den ich mir tatsächlich an Dir gut vorstellen könnte. Auch finde ich, dass das erste Outfit die zeitlosere und tragbarere Variante für viele Frauen ist (wie gesagt: mit einem etwas höheren Bund). Bundfalten sind nun wirklich der Feind aller Frauen mit ein paar mehr Pfunden an Bauch und Hüfte. Aber trotzdem werde ich demnächst mal eine dieser überweiten Hosen probieren – just for fun – und wahrscheinlich, um mal wieder festzustellen, dass ich doch bei meinen gewohnten Silhouetten bleibe 😉 Aber man soll ja Neuem gegenüber aufgeschlossen bleiben und seine Experimentierlaune im Alter nicht verlieren…hihih! Und: Probieren kostet nichts!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Liebe Stephanie,
    zuerst einmal ich wünsche Dir ein gesundes, neues Jahr und ich freue mich, dass Du wieder zurück bist… 🙂
    Deinen Artikel finde ich total interessant und bin mal wieder total in Deine grandiosen Zeichnungen verliebt. Einfach total gelungen, wie Du diese modische Zeitreise in Vergleich bringst. Und ich merke wieder, wie ich mich mit dem Inhalt meines Kleiderschranks über die eigentliche Empfehlung hinwegsetze. Ich habe ja wirklich eine schmächtige Schulterpartie – aber auf Oversize Pullis möchte ich trotzdem nicht verzichten… ich finde, es kommt immer darauf an… 🙂
    Ich wünsche Dir noch einen zauberhaften Sonntag, lieber Gruß – Conny <3

    • Modeflüsterin

      Liebe Conny,

      lass Dir Deine modische Experimentierfreude von meinen Empfehlungen ja nicht vermiesen!!!
      Ich trage übrigens auch Oversize-Pullover – obwohl eine betonte Schulter für mich viel besser wäre… Aber ich habe mich ein bisschen in diese lässige Optik verliebt 😉

      Dir auch noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Liebe Stephanie,
    es ist sehr schön, wieder von Dir zu lesen! Hoffentlich hattest Du eine erholsame Zeit.
    So ein spannendes Thema! Ich mag ja Oversize-Pullover, habe aber bisher noch nicht den richtigen für mich gefunden. Vielleicht gelingt es mir mit Deinen Tipps besser. Ich bin groß und momentan eher dünn, mit breiten Schultern, und momentan eher kleiner Brust, aber kurzem Oberkörper mit Taille und langen Beinen. Eigentlich dachte ich, dass mir grundsätzlich weite Oberteile nicht gut stehen – aber Capes stehen mir zum Beispiel sehr gut, so lange der Rest der Kleidung figurnah gehalten ist.
    Jetzt überlege ich, ob etwas im Stil wie der von Dir gezeigte graue NoaNoa-Strickpullover etwas für mich sein könnte – er hat ja mit den offenen Seiten durchaus Cape-Ähnlichkeiten, und der längere Schnitt und der dunkle Akzent am unteren Ende des Pullovers lenken den Blick nach unten. Habe ich das richtig interpretiert?
    Liebe Grüße von Anna

    • Modeflüsterin

      Liebe Anna,

      meine Jahreswechsel war ruhig, aber gedanklich intensiv – so wie ich mir das vorgenommen hatte 🙂
      Zu Deiner Frage: Der Noa Noa Pullover macht eine runde Schulter, aber der breite Rundhalsausschntt lässt die Schulterzone insgesamt eher breiter erscheinen. Der schwarze Streifen ist in dem gezeigten Outfit ein Hingucker, da der Rest des Outfits hell ist. Zu einer dunklen Hose würde er gar nicht mehr auffallen und den Eindruck vermitteln, als wäre der Pulli viel kürzer – der Saum rutscht dann optisch nach oben zur Farbgrenze zwischen hell und dunkel. Das ist gut für Frauen, die zwar ihren Schritt verdecken möchten, aber trotzdem den Oberkörper nicht zu sehr verlängern wollen. Da der Pulli insgesamt eine sehr weite A-Linie hat (die tatsächlich der eines Capes sehr ähnelt) würde ich so einen Pulli nur zu einer sehr schmalen Hose anziehen… Ich hoffe, das hilft Dir weiter!

      Liebe Grüße und bis bald!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Liebe Stephanie,

    ich finde diesen Trend an großen Frauen total schön. Leider scheidet er für mich mit meiner Größe von knapp 1,60 m aus. Dabei sieht es soooo lässig aus. Ich habe mehrere oversized Pullover. Aber die trage ich fast ausschließlich mit skinny Jeans/Hosen (wobei es da vermutlich auch genug Menschen der Ansicht sind, dass man die mit 47 Jahren nicht mehr tragen sollte, mir aber egal). Gut funktioniert bei mir aber auch eine gerade geschnittene Jeans/Hose mit in teilweise in den Bund gestecktem Oberteil oder ein kurzer, gerade geschnittener (Jeans- :-)) Rock.
    Immer habe ich zu den größeren Pullovern Stiefeletten/Stiefel mit 4-5 cm Absatz an. Finde das deutlich schmeichelnder für mich.
    Einen schönen Restsonntag wünsche ich Dir!

    Liebe Grüße
    Doro

    • Modeflüsterin

      Liebe Doro,

      das klingt doch super! Und warum sollten Frauen mit 47 keine Skinny-Jeans anziehen, wenn sie Lust dazu haben? Es geht alles nur um optische Proportionen. Und ein voluminöser Pullover schreit geradezu nach Skinnies oder Leggings oder eben ganz schmalen, geraden Schnitten am Unterkörper. Ich finde übrigens auch, dass Stiefel oder Stiefeletten zu schmalen Hosen am besten aussehen – das gleicht so schön andere Kurven aus 😉

      Dir auch noch einen schönen Sonntagabend und liebe Grüße!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. Liebe Stephanie,
    schön für uns, dass deine Winterpause vorbei ist. 😉 Und gleich bist du hier wieder mit einem interessanten Thema präsent. Pullover mit Hose kombiniert, mag ich sehr gerne. Und gerade dieser leichte maskuline Stil finde ich klasse. Bei Hosen mit Bundfalten bin ich manchmal etwas unsicher. Je nachdem wo die Falten sitzen, bilde ich mir ein, dass sie für mein breites Becken ungünstig sind. Diese Hosenform mit reingesteckter Bluse meide ich eher. Doch mit einem Oversize-Pullover dazu, fühle ich mich wiederum wohl. Also ich trage auf alle Fälle diesen Trend. Danke für den ausführlichen Bericht.
    Ganz lieben Gruß Cla

    • Modeflüsterin

      Liebe Cla,

      es ist tatsächlich so, dass Bundfaltenhosen die schöne Taillen-Hüft-Kurve der X-Figur gerne mal “erschlagen” und ein Bäuchlein dazu mogeln, wo gar keines ist. Denn es ist viel besser, wenn Hosen in dieser Kurve – vor allem nach vorne hin – weniger Stoff-Volumen angesiedelt haben bzw. der Stoff einfach nur den Kurven folgt und nicht versucht, noch eigene dazu zu mogeln 😉 Ist die besagte Region dann aber bedeckt, geht es wieder einigermaßen. Du hast also genau das richtige Gefühl – wie könnte es anders sein. Optimal ist es für X-Frauen allerdings nie, ihre schöne Taille in einem Oversize-Pulli zu verstecken – aber eben auch nicht unmöglich, wie zahlreiche, sehr gelungenen Outfit-Beispiele auf Deinem Blog sehr anschaulich beweisen. Ich finde besonders Deine schlichten Pulli-Hosen-Looks ganz bezaubernd – aktuell das Outfit mit dem roten Pullover…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. blackforestgirl

    Liebe Stephanie,

    auch dir ein tolles neues Jahr und ich habe mich sehr gefreut, heute wieder etwas von dir zu lesen.
    Da ich klein bin und stämmige Beine habe…bleibe ich also ruhig…;).

    Aber…aber wenn ich groß und superschlank wäre, dann wäre der zweite Look so was für mich. Lässige, scheinbar nicht gestylte Eleganz finde ich toll…leider oft
    nur bei großen und schlanken Körpern möglich…finde ich. Aber wie du schön beschreibst, gibt es für die anderen Körperformen auch schöne Schnitte. Und genau daran will ich 2015 arbeiten, Schnitte erkennen und für mich sofort aussortieren, falls unvorteilhaft für mich, egal ob Trend oder nicht. Und dafür helfen mir deine Artikel sehr.
    LG Ela

    • Modeflüsterin

      Liebe Ela,

      manchmal ist es einfach so, dass man bestimmte Looks anderen Frauen überlassen und sich daran erfreuen sollte 😉 Wir haben mal wieder den gleichen Geschmack, aber nicht den “richtigen” Körper für den Look 😉 Und wie Du so schön sagst: Es gibt ja genug andere, wunderschöne Sachen, die wie für uns gemacht sind! Wenn Du erst mal “Deine” besten Schnitte gefunden hast, kannst Du Dich ganz entspannt zurücklehnen und Trends an Dir vorbei ziehen lassen. Und Dich freuen 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Liebe Stephanie,
    Du hast wie immer Recht. Zumindest bestätigst Du hier “Schwarz auf Weiß” meine unbewußten Erfahrungen.
    Das von Dir gezeigte 2006 Outfit trug ich zu dieser Zeit gerne in die Arbeit. Schmale Hemdbluse, lange aufgeschlagene Manschetten, schmaler kurzer Pulli (Pullunder) drüber und eine ausgestellte Hose. Gerne glencheck oder aus Tweed, aber natürlich auch einfarbig.
    Marlenehosen ansich trage ich vermutlich schon 25 Jahre gerne. mal mit höherem Bund, mal tiefer, mal mit Bundfalten, mal ohne. Aber unbedingt immer laaaang und lässig. Möglichst weite Beine unten, oben eher schmal. Es gleicht die breiten Hüften aus und lässt die Beine (noch) länger aussehen. Taille und einen flachen Bauch hatte ich früher in nennenswerter Ausprägung. Heute nicht mehr so… aber immer noch erkennbar 😉
    Im Zuge meiner “Reihe” Grauer November
    HIER
    habe ich mich dieser lässigen Variante mit weiter Hose, Sneakern und unterschiedlichen Oberteilen versucht.
    Die Varianten, bei denen ich oben eher schmal geblieben bin, stehen mir definitiv besser. Oder lassen mich eben nicht so “präsent” erscheinen.
    LG und Danke für Deine tolle Zusammenfassung wieder.
    Sunny

    • Modeflüsterin

      Liebe Sunny,

      das ist ja schön, dass Du hier so viele Deiner Erfahrungen bestätigt findest! Deine graue Hose ist auch ein Klassiker, der einfach immer tragbar ist und sein wird. Und, ja, die muss unten um die Sneakers schlabbern, damit es schön lässig aussieht 🙂 Mir gefällt die Kombi mit dem Long-Cardigan in Blau-Weiß-Grau am besten. Aber auch das “eingebundene” Tuch ist interessant. Wenn das Oberteil zu formlos oder aus Grobstrick ist, dann trägt es auf. So eine direkte Gegenüberstellung zeigt doch recht deutlich die Vor- und nachteile der einzelnen Kombinationen. Sollte man wahrscheinlich öfter machen… Dir lieben Dank für die Veranschaulichung!

      Liebe Grüße und morgen einen guten Wochenstart für Dich!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  11. Liebe Stephanie
    Vielen Dank für diesen hilfreichen Beitrag. Sie zeigen uns einmal mehr, dass man einem Modetrend nicht einfach “folgen muss”.
    In vergangenen Jahrzehnten habe ich, gross und damals schlank, die Oversize-Mode jeweils gerne mitgemacht. Dieses Mal werde ich darauf verzichten. Deshalb hoffe ich, dass die Modegeschäfte in diesem Jahr auch noch etwas anderes anbieten werden…
    Herzliche Grüsse
    Maggie

    • Modeflüsterin

      Liebe Maggie,

      ja, da wirst Du sicherlich auch Anderes finden! Denn es gibt ja auch noch andere, zeitgemäße Silhouetten, die sehr feminin sind. Die Mode ist so vielfältig geworden, dass meistens für jeden Typ etwas Tragbares dabei ist. Allerdings: Die eigenen Lieblings-Farben sind nicht immer im Trend und nicht alle Trends vom Laufsteg kommen auch wirklich in die ganz normalen Mode-Geschäfte. Das entscheiden die Mode-Einkäufer der großen Modeketten. Diese wählen aus allen Trends diejenigen aus, von denen sie meinen, dass sie von ihren Kunden am meisten gekauft werden. Das ist ein bisschen wie das Geschäft mit der Glaskugel 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. Renate F.

    Hallo liebe Stephanie, schön, wieder von dir zu lesen! Alles Liebe und Gute noch für 2015!
    Du steigst in’s neue Jahr gleich wieder ein mit tollen Zeichnungen und einem ebenso tollen Artikel.
    Bundfaltenhosen meide ich persönlich “wie der Teufel das Weihwasser”. Beim A-Typ (der ich ja bin) heißt es doch auch immer: “Taille betonen” – aber ich habe dann das Gefühl, ich betone nicht die Taille, sondern mein Bäuchlein ;-( – also überspiele ich meine Taille lieber.
    Es hat halt (fast) jeder so seine Schwachstellen..

    Liebe Grüße
    Renate

    • Modeflüsterin

      Liebe Renate,

      schön, Dich wieder hier zu haben!
      Das “fast” würde ich aus Deinem letzten Satz sogar noch streichen. Ich glaube, es gibt wirklich keine Frau, die nicht denkt, sie habe vermeintliche Schwachstellen – sogar Models haben teilweise ein völlig unrealistisches Selbstbild… Manchmal muss ich wirklich den Kopf schütteln, wie erbarmungslos sich Frauen selbst (und leider zu oft auch gegenseitig) beurteilen. Dabei kommt es doch nur darauf an, dass man sich mit seinem individuellen Körper wohl fühlt, ihn als das Wunder der Natur akzeptiert, das er ja eigentlich ist und ihn entsprechend pflegt, damit es ihm gut geht. Und dann kann man seine Schokoladenseiten schmücken. Und alles, was dies nicht unterstützt oder was Frau nicht das Wohlgefühl vermittelt, das sie sich wünscht, fliegt konsequent aus dem Kleiderschrank – wie eben auch Bundfaltenhosen bei A-Figuren und allen Frauen mit Bäuchlein 😉
      Erfreuen kann man sich an der Vielfalt der Mode ja trotzdem.

      Dir ganz liebe Grüße und noch eine schöne Woche!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      • Renate F.

        Hallo Stephanie, danke für deine Worte; sie sind ja soooo wahr!
        Ich glaube, im Allgemeinen gelingt es mir schon recht gut, meine Figur zu mögen; nur manchmal hadert man halt damit…
        Ich verspreche weitere Besserung! 😉

        GLG
        Renate

        • Modeflüsterin

          Liebe Renate, die persönliche Weiterentwicklung ist sowieso eine der wichtigsten Aufgaben im Leben – das Projekt “innere Schönheit” zeigt sich dann auch äußerlich 🙂
          Liebe Grüße!
          Stephanie alias die Modeflüsterin

  13. Liebe Stephanie,
    das Du so ein großes und weit zurückreichendes Modearchiv hast, finde ich phantastisch! Und der Vergleich zwischen “damals” und “heute” ist Dir wunderbar anschaulich geglückt. Ich finde diese neue Silhouette sehr ansprechend, auch wenn ich ein wenig Bedenken wegen der Länge der Hose habe, denn zu oft ist mir in den 90er Jahren der Hosensaum am Boden schmutzig geworden … Was mir sehr gefällt, ist weit und weit zusammen zu tragen, vor allem deswegen, weil ich selber zur rechten Zeit einen Hang zur Oversized-Kleidung habe – ehrlich gesagt neige ich auch in dieser Hinsicht durchaus zu Übertreibungen und dann sind die Sachen, nun ja, sehr oversized. Mein Mann meint dann auf gut bayerisch, dass ich in meinen Sachen “drinhänge”. Jetzt hast Du mich allerdings sehr inspiriert und ich hoffe, dass ich genau eine solche Hose finde, wie Du hier beschrieben hast. Oversized-Pullis habe ich ja schon genug 🙂

    Danke für diesen schönen und informativen Post.

    Dir wünsche ich eine schöne und glückliche Woche.

    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

    • Modeflüsterin

      Liebe Rena,

      das ist aber schön, dass ich ein für Dich spannendes Thema gefunden habe! Ich finde ja, dass überweite Kleidung in erster Linie etwas mit der inneren Haltung zu tun hat. Daher ist sie bei mir auch vor allem an jenen Tagen willkommen, an denen ich einfach mehr “Puffer”, Bewegungsfreiheit, Lässigkeit und Kuscheligkeit um mich herum benötige. Das Motto “Ich will mich heute nicht anstrengen müssen, also packe ich mich in Watte” steht ein bisschen im Raum 😉 Es ist ab und zu befreiend, das Outfit nicht figürlich zu optimieren und es sich gemütlich im Schlabberlook einzurichten… Dabei finde ich aber wichtig, dass es sich um ein lässiges und eben kein nachlässiges Outfit handelt. Der Oversize-Trend kommt da sehr gelegen.
      Übrigens: Nach einer Schlabberhose, wie im Bild, habe ich auch schon gesucht, aber noch keine gefunden (außer bei den Top-Designern, ab 700-1.000 Euro!). Es könnte sein, dass der Trend noch nicht in den Läden angekommen ist. Bin gespannt, ob er sich auf breiter Front durchsetzen wird. Wir werden sehen…

      Einstweilen liebe Grüße und noch eine schöne Woche für Dich!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  14. Liebe Stephanie,

    wie schön, dass du wieder da bist! Und wieder mit einem tollen Beitrag. Mich persönlich spricht die Silhouette 2015 spontan an – da frage ich mich aber immer, inwieweit wir ein Stück weit “Gefangene” des Zeitgeists sind. Oversized-Oberteile mag ich (als H-Typ mit Y-Tendenz) gerne, wenn Sie weich fallen, allerdings lieber kurz geschnitten oder vorne in den Bund gesteckt. Ich habe mir dieses Jahr einen hellgrauen Kaschmirpullover mit extrem überschnittenen Ärmeln und sehr weit gekauft – er ist aber sehr kurz, so dass ich ihn über einer weiten, langen, fließenden Bluse trage. Und einen Grobstrickpullover, allerdings eine Größe kleiner als normal, weil ich ihn sonst zu oversized fand. Hosen mit tiefem Schritt und Volumen trage ich sehr gerne (im Sommer auch die Haremshosen), wobei ich es lieber mag, wenn die Hosen zum Knöchel hin schmal werden. Die auf dem Bild gefällt mir aber schon….Gehöre aber auch zu denen, die immer Angst um die Hosensäume haben und ich finde es so schade, dass man sich bei weiten Hosenbeinen immer beim Kürzen festlegen muss, ob man hohe oder flache Schuhe dazu tragen möchte.

    Weit zu weit könnte ich mir für mich auch vorstellen, wenn die Stoffe schön weich und fließend fallen – das müsste ich direkt mal testen.

    Herzliche Grüße, Diana

    • Modeflüsterin

      Liebe Diana,

      dem Zeitgeist kann man nicht immer entkommen – gerade bei der visuellen Ästhetik gibt es einen gewissen Gewöhnungseffekt. Je mehr man etwas gesehen hat, desto besser gefällt es bzw. desto vertrauter wird der Anblick. Und unser Auge liebt Vertrautes, sucht in allem immer zuerst das Bekannte 😉
      Wenn Du als Y- oder H-Typ am Unterkörper schon eine Zone hast, die besonders voluminös ist, dann reicht das meist, wenn diese entweder im Hüft-Oberschenkelbereich (z.B. Haremshosen) oder am Saum ist (z.B. Schlaghosen). Wenn Du die komplett voluminösen Hosen ausprobieren möchtest, wirst Du wahrscheinlich eher bei figurnäheren Oberteilen dazu landen – nur so ein Verdacht. Aber es geht nichts über Ausprobieren. Bin gespannt, wie das bei Dir ausfällt – sofern Du dann eine solche Hose im Geschäft entdeckt hast.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  15. Liebe Stephanie, also dass das endlich mal jemand sagt, dass der aktuelle Stil nichts mehr mit weiblichen Formen zu tun hat! Da hast du mir sehr schön analysiert, aus der Seele gesprochen. Und deine anderen Leserinnen wird es sicher auch sehr freuen, eine so gute Orientierung zu bekommen. Ich finde das nicht unschick, gerade auch mit weiter, eleganterer Bluse als Kontrast zum “Herrenschnitt” der weiteren Hose, doch fühle ich mich wohler, wenn etwas mehr zu meinem weiblichen Körper passt:) Und freue mich, dass mein vor langer,langer Zeit selbstgestrickter lila (!) Zopfpulli, den es morgen bei mir zu sehen gibt (mit Rock) einen so schönen hohen Bund hat wie du ihn oben illustriert hast! Sei lieb gegrüßt und noch schöne Restwoche wünscht dir Sabina @Oceanblue Style

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabina,

      da sieht man mal wieder, dass zeitlose Kleidungsstücke, die zum Farb- und Figurtyp passen, einfach nie aus der Mode kommen – siehe Dein lila Pulli. Dann bin ich mal wider gespannt, was Du morgen daraus zaubern wirst.

      Liebe Grüße zurück von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  16. Ah, klasse. Das sind wieder tolle Tipps und obwohl ich gaaaaaanz viel Hosen + Pulli Kombinationen trage, habe ich wieder was dazugelernt.
    Ich habe vor allem immer Probleme mit der Länge. Mit meiner Langgröße hatte ich es früher schwer, die richtige Hosenlänge zu finden, seit ich mir die Hosen selbst nähe, merke ich, dass ich dazu neige, sie immer länger zu machen als nötig… irgendwie habe ich wohl die Befürchtung, dass es sonst nach “Hochwasser” aussieht… ich werde in Zukunft Mal auf den “Knick” am Schuh-Rist achten!
    Vielen Dank für die Tipps.
    Liebe Grüße,
    Stef

    • Modeflüsterin

      Liebe Stef,

      das mit der Hosenlänge kenne ich nur allzu gut! Viele Hosen passen nicht für mich, da sie in der Standard-Konfektionsgröße zu kurz für mich sind. Ich finde es auch immer so schade, dass man die Hosenlänge nach der Absatzhöhe der Schuhe ausrichten muss und dann doch etwas eingeschränkt ist, zu welchen Schuhen die Hose tragbar ist. So habe ich immer mindestes zwei schwarze Hosen im Schrank – die eine etwas länger für Schuhe mit Absatz, die andere kürzer. Da ich in letzter Zeit fast nur noch Designer-Hosen kaufe, ist das Problem der Länge besser geworden. Die meisten dieser Hosen kommen mit einem gaaaanz langen, noch nicht gesäumten Hosenbein – sozusagen als Rohling – und man kann sich dann in Abhängigkeit von der Absatzhöhe seinen passenden Saum nähen lassen (ich mache das dann meist selbst mit Saumstich per Hand). Noch besser ist natürlich Deine Lösung: selbst nähen 🙂 Aber dazu fehlt mir ganz oft schlichtweg die Zeit….
      Das mit dem Knick im Saum habe ich übrigens vor ganz langer Zeit einmal in irgendeinem Stilberater für Business-Mode gelesen und hatte einen ähnlichen Aha-Effekt 😉 Ein zweiter Anhaltspunkt wäre der Abstand des Hosensaums vom Boden, gemessen am Absatz hinten. Bei bodenlangen Hosen sollten das ein bis zwei Zentimeter sein. Ist aber sehr schwer wirklich objektiv festzustellen, da man ja sehr oft irgendwie schief steht un dann landet eines der beiden Hosenbeine auch wieder auf dem Boden… Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich Dir diesen kleinen Tipp weitergeben konnte.

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  17. Liebe Stephanie,
    zunächst mal möchte ich dir einen ganz herzlichen Gruß zum neuen Jahr hinterlassen. Ich lese im Moment eigentlich keine Modeblogs, ich habe mir einfach mal eine Auszeit verordnet. Es klappt auch sehr gut – nur die Menschen dahinter fehlen mir einfach sehr! Ich habe diesen Artikel natürlich trotzdem gelesen und Folgendes festgestellt: für mich kommt kein Outfit infrage, was meine Weiblichkeit nicht irgendwie betont. Lässig ist gut, sehr gut sogar, aber ich brauche doch immer die feminine Komponente in einem Outfit. Insofern bin ich offenbar nicht besonders modern. Bei mir muss es entweder ein tiefer Ausschnitt oder eine enge Hosenform sein und grundsätzlich IMMER (außer bei Schnee und Eis, aber da auch nur im streng privaten Bereich) Schuhe mit Absätzen. Der Pullover auf deiner zweiten Zeichnung spricht mich indes sehr an. Ich kann seine fließende Seidigkeit geradezu auf meiner Haut spüren. Allerdings würde ich ihn mit Bleistiftrock oder schmaler Hose und Absätzen tragen. Dieses Androgyne kann ich nur an anderen bewundern, ich selbst komme mir darin plump vor.
    Dass ich zur Zeit keine Modeblogs lese, hält mich nicht davon ab, mir sehr viele Gedanken um Outfits (gar nicht unbedingt um meine eigenen, eher solche, die ich auf der Straße sehe) zu machen. Deine Beiträge und das durch dich erworbene Wissen haben meinen Blick unheimlich geschärft und mir fallen jetzt Details auf, die ich früher niemals bemerkt hätte. Das ist aber auch, genau wie du es prophezeit hattest, irgendwie ein Fluch! Plötzlich finde ich überall das Haar in der Suppe, wo ich früher viel “gnädiger” war.
    Liebe Stephanie, für diese Woche wünsche ich dir alles Gute. Ich freue mich, wieder von dir zu lesen und schicke dir sehr herzliche Grüße!
    Bianca

    • Modeflüsterin

      Liebe Bianca,

      dass Du Dir eine kleine Auszeit von Modeblogs gibst, finde ich absolut verständlich! Das braucht doch jeder mal – ich hatte auch erst kürzlich über Weihnachten und Neujahr das Gefühl, eine Pause zu benötigen, um mich wieder zu sammeln und neu zu fokussieren.
      Dass Du immer eine feminine Komponente in Deinen Outfits brauchst, gehört anscheinend zu Deiner Stil-Persönlichkeit und ich kann daran überhaupt nichts “Altmodisches” erkennen. Die Mode bietet immer verschiedene Optionen – in den letzten Jahren sind es eher noch mehr Silhouetten zur Auswahl geworden als früher. Auch eine sehr feminine, taillen-akzentuierte Silhouette wird im kommenden Sommer aktuell sein, so dass Du wahrscheinlich sogar viele Kleidungstücke finden wirst, die zu Deinem Stil passen. Vielleicht mache ich ja auch noch über diese kontrastierende Silhouette einen Beitrag. Mal sehen, was mir dazu über den Weg läuft und mich inspiriert…

      Zu Deinem “geschärften” Blick kann ich Dir nur gratulieren! Allerdings sollte das ja eher dazu dienen, Deine eigenen modischen Entscheidungen zu verbessern und nicht andere Frauen irgendwie kritischer zu betrachten. Obwohl man manchmal wirklich gar nicht anders kann, als bestimmte Disproportionalitäten zu erkennen… Dann überlege ich immer, was ich verbessern würde und nehme es als kleine Praxis-Lektion in Sachen Proportionen. Aber im Grunde denke ich, dass viele Frauen ohnehin sich selbst und oft auch andere viel zu kritisch betrachten, so dass ich hier eigentlich eher einen Schritt zurück machen würde, als diese Situation zu verstärken. Also: gedankliche Übung zum Lernen “ja”, aber andere Frauen deshalb kritisieren “nein”. Falls möglich, angebracht und erwünscht Hilfestellung oder Feedback geben: auf jeden Fall!

      Ich wünsche Dir auf jeden Fall auch ohne Modeblog immer ganz viel Freude daran, über eigene Outfits nachzudenken und Mode genüsslich zu betrachten. Und den menschlichen Austausch musst Du absolut nicht missen – wie hiermit ja wieder bewiesen wäre… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  18. Hallo Stephanie,
    was für ein toller Beitrag! Schöne Gegenüberstellung. Die Entwicklung heute finde ich um einiges cooler und stylischer als noch vor 10 Jahren.

    An dieser Stelle: ich finde deinen Blog einfach nur toll!! Ich habe schon so viel durch deine Artikel gelernt und kann Kleidung jetzt viel differenzierter wahrnehmen. Habe durch Moodboards und den Tips für mich rausgefunden, dass mir eher die minimalistische/puristische Mode gefällt. Dadurch, dass man sich intensiver damit auseinander gesetzt hat, vermeidet man Fehlkäufe, da man jetzt den eigenen Geschmack viel besser kennt und das ganz gezielt einsetzen kann.

    Ich bin wirklich ein absoluter Fan von dir. Ich finde es ganz toll, in welcher Detailiertheit du die Themen durcharbeitest und für deine Leser aufbereitest. Und, dass du jedem Kommentar so lieb und ausführlich zurückschreibst, das hat man wirklich selten. Einfach von meiner Seite aus noch mal ein riesiges Lob. Mach bitte weiter so 🙂 Interessant und relevant für wirklich alle Altersklassen!

    Ganz liebe Grüße und alles Gute für 2015
    Sonja

    • Modeflüsterin

      Liebe Sonja.

      ganz herzlichen Dank für Deine begeisterten Zeilen! Das freut mich sehr, dass Dir schon ein paar der Tipps hier weiterhelfen konnten, Deine Stil-Persönlichkeit weiter einzukreisen! Das führt zu einem viel bewussteren und selektiveren Blick auf die Mode und auf einzelne Kleidungsstücke. Das wiederum spart viel Geld, wie Du ja auch schon bemerkt hast. Und es macht auch noch deutlich hübscher als unbedachte Spontankäufe. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute auf diesem Weg und werde weiterhin ab und zu einen Gedanken von der Modeflüsterin einstreuen 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  19. Hallo Stephanie,
    ich lese immer wieder gerne deine tollen Beiträge zur Mode. Von deinen Figurtips habe ich schon viel ausprobiert und bin beim Einkaufen viel kritischer geworden. Ich kann mich dem Lob von Sonja nur anschließen!

    Die zweite Abbildung entspricht eindeutig mehr dem derzeitigen Modegeschmack, für mich selbst allerdings gefällt mir der Look aus dem Jahr 2006 besser.
    Ich bin groß und sehr schlank, mit nur wenig Taille, also ein H-Typ. Im letzten Jahr habe ich immer wieder Teile im Oversize-Look in den Geschäften anprobiert. Ein paar Sachen habe ich dann doch gekauft, aber ich trage sie nicht gerne, weil alles irgendwie herunterhängt und man die Körperformen gar nicht sieht. Leider gibt es von taillierten Schnitten (T-Shirts, Blusen, etc.) derzeit nur wenig Auswahl.
    Mit einer weiten Hose kann ich mich sehr gut anfreunden, dazu dann ein enges Oberteil.

    Eine Anregung hätte ich: Hast du irgendwann einmal etwas eingeplant über die Basics an Schuhen, die man haben sollte? Ich weiß, dass Schuhe bei einem Outfit sehr viel ausmachen, bin da aber etwas orientierungslos.

    liebe Grüße und ein gutes neues Jahr
    Barbara

    • Modeflüsterin

      Liebe Barbara,

      vielen lieben Dank für Dein so tolles Feedback zum Blog! Und natürlich für Deine Einblicke, wie Du mit dem Oversize-Trend umgehst. Eine weite Hose mit schmalem Oberteil trug ich früher auch sehr, sehr gerne – als mein Bäuchlein noch ein flacher Bauch war 😉 Dieser Look schafft optisch mehr Taille und das ist für den H-Typ nie verkehrt.
      Deinen Themen-Wunsch hinsichtlich Schuhen habe ich in meine Themensammlung aufgenommen. Wie immer kann ich allerdings nicht versprechen, wann ich das Thema aufgreifen kann. Aber ich bleibe auf jeden Fall dran.

      Dir wünsche ich ebenfalls ein gutes, persönlich und beruflich erfolgreiches Jahr und sende herzliche Grüße!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  20. Liebe Stephanie,

    eine interessante Gegenüberstellung und wieder so viele tolle Tipps!

    Für mich kleines H kommt der Oversizelook so gar nicht in Frage. Weder als Oberteil noch als Hose, und natürlich schon gar nicht komplett. Mir geht es wie Barbara, nur in kleiner und mit Bäuchlein. Ich brauche immer etwas angedeutete Taille. Und wie auch Barbara schreibt, finde ich es sehr schwierig, momentan so etwas zu finden. Das Meiste ist halt sehr weit geschnitten, oder wenn schmal, dann oftmals zu schmal für die H-Figur.

    Viele liebe Grüße
    Susanne

    • Modeflüsterin

      Liebe Susanne,

      in solchen Situationen hilft nur: abwarten, bis sich langsam wieder neue Trends ihren Weg bahnen. Manche Modephasen sind einfach nicht für einen gemacht 😉 Mir ergeht es immer wieder mal genauso und ich kaufe ein, zwei Jahre fast nichts. Dann ändert sich die Mode, die Schnitte und Farben passen wieder besser zu mir und ich schlage wieder zu, ersetze Gebrauchtes oder ergänze die Lücken. That’s Life 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  21. Liebe Stephanie,

    diese Gegenüberstellung ist wirklich gelungen und trifft mein Problem mit der derzeitigen Mode.

    Ich bin ein schlanker X-Typ, aber klein (1,6m) mit kurzen, eher kräftigen Beinen. Hüfte und Schultern sind wirklich sehr ausgeprägt, Busen und Oberarme sind jedoch klein bzw. dünn. Ich kleide mich daher meistens eng anliegend und wähle eher klassische, weibliche Schnitte. Leider wirkt das oft etwas bieder oder altmodisch. Ich würde gerne richtig cool wirken – das entspricht meiner Persönlichkeit viel mehr. Aber sobald etwas nicht eng oder tailliert ist, versinke ich total darin und wirke sehr gestaucht und untersetzt, obwohl ich schlank bin. Leider kann ich keine Schuhe mit Absätzen tragen.

    Hast du eine Idee, was ich aus der derzeitigen Mode verwenden könnte? Vor 10, 15 Jahren war es noch viel einfacher für mich…

    Vielen Dank im Voraus,
    Susi

  22. Jakubski

    Hallo Modeflüsterin,
    wie kombiniere ich einen schwarzen Midi Plisserock?
    Liebe Grüße
    Jakul

    • Modeflüsterin

      Hallo Jakul (Ist das wirklich Dein Vorname?),

      zur Beantwortung Deiner Frage müsste ich eigentlich einen ganzen Blogpost schreiben. Denn so einfach ist das nicht. Es gibt viele Kombinationen für einen schwarzen Midi-Plisseerock. Grundsätzlich ist es so, dass ein Plisseerock eigentlich ein elegantes Kleidungsstück ist. In der derzeitigen Mode wird der Plisseerock aber bevorzugt von jungen Mädchen und Frauen im Stilbruch getragen. Dann kommen dazu beispielsweise Sneakers, ein T-Shirt und eine Blousonjacke (oder “Bomberjacke”). Oder Booties und ein bauchfreies Top. Oder in einer “Weit-über-Weit”-Kombi mit einem Oversize-Pullover und Stilettos. Oder ein Camisole-Hemdchen und eine Bikerjacke. Und so weiter. Da ich nicht weiß, wie alt Du bist, vielleicht noch eine kleine Warnung: An reiferen Frauen muss so ein Plisseerock sehr trendy kombiniert werden, damit er nicht spießig wirkt…

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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