6-Phasen-Shopping-Strategie: Wie ich Mode einkaufe

Die 6-Phasen-Shopping-Strategie hilft dabei, Ihre perfekte Basisgarderobe aufzubauen und Fehlkäufe zu vermeiden.

Die 6-Phasen-Shopping-Strategie hilft dabei, Ihre perfekte Basisgarderobe aufzubauen und Fehlkäufe zu vermeiden.

Mein letzter Shopping-Bummel war äußerst erfolgreich. Eine lang ersehnte Handtasche, eine Hose, die richtig gut passt und ein Rock, nach dem ich schon fast drei Jahre gefahndet hatte, fanden glücklich den Weg zu mir. Meist läuft es aber ganz anders. Denn das Einkaufen von Mode ist in reiferem Alter, ohne Model-Figur und mit ganz bestimmten Vorstellungen von Qualität, Farbe und Passform gar nicht so einfach. Daher werde ich häufig von Leserinnen gefragt, wo und wie ich meine perfekte Basisgarderobe einkaufe. Gibt es einen bestimmten Trick oder einen guten Rat, wie Frau am besten zu den Kleidungsstücken kommt, die sie braucht? Ein schwieriges Thema! Denn die einzig wahre Lösung dafür gibt es nicht. Auch ich habe oft das Problem, dass ich etwas Bestimmtes suche und es partout nicht finden kann. 

Aber ich denke, dass ein systematisches Vorgehen hilfreich ist. Also habe ich mein Einkaufsverhalten unter die Lupe genommen und auf Basis meiner Erfahrung ein paar strategische Tipps für Sie zusammengestellt. Daraus ist meine 6-Phasen-Shopping-Strategie entstanden.

Fashion-Regel: Hinter jeder perfekten Basisgarderobe steht Planung, Planung, Planung!

In den “15 guten Vorsätzen für Ihre Basisgarderobe” hatte ich Ihnen ja schon meine – zugegebenermaßen idealisierten – Kriterien für den Mode-Einkauf skizziert. Sicher ist, dass Fashion-Shopping nur ohne Fehlkäufe und Geldverschwendung funktioniert, wenn Sie einen Plan haben. Sie benötigen eine möglichst genaue Vorstellung von Ihrer perfekten Basisgarderobe im Kopf – oder noch besser: auf dem Papier. Das bedeutet im Einzelnen:

Das bedeutet, Sie haben eine ganz präzise Einkaufsliste, die Sie immer griffbereit haben. Zusätzlich ist es hilfreich, einen Farbenpass zu besitzen und diesen zum Einkauf mitzunehmen. Soweit zu Vorarbeit und Grundausstattung.

Mode systematisch einzukaufen, bedeutet: Orientieren, Recherchieren, Merken, Prüfen und Probieren

In meinem Einkaufsverhalten habe ich die folgenden Phasen ausgemacht, wenn ich nach bestimmten Kleidungsstücken oder Accessoires suche:

1. Orientierung: Welche Marke bietet welchen Look?

In der Orientierungsphase finden Sie heraus, welche Marke zu Ihrem Stil passt.

In der Orientierungsphase finden Sie heraus, welche Marke zu Ihrem Stil passt.

Ich recherchiere nach aktuellen Kollektionen und sehe mir an, welcher Designer oder welche Marke grundsätzlich den Stil zeigen, den ich suche. Das mache ich meist online, aber auch beim Durchblättern von Modezeitschriften. Ab und zu – aber leider viel zu selten – gönne ich mir einen “Einkaufsbummel ohne Kaufabsicht “, bei dem ich mich durch Mode-Geschäfte treiben lasse, nur um alles in mich aufzusaugen. So formt sich allmählich eine erste Ahnung davon, auf welche Marken ich mich bei meiner Suche konzentrieren sollte. 

Diese Orientierungsphase läuft bei mir quasi immer nebenbei ab, wenn ich ohnehin für die Modeflüsterin das aktuelle Geschehen in der Modeszene beobachte.

2. Gezielte Marken-Recherche: Wie sieht die aktuelle Kollektion aus und wo wird sie angeboten?

In der Recherche-Phase sehen Sie sich die aktuellen Kollektionen an und finden heraus, wo die Marken angeboten werden.

In der Recherche-Phase sehen Sie sich die aktuellen Kollektionen an und finden heraus, wo die Marken angeboten werden.

Wenn ich eine bestimmte Marke im Auge habe, recherchiere ich zuerst online, was diese konkret anbietet: Welche Schnitte, welche Materialien, welche Farben sind zu welchen Preisen erhältlich? In welchen Online-Shops oder in welchen Boutiquen in meiner Nähe werden die Marken angeboten? Oft rufe ich vorher in Geschäften an, ob sie das Gewünschte vorrätig haben. So habe ich mir schon manchen Weg gespart, denn die Händler-Suche auf den Webseiten der Hersteller ist nicht immer verlässlich. 

Wenn ich eine Marke bereits kenne und gute Erfahrungen damit gemacht habe, sehe ich mir ebenfalls online an, welche Looks diese gerade im Programm hat. Von manchen Marken, bei denen ich schon öfter eingekauft habe, erhalte ich ein Lookbook oder einen Katalog, in dem die Kollektion übersichtlich gezeigt wird.

Alle Marken und Produkte, die Sie interessant finden, landen auf Ihrem Merkzettel.

Alle Marken und Produkte, die Sie interessant finden, landen auf Ihrem Merkzettel.

3. Der Merkzettel: Welche Kleidungsstücke könnten meinen Wünschen entsprechen?

Alle in Phase 2 identifizierten Marken und Produkte, die meinen Wünschen auf der Einkaufsliste theoretisch entsprechen könnten, speichere ich ab. Entweder ich favorisiere die Webseite oder mache eine Notiz in mein virtuelles Notizbuch bei Evernote. So füllt sich mein virtueller Merkzettel mit potentiellen Lieblings-Kleidungsstücken und Marken, die ich kennen lernen möchte.

4. Die Prüfung des Angebots: Wie sieht das Kleidungsstück tatsächlich aus und welche Qualität hat es? 

Prüfen Sie, ob das Kleidungsstück oder Accessoire Ihren Ansprüchen an Material, Verarbeitung und Herkunft entspricht!

Prüfen Sie, ob das Kleidungsstück oder Accessoire Ihren Ansprüchen an Material, Verarbeitung und Herkunft entspricht!

Jetzt kommt der Realitäts-Check. Ich nenne das “Einkaufsbummel mit Vorsatz”. Das bedeutet, ich besuche ganz gezielt die vorher recherchierten Geschäfte, um mir die Produkte und Marken auf meinem Merkzettel anzusehen. Im Geschäft – das kann eine kleine Boutique ebenso sein wie ein großes Kaufhaus oder ein Flagship-Store – habe ich dann die Gelegenheit, die Materialien zu fühlen, die Verarbeitung zu prüfen und die Farben real zu sehen. Dabei gehe ich immer nach dem gleichen Schema vor:

  1. Ich scanne den Raum und sehe, ob und wo meine Basis- und Akzentfarben zu finden sind.
  2. Ich gehe nur zu den Kleiderständern mit den richtigen Farben und prüfe, ob die gewünschten Schnitte vorhanden sind.
  3. Ich sehe mir an, aus welchem Material das Kleidungsstück gearbeitet ist, wie gut es verarbeitet ist und – falls möglich – wo es hergestellt wurde. Auch die Reinigungshinweise sind an dieser Stelle wichtig, da sich dies auf die Folgekosten und die Anzahl der Tragemöglichkeiten auswirkt.
  4. Ich prüfe, ob der Preis in einem angemessenen Verhältnis zu Material, Verarbeitung, Herkunft, Herstellungsaufwand und Tragemöglichkeit steht.

Wenn es eine Marke nicht in einem Geschäft in meiner Nähe gibt und ich schon ein konkretes Produkt im Auge habe, bestelle ich mir das Gewünschte online. Die Prüfung läuft dann zuhause genauso ab wie vor Ort im Geschäft.

Noch bevor ich die Kleidungsstücke überhaupt anprobiere, fallen an dieser Stelle bereits viele der gemerkten Produkte und Marken wieder durch das Raster, da sie meinen Kriterien nicht entsprechen und verschwinden von meinem Merkzettel. Der Rest ist schließlich reif für Phase 5.

5. Anprobieren: Wie ist die Passform des Kleidungsstücks?

Prüfen Sie bei der Anprobe, ob die Passform stimmt und Sie sich in dem Kleidungsstück wohl fühlen!

Prüfen Sie bei der Anprobe, ob die Passform stimmt und Sie sich in dem Kleidungsstück wohl fühlen!

Kommt etwas tatsächlich zum Kauf infrage, folgt das Anprobieren. Ich schlüpfe also in das begehrte Teil hinein, um die Passform zu prüfen. Das ist leider oft der frustrierendste Teil des Einkaufs… Kurz und gut: Die meisten Produkte fallen spätestens bei der Passform durch. Denn da bin ich sehr konsequent. Alles was nicht auf Anhieb passt oder sehr leicht passend gemacht werden kann, wird gnadenlos aussortiert. Das ist auch der Grund, warum ich sehr, sehr häufig von meinen Einkaufstouren ohne Erfolg zurückkehre (und nicht weniger oft die online bestellte Ware zurücksende – Sorry, liebe Online-Shops!). 

Zurück bleibt allerdings immer Eines: der Lerneffekt! Denn durch ständiges Orientieren, Recherchieren, Prüfen und Anprobieren wird der oben beschriebene Prozess immer effizienter. Ich erkenne, welche Marken für meinen Körper die besseren Schnitte haben und welche meine Qualitätsanforderungen besser erfüllen. Und das bringt uns zu Phase 6.

6. Die routinierte Wiederholung: Orientieren, Recherchieren, Prüfen und Probieren im Schnellverfahren

Wenn Sie  alle 6 Phasen wiederholen, werden Sie bald zum routinierten Shopping-Profi. Der Rest ist Glückssache!

Wenn Sie alle 6 Phasen wiederholen, werden Sie bald zum routinierten Shopping-Profi. Der Rest ist Glückssache!

Diese Phase ist eigentlich gar keine. Denn wenn meine fünf Phasen wieder einmal nicht zum Erfolg geführt haben, wird einfach alles wiederholt – aber in wesentlich routinierterer Form. Die einzelnen Phasen werden schneller und teilweise gleichzeitig durchgeführt, während ich Merkzettel und Einkaufsliste geistig scanne. Auch entwickeln sich allmählich Lieblings-Routen durch die Geschäfte – online wie offline – die solange wiederholt werden, bis wieder ein Teil auf meiner Einkaufsliste gestrichen werden kann. 

Trotzdem dauert es oft recht lange, bis ich das Gewünschte finde. So wächst mein Merkzettel kontinuierlich an und leert sich wieder, wenn das Produkt mal wieder beim Test durchgefallen ist. Meine Einkaufsliste wird in dieser Zeit immer länger, während sich mein Kleiderschrank durch Inventuren langsam reduziert. Manchmal ist einfach nur Stillstand angesagt, bis ich wieder eine entscheidende Lücke in meinem Kleiderschrank füllen kann.

7. Die Trotzphase: “Dann nähe ich mir das eben selbst.”

Diese Phase möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, auch wenn sie für viele Leserinnen wahrscheinlich keine Option darstellt. Kann ich ein Kleidungsstück über längere Zeit überhaupt nicht finden, wird Plan B in Erwägung gezogen: Selbst nähen. Das ist dann die aufwändigste Variante, die ich leider nicht so oft wählen kann, wie ich gerne möchte. Mein Ideal wäre allerdings die komplett nach meinen Maßen und Vorstellungen geschneiderte Garderobe. Ein Traum!

Wenn Sie mich also fragen, ob ich das Geheimnis des perfekten Mode-Einkaufs gefunden habe, lautet die Antwort eindeutig: Nein! Aber ich bin überzeugt, dass ein systematisches Vorgehen die einzige Alternative zu Shopping-Wahn, überfüllten Kleiderschränken und Fehlkäufen ist. Ich glaube nämlich in meinem Innersten daran, dass nur überlegte Einkaufsplanung – ähnlich wie gutes Karma – echte Kleider-Wunder wahr werden lässt. Auf wunderliche Weise stoße ich oft genau dann auf das Gesuchte, wenn ich die Hoffnung schon beinahe aufgegeben habe oder gerade gar nicht danach suche. Über die unerwartete Erfüllung von Träumen freue ich mich immer ganz besonders – und zwar jahrelang! Meine Überzeugung steht daher fest: Das Einkaufs-Glück hat auf Dauer nur die Tüchtige!

Wie kaufen Sie Mode ein? Welches Mode-Einkaufs-System haben Sie? Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen!

32 Kommentare

  1. Liebe Stephanie,

    wow, ich bin echt beeindruckt von der Organisation und dem straffen System, welches hinter Ihren Kleiderkäufen steckt! Ich gehe zwar beim Shoppen auch viel überlegter und zielgerichteter vor als früher und habe dementsprechend weniger Fehlkäufe und mehr Lieblingsstücke im Kleiderschrank. So diszipliniert und strategisch könnte ich jedoch auf lange Sicht niemals sein, das entspricht einfach nicht meiner Natur. Das rationale Einkaufen ist sicher sinnvoll, aber manchmal sind es bei mir auch die emotionalen “Herz-Käufe” (Dinge, die ich absolut nicht brauche, in die ich mich aber spontan und unsterblich verliebe), an denen ich lange und besonders intensive Freude habe. Natürlich birgt dieses Einkaufsverhalten auch ein gewisses Fehlkauf-Risiko, welches ich jedoch (weil es sich in absolut vertretbaren Maßen hält) in Kauf nehme.
    Die Trotzphase, die Sie beschreiben, habe ich in den letzten Jahren bei der Suche nach einem Wintermantel erlebt. Fünf Jahre Suchen reichen mir jetzt! Da ich leider an der Nähmaschine eine totale Niete bin, lasse ich mir meinen Traummantel bei einer Schneiderin ganz nach meinen Wünschen anfertigen. Das kostet zwar ein bisschen mehr, wenn ich ihn aber so lange trage, wie seinen wunderbaren Vorgänger, lohnt sich die Ausgabe allemal.
    Eine schöne Woche und herzliche Grüße von
    Bianca

    • Modeflüsterin

      Liebe Bianca,

      keine Angst, auch ich bin nicht zu 100 Prozent konsequent! Was wären all die schönen Regeln ohne Ausnahme? Natürlich immer nur, so lange die Ausnahme nicht zur Regel wird… Dass Sie sich jetzt von einer Schneiderin Ihren Mantel fertigen lassen, finde ich klasse! Das wird bestimmt ein ganz besonderes Stück. Das letzte Teil, das ich mir selbst genäht habe, ist ein Hemdblusenkleid aus lila Leinen. Nach einem solchen Kleid – vor allem mit der richtigen Rocklänge – hatte ich vorher sehr, sehr lange gesucht. Jetzt bin ich total glücklich damit und trage es im Sommer ständig 🙂

      Viel Freude mit Ihrem neuen Lieblings-Mantel wünscht Ihnen
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Wie sagte Madonna mal so schön: “Ich bekomme, was ich will, weil ich sage (in diesem Fall weiß), was ich will.”
    Das macht auch einen Einkauf viel leichter und leichter erfolgreich.
    Ich führe keine visuelle Liste, die habe ich im Kopf. Ansonsten mache ich es wie Du.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Ines

    • Modeflüsterin

      Liebe Ines,

      da bin ich ja beruhigt, dass es auch andere so machen. Beim Zusammenstellen des Beitrags dachte ich schon, ich bin ein echter “Mode-Shopping-Nerd” geworden… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Wow so könnte ich das wohl nie machen – aber wer weiß, ich bin jetzt Mitte 20, in 10 Jahren kann sich mein Verhalten Kleidung gegenüber komplett geändert haben. Derzeit oder bis dato habe ich eher nach Lust und Laune eingekauft und weniger weil ich was brauchte, sehr viele Kleidungsstücke meiner Garderobe bekam ich auch geschenkt. Eindeutige Fehlkäufe habe ich deswegen trotzdem eher selten nur Teile die ich wohl etwas zu selten anziehe, weil ich nicht mehr in der richtigen Stadt für diese Kleidung lebe. Ich habe lange Zeit in Paris und davor in einer Kleinstadt mit 25.000 Einwohner gewohnt und jetzt wieder in meiner Heimatstadt mit 120.000 Einwohner. Jede Stadt “verlangt” nach anderer Kleidung. Paris ist schicker, meine Heimatstadt sportlicher. Dadurch kommen irgendwie so einige Kleidungsstücke wenig zum Zug…

    • Modeflüsterin

      Liebe Anna Katharina,

      das zeigt wieder, dass eine Veränderung des Lebensstils auch oft eine andere Nutzung des Kleiderschranks mit sich bringt. Ansonsten hört sich ja alles so an, als hätten Sie ein sehr sicheres Händchen bei der Auswahl Ihrer Garderobe. Mit erst Mitte 20 sind Sie da schon sehr weit. Allerdings werden Sie noch einige weitere Lebensphasen durchleben, die sich auf Ihren Stil auswirken und Sie vorübergehend doch wieder etwas unsicherer machen könnten… Als Ü50-Frau kenne ich solche Phasen nur zu gut 😉 Ihnen wünsche ich jetzt erst einmal weiterhin ein gutes Gespür für alles, was Ihnen steht!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Liebe Stephanie,
    ich bin beeindruckt… grundsätzlich bin ich zwar ein sehr strukturierter und ordentlicher Mensch, aber beim Einkaufen zählt diese Regel nicht. Wenn ich etwas bestimmtes suche, weiß ich zwar ganz genau, wie es auszusehen hat – da kann mich keine Verkäuferin beeinflussen – aber ich lasse mich vom Angebot an anderen Dingen auch gerne inspirieren und kaufe spontan. Fehlkäufe passieren mittlerweile nur noch selten.
    Das weitaus meiste bestelle ich online und kaufe eher wenig im Laden.

    LG
    Annette | Lady of Style

    • Modeflüsterin

      Liebe Annette,

      das finde ich toll, dass Du Deinen Stil so absolut gefunden hast und so gut kennst, dass Fehlkäufe keine Gefahr mehr sind. Damit kannst Du auch mal spontan etwas kaufen und es passt zu allem anderen. Das sieht man auch an Deinen Looks! Ich selbst bin froh, dass ich so ein System für mich gefunden habe – das gibt mir viel mehr Sicherheit und lässt mich konsequenter bleiben als ich es wahrscheinlich ansonsten wäre… Ich musste nämlich schon einige wundervolle Stücke kaum getragen wieder aussortieren, da ich mich von einem schönen Schnitt oder Stoff hinreißen habe lassen. Lehrgeld bezahlen, heißt das dann… 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  5. Liebe Stephanie,

    toller Artikel! Ich bewundere konsequente Menschen, die es schaffen ihre Strategie durchzuziehen.
    Mein Mann ist auch so ein Typ und ein toller Modeberater, daher gehe ich gern mit ihm bummeln und einkaufen.
    Er ist viel konsequenter als ich und merkt sofort, wenn eine Verkäuferin mir etwas “aufquatschen”
    will.
    Gestern kaufte ich mir einen schwarzen Blaser, nachdem ich schon eine Weile gesucht habe- ist bei meiner K-Größe, X-Figur, kurzem Oberkörper und breiten Hüften immer etwas schwierig, da der Rücken meist zu lang ist.
    Die Verkäuferin wollte mir noch die passenden Hose und den Bleistiftrock, sowie das Kleid dazu
    zeigen….., naja wie oben beschrieben war ja mein Mann dabei.

    Habe gerade 2 Buchempfehlungen von Dir gelesen:
    Die Kleiderdiät und
    Stligeheimnisse –
    beide Bücher kann ich nur weiterempfehlen, sie erleichtern das Ausmisten und helfen dabei den eigenen Typ noch besser beschreiben zu können.

    Noch einen schönen Sonntag wünscht
    Michaela

    • Modeflüsterin

      Liebe Michaela,

      herzlichen Dank für diese tolle Rückmeldung! Wie schön, dass Sie zu den glücklichen Frauen gehören, deren Mann beim Mode-Einkauf so “brauchbar” ist 😉 Das ist wirklich selten. Ach ja, für meinen schwarzen Blazer habe ich übrigens drei Jahre lang gesucht… Wenn man nur ein bisschen außerhalb der Standard-Proportionen lebt, sind selbst solche Basics nicht leicht zu finden.
      Schön auch, dass Ihnen die beiden Bücher so gefallen haben. Da haben wir beide wohl den gleichen Geschmack. Und ich bin immer sehr froh, wenn meine Empfehlungen auch für andere sinnvoll und nützlich sind.

      Ihnen auch noch einen schönen Sonntagabend und herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  6. Oh, ich glaube, bis ich so weit bin, so konsequent zu sein, wird noch einige Übung nötig sein! Aber das Ziel ist natürlich verlockend, endlich fast blind in den Kleiderschrank zu greifen und grundsätzlich ein Lieblingsteil, welches auch perfekt passt, herauszuholen…ein Traum…LG Lotta.

    • Modeflüsterin

      Liebe Lotta,

      das muss kein Traum bleiben! Wenn Dein Kleiderschrank irgendwann einmal rund 80 Prozent Lieblings-Stücke umfasst, hast Du schon mehr erreicht als die meisten… Das kann ruhig ein paar Jahre dauern. Umso größer ist das Vergnügen 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Liebe Stephanie, eine tolle Strategie, die Du uns da an die Hand gibst. In den Fällen, wenn ich ein ganz bestimmtes Teil suche, gehe ich auch ganz genauso vor – bis auf die Trotzphase. Das Einzige, das ich selber nähe, sind abgefallene Knöpfe wieder an. 🙂 Allerdings hat das Wort Sale für mich eine magische Anziehungskraft. Eigentlich nicht nachzuvollziehen, da ich darum weiß, trotzdem werde ich schwach 🙁 Aber ich versuche mein Einkaufsverhalten zu beobachten, um mich so von Fehlkäufen abzuhalten. Allerdings gibt es die, trotz Sale-Schwäche relativ selten. Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagabend, lieber Gruß Conny

    • Modeflüsterin

      Liebe Conny,

      ganz bestimmte Teile zu finden, ist immer das Schwierigste. Da lohnt es sich wirklich, systematisch vorzugehen. Aber wenn man, so wie Du, schon so gut weiß, was einem steht und welchen Stil man mag, dann kann man auch mal im Schlussverkauf zuschlagen, wenn eben genau das Passende angeboten wird. Dazu braucht man dann nur ein bisschen Glück 🙂

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  8. blackforestgirl

    Liebe Stephanie,

    wieder ein toller Artikel…freue mich jede Woche auf deine Posts. Davon kann ich bestimmt ein wenig umsetzen…vielen Dank für deine Mühen.
    LG Ela

    • Modeflüsterin

      Liebe Ela,

      das freut mich sehr! Auch kleine Schritte zum überlegten Einkaufen bringen schon viel! Es muss ja nicht immer gleich alles so perfekt sein – aber ein schönes Ideal zur Motivierung ist nie verkehrt 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. Liebe Stephanie,

    ich wiege derzeit etwa 40 kg zuviel, es war schon mal mehr und schon mal weniger, aber im Grunde die meiste Zeit deutlich entfernt von der großen Auswahl. In Zahlen: Kleidergröße 50/52. Trotzdem bekomme ich immer öfter mal Komplimente zu meiner Art mich zu kleiden. Das war lange nicht so, nichtmal in der “dünnen Zeit”. Meine Shoppingstrategie war früher: kaufen was groß und lang genug und möglichst unauffällig gefärbt ist. Für schickere Anlässe habe ich mich einfach ganz in schwarz gekleidet, mit denselben Sücken. Denn natürlich habe ich mir gedacht, ein teureres oder auffälligeres oder modischeres Teil kaufe ich mir dann “in ein paar Monaten, wenn ich abgenommen habe”! Meine Figur habe ich mehr als Übergangssituation betrachtet und die braucht doch nicht schön verpackt zu werden. Dementsprechend war das Ergebnis: Gääähn. Und oft fühlte ich mich einfach misdressed, keineswegs modern oder partytauglich oder schick angezogen.
    Der Frust hat mich dann irgendwann aus meinem Selbstmitleid herauskatapultiert und ich hab meinen Körper (zu Anfang mal den angezogenen, man muss ja nicht gleich übertreiben) mal zur Abwechslung wohlwollend betrachtet: Großer Busen, entsprechend geformtes Gegengewicht untenrum, passable Beine vom Knie abwärts und Arme vom Ellbogen abwärts, 1,70 groß, Proportionen ausgeglichen (yeah!). Also so ein von-allem-zuviel-Typ. Großer Nachteil für mich, kaum Taille. Nach den Figurtypen würde ich mich am ehesten als breites H beschreiben. Und dann habe ich auch angefangen, eigene Kleidung zu nähen. Sehr stümperhaft zuerst, was die Qualität meiner Garderobe nicht wirklich gehoben hat, aber zumindest die Schnitte wurden abwechslungsreicher. Mittlerweile bin ich seit 2 Jahren in einem Nähkurs. Übrigens eine wunderbare Möglichkeit, feedback zu bekommen, was einem aus Sicht der anderen steht oder nicht, sofern man danach fragt. Der Blick auf Schnitte hat mir aber auf jeden Fall sehr geholfen, mein Einkaufsverhalten zu ändern. Und umgekehrt! Bin ich mir unsicher, ob mir ein Schnitt passen könnte, suche ich den in Geschäften. Auch wenn mir das Zeug dann nicht passt, habe ich eine Idee davon, wie es gehen könnte. Geholfen hat auch, Kleider und Farben anzuprobieren, die ich davor nienienie angezogen hätte. Ich bin dabei auf erstaunliche Dinge gestoßen. Das hat zwar alles relativ lange gedauert, es war ja kein fulltime Job, aber ich kann immer schneller erkennen, was einfach gar nicht geht. Übrigens einen schönen Satz von einem TV-bekannten deutschen Designer habe ich verinnerlicht: “Das Teil tut gar nichts für dich” (bzw als Frage formuliert). Zugegeben, es wurmt mich immer noch, dass gewisse Marken bei 44 aufhören und dass viele Dinge einfach gar nicht gehen. Aber das zwingt auch irgendwie, strategischer einzukaufen.
    Ich habe in letzter Zeit Ihre Tipps zur Kleiderschrankinventur und zur Lebensstilanalyse ausprobiert und tatsächlich zwei große Säcke (!) aussortiert. Und ich habe viele Teile im Schrank neu entdeckt. Plötzlich habe ich nicht mehr das Gefühl, zu wenig Tragbares für jeden Tag da drinnen zu haben. Partytaugliches (altersadäquat für Enddreißigerinnen) steht mittlerweile auf meiner Shoppingliste. Und dann setze ich auf Kombinationsmöglichkeiten. Oft funktioniert das mit Basicteilen, eventuell einem Akzentteil und unterschiedlichen Schuhen, Ketten, Ohrringen usw und ich trage öfter Röcke (sind auch schnell genäht) und Kleider in Knielänge. Zusammengefasst ist dieses Kleidungsthema und das Einkaufen für mich durchaus sehr psychologisch, manchmal frustrierend, dann wieder spielerisch und überraschend, auf jeden Fall viel entspannter mit “System”.
    Zum Schluss danke ich Ihnen sehr für Ihre wirklich umfangreiche und hilfreiche Sammlung an Tipps und Anregungen. Vielleicht würde Ihnen auch Spaß machen, mal ein Schuhspecial zu machen?

    Alles Liebe, Sabine

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      vielen Dank für diesen umfangreichen Einblick in Ihr Mode-Leben mit allen Höhen und Tiefen! Das klingt sehr danach, als hätten Sie sich intensiv mit Kleidung auseinandergesetzt und dabei ein bisschen mehr zu sich selbst gefunden… Dass Sie jetzt selbst nähen können und so nicht nur Ihre Garderobe aufstocken, sondern auch noch Freude daran finden und viel gelernt haben, finde ich wunderbar! Und ich kann Ihnen nur beipflichten: Mit System kauft es sich wesentlich entspannter ein! Damit das Anprobieren weniger frustrierend ist, hilft mir die innere Einstellung: Nicht mein Körper ist falsch, sondern die Schnitte, Stoffe, Größen etc. der angebotenen Kleidung! Die Kleidung ist nämlich dazu da, zum Körper zu passen und nicht umgekehrt 🙂

      Ach ja, und bevor ich es vergesse: Ein Schuh-Beitrag steht schon auf meiner Themenliste und wird sicherlich demnächst umgesetzt werden. Nur ein bisschen Geduld noch!

      Bis dahin herzliche Grüße sendet Ihnen
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  10. Liebe Stephanie,
    Das ist eine ganz tolle Zusammenstellung!!!

    Ich mache es ähnlich, die ganzen Vorarbeiten, die im Wesentlichen all die Fragen, die du dir auch stellst, umfassen, halte ich zwar nicht schriftlich fest, aber ich habe eine Shopping-Liste. Ich suche dann ganz gezielt nach den Stücken, die mir noch fehlen und bin immer heilfroh, wenn ich wieder etwas “abgehakt” habe. Ich gehe nämlich sehr, sehr ungern einkaufen, und Online-Shopping schätze ich noch viel weniger.

    Liebe Grüße,
    Claire

    • Modeflüsterin

      Liebe Claire,

      das freut mich, dass ich nicht alleine mit meiner Strategie bin 🙂 Ich finde ja auch, dass dieses ganze “Shopping” völlig überbewertet ist. Heute wird das Mode-Einkaufen als Freizeit-Beschäftigung angepriesen (und sogar im TV als Wettbewerb inszeniert), als würde man sich ein Eis holen gehen – es lebe die Konsumgesellschaft! Dabei wird der eigentliche Zweck oft völlig vergessen: Kleidung zu finden, die man braucht, die werthaltig ist und die gut passt.
      Dir wünsche ich noch viel Einkaufs-Erfolg bei möglichst wenig Aufwand!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  11. Wow liebe Stephanie, das liest sich sehr diszipliniert. Mir persönlich wäre das zu anstrengend. Daher verlasse ich mich auf meinen Instinkt und meine Erfahrung. Meistens liege ich richtig. Allerdings habe ich einen Farbspleen und halte mich überwiegend an meine Farbpalette.

    Deine Tipps sind auf jeden Fall sehr hilfreich.

    LG Sabine

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabine,

      ja, ich weiß, ich bin ein kleiner Fashion-Nerd 😉 Aber wenn Du mit Deinem System gut klar kommst, dann ist das doch die Hauptsache! Und dass Du immer bei Deiner Farbpalette bleibst, finde ich auch sehr diszipliniert…

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  12. Liebe Stephanie, also ich tue ehrlich gesagt selten etwas davon, aber das ist unglaublich gelungen und professionell aufgearbeitet deine Empfehlung hier. Ich bin ein systematischer Mensch, nur beim Einkauf, da weiß ich meistens schon vorher, was ich suche, wo ich es bekomme. Das Internet ist da ja wirklich eine Erleichterung. So habe ich übrigens meine neuen Burgundfarbenen Boots gefunden. Über den Suchbegriff. Danke für die Tipps! LG Sabina OceanblueStyle

    • Modeflüsterin

      Liebe Sabina,

      es lebe die Google-Suche 😉 Das mache ich natürlich auch in der Recherche-Phase. Ist immer wieder interessant, was man so alles Vielversprechendes findet… Viel Jagderfolg weiterhin!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  13. Liebe Stephanie,
    vielen Dank für den tollen Beitrag. Und ich pflichte Dir darin bei, dass es unglaublich schwer ist, ein passendes Kleidungsstück zu finden, wenn man bestimmte Vorstellungen verwirklicht haben möchte, nicht nur im “reiferen” Alter.
    Da ich von meiner Mutter nur einen begrenzten Betrag für Kleidung erhalte muss ich unweigerlich schöne, aber nutzlose und unbequeme Kleidung liegen lassen. Besonders schlimm finde ich das bei Hosen, die entweder nicht sitzen oder unbequem oder hässlich sind. Mitlerweile habe ich eine Marke gefunden, die mir gut passt und wenn ich im Schlussverkauf gucke auch bezahlbar ist.
    Das funktioniert so auch ziemlich gut, bis ich mal mit einer Freundin oder meinem Freund (der ein heimliches Interesse für Mode hegt) einkaufen gehe, dann werde ich immer zum Kaufen gedrengt, selbst wenn etwas nutzlos ist oder nicht richtig passt. Wie handhabst Du solche “Mädelstouren”?
    Und noch zum Schluss ein persönliches Problem: Mir fällt es unglaublich schwer, eine hübsche, haltbare, passende und vor allem bezahlbare Handtasche zu finden. Kannst Du mir verraten, wo ich mich mal umsehen sollte und worauf ich speziell bei (Leder-)Handtaschen achten muss?
    Ansonsten vielen, vielen Dank für den interessanten und lehrreichen Artikel, der mir in Zukunft sicher noch oft helfen wird.
    Liebe Grüße, Anne

    • Modeflüsterin

      Liebe Anne,

      dass Du ein begrenztes Budget hast, ist auch ein Vorteil: Du wirst dadurch gezwungen, genau darüber nachzudenken, was Du wirklich brauchst und was Dir wirklich steht. Dadurch wirst Du schneller lernen, wie Du Dich stilvoll anziehen kannst. Und ich kann Dir versichern: Ein passendes Kleidungstück zu finden, hängt nicht unbedingt mit dem verfügbaren Budget zusammen, sondern vielmehr mit den Standardmaßen der einzelnen Bekleidungsmarken.

      Zum Thema Einkaufen möchte ich Dir gerne die folgenden Gedanken mit auf den Weg geben: Mode-Einkaufen wird völlig überschätzt und durch den Medien-Rummel zu einer Art Hobby aufgebauscht. Shoppen ist jedoch alles andere als eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Es ist lediglich Mittel zum Zweck. Beim Einkaufen wird nichts produziert, nichts Kreatives geschaffen, nichts gelernt. Im Gegenteil: Es wird nur das konsumiert, was andere vorgefertigt, sich ausgedacht oder geschaffen haben. Wenn Du Sport machst, wenn Du ein Musikinstrument spielst, wenn Du malst oder bastelst, tust Du etwas Gutes für Deine Kreativität, Deine Persönlichkeit, Deine Gesundheit. Nichts vom dem passiert beim Einkaufen.

      Aber Einkaufen hat viel mit Selbstbestimmung zu tun. Denn es gibt nur eine Person, die darüber entscheidet, ob ein Produkt etwas für Dich tun kann, ob es gekauft wird oder ob es im Geschäft liegen bleibt: Du selbst. Natürlich ist es schwer, konsequent zu bleiben, insbesondere wenn Du Dich gegen Freundinnen oder den Freund durchsetzen musst, die Dich zu einem Kauf drängen wollen. Aber wollen sie denn auch für Dich bezahlen? Wollen sie für Dich auf andere Dinge verzichten, die Du Dir dann nicht mehr leisten kannst? Nein? Dann ist die Sache klar: Du bestimmst und sonst niemand. Und das kannst du auch ganz klar kommunizieren.

      Zum Thema Tasche: Kaufe Dir nur eine Tasche, die Du wirklich zu jedem Outfit tragen kannst und die das tägliche Tragen auch aushält. Das bedeutet in den meisten Fällen : mittelgroß, neutrale dunkle Farbe und robustes Rindsleder mit rauher Oberfläche. Während Kunstleder bald alt aussieht, altert Rindsleder auf edle Art – mit Pflege hält so eine Tasche jahr(zehnt)elang. Achte zudem auf feste Nähte, die nicht leicht aufgehen und Reißverschlüsse aus Metall, die leichtläufig und robust sind. Auch das Futter der Tasche sollte gut genäht und aus einem robusten Material gearbeitet sein – am besten ist natürlich auch hierbei Leder, aber auch ein fester Canvas-Stoff kann ein paar Jahre überstehen. Es lohnt sich, auf so eine Tasche ein bisschen zu sparen. Sie wertet jedes Outfit auf – genauso wie gute Schuhe…

      Ich hoffe, das hilft Dir ein bisschen weiter. Also bleib so konsequent, wie Du bist, und lass Dir nichts anders einreden! Du machst das toll!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  14. Liebe Stephanie,
    eine gute Hilfestellung zum Shoppen. Ich denke ich schwanke mit meinem Kaufverhalten, je nach Laune und Bedarf. Im Sale gehe gezielt Basicteile von guter Qualität kaufen. Diesen Winter habe ich nach einem zeitlosen Mantel und Kaschmir Pullover ausschau gehalten und bin auch fündig geworden. Meistens habe ich eine genaue Vorstellung und rücke auch nicht von meinem Plan ab.
    Dann gibt es Tage, da gehe ich einfach nur so shoppen, ohne dass ich was bestimmtes suche. Ich lasse mich dann von den neuen Kollektionen inspirieren.
    Danke für deine Tipps, dass lässt mich mal wieder mein Kaufverhalten überdenken. 😉
    Lieben Gruß Cla
    http://glamupyourlifestyle.blogspot.de/

    • Modeflüsterin

      Liebe Cla,

      das klingt aber auch sehr konsequent. Und auf Deinem Blog sieht man ja, dass Du keineswegs mit Fehlkäufen zu kämpfen hast… 😉 Alles steht Dir so wunderbar!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  15. Liebe Stephanie

    Obwohl ich nicht zu Deiner direkten Zielgruppe gehöre – meine Kleidergrösse ist durch die stressige Zeit mit Kleinkind ungewollt rapide gesunken und ich kaufe neben dem ein odere anderen teuren Teil problemlos von der Stange, auch von günstigeren Labels – liebe ich Deinen Blog und lese hier regelmässig mit.

    Das Shoppen in der Theorie fällt mir sehr leicht, lasse ich mich doch sehr gerne und zahlreich durch Zeitschriften, Auslagen und dem offenen Blick für meine Umwelt immerzu inspirieren.
    In der Praxis jedoch sieht es meist sehr mau aus, was meine gefüllten Einkaufstaschen betrifft. Ich versuche, es mit Humor zu nehmen und bleibe dran, am Kampf “für den erfolgreichen Shoppingwahn”.
    Herzliche Grüsse
    Lilly

    • Modeflüsterin

      Liebe Lilly,

      dass Du hier gerne mit liest, finde ich toll. Zumal ich mit der Modeflüsterin wirklich alle Frauen – egal ob mit schlanker oder kräftigerer Statur – ansprechen möchte. Denn mein Fokus liegt ja gerade auf der Vielfalt der weiblichen Figur. Letztendlich ist es nämlich völlig egal, welche Konfektionsgröße Frau trägt – Hauptsache es passt und sieht gut aus 😉
      Und da sind wir dann wieder bei er Situation, die Du schilderst. Ich vermute, dass Deine wenig erfolgreichen Shopping-Erlebnisse nicht an Deiner Konfektionsgröße liegen, sondern daran, dass Du Deinen Stil noch nicht wirklich gefunden hast. Zu viele Optionen sorgen beim Überangebot in der Mode schnell zu Orientierungslosigkeit. Und das stresst fürchterlich.
      Ich vermute, wenn Du Dein Einkaufsverhalten wirklich verändern möchtest, ist noch ein bisschen mehr Vorarbeit nötig. Vielleicht hilft Dir das Blogger-Projekt “Finde Deinen Stil” dabei, Deinen Stil etwas besser zu verstehen. Wenn Du den Weg ein bisschen abkürzen willst, wäre natürlich eine professionelle Stilberatung genau das Richtige. Dann klappt es demnächst vielleicht auch mit dem stressfreien Schuhkauf… 😉 Alles Gute dabei!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  16. Liebe Stephanie,

    ganz so konsequent bin ich dann doch nicht; ich lasse mich schon mal von einem Cashmere-Jäckchen im Sale verführen, obwohl das gerade nicht auf der Liste steht. Aber es muss passen und die Qualität muss stimmen.
    In den letzten Jahren ist mir nun zunehmend häufiger aufgefallen, dass Hersteller in den Reinigungshinweisen nur die chemische Reinigung zulassen, obwohl das Kleidungstück aus eigentlich problemlos waschbaren Materialien besteht. Die Krönung waren letztens ein Seidentop und ein gefüttertes Etuikleid aus einem Baumwollgemisch aus der Sommerkollektion eines namhaften Herstellers der gehobenen Preiskategorie, der diese Kleidungsstücke auch noch als businesstauglich anpries. So etwas ist bei mir Arbeitskleidung, d.h. mit einem solchen Kleid/ Top bin ich nach einem Arbeitstag bei sommerlichen Temperaturen durch. Mal ganz davon abgesehen, dass ich den Geruch vom Kleidung aus der chemischen Reinigung nicht mag und wirklich nur Sachen dort hinbringe, die aufgrund ihres Materials gereinigt werden müssen, empfinde ich es als Zumutung, mit den oben beschriebenen Klamotten in die Reinigung “geschickt” zu werden. Das kostet nicht nur Zeit und Geld sondern deutet auch auf mangelnde Qualität in der Fertigung hin. Die eine oder andere “unsichtbare” Billigmethode käme bei der Wäsche nämlich unweigerlich an´s Licht, bei der chemischen Reinigung aber nicht. Als gelegentliche Hobbyschneiderin kann ich z.B. die Futterqualität ganz gut beurteilen und muss feststellen, dass auch bei teuren Oberstoffen gerne mal das billigste Futtermaterial verwendet wird. Die Folge wäre, dass in der Wäsche das Futter einläuft und nun das ganze Kleid nicht mehr sitzt. Den gleichen Effekt erzielen billige und nicht zur Stoffqualität passende Nähgarne, die sich beim Waschen anders verhalten als der Stoff. So etwas bringt mich wirklich auf die Palme, denn bei einem 400 € Kleid zweifuffzich am Futter und am Garn zu sparen ist eine Frechheit.

    Es gibt aber auch Hersteller aus verschiedensten Preiskategorien, die vernünftige Qualitäten herstellen. Da kommt dann u.a. die Reinigungsanweisung ins Spiel. Dann kann man so ein Sommerkleid doch tatsächlich in die Waschmaschine stecken. Wer hätte das gedacht?! Ich habe z.B, Etuikleider von Escada, aber auch von Comma, die ich schon häufig gewaschen habe und die trotzdem Farbe und Form behalten haben.

    Herzliche Grüße
    Claudia

    • Modeflüsterin

      Liebe Claudia,

      ich kann Deine Ausführungen nur vollstens bestätigen – in allen Details. Da wird häufig am Futter und am Nähgarn gespart oder einfach Materialien gemischt, die gar nicht zusammen passen. Und wenn man das gute Stück dann wäscht, dann passt nachher nichts mehr zusammen. Und Reinigung ist für mich auch keine Option, wenn es um Kleidung geht, in der man geschwitzt hat.
      Das ist ein Problem, für das ich leider auch noch keine Lösung gefunden habe. Hach… es bleibt modisch einfach spannend

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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