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Outfit-Optimierung in der Mode: Über vertikale Proportionen und den Goldenen Schnitt

Dieses farblich gewagte Outfit funktioniert dank der Proportionen des Goldenen Schnitts: 3 Kopflängen Rotbraun, 3 Kopflängen Lila und 2 Kopflängen Schwarz stehen in einem günstigen Verhältnis zueinander.

Dieses farblich gewagte Outfit funktioniert dank der Proportionen des Goldenen Schnitts: 3 Kopflängen Rotbraun, 3 Kopflängen Lila und 2 Kopflängen Schwarz stehen in einem günstigen Verhältnis zueinander.

Kennen Sie Ihre ideale Rocklänge? Und wissen Sie dann auch sofort, wie lang das passende Oberteil dazu ist? Wenn nicht, dann wird Ihnen mein heutiger Beitrag die Augen öffnen. Denn heute möchte ich eine Frage beantworten, die mir bereits mehrfach von Leserinnen der Modeflüsterin gestellt wurde:

Was ist der Goldene Schnitt und wie kann ich damit die Proportionen meines Outfits optimieren?

Die Antwort darauf ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach. Denn dazu müssen wir uns mit den vermeintlich idealen Proportionen des weiblichen Körpers nach DaVinci auseinandersetzen und ein wenig Mathematik betreiben. Wenn Sie diesen Ausführungen aber trotzdem folgen, werden Sie eine interessante Fashion-Regel kennenlernen, die Ihnen sicherlich im ein oder anderen Fall bei der Planung Ihrer perfekten Basisgarderobe hilfreich ist.

Der Goldene Schnitt ist eine mathematische Formel für eine ästhetisch ansprechende Linientrennung.

Der Goldene Schnitt ist ursprünglich eine mathematische Formel, die das Teilungsverhältnis einer Linie definiert. Damit lässt sich jede Linie in zwei Teile teilen, sodass – stark vereinfacht und angenähert – die Länge des einen Teils ca. 3/5 der Gesamtlänge beträgt, der zweite Teil logischerweise die restlichen rund 2/5 umfasst. Die geteilten Linienstücke stehen damit in einem Verhältnis von rund 3 zu 2 zueinander. Das längere Teilstück wiederum steht zur Gesamtlänge der Linie in einem Verhältnis von 3 zu 5 zueinander. Dieses Teilungsverhältnis wurde später als ästhetisches Ideal für Proportionen in Architektur, Kunst und für den menschlichen Körper adaptiert. Denn die Proportionen galten als für das Auge angenehm und interessant. 

Leonardo DaVinci definierte die idealen Proportionen des menschlichen Körpers.

Die Idealfigur nach DaVinci besteht aus 8 Kopflängen, mit denen die Position von Taille, Schritt und Knie festgelegt werden.

Die Idealfigur nach DaVinci besteht aus 8 Kopflängen, mit denen die Position von Taille, Schritt und Knie festgelegt werden.

Eine der bekanntesten, historischen Persönlichkeiten, die sich mit dem proportionalen Aufbau des menschlichen Körpers beschäftigt hat, ist Leonardo DaVinci. Seine Zeichnung des vitruvianischen Menschen von 1492, das einen Mann mit ausgestreckten Armen in einem Kreis und einem Quadrat abbildet, ist bis heute weltberühmt. DaVinci stellt in seinen begleitenden Texten fest, dass die Länge des idealen Körpers insgesamt acht Kopflängen, gemessen vom Scheitel bis zum Kinn, beträgt. Nach seiner Theorie ergibt sich eine vertikale Aufteilung des Körpers, die wie folgt aussieht:

  • Scheitel bis Kinn = 1 Kopf
  • Kinn bis Taille = 2 Köpfe
  • Taille bis Schritt = 1 Kopf
  • Schritt bis Knie = 2 Köpfe
  • Knie bis Fuß(-boden) = 2 Köpfe

Man beachte: Bei einer solchen vertikalen Aufteilung des Frauenkörpers beträgt die Strecke vom Scheitel bis zur Taille idealerweise 3 Kopflängen, die Strecke von der Taille bis zum Boden insgesamt 5 Kopflängen. Mit einer horizontalen Linie, die durch die Taille führt, wird der ideale Körper folglich im Verhältnis von 3 zu 5 vertikal geteilt – genau nach dem Goldenen Schnitt.

Die Mode nutzt die Lehre von idealen Körper-Proportionen für Schnitt-Entwicklung und Stilberatung.

Die Modebranche machte sich diese Erkenntnisse gleich in zweifacher Weise zunutze: Zum einen werden die idealen Körper-Proportionen gerne für die Schnittentwicklung der Standard-Konfektionsgrößen verwendet. Es wird eine durchschnittliche Körpergröße festgelegt und dann nach diesem 8-Kopf-Schema die Höhenlage von Brust, Taille, Hüfte, Schritt und Knie definiert. 

Zum anderen ist der Goldene Schnitt zu einer Fashion-Regel für Stilberater geworden. Denn auch Outfits können nach diesen vermeintlich idealen Proportionen zusammengestellt werden. Dabei werden am Körper durch Nähte, Säume, Farbübergänge oder andere modische Details horizontale Linien geschaffen. Diese teilen den Körper in vertikale Teilstrecken auf, die zueinander in einem bestimmten Verhältnis stehen.

Der ideale 8-Kopf-Körper lässt sich einfach kleiden.

Am einfachsten lässt sich ein Körper kleiden, der den von DaVinci aufgezeigten 8-Kopf-Proportionen entspricht. Denn durch eine Verschiebung der Rocksäume, Hosen-, Jacken- und Shirt-Längen lassen sich ganz einfach viele Outfits zusammenstellen, bei denen Ober- und Unterteil oder Ober- und Unterkörper in einem Verhältnis von 2 zu 3 bzw. 3 zu 5 stehen. Solche Outfits sehen – so besagt die Fashion-Regel – für unser Auge immer ansprechend, interessant und ästhetisch aus.

Beispiel: Zwei Outfits nach dem Goldenen Schnitt im Verhältnis 2 zu 3

Die zwei Outfits nach dem Goldenen Schnitt zeigen, dass die ideal proportionierte Figur sehr leicht zu kleiden ist.

Die zwei Outfits nach dem Goldenen Schnitt zeigen, dass die ideal proportionierte Figur sehr leicht zu kleiden ist.

Wird ein knielanger, taillenhoher Rock mit einem in den Bund eingesteckten Top getragen, so entsteht bei einer ideal proportionierten Frau automatisch ein Verhältnis von 2 (Top) zu 3 (Taille bis Knie). Wird zu einem knielangen Rock ein hüftlanger Blazer getragen, entsteht ebenfalls ein Verhältnis von 2 (Knie bis Hüfte/Schritt) zu 3 (Blazer bis Hüfte/Schritt).

Darüber hinaus lässt sich diese Regel auch auf den ganzen Körper übertragen. Dabei wird die Farbe aller Kleidungsstücke, einschließlich Strümpfen und Schuhen und die Farbe, die am Kopf getragen wird – beispielsweise die Haarfarbe und das Make-up – in die Überlegung einbezogen. Dies ist insbesondere bei Outfits mit langen Hosen notwendig, die am idealen Frauenkörper mindestens vier bis fünf Kopflängen umfassen (und somit nach der reinen Lehre mit mindestens 2 bis 3 weiteren Kopflängen ausgeglichen werden müssten).

Proportionen nach dem Goldenen Schnitt sind für jeden Figur-Typ umsetzbar – nur ein bisschen komplizierter.

Es geht also darum, den Körper in 8 gleiche vertikale Teilstücke einzuteilen und dann darauf mit Kleidung Zonen zu kreieren, die einem Verhältnis von 2 zu 3 oder 3 zu 5 entsprechen. Leider ist es aber nicht ganz so leicht. Denn natürlich haben die wenigsten Frauen genau diese idealisierten Proportionen. Gerade bei den vertikalen Abständen zwischen Kinn, Brust, Taille, Hüfte, Schritt und Knie bis hin zu den Füßen sind wir Frauen höchst unterschiedlich gebaut. Und dennoch: Jeder Körper lässt sich mithilfe von Kleidung vertikal so unterteilen, dass die Proportionen des Goldenen Schnitts entstehen. Und zwar unabhängig von der äußeren Silhouette der entsprechenden Körper. Das bedeutet, dass Frauen aller Figur-Typen die Regeln anwenden können, wenn sie wollen. Nur verschiebt sich in diesem Fall die Platzierung von Säumen, Farbübergängen, Bundhöhen und anderen dominanten, horizontalen Linien am Körper. Bei einer Frau mit kurzer Taille sitzt dann eben der Hosenbund besser auf der Hüfte und eine Frau mit kurzen Beinen positioniert ihren Rocksaum etwas über dem Knie und so weiter.

Beispiel eines Outfits an einer Frau mit kürzeren Beinen

Bei einer Frau mit kürzeren Beinen verlaufen die 8-Kopf-Teilungslinien nicht mehr genau durch die Knie- oder Schritt-Linie - auch wenn sie höhere Schuhe trägt.

Bei einer Frau mit kürzeren Beinen verlaufen die 8-Kopf-Teilungslinien nicht mehr genau durch die Knie- oder Schritt-Linie – auch wenn sie höhere Schuhe trägt.

In der Zeichnung in diesem Beitrag sehen Sie ein komplizierteres Outfit, bei dem die Farbzonen nicht zusammenhängen, sondern zusätzlich gesplittet sind. Da die Frau etwas kürzere Beine hat als das Ideal, sind die Schritt- und Knielinie nicht optimal positioniert – auch wenn die Stiefel mit Absätzen dies schon etwas ausgleichen. Insgesamt ergeben sich dennoch annähernd günstige Verhältnisse (von oben nach unten):

1 Kopf Rotbraun + 1/2 Kopf Lila + 2 Köpfe Schwarz + 2 1/2 Köpfe Lila + 2 Köpfe Rotbraun = 3 Köpfe Rotbraun + 3 Köpfe Lila +  2 Köpfe Schwarz = 8 Köpfe.

Das Rotbraun steht zum restlichen Outfit in einem Verhältnis 3 zu 5. Das Lila steht zum Schwarz in einem Verhältnis von 3 zu 2. Das könnte natürlich Zufall sein. Eine insgesamt ästhetische Optik ergibt sich aber dennoch…

Die Optimierung der vertikalen Proportionen hat ihre Grenzen.

Der Goldene Schnitt ist eine Mode-Regel, die sehr hilfreich sein kann. Oft lassen sich damit Vorlieben erklären, die das eigene ästhetische Gefühl betreffen oder Outfits auf einfache Weise optimieren. Aber wie mit den meisten Fashion-Regeln ist es auch damit: Sie müssen sie nicht sklavisch befolgen. Wenn eben kein Verhältnis von 3 zu 5 oder von 2 zu 3 herzustellen ist, dann ist auch ein Verhältnis von 2 zu 1 immer noch für viele Looks vorteilhafter als eine Teilung genau in der Hälfte.

Bei allen Regeln ist zu bedenken: Vielleicht ist es ja genau der Bruch einer bestimmten Fashion-Regel, der Ihren ganz individuellen Stil ausmacht? Also machen Sie sich mit den Prinzipien des Goldenen Schnitts bekannt, probieren Sie sie mit Ihren typischen Outfits aus und entscheiden Sie dann, ob und in welchem Ausmaß diese für Ihr Styling relevante Erkenntnisse bringen. Und falls nicht, dann seien Sie einfach mutig und kreieren Ihre ganz eigenen Outfit-Proportionen! Die Mode ist eine Kunst und persönliche Freiheit im Denken und Fühlen ist der Schlüssel dazu!

Ich persönlich habe jedenfalls verwundert festgestellt, dass meine bevorzugte Rocklänge bis knapp unterhalb des Knies – dank meiner etwas längeren Unterschenkel – genau zwei Kopflängen vom Boden aufwärts liegt…

Haben Sie die Prinzipien des Goldenen Schnitts in Ihren Lieblings-Outfits wiedererkannt? Oder werden Sie den Goldenen Schnitt zukünftig in Ihren Outfits berücksichtigen? Und wenn ja, in welcher Form?

 

Autor: Modeflüsterin

Hallo, ich heiße Stephanie Grupe. Ich bin PR-Expertin, leidenschaftliche Malerin und begeisterte Hobby-Schneiderin. Als Modeflüsterin teile ich meine Gedanken und Fashion-Tipps mit gleichgesinnten starken Frauen, die ohne Modelmaße, aber mit viel Persönlichkeit durchs Leben gehen... (mehr über die Modeflüsterin).

60 Kommentare

  1. Liebe Stephanie,

    das ist sehr interessant, aber leider kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie man selber bei sich diese optimalen Proportionen ermittelt. Mit dem Maßband den Körper abmessen und dann markieren, wo jeweils die Teile enden müssten, um optimale Verhältnisse zu ergeben? Und dann die Klamotten ausmessen und sehen, welche davon diesen Verhältnissen am besten entsprechen? Oder gibt es bessere Verfahren? Klingt ein bisschen kompliziert, aber ich würde es tatsächlich mal ausprobieren. Natürlich in der stillen Hoffnung, dass auch meine Lieblingsoutfits mich zufällig perfekt proportionieren;-)

    Antworten
    • Modeflüsterin

      19/01/2014 @ 13:49

      Liebe Bianca,

      ja, das ist tatsächlich etwas kompliziert… Grundsätzlich ist Ihre Herangehensweise genau richtig: Messen Sie Ihre Kopflänge und teilen Sie Ihren Körper vom Kopf angefangen nach unten in vertikale Kopflängen-Zonen ein. Sehen Sie sich an, wo die einzelnen Zonen enden und wo sich demnach die größten Verschiebungen Ihrer Figur im Vergleich zum Ideal befinden. Das gibt Ihnen einen Hinweis darauf, wo Sie mit horizontalen Linien modisch ausgleichen könnten.
      Dazu gibt es aber – leider – noch eine weitere Information, die ich im Beitrag nicht erwähnt habe (und die es noch ein bisschen komplizierter macht): Es gibt auch Frauen, deren Kopf proportional etwas größer oder kleiner geraten ist, als es die restlichen Proportionen vorgegeben hätten… Also müssten Sie zuerst Ihre Kopflänge vom Scheitel bis zum Kinn messen und prüfen, ob Ihre Gesamtgröße überhaupt 8 Kopflängen beträgt. Tut sie das nicht, ist Ihr Kopf kleiner oder größer im Verhältnis zu Ihrem restlichen Körper. In diesem Fall würde ich empfehlen, den Körper vom Kinn abwärts zu vermessen und diese Strecke in 7 gleiche vertikale Teilstrecken einzuteilen. Um die jeweiligen Zonen zu markieren, können Sie schmales Krepp-Klebeband nutzen – sieht zwar komisch aus, hilft aber 😉 Und wenn Sie schon dabei sind: Markieren Sie doch auch mal die Hälfte dieser Zonen. Dann ergeben sich insgesamt (mit dem Kopf, den wir jetzt wieder dazuzählen) 16 vertikale Zonen. Das gibt Ihnen eine Menge Spielraum, um Ihre Lieblings-Rocklängen zu nehmen und im Verhältnis 2 zu 3 oder 3 zu 5 entsprechende Oberteile dazu auszuwählen.

      Aber Bitte: Machen Sie keine Wissenschaft daraus! Ich selbst nutze die Regel eigentlich nur, wenn ich mit einem Outfit irgendwie nicht zufrieden bin und nicht feststellen kann warum. Dann überschlage ich kurz im Kopf das ungefähre Verhältnis der Längen zueinander und oft ergibt sich dabei, dass ein etwas längerer/kürzerer Rock oder ein etwas längeres/kürzeres Top verhältnismäßig günstiger wäre. Allerdings kann es auch Spaß machen, seinen Körper mal auf diese Weise zu vermessen und ganz konkret mit Maßzahlen zu sehen, wo der Oberkörper etwas kürzer, die Beine etwas länger etc. geraten sind und dies entsprechend modisch zu berücksichtigen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Spaß!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  2. Mit dem goldenen Schnitt habe ich mich im Bezug auf Möbelbau schon beschäftigt – welche Auswirkungen er auf die optimale Kleidung haben kann, finde ich faszinierend!
    Aber wie Bianca schon in Ihrem Kommentar schrieb, stell auch ich mir die Frage – wie berechne/ermittel ich für genau mich, die 8 Zonen und übertrage sie wie in meinen Kleiderschrank? Und ermittel ich diese „Barfuß“ oder mit gewohntem Schuhwerk, mit welchem ich mich im Schnitt 8 bis 10 cm größer schummele.
    Ich bin auf deine Antwort gespannt!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 11:51

      Liebe Katrin,

      am einfachsten (auch wenn nicht zu 100 Prozent exakt) ist es, die Körpergröße durch 8 zu teilen und dann dieses vermeintlich optimale „Kopflängen-Maß“ vor dem Spiegel mit dünnem Krepp-Klebeband zu markieren – barfuß. Dann sehen Sie sofort, welche Zonen eher länger oder kürzer geraten sind und wo die Linien genau an der (nach DaVincis Lehre) optimalen Schnittstelle liegen. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Körpergröße deutlich von Ihrem 8 Kopf-Maß abweicht – wenn Sie also entweder klein sind und einen vergleichsweise großen Kopf haben oder sehr groß sind und einen vergleichsweise kleinen Kopf haben – ist es besser, den Körper unterhalb des Kinns in 7 gleiche Zonen einzuteilen und zu sehen, wo die Schnittstellen dann landen.
      Alleine diese Information ist schon toll, da Sie nun wissen, wo Ihr Körper eher länger, wo er kürzer ist und damit wo die optimalen Rock- und Toplängen an Ihrem Körper zu finden sind.

      Darüber hinaus können Sie dieses „Kopflängen-Maß“ aber auch auf beliebige andere Outfits anwenden. Denn egal, welche vertikale Länge Sie nehmen, jede Linie an Ihrem Körper lässt sich so aufteilen, dass ein Verhältnis von 2 zu 3 oder 3 zu 5 entsteht.

      Sehen Sie sich auch einmal den Link an, den Mary O in ihrem Kommentar beigesteuert hat. Auch wenn die Vorgehensweise dort sehr aufwändig ist, wird Ihnen die das Praxisbeispiel Vieles noch verständlicher machen. Aber Bitte: Keine Wissenschaft daraus machen! „So ungefähr“ reicht völlig aus!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  3. Liebe Stephanie,
    du hattest deinen Artikel ja bereits in einem Kommentar auf meinem Blog angekündigt. Ich habe mir im Vorwege bereits Gedanken darüber gemacht und überlegt, wie ich meinen Körper vertikal einteile. Da ich persönlich wenig Lust auf komplizierte Berechnungen habe, verlasse ich mich meistens auf meinen Instinkt, in der Hoffnung, den Goldenen Schnitt gefunden zu haben.

    Jedenfalls hat dein Post mich dazu animiert, ebenfalls über die Optimierung von vertikalen Proportionen zu berichten.

    Bling Bling Over 50

    Liebe Grüße Sabine

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 13:17

      Liebe Sabine,

      das eigene, ästhetische Gefühl ist immer ein guter Richtungsweiser! Und wenn Du damit gute Erfahrungen machst – umso besser! Du setzt Dich ja auch schon seit langer Zeit mit modischen Outfits auseinander und hast daher bereits einen entsprechenden Instinkt gebildet. So ein Instinkt lebt davon, dass sich das Auge viel mit ästhetischen Dingen beschäftigt und daraus gelernt hat – auch wenn dies unterbewusst geschieht. Für alle diejenigen, deren Blick noch nicht so geübt ist, bilden die Prinzipien des Goldenen Schnitts und der 8-Kopf-Figur eine gute Grundlage, um gezielter hinzusehen. Und – wie schon gesagt – Spaß macht es auch noch… 😉 Bin schon gespannt, wie Du über Deine Erfahrungen berichten wirst!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  4. Hallo zusammen,

    bei sew ’n sushi gibt es dazu die Bodygraph-Anleitung: http://www.sewnsushi.de/sewingsecrets/sewingssecrets.htm
    Im Prinzip wird von einer Freundin im Stehen der Körperumriss abgemalt und dann hinterher analysiert.

    @ Stephanie: Wie immer ein perfekt recherchierter und sehr gut analytischer Artikel! Sie sollten an einer Modefachschule unterrichten! :-)

    Mit begeisterten Fangrüßen!

    Mary O

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 12:06

      Liebe Mary O,

      vielen herzlichen Dank, nicht nur für Ihr liebes Kompliment, sondern vor allem für den tollen Link! Auch wenn die Methode selbst sehr aufwändig ist, wird das Praxisbeispiel bestimmt vielen Leserinnen dabei helfen, das Prinzip hinter der 8-Kopf-Figur – und den Figurtypen überhaupt! – zu verstehen. Den direkten Link zum Beispiel finden die Leserinnen hier: ttp://www.sewnsushi.de/sewingsecrets/bodygraph/Bodygraphs.pdf

      Es gibt nur einen Unterschied zu DaVincis Ideal-Körper: Bei DaVinci geht die Mittellinie des Körpers genau durch den Schritt, im Beispiel liegt sie auf der Hüftlinie (meist ca. 4 bis 5 cm über der Schritt-Linie). Das ist sicherlich die realistischere Variante, da viele Frauen einen längeren Oberkörper und kürzere Beine haben. Für das grundsätzliche Verständnis ist dies aber nicht relevant. Also, nochmals vielen Dank, Mary!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  5. Liebe Stephanie, wieder ein sehr interessanter Artikel. Bisher habe ich mich eigentlich immer nach Gefühl gekleidet – versuche nun aber mal bei Gelegenheit meinen „goldenen Schnitt“ zu berechnen. Das müsste doch auch anhand eines Fotos möglich sein? Ich bin beeindruckt wie viel Zeit und Mühe Du in Deine posts steckst. Vielen Dank, dass Du Dein Wissen mit uns teilst und noch einen schönen Sonntagabend, lieber Gruß Conny

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 12:14

      Liebe Conny,

      ich selbst mache das vor dem Spiegel stehend, mit Maßband, Finger und Kreppband. Das ist zwar nicht ideal, aber ich komme mit etwas Ausprobieren zu annähernd richtigen Ergebnissen. Das Schöne ist ja, dass man sofort merkt, wenn man sich irgendwo vermessen hat – die Körpergröße stimmt dann nicht mehr 😉
      Deine Vermutung stimmt, dass ich für meine Beiträge immer unglaublich lange brauche: Recherchieren, Texten, Zeichnen dauern immer ewig… Aber derzeit verwende ich mindestens noch einmal so viel Zeit für die Beantwortung von Kommentaren und Fragen der Leserinnen. Ehrlich gesagt überlege ich gerade, wie ich effizienter werden und dabei das gewohnte Niveau aufrechterhalten kann. Wir werden sehen, was mir dazu einfällt 😉

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  6. Hi Stephanie,
    ganz schön langer Bericht. Ich tue mich immer so lange Artikel in Blogs zu lesen bzw. zu verstehen. Ich denke auch wie Bianca das es ein bisschen kompliziert klingt.

    Ich folge Dir übrigens jetzt bei Google + :-)
    Liebe Grüße
    Elena

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 12:31

      Liebe Elena,

      ja, ich weiß, mit dem Beitrag habe ich wohl einige Leserinnen ein wenig überfordert 😉 Insbesondere wahrscheinlich diejenigen, für die schon in der Schule das Fach Mathematik der pure Horror war. Aber die wichtigste Erkenntnis daraus ist ganz einfach: Jede Frau ist vertikal anders proportioniert, hat vergleichsweise längere und kürzere Körperabschnitte. Wenn man die Ideal-Proportionen wie eine Schablone über den eigenen Körper legt, sieht man, welche Körperzonen vergleichsweise länger oder kürzer geraten sind. Und wenn man das weiß, lässt sich dies über Mode ausgleichen. Man setzt einfach im Outfit solche horizontalen Linien, dass wieder die idealen Proportionen entstehen. Hört sich das jetzt schon etwas besser und unkomplizierter an?

      Letztendliche verhält es sich auch damit wie mit allen anderen Tipps: Sie müssen sie nicht unbedingt umsetzen! Wenn Ihnen selbst ein Outfit ansprechend vorkommt, ist die Chance hoch, dass es auch proportional für Sie vorteilhaft ist. Letztendlich entscheidet nur der persönliche Geschmack :-)

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  7. Vielen Dank für den schönen Post. Was mir spontan durch den Kopf gegangen ist: es geht doch meistens darum, wie man „Problemzonen“ kaschiert und das ist auch gut und wichtig. Ich frage mich jedoch, wie betone ich dann im Gegenzug die Körperteile, die ich schön finde, z.B. Dekolleté und Gesicht?

    LG
    Lee

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 12:33

      Liebe Lee,

      diese Frage ist sehr einfach zu beantworten: Bei Ihren schönen Körperteilen dürfen Sie so richtig für Aufmerksamkeit sorgen! Farbe, dekorative Details, Accessoires – alles, was den Blick auf sich zieht, ist dort erlaubt und tut gut!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  8. Liebe Stephanie!
    Ihre letzten beiden Beiträge sind wieder einmal einfach phantastisch!

    Fürs Büro habe ich mir quasi eine „Uniform“ zurechtgelegt: schmale Hose in marine und anthrazit,
    dazu taillierte V-Blusen (entweder Ton-in-Ton mit den Hosen, Bordeaux, Petrol oder Pastellfarben) in allen Ärmellängen,
    flache Schuhe (Ballerinas oder Trotteurs in Basis- (Marine, Schwarz) oder Akzentfarben (Bordeaux, Petrol)),
    Blazer nur bei Auswärtsterminen.
    Akzente in silber/petrol/bordeaux/rosé: nicht allzu dezente Ohrhänger, leicht metallischer Lidschatten.

    Eine sehr interessante Entdeckung habe ich aufgrund Ihres heutigen Beitrages gemacht: Meine Körpergröße entspricht tatsächlich genau 8x meiner Kopflänge! Meine Beine enden jedoch genau IM 5. Bereich. Ansonsten passen die Abschnitte sehr genau mit den entsprechenden Körperteilen zusammen. Ich habe wohl ein „tiefes Becken“ und dadurch etwas verkürzte Oberschenkel, weshalb der Bereich zwischen Taille und Knien zB im Badeanzug sehr mächtig erscheint.
    Jetzt weiß ich endlich, warum ich je nach Outfit mal mehr A mal mehr X bin. Im figurbetonten engen knielangen Kleid bin ich ein X, in Jeans mit Oberteil bis zum Schritt eher ein A. Oberteile zu Hosen sollten bei mir also entweder kurz über dem Schritt oder deutlich darunter Mitte Oberschenkel enden – alles dazwischen ist irgendwie unharmonisch! Sehr sehr interessant!

    Leider passen mir die wenigsten Hosen wirklich gut. Am besten jene mit Strechanteil mit seitlichem Reißverschluss ohne Bund.

    Was ich aber unbedingt nun probieren werde: taillenhohe knielange Röcke mit hineingestecktem Oberteil, denn Taille und Knie sitzen ja auf harmonischen Höhen! Bin gespannt!!!

    Vielen lieben Dank – Sie sind echt super!!!

    Ihr großer Fan, Lisbeth

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 13:29

      Liebe Lisbeth,

      das klingt ja alles unglaublich perfekt! Ihre Farb-Kombi für das Office-Outfit kann ich mir bildlich vorstellen!

      Auch Ihre Beschreibung der 8-Kopf-Figur klingt für mich völlig logisch. Viele Frauen haben einen etwas längeren Oberkörper und etwas kürzere Beine. Daher ist ja auch ein Schuh mit etwas Absatz eine der beliebtesten Sofort-Hilfsmittel überhaupt, um die Figur zu optimieren. Wahrscheinlich ist bei den vielen Schuh-Liebhaberinnen der Instinkt für den idealen 8-Kopf-Körper stärker vorhanden, als diesen bewusst ist 😉
      Und ganz richtig ist, dass Sie einen ähnlich ausgleichenden Effekt ohne hohe Schuhe mit der Verlegung des Rockbundes nach oben und – bei leichteren Verschiebungen – mit etwas kürzeren Tops erreichen können. Freut mich sehr, dass dieser Beitrag für Sie so aufschlussreich war!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modefüsterin

      Antworten
  9. Liebe Stephanie,

    wieder Mal ein interessantes Thema, Ich hätte nie gedacht, dass es eine mathematische Formal für die perfekte Garderobe gibt.
    Wie Conny, kleide ich mich nach meinem Gefühl. Doch beim Blick in den Spiegel fällt mir schon manchmal auf, dass etwas ungünstig ist. Mit dem Berechnen meines Körpers habe ich meine Probleme. So auf Anhieb denke ich, dass ich von Scheitel bis Taille „nur“ 2,5 Köpfe habe. Das erklärt auch, warum ich keinen taillenhohe Röcke tragen sollte.
    Danke für diesen tollen und aufschlussreichen Bericht.
    Einen lieben Gruß, Cla
    http://glamupyourlifestyle.blogspot.de/

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 12:39

      Liebe Cla,

      dass Du bisher keine Mathematik für Deine Outfits gebraucht hast, glaube ich sofort! Und ich würde an Deiner Stelle jetzt auch nicht damit anfangen. Dein ästhetisches Gespür führt Dich offensichtlich immer zu tollen Kombinationen. Wenn Du mal trotzdem gar nicht mit dem Ergebnis zufrieden sein solltest, kannst Du ja immer noch den Rechenschieber – oder das Maßband – zücken :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  10. blackforestgirl

    19/01/2014 @ 22:15

    Wahnsinnspost….aber ich glaube ich muß ihn noch ein paar Mal lesen, bis ich alles kapiert habe….aber dann wird aus-oder abgemessen.

    LG Ela

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 12:42

      Liebe Ela,

      erst einmal vielen Dank für diese Begeisterung! Der Link, den Mary O. mit uns geteilt hat, wird Dir sicherlich dabei helfen, das Prinzip hinter dem 8-Kopf-Ideal und dem Goldenen Schnitt noch besser zu verstehen. Es macht wirklich Spaß, die eigenen Proportionen herauszufinden und sorgt für so einige Aha-Effekte!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  11. Vielen Dank, liebe Stephanie!
    Was ich über Jahre einfach nur gesehen habe, dafür gibt es nun wissenschaftliche Erklärungen: Auch in jungen Jahren sahen kurze Röcke nicht gut aus = Beine ab Knie „zu“ lang. Hüfthosen gehen nicht = Oberkörper „zu“ lang.
    Herzliche Grüsse
    Maggie

    Antworten
    • Modeflüsterin

      20/01/2014 @ 12:44

      Liebe Maggie,

      ja, diese Erkenntnisse kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch ich habe über diese Regel so Einiges besser verstanden, was ich bis dahin nur so instinktiv gemacht hatte. Also weiterhin viel Spaß beim Messen und Rechnen!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
    • Modeflüsterin

      23/01/2014 @ 11:15

      Hallo Sabina,

      das freut mich für Sie :-) War bei mir genauso… Ich finde es immer wieder schön, wenn man eine rationale Erklärung für ein Gefühl bekommt.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  12. Inessa Wiener

    21/01/2014 @ 09:29

    Liebe Stephanie,

    vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Als Imageberaterin kennen ich natürlich den Goldenen Schnitt, so eine für alle verständliche Erklärung dafür habe ich aber das erste Mal gelesen. Ihr Blog soll eine Pflichtlektüre für alle angehenden Stilberater werden! Danke!
    Gruß
    http://www.inessawiener.de

    Antworten
    • Modeflüsterin

      21/01/2014 @ 19:13

      Liebe Inessa,

      das ist ja schön zu hören! Danke!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  13. Liebe Stephanie,

    wie Du auch schreibst: Ich kenne keine Frau, die genau in das Muster passt. Einige wenige einigermaßen …

    Spannend finde ich, dass bei Dir der untere Beinteil genau ins Muster passt und Du deshalb (bewusst und unbewusst) diese Linie betonst. Ich betone bei mir gerne die vermutlich gleiche Stelle – aber aus genau einem anderen Grund: Meine Unterschenkel sind viel länger als 1/8. Ich habe ab Hüfte gemessen sehr lange Beine, aber nach Achtelung nur unterhalb des Knies). Daher betone ich wie Du eine Achtellinie am Knie, aber ich zeige damit gleichzeitig meine im Verhältnis zum Rest sehr schlanken, langen Unterschenkel und mache mich damit optisch länger.

    Dafür bin ich zwischen Rippen und Hüfte zu kurz – deshalb sehe ich insgesamt immer runder aus, als ich bin, weil das einen gedrungenen Eindruck macht. Das gleiche ich gerne mit Kleidern und durchgehenden Farben aus. So hat jeder seine Tricks.

    In Kundenstilberatungen arbeite ich übrigens nicht mit dem vollen Achtelschema, weil das in der Regel zu komplex ist, um alles in der zur Verfügung stehenden Zeit zu erklären. Ich schaue mir bei Kunden an, wo vertikale Linien nicht ins Schema passen und empfehle entsprechende Betonungen oder Vermeidungen. Ich sage auch warum, lasse dabei aber alles weg, was nur verwirren würde.

    Herzliche Grüße aus Hamburg
    Ines

    Antworten
    • Modeflüsterin

      21/01/2014 @ 19:22

      Liebe Ines,

      das ist aber sehr weise von Dir! Das würde ich bei einer Stilberatung auch nicht unbedingt wissenschaftlich aufarbeiten wollen 😉

      Bei mir ist es allerdings genauso wie bei Dir: Meine Unterschenkel sind etwas länger und die Oberschenkel vergleichsweise kurz. Daher trage ich gerne kniebedeckende Röcke, so dass vom Boden bis zum Saum ca. 2 Kopflängen entstehen. Bei genau ideal positionierten Knien müsste Frau eigentlich knie-umspielende Röcke tragen – ca. bis Mitte Kniescheibe. Dass Du Deine Oberteile so lange wie möglich stylst, verstehe ich gut – nicht nur wegen des kürzeren Torso-Abschnitts, sondern wahrscheinlich auch wegen der größeren Oberweite, oder? Das scheint Dir auf jeden Fall gut zu gelingen – Dein letztes Foto auf Pinterest war einfach entzückend! Aber das habe ich Dir ja schon gesagt…

      Liebe Grüße und einen schönen Abend noch!
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Den Busen zu kaschieren ist ein netter Nebeneffekt . Wobei ich finde, dass das auf dem Foto, was Du meinst gar nicht gelungen ist. Deshalb wollte ich das Bild erst gar nicht nehmen und den ganzen Artikel knicken. Und dann dachte ich mir: Egal, so vollbusig bin ich nunmal.
        Liebe Grüße
        Ines

        Antworten
        • Modeflüsterin

          23/01/2014 @ 11:21

          Liebe Ines,

          das wäre wirklich schade gewesen, wenn das Foto nie an die Öffentlichkeit gelangt wäre! Ich finde ja, dass man eine größere Oberweite gar nicht verstecken, sondern nur schön formen und gut ins Outfit integrieren muss. Das ist zwar auf besagtem Foto bei Deiner sitzenden Haltung schwer zu beurteilen, aber ich habe mir Dich natürlich stehend vorgestellt 😉 Da sehe ich, dass Ringelmuster am Saum und an den Ärmeln, detailreiche Schnür-Stiefeletten und ein gemustertes Halstuch viel Aufmerksamkeit vom Busen abziehen und gleichzeitig eine lange vertikale, dunkelbraune Linie Deinen Körper so lang wie möglich streckt. Alles wahrscheinlich wohlüberlegte Details, oder?
          Unschlagbar ist allerdings Dein Blick auf diesem Foto – einfach klasse!

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          Antworten
          • Das hast Du richtig erkannt, liebe Stephanie. An dem Outfit ist tatsächlich mal nichts Zufall 😉 Schön, wenn das mal jemand wahrnimmt :)
            Oberweite formen finde ich übrigens auch wichtiger als verstecken. Aber ab gewissen Mas(s)en hat das alles seine Grenzen …
            Einen schönen Feierabend wünscht Dir
            Ines

  14. Hallo Frau Grupe,
    vielen Dank für den tollen Beitrag. Für mich perfekt, da ich eher ein Kopf- als ein Bauchmensch bin. Mit schwarzer, schmaler Hose, ebensolchem Oberteil, Meterstab und schmalem Kreppband funktionierte das Abmessen ganz gut.
    Und siehe da – mein Kopf hat die richtige Größe ;o). Und auch der Körper passt mit den Ideal-Proportionen zusammen.
    Durch dieses Schema werde ich die Wahl zukünftiger Oberteile überdenken (bisher zu kurz).
    Aber, aber: Zu meinem typischen Winteroutfit gehören dunkle Hosen, die bis zur 4. Linie zu sehen sind. Wie kombiniert frau in diesem Fall, um dem goldenen Schnitt gerecht zu werden?
    Herzliche Grüße
    Alexa

    Antworten
    • Modeflüsterin

      21/01/2014 @ 19:33

      Liebe Alexa,

      erst einmal Glückwunsch zur ideal proportionierten Figur! Das ist wirklich sehr selten!

      Ich gehe davon aus, dass Sie die schwarze Hose vom Boden (mit passenden Schuhen) bis ca. in Schritthöhe tragen wollen? Dann fehlt Ihnen sozusagen nur noch der „5. Kopf“, um zu einem Verhältnis von 5 zu 3 zu kommen. Dazu gibt es beispielsweise die Möglichkeit, den Kopf einzubeziehen. Wenn Sie dunkle Haare hätten oder einen dunklen Lidstrich malen oder Ohrringe mit schwarzen Steinen tragen oder eine Brille mit schwarzer Fassung tragen oder einfach einen dicken schwarzen Schal um den Hals binden oder vielleicht ein Tuch mit einem Muster, in dem auch Schwarz enthalten ist, haben Sie schon 4,5 bis 5 Köpfe zusammen… So ungefähr zumindest. Das reicht, um ein harmonisches Outfit zusammenzustellen. Natürlich könnten Sie auch einen Pullover tragen, der an den Schultern einen breiten schwarzen Streifen hat oder ein schwarzes Bolerojäckchen addieren… Oder Sie könnten wadenhohe Stiefeletten in Braun zur Hose tragen und diese damit auf 3 Kopflängen verkürzen… Sie sehen, es gibt viele kreative Möglichkeiten, zu einem annähernd ausgeglichen proportionierten Outfit zu kommen. Hilft Ihnen das?

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  15. Hallo Stephanie,

    ich habe doch noch mal eine Frage – ich weiß, dass vertikale Linien strecken und horizontale verbreitern. Wie sieht es mit diagonalen Linien aus? Gibt es da einen Unterschied von wo sie kommen und wohin sie gehen?

    LG
    Lee

    Antworten
    • Modeflüsterin

      24/01/2014 @ 18:56

      Hallo Lee,

      nein, die Richtung der Linie ist nicht relevant. Hauptsache ist, dass so eine diagonale Linie den Bereich, durch den sie läuft, trennt und teilt und damit schlanker erscheinen lässt. Auch liebt es das Auge, einer solchen Linie zu folgen, anstatt sich an der Silhouette oder einzelnen kleineren Kurven aufhalten zu wollen. Beides sind Vorteile, die man nutzen kann 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Stephanie, danke für die prompte Antwort! Also wirken diagonale Linien genauso wie Längslinien! Ich hatte nämlich eine Jeans in der Hand, dort war nämlich vom Knie nach außen hin eine Diagonallinie – also zwei Stoffe dort zusammen genäht und da fragte ich mich – macht das dick -weil die Linien nach außen gehen und an der Hüfte am breitesten ist und ich bin an den Hüften am breitesten (A/O-Typ)

        LG
        Lee

        Antworten
        • Modeflüsterin

          24/01/2014 @ 21:11

          Liebe Lee,

          leider stellt sich das Ganze aber in dem nun vorgestellten Beispiel wieder anders dar: In diesem Fall unterstützt die Diagonale genau die Blickrichtung der Silhouette (vom Knie nach außen), die Sie ja gerade nicht wünschen. Auch sollten die Hosen bei der A-Figur möglichst ohne auffällige Schnittdetails, sondern sehr schlicht sein. Am besten ist es, den Blick gar nicht in diese Zone zu lenken.
          Ich dachte bei Ihrer Frage, es ginge um Oberteile mit diagonalen Elementen, die quer durch den ganzen Oberkörper verlaufen. Da ist es tatsächlich egal, ob diese von links oben nach rechts unten oder umgekehrt verlaufen. Da sieht man mal wieder, dass individuelle Online-Beratungen – so ganz blind – einfach schwierig sind… 😉

          Ihnen einen schönen Abend noch!
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          Antworten
          • Danke Stephanie,

            stimmt – blind zu beraten ist immer sehr schwierig – aber durch die zwei Posts habe ich wieder viel dazu gelernt.

            Vielen Dank.

            LG
            Lee

  16. Liebe Stephanie,
    vielen Dank für diesen sehr guten Beitrag. Das Modell war sehr gut und verständlich erklärt.
    Beschäftigt hat mich die letzten Tage, die praktische Anwendung. Jeden Tag habe ich mein Outfit analysiert.

    Antworten
    • Modeflüsterin

      25/01/2014 @ 11:15

      Liebe Ariadne,

      hoffentlich sind Sie dabei nicht allzu präzise! Auch ein annäherndes Verhältnis von 2 zu 1 ist immer noch ganz gut! Bei mir ist der Goldene Schnitt nur etwas, was ich in Betracht ziehe, wenn ich irgendwie noch unzufrieden mit dem Outfit bin. Auch andere Faktoren, wie beispielsweise der Figurtyp und die Silhouette, die man erzielen möchte, sind für die Zusammenstellung von Outfits wichtig. Trotzdem viel Erfolg bei Ihrer Analyse!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
      • Vielen Dank für Ihre Antwort, liebe Stephanie.
        Ich teile Ihre Auffassung, es spielerisch anzugehen.
        Die andere Hälfte meines Beitrags ist gar nicht zu sehen. Wo ist er hin?

        Antworten
        • Modeflüsterin

          26/01/2014 @ 09:35

          Liebe Ariadne,

          ich habe leider nicht mehr erhalten… Dachte mir auch schon, dass da zumindest vielleicht noch Grüße fehlen. Das WWW ist mal wieder tückisch und unbegreiflich 😉
          Vielleicht wollen Sie es noch einmal probieren?

          Herzliche Grüße von
          Stephanie alias die Modeflüsterin

          Antworten
  17. Liebe Stephanie,
    ich verfolge deinen Blog seit kurzem und bin sehr begeistert über deine immer sehr präzisen und fundierten Beiträge. Deine Ratschläge für die Kleidung bei verschiedenen Körpertypen finde ich wirklich gold wert, ich habe im www bisher nichts vergleichbares gefunden. Ich fühle mich jetzt sicherer, weil ich besser einschätzen kann, was mir steht.
    Dein Hinweis mit dem Goldenen Schnitt hat mir das Phänomen erklärt, warum ich manche Kleidungsstücke besonders gerne trage (z.B. Bluse mit intuitiv gewählt perfekter Länge) und weshalb man sich in anderen unwohl fühlt, da sie die Proportionen ungünstig verschieben. Um das mal zu testen habe ich ein frontales Foto von mir in ein Bildbearbeitungsprogramm geladen und die Linien eingezeichnet. Ich fand diesen Blick von außen auf mich sehr hilfreich, denn der Spiegel allein ist kein verlässlicher Helfer, finde ich. Hier ist mein Blick einfach zu subjektiv auf bestimmte Details gerichtet. Vielen Dank für die Inspiration!

    Antworten
    • Modeflüsterin

      25/01/2014 @ 20:39

      Liebe Hanna,

      das ist eine gute Idee, die sicherlich Nachahmerinnen finden wird! Sofern das Foto nicht durch die Kamera-Linse oder -Position verzerrt ist, ist es immer gut, Outfits auf einem Foto zu betrachten. Dein ästhetischer Instinkt scheint aber schon so gut ausgeprägt zu sein, dass Du die richtigen Proportionen nach Gefühl triffst. Das ist toll und wird Dir sicherlich noch viel auf Deinem Weg helfen, um Deinen Stil zu finden. Weiter so! Freue mich auf Deine nächsten Erfolgsberichte 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  18. Liebe Stephanie,

    vorneweg ein herzliches Dankeschön. „Bloggen“, das machen so viele, weil es „einfach, lässig, nebenbei“ ist. Schade eigentlich, denn gut Blogs zu finden, ist, wie nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen. Und das nicht, weil ich nicht zur üblichen Zielgruppe für langweilige Mainstream Modeblogs gehöre (denn das tue ich ziemlich eindeutig), sondern weil diese Blogs überhaupt nicht individuell sind, nicht in die Tiefe gehen, so wie dein Blog.

    Wichtige Fragen sind doch nicht: Ist diese Jackenform gerade in? sondern: Steht mir diese Jacke und werde ich sie mir, wenn ich sie mir kaufe, auch lange tragen? Welche Kleidung steht mir? Wie kann ich modebewusst sein und dem Trend folgen und mir trotzdem dabei treu bleiben?

    Du erleuchtest dieses Feld erstaunlich differenziert und liebevoll. Großes Lob an dich dafür.

    Und der eigentlich Grund, aus dem ich diesen Kommentar schreibe: Ich bin 18 Jahre alt, schlank und lackiere mir gerne die Fingernägel (also mitten in der Zielgruppe der Schlankheitswahn und Exhibitionismus Modeblogs). Aber ich interessiere mich eben auch für Eleganz, die über New Yorker und H und M hinausgeht – oder New Yorker und H und M in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.

    Fazit: Mach dir keine Sorgen. Was du machst, ist ganz schön hip und du bewirkst mit einem Artikel mehr als eine ganze Ausgabe der InStyle.

    Viele liebe Grüße aus Frankfurt,

    Caroline

    Antworten
    • Modeflüsterin

      26/01/2014 @ 18:36

      Liebe Caroline,

      Dein toller Kommentar ist der beste Beweis dafür, dass auch eine 18-jährige Frau eine 50-Jährige verlegen machen kann… Ich bin sehr gerührt von Deinen Worten und Deinem Zuspruch! Tausend Dank!

      Ich sitze oft im stillen Kämmerlein, arbeite an diesem Blog und denke an die vielen Frauen jeden Alters, die sich dem enormen Druck der Modewelt kaum entziehen können und mit sich selbst hadern, weil sie dem gerade propagierten Mode- und Schönheitsideal nicht entsprechen oder einfach völlig überfordert sind vom Überangebot. Dann denke ich darüber nach, was helfen könnte, um sich von falschen Vorbildern zu lösen und sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: Zu wissen, wer man ist, seinen eigenen Körper zu lieben und zu pflegen, selbstbewusst, aktiv und liebevoll durchs Leben zu gehen und – nicht nur modisch gesehen – das zu machen, was aus eigener Sicht wichtig und richtig ist. Das ist nicht immer einfach und gelingt auch mir nicht an jedem Tag gleich gut. Aber ich finde, es funktioniert besser, wenn man weiß, dass man dabei nicht alleine ist.

      Es ist nicht verwerflich oder oberflächlich, schön sein zu wollen. Es ist etwas zutiefst Weibliches oder vielleicht sogar Menschliches. Nur wo man nach der Schönheit sucht, unterscheidet die Menschen. Dein Kommentar zeigt mir, dass Du auf Deiner individuellen Suche schon viel weiter bist als viele andere. Und es ist einfach schön zu wissen, dass wir uns ein paar Schritte gegenseitig begleiten können.

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  19. Hallo,
    ich habe gerade mit meinen Proportionen herumexperimentiert. Dabei habe ich mit Klebestreifen meine Kopflänge „abgeklebt“ und dann ein Foto von mir gemacht. Das habe ich ausgedruckt und abgepaust. Auf dieser Pause habe ich dann mehrere Varianten meiner Kleidung aufgemalt: das Beispiel von diesem Beitrag, um es nachzuvollziehen (denn ich fand es schwer mir vorzustellen, was mit 2,5 Köpfen gemeint ist, bis ich es „abgemalt“ hatte). Dann habe ich meinen „Ist-Zustand“ aufgemalt und geschaut, wie dort die Proportionen verteilt sind. Und schließlich habe ich aus den Kleidungsstücken, die ich besitze einen „Sollte“-Zustand aufgemalt.
    Das hat mir viel Spaß gemacht, und war tatsächlich sehr erhellend. Denn den „Sollte“-Zustand habe ich schon einige Male zufällig erreicht, und mich jedesmal sehr schön gefühlt.
    Ich nehme es als Anreiz für meine nächsten Keliderkäufe, diese Proportionen im Blick zu behalten.
    Vielen Dank für die Inspiration!!
    Grüße
    Sarah

    Antworten
    • Modeflüsterin

      29/01/2014 @ 21:28

      Liebe Sarah,

      da haben Sie sich aber viel, viel Mühe gemacht! Aber solange es Spaß macht, ist es ja wahrscheinlich auch ganz schön, sich selbst modisch ein bisschen besser kennen zu lernen 😉
      Viel Erfolg weiterhin bei der Zusammenstellung Ihrer Outfits!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  20. Tolle Sache!
    Bin heute zufällig über den Blog gestolpert – und bin als nicht mehr ganz junge, nicht mehr ganz dünne, aber trotzdem an Ästhetik interessierte Frau sehr angetan. Lesezeichen ist gesetzt. Ich gucke bestimmt öfter vorbei!
    Sab

    Antworten
    • Modeflüsterin

      19/02/2014 @ 10:20

      Liebe Sab,

      das ist ja schön zu hören! Nach Ihrer Beschreibung klingt es, als wären wir uns sehr ähnlich… 😉

      Bis bald mal wieder und herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  21. Hallo Stephanie,

    voller Begeisterung hab ich mich, nachdem ich dich entdeckt habe, durch deine Beiträge gearbeitet. Ich muss sagen; das es dich gibt ist SUUPER!
    So das musste mal raus. :@)
    Jetzt hab ich noch eine Frage; und zwar: Wenn ich einer Optimalfigur eine lange Hose und ein Oberteil anziehe, komme ich ich doch nur auf ein 5 zu 2 Verhältnis (Oberteil geht bis zur Taille) oder einem 3 zu 4 Verhältnis (Oberteil geht bis zum Schritt), da ja der Kopf nicht mit angezogen ist. ??? Wie kann ich ein Outfit mit einer langen Hose (ohne Stiefel einzusetzen) gestalten, dass es passt?

    Ich wär dir sehr dankbar für eine Antwort, da ich Hosen liebe
    Beste Grüße aus Betzenstein
    Ela

    Antworten
    • Modeflüsterin

      29/04/2014 @ 15:17

      Liebe Ela,

      erst einmal herzlichen Dank für Deine Begeisterung für die Modeflüsterin!
      Zu Deiner Frage: Da gibt es mehrere Möglichkeiten – vor allem, wenn man es nicht ganz so genau nimmt. Denn das Ganze ist ja keine Wissenschaft. Oft ist schon ein Verhältnis von 2 zu 1 besser als 1 zu 1 oder 2 zu 2 etc. Darüber hinaus kannst Du auch mit halben oder einer viertel Kopflänge an das Thema herangehen. Dann könnte das Oberteil auch zwischen Taille und Schritt enden, so dass sich ein ungefähres Verhältnis von 2,5 zu 4,5 ergibt. Das ist zwar nicht ganz exakt, wirkt aber trotzdem optisch ausgeglichen. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Kopf mit einzubeziehen. Das funktioniert beispielsweise, wenn die Haarfarbe den ähnlichen Helligkeitsgrad wie das Top hat. Oder wenn am Kopf eine Farbe getragen wird (Brille, Ohrringe, Hut, Lippenstift), die im Top auch vorkommt. Das Auge fasst diese „Farb-Markierungen“ optisch zusammen. Zudem kannst Du mit andersfarbigen Schuhen, Gürteln und Halstüchern experimentieren, um die Länge des Tops oder der Hose etwas kürzer zu gestalten. Du siehst, mit etwas Kreativität und lässig ausgelegter mathematischer Rundung ist so Einiges machbar :-)
      Viele Spaß beim Ausprobieren und Kniffeln!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  22. Hallo Stephanie,
    erstmal ein großes Kompliment an dich. Vor Kurzem bin ich im Internet über deinen Blog gestolpert und obwohl ich ‚erst‘ 17 bin und du dich in deinem Blog eher an ältere Frauen als an mich wendest, war ich nach dem Überfliegen einiger Artikel sofort fasziniert. Natürlich ist mein Modegeschmack, vor allem bei den neusten Modetrends, etwas anders, aber sonst können sich Frauen allen Alters super an deinen Tipps und Tricks orientieren.
    Nachdem ich diesen artikel gelesen hatte, machte ich mich, neugierig wie ich bin, sofort daran meinen Körper auszumessen und war sehr erstaunt, als ich festgestellt habe, dass der Bereich von der Taille bis zum Schritt fast 2 Köpfe, statt nur einen umfasst, alles anderen Bereiche aber ziemlich genau zu dem 8-Köpfe-Schema passen. Da mein Körper jetzt fast 9 Köpfe groß ist, war ich etwas verwirrt und habe beschlossen mich einfach weiter so anzuziehen, wie es mir sonst auch gefällt und das Aussehen meinem Modegespür zu überlassen 😉

    Antworten
    • Modeflüsterin

      10/06/2014 @ 16:33

      Liebe Jessica,

      das ist eine sehr gesunde Einstellung! Vor allem in Deinem Alter solltest Du Dich und Deinen Stil noch ausprobieren. Dieser kann sich nämlich im Verlauf des Lebens noch ein paar Mal verändern… 😉 Und sämtliche Stil-Regeln sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen oder zumindest erst nach reiflicher Überlegung anzuwenden.
      Ein 9-Kopf-Körper sagt auch nur aus, dass Du entweder besonders groß gewachsen oder einen etwas kleineren Kopf hast. Und wenn alle anderen Proportionen so toll in das Schema passen, würde ich mir an Deiner Stelle auch keine weiteren Gedanken mehr machen. Einen Tipp habe ich aber für Dich: Wenn Du einen Lagen-Look trägst, dann probiere doch mal aus, ob es besonders harmonisch aussieht, wenn beide horizontalen Saumlinien genau in dieser etwas längeren Zone zwischen Taille und Schritt liegen… Könnte nämlich gut sein :-)

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  23. Sonja Garrison

    19/06/2014 @ 10:23

    Liebe Stephanie,

    heute möchte ich endlich mal das große Lob an Sie aussprechen.
    Ihre Artikel sind klasse und oft muss ich schmunzeln, und denke bei mir „super, wieder einmal bisher alles richtig gemacht“. Sie sprechen mir also sozusagen aus der Seele.. :)

    Ihre Erläuterungen zum goldenen Schnitte sind sehr gut!
    Bei meinen Kunden gehe ich nicht so ins Detail. Außer eine Kundin fragt gezielt nach.
    Aber allein der „8KöpfeTest“ veranschaulicht sehr viel in der Beratung mit dem Kunden.

    Herzliche Grüße
    Sonja Garrison
    http://www.sg-typberatung.de

    Antworten
    • Modeflüsterin

      19/06/2014 @ 12:24

      Liebe Sonja,

      vielen herzlichen Dank für das große Lob – vor allem von einem Profi freut mich das natürlich besonders!

      Ich versuche immer, alles zu recherchieren und zu analysieren, um die Erkenntnisse schließlich in möglichst einfache Grundregeln umzusetzen. Natürlich weiß ich, dass nicht alle Stilfragen in einfache Regeln zu fassen sind. Kreativität findet ja gerade erst dann statt, wenn Sehgewohnheiten durchbrochen werden und der individuelle Charakter einer Person einfließt. Und das kann nur eine individuelle, professionelle Stilberatung vor Ort wirklich leisten. Dennoch glaube ich, dass vielen Frauen bereits ein paar einfache Regeln schon viel helfen können. Und das treibt mich an :-)

      Liebe Grüße sendet Ihnen
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten
  24. Dieser Artikel war der bisher aufschlussreichste, den ich gelesen habe.
    Vielen Dank dafür!

    Ich bin etwas anders vorgegangen und habe mir erst mal eine persönliche Silva-Musterpuppe gemalt mit allen wichtigen vertikalen und horizontalen realen Maßen.
    (Vielen Dank an Mutter und Vater fürs Helfen beim Ausmessen!)
    Darüber habe ich dann die „vitruvianische Messlatte“ gelegt.
    (Also mit Bleistift über das Bild, nicht mit Kreppband über die wirkliche Silva. Ich fand das so leichter und vor allem kann ich das aufbewahren für später.)
    Mir ging ein Licht auf! Nee, eine Supernova!!
    Meine Erkenntnisse:

    1. Die Kopflänge beträgt fast genau ein Achtel der Körperhöhe, liegt nur mit einem Zentimeter darüber. Daher stehen mir Hüte fast nie.

    2. Meine natürliche Taille liegt 7 cm unter der Ideal-Taille. Deshalb brauche ich einen hohen Rock- oder Hosenbund.

    3. Die Schritthöhe befindet sich sogar 15 cm unter der vitruvianischen Schritthöhe.
    Damit ist meine Hüfte extrem lang. Klar, dass ich nicht gerne Hosen trage. So ähnlich wie bei Lisbeth wahrscheinlich.

    4. Interessanterweise ist meine Kniehöhe dagegen sogar fast 2 cm über der optimalen Kniehöhe angesiedelt. Ich habe also extrem kurze Oberschenkel, die natürlich dadurch auch um so dicker wirken.
    Jetzt kapiere ich endlilch, wieso die übliche Rocklänge (eine Handbreit über dem Knie) bei mir nicht funktioniert!

    Es ergeben sich folgende Prämissen:

    1. Die Taille meiner Kleidungsstücke muss sich sieben Zentimeter oberhalb der natürlichen Taille befinden.

    2. Der Schritt ist unter allen Umständen zu verdecken.

    3. Röcke sollten knielang (oder minimal länger) sein.

    Ich dachte auch erst, das ist alles total kompliziert, als ich den Beitrag gelesen habe, aber wenn man es dann auf dem Papier sieht, ist das eigentlich ganz einfach. Ich kann nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren. Der Erkenntniszuwachs ist gigantisch!

    Ich stelle gern einen Scan meiner „Silva-Musterpuppe“ zur Verfügung (vielleicht mit einem schwarzen Balken über den Augen, denn obwohl ich natürlich nicht so gut zeichnen kann wie die Modeflüsterin, sehe ich mir ziemlich ähnlich auf dem Bild).
    😉

    Antworten
    • Modeflüsterin

      21/04/2016 @ 14:05

      Liebe Silva,

      wow! Jetzt bin ich wirklich beeindruckt, wie akribisch Du da vorgehst! Und welchen Erkenntnisgewinn Du daraus ziehst! Ist das nicht fantastisch? Allerdings: das mit dem ca. 15 Zentimeter tiefer liegenden Schritt ist ganz normal. Denn eine „natürlich gebaute“ Frau (ohne dass dies jetzt eine Normung sein soll!!!), also eine Frau, die eben keine Modelmaße hat, umfasst normalerweise nur 7,5 Kopflängen statt 8 Kopflängen. Und daher rutscht dann der Schritt proportional weiter nach unten. Aber der Vergleich mit den übrigen Körperlängen zeigt dann eben doch auf, wo eher kürzere und längere Zonen am Körper liegen. Das ist wieder einmal ein Beweis dafür, dass nicht absolute Zahlen, sondern nur Proportionen wichtig sind.

      Dir wünsche ich weiterhin viel Erfolg mit all Deinen neuen Erkenntnissen und viel Spaß am Umsetzen!
      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

      Antworten

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