Gefunden: Streifen-Outfit für lange Beine und schmale Hüften

Dieses Outfit mit vertikalen und horizontalen Streifen in unterschiedlicher Breite betont eine schmale Hüfte und lange Beine - ideal für den Y-Figurtyp.

Dieses Outfit mit vertikalen und horizontalen Streifen in unterschiedlicher Breite betont eine schmale Hüfte und lange Beine – ideal für den Y-Figurtyp.

Der Mode-Trend zu Streifen-Outfits ist omnipräsent. Überall auf den Laufstegen der Welt hüllen sich die Models in aufwändige Streifen-Designs. Dabei ist mir ein recht schlichtes Outfit, bestehend aus Hose und Top, ganz besonders aufgefallen. Denn die harmonisch ausgewogene Komposition zeigt, wie feine und breite Streifen im Zusammenspiel mit unifarbenen Flächen die Vorzüge einer Figur akzentuieren können. In diesem Fall wird eine sportliche Y-Figur mit breitem Schulter- und Brustbereich, kleinem Busen, schmaler Hüfte und langen Beinen durch das Streifen-Outfit optimal unterstützt. Und so funktioniert der Look:

Einfarbige Flächen blenden kräftige Körperzonen aus.

Die einzige unifarbene Fläche liegt im Schulter- und Brustbereich. Da Streifen-Designs den Blick auf sich ziehen, treten einfarbige Flächen zurück und werden optisch ausgeblendet. Das funktioniert sogar bei hellen Flächen und ist gut für den dominanten Schulter- und Brustbereich der typischen Schwimmer-Figur. Zudem lassen die überschnittenen Schultern des Oberteils die Schultern runder erscheinen.

Breite Streifen setzen Blickpunkte.

Die breiten horizontalen Streifen im Taillen- und Hüftbereich setzen einen starken Blickpunkt auf diese, bei Y-Frauen schön schmale Körperzone. Auch sind dort mit Grau und Schwarz die dunkelsten Stellen platziert, was sie noch schlanker erscheinen lässt.

Graue Blenden lenken das Auge zum Wesentlichen.

Unterstützt wird der Blickverlauf zur unteren Torso-Mitte durch die grauen Blenden-Streifen an den überweiten Ärmeln. Ihre diagonale Linie lässt das Auge genau zu diesem zentralen Punkt wandern.

Der breiteste Streifen fixiert das Auge auf die Hüfte.

Das Oberteil reicht bis fast zur Hüftlinie hinunter, verlängert dadurch den Torso. Zudem verdeckt es die natürliche Taille, die beim Y-Typ relativ gerade und kaum geschwungen verläuft. Raffiniert: Dank unterschiedlicher Streifenbreite in diesem Areal weiß das Auge nicht mehr genau, wo die natürliche Taille liegt und fixiert sich auf den dunkelsten, breitesten Streifen an der Hüfte – ein besonders schlankes Highlight der Y-Figur.

Vertikale Streifen akzentuieren lange Beine.

Die vertikalen Streifen der lockeren Bundfaltenhose wiederum bilden einen wunderbaren Akzent für die langen, schlanken Beine des Y-Figurtyps. Hier kann das Auge nach oben und unten schweifen und die Länge der Beine genüsslich in sich aufnehmen.

Der Material-Mix hebt den Unterkörper optisch hervor.

Noch ein weiterer Fashion-Trick macht das Ensemble komplett: Während das Material am Oberkörper matt ist, wurde für die Hose ein glänzender Stoff verwendet. Auch dies trägt optimal zum proportionalen Ausgleich der Y-Figur bei, deren Schwerpunkt am Oberkörper liegt, und lenkt den Blick einmal mehr auf die Beine. Das Outfit, das nur aus den neutralen Grundfarben Schwarz, Weiß und Grau besteht, gewinnt durch den Textur-Mix an kompositorischer Tiefe, wird abwechslungsreicher und insgesamt interessanter.

Das Outfit beweist: Mit drei harmonierenden, hellen und dunklen Grundfarben, einem figürlich vorteilhaften Design aus Flächen und Streifen, intelligenten Schnitt-Details und einem interessanten Texturen-Mix lässt sich so mache Figur optimal verpacken. Die Mode liefert mit ihren optischen Gesetzmäßigkeiten von Farbe, Fläche und Muster sowie Schnitt und Stoff mächtige Werkzeuge, die Sie für die Proportionen Ihrer Figur einsetzen können. Es lohnt sich immer, die eigene Figur ganzheitlich zu analysieren und sich mit den Werkzeugen der Mode vertraut zu machen. Dabei können Sie Ihr Körpergewicht getrost vergessen. Es gibt modisch viel Sinnvolleres zu bedenken!

Und wie gefällt Ihnen das gezeigte Outfit?

 

4 Kommentare

  1. Beim ersten Blick dachte ich, das ist ja eher ein spezielles Outfit. Aber ich denke, die Theorie lässt sich auch auf anderes übertragen, zB. die auffälligen Hosen, die derzeit modern sind (nicht auftragende Blütenmuster usw). Oder?

    • Modeflüsterin

      Hallo Lea!

      Ja, genau so ist es: Am Beispiel kann man sehen, wie breite und schmale, horizontale und vertikale Streifen genutzt werden können, um besonders schöne Körperzonen zu betonen. Das gelingt natürlich auch mit anderen starken Mustern, beispielsweise mit einem kontrast-starken Blumenmuster, einem anderen grafischen Print oder auch mit kräftigen Farben. Allerdings: Streifen lenken nicht nur den Blick auf eine bestimmte Zone, sondern beeinflussen zudem, wie die Augen sich auf dieser Zone bewegen (Blickverlauf) – nämlich in der Richtung der Streifen, also hin und her oder auf und ab. Und das betont dann wiederum die Länge oder Breite dieses Körper-Areals. Je besser Frau diese Gesetzmäßigkeiten kennt und einsetzt, desto figürlich vorteilhafter kann sie sich insgesamt kleiden.
      So war’s gedacht und ich hoffe natürlich, dass das Beispiel für möglichst viele Leserinnen auch hilfreich ist 🙂

      Herzliche Grüße von
      Stephanie Grupe
      alias die Modeflüsterin

  2. Ich haben mir gerade auch ein gesteiftes Shirt gekauft. Im Moment kommt man an Steifen einfach nicht vorbei. Wobei ich für mich persönlich gesteifte Oberteile bevorzuge. Sollte das Oberteil enganliegende sein, muss ich darauf achten, einen perfekt sitzenden BH zu tragen, da Streifen in diesem Fall ungünstig sein können.
    Ich bin immer wieder von Ihren Zeichnungen begeister.
    Lieben Gruss, Cla

    Glamupyourlifestyle.blogspot.de

    • Modeflüsterin

      Liebe Cla,

      herzlichen Dank! Freue mich immer, von Ihnen zu hören!
      Ein Ringel-Shirt ist wirklich ein zeitloses Basic, das man immer im Kleiderschrank haben kann – auch wenn Streifen mal kein Trend mehr sind. Ihre Investition wird sich also sicherlich lohnen. Zum Thema BH: Unter T-Shirts ist es immer besser, einen nahtlosen, glatten, nude-farbenen T-Shirt-BH zu tragen. Das sieht einfach deutlich besser aus!
      Ach ja, und demnächst erscheint hier auf dem Blog ein kleiner Beitrag zum Mode-Klassiker Ringel-Shirt. Der dürfte für Sie dann interessant werden 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie Grupe
      alias die Modeflüsterin

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