Über starke Frauen und das richtige Maß der Dinge

Christy Turlington, 42jähriges Model, zweifache Mutter und Unternehmerin, spricht über die Stärke von Frauen und das richtige Maß der Dinge.

Christy Turlington, 42jähriges Model, zweifache Mutter und Unternehmerin

“Man muss als Frau so viele Stärken wie möglich entwickeln.”

(Christy Turlington, 42 Jahre, Model, Interview in InStyle, Ausgabe Dez. 2012)

Dieses Zitat des 42-jährigen Top-Models hat mich sofort davon überzeugt, dass Christy Turlington mehr zu bieten hat, als eine – zugegebenermaßen – wunderschöne Fassade. Und tatsächlich: Heute engagiert sich die zweifache Mutter neben ihrer Model-Tätigkeit vor allem für humanitäre Zwecke, produziert journalistische Beiträge für namhafte Print- und TV-Magazine und ist als Unternehmerin an mehreren Mode-Kollektionen und einer Kosmetik-Marke beteiligt. Mit ihrer eigenen gemeinnützigen Organisation “Every Mother Counts” (EMC) sowie als Botschafterin der internationalen Organisation CARE setzt sie sich für die Verringerung der Sterblichkeitsrate von Müttern in der dritten Welt ein. Zudem veröffentlichte sie ein Yoga-Buch, das ihre jahrzehntelange Leidenschaft für dieses aus Indien stammende meditative Bewegungssystem dokumentiert.

So überrascht es nicht, wenn sie im Interview mit der Zeitschrift InStyle Frauen dazu auffordert, nicht auf Äußerlichkeiten zu setzen, sondern vielmehr die eigene Persönlichkeit zu entfalten:

“Man sollte sich selbst auf vielen Ebenen herausfordern und kultivieren, dann ist man mehr als das Bild, das andere Leute von einem haben.”

 

Eine ihrer persönlichen Stärken ist es wohl, dass sie ihre ganz eigene Balance zwischen Model-Beruf, einem gesunden Lebensstil und gesellschaftlichem Engagement gefunden hat: “Meine Devise lautet: alles in Maßen.” Auch im Fashion-Business scheint ein Dasein möglich zu sein, in dem Radikal-Diäten keine Rolle spielen, in dem sich eine Frau nicht auf ihr äußeres Erscheinungsbild reduzieren lässt, sondern viele Facetten ihrer Persönlichkeit ausleben kann.

Vielleicht hat Christy damit sogar eines der Geheimnisse eines geistig und körperlich gesunden Lebens gelüftet: das innere Gleichgewicht zu finden, Verzicht und Genuss in der Waage zu halten, die eigenen Potentiale zu entwickeln und bei allem – nicht nur modisch – extreme Übertreibungen zu meiden. Dann gäbe es weder magersüchtige, noch fettleibige Mädchen, kein Modediktat und keine Frauen, deren Selbstbewusstsein von der Meinung anderer Leute abhängt. Vielmehr würde sich der Blick auf die Vielfalt an Lebensentwürfen, Persönlichkeiten und Körperformen richten, die zwischen extremen Standpunkten zu finden ist – und vielleicht endlich wieder auf den Menschen hinter der Fassade.

In diesem Sinne: Immer schön stark bleiben!

 

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