Die perfekte Basis-Garderobe: Das Wickelkleid – ein Kleid für alle Fälle

Grün gemustertes Wickelkleid von Cavalli

Das Wickelkleid ist ein Modeklassiker – hier in der klassischen Silhouette, mit 3/4-Ärmeln, V-Ausschnitt, Bindegürtel und geradem, knielangen Rock.

Heute stelle ich Ihnen zuerst eine kleine Rätselfrage: Was haben Kate Middleton bei ihrer Verlobung, Meryl Streep und Blake Lively auf dem roten Teppich und eine freundliche Hausfrau aus der Waschmittelwerbung gemeinsam? Antwort: Sie alle tragen ein Wickelkleid! Dass so viele Frauen völlig unterschiedlichen Stils und Alters bei völlig unterschiedlichen Gelegenheiten auf ein Wickelkleid zurückgreifen, sagt eigentlich schon alles. Denn das Wickelkleid ist ein echter Alleskönner. Kein Wunder also, dass sich so viele Frauen gerne von diesem Mode-Klassiker einwickeln lassen. Grund genug, einmal einen näheren Blick auf dieses Basic zu werfen, das von Mode-Experten als Figur-Wunder hoch geschätzt wird.

Woher kommt das Wickelkleid?

Das Wickelkleid erblickte in den 70er Jahren das Licht der Welt. Erfunden hat es die belgisch-amerikanische Designerin Diane von Fürstenberg. Sie wollte insbesondere für berufstätige Frauen ein Kleid erschaffen, das sie im Büro-Alltag begleitet und sowohl elegant, als auch bequem ist. Das erste Wickelkleid war aus weich fallendem, elastischem Seidenjersey, hatte ¾-lange Ärmel, einen ganz leicht ausgestellten Rock und einen knieumspielenden Saum. Von Anfang an wurde es in den unterschiedlichsten Mustern und Farben angeboten. Bis heute gibt es den Klassiker in einer scheinbar unerschöpflichen Vielfalt an Designs.

Für welche Anlässe ist das Wickelkleid geeignet?

Meine Frage zu Beginn dieses Beitrags macht es schon deutlich: Das Wickelkleid lässt sich zu fast allen Anlässen tragen. Am besten Sie machen eine Lebensstil-Analyse und legen erst einmal fest, für welche Anlässe in Ihrem Leben Sie Ihr Wickelkleid wirklich brauchen. Danach können Sie viel besser entscheiden, welches Material, welche Farbe, welches Muster und welche Schnitte grundsätzlich für Sie in Frage kommen.

Für die Freizeit:

Ein Wickelkleid in einem unkomplizierten Baumwoll- oder Viskose-Jersey, aber auch in einem leichten Popeline-Stoff, passt für alle Freizeit-Aktivitäten. Es ist leicht zu waschen und zu pflegen und kann Sie zu vielen Anlässen in der Freizeit begleiten. Wählen Sie ganz nach Farb- und Stiltyp, Lust und Laune Ihr Exemplar in kräftigen Farben oder Mustern und mit Ihrer Lieblings-Rocklänge.

Rotes Wickelkleid als Abendkleid

Das Wickelkleid ist in edlen Materialien, wie hier mit Pailetten-Stoff, auch als Abendkleid ein Figurschmeichler. Bei schlichten Schnitten wirken kräftige Farben und ein hoher Beinschlitz.

Für den Beruf:

Ein Wickelkleid in hochwertigem Seiden-Jersey oder einem weich fallenden, leichten Wollstoff und in neutralen, gedeckten Farben begleitet Sie zu jedem Business-Termin. In kreativen Berufen dürfen Sie auch zu auffälligeren Mustern greifen. Die Rocklänge sollte aber mindestens knieumspielend sein. Und Sie sollten eine Variante mit Ärmeln tragen.

Für gesellschaftliche Anlässe:

Wenn es edel wird, ist ein Wickelkleid aus nass-glänzender Seide, Seidentaft, Pailetten, Spitze oder anderen kostbaren Materialien angesagt. Je nachdem, um welchen Anlass es sich handelt und wo Sie figürliche Akzente setzen wollen, können Sie am Abend bei Dekolleté, Armen oder Beinen mehr Haut zeigen. Denken Sie beispielsweise an die Möglichkeit, bei Röcken durch den Wickeleffekt interessante Beinschlitze entstehen zu lassen – so wirken Sie angezogen und sexy zugleich! Sie müssen nicht bei den klassischen Farben für Abendkleidung bleiben: Je schlichter der Schnitt Ihres Wickelkleides, desto gewagter darf Ihre Farbwahl ausfallen.

Was können Sie mit Wickelkleidern kombinieren?

Auch bei der Zusammenstellung von Outfits zeigt sich das Wickelkleid beeindruckend variabel.

  • Je nach dem individuellen Stil des Wickelkleids passt dazu ein taillierter, kürzerer Blazer ebenso gut wie ein Cardigan, eine Leder- oder Jeans-Jacke oder ein Mantel.
  • Im Winter können Sie sogar einen dünnen Rollkragenpullover darunter anziehen, blickdichte Strümpfe und kniehohe Stiefel dazu tragen.
  • Auch können Sie Wickelkleider zu schmalen Hosen – sozusagen als Ersatz für eine lange Jacke oder einen kurzen Mantel – kombinieren.
  • Das Kleid sieht – je nach Anlass und Wetter – mit sommerlichen Wedges oder Sandaletten, mit luftigen Sling-Backs oder klassisch geschlossenen Pumps, mit Booties oder Stiefeln gut aus. Einige Frauen tragen dazu in ihrer Freizeit gerne Ballerinas und flache Sandalen. Auch das ist möglich, wenn Sie keine zu kurzen Beine haben, die Taille des Kleides etwas höher angesetzt ist oder der Rock etwas länger geschnitten ist.
  • Und wie sieht es mit Accessoires aus? Besonders hübsch zum Wickelkleid finde ich eine Halskette, die den Blick auf den tiefen V-Ausschnitt lenkt oder auffällige Ohrhänger, die den Hals der Trägerin zusätzlich lang machen. Zu manchen Modellen, die nicht mit einem Bindeband geschlossen werden, können Sie sogar einen Gürtel tragen. Die Tasche wählen Sie passend zum Anlass: Von lässiger Hobo-Bag, über klassische Schultertasche im Chanel-Stil bis hin zur Clutch ist alles möglich.

Sie sehen, die Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten eines Wickelkleides sind nahezu grenzenlos. Damit gehört das Wickelkleid auf jeden Fall in die engere Wahl, wenn Sie Ihrer Basis-Garderobe ein Kleid hinzufügen wollen.

In den nächsten Beiträgen habe ich Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie das perfekte Wickelkleid für Ihren Figurtyp auswählen und auf was Sie beim Einkauf achten können. Aber davon später mehr.

Jetzt würde ich gerne von Ihnen wissen: Haben Sie schon ein Wickelkleid im Schrank oder möchten Sie sich eines zulegen? Zu welchen Gelegenheiten wollen Sie es tragen? Oder haben Sie noch andere Fragen zum Thema Wickelkleid? Dann schreiben Sie doch einfach einen Kommentar! Ich freue mich auf Ihre Anregungen.

 

10 Kommentare

  1. Hallo!
    Ich würde sehr gerne meine Jersey-Wickelkleider im Büro tragen,aber leider ist der Stoff so dünn, dass die Unterwäsche durchdrückt. Ein Tanga geht leider auch nicht, weil ich einen Runden Hintern habe, der das Kleid sonst auffressen würde 🙂
    können Sie mir dazu etwas empfehlen? Soll ich es füttern lassen? Dann wäre das Unterwäsche-Problem gelöst, aber macht es das Kleid nicht etwas zu schwer?

    Viele Grüße und Danke!

    • Modeflüsterin

      Hallo Mary,

      ich würde darunter entweder ein Unterkleid aus Seide oder einem ähnlichen Futterstoff tragen oder gleich zu formender Unterwäsche greifen. Dann wäre ein Bodyformer in Kleidform oder mit Radlerhosen die erste Wahl. Das tragen auch die Stars unter ihren dünnen, hautengen Kleidchen 😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie Grupe
      alias die Modeflüsterin

    • Modeflüsterin

      Hallo Astrid,

      herzlichen Dank und liebe Grüße an eine weitere Frau mit tollen, weiblichen Hüften 😉

      von Stephanie alias die Modeflüsterin

  2. Fischer, Renate

    Es kommt noch eine dazu – ich bin auch ein A-Typ! 😉

    (Bei jedem Klick entdeckt man Neues bei der Modeflüsterin – super!!!)
    LG – Renate

    • Modeflüsterin

      Hallo Renate,

      wenn ich mir so die Zugriffe auf meine Mode-Tipps für A-Typen ansehe, müssen ganz viele der Leserinnen hier zu diesem Typ gehören. Es soll angeblich auch der am häufigsten verbreitete Typ in Deutschland sein…

      Und nochmals vielen Dank für Ihren Zuspruch! Das freut mich sehr!

      Liebe Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  3. Regina Rau

    Liebe Stephanie – ich kann mich überhaupt nicht einordnen! Bin 170 groß und 77 kg schwer. Habe einen großen Busen, keine Taillie einen Bauch und lange sehr schlanke Beine. Hosen passen mir in der Größe 42 und Oberteile in XL. Aber ich möchte so gerne mal ein Kleid. Alle anprobierten Kleider sahen an mir wie ein Sack aus. Kannst Du mir einen Typ geben? Danke und liebe Grüße.

    • Modeflüsterin

      Liebe Regina,

      es ist leider immer schwer bis nahezu unmöglich, einen guten Stil-Tipp zu geben, wenn man einen Menschen noch nie gesehen hat! Aber nach Deiner Beschreibung bist Du am ehesten ein O-Typ und brauchst vor allem Eines: Eine schmale Stelle direkt unterhalb des Busens und noch bevor der Bauch so richtig anfängt, sich zu wölben. Das „sackartige“ Gefühl kommt wahrscheinlich davon, dass Du Kleider anprobiert hast, die an dieser Stelle zu weit oder einfach nur gerade geschnitten sind. Dann geht der Busen direkt in den Bauch über und lässt den gesamten Torso unstrukturiert kräftig erscheinen. Das muss nicht sein! Viel besser ist es, wenn das Kleid im Unterbrustbereich tailliert ist – und sogar wenn man darunter ein bisschen Bauch sieht, ist das nicht schlimm, wenn Du eine definierte (etwas höher gelegte) Taille hast. Und noch etwas Wichtiges: Der richtige BH, der die Brust hebt, teilt und formt, ist für Dich essentiell!
      Die richtige Kleider-Silhouette findest Du übrigens in dem entsprechenden Beitrag auf diesem Blog 😉
      Ich hoffe, das hilft Dir weiter!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  4. Hallo Modeflüsterin,

    bin durch Zufall auf die Seite gestossen, weil ich zu einem dunkelblauen Wickelkleid überlegt habe, welche Strumpfhose passender wäre…Anlass ist eine Hochzeit, Schuhe sind dunkelblaue Pumps und der Mantel ist hellgrau.

    Ich muss sagen, toll, toll, toll diese Seite! Macht Spaß zu stöbern, und noch mehr Spaß Tipps zu finden.

    • Modeflüsterin

      Liebe Marion,

      grundsätzlich würde ich für eine Hochzeit eine sehr feine Strumpfhose wählen. Im Prinzip würde dann eine dunkelblaue oder hautfarbene Feinstrumpfhose passen.
      Zum hellgrauen Mantel wäre zudem auch eine schwarze Feinstrumpfhose denkbar, aber wenn Sie den Mantel ausziehen, dann passen die beiden anderen Farben insgesamt besser zum Look.
      Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter!

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

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